DE1024679B - Metallgiessverfahren - Google Patents
MetallgiessverfahrenInfo
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- DE1024679B DE1024679B DEG20615A DEG0020615A DE1024679B DE 1024679 B DE1024679 B DE 1024679B DE G20615 A DEG20615 A DE G20615A DE G0020615 A DEG0020615 A DE G0020615A DE 1024679 B DE1024679 B DE 1024679B
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D18/00—Pressure casting; Vacuum casting
- B22D18/04—Low pressure casting, i.e. making use of pressures up to a few bars to fill the mould
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D17/00—Pressure die casting or injection die casting, i.e. casting in which the metal is forced into a mould under high pressure
- B22D17/08—Cold chamber machines, i.e. with unheated press chamber into which molten metal is ladled
- B22D17/10—Cold chamber machines, i.e. with unheated press chamber into which molten metal is ladled with horizontal press motion
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)
Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft ein Metallgießverfabren, bei
welchem die Erstarrung der in die Gießform eingebrachten Schmelze nicht unter Atmosphärendruck,
sondern unter Überdruck vor sich geht. Mit welchen Mitteln der Überdruck auf die in die Form eingebrachte
Schmelze ausgeübt wird, kann als bekannt vorausgesetzt werden, bedarf hier also keiner besonderen
Erläuterung. Der Zweck des Erstarrenlassens der Metallschmelze in der Gießform unter Überdruck
ist an sich ebenfalls bekannt und allgemein der, das Gußstück in seinem Gefüge dicht und feinkörnig zu
erzielen. Es ist hierbei allerdings bis jetzt noch- nicht gelungen, die Gußstücke in ihrem Gefüge durchweg
gleichmäßig dicht und feinkörnig zu erzielen. Das zu erreichen, ist eine der Hauptaufgaben der Erfindung.
Der Hauptzweck der Erfindung ist mit einem Verfahren der eingangs angegebenen Art nunmehr tatsächlich
erreicht, und zwar durch eine Verbesserung, gemäß welcher das Verfahren sich vornehmlich dadurch
kennzeichnet, daß auf die der Gießform eingebrachte Metallschmelze der Überdruck bei einer
Temperatur der Schmelze ausgeübt wird, die als solche wertmäßig zwischen der dem Atmosphärendruck
entsprechenden Schmelztemperatur und der dem Überdruck entsprechenden Schmelztemperatur
des zu vergießenden Metalls gelegen ist.
Erreicht wird durch das erfindungsgemäße Verfahren erstmalig, daß in der Gießform die Schmelze
unter dem ihr aufgesetzten Überdruck sofort durch das ganze Volumen hindurch erstarrt und mit voller
Sicherheit ein durchweg gleichmäßig dichtes und feinkörniges Gußgefüge erhalten wird. Wenn unmittelbar
nach dem erfindungsgemäßen Unterdrucksetzen auch erfindungsgemäß noch für ein sofortiges
und möglichst intensives Kühlen der Form und ihres Inhalts gesorgt wird, so geschieht das entgegen allen
bisherigen Gepflogenheiten nicht zur Förderung des Erstarrungsvorganges (tatsächlich ist bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren die Erstarrung im Moment der Ausübung des Überdruckes herbeigeführt), sondern
vielmehr zur beschleunigten Herbeiführung der Ausstoßmöglichkeit des Gußstückes aus der Form.
Die Form zum Ausstoßen des Gußstückes sofort nach der erfindungsgemäß herbeigeführten Erstarrung der
eingefüllten Schmelze zu öffnen, empfiehlt sich nicht, denn solange der Wärmeinhalt der erstarrten Masse
nicht so weit reduziert ist, daß der dem Wärmeinhalt entsprechende Temperaturwert kleiner ale der Wert
der dem Atmosphärendruck entsprechenden Schmelz- bzw. Erstarrungstemperatur des betreffenden Metalls
ist, würde ein Öffnen der Gießform ein sofortiges Wiederflüssigwerden der erstarrten Masse zur Folge
haben.
Besonders vorteilhaft und deshalb auch besonders Metallgießverfahren
Anmelder:
Dipl.-Ing. Karl Göhring,
Stuttgart-Degerloch, Leonorenstr. 11
Stuttgart-Degerloch, Leonorenstr. 11
Dipl.-Ing. Karl Göhring, Stuttgart-Degerloch,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
bevorzugt ist die Nutzanwendung des verbesserten Verfahrens erfindungsgemäß in solch einer Weise, daß
das schmelzflüssige Metall gleich schon beim Einfüllen in eine gehörig vorgeheizte Gießform mit einer
Temperatur eingebracht wird, die einerseits über der dem Atmosphärendruck entsprechenden Schmelztemperatur
und andererseits unter der dem jeweils gewählten Überdruck entsprechenden Schmelztemperatur
des zum Vergießen gegebenen Metalls gelegen ist. Dadurch ist eine praktisch bedeutsame Wärmeersparnis
schon beim notwendigen Schmelzen des Metalls erzielbar, wie auch eine Ersparnis an Zeit,
nicht nur beim Schmelzen, sondern auch beim Gießen, da es sich beim Gießen, d. h. beim Füllen der Form,
dann leicht und ohne besondere Umstände erreichen läßt, daß am Ende des Gießformenfüllvorganges die
Schmelze in der Gießform die Temperatur hat, um den Überdruck zum erfindungsgemäßen sofortigen
Erstarren der Schmelze unverzüglich aufsetzen zu können.
Daß die beim erfindungsgemäßen Verfahren eigens zur qualitativen Verbesserung und insbesondere zur
Erzielung gleichmäßiger Dichte und Feinkörnigkeit des Gußgefüges angewendete Soforterstarrung der
Metallschmelze auch tatsächlich zustande kommt, erklärt sich im wesentlichen wie folgt: Die Schmelztemperatur
ist bekanntlich vom Druck abhängig. Je höher der Druck ist, unter welchem ein Metall geschmolzen
wird, um so höher ist auch die Sohmelztemperatur. Was für die Höhe der Schmelztemperatur
gilt, gilt auch für die Hohe der Erstarrungstemperatur. Schmelztemperatur und Erstarrungstemperatur
sind bekanntlich einander gleich.
Unter normalem Atmosphärendruck schmilzt oder erstarrt z. B. Blei bei einer Temperatur von 327,3° C,
unter einem Druck von 1000 ata jedoch erst bei einer um 8,1° C höheren Temperatur, d. h. bei 335,4° C.
Würde also z. B. eine unter atmosphärischem Druck bis auf 330° C erhitzte Bleischmelze unter
7C9 880/366
einen Druck von 1000 ata gesetzt, so muß sie sofort erstarren, eben weil es eine naturgesetzliche Tatsache
ist, daß für Blei, wenn es einem Druck von 1000 ata ausgesetzt ist, die Schmelz- bzw. die Erstarrungstemperatur 335,4° C betragt.
Claims (3)
1. Metallgießverfahren, bei welchem das Erstarren der in die Gießform eingebrachten
Schmelze unter Überdruck vor sich geht, dadurch gekennzeichnet, daß auf die in die Gießform eingebrachte
Schmelze der Überdruck bei einer Temperatur der Schmelze ausgeübt wird, die zwischen
der dem Atmosphärendruck entsprechenden Schmelztemperatur und der dem Überdruck entsprechenden
Schmelztemperatur des betreffenden Metalls gelegen ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Gießform und Schmelze beim Eingießen
der Schmelze in die Gießform auf eine Temperatur abgestimmt sind, die einerseits über
der dem Atmosphärendruck entsprechenden Schmelztemperatur und andererseits unter der
dem Überdruck entsprechenden Schmelztemperatur des Metalls gelegen ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gießform unmittelbar
nach dem Unterdrucksetzen der darin eingefüllten Schmelze in an sich bekannter Weise gekühlt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 721 940;
E. Piwowarsky: »Allgemeine Metallkunde«, 1934, S. 15.
Deutsche Patentschrift Nr. 721 940;
E. Piwowarsky: »Allgemeine Metallkunde«, 1934, S. 15.
© 709 880/366 2.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG20615A DE1024679B (de) | 1956-09-24 | 1956-09-24 | Metallgiessverfahren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG20615A DE1024679B (de) | 1956-09-24 | 1956-09-24 | Metallgiessverfahren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1024679B true DE1024679B (de) | 1958-02-20 |
Family
ID=7121553
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG20615A Pending DE1024679B (de) | 1956-09-24 | 1956-09-24 | Metallgiessverfahren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1024679B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1135619B (de) * | 1958-10-25 | 1962-08-30 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Gussstuecken in Sandformen unter Verwendung von Druckgas |
| DE1197586B (de) * | 1960-02-26 | 1965-07-29 | Max Tischer | Verfahren zur Herstellung von Giessformen |
| DE1211765B (de) * | 1960-08-08 | 1966-03-03 | Nat Lead Co | Verfahren und Vorrichtung zum lunker- und porenfreien Druckgiessen von Metallkoerpern stark unterschiedlicher Wandstaerke |
| FR2448953A1 (fr) * | 1979-02-14 | 1980-09-12 | Nippon Denso Co | Procede et appareil de moulage en matrice et article moule en matrice |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE721940C (de) * | 1939-01-05 | 1942-06-22 | Karl Goehring Dipl Ing | Einrichtung zur Veredlung von Metallegierungen |
-
1956
- 1956-09-24 DE DEG20615A patent/DE1024679B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE721940C (de) * | 1939-01-05 | 1942-06-22 | Karl Goehring Dipl Ing | Einrichtung zur Veredlung von Metallegierungen |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1135619B (de) * | 1958-10-25 | 1962-08-30 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Gussstuecken in Sandformen unter Verwendung von Druckgas |
| DE1197586B (de) * | 1960-02-26 | 1965-07-29 | Max Tischer | Verfahren zur Herstellung von Giessformen |
| DE1211765B (de) * | 1960-08-08 | 1966-03-03 | Nat Lead Co | Verfahren und Vorrichtung zum lunker- und porenfreien Druckgiessen von Metallkoerpern stark unterschiedlicher Wandstaerke |
| FR2448953A1 (fr) * | 1979-02-14 | 1980-09-12 | Nippon Denso Co | Procede et appareil de moulage en matrice et article moule en matrice |
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