DE1024609B - Einrichtung zum synchronen Einschalten hoher Stroeme - Google Patents
Einrichtung zum synchronen Einschalten hoher StroemeInfo
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- DE1024609B DE1024609B DEL11546A DEL0011546A DE1024609B DE 1024609 B DE1024609 B DE 1024609B DE L11546 A DEL11546 A DE L11546A DE L0011546 A DEL0011546 A DE L0011546A DE 1024609 B DE1024609 B DE 1024609B
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/02—Details
- H01H33/59—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the switch and not otherwise provided for, e.g. for ensuring operation of the switch at a predetermined point in the AC cycle
- H01H33/593—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the switch and not otherwise provided for, e.g. for ensuring operation of the switch at a predetermined point in the AC cycle for ensuring operation of the switch at a predetermined point of the AC cycle
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum synchronen Einschalten hoher Ströme in einem vorgesehenen
Augenblick innerhalb einer Periode oder Halbperiode des Wechselstromes, insbesondere während
des Stromnulldurchganges. Die bekannten Ein- S richtungen, die diesem Zweck dienen, besitzen einen
verhältnismäßig großen Ungenauigkeitsgrad, da die Auslösung des Schaltvorganges mehr oder weniger
von der Eigenträgheit der Schalterteile, welche bei der Betätigung des Schalters beschleunigt werden müssen,
abhängig ist.
Um den Zeitverlust, der sich durch die Beschleunigung von zu bewegenden Teilen ergibt, zu vermeiden,
ist es bereits bekannt, in einem Hilfsstromkreis einen Einschaltvorgang zu einem vorbestimmten Augenblick
durch eine synchron umlaufende Kontaktscheibe ausführen zu lassen. Diese liegt mit einem die Einschaltung
vorbereitenden Schalter in Reihe, nach dessen Schließen dann in dem gewünschten Zeitpunkt über
die Kontaktscheibe ein Strom durch ein Relais geschickt, wird, welches seinerseits einen Hauptstromkreis
schließt. Abgesehen davon, daß es schwierig ist, mit Hilfe eines Relais sehr hohe Ströme zu schalten, stellt
auch die magnetische Trägheit der Relaiswicklung eine unerwünschte Verzögerung dar, die den durch die
Kontaktscheibe an sich erzielten Vorteil der synchronen Einschaltung praktisch wieder aufhebt. Man wird
daher bei einer solchen indirekten Schaltung durch die Kontaktscheibe keine hohe Zeitgenauigkeit erhalten.
Dieser Mangel kann bei der Einrichtung nach der Erfindung, die ebenfalls von einer synchron umlaufenden
Kontaktscheibe und einem mit dieser in Reihe liegenden Schalter Gebrauch macht, durch dessen
Betätigung der Einschaltvorgang vorbereitet wird, nicht auftreten. Erfindungsgemäß sind die Kontaktscheibe
und der Schalter unmittelbar in dem Hochstromkreis, z. B. einer Schalterprüfanlage, angeordnet,
und die Kontaktscheibe ist von einem Hilfsschalter überbrückt, der nach dem Einschalten des Stromes
durch die Kontaktscheibe geschlossen wird.
Der Hochstrom wird hier also unmittelbar durch die Kontaktscheibe geschaltet, so daß keine zeitliche
Verzögerung eintreten kann. Die Einschaltung hoher Ströme kann auch ohne weiteres von der Kontaktscheibe
übernommen werden, da die Stromführung über ihren Belag nur von kurzer Zeitdauer ist, bis der
sie überbrückende Hilfsschalter geschlossen ist. Man erreicht mit der erfindungsgemäßen Einrichtung auf
alle Fälle, daß ζ. B. bei Schalterprüfanlagen, bei denen es auf eine sehr genaue Einhaltung des Einschaltaugenblicks
ankommt, der Hochstrom unmittelbar in seinem Nulldurchgang eingeschaltet wird, wenn das
Auftreten cities Gleichstromgliedes vermieden werden soll.
Einrichtung zum synchronen Einschalten hoher Ströme
Anmelder:
LICENTIA Patent-Verwaltungs-G.m.b. H.,
Hamburg 36, Hohe Bleichen 22
Dr.-Ing. Rudolf Gärtner, Kassel-W„
und Dr. phil. Karl-Heinz Voigt, Kassel, sind als Erfinder genannt worden
Der Hilfsschalter kann durch ein selbsthaltendes stromabhängiges Relais oder durch Stromtore gebildet
werden, die nach erfolgter Zündung stromleitend bleiben. Die Steuerung eines solchen Hilfsschalters in
Abhängigkeit von der Phase des Wechselstromes kann beispielsweise über einen vom zu schaltenden
Strom erregten Stromwandler erfolgen, wobei durch geeignete Wahl der Induktanzen eine etwa gewünschte
Phasenverschiebung hergestellt werden kann.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an zwei Ausführungsbeispielen veranschaulicht.
In Fig. 1 speist das Wechselstromnetz N einen Verbraucher V, der durch die Kontaktscheibe /, die
synchron mit dem Spannungsverlauf des Netzes umläuft, eingeschaltet wird. Sie sollte eine große
Schwungmasse besitzen, um eine Gleichmäßigkeit des Umlaufes zu erreichen. An ihrem Umfang ist ein
Metallbelag 3 angebracht, der periodisch in leitende Verbindung mit einem Schleifring 5" kommt. Umgekehrt
könnte auch die Scheibe / aus Metall ausgeführt sein und einen isolierten Sektor tragen.
Längs des Umfanges der Scheibe/ gleitet eine kräftige Rolle R oder eine Kontaktschleife, die mit dem
Netz verbunden ist. Der Strom schließt sich beim Einschalten über die Rolle R, den Belag 3, den Schleifring
S, eine Bürste B und einen Reihenschalter 1 sowie über den Verbraucher V. Damit dieser genaue
Einschalter während des weiteren Umlaufes nicht mehr abschalten kann, überbrückt man ihn kurz nach
dem Einschalten, während die Rolle R noch mit dem Belag 3 Kontakt hat, durch einen Hilfsschalter 2.
Die Welle W, auf der die Scheibe / und der Schleifring Λ" befestigt sind, wird in an sich bekannter
Weise abhängig von der Netzspannung angetrieben. In einem beliebigen Zeitpunkt, also' gewöhnlich, wenn
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die Rolle R noch keinen Kontakt gibt, schaltet der Schalter 1 ein. Im gezeichneten Beispiel führt er dem
Belag 3 Spannung zu, doch könnte er auch vor der Rolle R liegen und diese an Spannung schalten. Seine
Genauigkeit, bedingt durch die Streuung der Schaltzeit, braucht nur innerhalb einer Halbwelle zu liegen.
Die Kontaktgabe· erfolgt nun im gewünschten Augenblick zwischen der Rolle R und dem Belag 3 sehr
genau, weil eine exakte Synchronbewegung vorgegeben ist und nicht eine träge Masse erst in Bewegung
gesetzt werden muß, wenn man schalten will. Der Reihenschalter 1 kann auch der Scheibe / die Spannung
in einer gewünschten Halbwelle zuführen, was z. B. wie bekannt, durch mechanische Kopplung mit
einem weiteren Schaltglied erzielt werden kann. Auch kann ein mit der Scheibe S umlaufendes Schaltglied
das Einschalten des Schalters 1 blockieren, solange die Rolle R das Segment 3 berührt.
Fig. 2 zeigt eine noch einfachere Ausführung des Synchronschalters nach der Erfindung. Ein Schaltglied
ist hier durch eine umlaufende Schleuder in Form eines kräftigen Metallbandes 7 mit einem Gewicht
G an einem Ende ersetzt. Das andere Ende des Metallbandes ist an der Scheibe / befestigt, die
wiederum synchron mit der Spannung des Netzes Λ'
angetrieben wird. Dieses Ende des Metallbandes hat über einen Schleifring S mit einem Netzpol leitende
Verbindung. Die Scheibe / ist von der Welle W über eine nicht gezeichnete Rutschkupplung angetrieben.
Das Gewicht G wird vor dem Einschalten durch die Fliehkraft nach außen geschleudert und synchron an
dem Gegenkontakt 8 in Richtung des Kreispfeiles 9 vorbeibewegt.
Das Einschalten geht folgendermaßen vonstatten: Kurz nachdem einmal das Fliehgewicht G am Gegenkontakt
8 vorbeigeschleudert wurde, wird, z. B. durch einen Nocken am Schleifring S, der Gegenkontakt 8
in eine Lage 8' verschoben. Das Gewicht (7 fliegt auf den Gegenkontakt 8' zu und schlingt das Metallband 7
um ihn, wie in Fig. 3 gezeichnet ist. Dadurch ist der Verbraucher V an das Netz gelegt. Der Kontaktdruck
ist stark. Da sich die Scheibe / noch ein Stück dreht, bevor die Rutschkupplung sie auskuppelt, nimmt das
Gewicht nun die gestrichelte Lage G' ein. Um zu verhindern,
daß das Gewicht sein Metallband 7 mehrmals um den Kontakt 8' schlingt, führt man diesen zweckmäßig
mit größerem Durchmesser aus. Damit er aber leicht zu bewegen ist, empfiehlt sich seine Ausbildung
als Hohl bolz en.
Für Prüfzwecke ist es manchmal erwünscht, zeitlich eine beliebige Stelle der Halbwclle vorher zu bestimmen,
bei der eingeschaltet werden soll. Diesen Zeitpunkt kann man durch eine fotoelektrische Überwachung
des Gewichtsumlaufes erreichen und dann längs der Pfeile a, b den Gegenkontakt 8 entsprechend
einregeln. Das Band 7 kann statt des Gewichtes G auch einen Haken schleudern, der sich um den
Kontakt 8' schmiegt.
Claims (2)
1. Einrichtung zum synchronen Einschalten hoher Ströme mit einer synchron umlaufenden
Kontaktscheibe und einem mit dieser in Reihe liegenden Schalter, durch dessen Betätigung der
Einschaltvorgang vorbereitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktscheibe und der
Schalter (1) unmittelbar in dem Hochstromkreis, z. B. einer Schalterprüfanlage, angeordnet sind und
die Kontaktscheibe von einem Hilfsschalter (2) überbrückt ist, der nach dem Einschalten des
Stromes durch die Kontaktscheibe geschlossen wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Blockierung zwischen Kontaktscheibe
und vorbereitendem Schalter (1), die ein Betätigen des Schalters (1) verhindert, solange der
Metallbelag (3) der Kontaktscheibe den Schleifenkontakt [R) berührt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 212 303, 222 886,
888.
Deutsche Patentschriften Nr. 212 303, 222 886,
888.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 880/327 2.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL11546A DE1024609B (de) | 1952-02-11 | 1952-02-11 | Einrichtung zum synchronen Einschalten hoher Stroeme |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL11546A DE1024609B (de) | 1952-02-11 | 1952-02-11 | Einrichtung zum synchronen Einschalten hoher Stroeme |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1024609B true DE1024609B (de) | 1958-02-20 |
Family
ID=7258874
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL11546A Pending DE1024609B (de) | 1952-02-11 | 1952-02-11 | Einrichtung zum synchronen Einschalten hoher Stroeme |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1024609B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1181774B (de) | 1960-02-29 | 1964-11-19 | Licentia Gmbh | Von einer Welle betaetigter synchroner Ein- oder Mehrphasenstrom-Leistungsschalter |
| DE102008025946B3 (de) * | 2008-05-30 | 2009-12-17 | Siemens Aktiengesellschaft | Verfahren zur Aufnahme eines Röntgenbildes |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE212303C (de) * | ||||
| DE222886C (de) * | ||||
| DE618888C (de) * | 1932-03-08 | 1935-09-18 | Hugo Jokl | Aufgabevorrichtung fuer fahrbare Foerderer |
-
1952
- 1952-02-11 DE DEL11546A patent/DE1024609B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE212303C (de) * | ||||
| DE222886C (de) * | ||||
| DE618888C (de) * | 1932-03-08 | 1935-09-18 | Hugo Jokl | Aufgabevorrichtung fuer fahrbare Foerderer |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1181774B (de) | 1960-02-29 | 1964-11-19 | Licentia Gmbh | Von einer Welle betaetigter synchroner Ein- oder Mehrphasenstrom-Leistungsschalter |
| DE102008025946B3 (de) * | 2008-05-30 | 2009-12-17 | Siemens Aktiengesellschaft | Verfahren zur Aufnahme eines Röntgenbildes |
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