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Die Erfindung betrifft einen Feldeffekttransistor,
bestehend aus einem Halbleitersubstrat geringer Ladungsträgerdichte
und zumindest zwei bis zur Substratoberfläche reichenden Kontaktregionen,
die in das Halbleitersubstrat oder in ein wiederum in dieses Halbleitersubstrat
dotiertes Gebiet mit vergleichbar geringer Ladungsträgerdichte
dotiert sind, wobei die Kontaktregionen, die im Vergleich zu dem
umgebenden Material eine hohe Ladungsträgerdichte und zu dem umgebenden
Material entgegengesetzt gepolte Ladungsträger aufweisen, mit jeweils
einer Elektrode kontaktiert sind und der Zwischenraum zwischen den
Kontaktregionen auf der Substratoberseite zur Erzeugung eines in
seiner Leitfähigkeit
steuerbaren Kanals zwischen den Kontaktregion mit einer Gate-Isolation
versehen ist, die mit einer Gate-Elektrode kontaktiert ist.
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Die Erfindung betrifft ebenso ein
Verfahren zur Herstellung des Feldeffekttransistors, in dem ein Bereich
des Halbleitersubstrates in der Größe des Feldeffekttransistors
mittels einer Maskierungstechnik und mittels Dotierungsverfahren
mit einer Gate-Isolationen und zwei hochdotierten Kontaktregionen
versehen wird und durch Aufdampfen und Ätzen einer Metallschicht Verbindungen
zwischen diesen hochdotierten Kontaktregionen sowie elektrische Kontakte
an diesen sowie an der Gate-Isolation hergestellt werden.
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Für
die Dotierung selbst sind verschiedene Verfahren bekannt.
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Während
bei dem Diffundieren ein Gas des Dotierstoffes über das mit der Maske überzogene Halbleitersubstrat
strömt
und sich an der Substratoberfläche
zersetzt, so dass die Dotieratome an den maskenfreien Stellen in
das Halbleitersubstrat diffundieren können, werden bei der Implantation
die ionisierten Dotieratome zum Halbleitersubstrat beschleunigt
und dringen an den maskenfreien Stellen ein. Das Dotierungsprofil
wird bei dem Diffundieren über
die Dotierstoffkonzentration und die Temperatur sowie bei der Implantation über die
Geschwindigkeit der Dotierionen mittels Beschleunigungsspannung und
den Ionenstrom gesteuert.
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Feldeffekttransistoren sind, je nach
Anlage des Kanals in den Ausführungen
als Anreicherungs- und Verarmungstyp bekannt. Der Anreicherungstyp weist,
unabhängig
von der gewählten
Form der Dotierung und damit vorhandenen Art der Ladungsträger, ohne
Spannung an der Steuerelektrode einen hochohmigen Kanal zwischen
den Kontaktregionen auf, da der Kanal durch das undotierte Halbleitersubstrat
mit geringer Ladungsträgerdichte
bzw. ein implantiertes Gebiet vergleichbarer elektrischer Leitfähigkeit
gebildet wird. Mit steigender Steuerspannung sinkt, ab einem bestimmten
Schwellwert der Steuerspannung, der Kanalwiderstand. Das elektrische Feld,
das sich an der Steuerelektrode aufbaut, bewirkt die Verschiebung
der Minoritätsladungsträger in der
Raumladungszone unter der Gate-Isolation und zwischen den Kontaktregionen,
bis deren Konzentration die Konzentration der Majoritätsladungsträger übersteigt
und ein Stromfluss in dem Kanal zwischen den beiden Kontaktregionen
einsetzt. Die Übertragungskennlinie,
die den Stromfluss zwischen den Elektroden, welche an den beiden
hochdotierten Kontaktregionen angeschlossen sind, über den
Kanal in Abhängigkeit
von der Steuerspannung darstellt, ist ab der Schwellspannung nahezu
eine gleichmäßig ansteigende
Gerade.
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Im Verarmungstyp ist der Kanal analog
den Kontaktregionen dotiert, so dass in dem Kanal ohne Steuerspannung
ein definierter, von 0 verschiedener Stromfluss zu messen ist, der
mit zu nehmender Steuerspannung bis zu einer bestimmten Wert stetig sinkt,
da infolge des elektrischen Feldes an der Steuerelektrode Ladungsträgerverschiebungen
im Halbleitersubstrat erfolgen, die die Leitfähigkeit im Kanal herabsetzen.
Die Übertragungskennlinie
ist eine nahezu gleichmäßig abfallende
Gerade.
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Unabhängig von der Ausführung des
Feldeffekttransistors ist auf Grund dieser Übertragungskennlinien durch
ihn als digitales Schaltelement in integrierten Schaltungen stets
nur ein Schaltungszustand zu realisieren, so dass für jeden
weiteren Schaltungszustand ein weiterer Transistor notwendig ist.
Diese Tatsache wirkt sich sehr nachteilig auf die Größe und Taktzeiten
der integrierten Schaltungen, vor allem bei komplizierten Schaltungen
aus.
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Komplexere Schaltzustände infolge
unsteter Übertragungskennlinien
sind bei Feldeffekttransistoren und ähnlich aufgebauten, auf der
Basis von Gallium/Arsen-Strukturen arbeitenden Transistoren bekannt,
die mit Ladungsträgerschichten
im Bereich einiger Nanometer arbeiten und die Wechselwirkungen von
Kernund Elektronenspins in diesen Nanostrukturen ausnutzen. Derartige
Quanten- oder Spintransistoren arbeiten nur bei tiefen Temperaturen
und stellen sehr hohe Anforderungen an die Reinheit und Regelmäßigkeit
der Schichtstrukturen, was erheblichen technologischen Aufwand bedingt.
Ein weiterer Nachteil dieser Transistoren ist die Störanfälligkeit des Übertragungsverhaltens
gegenüber äußeren Einflüssen.
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Der Erfindung liegt demzufolge die
Aufgabe zugrunde, mit einem Feldeffekttransistor, der über ein,
gegenüber
den bekannten Feldeffekttransistoren, komplexeres, stabiles Übertragungsverhalten verfügt, die
Anwendungsbreite der Feldeffekttransistoren zu erhöhen und
den Aufwand bekannter elektronischer Schaltungsanordnungen zu minimieren, wobei
die Herstellung dieses Feldeffekttransistors in das bestehende Technologieniveau
integrierbar ist.
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Anordnungsseitig wird die Aufgabe
erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass unter dem Bereich des Kanals des Feldeffekttransistors eine
Dotierinsel als ein im Vergleich zum Bereich des Kanals entgegengesetzt
leitfähiges
Gebiet, von den Kontaktregionen getrennt angeordnet ist.
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Dieser Feldeffekttransistor verhält sich
bei dem Anlegen einer kleinen Steuerspannung an die Steuerelektrode
zunächst
wie ein Feldeffekttransistor ohne Dotierinsel, d.h. der Stromfluss
im Kanal steigt ab einer Schwellspannung mit zunehmender Steuerspannung
stetig an. Ab einem bestimmten Betrag der Steuerspannung erhöht sich
der Kanalwiderstand im Kanal, da unter Einfluss des elektrischen
Feldes in der Dotierinsel Ladungsträgerverschiebungen stattfinden,
die wiederum die Ladungsträgerverteilung
im Kanal beeinflusst und gemeinsam mit dem elektrischen Feld der
Steuerelektrode die elektrische Leitfähigkeit im Kanal herabsetzt.
In diesem Abschnitt weist die Übertragungskennlinie
einen annähernd geradlinigen
Abfall der Stromstärke
mit zunehmender Steuerspannung auf. Erst durch eine weiter ansteigende
Steuerspannung können
Ladungsträger aus
dem Bereich unterhalb der Dotierinsel zum Anstieg des Stromflusses
zwischen den Kontaktregionen beitragen, indem durch die Ladungsträgerverschiebung
in der Dotierinsel die Ladungsträgerverteilung
auch in diesem Bereich beeinflusst und die elektrische Leitfähigkeit
erhöht
wird. Somit geht der Feldeffekttransistor wieder in das bekannte Übertragungsverhalten über. Eine
derartige Übertragungskennlinie
mit wechselndem positivem und negativem Anstieg tritt mit Vorhandensein
der Dotierinsel sowohl bei den bekannten Anreicherungs- als auch
Verarmungstypen auf, wobei Anstieg und Abfall der Stromstärke sich
im Vergleich der beiden Feldeffekttransistortypen unabhängig von
der Art der Dotierung gegensätzlich
verhalten. Sie ermöglicht
die Realisierung mehrerer Schaltzustände durch einen Transistor.
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In einer weiteren Ausgestaltung der
Erfindung ist zumindest eine weitere Dotierinsel vorhanden, so dass
die Dotierinseln unter dem Kanalbereich und untereinander liegend,
voneinander so wie von den Kontaktregionen getrennt angeordnet sind.
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Bei niedrigeren Steuerspannungen
ist das beschriebene Übertragungsverhalten
zu beobachten, wie es durch das Vorhandensein einer Dotierinsel
auftritt. Mit kontinuierlich steigender Steuerspannung setzt sich
die beschriebene Übertragungskennlinie
des erfindungsgemäßen Feldeffekttransistors periodisch
fort, da unterhalb der weiteren Dotierinsel durch die dargestellten
Ladungsträgerverschiebung der
Kanal erneut ausgeweitet wird. Das Schaltverhalten eines derartigen
Feldeffekttransistors ähnelt
dem der beschriebenen Quantentransistoren.
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Ebenso kann in einer weiteren Ausführung der
Erfindung durch zumindest eine weitere Dotierinsel, die in der Umgebung
der vorhandenen Dotierinsel angeordnet ist, eine komplexere Übertragungskennlinie
und damit detailliertes Schaltverhalten bewirkt werden. Somit können komplizierte
elektronische Schaltungen mit weniger Schaltungsaufwand realisiert
und neue Schaltungsprinzipien erschlossen werden.
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Verfahrensseitig wird die Aufgabe
erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass mit den benannten Dotierungsverfahren nach der Dotierung des Halbleitersubstrats
und vor jeder weiteren Dotierung die Dotierung einer Dotierinsel
erfolgt, die unterhalb des Bereichs des Kanals liegt. Der besondere
Vorteil der Erfindung ist darin begründet, dass die nachfolgende
Dotierung der Kontaktregionen sowie andere Kanaldotierungen zur
allseitigen Einengung der Dotierinsel und somit zur elektrischen
Isolierung von den späteren
Kontaktregionen führen.
Dadurch weist die Dotierinsel eine kleinere Abmessung als der Zwischenraum
zwischen den Kontaktregionen auf, ohne dass in der Geometrie des
Herstellungsprozesses kleinere Abstände realisiert werden müssen. Des Weiteren
kann die Dotierinsel mit den bekannten Verfahren für die Dotierung
in tieferen Ebenen, insbesondere der Implantation, erzeugt werden.
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Da die Trennung der Dotierinsel nicht
durch veränderte
Geomet rien der zu dotierenden Gebiete, sondern durch Einengung der
Dotierinseln infolge der anschließenden Dotierungen im Prozessablauf selbst
erfolgt, wird in einer besonders vorteilhaften Ausführung der
Erfindung für
die Bildung der Dotierfenster an den zur Dotierung der Dotierinseln
vorgesehenen Bereichen eine der Masken oder deren inverse Maske
verwendet, die zur Herstellung der Feldeffekttransistoren erforderlich
sind. Welche der Masken verwendet werden kann, ist abhängig vom
Typ des Feldeffekttransistors, jedoch können beide Masken mit der für die Gate-Isolierung
hergestellten Schablone mittels der bekannten Maskierungstechnik
erzeugt werden.
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In einer weiteren Gestaltung der
Erfindung erfolgt die Dotierung der Dotierinsel und weiterer Dotierinseln
durch Implantation mit veränderlichem
Implantationswinkel bezüglich
der Substratoberfläche. Die Änderung
des Implantationswinkels in diskreten Schritten führt zur
Erzeugung jeweils einer weiteren Dotierinsel, wobei sich alle so
erzeugten Dotierinseln in einer parallel zur Substratoberfläche liegenden Ebene
befinden.
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Ebenso stellt die Dotierung der Dotierinsel und
weiterer Dotierinseln durch Implantation mit veränderlicher Implantationsenergie
eine weitere Gestaltung der Erfindung dar. Die diskrete Variation
dieses Prozessparameters führt
zu mindestens einer weiteren Dotierinsel, die unterhalb der ersten
Dotierinsel liegt. Der Abstand der Dotierinseln ist durch den Sprung
der Implantationsenergie bestimmt.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung wird die Dotierinsel durch zwei nacheinander folgende
Implantationen derart ausgeführt,
dass die erste Implantation mit einem Winkel größer als 0 Grad und kleiner
als 90 Grad, gemessen zur Substratoberfläche, und die zweite Implantation
spiegelbildlich zur ersten Implantation, bezogen auf das Lot zur
Substratoberfläche
als Spiegelachse, durchgeführt
wird. Damit wird eine weitere Einengung der Dotierinsel bewirkt,
was deren elektrische Isolation verstärkt. Diese Einengung der Dotierinseln
ist besonders für
die benannte Dotierung mehrerer Dotierinseln neben- oder untereinander
von Bedeutung.
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Die Aufgabe wird erfindungsgemäß auch durch
eine Verwendung des erfindungsgemäßen Feldeffekttransistors in
einer Signalwandlerschaltung gelöst,
wobei die Gate-Elektrode den Eingang der Signalwandlerschaltung
und Source einen Betriebsspannungseingang bildet und Drain auf Masse
gelegt ist. Entsprechend der beschriebenen Übertragungskennlinie wird ein
linear ansteigendes Eingangssignal in ein Dreiecksignal transformiert,
das für
nachfolgende Schaltungen zur Verfügung steht.
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Die Aufgabe wird weiterhin durch
eine Verwendung des erfindungsgemäßen Feldeffekttransistors in
einer Schwellwertschaltung gelöst,
in der die Gate-Elektrode den Eingang der Schwellwertschaltung und
Source einen Betriebsspannungseingang bildet und Drain zum einen über einen
ersten Widerstand an Masse und zum anderen an einem ersten logischen
Eingang einer konjunktiv oder negiert konjunktiv verknüpfenden
Logikschaltung liegt, deren zweiter logischer Eingang der Eingang
für eine
Referenzspannung und deren Ausgang der Ausgang der Schwellwertschaltung
ist.
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Die logisch verknüpfende Schaltung erzeugt am
Ausgang einen High- bzw. im Falle der Invertierung einen Low-Zustand,
wenn am ersten logischen Eingang ab einer Schwellspannung ein High-Zustand erkannt wird,
da der zweite logische Eingang durch die entsprechend bemessene
Referenzspannung auf High liegt. In vorteilhafter Weise ist hierbei
der erste Widerstand so eingestellt, dass die über ihn abfallende Spannung
bei dem Wert des Source-Drain-Stromes IDS von
IS der Schwellspannung entspricht. Da IS dem ersten Umkehrpunkt in der Übertragungskennlinie
entspricht, führt
sowohl ein weiterer Anstieg als auch ein Abfall der Gate-Source-Spannung
UGS zum Abfall des Source-Drain-Stromes IDS und damit zu einem Abfall der Spannung
am ersten Widerstand unter die Schwellspannung. Damit wird am logischen Ausgang
der Schwellwertschaltung mit der benannten Einstellung des ersten
Widerstandes genau bei der Spannung VS und
nicht, wie in den bekannten Schwellwertschaltungen bei der Spannung
gleich oder größer VS ein High-Signal erzeugt. Wird dagegen der
erste Widerstand so eingestellt, dass die über ihn abfallende Spannung
VTor kleiner als VS ist, so
wird am logischen Ausgang solange ein High-Zustand erzeugt, solange
der Source-Drain-Strom
IDS größer als
ITor ist, wodurch die Erzeugung eines Torimpulses
für nachfolgende
Schaltungen möglich
ist.
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Die erfindungsgemäße Aufgabenstellung wird auch
durch eine Verwendung eines erfindungsgemäßen Feldeffekttransistors in
einer Oszillatorschaltung gelöst,
in der die Gate-Elektrode den Eingang der Oszillatorschaltung bildet,
Drain auf Masse gelegt ist sowie Source zum einen einen Betriebsspannungseingang
bildet, zum zweiten auf das Gate rückgekoppelt ist und zum dritten
den Ausgang der Oszillatorschaltung bildet.
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Die Rückkopplung bewirkt ein selbständiges Einschwingen
einer derartigen Oszillatorschaltung um die Spannung VS,
indem mit anfänglich
steigender Gate-Source-Spannung UGS und
damit steigendem Source-Drain-Strom IDS die
Rückkopplung
auf Gate eine weitere Erhöhung
von UGS über
VS hinaus bewirkt, wodurch wiederum IDS entsprechend des Kennlinienverlaufs deutlich
abfällt.
Das führt
erneut über
die Rückkopplung
zum Abfall von UGS und somit dem Anstieg
von IDS und so zu einer periodischen Fortsetzung
des Übertragungsverhaltens
im Spannungsbereich um VS.
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Schließlich wird die erfindungsgemäße Aufgabenstellung
durch eine Verwendung des erfindungsgemäßen Feldeffekttransistors in
einer statischen Speicherzelle gelöst, in der die Gate-Elektrode den Eingang
der Speicherzelle und Source einen Betriebsspannungseingang bildet
und Drain über
einen zweiten Widerstand an Masse liegt und mit dem Eingang Gate
verbunden ist.
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Ist der zweite Widerstand so eingestellt,
dass die über
ihn abfallende Spannung im Bereich zwischen VT und
VH liegt, den Ga te-Source-Spannungswerten
bei der IDS Null ist und im weiteren Verlauf
einen Minimalwert einnimmt, führt
die Verbindung von Drain mit Gate in dieser Schaltungsausführung dazu, dass
nach der Initialisierung mit einer Gate-Source-Spannung größer VT zum Nachführen der Spannung UGS führt,
bis VS erreicht ist. Der folgende Abfall von
IDS führt
wiederum zum Abfall von UGS, wodurch sich
nach einer bestimmten Zeit ein Gleichgewichtszustand bei VS einstellt, ohne dass am Gate eine Spannung
anliegt. Dieser Speicherzustand wird erst durch Anlegen einer Spannung
am Gate, die kleiner VT ist, gelöscht. Der über den
zweiten Widerstand im Speicherzustand fließende Strom kann deutlich unter dem
Wert der üblichen
stationären
Speicher liegen.
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Die Erfindung soll nachfolgend anhand
eines Ausführungsbeispieles
näher erläutert werden.
In den zugehörigen
Zeichnungen zeigt
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1 den
Querschnitt eines schematisch dargestellten Feldeffekttransistors
des Anreicherungstyps,
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2 die
prinzipielle Darstellung einer Übertragungskennlinie
eines Feldeffekttransistors nach 1,
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3 das
Halbleitersubstrat zur Herstellung des Feldeffekttransistors nach 1,
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4 die
Implantation eines thermisch ausgeheilten Wannenprofiles im Halbleitersubstrat
nach 3,
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5 das
dotierte Halbleitersubstrat nach 4 mit
der Hartmaske zur Dotierinselimplantation,
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6 das
Halbleitersubstrat nach 4 mit implantierter
Dotierinsel und Oxidschicht,
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7 das
Halbleitersubstrat nach 6 mit der
elektrisch getrennten Gate-Elektrode
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8 das
Halbleitersubstrat nach 7 mit den
implantierten Kontaktregionen,
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9 das
Halbleitersubstrat nach 8 mit seitlicher
Gate-Isolation,
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10 Schaltungsanordnung
zur Verwendung eines Feldeffekttransistors nach 1 als Signalwandler,
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11 Schaltungsanordnung
zur Verwendung eines Feldeffekttransistors nach 1 als Schwellwertschalter,
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12 Schaltungsanordnung
zur Verwendung eines Feldeffekttransistors nach 1 als Oszillator und
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13 Schaltungsanordnung
zur Verwendung eines Feldeffekttransistors nach 1 als statischer Speicher.
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Wie in 1 dargestellt
weist der Feldeffekttransistor ein schwach dotiertes p-leitendes
Halbleitersubstrat, im Folgenden Bulk 1 genannt, auf, in
das oberflächlich
zwei hochdotierte nleitende Kontaktregionen, im Folgenden Source 2 und
Drain 3 genannt, dotiert wurden. Der Zwischenraum zwischen
Source 2 und Drain 3 wird durch die Steuerelektrode,
im Folgenden Gate-Elektrode 4 genannt,
durch eine Halbleiteroxidschicht, im Folgenden Gate-Isolation 5 genannt,
elektrisch isoliert abgedeckt. Unter der Gate-Elektrode 4,
in einer Ebene unterhalb von Source 2 und Drain 3 weist
der Feldeffekttransistor eine nlietende Dotierinsel 6 auf,
die ein im Vergleich zur umgebenden Dotierung entgegengesetzt leitfähiges Gebiet
mit im Vergleich zu Source- und Draindotierung vergleichbarer Dotierkonzentration
darstellt. Source 2 und Drain 3 ist von der Dotierinsel 6 auf Grund
deren Größe durch
ein p-leitendes Gebiet des Bulks 1 elektrisch isoliert.
Gate-Elektrode 4, Source 2 und Drain 3 sind
durch Aluminiumkontakte 7 elektrische kontaktiert. Im Betrieb
ist Source 2 mit dem Substrat verbunden und liegt am Minuspol,
während Drain 3 über einen
Arbeitswiderstand mit dem Pluspol einer Spannungsquelle verbunden
ist. Liegt an der Gate-Elektrode 4 keine
Steuerspannung an, fliest kein Strom zwischen Source 2 und
Drain 3. Mit steigender positiver Steuerspannung tritt
auf Grund der geringen Dicke der Gate-Isolation 5 an der Gate-Elektrode 4 bereits
bei kleinen Spannungswerten eine hohe elektrische Feldstärke an der
Oberfläche
des Substrates auf. Das führt
im p-leitenden Substrat zur Verschiebung der Elektronen an die Oberfläche bis
deren Konzentration die Konzentration der Fehlstellen überschreitet,
so dass unter der Gate-Isolation 5 ein dünner n-leitender
Kanal 8 entsteht und der Stromfluss einsetzt. Unter Einfluss
des elektrischen Feldes finden ab einer bestimmten Steuerspannung
in der Dotierinsel 6 ebenfalls Ladungsträgerverschiebungen
statt, die wiederum die Ladungsträgerverteilung im Kanal 8 beeinflusst
und gemeinsam mit dem elektrischen Feld der Gate-Elektrode 4 die
elektrische Leitfähigkeit
im Kanal 8 herabsetzt. Mit weiter steigender Steuerspannung
entsteht unter der Dotierinsel 6 ebenso wie unter der Gate-Isolation 5 ein
n-leitender Kanal 8, der zum erneuten Anstieg des Stromflusses
führt,
so dass das Übertragungsverhalten
erneut dem eines bekannten Feldeffekttransistors des Anreicherungstyps
entspricht.
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Der in 1 dargestellte
und beschriebene Feldeffekttransistor wird integriert in die elektronische Schaltung
gemeinsam mit den anderen Bauteilen aus einem, wie in 3 dargestellten, schwach
p-dotierten Silizium-Halbleitersubstrat hergestellt.
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In 4 ist
das Halbleitersubstrat nach einer Implantation eines oberflächennahen,
aber vergleichsweise tiefen Profiles mit im Vergleich zum Halbleitersubstrat
höherer
Dotierkonzentration, der Wannenimplantation, und anschließender thermischer
Ausheilungsprozesse des Wannenprofiles dargestellt. Infolge der
thermischen Prozesse wird auf der Oberfläche des Substrats eine nicht
näher dargestellte
parasitäre
Oxidschicht gebildet, die im folgenden Prozessablauf wieder entfernt
und durch eine Oxidschicht 9 ersetzt wird, die als Gate-Isolation 5 ersetzt
wird.
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5 stellt
das derart implantierte Halbleitersubstrat, der Bulk 1,
mit der Oxidschicht 9 dar, nachdem mittels einer Maskiertechnik
eine Hartmaske 10 aufgetragen und in dem Bereich der Gate-Elektrode 4 ein
Fenster erzeugt wurde, durch das in einer Ebene unterhalb der zukünftigen
Source- und Draindotierung eine n-leitende Dotierinsel 6 implantiert wird,
die der Ausdehnung des Maskenfensters 11 entspricht.
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In 6 ist
die anschließend
mit den bekannten Implantations verfahren erzeugte Dotierinsel 6 im
Bereich und in der Größe der späteren Gate-Elektrode 4 nach
der Entfernung der Hartmaske 10 mittels eines nicht näher beschriebenen
Verfahrens und nach einer thermischen Aktivierung der Dotanden der
Dotierinsel 6 zu sehen, nachdem die in der Transistortechnologie
typischen flachen Kanalimplantationen ausgeführt wurden.
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Auf die vorhandene Oxidschicht 9 des
Bulks 1 wird, wie in 7 ersichtlich,
durch geeignete, nicht näher
beschriebene Abscheideverfahren ein Polysilizium aufgetragen, das
mittels erneuter Maskierungsschritte derart strukturiert wird, dass
die Gate-Elektrode 4 und die Implantationsfenster 12 für die nachfolgende
Implantation von Source 2 und Drain 3 gebildet
sind.
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Die in 8 dargestellte
Implantation der Gebiete von Source 2 und Drain 3 führt deutlich
sichtbar zu der beschriebenen Eingrenzung der Dotierinsel 6 infolge
der weiteren Implantationsprozesse.
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Abschließend wird, wie in 9 zu sehen, die Gate-Elektrode 4 seitlich
zu Source und Drain hin isoliert 13, damit gleichzeitig deren Kontaktfenster 14 erzeugt
und beide Kontaktregionen 2, 3 abschließend implantiert
sowie thermisch aktiviert. Diese erneute Implantation führt zur
weiteren allseitigen Einengung und damit zur elektrischen Trennung
der Dotierinsel 6 gegen Source 2 und Drain 3.
Durch das anschließende,
nicht näher
beschriebene Aufbringen von Aluminiumkontakten 7 ist die
elektrische Kontaktierung von Source 2, Drain 3 und
Gate-Elektrode 4 vorbereitet und deren Verbindung entsprechend
der integrierten Schaltung hergestellt.
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10 stellt
die Verwendung des Feldeffekttransistors 15 in einer Signalwandlerschaltung
dar, wobei die Gate-Elektrode 4 den Eingang 16 der
Signalwandlerschaltung und Source 2 einen Betriebsspannungseingang 17 bildet
und Drain 3 auf Masse gelegt ist. Wie in 2 dargestellt führt eine gleichmäßig ansteigende
Gate-Source-Spannung UGS zu einer anfangs
gleichmäßig an steigenden
Ausgangsspannung, die ab der Steuerspannung Vs wieder gleichmäßig abfällt, so
dass ein linear ansteigendes Eingangssignal in ein Dreiecksignal
transformiert und für
nachfolgende Schaltungen zur Verfügung steht.
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Die erfindungsgemäße Verwendung des erfindungsgemäßen Feldeffekttransistors 15 in
einer Schwellwertschaltung wird in 11 dargestellt.
In dieser Schwellwertschaltung bildet die Gate-Elektrode 4 den Eingang 16 der
Schwellwertschaltung und Source 2 einen Betriebsspannungseingang 17.
Drain 3 liegt zum einen über einen ersten Widerstand 19 an Masse
und zum anderen an einem ersten logischen Eingang 20 einer
konjunktiv oder negiert konjunktiv verknüpfenden Logikschaltung 21,
deren zweiter logischer Eingang 22 der Eingang für eine Referenzspannung
und deren Ausgang der Ausgang 18 der Schwellwertschaltung
ist. Wird der zweite logische Eingang 22 durch eine entsprechend
bemessene Referenzspannung auf High gesetzt, erzeugt die logisch
verknüpfende
Schaltung 21 am Ausgang 18 einen High- bzw. im
Falle der Invertierung einen Low-Zustand, wenn am ersten logischen
Eingang 20 ab einer Schwellspannung ein High-Zustand erkannt wird.
In vorteilhafter Weise ist hierbei der erste Widerstand 19 so
eingestellt, dass gemäß der in 2 dargestellten Übertragungskennlinie
die über
ihn abfallende Spannung bei dem Source-Drain-Stromwert IS der Schwellspannung entspricht. Da IS dem ersten Umkehrpunkt in der Übertragungskennlinie
entspricht, führt
sowohl ein weiterer Anstieg der Gate-Source-Spannung Ucs als auch
deren Abfall zum Absinken des Source-Drain-Stromes IDS und
damit zu einem Abfall der Spannung am ersten Widerstand 19 unter
die Schwellspannung. Damit wird am logischen Ausgang 18 der
Schwellwertschaltung genau bei der Spannung VS und
nicht, wie in den bekannten Schwellwertschaltungen bei der Spannung gleich
oder größer VS ein High-Signal erzeugt. Wird dagegen der
erste Widerstand 19 so eingestellt, dass die über ihn
abfallende Spannung VTor über VS hinaus ansteigt, so wird am logischen Ausgang 18 ein High-Zustand
erzeugt, so lange der Source-Drain-Strom IDS ausreicht,
um einen High-Zustand am ersten logischen Eingang 20 zu
erzeugen, wodurch die Erzeugung eines Torimpulses für nachfolgende
Schaltungen möglich
ist.
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In 12 wird
eine Oszillatorschaltung, den erfindungsgemäßen Feldeffekttransistor 15 enthaltend,
dargestellt. Hierin bildet die Gate-Elektrode 4 den Eingang 16 der
Oszillatorschaltung, ist Drain 3 auf Masse gelegt und stellt
Source 2 zum einen einen Betriebsspannungseingang 17 dar,
ist zum zweiten auf die Gate-Elektrode 4 rückgekoppelt
und bildet zum dritten den Ausgang 18 der Oszillatorschaltung. Die
Rückkopplung
bewirkt ein selbständiges
Einschwingen der Oszillatorschaltung um die Spannung VS,
indem mit anfänglich
steigender Gate-Source-Spannung UGS und
damit steigendem Source-Drain-Strom IDS die
Rückkopplung
auf die Gate-Elektrode 4 eine weitere Erhöhung von
UGS über
VS hinaus bewirkt, wodurch wiederum IDS entsprechend des Übertragungskennlinienverlaufs
in 2 deutlich abfällt. Das
führt erneut über die
Rückkopplung
zum Abfall von UGS und somit dem Anstieg von
IDS und so zu einer periodischen Fortsetzung
des Übertragungsverhaltens
im Spannungsbereich um VS.
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13 stellt
eine weitere Verwendung des erfindungsgemäßen Feldeffekttransistors 15 als
statischen Speicher dar. In dieser Schaltung ist Drain 3 mit
der Gate-Elektrode 4 verbunden, die als Eingang 16 der
Speicherzelle fungiert, und liegt über einen zweiten Widerstand 23 an
Masse während
Source 2 einen Betriebsspannungseingang 17 bildet.
Ist dieser zweite Widerstand 23 so eingestellt, dass die über ihn
abfallende Spannung im Bereich der in 2 dargestellten Übertragungskennlinie
zwischen VT und VH liegt,
führt die
Verbindung von Drain 3 mit der Gate-Elektrode 4 dazu, dass nach
der Initialisierung mit einer Gate-Source-Spannung, die größer VT ist, zum Nachführen der Spannung UGS bis VS erreicht ist.
Der folgende Abfall von IDS führt wiederum
zum Abfall von UGS, wodurch sich nach einer
bestimmten Zeit ein Gleichgewichtszustand bei VS einstellt,
ohne dass an der Gate-Elektrode 4 eine Spannung anliegt. Dieser
Speicherzustand wird erst durch Anlegen einer Spannung am Gate,
die kleiner VT ist, gelöscht.
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- 1
- Bulk
- 2
- Source
- 3
- Drain
- 4
- Gate-Elektrode
- 5
- Gate-Isolation
- 6
- Dotierinsel
- 7
- Aluminiumkontakte
- 8
- Kanal
- 9
- Oxidschicht
- 10
- Hartmaske
- 11
- Maskenfenster
- 12
- Implantationsfenster
von Source und Drain
- 13
- seitliche
Isolation der Gate-Elektrode
- 14
- Kontaktfenster
- 15
- Feldeffekttransistor
- 16
- Eingang
- 17
- Betriebsspannungseingang
- 18
- Ausgang
- 19
- erster
Widerstand
- 20
- erster
logischer Eingang
- 21
- verknüpfende Logikschaltung
- 22
- zweiter
logischer Eingang
- 23
- zweiter
Widerstand