Detaillierte Beschreibung der Erfindung
Technisches Gebiet, zu dem die Erfindung gehört
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Bilden eines Stiches einer Nähmaschine, insbesondere ein Verfahren und
eine Vorrichtung zum Bilden eines Stiches eines Nähguts aus einem Stoff oder
Leder, wie es beispielsweise für einen Fahrzeugsitz, Möbel oder dergleichen
verwendet wird, wobei die Frontseiten an zwei Lagen eines Nähguts
ausgerichtet werden und ihre frei liegenden Enden so zusammengenäht werden, daß
das Nähgut bei der Anwendung zum Zwecke einer Öffnung aufgeschlagen
wird, wobei der Nähabschnitt sich an seiner Innenseite befindet.
Stand der Technik
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Wenn herkömmlicherweise der oben beschriebene Nähvorgang mit einer
Nähmaschine, wie beispielsweise in Fig. 7 dargestellt, ausgeführt wird, werden
zuerst die Oberseiten eines oberen Stoffes W1 und eines unteren Stoffes W2
ausgerichtet und hierauf werden Seitenkantenteile des oberen und unteren
Stoffes durch einen Steppstich mit einem Oberfaden NS und einen Unterfaden
US, wie in Fig. 8 gezeigt, zusammengenäht, und zwar durch Zusammenwirken
einer Nadel und eines Schiffchens. Hierauf werden, wie in Fig. 9 dargestellt,
der obere Stoff W1 und der untere Stoff W2 in einen Zustand verbracht, in
welchem sie zur Verwendung zum Zwecke einer Öffnung durch Verlegung der
zusammengenähten Endteile auf der Innenseite aufgeschlagen sind.
Probleme, welche die Erfindung lösen soll
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Jedoch ist, wie in Fig. 7 und 8 dargestellt, die Intensität der
Befestigungskraft am Nähabschnitt durch die jeweilige Zugfestigkeit des Oberfadens
NS und des Unterfadens US, die Reibungskraft des Oberfadens NS und des
Unterfadens US an einem ihrer Knoten, und die Reibungskraft bestimmt,
welche zwischen dem Oberfaden NS und dem Unterfaden US, welche die
Oberseiten und die Kehrseiten des oberen Stoffes W1 und des unteren Stoffes W2
queren, und dem oberen Stoff W1 und dem unteren Stoff W2 erzeugt wird.
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Daher hängt die Intensität der Befestigungskraft an irgendeinem der
Nähabschnitte von einem Fadenstück ab.
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Wenn ferner der Nähabschnitt zu Öffnungszwecken aufgeschlagen wird,
verlängern sich der Oberfaden NS und der Unterfaden US, der Knoten des
Oberfaden NS und des Unterfadens US wird deformiert und der obere Stoff W1
und der untere Stoff W2 werden an Abschnitten komprimiert, an denen der
Oberfaden NS und der Unterfaden US in Kontakt mit dem oberen Stoff W1 und
dem unteren Stoff W2 gebracht werden.
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Wenn hierdurch der Nähabschnitt zu Öffnungszwecken aufgeschlagen
wird, werden Berührungsflächen des oberen Stoffes W1 und des unteren
Stoffes W2 am Knoten auf der Außenseite ausgesetzt und es stellt sich, wie in
Fig. 9 gezeigt, ein Problem derart, daß der Oberfaden NS, der Unterfaden US
oder der Knoten dieser beiden an Oberseiten des oberen Stoffes W1 und des
unteren Stoffes W2 in Erscheinung tritt, um hierdurch den Handelswert zu
verschlechtern.
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Ferner ist es zur Verstärkung der Verknotungskraft durch den Oberfaden
NS und den Unterfaden US denkbar, die Stärken des Oberfadens NS und des
Unterfadens US zu erhöhen und die Spannungen des Oberfadens NS und des
Unterfadens US zu steigern.
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Jedoch wird entsprechend der Steppstichnähmaschine der Knoten an
zentralen Teilen des oberen Stoffes und des unteren Stoffes durch einen
Ausgleich der Spannungen des Oberfadens NS und des Unterfadens US gebildet
und Mittel zur Ausübung der Spannung auf den Unterfaden US, der an einem
Spulengehäuse vorgesehen ist, wird von einer dünnen Blattfeder gebildet, und
daher besteht im Hinblick auf den Aufbau eine Begrenzung bei der Steigerung
der Spannung des Unterfadens US. Als Ergebnis hiervon können keine großen
Spannungen am Oberfaden NS und am Unterfaden US vorgesehen werden,
und es besteht eine Grenze bei der Verstärkung der Verknotungskraft durch
den Oberfaden NS und den Unterfaden US.
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Selbst wenn weiterhin die Stoffe durch eine angenommene Steigerung
der Spannungen, wie oben beschrieben, zusammengenäht werden, entsteht
ein Problem dahingehend, daß dann, wenn ein Stoß auf den Teil ausgeübt
wird, der zur Öffnung des Nähabschnitts aufgeschlagen wird, wie in Fig. 9
gezeigt, der Oberfaden NS, der Unterfaden US oder der Knoten dieser beiden an
den Oberseiten des oberen Stoffes W1 und des unteren Stoffes W2 erscheint,
wodurch der kommerzielle Wert verschlechtert wird.
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Selbst wenn ferner die Befestigungskraft durch einen Kettenstich in
Folge einer Kombination einer Mehrzahl von Fadenstücken, beispielsweise in
einem Doppelkettenstich oder einem Abdeckkettenstich erhöht wird, werden in
dem Falle, in welchem einer der Kettenstiche teilweise geschnitten wird, die
Kettenstiche ausgehend von dem geschnittenen Teil abgenutzt, und es stellt
sich hinsichtlich der Dauerhaftigkeit ein Problem.
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Obwohl es ferner vorstellbar ist, die Intensität der Befestigungskraft
durch nochmaliges Vernähen desjenigen Teiles des herkömmlichen Stiches zu
erhöhen, der bereits einmal zusammengenäht wurde, um den Stichfaden zu
überlappen, müssen in diesem Falle der obere Stoff und der untere Stoff in die
Nähstartposition zurückgeführt und erneut vernäht werden, und deshalb stellt
sich das Problem, daß der betriebliche Wirkungsgrad erniedrigt wird und es ist
schwierig, die Nadel am gleichen Teil des Stiches durchzustoßen, der zuvor
zusammengenäht wurde, und eine Deformierung des Knotens des Oberfadens
NS und des Unterfadens US kann nicht verhindert werden.
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Obwohl es ferner denkbar ist, den oberen Stoff W1 und den unteren
Stoff W2 durch zwei Fadenstücke HS1 und HS2 durch eine Handvernähung
zusammenzunähen, wie in Fig. 10 dargestellt, stellt sich hier das Problem, daß
viel Zeit bei der Ausbildung des Stiches verbraucht wird, der betriebliche
Wirkungsgrad der Vernähung verschlechtert wird, und eine lange Naht nicht
ausgebildet werden kann, da die Fadenlänge beschränkt ist.
Mittel zur Lösung der Probleme
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Um das oben beschriebene herkömmliche Problem zu lösen, ist die
Erfindung des Anspruchs 1 ein Verfahren zur Ausbildung eines Stiches einer
Nähmaschine zur kontinuierlichen Bildung eines Stiches an Nähgütern durch
wiederholtes Bildes einer Mehrzahl von Stichen durch Vorschieben des Stoffes
um (n + 1) Stiche in einer Richtung durch eine Stoffvorschubeinrichtung und
anschließendes Bilden eines Stiches durch Vorschieben des Stoffes um n
Stiche in einer Richtung, die gegenüber der oben erwähnten Richtung
entgegengesetzt verläuft, und zwar mit dem gleichen Vorschubausmaß und der
Benutzung einer Nähmaschine zur Ausbildung eines Steppstiches.
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Gemäß der in Anspruch 1 beschriebenen Erfindung werden ein oberer
Stoff und ein unterer Stoff, die durch den Steppstich zur Befestigung des
Fadens bei jedem Stich zusammengenäht werden, mit einer Mehrzahl von
Knoten an einem jeweiligen Zusammennähpunkt gebildet, und daher werden die
jeweiligen Zugfestigkeiten des Oberfadens NS und des Unterfadens US erhöht,
und weiterhin wird auch die Reibungskraft am Knoten des Oberfadens NS und
des Unterfadens US an dem jeweiligen Zusammennähpunkt gesteigert.
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Da weiterhin eine Mehrzahl von Stücken des Oberfadens NS und des
Unterfadens US die Oberseiten und die Rückseiten des oberen Stoffes W1 und
des unteren Stoffes W2 durchqueren, wird eine hohe Reibungskraft zwischen
dem Oberfaden NS und dem Unterfaden US und dem oberen Stoff W1 und
dem unteren Stoff W2 erzeugt.
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Ferner wird die Intensität der Befestigungskraft auf eine Mehrzahl von
Fadenstücken verteilt.
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Entsprechend dem, was oben beschrieben wurde, werden dann, wenn
der Nähabschnitt beim Öffnen aufgeschlagen wird, Verlängerungen des
Oberfadens NS und des Unterfadens US reduziert, eine Deformierung des Knotens
des Oberfadens NS und des Unterfadens US wird verringert, weiterhin wird
eine Kompression des oberen Stoffes W1 und des unteren Stoffes W2 an
Kontaktteiles des Oberfadens NS und des Unterfadens US und des oberen
Stoffes W1 und des unteren Stoffes W2 extrem reduziert.
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Daher werden die Berührungsflächen am Nähabschnitt des oberen
Stoffes W1 und des unteren Stoffes W2 daran gehindert sich zu öffnen, wenn
der Nähabschnitt zur Öffnung aufgeschlagen wird. Wenn ferner ein Stoß auf
den Teil des zu Öffnungszwecken aufgeschlagenen Nähabschnitts ausgeübt
wird, erscheinen der Oberfaden NS, der Unterfaden US oder der Knoten beider
nicht auf den Oberseiten des oberen Stoffes W1 und des unteren Stoffes W2,
und deshalb ist der Stoßwiderstand ausgezeichnet und der kommerzielle Wert
des Produktes wird begünstigt.
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Selbst wenn weiterhin der Faden am Stich teilweise geschnitten wird,
wird der Faden, da der Stich ein Steppstich ist, nicht von dem Abschnitt
abgenutzt und ein Effekt exzellenter Dauerhaftigkeit wird erzielt.
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Ferner kann gemäß dem Nähverfahren der Stoff kontinuierlich vernäht
werden, und infolgedessen wird ein Effekt der Verbesserung des betrieblichen
Nähwirkungsgrades erreicht.
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Ferner kann die Nadel an einem Teil durchgestoßen werden, der der
gleiche wie derjenige eines früher genähten Stiches ist, eine Deformation der
Verknotung des Oberfadens NS und des Unterfadens US läßt sich verhindern,
und infolgedessen wird ein Effekt zur Begünstigung der Produktqualität und zur
Verbesserung des kommerziellen Wertes des Näherzeugnisses erzielt.
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Die Erfindung des Anspruchs ist das Stichbildeverfahren gemäß
Anspruch 1, bei dem ein Stich kontinuierlich an einem Stoff gebildet wird durch
Wiederholung der Zusammennähung des Stoffes durch zwei Stiche in einer
Richtung und hierauf der Zusammennähung des Stoffes durch einen Stich in
einer Richtung, die gegenüber der erstgenannten Richtung entgegengesetzt
ist.
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Die in Anspruch 2 beschriebene Erfindung kann ferner die in Anspruch 1
beschriebenen Effekte sicher erreichen.
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Die Erfindung des Anspruchs 3 ist ein Verfahren zur Bildung eines
Stiches einer Nähmaschine zur kontinuierlichen Bildung eines Stiches an einem
Stoff durch Wiederholung der Ausbildung einer Mehrzahl von Stichen durch
Vorschieben des Stoffes um 2n Stiche in einer Richtung zu einer Nähmaschine
zur Bildung eines Steppstiches durch eine Stoffvorschubeinrichtung und
hierauf durch Bildung eines Stiches durch Vorschieben des Stoffes über das
gleiche Vorschubausmaß hinweg um n Stiche in einer Richtung, die gegenüber der
erstgenannten Richtung entgegengesetzt ist.
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Gemäß der in Anspruch 3 beschriebene Erfindung kann ein Effekt
ähnlich zu den in Anspruch 1 beschriebenen Effekten erreicht werden.
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Die Erfindung des Anspruchs 4 ist das Verfahren zur Bildung eines
Stiches einer Nähmaschine gemäß einem der Ansprüche 1, 2 und 3, bei welchem
wenigstens ein oder mehrere verhakte Stiche an einem jeweiligen
Nähabschnitt gebildet werden.
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Gemäß der Erfindung des Anspruchs 4 wird der Spannstich mit starker
Verknotungskraft an dem jeweiligen Zusammennähpunkt gebildet, und daher
wird ein Effekt der weiteren Begünstigung der in Anspruch 1 beschriebenen
Effekte erzielt.
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Die Erfindung des Anspruchs 5 ist eine Vorrichtung zur Bildung eines
Stiches einer Nähmaschine zur Vermittlung einer Nähmaschine zum Bilden
eines Steppstiches, eine Stoffvorschubeinrichtung zum Vorschieben eines
Nähguts in einer Richtung und einer Richtung, die zu dieser Richtung
entgegengesetzt ist, und Steuermittel zur kontinuierlichen Steuerung der
Stoffvorschubeinrichtung, um die Stoffvorschubeinrichtung über (n + 1) Stiche in einer
Richtung vorzuschieben und hierauf die Stoffvorschubeinrichtung mit dem
gleichen Vorschubausmaß über n Stiche in der zu der genannten Richtung
entgegengesetzten Richtung vorzuschieben. Gemäß der Erfindung des Anspruchs 5
wird ein Effekt ähnlich den in Anspruch 1 beschriebenen Effekten erreicht.
Art und Weise zur Ausführung der Erfindung
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Eine Erläuterung eines ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung erfolgt
mit Bezug auf Fig. 1 bis 6 wie folgt.
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Im Prinzip ist eine Stoffvorschubeinrichtung 29, die in Fig. 2 dargestellt
ist, mit einer Ausbildung versehen, die derjenigen eines
Stoffvorschubmechanismus einer herkömmlichen, an sich bekannten Nähmaschine ähnlich ist.
Bezugszeichen 9 bezeichnet eine Hauptwelle der Nähmaschine und
Bezugszeichen 10 bezeichnet eine exzentrische Nocke, die an der Hauptwelle 9
vorgesehen ist.
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Bezugszeichen 11 bezeichnet einen Umwandler des
Stoffvorschubausmaßes, und sein Mittelteil ist über eine Welle 12 drehbar durch ein Bett der
nicht dargestellten Nähmaschine abgestützt. An der linken Stirnseite des
Vorschubausmaßumwandlers 11 sind Basisteile zweier Verbindungsglieder 13 und
14 von gleicher Länge über koaxialen Achsen 13A und 14A schwenkbar
abgestützt, und die vorderen Enden der Verbindungsglieder 13 und 14 sind durch
eine gemeinsame Achse 15 miteinander verbunden. Von dem Wandler 11 des
Vorschubausmaßes, den Verbindungsgliedern 13, 14 und den Wellen 12 und
14 wird ein Vorschubsteuermechanismus gebildet.
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Bezugszeichen 16 bezeichnet einen Direktbewegungsmotor, der an
einem nicht dargestellten Maschinenrahmen befestigt ist, und sein Betätiger
17 und das rechte Ende des Vorschubausmaßwandlers 11 sind schwenkbar
durch ein Verbindungsglied 18 verbunden. Bezugszeichen 19 bezeichnet ein
vertikales Verbindungsglied 18. Bezugszeichen 19 bezeichnet ein vertikales
Verbindungsglied, dessen oberes Ende mit der Exzenternocke 10 verbunden ist
und sein unteres Ende ist schwenkbar mit der Achse 15 an den vorderen
Enden der Verbindungsglieder 13 und 14 verbunden.
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Bezugszeichen 20 bezeichnet eine horizontale Vorschubwelle, die
schwenkbar vom nicht dargestellten Maschinenbett abgestützt ist, wobei ein
rechtes Ende der horizontalen Vorschubwelle 20 am unteren Ende eines Armes
21 befestigt ist, der nach oben absteht und das linke Ende der Welle 20 ist am
unteren Ende eines nach oben abstehenden Armes befestigt. Bezugszeichen
23 bezeichnet ein Verbindungsgelenkglied, dessen eines Ende schwenkbar an
dem vorderen Ende der Verbindungsglieder 13 und 14 mit der Achse 15
verbunden und ist, und ihr anderes Ende ist schwenkbar mit einem vorderen Ende
des Armes 21 verbunden. Bezugszeichen 24 bezeichnet einen
Stoffvorschubarm, dessen eines Ende schwenkbar mit einem Vorderende des Armes 22
verbunden ist, und ein gabelförmiger Teil 25 an seinem anderen Ende ist lose in
einen vertikalen Arm 27 eingepaßt, der an einer sich vertikal bewegenden
Welle 26 vorgesehen ist. Bezugszeichen 28 bezeichnet einen Stoffschieber, der
am Stoffvorschubarm 24 befestigt ist.
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Wenn entsprechend dem Stoffvorschubmechanismus 29 die Hauptwelle
29 durch den Antrieb der Nähmaschine umläuft, wird das vertikale
Verbindungsglied 19 durch die exzentrische Nocke 10 vertikal verschoben, wodurch
die mit dem unteren Ende des vertikalen Verbindungsgliedes 19 verbundene
Achse 15 um einen konstanten Betrag vertikal bewegt wird.
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Eine vertikale Bewegung der Achse 15 wird auf die horizontale
Vorschubwelle 20 übertragen, um den Stoffschieber 28 dazu zu bringen, seine
Vorschubbewegung auszuüben.
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Das heißt, in dem Fall, in dem die Achsen 13A und 14A auf einer
geraden Linie H angeordnet sind, welche das obere Ende des Armes 21 und der
Achse 15 verbindet (Fig. 3A), wenn die Achse 15 durch das vertikale
Verbindungsglied 19 vertikal verschoben wird, obwohl die Verbindungsglieder 13 und
14 zentriert auf den Achsen 13A und 14A verschwenkt werden, da eine
Verschiebung des oberen Endes des Armes 21 in der horizontalen Richtung nicht
hervorgerufen wird, verbleibt der Stoffschieber 28 stationär und infolgedessen
wird kein Stoffvorschub ausgeführt.
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In dem Falle ferner, in welchem die Achsen 13A und 14A auf der
Oberseite der geraden Linie H angeordnet sind, welche das obere Ende des Armes
21 und die Achse 15 (Fig. 3B) verbindet, wenn die Achse 15 durch das
vertikale Verbindungsglied vertikal verschoben wird, da die Verbindungsglieder 13
und 14 zentriert auf den Achsen 13A und 14A verschwenkt werden, beschreibt
die Achse 15, die mit den vorderen Enden der Verbindungsglieder 13 und 14
verbunden ist, einen aus Fig. 3B ersichtlichen, geometrischen Schwenkort, und
infolgedessen, wird die Verschiebung am oberen Ende des Armes 28 in
horizontaler Richtung hervorgerufen, wodurch der Stoffschieber 28 eine
Stoffvorschubbewegung in der regulären Vorschubrichtung in einem Zustand ausführt,
der von einer Oberseite einer nicht dargestellten Nadelauskehlung projiziert
ist. Da ferner die Positionen der Achsen 13A und 14A nach oben von der
geraden Linie, welche das obere Ende des Armes 21 und der Achse 15 verbindet,
getrennt ist, wird ein Verschiebungsausmaß des Armes 21 in der horizontalen
Richtung vergrößert und ein Stoffvorschubausmaß des Stoffschiebers 28 in der
regulären Vorschubrichtung wird erhöht.
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Wenn ferner die Achsen 13A und 14A auf der Unterseite der geraden
Linie H, welche das obere Ende des Armes 21 und die Achse 15 (Fig. 3C)
verbindet, angeordnet werden, und wenn die Achse 15 durch das vertikale
Verbindungsglied 19 vertikal verschoben wird, da die Verbindungsglieder 13 und
14 zentriert auf den Achsen 13A und 14A verschwenkt werden, beschreibt die
Achse 15 einen aus Fig. 3C ersichtlichen geometrischen Schwenkort und
infolgedessen wird eine Verschiebung in Horizontalrichtung mit einer Phase
umgekehrt zu derjenigen in Fig. 3B am oberen Ende des Armes 21 hervorgerufen,
wodurch der Stoffschieber eine Stoffvorschubbewegung in umgekehrter
Richtung in einem Zustand ausführt, der von der Oberseite der nicht dargestellten
Nadelauskehlung projiziert ist. Da ferner die Positionen der Achsen 13A und
14A von der geraden Linie, welche das obere Ende des Armes 21 und die
Achse 15 verbindet, nach unten separiert sind, wird das Stoffvorschubausmaß
in der entgegengesetzten Vorschubrichtung gesteigert.
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Auf diese Weise sind die Stoffvorschubrichtungen und die
Stoffvorschubausmaße (= Stichabstände) in der regulären Richtung und in der hierzu
entgegengesetzten Richtung durch die Positionen der Achse 13A und 14A
bestimmt, und die Positionen der Achsen 13A und 14A an den vorderen Enden
der Verbindungsglieder 13 und 14 werden von dem Direktbewegungsmotor 16
gesteuert.
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Das heißt, wenn der Betätiger 17 des Direktbewegungsmotors 15 das
untere Ende des Verbindungsgliedes 18 derart einstellt, daß die Positionen der
Achsen 13A und 14A zu Mittelpositionen ebenso wie diejenige der geraden
Linie H (Mittelposition) werden, verschwindet, wie oben beschrieben, das
Vorschubausmaß und wird zu Null.
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Wenn der Betätiger 17 nach unten gebracht wird, um die Position des
unteren Endes des Verbindungsgliedes 18 relativ zur Mittelposition
abzusenken, wird der Umwandler 21 des Stoffvorschubs im Uhrzeigersinn, zentriert auf
der Welle 12, verschwenkt, die Positionen der Achsen 13A und 14A, die auf der
oberen Seite der geraden Linie H angeordnet sind, werden durch die
abgesenkte Position des Betätigers 17 bestimmt und infolgedessen sind die
reguläre Vorschubrichtung und das Vorschubausmaß festgelegt.
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Wenn ferner der Betätiger 17 des Direktbewegungsmotors 16 die
Position des unteren Endes des Verbindungsgliedes 18 relativ zur Mittelposition
anhebt, verschwenkt sich der Stoffvorschubumwandler 11 im
Gegenuhrzeigersinn, zentriert auf der Welle 12. Die Positionen der Achsen 13A und 14A, die
auf der unteren Seite der geraden Linie H angeordnet sind, werden bestimmt
und infolgedessen werden hierdurch die Positionen der Achsen 13A und 14A
festgelegt, und die entgegengesetzte Vorschubrichtung und das
Vorschubausmaß werden durch die angehobene Position des Betätigers 17 bestimmt.
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Mit anderen Worten werden die Stoffvorschubrichtung und das
Stoffvorschubausmaß durch die Position in vertikaler Richtung des Betätigers 17 durch
Antreiben des Direktbewegungsmotors 16 festgelegt.
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Fig. 1 ist ein Blockdiagramm einer Steuerschaltung als Steuermittel
gemäß der Erfindung, und Bezugszeichen 1 bezeichnet einen
Start/Stop-Schalter, angeordnet an einem niederdrückbaren Fußpedal, zur Erzeugung eines
Startsignals, wenn das niederdrückbare Fußpedal durch den Fuß
niedergedrückt wird, und erzeugt ein Stoppsignal durch Rückkehr des durch den Fuß
niederdrückbaren Pedals in die Ausgangsposition. Bezugszeichen 2 bezeichnet
einen Nadelpositionsdetektor, der an der Hauptwelle der Nähmaschine zur
Erzeugung eines Nadelpositionssignals durch Feststellung einer vertikalen
Nadelposition vorgesehen ist, und wenigstens ein Signal betreffend die untere
Position an ein Steuermittel 3 eingibt, das von einem ROM, einem RAM und einer
CPU gebildet ist, und das die untere Position anzeigende Signal durch einen
(nicht dargestellten) inneren Zähler der CPU zählt. Ein Mittel zur Feststellung
der Anzahl, wie viele Male sich die Nadel nach abwärts bewegt (=
Nadeleinstichzahl) wird von dem Nadelpositionsdetektor 2 und dem inneren Zähler
gebildet.
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Das ROM des Steuermittel 3 speichert Steuerprogramme einschließlich
einer Beziehung zwischen der Nadeleinstichzahl (n + 1) beim regulären
Vorschub und einer Nadeleinstichzahl (n) beim rückwärts gerichteten Vorschub,
was später erwähnt wird und einem ebenfalls später erwähnten Flußdiagramm,
das mit Daten gespeichert ist bezüglich einem regulären/rückwärts gerichteten
Vorschubausmaß und einem Ausmaß zum Betreiben des
Direktbewegungsmotors 16 (Position) und erzeugt eine Steuerinstruktion um das
reguläre/rückwärts gerichtete Stoffvorschubausmaß durch Einstellung eines Einstellmittels 8
durch Steuerung der CPU zu bilden.
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Bezugszeichen 5 bezeichnet einen Nähmaschinenmotor zum Antreiben
oder Anhalten der Nähmaschine, Bezugszeichen 4 bezeichnet eine
Treiberschaltung zum Antreiben oder Anhalten des Nähmaschinenmotors 5,
Bezugszeichen 6 bezeichnet eine Treiberschaltung zum Antreiben oder Anhalten des
Direktbewegungsmotors 6, und Bezugszeichen 7 bezeichnet eine
Steuerschaltung zur Steuerung der Treiberschaltung 6 derart, daß eine
Betriebsposition des Direktbewegungsmotors 16 eine aus dem Steuermittel 3 instruierte
Position wird.
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Bezugszeichen 8 bezeichnet das Eingabemittel zur Bezeichnung eines
Stichsystems zur Einstellung der Nadelstichzahl n für den umgekehrt
gerichteten Vorschub oder das regulär gerichtete Vorschubausmaß durch eine
Bedienungsperson, zur Eingabe in das Steuermittel 3.
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Oder es kann die Nadelstichzahl beim regulären Vorschub und die
Nadelstichzahl beim umgekehrt gerichteten Vorschub einzeln eingestellt werden.
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Weiterhin kann ein Muster, das vorher mit der Stichzahl in regulärer
Vorschubrichtung und der Stichzahl in rückwärts gerichteter Vorschubrichtung
eingestellt wurde, im ROM der Steuermittel 3 gespeichert und wahlweise
eingestellt werden.
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Es wird nun eine Erläuterung der Betriebsweise des ersten
Ausführungsbeispiels gemäß der Erfindung gegeben. Das erste Ausführungsbeispiel ist ein
Beispiel dafür, daß die Nadel (n + 1) Male in der regulären Vorschubrichtung
und die Nadel n Male in der umgekehrten Vorschubrichtung abgesenkt wird.
Weiterhin ist das erste Ausführungsbeispiel ein Fall, für n = 1.
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Zuerst wird n = 1 durch ein Eingangseinstellteilprogramm durch das
Eingabemittel 8 als Datenwert der Nadelstichzahl eingegeben (S-1).
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Als nächstes wird der Direktantriebsmotor 16 über die Treiberschaltung
6 durch Instruktion aus der Steuerschaltung 7 angetrieben, um ein
Antriebsausmaß entsprechend einem regulären Vorschubausmaß, das zum Eingeben
eingestellt ist, zu bilden (S-2). Hierdurch wird der Betätiger 17 abgesenkt
und auf ein vorbestimmtes Vorschubausmaß in der regulären Richtung
eingestellt.
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Wenn als nächstes das Pedal niedergedrückt und ein Startsignal vom
Startschalter erzeugt wird (S-3), wird der Nähmaschinenmotor 5 über die
Treiberschaltung 4 angetrieben (S-4), um hierdurch die Nähmaschine zur
Ausbildung von Stichen zu starten. Das Nadelpositionssignal aus dem
Nadelpositionsdetektor 2 wird vom Zähler auf der Innenseite des Steuermittels 3
gezählt, und soweit ein Stoppsignal durch Loslassen des Pedals, so daß es steht
wie es ist, nicht erzeugt wird (S-5), wird die Nadel ein zweites Mal abgesenkt
und no = n + 1 wird vom Zähler berechnet. Das heißt, der Betätiger 17 des
Direktbewegungsmotors 16 wird in der abgesenkten Position gehalten, bis der
Stoff in der regulären Richtung vorgeschoben ist, nachdem die Nadel zum
ersten Mal abgestoppt ist, und die Nadel wird sukzessive abgesenkt
(S-6).
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Der Direktbewegungsmotor 16 wird von der Treiberschaltung 6 durch
Instruktion aus der Steuerschaltung 7 angetrieben, um ein Antriebsausmaß in
Übereinstimmung mit einem Vorschubausmaß in entgegengesetzter Richtung
festzulegen, das danach an der Eingabe eingestellt wird (S-7). Hierdurch wird
der Betätiger 17 angehoben, um sich in umgekehrter Vorschubrichtung auf ein
Vorschubausmaß einzustellen, welches das gleiche wie in der regulären
Vorschubrichtung ist.
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Wenn no = 1 ist, was vom Zähler durch ein darauf folgendes Signal aus
dem Nadelpositionsdetektor 2 gezählt wird (S-8), wird der
Direktbewegungsmotor 16 angetrieben, um ein Vorschubausmaß in regulärer
Vorschubrichtung zu bilden (S-9). Weiterhin wird bis das Stoppsignal eingegeben
wird (S-5), der Vorgang wiederholt, welcher den Stoffvorschub in der
regulären Richtung während eines Intervalls bildet, in dem sich die Nadel zweimal
absenkt, und den Stoffvorschub in der entgegengesetzten Richtung bildet,
indem die Nadel ein darauf folgendes Mal abgesenkt wird.
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Mit anderen Worten wird der Vorgang kontinuierlich wiederholt, bei dem
der Stoff während des Intervalls der zweimaligen Absenkung der Nadel in der
regulären Richtung vorgeschoben wird und hierauf in der entgegengesetzten
Richtung vorgeschoben wird, und zwar mit einem Stoffvorschubausmaß,
welches das gleiche wie dasjenige in der regulären Richtung ist, und wobei die
Nadel einmal abgesenkt wird, wodurch ein verdoppelter Stich gebildet wird.
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Es folgt eine Erläuterung eines Zustandes der Bildung eines
tatsächlichen Stiches mit Bezug auf Fig. 4.
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Obwohl ferner gemäß dem in Fig. 4 gezeigten Stich Oberfäden NS1,
NS2, und NS3 und Unterfäden US1, US2 und US3 von einer Oberseite und
einer Unterseite des oberen Stoffes W1 und des unteres Stoffes W2 nach oben
und unten getrennt sind, wird der Faden in Wirklichkeit bei jedem Stich kräftig
befestigt und daher sind die Ober- und Unterfäden fest in engem Kontakt mit
der Ober- und Unterseite des oberen und unteren Stoffes W1 beziehungsweise
W2 gebracht.
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Der Direktbewegungsmotor 16 wird in Übereinstimmung mit einem
Vorschubausmaß P in regulärer Richtung in eine abgesenkte Position angetrieben.
Wenn der Nähmaschinenmotor 5 angetrieben wird, wird zunächst die Nadel
auf einen Einstichpunkt A in Fig. 4 abgesenkt und bildet einen Knoten 1A eines
perfekten Stiches, und hierauf werden der obere Stoff W1 und der untere Stoff
W2 in der regulären Vorschubrichtung in Richtung einer Pfeilmarkierung X über
das Vorschubausmaß P vorgeschoben, die Nadel wird auf einen Einstichpunkt
B abgesenkt und bildet einen Knoten 2A eines perfekten Stiches.
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Die oben beschriebene Nadeleinstichzahl "zwei Mal" wird vom Zähler
gezählt (no = n + 1) und n wird auf n = 1 eingestellt und daher ist no = 2, ein
Signal wird aus der Steuerschaltung 7 durch Instruktion aus dem Steuermittel
3 erzeugt, der Betätiger 17 des Direktbewegungsmotors 16 wird in
Übereinstimmung mit einem in entgegengesetzter Richtung verlaufenden
Vorschubausmaß P, dass das gleiche ist, wie das reguläre Vorschubausmaß, in einer
angehobenen Position angeordnet, der obere Stoff W1 und der untere Stoff W2
werden in Richtung einer Pfeilmarkierung Y in entgegengesetzter
Vorschubrichtung um Vorschubausmaß P ausgeschoben, und die Nadel wird auf
den Einstichpunkt A abgesenkt und bildet einen Knoten 3A eines Spannstiches.
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Wenn die Nadeleinstichzahl no = 1 am Einstichpunkt A nach dem
entgegengesetzt verlaufenden Vorschub gezählt wird, wird der Betätiger 17 des
Direktbewegungsmotors 16 an einer abgesenkten Position angeordnet, welche
die gleiche wie diejenige zur Zeit des Beginns ist, das Vorschubausmaß P in
der regulären Richtung wird eingestellt, der obere Stoff W1 und der untere
Stoff W2 werden in der regulären Vorschubrichtung entsprechend der
Pfeilmarkierung X um das Vorschubausmaß P vorgeschoben, die Nadel wird am
Stichpunkt P ein viertes Mal abgesenkt, und ein Knoten 4A eines perfekten
Stiches wird gebildet. Weiterhin werden der obere Stoff W1 und der untere Stoff
W2 um das Vorschubausmaß P in der regulären Vorschubrichtung
vorgeschoben, und die Nadel wird an einem Einstichpunkt C zum fünften Mal abgesenkt,
und es bildet sich ein Knoten 5A eines perfekten Stiches.
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Wenn die Nadeleinstichzahl, nämlich zwei Mal in der regulären Richtung
vom Zähler gezählt wird, wird der Betätiger 17 des Direktbewegungsmotors 16
in einer oberen Position angeordnet, die derjenigen beim vorangehenden Mal
ähnlich ist, um hierdurch den umgekehrt verlaufenden Vorschub einzustellen,
der obere Stoff W1 und der untere Stoff W2 werden um das Vorschubausmaß
P in der umgekehrten Vorschubrichtung entsprechend der Pfeilmarkierung Y
vorgeschoben, die Nadel wird am Einstichpunkt B ein sechstes Mal abgesenkt,
und ein Knoten 6A eines verhakten Stiches wird gebildet.
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Daher werden entsprechend dem gebildeten Stich, wie durch den
Einstichpunkt B und den Einstichpunkt C von Fig. 4 dargestellt, zwei perfekte
Stiche und ein verhakter Stich von hoher Verknotungsstärke an einem einzigen
Einstichpunkt (gleiche Nadelabsenkposition) ausgebildet. Weiterhin sind im
Stichintervall eines Stichabstandes jeweils drei Stücke der Oberfäden NS1,
NS2 und NS3 und der Unterfäden US1, US2 und US3 vorhanden, um hierdurch
die Reibungskraft an den Kontaktflächen des Oberfadens und des oberen
Stoffes W1 und des Unterfadens und dem unteren Stoff W2 zu erhöhen.
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Selbst wenn der genähte Teil zum Zwecke einer Öffnung, wie in Fig. 5
dargestellt, aufgefaltet wird, werden die Kontaktflächen des Nähabschnitts des
oberen Stoffes W1 und des unteren Stoffes W2 nicht geöffnet, da der obere
Stoff W1 und der untere Stoff W2 durch einen solchen Stich zusammengenäht
sind.
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Obwohl gemäß dem oben beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel
eine anfängliche Naht-Verriegelung nicht ausgeführt wird, kann die anfängliche
Verriegelung durch ein Betriebssignal der Bedienungsperson durchgeführt
werden.
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Zum Beispiel als Verriegelung beim Start des Nähvorgangs, nachdem
der Stoff in der umgekehrten Richtung (X-Richtung) um das gleiche
Vorschubausmaß (Stichabstand) vorgeschoben ist, und hierauf wird die Nadel an einem
Verriegelungsvernähungspunkt abgesenkt, um hierdurch einen Stich zu bilden
und anschließend wird der Stoff in der regulären Richtung um den gleichen
Stichabstand vorgeschoben, ein Stich wird am Einstichpunkt A gebildet,
weiterhin wird der Stoff wiederum in der umgekehrten Richtung um den gleichen
Stichabstand vorgeschoben und ein Stich wird an dem oben beschriebenen
Verriegelungspunkt gebildet. Ferner wird nach Beendigung der anfänglichen
Verriegelung der Stich des ersten Ausführungsbeispiels gebildet.
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Weiterhin kann eine Riegelnähung am Ende des Nähvorgangs
ausgeführt werden.
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Weiterhin können die Nahtverriegelungen am Anfang und Ende des
Nähvorgangs durch ein Startsignal und ein Beendigungssignal des
niederdrückbaren Fußpedals ausgeführt werden, wenn ein Signal, das in die
Nähmaschinensteuervorrichtung eingegeben wird, beispielsweise durch einen
Tauchschalter eingestellt wird.
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Die Nadeleinstichzahl, die angibt, wie viele Male die Nadel abgesenkt
wird, zur Ausbildung des Stiches durch regulären Vorschub und die
Nadeleinstichzahl zur Ausbildung des Stiches in der entgegengesetzten
Vorschubrichtung, wie dies in dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel dargestellt ist,
können willkürlich verändert werden. Beispielsweise kann nach Ausführung
einer viermaligen Nadelabsenkung während des regulären Vorschubes die
Nadelabsenkung während des umgekehrten Vorschubes zweimal ausgeführt
werden. Hierdurch werden bei und nach der dritten Nadelabsenkung zwei perfekte
Stiche und ein verhakter Stich an den jeweiligen Nadelabsenkpunkten gebildet.
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Obwohl weiterhin gemäß dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel
eine Erläuterung eines Zustandes gegeben wurde, in welchem die
Nadeleinstichzahl zum Zusammennähen der Stoffe während des regulären Vorschubs
größer als die Nadeleinstichzahl beim Zusammennähen der Stoffe in der
umgekehrten Vorschubrichtung ist, kann im Gegensatz hierzu die
Nadeleinstichzahl beim Zusammennähen der Stoffe während des umgekehrten Vorschubes
auch größer sein als die Nadeleinstichzahl für das Zusammennähen der Stoffe
im regulären Vorschub.
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Obwohl es weiterhin in einer tatsächlichen Nähmaschine einen Fall gibt,
in welchem selbst dann, wenn das gleiche Vorschubausmaß für den regulären
Vorschub und den entgegengesetzt gerichteten Vorschub eingestellt ist, weicht
das tatsächliche Vorschubausmaß geringfügig ab, je nach der Gestalt des
Stoffschiebers, es wird jedoch im wesentlichen der gleiche Nadelabsenkpunkt
gebildet und im wesentlichen kann der Nadelabsenkpunkt als gleichbleibend
betrachtet werden.
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Obwohl ferner gemäß dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel eine
Erläuterung einer Ausbildung des Vorschiebens des oberen Stoffes und des
unteren Stoffes durch den Stoffvorschubmechanismus der Nähmaschine als
Stoffvorschubeinrichtung gegeben wurde, kann die Stoffvorschubeinrichtung
auch durch einen an sich bekannten X-Y-Vorschubapparat ersetzt werden.
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Hierdurch kann nicht nur ein geradliniger Stich kontinuierlich gebildet werden,
sondern auch ein Stich mit willkürlicher Gestalt, beispielsweise ein Stich einer
Kurve oder ein Stich, bei dem eine Kurve und eine gerade Linie kontinuierlich
sind.
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Weiterhin kann mit Bezug auf die Verknotung des Oberfadens NS und
des Unterfadens US an den jeweiligen Stoffzusammennähpunkten durch
Steuerung des Oberfadens NS, des Unterfadens US oder der Nadel der
verhakte Stich willkürlich gebildet werden.
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Weiterhin kann auch in dem Falle, in dem der verhakte Stich nicht
besonders erforderlich ist, dieser Stich an einer Ausbildung am jeweiligen
Stoffzusammennähpunkt verhindert werden, und zwar durch Benutzung eines an
sich bekannten Verhinderungsmechanismus für diesen Stich, beispielsweise
eines Mechanismus zur Verhinderung zur Ausbildung eines Stiches in einem
Bereich in Vorschubrichtung der Bildung des verhakten Stiches durch
Verdrehung einer Nadelstange und des Schiffchens in Axiallinienrichtung.
Effekt der Erfindung
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Wie oben beschrieben, werden gemäß der Erfindung an einem oberen
Stoff und einem unteren Stoff, die durch einen Steppstich zur
Fadenbefestigung bei jedem Stich zusammengenäht werden, mehrere Knoten an jeweiligen
Nadelabsenkpunkten (Zusammennähpunkten) gebildet, und infolgedessen,
werden die Zugfestigkeiten des Oberfadens NS und des Unterfadens US erhöht
und weiterhin wird auch die Reibungskraft des Oberfadens NS und des
Unterfadens US am Knoten im jeweiligen Zusammennähpunkt gesteigert.
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Weiterhin quert eine Mehrzahl von Stücken des Oberfadens NS und des
Unterfadens US die Oberseiten und Unterseiten des oberen Stoffes W1 und
des unteren Stoffes W2 und infolgedessen wird eine große Reibungskraft
zwischen dem Oberfaden NS und dem Unterfaden US und dem oberen Stoff W1
und dem unteren Stoff W2 erzeugt. Weiterhin wird die Intensität der
Befestigungskraft auf mehrere Fadenstücke verteilt.
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Aus obigem folgt weiterhin: wenn der vernähte Abschnitt zum Zwecke
einer Öffnung aufgefaltet wird, werden Verlängerungen des Oberfadens NS
und des Unterfadens US reduziert, und weiterhin wird eine Deformierung der
Verknotung des Oberfadens NS und des Unterfadens US verringert, und eine
Kompression des oberen Stoffes W1 und des unteren Stoffes W2 an
Kontaktteilen des Oberfadens NS und des Unterfadens US und des oberen Stoffes W1
und des unteren Stoffes W2 wird in extremer Weise reduziert.
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Hierdurch werden gemäß der Erfindung beim Auffalten des vernähten
Abschnitt zu Öffnungszwecken die Berührungsflächen des oberen Stoffes W1
und des unteren Stoffes W2 im vernähten Abschnitt daran gehindert, sich zu
öffnen, der Oberfaden NS, der Unterfaden US oder der Knoten beider erscheint
nicht an den Oberseiten des oberen Stoffes W1 und des unteren Stoffes W2,
und daher wird ein Effekt zur Begünstigung des kommerziellen Wertes des
Erzeugnisses erreicht und es wird ein exzellenter Effekt im Stoßwiderstand
erzielt, da der Oberfaden NS, der Unterfaden US oder der Knoten beider nicht an
den Oberseiten des oberen Stoffes W1 und des unteren Stoffes W2 in
Erscheinung tritt, selbst wenn der Stoß auf den Abschnitt ausgeübt, an dem der
vernähte Teil bei der Öffnung aufgefaltet wird.
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Selbst wenn weiterhin der Faden des Stiches teilweise abgetrennt wird,
wird, weil der Stich der Steppstich ist, der Faden nicht von dem Abschnitt
durchgerieben und es wird ein Effekt ausgezeichneter Dauerhaftigkeit erreicht.
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Weiterhin kann entsprechend dem Nähverfahren ein Stoff kontinuierlich
vernäht werden und daher wird ein Effekt zur Begünstigung des betrieblichen
Nähwirkungsgrades erreicht.
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Fernerhin kann die Nadel an einem Abschnitt durchgestochen werden,
der im wesentlichen der gleiche wie der vorangehende Nadelsenkpunkt ist und
weiterhin kann eine Deformierung der Verknotung des Oberfadens NS und des
Unterfadens verhindert werden, und infolgedessen wird ein Effekt zur
Verbesserung der Produktqualität und zur Begünstigung des kommerziellen Wertes
des Näherzeugnisses erzielt.
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Da ferner der verhakte Stich mit hoher Verknotungskraft an dem
jeweiligen Zusammennähpunkt gebildet wird, wird ein Effekt der weiteren
Begünstigung der oben beschriebenen Effekte erreicht.
Kurze Erläuterung der Zeichnung
Fig. 1
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Fig. 1 ist ein Blockdiagramm einer Steuerschaltung gemäß der
Erfindung.
Fig. 2
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Fig. 2 ist eine schematische Darstellung eines
Stoffvorschubmechanismus einer Nähmaschine als Beispiel einer Stoffvorschubeinrichtung der
Erfindung.
Fig. 3
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Fig. 3 zeigt erläuternde Ansichten der Darstellung jeweiliger Zustände
eines Null-Vorschubs, positiven Vorschubs und rückwärts gerichteten
Vorschubs bei dem in Fig. 2 dargestellten Stoffvorschubsteuermechanismus.
Fig. 4
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Fig. 4 zeigt einen Stich gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der
Erfindung.
Fig. 5
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Fig. 5 ist eine schaubildliche Ansicht eines Zustands der Auffaltung zur
Öffnung eines Nähabschnitts eines durch den erfindungsgemäßen Stich
zusammengenähten Stoffes.
Fig. 6
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Fig. 6 ist ein Steuerflußdiagramm des Ausführungsbeispiels der
Erfindung.
Fig. 7
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Fig. 7 ist eine schaubildliche Ansicht eines herkömmlichen Stiches.
Fig. 8
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Fig. 8 ist eine Schnittansicht entlang einer Linie V-V der Fig. 6.
Fig. 9
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Fig. 9 ist eine schaubildliche Ansicht eines Auffaltungszustandes zum
Öffnen eines genähten Erzeugnisses der Fig. 7 an einem Nähabschnitt.
Fig. 10
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Fig. 10 ist eine Schnittansicht eines anderen herkömmlichen Stiches.
Beschreibung der Bezugsnummern und Zeichen
3 Steuervorrichtung (Steuermittel)
6 Vorschubausmaßeinsteller
7 Vorschubrichtungseinsteller (Nähgutvorschubeinrichtung)
11 Vorschubrichtungsumwandler (Stoffvorschubeinrichtung)
16 Direktbewegungsmotor
29 Stoffvorschubeinrichtung