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Der
Anmeldungsgegenstand umfaßt
ein Faltplanschema für
Pläne und
Darstellungen auf vorzugsweise Papier. Diese können auf verschiedenste Weise
zu einem kleineren Format gefaltet werden, um sie platzsparend zu
lagern und zu transportieren, zur Schonung des Materials und der
Oberfläche
und zur praktischen Handhabung beim Lesen und Suchen.
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Bekannt
ist, in der Regel rechteckige Pläne und
Abbildungen durch senkrechte und waagerechte Faltung in gleichgroße Bereiche
zu teilen, die dann je nach Format z.B. im Zieharmonikasystem bis
zum Format eines Teilbereiches verkleinert übereinanderliegen auch mit
einer oder mehreren durchgehenden horizontalen Falten und die je
nach Bedarf abschnittsweise oder vollständig auseinandergezogen und
entfaltet werden können.
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Weiterhin
sind Faltschemata von Plänen
bekannt, die vertikal und horizontal in Rechteckform gefaltet und
einseitig bedruckt sind und bei denen jede zweite vertikale Faltlinie
jeweils in gleicher Höhe
abschnittsweise getrennt ist mit horizontalen Falten in Höhe des unteren
und oberen Endes und in der Mitte der getrennten vertikalen Faltlinienabschnitte,
die zusammengefaltet im Gesamtplan so einzeln wie ein Buch innerhalb
eines festen Umschlags aufgeklappt werden können einzeln oder hintereinander
in der Breite von zwei Feldern in dieser Position vom unteren bis
zum oberen Rand des Plans.
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Die
horizontal benachbarten Felder sind in gleicher Faltweise einsehbar,
aber erst, nachdem der vorliegende Teil zusammengefaltet und der
benachbarte wiederum in der Breite von zwei Feldern innerhalb des
festen Umschlags aufgeklappt worden ist.
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Aus
der Anmeldung
FR 640476 ist
ein Faltplanschema bekannt, das aus Quadraten oder Rechtecken zieharmonikaartig
in horizontaler und vertikaler Richtung ausfaltbar und entsprechend
zusammenfaltbar ist bis zur Größe eines
Planfeldes mit einer graden Anzahl von Planfeldern in beiden Richtungen.
Die Planfelder der Ränder
sind verbunden. Jede zweite vertikale Faltlinie ist durch Einschnitte getrennt
bis zu den oberen und unteren Randreihen.
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Horizontal
zieharmonikaartig auseinandergezogen und in einer Höhe von jeweils
zwei horizontalen Reihen von Planfeldern läßt sich der Plan blättern wie
die Seiten eines Buches mit jeweils zwei übereinanderliegenden Planfeldern
als Seite.
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Der
gesamte Plan kann auch horizontal zusammengefaltet werden zu einer
sichtbaren geöffneten
Doppelseite aus jeweils vier Planfeldern am linken und rechten Rand
und zwischen den getrennten vertikalen Faltlinien, welche ermöglichen
durch vertikales Umklappen der oberen oder unteren beiden Planfelder
um die horizontale Mittelachse des Planausschnitts aus vier Planfeldern
einen beliebigen Planausschnitt aus jeweils vier Planfeldern vom
oberen bis zum unteren Rand zu öffnen.
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Aus
der Entwicklung
DE 1724253
U ist eine Auto-Klappkarte bekannt, die in ihrer Vertikalen
in sechs gleichbreite Streifen unterteilt ist, von denen der obere
und untere durchgehend ist, während
die dazwischenliegenden Streifen in bestimmtem gleichen Abständen durch
Schlitze unterbrochen sind, die bis zu oberen und unteren Streifen
durchgehen, so daß die
vier Mittelstreifen als zwei Klappen zusammengefaltet werden, von
denen die eine auf den oberen und die andere auf den unteren Streifen
umgeklappt wird,
wodurch die Kartenvertikale auf ein Drittel
reduziert wird, während
die Karte in ihrer Horizontalen leporelloartig zusammengefaltet
wird, so daß alle
vertikalen Faltbrüche
mit dem Klappenschlitz auf einer Seite liegen.
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Die
Karte ist mit der Kartenrückseite
aller vier Aussenfaltungsklappenfelder in einem Umschlag eingeklebt,
so daß sie
nicht herausfallen kann.
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Bekannt
ist auch aus
CH 283797 eine
zusammenfaltbare Landkarte, die aus einer laporelloartig faltbaren
Mittelbahn und je einer an diese oben und unten anschließenden Seitenbahn
besteht, welche quer zu den Falten der Mittelbahn laporelloartig faltbar
sind und mit bis zur Mittelbahn reichenden Querschlitzen versehen
sind, die in der Verlängerung der
bei zusammengefalteter Mittelbahn am Vorderrand derselben liegenden
Faltlinien liegen. Die Seitenbahnen lassen in gefaltetem Zustand
einen Mittelstreifen der Mittelbahn unbedeckt, wobei die Breite der
Falten der Seitenbahnen von dem freien Mittelstreifen her zum Rande
der Mittelbahn hin treppenartig zur Bildung von Randstreifen abnimmt,
auf denen Register angebracht sind. Die Rückseite der aus den Seitenbahnen
gebildeten Falten ist mit einer Kartendarstellung versehen, die
an die Kartendarstellung der Vorderseite der Falten anschließt und die
Rückseite
der Falten der Mittelbahn weist kartographische Darstellungen auf.
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Ziel
der vorliegenden Entwicklung ist, Planformen auf ein kleineres Format
so zusammenzufalten, daß beim
Entfalten die Orientierung, Suche und Handhabung erleichtert wird
hinsichtlich
- – dem Zugang zu beliebiger
Punkten auf dem Plan
- – dem
Zugang zu Teilflächen
beliebiger Größen auf
dem Plan
- – der
Verfolgung von z.B. Straßen
und Routen durch einfaches entsprechendes Umklappen von Flanfeldern.
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Dies
wird erreicht, indem ein Plan aus vorzugsweise Papiermaterial durch
horizontale und vertikale (senkrechte und waagerechte) Faltung in
rechteckige Felder eingeteilt wird in der Größe des zusammengefalteten Formats,
welches im Zieharmonikasystem gefaltet ist und vom linken unteren
Eckfeld der Vorderseite des Plans als Deckblatt der zusammengefalteten
Form aus ausziehbar ist (2 und 3).
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Von
der dann sichtbaren unteren Reihe der Vorderseite als Deckblattreihe
des Plans ist die Vorderseite dann vollständig und auch Reihe nach Reihe nach
oben aufklappbar.
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Alternativ
dazu sind nach dem Hochklappen der unteren Reihe der Vorderseite
zu deren Rückseite
die zur Vorderseite auf dem Kopf stehenden Darstellungen der Hinterseite
des Plans lesbar, vollständig
und auch Reihe nach Reihe aufklappbar bis wiederum zur unteren Reihe
der Rückseite.
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Die
Randfelder des entfalteten Plans sind verbunden oben und auf beiden
Seiten der Vorderseite entsprechend unten und auf beiden Seiten
der Rückseite
mit verbundener erster (Deckblattreihe) und zweiter Randreihe von
unten der Vorderseite und mit verbundener erster (Deckblattreihe)
und zweiter Randreihe von oben der Rückseite und die vertikalen (senkrechten)
Ränder 6 der übrigen inneren
Felder sind getrennt.
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Dieses
Faltschema kann angewendet werden, wenn die Anzahl der vertikalen
Reihen gerade ist also mindestens zwei aber vorzugsweise von höherer grader
Anzahl entsprechend dem Faltschema mit vertikal getrennten Reihen 6 innen
und mindestens vier horizontalen Reihen insgesamt sowie vorzugsweise
einer zusätzlichen
Deckblattreihe der Vorderseite unten zur besseren Handhabung, zum Schutz
der inneren Felder, zur Stabilität
und vorteilhaften grafischen Gestaltungsmöglichkeiten.
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Wenn
die Anzahl der vertikalen Reihen ungerade ist (drei Reihen und höher), sieht
man in der zusammengefalteten Form immer ein Feld der Rückseite
als hinteres Deckblatt dessen Darstellungen dann auf dem Kopf stehen.
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In
diesem Fall kann man das letzte Feld der ausgezogenen Deckblattreihe
nach innen einklappen und man sieht das vorletzte Feld der Deckblattreihe auf
der Rückseite
des zusammengefalteten Plans, also wieder ein Feld der Vorderseite
als Deckblatt hinten, dessen Darstellungen zum Deckblatt vorne nun
nicht auf dem Kopf stehen.
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Die
Anzahl der horizontalen Reihen mit mindestens vier gilt ohne Ausnahme
im beschriebenen Faltschema.
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Durch
die Beweglichkeit der an den vertikalen Rändern und Faltungen getrennten
Teilbereiche und Rechteckfelder können benachbarte Reihen in horizontaler
und vertikaler Richtung zusammengeklappt und wieder auseinandergeklappt
werden und auch einzelne Felder im Innenbereich umgeschlagen werden
zum darüber
oder darunter liegenden Feld.
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So
ist es möglich
mit wenigen Faltungen den Teilbereich des Plans als Sicht-fläche einzurichten, der
nach dem Bedarf der zu suchenden Information notwendig ist und ihn
auf ein passendes Minimum zu beschränken.
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Die
Felder derbenachbarten Reihen mit getrennten vertikalen Faltlinien
im Innenbereich können entsprechend
ihrer gemeinsamen horizontalen Faltung Rückseite an Rückseite
zusammengeschoben werden und durch einfaches Umklappen nach oben oder
unten gemeinsam oder einzeln beliebige Teile des Plans sichtbar
machen mit z.B. sichtbar bleibender Numerierung der Planquadrate
an allen vier Rändern.
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Anspruch
2 beinhaltet eine vorteilhafte Weiterbildung.
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Figuren
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1 Draufsicht
Faltungsschema mit Deckblatt Vorderseite des zusammengefalteten
Plans, 2 Deckblatt Rückseite
des zusammengefalteten Plans, 3 Numerierung der Planquadrate, 4
horizontale Fallen, 5 vertikale Falten, 6 vertikale Faltlinien getrennt, 7
erweiterndes Deckblatt, 8 Taschenöffnung, 9 Klebefläche
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2 Schnitt
Faltungsschema in vertikaler Richtung mit Faltung vertikal 10
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3 Schnitt
Faltungsschema in horizontaler Richtung mit Faltung horizontal 11
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Anwendung als Stadtplan
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Das
Faltschema des Anmeldungsgegenstandes kann zum Beispiel für Landkarten
vorteilhaft verwendet werden.
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Dieses
sieht vor, daß die
Anzahl der vertikalen Reihen gerade ist also mindestens zwei aber
vorzugsweise von höherer
grader Anzahl entsprechend dem Faltschema ist mit vertikal getrennten
6 Reihen innen und mindestens vier horizontalen Reihen insgesamt
sowie vorzugsweise einer zusätzlichen Deckblattreihe
der Vorderseite unten.
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Dementsprechend
kann die Anzahl der horizontalen und vertikalen Reihen und Felder
passend zum Format, Maßstab,
Inhalt und den praktischen Anforderungen im Rahmen der beschriebenen
Faltungsregeln bestimmt werden. Ein Stadtplan mit zum Beispiel vier
vertikalen Reihen von gefalteten Feldern und vier horizontalen Reihen
von gefalteten Feldern
sowie einer zusätzlichen Deckblattreihe der
Vorderseite unten zeigt in der zur Größe eines Planfeldes zusammengefalteten
Form das linke untere Eckfeld 1 der Vorderseite als Deckblatt
mit den Darstellungen zum Beispiel des jeweiligen Stadtnamens, Stadtsymbols,
Verlages und z.B. Werbung.
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Vom
Deckblatt aus umgeklappt und auseinandergezogen sieht man in diesem
Fall alle vier Felder der Deckrandreihe der Vorderseite mit zum
Beispiel einer Karte des Gesamtgebietes mit kleinem Maßstab auf
den mittleren beiden Feldern und Werbung auf dem rechten Eckfeld 2 als
hinteres Deckblatt der zusammengefalteten Form.
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Der
direkte Zugang zum Stadtplan auf den übrigen Feldern der Vorderseite
ist durch Aufklappen der Deckblattreihe am oberen Rand möglich wiederum
mit vertikal getrennten 6 Innenfeldern und den weiteren vorteilhaften
Möglich
keiten des Faltschemas.
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Als
indirekter Zugang zum Stadtplan wird die Deckblattreihe von unten
hochgeklappt, und es erscheinen auf der Rückseite der beiden unteren
Randreihen der Vorderseite z.B. ein VRS Plan auf den Feldern der
ersten Reihe mit Werbung auf den Außenfeldern und ein Straßenverzeichnis
zur Orientierung und Such hilfe zum Stadtplanteil.
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Vom
unteren Rand aus geöffnet,
bieten die übrigen
Felder der Rückseite
Fläche
z.B. für
Werbung und Information bis zur letzten und unteren Reihe der Rückseite,
deren unterer horizontaler Rand höherliegt und so einen Blick
frei gibt zur Orientierung auf die darunter liegende zweite horizontale
Reihe der Vorderseite als Teil des Stadtplans, der die Felder der
Vorderseite über
der Deckblattreihe füllt,
und
der dann wiederum in dieser Positionierung aufgeklappt und mit den
Merkmalen des beschriebenen Faltschemas als Stadtplan genutzt werden
kann.
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Zur
Orientierung und manueller Öffnungshilfe
im Rahmen des Faltplanschemas kann die erste (Deckblattreihe) und
zweite horizontale Reihe der Vorderseite schmaler sein, so daß die auseinandergezogene
Deckblattreihe der Vorderseite am oberen Rand horizontal tiefer
liegt
und einen Blick frei gibt auf die darunter liegende dritte
horizontale Reihe von unten der Vorderseite als Teil des Stadtplans,
der die Felder der Vorderseite über
der Deckblattreihe füllt,
und
der dann wiederum in dieser Positionierung aufgeklappt und mit den
Merkmalen des beschriebenen Faltschemas als Stadtplan genutzt werden
kann.
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Diese
Variante kann auch im Rahmen des Faltschemas ohne zusätzliche
Deckblattreihe genutzt werden, wenn eine schmalere erste horizontale Reihe
der Vorderseite über
deren oberen Rand einen Streifen der in diesem Fall zweiten horizontalen
Reihe der Vorderseite einsehbar macht als Teil des Stadtplans.
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Erweiterungen zum Faltplanschema
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Die
untere Reihe der Vorderseite (Deckblattreihe) kann auf verschiedene
Art mit zusätzlichen
zu einem Abschnitt des Plans deckungsgleichen Erweiterungsfeldern
als Blättern
am unteren Rand verbunden sein.
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Ein
Erweiterungsblatt 7 verbunden am unteren Rand des Deckblattes 1 mit
Klebeflächen 9 seitlich
und am unteren Rand (Achse) umklappbar zur Bildung einer Tasche
mit Einsteckschlitz 8 von z.B. Visitenkarten, Notizzetteln.
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Eine
weitere Einstecktasche kann auch an bzw. auf der Rückseite
des zusammengefalteten Plans vorgesehen werden.
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Als
direkter Zugang zu einem darunterliegenden z.B. VRS Plan können die
inneren vertikalen Faltlinien der Deckblattreihe getrennt sein und
so von unten hochgeklappt werden.
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Vorteile
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Die
Entwicklung bietet die Möglichkeit,
den Plan mit wenigen Handgriffen so zu falten, daß die Größe der Sichtfläche auf
das zur Orientierung notwendige beschränkt bleibt.
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Eine
Vergrößerung,
Verkleinerung oder der kurze Blick auf angrenzende Planabschnitte
durch einfaches Drehen eines Teilbereiches auf die andere Seite
ist möglich,
ohne die übrige
Sichtfläche
zu verändern.
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Man
kann von der Deckblattreihe aus drehen bzw. weiterblättern vertikal
von der Vorderseite oder Rückseite
in anderer Richtung Reihe nach Reihe zur Rückseite bzw. Vorderseite ohne
den Plan wenden zu müssen
wieder zur Vorderseite bzw. Rückseite.