DE1025197B - Bienenbeuten fuer zwei Voelker - Google Patents
Bienenbeuten fuer zwei VoelkerInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01K—ANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
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Landscapes
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Description
DEUTSCHES
Bienenbeuten für zwei Völker gibt es einmal als Zwillingsbeuten, in denen zwei Völker unabhängig
voneinander als Einzelvölker untergebracht sind, außerdem in der Art, daß zwei Völker einen gemeinsamen
Honigraum benutzen können, ferner sind Bienenbeuten mit einem zusätzlichen Ablegerabteil als
sogenannte Dreiraumbeuten bekannt.
Allen diesen Beuten haftet der Nachteil an, daß bei Verwendung des Ablegers bzw. des Zweitvolkes aus
dem Ablegerabteil oder Honigraum auf einem anderen Platz oder in einer anderen Beute des Standes die
Bienen fluggewohnt noch tagelang das alte, geschlossene Flugloch anfliegen und für die Tracht zu einem
erheblichen Teil ausfallen. Außerdem werden die benachbarten Völker gestört. Bleibt das Honigraumflugloch
geöffnet, so entweicht über das eingelegte Absperrgitter zwischen Brut- und Honigraum Wärme,
wobei sich nachteilige Folgen für die weitere Frühjahrsentwicklung der Bienenvölker ergeben.
Andere Beuten besitzen eine Trennleiste im Doppelboden; dadurch ist jedes Volk an ein bestimmtes Flugloch
gebunden. Bei allen bekannten Konstruktionen besteht keine Möglichkeit, eines der Völker durch die
Flugbienen des anderen Volkes ohne Störungen und Ertrags- und Wärmeverluste zu verstärken. Alle diese
Nachteile werden erfindungsgemäß durch den neuen Dreifachboden in Verbindung mit dem Seitenwandflugkanal
beseitigt.
Die Völker können wahlweise durch Zuführen der Flugbienen des anderen Volkes zur Ausnutzung einer
Frühtracht verstärkt werden. In der gleichen Art kann die Schwarmneigung eines Volkes durch den
Entzug der Flugbienen unterdrückt bzw. ein Nachschwärmen verhindert werden. Dem geschwächten
Volk wird der Ab- und Anflug durch den Seitenwandkanal freigegeben, die Bienen fliegen fluggewohnt das
alte Flugloch an und werden zwangsweise und ohne Störungen und Verluste ins andere Volk geleitet. In
allen Fällen wird durch das Umstecken der Flugkeile in der betreffenden Flugniische der alte Zugang durch
den Zwischenboden! lichtdicht geschlossen. Dadurch fallen Zuglufterscheinungen und Wärmeverluste fort.
Ein wesentlicher Fortschritt besteht in der raumsparendem
Aufstellung dlar Beute, die eine Stapelung derselben überflüssig macht und die Oberbehandlung
mit allen ihren Vorzügen, besonders der Zeitersparnis, erlaubt.
Hierzu einige Ausführungsbeispiele und Ansichten der Beute:
Fig. 1 zeigt die Beute in der Seitenansicht im Schnitt nach Linie I-I (Fig. 2),
Fig. 2 die Beute in der Vorderansicht;
Fig. 3 zeigt die drei möglichen Stellungen der Fluglochkeile 11 und 12 (Fig. 2) und
Anmelder:
Karl-Friedrich Leppin,
Neubrandenburg, Große Wollweberstr. 40
Neubrandenburg, Große Wollweberstr. 40
Karl-Friedrich. Leppin, Neubrandenburg,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Fig. 4 die Beute im Schnitt nach Linie II-II (Fig. 2);
Fig. 5 zeigt die beiden Stellungen des Flugkeils 17 (Fig. 4) im Seitenwandflugkanal und
Fig. 6 ein Ausführungsbeispiel im Mehrvolkbetrieb (Wolkenkratzerbetrieb);
Fig. 7 zeigt die Beute im Schnitt nach Linie I-I (Fig. 2) während der Überwinterung und schließlich
Fig. 8 den Flugkeil für das Honigraumflugloch 14 (Fig. 4) in dem beiden Stellungen 14» und 14 b.
In der Beute hat ein Volk im vorderen Brutraumabteil 1 überwintert. An- und Abflug haben die Bienen
durch das Flugloch 12. Der Flugkeil 5 hat die Stellung 5 a. Die Flugbienen nehmen den Weg durch den
Kanal 6 ins vordere Brutraumabteil 1. Hat das Volk die Schwarmreife erlangt bzw. ist der Vorschwarm
gefallen, wird der Zustand wie folgt geändert:
Das Brutraumfenster wird durch ein bewegliches Trennschied 8 ausgewechselt und das hintere Brutraumabteil
2 mit Mittelwänden entsprechend der Stärke des Schwarmes ausgestattet und durch das
Brutraumfenster abgeschlossen. Jetzt wird die Anordnung der Fluglöcher wie folgt geändert: Flugloch
11 wird geöffnet, der Flugkeil 5 in die Stellung 5 α gebracht. Der Flugkeil im Flugloch 12 kommt jetzt in
die Stellung 5 b. Der Schwarm kommt jetzt in das hintere Brutraumabteil 2 und wird durch die Flugbienen
des Restvolkes in der Weise verstärkt, wie die Flugbienen das vordere Brutraumabteil 1 durch den
Kanal 6 über das Flugloch 11 verlassen, aber fluggewohnt das alte Flugloch 12 anfliegen und jetzt durch
die Flugkeilstellung 5 b über den Kanal 7 ins hintere Brutraumabteil 2 geleitet werden. Dadurch werden
dem Schwarm sämtliche Flugbienen zugeführt. Er baut in kürzester Frist den Brutrauim aus und kann,
den Honigraum bekommen. Nach spätestens 7 Tagen wird die Fluglochanordnumg nochmals· verändert. Der
70S· 907/53
Flugkeil 5 im Flugloch 11 wird in die Stellung 5 b gebracht
und das Seitenwandkanalflugloch 13 geöffnet und der Flugkeil 17 in die Stellung 17 a gebracht.
Durch diese Maßnahme wird folgender Zweck erreicht: Die Flugbienen des vorderen Brutraumabteils 1
verlassen über die Öffnung 15 das Seitenwandkanalflugloch 13 und fliegen fluggewohnt das Flugloch 11
an. Da der Flugkeil 5 die Stellung 5 b hat, werden diese Flugbienen gleichfalls über den Kanal 7 ins
hintere Brutraumabteil 2 geleitet und verstärken nochmais den Schwarm. Durch den Verlust der Flugbienen,
wird im Restvolk ein Nachschwärmen mit Sicherheit verhindert, es vernichtet sogar selbsttätig die überzähligen
Schwarmzellen.
Die Jungkönigin fliegt jetzt zum Begattungsflug durch das Seitenwandkanalflugloch 13, dessen seitlich
und erhöhte Anordnung ein Verfliegen der Jungköniginnen verhindert und somit geringste Verluste gewährleistet.
Da durch die Anordnung der Durchgangsöffnungen im Zwischenboden der Weg zum Flugloch
12 wesentlich kurzer als zum Flugloch 11 ist, werden die heranwachsenden Flugbienen das Flugloch
12 bevorzugen, so daß nach etwa 3 Wochen das Flugloch 11 nur noch wenig besetzt und benutzt wird. Durch
Umlegen des Flugkeiles 5 in die Stellung 5 a und gleichzeitiges Verengen des Flugloches 13 werden, die
Flugbienen im vorderen Brutraumabteil 1 an das Flugloch 11 gewöhnt.
Im nachfolgenden Frühjahr ergabt sich nun folgender
Zustand: Die Beute ist mit zwei Völkern besetzt. Das Volk im vorderen Brutraumabteil 1 fliegt
durch das Flugloch 11, der Flugkeil 5 hat die Stellung 5 a. Das Volk im hinteren Abteil 2 fliegt durch das
Flugloch 12, der Flugkeil hat die Stellung 5 b. Jetzt kommen erfindungsgemäß die Vorteile der Zweivolkbeute
mit Dreifachboden im vollen Umfange zur Geltung.
Hat beispielsweise ein ungünstiges Frühjahr die Entwicklung der Bienenvölker verzögert, ist also ein
Mangel an Flugbienen vorhanden, werden dem starleeren
Volk die Flugbienen des anderen zugeschaltet.
Das Volk im vorderen Brutraumabteil 1 mit der jüngeren Königin ist erfahrungsgemäß mit mehr
Jungbienen in den Winter gegangen und folglich auch in der Frühjahrsentwicklung überlegen. Beiden Völkern
wurde der Honigraum 3 freigegeben, nachdem alle unbesetzten Waben aus beiden Brutraumabteilen 1
und 2 'entfernt wurden, undl gleichzeitig1 das senkrechte
Geruch- und Absperrgitter 9 über das Brutraumtrennschied eingesetzt. Beide Königinnen können den
Honigraum zwecks Eiablage aufsuchen. Entsprechend der zu erwartenden Frühtracht wird ein waagerechtes
Absperrgitter eingelegt und das geschröpfte Volk durch Deckbrettchen vom Honigraum getrennt. Die
Umschaltung der Flugkeile bzw. Fluglöcher wird wie folgt vorgenommen:
Dem Volk im Brutraumabteil 1 sollen die Flugbienen aus dem Volk 2 zugeführt werden. Der Honigraum
3 kommt über das Brutraumabteil 1. Durch Einlegen von Deckbrettchen wird der Zugang zum
Honigraum 3 für das Volk im hinteren Abteil 2 gesperrt.
Der Flugkeil 5 im Flugloch 12 wird in die Stellung a gebracht. Gleichzeitig wird das Seitenwandkanalflugloch
13 geöffnet und der Flugkeil 17 in die Stellung b gebracht. Die Flugbienen verlassen das Brutraumabteil
2 über die Öffnung 16 im Seitenwandflugkanal des Flugloches 13 und fliegen fluggewohnt das Flugloch
12 an. Durch die Flugkeilstellung 5 α gelangen die Flugbienen über den Kanal 6 ins vordere Brutraumabteil
1 und verstärken somit das vordere Volk. Durch den Verlust an Flugbienen muß das hintere
Volk so lange getränkt werden, bis Flugbienen erscheinen.
Dieselben Maßnahmen gestatten auch den sogenannten Wolkenkratzerbetrieb.
Claims (4)
1. Bienenbeute für zwei Bienenvölker, gekennzeichnet
dadurch, daß ein Drei fachboden, bei dem Zugangskanäle (6,7) über die ganze Breite des
Brutraumes reichen, und die Zuiganigsöffnungem im
Zwischenboden zu den beiden Brutabteilen (1 bzw. 2) an derselben Beutenseite nebeneinander
angeordnet sind.
2. Bienenbeute für zwei Bienenvölker nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß ein Seitenwandflugkanal
(13), in dem1 zwei Öffnungen (15 bzw. 16) in verschiedener Höhe angebracht sind, von dem
die öffnung (15) in das vordere Brutabteil (1), die zweite Öffnung (16) in das hintere Brutabteil (2)
mündet und diese Öffnungen sich an derselben Beutenseite, oberhalb der Durchgangsöffnungen
im Zwischenboden, befinden.
3. Bienenbeute für zwei Bienenvölker nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß ein
Seitenwandflugkainal (13) in Verbindung· mit einem
umsteckbaren Fluglochkeiil (17) vorgesehen ist
4. Bienenbeute für zwei Bienenvölker nach den vorigen Ansprüchen, gekennzeichnet dadurch, daß
zwei umsteckbare Fluglochkeile (5,17) vorgesehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
® 709 907/53 2.58
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL18446A DE1025197B (de) | 1954-04-01 | 1954-04-01 | Bienenbeuten fuer zwei Voelker |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL18446A DE1025197B (de) | 1954-04-01 | 1954-04-01 | Bienenbeuten fuer zwei Voelker |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1025197B true DE1025197B (de) | 1958-02-27 |
Family
ID=7261085
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL18446A Pending DE1025197B (de) | 1954-04-01 | 1954-04-01 | Bienenbeuten fuer zwei Voelker |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1025197B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102009009132B4 (de) * | 2008-05-08 | 2013-06-06 | Jens Parpart | Doppelboden für Bienenmagazinbeuten |
-
1954
- 1954-04-01 DE DEL18446A patent/DE1025197B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102009009132B4 (de) * | 2008-05-08 | 2013-06-06 | Jens Parpart | Doppelboden für Bienenmagazinbeuten |
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