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Die Erfindung geht aus von einer
Installationsdose, die häufig
auch als Unterputzdose bezeichnet wird. Installationsdosen dieser
Art dienen dazu, bestimmte Installationsteile einer elektrischen
Installation aufzunehmen, beispielsweise Stecker, Schalter, oder
auch Verteiler. Die bekannten Installationsdosen haben einen in
der Regel aus Kunststoff bestehenden Dosenkörper, der Anschlussstutzen
aufweist. Die Anschlussstutzen dienen einerseits dazu, die Enden
von biegsamen Installationsrohren aufzunehmen, durch die die Leitungen
hindurch geschoben werden. Andererseits sollen die Stutzen auch dazu
dienen können,
zwei benachbarte Dosen miteinander durch Stecken zu verbinden.
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Bei den bekannten Installationsdosen
sind normalerweise zwei diametral angeordnete Anschlussstutzen vorhanden,
die unterschiedlich geformt sind. Der Außenumfang des einen Stutzens entspricht
dem Innenumfang des anderen Stutzens. Dadurch lassen sich zwar zwei
Dosen durch Ineinanderstecken der Stutzen miteinander verbinden.
Zum Verbinden muss aber die Dose eine spezielle Orientierung aufweisen.
Dies macht eine besondere Aufmerksamkeit des Monteurs erforderlich.
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Der kleinere der beiden Stutzen muss
aber auch in der Lage sein, das Ende eines biegsamen Installationsrohrs
aufzunehmen. Da sein Innenumfang aber kleiner ist, können hier
Schwierigkeiten entstehen, wenn größere biegsame Installationsrohre Schläuche verwendet
werden.
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Es ist nun schon zur Lösung dieses
Problems vorgeschlagen worden, eine Unterputzdose mit einem Adapter
zu versehen, der so ausgebildet ist, dass er sowohl auf den kleineren
als auch auf den größeren Anschlussstutzen
aufgesteckt werden kann, und der das Ende eines biegsamen Installationsrohres
aufnehmen kann (
DE 20200501 ).
Hier gehört
zu jeder Dose dann ein Adapter, gegebenenfalls auch zwei Adapter.
Dies macht sowohl die Lagerhaltung aufwändig als auch die Benutzung
nicht besonders einfach.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zu
Grunde, eine Möglichkeit
zu schaffen, mit identisch aufgebauten Unterputzdosen sowohl das
Einstecken relativ großer
biegsamer Installationsrohre als auch das Zusammenstecken zweier
benachbarter Dosen durchführen
zu können.
Die Dosen sollen dabei nicht speziell orientiert werden müssen.
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Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung
eine Installationsdose mit den im Anspruch 1 genannten Merkmalen
vor. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
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Die von der Erfindung vorgeschlagene
Anschlussdose enthält
mindestens einen Stutzen. Wenn sie einen einzigen Stutzen enthält, kann
sie dennoch mit einer benachbarten auch nur einen Anschlussstutzen
aufweisenden Dose zusammen gesteckt werden. Erfindungsgemäß sind alle
Anschlussstutzen identisch ausgebildet. Wenn also mehr als ein Anschlussstutzen
vorhanden ist, kann der Anschlussstutzen einer Dose mit jedem der
Anschlussstutzen der anderen Dose durch Stecken verbunden werden.
Es ergibt sich also der Vorteil, dass keine spezielle Ori entierung
der Dose wie im Stand der Technik mehr erforderlich ist, wo selbst
bei mehreren Anschlussstutzen nur eine einzige Orientierung zulässig ist,
so dass die Anschlussdose gegebenenfalls um 180 Grad gedreht werden
muss, bevor sie gesteckt werden kann.
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Eine Möglichkeit, wie identisch ausgebildete Stutzen
durch Stecken miteinander verbunden werden können, besteht darin, den Stutzen
so auszubilden, dass er zwei durch eine in Längsrichtung des Stutzens verlaufende
Ebene getrennte Hälften
aufweist, die vorzugsweise unterschiedlich ausgebildet sind. Beim
Zusammenstecken greift dann die eine Hälfte des Stutzens in die jeweils
andere Hälfte
des anderen Stutzens ein.
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Es kann erfindungsgemäß in Weiterbildung vorgesehen
sein, dass die Abmessung der Innenkontur der Wand der einen Hälfte des
Stutzens der Abmessung der Außenkontur
der Wand der anderen Hälfte
des Stutzens gleich ist. Dadurch können die Stutzen derart ineinander
eingreifen, dass eine flächige
Anlage der den Stutzen bildenden Wand gegeben ist, was zu einer
sicheren und guten Verbindungen der beiden Anschlussdosen führt. Es
ist keine zusätzliche
Verriegelung erforderlich, obwohl eine solche selbstverständlich auch
vorgesehen sein kann.
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Insbesondere kann in Weiterbildung
vorgesehen sein, dass die Innenkontur der einen Hälfte des
Stutzens symmetrisch zu der Außenkontur
der anderen Hälfte
des Stutzens ausgebildet ist.
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Um das Einstecken zu erleichtern,
kann vorgesehen sein, dass die beiden Hälften des Stutzens durch einen
in der Trennebene liegenden Schlitz voneinander getrennt sind. Die
Abmessungen können
so gewählt
sein, dass ein Eingreifen der beiden Hälften des Stutzens in die jeweils
anderen Hälften
des anderen Stutzens unter Spannung erfolgt, so dass auch eine kraftschlüssig Festlegung
erfolgen kann.
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Bei zwei Stutzen kann insbesondere
vorgesehen sein, dass diese eine gemeinsame Trennebene aufweisen
können.
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In Weiterbildung kann bei dem Vorhandensein
zweier Stutzen vorgesehen sein, dass diese diametral zueinander
angeordnet sind, was nicht nur bei kreisrunden, sondern auch bei
rechteckigen, quadratischen und in sonstiger Weise symmetrisch ausgebildeten
Anschlussdosen möglich
ist.
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Es kann erfindungsgemäß vorgesehen
sein, dass die Trennebene, die die beiden Hälften jedes Stutzens voneinander
trennt, durch eine Mittelachse des Dosenkörpers verläuft.
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Weitere Merkmale, Einzelheiten und
Vorzüge
der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen und der Zusammenfassung,
deren beider Wortlaut durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung
gemacht wird, der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sowie anhand der Zeichnung. Hierbei zeigen:
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1 eine
Seitenansicht einer von der Erfindung vorgeschlagenen Anschlussdose;
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2 eine
Seitenansicht aus einer um 90° versetzten
Richtung;
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3 eine
Ansicht der Anschlussdose von unten;
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4 eine
Ansicht der Anschlussdose von oben;
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5 eine
perspektivische Ansicht der in den 1 bis 4 dargestellten Anschlussdose.
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Die in 1 dargestellte
Anschlussdose enthält
einen Dosenkörper 1,
der beispielsweise einstückig
aus Kunststoff gespritzt ist. Der Dosenkörper weist die Form eines kurzen
Kreiszylinders auf. Der Dosenkörper
wird auf seiner in 1 unten
dargestellten Unterseite durch einen geschlossenen Boden 2 abgeschlossen,
der gegebenenfalls Durchbrechungen, Öffnungen oder dergleichen aufweisen kann.
An seiner in 1 oberen
zur Vorderseite einer Wand gerichteten Seite ist der Dosenkörper 1 geöffnet. Er
enthält
einen außen
umlaufenden Verstärkungsrand 3.
Von dem Dosenkörper 1 ragen
zwei Anschlussstutzen 4 radial nach außen ab. Diese Anschlussstutzen
enden in einer ebenen Fläche 5,
die senkrecht zum Boden 2 und zu der parallel hierzu verlaufenen
Vorderseite verläuft.
Beide Anschlussstutzen 4 sind identisch ausgebildet, sowohl
was ihre in radialer Richtung gemessene Länge als auch ihre Form angeht.
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2 zeigt
eine Seitenansicht der Anschlussdose aus einer um 90° gegenüber der
Darstellung der 1 versetzten
Richtung, so dass hier der Stutzen 4 von vorne gezeigt
ist. Der Stutzen weist eine Wand auf, die etwa die Form eines Tunnels
bildet. Aus Platzgründen
ist der Stutzen also so ausgebildet, dass seine Unterseite geradlinig
direkt oberhalb oder im Bereich des Bodens 2 verläuft. Im
oberen Bereich ist der Anschlussstutzen kreisbogenförmig abgerundet.
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Bei Anschlussdosen, die insgesamt
höher sind,
kann die Unterseite des Stutzens auch einen Abstand von dem Boden 2 der
Anschlussdose aufweisen.
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Der Stutzen 4 ist durch
eine Trennebene 6 in zwei Hälften geteilt. In der rechten
Hälfte
entspricht die Innenkontur 7 der Wand 8 des Stutzens 4 in
ihrer Abmessung der Außenkontur 9 der
Wand 8 in der linken Hälfte.
Die rechte und die linke Hälfte
sind durch einen in der Trennebene 6 liegenden Schlitz 10 aufgeteilt.
Dieser Schlitz 10 verläuft
bis zum Rand des Dosenkörpers 1,
was sich beispielsweise aus der 4 deutlicher
ergibt. Der Schlitz 10 ist etwas größer ausgebildet als erforderlich,
um das Einstecken zu erleichtern.
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Die Außenkontur 9 der Wand 8 der
linken Hälfte
ist symmetrisch zu der Innenkontur 7 der Wand 8 der
rechten Hälfte
des Anschlussstutzens 4 ausgebildet. Denkt man sich in 2 die linke Hälfte des Stutzens
um die Trennebene 6 gespiegelt, so kommt die linke Hälfte dann
direkt innerhalb der rechten Hälfte
zu liegen, wobei die Außenseite
an der Innenseite der rechten Hälfte
anliegt. Das Gleiche gilt auch bei einer Spiegelung der rechten
Hälfte
nach links. Dies bedeutet, dass beim Zusammenstecken zweier Dosen
mit identisch ausgebildeten Anschlussstutzen diese sich ineinander
schieben lassen. Daraus ergibt sich dann ein geschlossener Verbindungsstutzen.
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3 zeigt
eine Ansicht der Anschlussdose von unten in 2, also auf den Dosenboden 2.
An der Unterseite der kleineren Stutzenhälfte ist ein Hakenelement 11 angeformt,
das nach dem Zusammenschieben in eine Durchbrechung 12 der
Unterseite der größeren Stutzenhälfte eingreift.
Dieses Hakenelement beginnt am Ende des Stutzens.
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Ebenfalls an der Unterseite der kleineren Stutzenhälfte sind
unmittelbar an der Wand des Dosenkörpers zwei Stege 13 angeformt,
die beide gleich lang sind. In zusammengestecktem Zustand liegt
die Endkante 5 des Stutzens der anderen Dose an diesen
Stegen 13 an. Die Einsteckbewegung der beiden Anschlussstutzen
ineinander ist also an der Oberseite und der Unterseite durch die
Länge der Schlitze 10 begrenzt,
wobei die Stege 13 eine zusätzliche Begrenzung der Einsteckbewegung
bewirken.
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4 zeigt
eine Ansicht der Anschlussdose von oben, also in das Innere des
Dosenkörpers 1 hinein.
Es ist zu sehen, ebenso wie in 3, dass
die beiden Anschlussstutzen 4 diametral angeordnet sind,
so dass die Trennebene der beiden Hälften beider Stutzen 4 durch
den Mittelpunkt der kreisrunden Dose verläuft. In dem oberen Rand sind Öffnungen vorhanden,
die sich in teilweise an der Innenseite und teilweise an der Außenseite
des Dosenkörpers
vorhandene Säulen
fortsetzen. Hier können
Befestigungselemente eingeschraubt werden.
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5 zeigt
eine perspektivische Ansicht der Anschlussdose. Eine nächste Anschlussdose
kann jetzt beispielsweise von rechts angesetzt und mit ihrem Verbindungsstutzen
in den Stutzen eingeschoben werden. Die Dose kann auch um 180 Grad
verdreht und eingeschoben werden.
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In der dargestellten Ausführungsform
sind zwei Anschlussstutzen vorhanden. Es ist natürlich auch denkbar, dass mehr
als zwei Anschlussstutzen oder auch nur ein einziger Anschlussstutzen
vorhanden ist. Es lassen sich, sofern die Stutzen alle identisch
sind, auch Dosen einer anderen Größe oder Form anstecken.
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Man kann aus der Beschreibung und
aus den Zeichnungen entnehmen, dass die Innenfläche des in 2 zu sehenden Querschnitts durch den Anschlussstutzen
größer ist
als die Innenfläche
wäre, wenn
der Stutzen insgesamt der Größe der linken Hälfte des
Stutzens entsprechen würde.
Daher ist bei beiden Stutzen die Innenfläche größer, so dass sich größere Anschlussschläuche einstecken
lassen.
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Die Erfindung ist nicht auf Anschlussdosen beschränkt, bei
denen der Dosenkörper
kreisrund ist.