DE10245007A1 - Vorrichtung zur Beheizung eines Wasserbettes - Google Patents
Vorrichtung zur Beheizung eines WasserbettesInfo
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Abstract
Es wird eine Vorrichtung zur Beheizung eines Wasserbettes vorgeschlagen. Diese Vorrichtung weist ein Leistungsteil (10) mit einem Netzanschluss (17) und wenigstens einem Leistungsausgang (11, 12) für ein Heizelement (31, 32) und ein Bedienteil (20), mittels dessen das Leistungsteil (10) gesteuert oder geregelt werden kann, auf. Um einen höheren Bedienungskomfort zur Verfügung stellen zu können, ist das Bedienteil (20) von dem wenigstens einen Leistungsausgang (11, 12) galvanisch getrennt.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Beheizung eines Wasserbettes nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Um in Wasserbetten einen hohen Liegekomfort erzielen zu können, müssen diese grundsätzlich beheizt werden. Hierzu wird unter die Wassermatratzen jeweils ein flächig ausgebildetes, flexibles Heizelement gelegt, das über eine Steuereinheit mit dem 220 Volt-Netz verbunden wird. Diese Steuereinheit enthält einen Regelkreis, der mit einem Temperaturfühler verbunden ist und durch Ein- und Ausschalten des Heizelements die vorgewählte Temperatur innerhalb eines gewissen Toleranzbereichs konstant hält.
- Weiterhin ist in manchen Steuereinheiten eine Zeitschaltuhr vorgesehen, die dafür sorgt, dass sich die Heizelemente, die im allgemeinen mit 220 Volt Wechselspannung betrieben werden, während der Schlafenszeit nicht einschalten, um eine Gefährdung des Schlafenden durch elektromagnetische Wechselfelder zu verhindern.
- Bisherige Steuervorrichtungen liefern zwar eine hinreichend konstante Temperatur, jedoch wird nur ein sehr geringer Bedienungskomfort erzielt.
- Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Heizung eines Wasserbettes zu schaffen, mit der ein sehr hoher Bedienungskomfort erzielt werden kann.
- Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
- Der Bereich des Leistungsteils, der für die Stromversorgung eines oder mehrerer Heizelemente verantwortlich ist und in dem hohe Spannungen und/oder hohe Ströme verarbeitet werden müssen, wird vom Bedienteil, über das der Bediener die gewünschten Parameter, wie beispielsweise die Soll-Temperatur, vorgeben kann, galvanisch getrennt. Dadurch kann das Bedienteil vollständig aus bekannten Niederspannungsbauelementen aufgebaut werden und insbesondere auch vollständig digital aufgebaut sein. Hierdurch können in das Bedienteil auf einfache Art und Weise eine Vielzahl von Funktionen, die für den Bediener nützlich sind, integriert werden.
- Nach Anspruch 3 kann das Bedienteil vom Leistungsteil örtlich getrennt werden, was insbesondere den Vorteil hat, dass die Heizungssteuerung von einem im Bett Liegenden bedient werden kann. Nach Anspruch 3 wird eine große Flexibilität mit einem baukastenartigen Aufbau erreicht.
- Mit einer Vorrichtung mit den weiteren Merkmalen der Ansprüche 5 oder 6 kann eine Beheizung des Wasserbettes auch bedenkenlos dann erfolgen, wenn eine Person in dem Wasserbett schläft.
- Mit den weiteren Merkmalen der Ansprüche 8 oder 9 wird ein besonders hoher Bedienungskomfort erzielt.
- Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.
- Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1: Eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 2: eine schematische Darstellung gemäß eines zweiten Ausführungsbeispiels.
- Wie in Fig. 1 gezeigt ist, besteht die erfindungsgemäße Vorrichtung aus einem Leistungsteil 10 und einem Bedienteil 20, die in diesem Ausführungsbeispiel über eine Signalleitung 29 miteinander gekoppelt sind. Die Signalleitung 29 ist hier in Form eines mehradrigen Niederspannungskabels ausgebildet.
- Es wird nun der Aufbau des Leistungsteils 10 genauer beschrieben. Über den Netzanschluss 17 wird das Leistungsteil 10 mittels eines separaten Netzkabels 35 an das 220 Volt Wechselstromnetz bzw. an das jeweils landesübliche Wechselstromnetz angeschlossen. Mittels des Transformators 13 wird die Wechselspannung in eine Gleichspannung von vorzugsweise 45 Volt umgewandelt. Dies ist nicht zwingend notwendig, hat jedoch zwei wesentliche Vorteile. Zum einen wird die Sicherheit durch die niedere Spannung erhöht und zum anderen können gleichspannungsbetriebene Heizelemente auch dann betrieben werden, wenn eine Person in dem Wasserbett schläft.
- Über die zwei Relais 11A und 12A wird die Gleichspannung den beiden Leistungsausgänge 11 und 12 zugeführt. Über Heizelementstecker 31A und 32A können Heizelemente 31 und 32 an das Leistungsteil 10 angeschlossen werden. Die Reglereinheit 16 erkennt, ob ein oder zwei Heizelemente angeschlossen sind und legt bei Vorhandensein nur eines Heizelementes das für das zweite Heizelement zuständige Relais dauerhaft still. An Stelle von Relais können auch Triacs eingesetzt werden.
- Vorteil dieser zwei Leistungsausgänge 11, 12 ist, dass das Leistungsteil sowohl für ein, als auch für zwei Heizelemente 31, 32 genutzt werden kann, wodurch dem Kunden insbesondere auch eine Erweiterungsmöglichkeit gegeben wird. Er kann sein Leistungsteil für ein Einzel- oder ein Doppelbett nutzen.
- Über Temperaturfühleranschlüsse 14 und 15 werden Temperaturfühler 33 und 34 - im Fall, dass nur ein Heizelement angeschlossen wird, entsprechend nur ein Temperaturfühler - an das Leistungsteil 10 angeschlossen und liefern ihre Spannungswerte an die Reglereinheit 16. Über das weiter unten genauer beschriebene Bedienteil 20 wird der Reglereinheit 16 eine Soll-Temperatur vorgegeben und in Abhängigkeit von dieser vorgegebenen Soll-Temperatur und der durch die Temperaturfühler 33 und 34 gemessenen Ist-Temperatur steuert die Reglereinheit 16 die Relais 11A und 12A an und öffnet und schließt diese bedarfsweise. Bei Auftreten einer Störung in einem Heizelement oder in einem Temperaturfühler werden beide Relais grundsätzlich aus Sicherheitsgründen ausgeschaltet.
- Die Bedienung der gesamten Vorrichtung geschieht über das Bedienteil 20, welche über die Signalleitung 29 mit der Reglereinheit 16 verbunden ist. Das Bedienteil verfügt über ein grafisches LCD-Display 22 und ein Bedienfeld 24, über das die gewünschten Parameter eingegeben werden können. Die entsprechenden Parameter sind hier insbesondere die Soll-Temperatur, die Zeiten, in denen geheizt bzw. nicht geheizt werden soll, usw.
- Über das grafische LCD-Display 22 können eine Vielzahl von Informationen abgerufen werden, wie beispielsweise die Ist-Temperatur, die Soll-Temperatur, die momentane Leistungsaufnahme, eventuelle Störungszustände usw. Es können auch noch weitere Werte angezeigt werden, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit der Beheizung des Wasserbettes stehen, wie beispielsweise aktuelles Datum, Uhrzeit usw. Es kann beispielsweise auch eine Weckerfunktion integriert werden. Somit kann das sowieso notwendige Bedienteil weitere Funktionen übernehmen, so dass der Benutzer beispielsweise keinen zusätzlichen Wecker benötigt. Vorzugsweise sind im Bedienteil 20 Einrichtungen enthalten, die dafür sorgen, dass die eingeschalteten Parameter auch bei einem Stromausfall nicht verloren gehen. Dies kann beispielsweise über einen großen Kondensator oder eine Batterie geschehen.
- Vorzugsweise weist das Bedienteil eine Zeitschaltuhr auf, mittels derer vorgegeben werden kann, wann die Heizung aktiv ist, und wann nicht. Beispielsweise kann die Zeitschaltuhr so programmiert werden, dass die Heizung während der üblichen Schlafenszeit ausgeschaltet bleibt. Dies ist insbesondere dann notwendig, wenn die Heizelemente mit 220 V Wechselspannung betrieben werden.
- Insbesondere vorzugsweise sind über die Zeitschaltuhr zwei Intervalle programmierbar, nämlich das oben beschriebene periodische Intervall und ein datumsabhängiges, singuläreres Intervall. Mit dieser datumsabhängigen Programmierung kann erreicht werden, dass die Heizung während einer längeren Abwesenheit zum Zwecke des Stromsparens inaktiv bleibt, aber rechtzeitig vor der erwarteten Rückkehr des Besitzers aktiviert wird, damit bei Rückkehr des Benutzers das Wasserbett die gewünschte Temperatur aufweist.
- Um die vielfältigen Funktionen erfüllen zu können, weist das Bedienteil vorzugsweise einen Microcontroller auf.
- In diesem Ausführungsbeispiel verfügt das Bedienteil 20 zusätzlich über eine weitere Schnittstelle 27, mittels derer eine Ankopplung an einen PC erfolgen kann. Dies hat den Vorteil, dass Software-Updates sehr einfach, ggf. sogar durch den Benutzer selbst, aufgespielt werden können.
- Es wird weiterhin vorgeschlagen, dass zur Aktivierung des Bedienteils 20 über das Bedienfeld 24 oder über die weitere Schnittstelle 27 ein Code eingegeben werden muss, um das Bedienteil 20 freizuschalten. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass dieser Code 6 Wochen nach dem ersten Inbetriebnehmen eingegeben werden muss, so dass der Händler die Möglichkeit hat, dem Kunden den Code erst dann mitzuteilen, wenn seine Rechnung vollständig beglichen wurde.
- In Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt. Es unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel lediglich dadurch, dass die Signalleitung 29 durch eine Funkstrecke ersetzt wurde und Leistungsteil 10 und Bedienteil 20 über die beiden Funkschnittstellen 18 und 26 miteinander kommunizieren. Dies hat den Vorteil, dass der Bediener nicht von einem Bedienungskabel behindert wird, jedoch ist der Einsatz von Batterien im Bedienteil 20 notwendig. Bezugszeichenliste 10 Leistungsteil
11 erster Leistungsausgang
11A erstes Relais
12 zweiter Leistungsausgang
12A zweites Relais
13 Transformator
14 erster Temperaturfühleranschluss
15 zweiter Temperaturfühleranschluss
16 Reglereinheit
17 Netzanschluss
18 Bedienungsschnittstelle
20 Bedienteil
22 graphische LCD-Anzeige
24 Bedienfeld
26 Leistungsteilschnittstelle
27 weitere Schnittstelle
29 Signalleitung
31 erstes Heizelement
31A erster Heizelementstecker
32 zweites Heizelement
32A zweiter Heizelementstecker
33 erster Temperaturfühler
33A erster Temperaturfühlerstecker
34 zweiter Temperaturfühler
34A zweiter Temperaturfühlerstecker
35 Netzkabel
Claims (13)
1. Vorrichtung zur Beheizung eines Wasserbettes mit einem Leistungsteil
(10), das einen Netzanschluss (17) und wenigstens einen
Leistungsausgang (11, 12) für ein Heizelement (31, 32) aufweist und einem Bedienteil
(20) mittels dessen das Leistungsteil (10) gesteuert oder geregelt werden
kann,
dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienteil (20) von dem wenigstens
einen Leistungsausgang (11, 12) galvanisch getrennt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
Leistungsteil (10) und Bedienteil (20) galvanisch getrennt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
Leistungsteil (10) und Bedienteil (20) als separate Bauteile ausgeführt sind,
die mittels eines Kabels (29) oder mittels elekromagnetischer Wellen
miteinander in Verbindung stehen.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass das Leistungsteil (10) wenigstens zwei
Leistungsausgänge für je ein Heizelement aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Netzanschluss (17) zum Anschluss an das 220 V-
Wechselstromnetz ausgelegt ist und im Heizzustand am
Leistungsausgang oder an den Leistungsausgängen (11, 12) eine Gleichspannung
anliegt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
Gleichspannung 30-50, vorzugsweise 45 Volt beträgt.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass das Leistungsteil (10) über einen
Temperaturfühleranschluss (14, 15) verfügt und im Leistungsteil (10) ein
Temperaturregelkreis untergebracht ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass das Bedienteil (20) eine graphikfähige LCD-Anzeige
(22) aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass wahlweise
eine oder mehrere der folgenden Informationen abgerufen werden
können:
aktuelle Uhrzeit und/oder Datum
Wasser-Isttemperatur
Wasser-Solltemperatur
Einstellungen einer Zeitschaltuhr
aktuelle Uhrzeit und/oder Datum
Wasser-Isttemperatur
Wasser-Solltemperatur
Einstellungen einer Zeitschaltuhr
10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dass zu ihrem
Inbetriebsetzen oder zu ihrem Inbetriebhalten über das Bedienteil (20)
ein Code einmalig oder in gewissen Zeitabständen eingegeben werden
muss.
11. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass das Bedienteil eine Zeitschaltuhr aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die
Zeitschaltuhr so ausgebildet ist, dass wenigstens zwei Intervalle
programmierbar sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das erste
Intervall ein periodisches, uhrzeitabhängiges, und das zweite Intervall ein
datumsabhängiges ist.
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