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DE10247300A1 - Bauteil, bestehend aus einem Grundkörper und einem Fotovoltaikmodul - Google Patents

Bauteil, bestehend aus einem Grundkörper und einem Fotovoltaikmodul Download PDF

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DE10247300A1
DE10247300A1 DE10247300A DE10247300A DE10247300A1 DE 10247300 A1 DE10247300 A1 DE 10247300A1 DE 10247300 A DE10247300 A DE 10247300A DE 10247300 A DE10247300 A DE 10247300A DE 10247300 A1 DE10247300 A1 DE 10247300A1
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Bauteil (10) mit einem Grundkörper (12) und einem Fotovoltaikmodul (14), wobei das Fotovoltaikmodul (14) luftspaltfrei chemisch und mechanisch mit dem Grundkörper (12) derart verbunden ist, dass ein Eindringen von Feuchtigkeit zwischen das Fotovoltaikmodul (14) und den Grundkörper (12) ausgeschlossen ist. Außerdem bezieht sich die Erfindung auf Verfahren zur Herstellung des Bauteils.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Bauteil, mit einem Grundkörper und einem Fotovoltaikmodul. Weiterhin beinhaltet die Erfindung ein Verfahren zur Befestigung eines Fotovoltaikmoduls auf einem Grundkörper. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf die Befestigung von Fotovoltaikmodulen auf einer Trasse für einen Transrapid.
  • Die Magnetschnellbahn Transrapid ist ein modernes spurgeführtes Verkehrssystem. Die Magnetbahnzüge umgreifen entgleisungssicher den Fahrweg und werden berührungsfrei magnetisch getragen und geführt. Ein streckenseitig zuschaltbares magnetisches Wanderfeld bewegt die Züge mit der jeweils erforderlichen Geschwindigkeit.
  • Der Fahrweg bzw. die Trasse kann aufgeständert oder ebenerdig verlaufen. Die Trasse besteht aus Stützen und den darauf aufgelegten Fahrwegträgern. Während die Stützen aus Betonkonstruktionen bestehen, können die Träger sowohl aus Stahl als auch aus Beton gefertigt werden. Darüber hinaus auch Hybrid-Träger möglich.
  • Da der Fahrweg bzw. die Trasse eines Transrapids naturgemäß ständig frei von Fremdkörpern bleiben muss, also sich keine Gegenstände auf der Trasse befinden dürfen, eignet sich eine Transrapidtrasse ausgesprochen gut als Grundfläche zur Installation von Fotovoltaikmodulen. Die der Sonne zugewandte Oberseite der Trasse wird lediglich durch die darüber fahrenden Züge kurzzeitig abgeschattet. Auch können sich aus sicherheitstechnischen Gründen keine großen Gebäude oder Bäume unmittelbar an der Trasse befinden, die ebenfalls eine Abschattung bewirken könnten. Hinzu kommt, dass die Züge die Oberfläche der Trasse berührungslos passieren, wodurch mechanische Schäden der Fotovoltaikmodule durch Berührung mit den Zügen ausgeschlossen sind.
  • Allerdings ergeben sich trotz des berührungslosen Fahrens der Transrapidzüge extrem hohe Anforderungen an die Befestigung der Fotovoltaikmodule auf der Trasse. Ein mit hoher Geschwindigkeit fahrender Transrapid (bis zu 500 km/h) bewirkt eine Komprimierung der Luft insbesondere vor und unter dem Fahrzeug, was eine Stoßwelle verursacht, die wiederum direkt auf die Oberfläche der Trasse, also unmittelbar auf die Fotovoltaikmodule wirkt. Weiterhin entsteht direkt hinter dem fahrenden Transrapid eine Sogwirkung, die ebenfalls auf die Oberfläche der Trasse wirkt und der die Fotovoltaikelemente und deren Befestigung standhalten müssen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Fotovoltaikmodule oder Teile davon lösen und vom Fahrweg weg geschleudert werden. Dies würde neben den Schäden an den Fotovoltaikmodulen und dem Fahrweg zu einer erheblichen Gefährdung auch für Mensch und Tier im Umfeld des Fahrweges führen.
  • Weiterhin besteht die Gefahr, dass sich zwischen der Trasse und den darauf befestigten Fotovoltaikmodulen Feuchtigkeit oder Wasser sammelt und zu Korrosion und damit zu einer Zerstörung der Fotovoltaikmodule, des Gleisbettes und/oder der Eisenkonstruktion des Fahrweges führt.
  • Somit sind aus den oben genannten Gründen die Anforderungen an die Befestigung der Fotovoltaikmodule sehr hoch. Allerdings ist dem Stand der Technik keine Befestigungsart zu entnehmen, die den beschriebenen Anforderungen gerecht werden würde. Bezüglich der Aufstellung und Befestigung von Fotovoltaikmodulen ist insbesondere ein Aufständern auf Gerüsten oder ein Anbringen an Hauswänden oder Dächern bekannt. Fotovoltaikmodule, die Druck- und Sogwellen standhalten und gleichzeitig derartig befestigt sind, dass ein Eindringen von Feuchtigkeit und Wasser zwischen den Grundkörper und dem Fotovoltaikmodul verhindern, sind nicht bekannt.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Bauteil, insbesondere eine Trasse bzw. einen Abschnitt einer Trasse für einen Transrapid zu schaffen, das möglichst fest mit einem Fotovoltaikmodul verbunden ist. Die Verbindung muss derart ausgeführt sein, dass sie gegenüber Druck- und Sogkräften dauerhaft Bestand hat, also ein Loslösen des Fotovoltaikmoduls oder Teilen davon möglichst ausgeschlossen ist. Weiterhin soll ein Eindringen von Feuchtigkeit und/oder Wasser zwischen den Grundkörper und das Fotovoltaikmodul ausgeschlossen sein.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Befestigung eines Fotovoltaikmoduls an einem Grundkörper zu schaffen, das zu einer Verbindung führt, die den obigen Anforderungen gerecht wird.
  • Erfindungsgemäß wird dies durch ein Bauteil mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und ein Verfahren mit den Merkmalen der Ansprüche 2 und 3 gelöst.
  • Die chemische Verbindung wird derart aufgebracht, dass ein Eindringen von Wasser zwischen das Fotovoltaikmodul und den Grundkörper ausgeschlossen ist. Beispielsweise können die Fotovoltaikmodule oder einzelne Solarzel len auf dem Grundkörper aufgeklebt werden. Möglich ist aber auch ein Auflaminieren der Fotovoltaikmodule bzw. Solarzellen auf den Grundkörper. Eine solche Verbindung reicht gewöhnlich aus, um einen sicheren Halt des Fotovoltaikmoduls auf dem Bauteil bzw. auf dem Grundkörper zu gewährleisten. Da jedoch, wie oben ausgeführt, die Anforderungen an die Verbindung im Falle einer Transrapidtrasse erheblich höher sind, erfolgt erfindungsgemäß eine zusätzliche mechanische Verbindung der Bauteile. Diese kann beispielsweise über einen Rahmen erfolgen, der auf das Fotovoltaikmodul aufgesetzt und anschließend mit dem Bauteil verschraubt wird. Ein solcher Rahmen kann beispielsweise als Doppel-U-Profil ausgeführt sein, in das die Fotovoltaikmodule mit ihren Seitenkanten hineinragen und somit durch in dem Doppel-U-Profil gehalten sind. Ein sogenanntes Abflattern der Fotovoltaikmodule von den Kanten aus, wird damit absolut verhindert. Ein solcher Rahmen kann auch teilweise oder vollständig auf dem Grundkörper vormontiert werden, um anschließend die Fotovoltaikmodule in diese einzusetzen und zu befestigen. Alternativ können die Fotovoltaikmodule selbst auch durchgehende Öffnungen oder Löcher aufweisen, durch die hindurch nach dem Aufkleben Schrauben oder ähnliche Haltemittel hindurchgeführt werden können, um somit eine mechanische Verbindung zu dem Bauteil zu gewährleisten. Hierbei bieten sich beispielsweise Sicherheitsschrauben oder sogenannte Hammertreibschrauben an.
  • Die Fotovoltaikmodule können mit einem Massekleber versehen werden, der diese luftspaltfrei und wasserkriechdicht auf der Trasse befestigt. Dabei sollte die Klebkraft ausreichend sein, um zumindest eine feste Verbindung mit dem Bauteil zu erreichen. Der Massekleber kann ein witterungsbeständiges Doppelklebematerial sein, geeignet sind auch Sprühkleber oder Zweikomponentenkleber, Silikon sowie Acrylharzkleber. Die Masseverklebung bewirkt die gewünschte Abdichtung des Fotovoltaikmoduls gegen den Untergrund, so dass ein Eindringen von Feuchtigkeit oder Wasser zwischen das Fotovoltaikmodul und die Trasse verhindert wird. Neben einer Masseverkle bung wäre es auch denkbar, lediglich umlaufende durchgängige Verklebung im Randbereich der Fotovoltaikmodule zu wählen.
  • Durch Verwendung eines elastischen Masseklebers wird gleichzeitig ein Ausgleich der unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten des Moduls und der Trasse geschaffen. Die Abdichtung gegen Feuchtigkeit und Wasser bewirkt eine verlängerte Lebenserwartung, der Transrapidstrecke und verringert notwendige Wartungsmaßnahmen.
  • Als besonders vorteilhaft hat sich die Verwendung eines Klebstoffes erwiesen, der ein späteres Loslösen bzw. Austauschen der Fotovoltaikmodule ermöglicht. Dies ist möglich, wenn der Klebstoff seine Klebekraft bei Einwirkung von gezielt aufgebrachten Einflüssen, beispielsweise durch Einwirkung hoher Temperaturen oder Ultraschall wieder verliert.
  • Die mechanische Befestigung kann, wie bereits ausgeführt, über sicherungstechnische Spezialschrauben, wie beispielsweise Hammerkopfschrauben erfolgen. Bei diesem System wird eine glatte Bohrung innerhalb des Bauteils bzw. Trasse benötigt. Die Hammerkopfschraube dringt durch die Hammerschläge absolut fest in die Bohrung ein. Wesentlich ist, dass sich die Hammerkopfschraube durch das Fotovoltaikmodul hindurch erstreckt bzw. mit Hilfe einer Rahmenkonstruktion das Fotovoltaikmodul an dem Bauteil befestigt.
  • Die Befestigungselemente, z.B. die Hammerkopfschrauben, können mit Kunststoff umhüllt sein, um innerhalb der Bohrung Spannungen aufgrund hoher Temperaturdifferenzen zwischen den verbundenen Bauteilen ausgleichen zu können.
  • Grundsätzlich ist es sinnvoll, die Fotovoltaikmodule derart zu dimensionieren, dass sie bei Bedarf kostengünstig austauschbar sind.
  • Denkbar wäre auch, anstelle der Befestigung von Fotovoltaikmodulen die Solarzellen direkt auf der Trasse bzw. Trassenelementen aufzubringen. Hierzu wird mit Hilfe einer Rakeltechnik zunächst ein Massefilm aus zweikomponentigem Silikon Kautschukharz auf die Trasse aufgetragen. In diese elastische Masse hinein, werden die Solarzellen eingebracht. Nach Anhärten der Grundmasse wird in einem zweiten Arbeitsgang eine zweite Masseschicht über die Solarzellen luftblasenfrei aufgetragen. Über die zweite Schicht wird vorzugsweise eine Kunststoff-Folie mit einer wasserdampfundurchlässigen Glasbeschichtung aufgetragen, die sich unlösbar mit dem Silikonkautschuk verbindet. Zur mechanischen Sicherung werden dann beispielsweise Leisten über die Abdeckfolie derart angebracht, dass sie die Solarzellen nicht abdecken und keinerlei Beschädigungen und Beeinträchtigungen der Leistung der Fotovoltaik verursachen. Ein partielles Loslösen an den Rändern der Fotovoltaikmodule, welches sich schnell fortsetzen und die Solarzellen schließlich zerstören würde, könnte somit verhindert werden.
  • Sollten vorgefertigte Fotovoltaikmodule zum Einsatz kommen, müssen auch diese den hohen Anforderungen Stand halten. Es müssen demnach gute Haftvermittler zwischen einem Trägermaterial (z.B. Silane usw.) und/oder auch elastische Laminatfolien eingesetzt werden, die den wechselnden Belastungen elastisch widerstehen. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass eine Trägerplatte, die Bestandteil eines Fotovoltaikmoduls ist, eine Vielzahl von über die Fläche verteilte Öffnungen aufweist, durch die der Kunststoff, der die Solarzellen mit der Trägerplatte verbindet, hindurchreicht und somit einen unlösbaren Verbund bewirkt. Eine derart gelochte Trägerplatte bietet in Verbund mit dem Kunststoff der Solarplatte einen optimalen Halt, so dass die Solarzellen sicher, dicht- und bruchfrei gelagert sind. In einer besonders vorteilhaften Ausführungsvariante solcher gelochter Trägerplatten sind, Vertiefungen entsprechend der Geometrie der Solarzellen eingeprägt, in die Solarzellen fixiert werden. Es wird damit erreicht, dass das ü ber der Solarzelle befindliche Kunststoffmaterial eine glatte ebene Fläche bildet.
  • Von besonderem Vorteil kann auch eine Verrippung der Trägerplatte sein. Sie kann derart gestaltet werden, dass eine wesentliche Versteifung der Trägerplatte erfolgt. Zum anderen dienen die Verrippungskanäle einer besseren Hinterlüftung der Trägerplatte und somit einer intensiveren Wärmeabfuhr der durch die Solarzellen bedingten Wärme. Außerdem können die Verrippungen derart gestaltet werden, dass Kabel durch diese geführt werden können. Die Trägerplatte kann vorteilhafterweise als Press-Prägeteil oder durch Nutzung einer Extrusionstechnik als preiswertes Massenprodukt hergestellt werden. Die Perforierung braucht nicht über die ganze Platte verteilt zu sein, sondern kann sich auch nur längs der Außenkanten sowie in den Zwischenräumen der Solarzellen befinden.
  • Ein erfindungsgemäßes verwendetes Fotovoltaikmodul sollte möglichst unzerbrechlich sein. Dies erfüllt ein Modul mit z.B. einer Edelstahlträgerplatte oder einer Trägerplatte aus glasfaserverstärktem Kunststoffmaterial (Glasfaser mit z.B. Epoxydharz mit sehr verringertem Ausdehnungskoeffizienten). Als Verkapselungsmaterial ist Ionomerfolie oder Teflon (Fluorpolymer) und als Abdeckmaterial ein Fluorpolymer mit Glasschicht denkbar. Als Abdeckmaterial kann auch gehärtetes Glas vorteilhaft sein, da dieses durch Hagelschlag oder andere mechanische Beeinträchtigungen nicht zerstört werden kann. Als Trägerplatte eignet sich auch glasfaserverstärktes Tedlar, da sich dieses gut kleben lässt.
  • Die Trägerplatte kann auch direkt mit der Trasse verbunden werden, beispielsweise über ein Zweikomponenten-Silikomaterial mit oder ohne eine integrierte Glasfasermatte.
  • Die Erfindung wird mit Hilfe der nachfolgenden Beschreibung, der nachfol genden Zeichnung und den Ansprüchen näher erläutert:
  • Es zeigen:
  • 1: ein Schnittbild durch ein erfindungsgemäßes Bauteil mit einem Doppel-U-Rahmen,
  • 2: eine Draufsicht auf ein Bauteil mit Fotovoltaikmodulen, die mit Doppel-U-Rahmen befestigt sind,
  • 3: ein Schnittbild durch ein erfindungsgemäßes Bauteil mit einer Schraubbefestigung,
  • 4: eine Draufsicht auf ein Fotovoltaikmodul mit Schraubbefestigungsmitteln am Rand und innerhalb der Fläche des Moduls,
  • 5: ein Schnittbild durch den Übergangsbereich zwischen dem Bauteil und dem Fotovoltaikmodul mit unterschnittenen Einkerbungen,
  • 6: ein Schnittbild durch eine erste weitere erfindungsgemäße Ausführungsvariante des Bauteils,
  • 7: ein Schnittbild durch eine zweite weitere erfindungsgemäße Ausführungsvariante des Bauteils.
  • Gemäß 1 besteht ein erfindungsgemäßes Bauteil 10 aus einem Grundkörper 12, beispielsweise einer Transrapidtrasse bzw. einem Abschnitt einer Transrapidtrasse, und einem Fotovoltaikmodul 14. Das Fotovoltaikmodul 14 ist chemisch, im dargestellten Bauspiel mit Hilfe eines Klebeschicht 16 mit dem Grundkörper 12 verbunden. Diese Klebeschicht 16 kann aus witte rungsbeständiges Doppelklebematerial, als Sprühkleber, als Zweikomponenten-Silikonkleber oder als Acrylharzkleber gebildet sein. Wesentlich ist, dass es sich um eine Masseverklebung handelt, die gewährleistet, dass keinerlei Feuchtigkeit oder Wasser zwischen das Fotovoltaikmodul 14 und den Grundkörper 12 eindringen kann. Deswegen ist es sinnvoll, dass Klebematerial vollflächig oder zumindest umlaufend zwischen dem Grundkörper 12 und dem Fotovoltaikmodul 14 aufzubringen.
  • Erfindungsgemäß ist das Fotovoltaikmodul 14 weiterhin mechanisch mit dem Grundkörper 12 verbunden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird diese Befestigung durch ein Befestigungsmittel in Form eines Doppel-U-Rahmens 18 gebildet. Dieser Doppel-U-Rahmen 18 ist mit dem Grundkörper beispielsweise mit Hilfe von Schrauben 20 mit dem Grundkörper 12 fest verbunden. Hierzu können sicherungstechnische Spezialschrauben oder auch Hammerkopfschrauben verwendet werden. Diese sichern das Fotovoltaikmodul 14 nicht nur gegen ungewolltes Loslösen vom Grundkörper 12, sondern auch gegen Diebstahl. Ein Abflattern der Fotovoltaikmodule 14 wird durch den Doppel-U-Rahmen 18 verhindert. Die Schrauben 20 können sich dabei durch den gesamten Doppel-U-Rahmen 18 oder lediglich durch an dem Grundkörper 12 anliegende Schenkel 22 des Doppel-U-Rahmens 18 erstrecken.
  • Das erindungsgemäß verwendete Fotovoltaikmodul 14 weist eine Trägeschicht 24 auf, die beispielsweise durch eine Edelstahlträgerplatte oder durch ein glasfaserverstärktes Kunststoffmaterial (beispielsweise Glasfaser mit Epoxydharz mit sehr verringertem Ausdehnungskoeffizienten) gebildet sein kann. Insbesondere die erstgenannte Ausführungsvariante bewirkt, dass das Fotovoltaikmodul 14 nahezu unzerbrechlich ist. Vorzugsweise ist die Trägerschicht 24 perforiert, weist also Löcher auf. Anstelle der Löcher sind auch geeignete Vertiefungen denkbar. Angrenzend an die Trägerschicht 24 erstreckt sich eine Solarzellenschicht 28. Diese beinhaltet Solarzellen 30, die von einem Verkapslungsmaterial 32 umgeben sind. Dieses Verkapslungsmaterial 32 besteht beispielsweise aus EVA, Ionomer oder Fluorpolymer wie beispielsweise Teflon. Das Verkapslungsmaterial 32 fließt im flüssigen bzw. fließfähigem Zustand bei der Herstellung der Solarzellenschicht in die Löcher der Trägerschicht 24 hinein und bildet somit einen mechanisch nahezu unlösbaren Verbund. Je nach Ausführungsform kann sich das Verkapslungsmaterial 32 auch auf der gegenüberliegenden Seite der Trägerschicht 23 verteilen und bildet eine noch widerstandsfähigere Verbindung aus. Hierzu wird auch auf die WO 95/08193 des gleichen Erfinders hingewiesen.
  • Auf der der Trägerschicht 24 gegenüberliegenden Seite schließt sich an die Solarzellenschicht 28 vorzugsweise eine Abdeckschicht 34 an. Diese ist vorzugsweise durch eine Fluorpolymerschicht 36 gebildet, an die sich eine Glasschicht 38 in Richtung der Solarzellen 30, also zwischen den Solarzellen 30 und der Abdeckschicht 34 liegend, anschließt. Die Glasschicht 38 kann aufgedampft, aufgesputtert oder durch ein ähnliches Verfahren aufgebracht sein.
  • Die Fotovoltaikmodule 14 erstrecken sich mit ihren Seitenkanten 39 in die Doppel-U-Rahmen 18 hinein, liegen also nebeneinander und werden von den Doppel-U-Rahmen 18 allseitig gehalten (vgl. 2).
  • Anstelle der Doppel-U-Rahmen 18 können auch stiftförmige Befestigungsmittel 40, insbesondere Schrauben vorgesehen sein, die sich, wie 3 verdeutlicht, durch die Fotovoltaikmodule 14 hindurch in den Grundkörper 12 hinein erstrecken und somit eine mechanische Verbindung gewährleisten. Als stiftförmige Befestigungsmittel 40 sind insbesondere sicherheitstechnische Spezialschrauben oder auch Hammerkopfschrauben geeignet. Die Fotovoltaikmodule 14 weisen bei einer Verwendung derartiger stiftförmiger Befestigungsmittel 40 entsprechende Öffnungen 41 auf, durch die sich hin durch die Befestigungsmittel 40 mit dem Grundkörper verbunden werde können. Diese Öffnungen 41 sind vorzugsweise zwischen den Solarzellen 30 oder seitlich der Solarzellen 30 angeordnet. Grundsätzlich ist auch eine Kombination von stiftförmigen Befestigungsmitteln 40 und der mechanischen Verbindung mittels eines Doppel-U-Rahmens 18 möglich und sinnvoll,
  • 4 verdeutlicht in einer Draufsicht auf ein Fotovoltaikmodul 14 die Anordnung der Öffnungen 41 für die stiftförmigen Befestigungsmittel 40 am Rand und innerhalb der Fläche des Fotovoltaikmoduls 14 zwischen Solarzellen 30.
  • 5 verdeutlicht eine weitere Möglichkeit, den Verbund zwischen dem Fotovoltaikmodul 14 und dem Grundkörper 12 zu verbessern. Hierzu weisen das Fotovoltaikmodul 14 bzw. falls vorhanden die Trägerschicht 24 und der Grundkörper 12 in ihren einander zugewandten Oberflächen Vertiefungen oder Öffnungen auf. In dieser kann sich die Klebeschicht 16 hinein erstrecken und somit eine zusätzliche Verstärkung des Zusammenhalts bewirken. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind zu diesem Zweck unterschnittene Einkerbungen 42 sowohl im Grundkörper 12 als auch in der Trägerschicht 24 vorgesehen. Sollte keine Trägerschicht 24 verwendet werden, können die Einkerbungen 42 auch direkt in das Verkapselungsmaterial 32 eingebracht sein.
  • 6 zeigt eine weitere Ausführungsvariante eines erfindungsgemäß genutzten Fotovoltaikmoduls 14. Diese Ausführung zeichnet sich dadurch aus, dass zusätzlich Kunststoffschichten 44 vorgesehen sind, die die Solarzellenschicht 28 einfassen. Diese Kunststoffschichten 44 werden vorzugsweise durch ein farbloses, transparent-lichtdurchlässiges Fluorpolymer mit hervorragender Wetterbeständigkeit, guten chemischen Widerstand und geringer Gasdurchlässigkeit gebildet. Ein solches Fluorpolymer ist beispielsweise Tedlar, das mit Glasfasern verstärkt sein kann.
  • In einer weiteren Ausführungsvariante gemäß 7 wird die Trägerschicht 24 lediglich durch glasfaserverstärkten Kleber gebildet. Anstelle der Glasfaser- oder Edelstahlplatte werden also lediglich Gewebe aus Glasfaser in die Klebeschicht 16 integriert. Die Klebeschicht 16 bleibt dadurch elastisch, ist kostengünstig und führt trotzdem zu einem starken Verbund zwischen der Solarzellenschicht 28 und dem Grundkörper 12. Die Klebeschicht 16 kann vorzugsweise durch Zweikomponentensilikon-Kleber gebildet sein, der dann, wie oben ausgeführt, mit einer Glasfasermatte oder mit Glasfasergewebe gestärkt sein kann. Vorzugsweise weist in einem solchen Fall die Solarzellenschicht 28 bzw. das Verkapselungsmaterial 32 auf der Klebeschicht 16 zugewandten Seite eine Gitterstruktur auf, um den Verbund der Solarzellenschicht 28 mit dem Grundkörper 12 zu verbessern.
  • In einer weiteren, hier nicht gezeigten Ausführungsvariante ist eine wärmeisolierende Schicht zwischen dem Fotovoltaikmodul 14 und dem Grundkörper 12 vorgesehen. Diese Wärmeisolationsschicht verringert den Wärmestrom von den Solarzellen 30 in den Baukörper bzw. den Grundkörper 12. Dies kann dann wünschenswert sein, wenn Wärmedifferenzen den Grundkörper 12 oder auch dem Verbund zwischen dem Fotovoltaikmodul 14 und dem Grundkörper 12 negativ beeinflussen könnten.
  • Das Aufbringen der Solarzellenschicht 28 direkt auf den Grundkörper 12 kann mit Hilfe einer Rakeltechnik derart erfolgen, dass zunächst die Klebeschicht 16, beispielsweise zweikomponentiger Silkon-Kautschuk-Harz, auf den Grundkörper 12 aufgetragen wird, dann in diese elastische Masse die Solarzellenschicht 28 eingebracht wird, und dann in einem dritten Arbeitsgang eine zweite Klebematerialschicht 16 auf die Solarzellenschicht 28 luftblasenfrei aufgetragen wird. Auf diese zweite Klebeschicht 16 wird in einem letzten Schritt die Abdeckschicht 34, vorzugsweise eine Kunststoff-Folie mit wasserdampfundurchlässiger Gasbeschichtung aufgetragen, die sich unlös bar mit der Klebeschicht 16, also dem Silikon-Kautschuk verbindet. Nach Aushärten der Klebeschichten 6 erfolgt eine mechanische Verbindung der aufgebrachten Schichten mit dem Grundkörper 12, beispielsweise mit Schrauben, die durch die Schichten in den Grundköper 12 geschraubt werden oder durch nachträglich aufgebrachte, mit dem Grundkörper verbindbare Leisten, die die aufgebrachten Schichten gegen den Grundkörper 12 drücken bzw. sichern.
  • Bezüglich der Ausbildung erfindungsgemäß nutzbarer Fotovoltaikmodule wird insbesondere auch auf die DE 101 58 405.9 hingewiesen.
  • Anstelle der Doppel-U-Rahmen 18 und der Schrauben 20 sind auch andere, gleichartig wirkende Befestigungsmittel denkbar. So können beispielsweise Leisten über die Randbereiche der Fotovoltaikmodule gelegt werden, die dann mit dem Grundkörper 12 verbunden werden. Diese Leisten müssen derart angeordnet sein, dass sie zu keinerlei Beschädigungen und Beeinträchtigungen der Fotovoltaikmodule führen.
  • Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern erstreckt sich auf alle gleichwirkenden Ausführungen, die sich dem Fachmann aufgrund der vorliegenden Beschreibung erschließen. Beispielsweise kann es ausreichen, anstelle der chemischen Verbindung lediglich eine Folie oder eine Fettschicht zwischen dem Grundkörper und dem Fotovoltaikmodul vorzusehen, die ein Eindringen von Feuchtigkeit bzw. Wasser zwischen Grundkörper und Fotovoltaikmodul verhindert. Entsprechend wären dann höhere Anforderungen an die mechanische Verbindung zu stellen.

Claims (12)

  1. Bauteil (10) mit einem Grundkörper (12) und einen Fotovoltaikmodul (14), wobei das Fotovoltaikmodul (14) luftspaltfrei chemisch und mechanisch mit dem Grundkörper (12) derart verbunden ist, dass ein Eindringen von Feuchtigkeit zwischen das Fotovoltaikmodul (14) und den Grundkörper (12) ausgeschlossen ist.
  2. Verfahren zur Herstellung eines Bauteils (10) mit einem Grundkörper (12) und einem Fotovoltaikmodul (14) mit den Verfahrensschritten 1) chemisches Verbinden des Fotovoltaikmoduls (14) mit dem Grundkörper (12), 2) mechanisches Verbinden des Fotovoltaikmoduls (14) mit dem Grundkörper (12).
  3. Verfahren zur Herstellung eines Bauteils (10) mit einer Solarzellenschicht (28) und einem Grundkörper (12), mit den Verfahrensschritten 1) luftspaltfreies Aufbringen einer Klebeschicht (16) auf den Grund körper (12), 2) Einbringen von Solarzellen (30) in die Klebeschicht (16), 3) luftblasenfreies Aufbringen einer weiteren Klebeschicht (16) auf die Solarzellenschicht (28), 4) Aufbringen einer Abdeckschicht auf die zuletzt aufgebrachte Klebeschicht (16), 5) nach Aushärten der Klebeschichten (16) Herstellen einer mechanischen Verbindung der aufgebrachten Schichten mit dem Grundkörper (12).
  4. Bauteil nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die chemische Verbindung als eine sich umlaufend im Randbereich des Fotovoltaikmoduls (14) erstreckende Klebeschicht (16) ausgeführt ist.
  5. Bauteil nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die chemische Verbindung als Klebeschicht (16) ausgeführt ist, die vollflächig zwischen dem Fotovoltaikmodul (14) und dem Grundkörper (12) angeordnet ist.
  6. Bauteil nach einem der Ansprüche 1, 2, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die chemische Verbindung als Klebeschicht (16) ausgeführt ist, die durch ein Material aus der Gruppe witterungsbeständiges Doppelklebematerial, Zweikomponenten-Silikonkleber oder Acrylharzkleber gebildet ist.
  7. Bauteil nach einem der Ansprüche 1, 2, 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische Befestigung durch einen Doppel-U-Rahmen (18) erfolgt, in den sich Seitenkanten (39) des Fotovoltaikmoduls (14) hineinerstrecken und der mit dem Grundkörper (12) fest verbunden ist.
  8. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische Befestigung durch stiftförmige Befestigungsmittel (40) erfolgt, die sich durch Öffnungen (41) durch das Fotovoltaikmodul (14) bzw. die aufgebrachten Schichten hindurcherstrecken und mit dem Grundkörper fest verbindbar sind.
  9. Bauteil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die stiftförmigen Befestigungsmittel (40) als sicherheitstechnische Spezialschrauben, insbesondere als Hammerkopfschrauben ausgebildet sind.
  10. Bauteil nach einem der Ansprüche 1, 2, 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Fotovoltaikmodul (14) und der Grundkörper (12) in ihren einander zugewandten Oberflächen Vertiefungen aufweisen, in die sich die Klebeschicht (16) hinein erstreckt.
  11. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebeschicht (16) aus einem glasfaserverstärkten Klebstoff gebildet ist und gleichzeitig eine Trägerschicht (24) für die Solarzellen (30) bzw. des Fotovoltaikmoduls (14) bildet.
  12. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Solarzellenschicht (28) und dem Grundkörper (12) eine wärmeisolierende Schicht vorgesehen
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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2010017889A1 (de) * 2008-08-15 2010-02-18 Thyssenkrupp Transrapid Gmbh Fahrwegträger für magnetschwebefahrzeuge
DE102011001206A1 (de) * 2011-03-10 2012-09-13 Q-Mo Solar Ag Verkapseltes Solarmodul und Verfahren zu dessen Herstellung

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WO2010017889A1 (de) * 2008-08-15 2010-02-18 Thyssenkrupp Transrapid Gmbh Fahrwegträger für magnetschwebefahrzeuge
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