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Die Erfindung betrifft ein Verfahren
und ein System zur Bearbeitung von Banknoten gemäß dem Oberbegriff der Ansprüche 1 bzw.
18.
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Bei dem aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 196 46 454 A1 bekannten
Verfahren wird eine Sortierklasse für Blattgut, insbesondere Banknoten,
aus den für
das Blattgut erhaltenen Meßergebnissen
mit einem Sortieralgorithmus abgeleitet, welcher in Form eines Sortierbaums
vorgegeben wird. Hierzu werden in unterschiedlichen Ebenen des Sortierbaums
Sortierknoten angeordnet, in welchen für ein oder mehrere Meßergebnisse
jeweils Wertebereiche festgelegt werden. Der Wertebereich eines Meßergebnisses
in einem Sortierknoten einer Ebene ist hierbei im Wertebereich des
entsprechenden Meßergebnisses
in einem zugeordneten Sortierknoten der darüberliegenden Ebene enthalten.
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Bei der Ableitung der Sortierklasse
aus den vorliegenden Meßergebnissen
wird im Sortierbaum der Sortierknoten in der tiefsten Ebene ermittelt,
bei welchem alle Meßergebnisse
der Banknote in den entsprechenden festgelegten Wertebereichen liegen. Die
Sortierklasse, die diesem Sortierknoten entspricht, wird schließlich dem
Blattgut zugeordnet. Die Ermittlung des Sortierknotens erfolgt durch
Rekursion, wobei ausgehend von einem Sortierknoten in der höchsten Ebene
alle in der nächst
unteren Ebene liegenden Sortierknoten auf die Existenz eines Sortierknotens
hin durchsucht werden, bei welchem alle Meßergebnisse des Blattguts innerhalb
der entsprechenden Wertebereiche der Meßergebnisse des Sortierknotens
liegen. Ist dies der Fall, werden die diesem Knoten zugeordneten
Sortierknoten in der nächst
unteren Ebene in gleicher Weise überprüft usw.
Auf diese Weise wird der Sortierknoten in der untersten Ebene ermittelt,
bei dem alle Meßergebnisse
des Blattguts in den entsprechenden Wertebereichen der Meßergebnisse
dieses Sortierknotens liegen.
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Aufgrund seiner hierarchischen Struktur
mit mehreren Ebenen gibt ein solcher Sortierbaum den Sortieralgorithmus
in einer für
den Bediener im allgemeinen nicht leicht verständlichen und kaum intuitiv erfaßbaren Form
wieder. Für
die Vorgabe komplexer Sortieralgorithmen ist daher meist ein höheres Maß an Erfahrung
und Expertenwissen erforderlich. Darüber hinaus besteht die Gefahr
einer fehlerhaften Vorgabe von Wertebereichen in den zahlreichen,
i.a. für jede
zu sortierende Denomination von Banknoten separat zu definierenden
Sortierknoten, was zu fehlerhaften Sortierergebnissen führen kann.
Außerdem muß ein für einen
bestimmten Typ von Banknotenbearbeitungsmaschinen vorgegebener Sortierbaum meist
modifiziert werden, wenn dieser auf einen anderen Typ von Banknotenbearbeitungsmaschinen übertragen
werden soll. Auch dies erfordert ein hohes Maß an Expertenwissen und stellt
eine unerwünschte
Fehlerquelle dar.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, ein
Verfahren und ein entsprechendes System zur Durchführung des
Verfahrens anzugeben, welches eine vereinfachte und zuverlässigere
Vorgabe und Ausführung
des Sortieralgorithmus, insbesondere für unterschiedliche Typen von
Banknotenbearbeitungsmaschinen, erlaubt.
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Diese Aufgabe wird durch das Verfahren
und das System mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche 1 bzw.
18 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
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Das Verfahren gemäß Anspruch 1 zeichnet sich
dadurch aus, daß der
Sortieralgorithmus unter Verwendung eines oder mehrerer Entscheidungsknoten
vorgegeben wird, welche jeweils einen oder mehrere Entscheidungsknotenausgänge aufweisen und über den
bzw. die jeweiligen Entscheidungsknotenausgänge mit einem oder mehreren
weiteren Knoten, insbesondere weite ren Entscheidungsknoten, verknüpft werden.
Die Entscheidungsknoten werden bei der Ableitung der Sortierklasse
in der Weise durchlaufen, daß ein Übergang
von einem Entscheidungsknoten zu einem damit verknüpften anderen
Knoten, insbesondere anderen Entscheidungsknoten, über einen
Entscheidungsknotenausgang des Entscheidungsknotens erfolgt. Die
Auswahl des jeweiligen Entscheidungsknotenausgangs, über welchen
der Übergang
vom Entscheidungsknoten zu einem anderen Knoten erfolgt, hängt hierbei von
den Eigenschaften der Banknote und/oder von vorgegebenen Parametern
ab.
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Die vorgegebenen Parameter beziehen
sich z.B. auf die Konfiguration oder den Maschinentyp der entsprechenden
Banknotenbearbeitungsmaschine, können
aber durch einen Bediener frei vorgegeben werden und unterschiedliche
Informationen widerspiegeln, wie z.B. die Identität des Bedieners,
die Uhrzeit oder andere Parameter.
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Durch die Verwendung von Entscheidungsknoten
läßt sich
der Sortieralgorithmus, vorzugsweise als Sortierprogrammcode oder
Eingabegraphik, in leicht verständlicher,
intuitiv erfaßbarer
und übersichtlicherer
Form vorgeben, wodurch die Vorgabe des Sortieralgorithmus einfacher
und zuverlässiger wird.
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Bei dem erfindungsgemäßen System
gemäß Anspruch
18 ist die Eingabeeinrichtung, über
welche der Sortieralgorithmus vorgegeben wird, derart ausgebildet,
daß der
Sortieralgorithmus in Form eines, insbesondere compilierbaren, Sortierprogramms
vorgegeben werden kann. Darüber
hinaus ist mindestens eine Übersetzungseinrichtung,
insbesondere ein Compiler, zur Übersetzung
des vorgegebenen Sortierprogramms in ein für die Banknotenbearbeitungsmaschine
ausführbares
Objektprogramm vorgesehen.
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Dieses zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
besonders geeignete System erlaubt eine einfache und zuverlässige Vorgabe
des Sortieralgorithmus, vorzugsweise als Sortierprogrammcodes oder
Eingabegraphik. Durch die Übersetzung des
Sortierprogrammcodes bzw. der Eingabegraphik in ein Objektprogramm,
welches insbesondere von unterschiedlichen Typen von Banknotenbearbeitungsmaschinen
ausführbar
ist, wird außerdem
die Übertragbarkeit
eines für
eine Banknotenbearbeitungsmaschine bestimmten Typs vorgegebenen
Sortieralgorithmus auf andere Typen von Banknotenbearbeitungsmaschinen
vereinfacht.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand
von Figuren näher
erläutert.
Es zeigen:
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1 ein
Beispiel für
einen in Form eines erfindungsgemäßen Entscheidungsgraphen vorgegebenen
Sortieralgorithmus;
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2 eine
Tabelle mit der Definition von Entscheidungsknotenfunktionen der
in 1 gezeigten Entscheidungsknoten;
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3 eine
Tabelle mit dem Inhalt von Report Tags zu Entscheidungsknotenausgängen der
in 1 gezeigten Entscheidungsknoten;
und
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4 einen
Aufbau des erfindungsgemäßen Systems
zur Sortierung von Banknoten.
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Beispiel für einen
Sortieralgorithmus
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Im nachfolgend anhand der 1 bis 3 erläuterten
Beispiel für
einen Sortieralgorithmus soll jeder zu bearbeitenden Banknote eine
Sortierklasse aus zwei möglichen
Sortierklassen zugeordnet werden. Eine erste Sortierklasse wird
hierbei sog. Fit-Banknoten zugeordnet, welche für eine weitere Verwendung tauglich
sind, während
eine zweite Sortierklasse sog. Unfit-Banknoten zugeordnet wird, welche, beispielsweise
aufgrund von Verschmutzung, Flecken oder Eselsohren, für eine weitere
Verwendung untauglich sind. Nicht klassifizierbare Banknoten sollen
als zurückzuweisende
Banknoten, sog. Reject-Banknoten, eingestuft werden.
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Der Sortiervorgang soll in zwei verschiedenen
Protokolltypen protokolliert werden, wobei in einem ersten Protokolltyp,
dem sog. Reject-Report, Informationen über Banknoten protokolliert
werden, welche als Reject-Banknoten eingestuft werden. In einem
zweiten Protokolltyp, dem sog. Unfitness-Report, sollen Informationen über Banknoten
protokolliert werden, welche als Unfit-Banknoten klassifiziert werden.
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Eigenschaften
der Banknoten
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Die zur Ableitung der Sortierklasse
herangezogenen Eigenschaften der Banknoten werden von Sensoren einer
Banknotenbearbeitungsmaschine, in welcher die Banknoten geprüft und ihrer
Sortierklasse entsprechend sortiert ausgegeben werden, ermittelt.
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Im dargestellten Beispiel wird sowohl
die Denomination, d.h. der Nennwert, als auch die Orientierung der
Banknote von zwei Sensoren ermittelt, wobei die Eigenschaften Sensorl
Denomination und Sen sor2_Denomination bzw. Sensor1_Orientation und
Sensor2_Orientation erhalten werden.
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Die Eigenschaft DoubleFeed gibt wieder,
ob eine Banknote ordnungsgemäß in die
Banknotenbearbeitungsmaschine eingezogen wurde, und kann dementsprechend
nur die Werte TRUE oder FALSE annehmen.
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Die vier Transporteigenschaften TransportProp1
bis TransportProp4 können
numerische Werte annehmen und enthalten Informationen zum Transport
der Banknote.
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Aus drei für die Echtheitsprüfung vorgesehenen
Sensoren werden die drei Echtheitseigenschaften Authenticityl, Authenticity2
und Authenticity3 erhalten, welche bei Vorhandensein eines entsprechenden
Echtheitsmerkmals den Wert 1 und bei Fehlen des Echtheitsmerkmals
den Wert 0 annehmen. Abhängig
von der Denomination der jeweiligen Banknote müssen für ein positives Ergebnis der
Echtheitsprüfung
keine, höchstens
eine, höchstens
zwei oder alle drei der Echtheitseigenschaften den Wert 1 annehmen.
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Die eigentliche Klassifizierung der
Banknote in eine Fit- oder Unfit-Banknote hängt von den Zustandseigenschaften
Frontsoil, Backsoil, Front-Stain, Backstain
und DogEar1 bis DogEar4 ab, welche jeweils ein Maß für die Verschmutzung
bzw. für
Flecken auf der Banknotenvorderseite bzw. -rückseite sowie für Eselsohren
an den vier Ecken der Banknote darstellen.
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Entscheidungsknoten
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1 zeigt
einen in Form eines erfindungsgemäßen Entscheidungsgraphen vorgegebenen Sortieralgorithmus,
anhand dessen aus den genannten Eigenschaften einer Banknote eine
Sortierklasse "FIT", "UNFIT" bzw. "REJECT" abgeleitet wird.
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Der Entscheidungsgraph weist einen
rautenförmigen
Startknoten START, ovale Entscheidungsknoten mit Entscheidungsknotenfunktionen
FCT 1 bis FCT_14 und rechteckige Endknoten TN(1) bis TN(3)
auf, welche zum Teil miteinander verknüpft sind.
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Bei der Ableitung der Sortierklasse
einer Banknote werden, beginnend mit dem Startknoten START und dem
darauf folgenden ersten Entscheidungsknoten mit der Entscheidungsknotenfunktion FCT 1,
miteinander verknüpfte
Entscheidungsknoten solange durchlaufen, bis einer der Endknoten
TN(1) bis TN(3) erreicht ist. Die dem jeweiligen Endknoten TN(1)
bis TN(3) zugeordnete Klasse "REJECT", "FIT" bzw. "UNFIT" entspricht dann,
vorzugsweise in Verbindung mit weiteren Eigenschaften der Banknote,
wie z.B. Denomination und/oder Orientierung, der Sortierklasse der
Banknote.
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Jeder der in 1 dargestellten Entscheidungsknoten weist
verschiedene Entscheidungsknotenausgänge auf, über welche ein Übergang
von einem Entscheidungsknoten zu einem damit verknüpften anderen
Entscheidungsknoten bzw. Endknoten erfolgen kann. Der Entscheidungsknotenausgang, über welchen
bei Durchlaufen des Entscheidungsgraphen ein Übergang erfolgt, hängt von
den Eigenschaften der zu bearbeitenden Banknote ab.
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Vorzugsweise hängt die Wahl des Entscheidungsknotenausgangs
vom Funktionswert der Entscheidungsknotenfunktion FCT_1 bis FCT_14
des jeweiligen Entscheidungsknotens ab. Hierbei ist jedem Entscheidungsknotenausgang
ein Vergleichswert, z.B. TRUE, FALSE bzw. 1 bis 4, zugeordnet. Ein Übergang
findet über
denjenigen Entscheidungsknotenausgang statt, dessen Vergleichswert
dem Funktionswert der jeweiligen Entscheidungsknotenfunktion entspricht.
Beispielsweise sind dies bei dem Entscheidungsknoten mit der Entscheidungsknotenfunktion
FCT_10 die mit 1, 2, 3 bzw. 4 bezeichneten Ausgänge für alle Fälle, in denen der Funktionswert gleich
1, 2, 3 bzw. 4 ist. In Fällen,
in denen der Funktionswert einen anderen Wert annimmt, findet ein Übergang über den
mit "Remainder" bezeichneten Entscheidungsknotenausgang
statt.
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Entscheidungsknotenfunktionen
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2 zeigt
eine Tabelle mit Definitionen der den Entscheidungsknoten in 1 zugeordneten Entscheidungsknotenfunktionen
FCT_1 bis FCT_14. Die Entscheidungsknotenfunktionen FCT_1 bis FCT_14
nehmen jeweils einen Funktionswert an, welcher von Eigenschaften
der Banknote und/oder von vorgegebenen Parametern abhängt.
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Die Entscheidungsknotenfunktion FCT_1 des
ersten zu durchlaufenden Entscheidungsknotens enthält lediglich
die Eigenschaft DoubleFeed. Der Funktionswert dieser Entscheidungsknotenfunktion kann
folglich entweder den Wert TRUE oder FALSE annehmen, welcher einen
ordnungsgemäßen bzw. fehlerhaften
Einzug der Banknote in die Banknotenbearbeitungsmaschine widerspiegelt.
Ist der Funktionswert TRUE, so erfolgt ein Übergang (siehe 1) zum Endknoten TN(1), welchem die Sortierklasse "REJECT" zugeordnet ist,
d.h. die Banknote wird als zurückzuweisende
Reject- Banknote
eingestuft. Lautet dagegen der Funktionswert FALSE, so erfolgt ein Übergang
zum nächsten
Entscheidungsknoten mit der Entscheidungsknotenfunktion FCT_2.
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Die Entscheidungsknotenfunktion FCT_2 enthält vier
mit AND-verknüpfte
Ungleichungen zu den Transporteigenschaften TransportPropl bis TransportProp4
der Banknote. In jeder der Ungleichungen wird überprüft, ob eine Transporteigenschaft,
z.B. TransportPropl, innerhalb eines für die jeweilige Transporteigenschaft
vorgegebenen Vergleichswertebereichs, z.B. zwischen TR_PROP1_LO und
TR_PROP1_HI, liegt. Nur wenn alle vier Transporteigenschaften TransportPropl
bis TransportProp4 die entsprechenden Ungleichungen erfüllen, nimmt
der Funktionswert der Entscheidungsknotenfunktion FCT_2 den Wert
TRUE an, und es erfolgt ein Übergang
zum Entscheidungsknoten mit der Entscheidungsknotenfunktion FCT_7.
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Lautet der Funktionswert der Entscheidungsknotenfunktion
FCT_2 dagegen FALSE, dann werden die Entscheidungsknoten mit den
Entscheidungsknotenfunktionen FCT_3 bis FCT_6 durchlaufen, bis schließlich der
Endknoten TN(1), dem ebenfalls die Sortierklasse "REJECT" zugeordnet ist,
erreicht wird. Die Entscheidungsknotenfunktionen FCT_N mit N = 3,
4, 5 und 6 nehmen hierbei den Funktionswert TRUE an, wenn eine Transporteigenschaft
TransportPropN kleiner oder gleich der entsprechenden unteren Grenze
TR_PROPN_LO oder größer oder
gleich der entsprechenden oberen Grenze TR_PROPN_HI des vorgegebenen
Vergleichswertebereichs ist. Andernfalls lautet der jeweilige Funktionswert
FALSE. Auf diese Weise wird ermittelt, welche der vier Transporteigenschaften
TransportPropl bis Transport-Prop4
den Grund für
eine Einstufung der Banknote als Reject-Banknote darstellt.
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Die Entscheidungsknotenfunktion FCT_7 nimmt
die Funktionswerte TRUE oder FALSE an, wenn die ermittelte Denomination
für beide
Denominationssensoren identisch bzw. unterschiedlich ist. In letzterem
Fall erfolgt ein Übergang
(siehe 1) zum "REJECT"-Endknoten TN(1).
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Nimmt der Funktionswert der Entscheidungsknotenfunktion
FCT_7 dagegen den Wert TRUE an, so erfolgt ein Übergang zum nächsten Entscheidungsknoten
mit der Entscheidungsknotenfunktion FCT_8. Dort wird überprüft, ob die
von beiden Sensoren ermittelten Orientierungen der Banknote kompatibel
sind. Die Eigenschaft Sensor1_Orientation und Sensor2_Orientation nimmt
jeweils einen von vier möglichen
Werten 1, 2, 3 oder 9 an, welche den unterschiedlichen Orientierungen
der Banknote während
ihres Transports in der Bearbeitungsmaschine entsprechen, nämlich "Banknotenvorderseite
oben" oder "Banknotenrückseite oben" ("FaceUp" bzw. BackUp") mit jeweils zwei möglichen
Ausrichtungen. Eine Kompatibilität
ist immer dann gegeben, wenn die Summe der für beide Sensoren ermittelten
Werte gleich 5 ist. Ist dies nicht der Fall, nimmt die Entscheidungsknotenfunktion FCT_8
den Wert FALSE an, und es erfolgt ein Übergang zum "REJECT"-Endknoten TN(1).
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Andernfalls nimmt die Entscheidungsknotenfunktion
FCT_8 den Wert TRUF an, und es erfolgt ein Übergang zum Entscheidungsknoten
mit der Entscheidungsknotenfunktion FCT_9. Dort wird die Summe der
Echtheitseigenschaften Authenticity1, Authenticity2 und Authenticity3,
welche jeweils den Wert 1 oder 0 annehmen können, mit einem Vergleichswert
tblAuthentic verglichen. Dieser Vergleichswert ist als eindimensionales
Variablenfeld tblAuthentic [SEN1_DENO] mit dem Feldindex SEN1_DENO
vorgegeben. Der Feldindex SEN1_DENO entspricht hierbei dem Wert
der von der zu bearbeitenden Banknote ermittelten Eigenschaft Sensors
Denomination. Folglich handelt es sich bei dem Vergleichswert tblAuthentic [SEN1_DENO]
um einen von der Denomination der jeweiligen Banknote abhängigen Vergleichswert.
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Angenommen, "D1" sei
der Name einer Denomination, für
welche zumindest zwei Echtheitsmerkmale vorhanden sein müssen, dann
gilt für tblAuthentic
[D1] = 2. Der Funktionswert der Entscheidungsknotenfunktion FCT_9
nimmt in diesem Fall nur dann den Wert TRUE an, wenn die Summe der
Echtheitseigenschaften Authenticity1, Authenticity2 und Authenticity3
größer oder
gleich dem Wert 2 ist. Andernfalls lautet der Funktionswert FALSE,
und es findet ein Übergang
zum "REJECT"-Endknoten TN(1) statt.
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Die Vorgabe von Vergleichswerten
oder Vergleichswertebereichen in Form von Variablenfeldern hat den
Vorteil, daß in
einem Entscheidungsknoten eine Vielzahl verschiedener Vergleichswerte
bzw. Vergleichswertebereiche für
einen Vergleich herangezogen werden können. Hierdurch ist selbst
zur Sortierung von Banknoten mit einer großen Anzahl verschiedener Denominationen
lediglich ein Entscheidungsgraph erforderlich, wodurch ein hohes Maß an Übersichtlichkeit
und Zuverlässigkeit
gewährleistet
wird.
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Die Entscheidungsknotenfunktion FCT_10 enthält lediglich
die Eigenschaft Sensor1_Orientation und kann folglich, wie bereits
oben im Zusammenhang mit der Entscheidungsknotenfunktion FCT_8 erläutert wurde,
einen von vier möglichen
Funktionswerten 1, 2, 3 oder 4 annehmen, welche den unterschiedlichen
Orientierungen der Banknote entsprechen.
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Wie aus 1 ersichtlich ist, wurden den Entscheidungsknoten
mit den Entscheidungsknotenfunktionen FCT_10 bis FCT_13 zusätzlich eigene Bezeichnungen
zugeordnet: "Sen1_Orient", "SoilNode", "StainNode" und "DogEar-Node".
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Außerdem sind den Entscheidungsknotenausgängen der
Entscheidungsknoten FCT_10 bis FCT_13 Ausgangsvariablen und Ausgangswerte
zugeordnet. Bei einem Übergang über einen
Entscheidungsknotenausgang wird der zugehörigen Ausgangsvariable der
entsprechende Ausgangswert zugeordnet. Einige Ausgangswerte sind 1 im Bereich der Entscheidungsknotenausgänge der
Entscheidungsknoten FCT_10 bis FCT_13 als eingeklammerte Zahlenwerte
(0) bzw. (1) eingezeichnet. Auf die Ausgangsvariablen der einzelnen
Entscheidungsknoten kann von Entscheidungsknotenfunktionen in jeweils
nachfolgend durchlaufenen Entscheidungsknoten zugegriffen werden.
Die Namen der Ausgangsvariablen der einzelnen Entscheidungsknoten
setzen sich hierbei aus der Bezeichnung des Entscheidungsknotens,
z.B. Sen1_Orient, und der Erweiterung exitvalue zusammen, also z.B. Sen1_Orient.exitValue.
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Wie der in 2 gezeigten Tabelle zu entnehmen ist,
werden in der Entscheidungsknotenfunktion FCT_11 die Banknoteneigenschaften
für die
Verschmutzung der Vorder- und Rückseite
Frontsoil bzw. Backsoil mit entsprechenden vorgegebenen Vergleichswerten
tb1FitFrontsoil bzw. tb1FitBacksoil verglichen, welche in diesem
Fall jeweils als zweidimensionale Variablenfelder mit je zwei Feldindizes vorgegeben
sind. Der erste Feldindex Sen1_Orient.exitValue entspricht der oben
erläuterten
Ausgangsvariablen des mit "Sen1_Orient" bezeichneten Entscheidungsknotens,
während
der zweite Feldindex SEN1_DEMO der während der Bearbeitung der Banknote
ermittelten Eigenschaft Sensor1_Denomination entspricht.
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Der für den Vergleich herangezogene
Vergleichswert tb1FitFrontsoil bzw. tb1FitBacksoil ist also abhängig von
der Orientierung und der Denomination der zu prüfenden Banknote. Nur für den Fall, daß beide
Banknoteneigenschaften Frontsoil und Backsoil kleiner sind als die
jeweiligen Vergleichswerte, nimmt die Entscheidungsknotenfunktion FCT_11
den Wert TRUE an. In allen anderen Fällen lautet der Funktionswert
FALSE. Der Ausgangswert (0) bzw. (1) dieses Entscheidungsknotens
wird in die Ausgangsvariable SoilNode.exitValue geschrieben.
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In der Entscheidungsknotenfunktion
FCT_12 werden die Eigenschaften FrontStain und Backstain mit vorgegebenen
Vergleichswerten tblFitFrontstain bzw. tblFitBackstain verglichen.
Die Ausführungen zur
Entscheidungsknotenfunktion FCT_11 gelten analog. Der Ausgangswert
(0) bzw. (1) dieses Entscheidungsknotens wird in die Ausgangsvariable StainNode.exitValue
geschrieben.
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In der Entscheidungsknotenfunktion
FCT_13 wird die Summe der für
die vier Ecken der Banknote ermittelten Eigenschaften DogEar1 bis
DogEar4 mit einem denominationsabhängigen Vergleichswert tblFitDogEar[SEN1_DENO],
der als eindimensionales Variablenfeld vorgegeben ist, verglichen.
Ist die Summe kleiner als dieser Vergleichswert, wird der Funktionswert
der Entscheidungsknotenfunktion gleich TRUE, andernfalls gleich
FALSE. Der Ausgangswert (0) bzw. (1) dieses Entscheidungsknotens wird
in die Ausgangsvariable DogEarNode.exitvalue geschrieben.
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In der Entscheidungsknotenfunktion
FCT 14 schließlich
wird die Summe der Ausgangswerte der mit "SoilNode", "StainNode" und "DogEarNode" bezeichneten Entscheidungsknoten überprüft. Nur wenn
die Summe der Aus gangswerte der jeweiligen Ausgangsvariablen SoilNode.exitvalue,
StainNode.exitValue und DogEarNode.exitValue den Wert 0 ergibt,
d.h. alle drei Ausgangswerte gleich (0) sind, nimmt der Funktionswert
der Entscheidungsknotenfunktion FCT_14 den Wert TRUE an, und es
erfolgt ein Übergang
zu dem mit "FIT" bezeichneten Endknoten
TN(2). Andernfalls erfolgt ein Übergang
zu dem mit "UNFIT" bezeichneten Endknoten
TN(3).
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Report Tags
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Bestimmten Entscheidungsknotenausgängen des
in 1 dargestellten Entscheidungsgraphen
ist jeweils eine Reportvariable RT_1 bis RT_13, ein sogenanntes
Report Tag, zugeordnet. Im Fall eines Übergangs über einen Entscheidungsknotenausgang
erfolgt ein entsprechender Eintrag in das zugehörige Report Tag.
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Wie bereits oben erläutert wurde,
soll die Ableitung der Sortierklasse im dargestellten Beispiel in zwei
verschiedenen Protokolltypen, nämlich
einem Reject-Report und einem Unfitness-Report, protokolliert werden.
Diese Protokolltypen können
durch eine Zusammenstellung der gewünschten Report Tags frei definiert
werden. Während
des Sortiervorgangs wird dann der Inhalt des jeweils ausgewählten Report Tags
in ein Protokoll des entsprechenden Protokolltyps geschrieben.
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3 zeigt
eine Tabelle mit dem Inhalt von Report Tags, die einzelnen Entscheidungsknotenausgängen von
in 1 dargestellten Entscheidungsknoten
zugeordnet wurden. Demnach wird der Inhalt der Report Tags RT_1
bis RT_10 im Protokoll des Reject-Reports protokolliert, während der
Inhalt der Report Tags RT_11 bis RT_13 im Protokoll des Unfitness-Reports
protokolliert wird.
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Der Inhalt der Report Tags selbst
kann ebenfalls frei definiert werden. So werden als Inhalt der Report
Tags RT_1, RT_3 bis RT_6 und RT_10 die im jeweiligen Entscheidungsknoten
geprüften
Banknoteneigenschaften DoubleFeed, TransportProp1 bis TransportProp4
bzw. Sensorl_Orientation gewählt. Bei
den Report Tags RT_2, RT_7 bis RT_9 und RT_11 bis RT_13 dagegen
wird der jeweilige Eintrag frei nach dem Wunsch des Bedieners definiert;
im dargestellten Beispiel sind dies die Einträge "TRANSPORT", "NON-MATCHING
DENOMINATIONS", "NON-MATCHING ORIENTATIONS", "AUTHENTICITY", "SOIL", "STAIN" bzw. "DOGEAR", welche eine – auch für einen
wenig erfahrenen Bediener – anschauliche
Information zur einer zurückgewiesenen
bzw. als unfit klassifizierten Banknote darstellen.
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Endknoten
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Zur weiteren Vereinfachung der Vorgabe
des Entscheidungsgraphen können
für einzelne
Werte der Eigenschaften auch systematische Namen definiert werden.
Für die
Werte SEN1_DENO der Eigenschaft Sensor1_Denomination können dies
z.B. die Namen D1, D2, D3 etc. definiert werden. Entsprechendes
gilt für
die Werte SEN1_ORIENTATION der Eigenschaft Sensors Orientation,
welche z. B. mit L1, L2, L3 und L4 bezeichnet werden können.
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Die Werte SEN1_ORIENTATION und SEN1_DENO
einer aktuell bearbeiteten Banknote sind den Endknoten TN(2) und
TN(3) zugeordnet und dienen als Indizes von zweidimensionalen Tabellen mit
sog. Endknotenidentifizierern tblTn2 bzw. tblTn3, welche jeweils
einen numerischen Wert für
das Sortierergebnis darstellen, welcher an die Bearbeitungsmaschine
weitergegeben wird. Auf diese Weise ist es möglich, eine Banknote, die mit "FIT; SEN1_ORIENTATION
: L3; SEN1_DENO : D47" beschrieben
ist, in der Bearbeitungsmaschine anders zu sortieren oder zu stapeln
als eine Banknote, die mit "FIT;
SEN1_ORIENTATION: L1; SEN1_DENO : D43" beschrieben ist.
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Stapelmodi
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Die Definition eines Stapelmodus,
d.h. welche Sortierklassen von Banknoten in welchen Staplern der
Banknotenbearbeitungsmaschine ausgegeben werden sollen, kann dann
auf einfache Weise erfolgen. Soll beispielsweise vorgegeben werden,
daß alle
Unfit-Banknoten mit einer Orientierung 1 oder 3 in
einen ersten Stapler und alle Fit-Banknoten in einen zweiten Stapler
ausgegeben werden, so können die
entsprechenden Anweisungen für
den jeweiligen Stapler wie folgt lauten:
erster Stapler: SELECT "UNFIT" AND (SEN1_ORIENTATION:L1
OR SEN1_ORIENTATION: L3)
zweiter Stapler: SELECT "FIT".
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Sortierprogramm
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Der in 1 beispielhaft
dargestellte Sortieralgorithmus ist in Form eines Entscheidungsgraphen
dargestellt. Alternativ wird der Sortieralgorithmus in Form eines
entsprechenden Sortierprogramms, d.h. als Programmcode, vorgegeben,
bei welchem die einzelnen Entscheidungsknoten mit ihren Entscheidungsknotenfunktionen
definiert und jeweils abhängig
von den Funktionswerten der Entscheidungsknotenfunktionen durch
Programmverzweigungen bzw. -sprünge
durchlaufen werden. Als Programmiersprache für das Sortierprogramm wird vorzugsweise
eine anwendungsorientierte, d.h. eine speziell auf die Erfordernisse
bei Sortierung von Banknoten abgestimmte, compilierbare Sprache
verwendet.
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System zur Sortierung
von Banknoten
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4 zeigt
einen Aufbau des erfindungsgemäßen Systems
zur Sortierung von Banknoten. Der Sortieralgorithmus wird in einer
Eingabeeinrichtung 40 eingegeben. In dem hier dargestellten
Beispiel kann das Sortierprogramm 43 direkt mit einer Tastatur 49 eingegeben
und von einer Anzeigeeinrichtung 47, insbesondere einem
Bildschirm oder Display, angezeigt werden.
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Das Sortierprogramm 43 wird
vorzugsweise in Form eines compilierbaren Programmcodes vorgegeben.
Bei der Compilierung wird zunächst
eine vollständige Übersetzung
des Programmcodes durchgeführt,
bevor dessen Ausführung
in einer Banknotenbearbeitungsmaschine 50 erfolgen kann. Hierdurch
wird eine schnelle Ausführung
des compilierten Programmcodes in Echtzeit möglich.
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Die Übersetzung des Sortierprogramms 43 erfolgt
in einer Übersetzungseinrichtung 44,
insbesondere einem Compiler, welche das Sortierprogramm in ein Objektprogramm 45 umwandelt,
dessen Programmcode von der Banknotenbearbeitungsmaschine 50 ausgeführt werden
kann. Der Programmcode des Objektprogramms 45 wird hierbei von
einem Interpreter 51 in der Banknotenbearbeitungsmaschine 50 in
Echtzeit ausgeführt.
Als Schnittstelle zwischen dem Interpreter 51 und der Banknotenbearbeitungsmaschine 50 ist
eine Interpreterschale 52 vorgesehen.
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Der Programmcode des Objektprogramms 45 kann
auch von Banknotenbearbeitungsmaschinen 50' anderen Bautyps, z.B. mit einer
anderen Sensor- und/
oder Staplerkonfiguration, ausgeführt werden, wenn diese einen
Interpreter 51' aufweisen, welcher
mit dem Interpreter 51 der Banknotenbearbeitungsmaschine 50 identisch
ist. Lediglich die jeweilige Interpreterschale 52' als Schnittstelle
zwischen Maschine und Interpreter 51' muß entsprechend angepaßt werden.
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Alternativ oder zusätzlich zur
direkten Eingabe des Sortierprogramms 43 kann das Sortierprogramm 43 auch
indirekt in Form einer Eingabegraphik 46, welche in ihrer
Form insbesondere dem in 1 dargestellten
Entscheidungsgraphen entspricht, eingegeben werden. Die Eingabeeinrichtung 40 weist
hierfür
eine graphische Eingabeoberfläche 48 auf,
z.B. ein durch Berührung
und/ oder mittels Tastatur ansteuerbares Touchscreen-Display bzw. Graphik-Display. Über die
Eingabeeinrichtung 40 können
insbesondere Entscheidungsknoten eingefügt, Entscheidungsknotenausgänge und
Entscheidungsknotenfunktionen definiert sowie Verknüpfungen
zwischen einzelnen Knoten hergestellt werden. Entsprechendes gilt
für Endknoten,
Report Tags und alle anderen im Zusammenhang mit dem Beispiel gemäß den 1 bis 3 erläuterten
Struktureinheiten und Größen des
Entscheidungsgraphen.
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Durch diese graphische Vorgabe des
Sortierprogramms, insbesondere unter Verwendung der oben näher beschriebenen
Entscheidungsknoten und Entscheidungsknotenfunktionen, wird eine
sehr übersichtliche
und weniger fehleranfällige
Vorgabe des gewünschten
Sortieralgorithmus ermöglicht.
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Durch eine erste Umwandlungseinheit 41 wird
die Eingabegraphik 46 in den Code des Sortierprogramms 43 umgewandelt
und kann durch die Anzeigeeinrichtung 47 dargestellt, überprüft und gegebenenfalls
mittels Tastatur 47 verändert
werden. Durch eine zweite Umwandlungseinheit 42 kann eine Umwandlung
des Sortierprogramms 43 in die Form der Eingabegraphik
erfolgen, welche dann auf der Eingabeoberfläche 48 dargestellt
und dort gegebenenfalls – wie
bereits oben näher
ausgeführt – graphisch
verändert
werden kann.
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Die Eingabegraphik 46 kann
auch zur Darstellung des Weges dienen, den eine zu sortierende oder
bereits sortierte Banknote durch den Entscheidungsgraphen durchläuft bzw.
durchlaufen ist. Hierdurch wird das Sortierergebnis für die Banknote
veranschaulicht, so daß der
Grund für
eine bestimmte Klassifizierung, z.B. REJECT, FIT oder UNFIT, im einzelnen
nachverfolgt werden kann. Die Eingabeoberfläche 48 wird hierzu
in einem speziellen Debug-Modus betrieben.
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Interpretermodi
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Der Interpreter 51 bzw. 51' kann prinzipiell
in unterschiedlichen Interpretermodi betrieben werden.
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In einem ersten Interpretermodus
wird die für die
Ableitung der Sortierklasse einer Banknote in Echtzeit erforderliche
Rechenzeit in der zentralen Recheneinheit der Banknotenbearbeitungsmaschine 50 bzw. 50' dadurch minimiert,
daß stets
nur für
den jeweils aktuell zu durchlaufenden Entscheidungsknoten der Funktionswert
der entsprechenden Entscheidungsknotenfunktion FCT_1 bis FCT_14
ermittelt wird. Falls zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle hierfür erforderlichen
Eigenschaften der Banknote vorliegen – weil z.B. die Ableitung einer
erforderlichen Eigenschaft aus den Meßwerten eines Sensors noch
nicht abgeschlossen ist – wartet
der Interpreter mit der Ermittlung des Funktionswertes der Entscheidungsknotenfunktion
so lange, bis alle benötigten
Eigenschaften vorliegen. Hierdurch wird die Rechenzeit mi nimiert,
so daß Rechenkapazitäten für andere
Prozesse in der Banknotenbearbeitungsmaschine freigehalten werden.
Mit einer Minimierung der Rechenzeit geht jedoch eine Erhöhung der
insgesamt für
die Ableitung der Sortierklasse benötigten Auswertezeit einher.
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Es kann daher alternativ ein zweiter
Interpretermodus gewählt
werden, in welchem die für
die Ableitung der Sortierklasse einer Banknote insgesamt erforderliche
Auswertezeit minimiert wird. In diesem Modus werden – unabhängig vom
aktuell zu durchlaufenden Entscheidungsknoten – die Funktionswerte von einzelnen
Entscheidungsknotenfunktionen FCT_1 bis FCT_14 immer dann berechnet,
sobald die von den jeweiligen Entscheidungsknotenfunktionen benötigten Eigenschaften
der Banknote vollständig
vorliegen. Dies erfordert zwar eine höhere Rechenzeit in der zentralen
Recheneinheit der Banknotenbearbeitungsmaschine, die Auswertezeit,
innerhalb welcher die Ableitung der Sortierklasse der Banknote erfolgt,
wird jedoch verringert, da während des
Durchlaufens der Entscheidungsknoten Wartezeiten an einzelnen Entscheidungsknoten
entfallen.