DE1024991B - Kuehler, insbesondere fuer schwefelhaltige Abgase mit hohem Staubgehalt - Google Patents
Kuehler, insbesondere fuer schwefelhaltige Abgase mit hohem StaubgehaltInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Kühler, der insbesondere für schwefelhaltige Abgase mit hohem
Staubgehalt Verwendung finden soll. Bei der Verfeuerung schwefel- und vanadinhaltiger Brennstoffe tritt
naturgemäß Bildung von SO2 auf, das durch das Vanadium sowie durch Eisenoxyd, die als Katalysatoren
wirken, sowohl am Brenner als auch durch den Sauerstoff der in den Rauchgasstrom dringenden
Falschluft zu S O3 oxydiert wird. Der S O2- bzw. S O3-Gehalt
in den Rauchgasen bewirkt eine Taupunkterhöhung gegenüber einem reinen Rauchgas-Wasserdampf-Gemisch
ohne S O2- oder S O3-Gehalt.
Hat ein im Rauchgasstrom liegender Luftvorwärmer eine Wandungstemperatur, die unter dem Taupunkt
der Rauchgase liegt, so kommt es zu Schwefelsäurekondensation, die zu Korrosion und somit Zerstörung
des Wärmeaustauschers führt. Zur Vermeidung dieser Korrosion muß die Wandungstemperatur
des Wärmeaustauscherelementes also über den Taupunkt gehoben werden. Dies kann in bekannter Weise
so geschehen, daß man die rauchgasseitige Heizfläche durch Anbringen von Rippen vergrößert und die luftseitige
Heizfläche glatt und damit sehr klein im Verhältnis zur rauchgasseitigen ausführt. Dadurch gleicht
sich die Wandungstemperatur auch bei niedrigen Lufttemperaturen weitgehend an die Rauchgastemperatur
an. Durch Senkung der Wärmeübergangszahl auf der Luftseite, durch Senkung der Luftgeschwindigkeit und
Erhöhung der Rauchgasgeschwindigkeit und damit Erhöhung der Wärmeübergangszahl auf der Rauchgasseite
kann die Wandungstemperatur außerdem weitgehend in bekannter Weise an die Rauchgastemperatur
angeglichen werden, so daß die Taupunkttemperatur an der Elementwand nicht unterschritten
wird.
Führen die Rauchgase außer SO2 bzw. SO3 große
bi Rö
2 3
Staubmengen mit sich, die z. B. beim Rösten von Schwefelkies oder beim Verhütten von Kupfererzen
anfallen, so ist es möglich, zur Erhöhung der Wandungstemperatur die rauchgasberührte Heizfläche in
der üblichen Form durch Anbringen von Rippen zu vergrößern, weil sich der rauchgasseitige Querschnitt
nach kurzer Zeit infolge begünstigter Ablagerungsmöglichkeiten durch die Rippen zusetzen würde. Die
rauchgasberührte Heizfläche muß also vollkommen glatt sein, um einem Ansetzen des Staubes weitgehend
entgegenzuwi rken.
Die bisher bekannten außen glatten Rohre wirken zwar der Verschmutzung weitgehend entgegen, begünstigen
jedoch an den im Strömungsschatten der Rauchgase liegenden Elementrücken eine Bildung von
Staubnestern, die Schwefel enthalten. Es zeigt sich, daß die Korrosion des Wärmeaustauschelementes beim
übergang von Elementrücken zu den Seitenwand«!
Kühler, insbesondere für schwefelhaltige Abgase mit hohem Staubgehalt
Anmelder:
Industrie-Companie Kleinewefers
Konstraktions- und Handelsgesellschaft m.b.H., Krefeld, Melanchthonstr. 5
Dipl.-Ing. Heinz Jacobs, Krefeld,
und Dipl.-Ing. Friedbert Heyn, Krefeld-Fischeln,
sind als Erfinder genannt worden
beginnt, also dort, wo sich zwischen die Elementrücken Staubnester eingelagert hatten. Der Grund für die
Korrosion liegt darin, daß die Staubnester die Elementrücken isolieren, die durch die in den Rohren
strömende Luft zu sehr gekühlt werden, so daß die Taupunkttemperatur unterschritten wird.
Die genannten Nachteile können dadurch vermieden werden, daß man auf die von anderen Kühlern her
bekannte Ausführung zurückgreift, bei der in Strömungsrichtung der Abgase hintereinanderliegende,
rohrförmige Kühlerelemente angeordnet werden, an deren senkrecht zu dieser Strömungsrichtung liegenden
Front- und/oder Rückseiten je zwei etwa in Strömungsrichtung sich erstreckende Längsrippen vorgesehen
sind. Bei solchen Kühlern besteht die Gefahr, daß der zwischen den Längsrippen liegende Teil der
Rohrwandung, weil er den Rauchgasen nur in geringem Maße ausgesetzt ist, bis unter die Taupunkttemperatur
gekühlt wird. Um hier Abhilfe zu schaffen, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, bei einem
solchen Kühler lediglich an den Front-und Rückseiten der Elemente durch zusätzliche Wände Toträume zu
schaffen. Diese Toträume bewirken, daß der zwischen den Rippen liegende Teil der Rohrwandung durch die
zusätzliche Wand vor Säureeinflüssen bewahrt bleibt. Die zusätzliche äußere Wand, die den Rauchgasen
und dem schwefelhaltigen Staub ausgesetzt ist, wird durch das in dem Totraum enthaltene stehende Luftpolster
gegen zu starke Abkühlung geschützt, so daß keine Korrosion auftritt. Andererseits bleiben die
Seitenflächen der Kühlelemente, die nicht durch zu starke Kühlung gefährdet sind, weil sie den zuströmenden
Rauchgasen ausgesetzt sind, hinsichtlich des Wärmeüberganges unbeeinträchtigt.
Es ist zwar bekannt, Luftpolster an Vorwärmerrohren zur Erhöhung der Wandungstemperatur vor-
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zusehen, um eine zu starke Abkühlung unter den Taupunkt bei Verwendung schwefelhaltiger Abgase zu
vermeiden. Diese Luftpolster waren aber rundherum um die Rohre vorgesehen. Demzufolge war der Wärmeübergang
und damit der Wirkungsgrad des Kühlers erheblich beeinträchtigt. Dadurch, daß bei der Erfindung
die Vorwärmerrohre grundsätzlich Zonen, an denen eine zu starke Abkühlung nicht erfolgen kann,
weil diese Abschnitte den strömenden Rauchgasen unmittelbar ausgesetzt sind, und andererseits solche
Zonen aufweisen, die im Strömungsschatten liegen und daher eine zu starke Abkühlung erfahren, so ergibt sich
der Vorteil, daß nur die letztgenannten Zonen durch ein isolierendes Polster geschützt werden müssen und
die erstgenannten Zonen hinsichtlich der Wärmeübertragung nicht beeinträchtigt sind. Die Folge davon ist
ein wesentlich höherer Wirkungsgrad der Kühler gemäß der Erfindung gegenüber bekannten Ausführungen.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele yon Kühlern gemäß der Erfindung dargestellt, und
zwar zeigt
Fig. 1 ein Kühlerelement im Querschnitt,
Fig. 2 in der Seitenansicht,
Fig. 3 eine Abänderung der Elemente im Querschnitt und
Fig. 4 einen Kühler mit Elementen nach Fig. 1 und 2.
Die Elemente bestehen aus der Frontseite 1, den beiden Seitenwänden 2 und dem Rücken 3, wobei in
üblicher Wreise Abschlußflansche 4 vorgesehen sind. Die Kühlerelemente sind an der senkrecht zur Strömungsrichtung
der Abgase liegenden Frontseite 1 und der Rückenseite 3 mit Rippen 5 versehen, die bei benachbarten
Elementen aneinanderstoßen, wie in Fig. 4 angegeben ist. Es entstehen hierbei Zwischenräume
zwischen den Rippen 5, die vorteilhaft durch eine keramische Masse 6 od. dgl. ausgefüllt werden können.
Man vermeidet auf diese Weise eine Staubablagerung zwischen den Elementen.
Es zeigte sich, daß die Korrosion der Elemente beim Übergang vom Elementenrücken 3 zu den Seitenwänden
2 oder auch zwischen der Frontseite 1 und den Seitenwänden 2 beginnt, also dort, wo sich zwischen
den Elementen Staubnester einlagern können. Gemäß der Erfindung werden nun die Elemente an der Front-
und an der Rückenseite mit Zwischenwänden 7 und 8 versehen, wodurch Toträume 9 entstehen, die von der
Luft nicht durchströmt werden. Hierdurch wird die gewünschte Temperaturerhöhung an den Front- und
Stirnseiten der Elemente erreicht.
Eine Abwandlung der Elemente zeigt Fig. 3, hierbei sind die Elemente selbst durch Rohre 10 gebildet,
die auch in Strömungsrichtung der Abgase mit Rippen 5 ausgerüstet werden. Hierbei ist die Ausbildung
so, daß die Rippen des einen Elementes sich etwa an das Nachbarelement anlegen, wobei aber auch der entsprechende
Hohlraum 11 durch eine Masse ausgefüllt wird. Bei dieser Ausführung werden ebenfalls Wände 7
angebracht, so daß auch hierbei Hohlräume 9 entstehen, die nicht von der Luft durchströmt werden und
eine Abkühlung derjenigen Teile des Elementes vermeiden, die nicht unmittelbar von den durchströmenden
Abgasen berührt werden.
Claims (2)
1. Kühler, insbesondere für schwefelhaltige Abgase mit hohem Staubgehalt, mit in Strömungsrichtung der Abgase hintereinanderliegenden,
rohrförmigen Kühlerelementen, an deren senkrecht zu dieser Strömungsrichtung liegenden Front-
und/oder Rückseiten je zwei etwa in Strömungsrichtung sich erstreckende Längsrippen vorgesehen
sind, dadurch gekennzeichnet, daß lediglich an den Front- und Rückseiten der Elemente durch
zusätzliche Wände (7, 8) Toträume (9) geschaffen sind.
2. Kühler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der durch Rippen (5) gebildete Zwischenraum
zwischen dem Rücken eines Elementes und der Front des nächsten Elementes mit einer
nicht brennbaren und gut haftenden Masse, z. B. durch eine keramische Masse, ausgefüllt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 894 247, 831 263, 826 927, 724 762, 694410, 690 676;
französische Patentschrift Nr. 1 004 820;
USA.-Patentschrift Nr. 2 185 929.
USA.-Patentschrift Nr. 2 185 929.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI7922A DE1024991B (de) | 1953-11-18 | 1953-11-18 | Kuehler, insbesondere fuer schwefelhaltige Abgase mit hohem Staubgehalt |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEI7922A DE1024991B (de) | 1953-11-18 | 1953-11-18 | Kuehler, insbesondere fuer schwefelhaltige Abgase mit hohem Staubgehalt |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1024991B true DE1024991B (de) | 1958-02-27 |
Family
ID=7185058
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEI7922A Pending DE1024991B (de) | 1953-11-18 | 1953-11-18 | Kuehler, insbesondere fuer schwefelhaltige Abgase mit hohem Staubgehalt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1024991B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1953
- 1953-11-18 DE DEI7922A patent/DE1024991B/de active Pending
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