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Die Erfindung bezieht sich auf ein
Kehrmittel zur manuellen Bodenreinigung.
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Derartige Kehrmittel weisen in der
Regel eine gerade Stange auf, an deren unterem Ende ein Kehrkopf
befestigt ist, beispielsweise ausgebildet als Besenkopf, als Schrubberkopf,
als Laubrechenkopf oder als Wischerkopf. Das Kehrmittel wird während des
Fegens bzw. Wischens von zwei Händen
der Bedienperson an der Stange gehalten. Beim Aufbringen größerer Kräfte in axialer
Richtung rutschen die Hände
der Bedienperson in axialer Richtung an der Stange nach unten, was
nur durch sehr festes Ergreifen der Stange vermieden werden kann.
Auch das Drehen des Kehrmittels ist wegen des durch den kleinen Stangen-Radius
begrenzten kurzen Hebelarmes auf geringe Drehmomente begrenzt.
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Aufgabe der Erfindung ist es, die
Handhabung von Kehrmitteln zu verbessern.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
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Gemäß der Erfindung ist an der
Stange ein Haltegriff vorgesehen, der seitlich von der Stange absteht
und der nach unten zu dem kehrkopfseitigen Stangenende hin geneigt
ist. Der Haltegriff steht also quer von der Stange ab und ist vorzugsweise
zwischen 55° und
90° nach
unten geneigt. Das Kehrmittel wird gehalten, indem eine Hand an
der Stange und die zweite Hand an dem Haltegriff angreift. Auf den
Haltegriff können
von der zweiten Hand auf diese Weise problemlos größere axiale
Druckkräfte,
Zug- und Schubkräfte
zum Schwenken der Stange oder auch Drehmomente zum Rotieren der
Stange aufgebracht werden, ohne dass zur Vermeidung eines Abrutschens
der Hand der Haltegriff bzw. die Stange sehr fest erfasst werden
muss. Hierdurch wird ein ermüdungsfreieres
Arbeiten mit dem Kehrmittel ermöglicht.
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Vorzugsweise ist der Haltegriff in
Stangenlängsrichtung
verschiebbar und an der Stange feststellbar ausgebildet. Dadurch
ist der Haltegriff an der Stange in der Höhe verstellbar. Der Haltegriff
kann an die Größe der Bedienperson
angepasst werden. Hierdurch wird ein aufrechtes Fegen und Wischen mit
dem Kehrmittel ermöglicht,
was den Rücken
der Bedienperson entlastet und schont. Der Haltegriff kann auch
fest und unverrückbar
an der Stange befestigt oder einstückig mit dieser ausgebildet
sein.
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Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung
ist der Haltegriff stufenlos verstellbar und in beliebiger Höhe an der
Stange mit einem Klemmelement feststellbar, das durch ein Feststellelement
in eine kraftschlüssige
Verbindung mit der Stange und dem Haltegriff gebracht wird. Das
Klemmelement und das Feststellelement können auch in einem einzigen
Teil zusammengefasst sein, beispielsweise in einem einen Hebel aufweisenden
Exzenter. Das Klemmelement und das Feststellelement können auch
getrennt ausgebildet sein, beispielsweise als geschlitzte Klemmschraubhülse zusammen
mit einer Überwurfmutter.
Durch die stufenlose Verstellbarkeit kann die Höhe des Haltegriffes an der
Stange sehr genau auf die Körpergröße der Bedienperson
eingestellt werden.
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Alternativ kann der Haltegriff auch
mit einem Rastelement an der Stange in vorgegebenen Rastpositionen
feststellbar sein. Hierdurch wird mit einfachen Mitteln eine Verstellbarkeit
bei ausreichender Rastteilung realisiert.
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Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung
ist an dem Haltegriff eine Handkehrschaufel lösbar befestigt. Auf diese Weise
ist beim Fegen und Wischen stets eine Handkehrschaufel zur Hand,
so dass Kehrgut sofort mit der Handkehrschaufel aufgenommen werden
kann. Die Handkehrschaufel ist auf einfache Weise lösbar an
dem Haltegriff befestigt. Durch die Befestigung der Handkehrschaufel
an dem Haltegriff entfällt
eine Befestigung der Handkehrschaufel direkt an der Stange und ist
in einer Höhe
angeordnet, die ein körperbeugungsfreies
Ergreifen ermöglicht.
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Vorzugsweise ist die Handkehrschaufel
an dem freien Haltegriffende lösbar
befestigt. Die Handkehrschaufel kann beispielsweise auf das rohrartige Haltegriffende
aufgesteckt sein.
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Auf diese Weise wird eine einfache
Befestigung der Handkehrschaufel an dem Haltegriff realisiert.
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Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung
ist ein Handfeger vorgesehen, der an der Handkehrschaufel oder dem
Haltegriff lösbar
befestigt ist. Damit steht jederzeit zum Aufschieben von Kehrgut
auf die Handkehrschaufel ein kurzstieliger Handfeger zur Verfügung. Durch
das Vorsehen sowohl der Handkehrschaufel als auch des Handfegers
in fester Zuordnung zu dem Haltegriff ist sichergestellt, dass Handbesen
und Handkehrschaufel jederzeit sofort verfügbar sind. Durch die Anbringung
von Handbesen und Handkehrschaufel an dem Haltegriff sind Handbesen
und Handkehrschaufel bequem ergreifbar bzw. wieder an den Haltegriff
anbringbar.
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Vorzugsweise weist eine Kehrschaufel-Seitenwand
eine Aufnahme für
den Handfeger auf. Die Kehrschaufel-Seitenwand kann beispielsweise
halbzylindrisch ausgebildet sein, so dass der Handfeger-Körper, der ähnlich zylindrisch
ausgebildet ist, in die derart ausgebildete Seitenwand einrastbar
ist.
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Vorzugsweise ist der Haltegriff zu
der Stange in einem Winkel zwischen 65° und 85° geneigt.
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Der Haltegriff kann als Nachrüstteil zum Nachrüsten einer
Kehrmittel-Stange mit dem Haltegriff ausgebildet sein.
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Im Folgenden wird unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung näher
erläutert.
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Es zeigen:
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1 ein
Kehrmittel gemäß der Erfindung, mit
einer Stange, einem Kehrkopf, einem Haltegriff, einer Handkehrschaufel
und einem Handfeger,
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2 den
Haltegriff, die Handkehrschaufel und der Handfeger der 1 in vergrößerter Darstellung,
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3 eine
Ausführungsform
eines Kupplungselementes des Kehrmittels der 1,
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4 eine
zweite Ausführungsform
eines Kupplungselementes zur Befestigung des Haltegriffes an der
Stange,
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5 eine
dritte Ausführungsform
eines Haltegriffes und Kupplungselementes, und
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6 eine
weitere Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Kehrmittels
mit in die Stange integriertem Haltegriff.
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In den 1 und 2 ist als Kehrmittel 10 zur manuellen
Bodenreinigung ein Besen dargestellt, der zum Fegen des Bodens dient.
Das Kehrmittel 10 kann jedoch grundsätzlich auch als Schrubber oder Wischer
ausgebildet sein.
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Das Kehrmittel 10 wird gebildet
von einer geraden Stange 12, die aus Holz, Kunststoff oder
Metall bestehen kann und an deren unterem Ende ein Kehrkopf 14 befestigt
ist. Der Kehrkopf ist ein Besenkopf, kann aber alternativ auch ein
Schrubber-, ein Wischkopf oder ein Laubrechenkopf sein.
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Die Stange 12 kann teleskopierbar
ausgebildet oder von fester Länge
sein. Die Länge
der Stange beträgt
ausgezogen mindestens 1,0 Meter. An dem oberen Ende der Stange 12 ist
eine eiförmige
Abschlusskappe 16 aufgesteckt, die aus Kunststoff besteht.
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In der oberen Hälfte der Stange 12 ist
ein Haltegriff 20 vorgesehen, der stangenförmig ausgebildet
ist und seitlich von der Stange 12 absteht. Der Haltegriff 20 ist
mit seiner Axialen in einem Winkel von ungefähr 20° nach unten zu dem kehrkopfseitigen
Stangenende geneigt, d.h. der Haltegriff 20 und die Stange 12 schließen einen
Winkel von ungefähr 70° ein.
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Der Haltegriff 20 wird von
einem Kupplungsteil 22, einem daran befestigten Griffteil 24 und
einem sich an das Griffteil 24 anschließenden gebogenen Verbindungsteil 26 gebildet.
Das Kupplungsteil 22 wird von zwei gleichen Kupplungshälften 30, 31 gebildet,
die durch ein Filmgelenk 32 gelenkig miteinander verbunden
sind. Das Kupplungsteil 22 ist einstöckig aus Kunststoff gefertigt.
Jede der beiden Kupplungshälften 30, 31 weist
jeweils einen halbzylindrischen Stangenteil 34, 35 und
einen sich daran in einem Winkel von 70° anschließenden gestuft-zylindrischen
Griffansatz 36, 37 auf.
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Ein Stangenteil 35 weist
innenseitig zwei Haltestifte 38 auf. Im an der Stange 12 montierten Zustand
des Kupplungsteiles greifen die Haltestifte 38 jeweils
in eine einer Reihe von mehreren Haltebohrungen 40 der
Stange 12 ein. Die beiden Haltebohrungs-Reihen liegen genau
in 180° zueinander, so
dass der Haltegriff 20 links oder rechts montiert werden
kann.
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Durch das Vorsehen mehrerer Haltebohrungen 40 in
verschiedenen axialen Positionen an der Stange 12 kann
der Haltegriff 20 auf einer an die Körpergröße der Bedienperson angepassten
günstigen Höhe montiert
werden.
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Die Montage des Haltegriffes 20 erfolgt,
indem das Stangenteil 35 in der gewünschten Höhe auf die Stange 12 derart
aufgesetzt wird, dass der Haltestift 38 in die nächstliegende
Haltebohrung 40 eingesteckt wird. Anschließend wird
das andere Stangenteil 34 des Kupplungsteiles 22 in
die Schließposition
geschwenkt, so dass die beiden Hälften 30, 31 aufeinander
liegen. Nun wird das hohlzylindrisch ausgebildete Griffteil 24 auf
den von den Griffansatzhälften 36, 37 gebildeten
Griffansatz gesteckt. Schließlich
greifen die Rastnasen 42 der Rastzungen 43 der
Griffansatzhälften 36, 37 in
entsprechende Bohrungen des Griffteiles 24 ein. An das äußere Ende
des Griffteiles 24 wird schließlich das bogenförmige Verbindungsteil 26 angesteckt,
das ebenfalls mit entsprechenden Rastzungen und -nasen in die entsprechende Öffnungen
des Griffteiles 24 eingreift.
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Das Kupplungsteil kann auch als stufenlos verstellbares
Kupplungsteil 50 ausgebildet sein, wie in 4 dargestellt. Das in 4 dargestellte Kupplungsteil 50 weist
einen Stangenteil 52 und einen Griffteil 54 auf,
die einstöckig
miteinander ausgebildet sind und aus Kunststoff bestehen. Beide
Enden des hohlen Stangenteils 52 weisen ein Gewinde 56 auf,
das durch einen oder mehrere Axialschlitze 58 unterbrochen
ist. Der Bereich des Gewindes 56 mit dem Axialschlitz 58 bildet
ein Klemmelement, das durch ein als Schraubkappe ausgebildetes Feststellelement 60 an
der Stange 12 kraftschlüssig
verklemmt werden kann. Auf diese Weise ist das Kupplungsteil 50 axial
unverschiebbar und unverdrehbar an der Stange 12 feststellbar.
Zur Vermeidung von Verdrehen des Haltegriffes an der Stange kann
eine Verdrehsicherung in Form einer radialen Sicherungsnase an dem
Stangenteil 52 und einer entsprechenden Längsnut an
der Stange 12 vorgesehen sein. Das Kupplungsteil kann auch
schlitzfrei ausgebildet sein und als Klemmelement einen gummielasti schen Ring
aufweisen, der durch das Feststellelement 60 axial zusammengedrückt wird,
so dass er sich radial nach innen ausdehnt und auf diese Weise mit
der Stange verklemmt.
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Das Kupplungsteil kann auch mit einem
von außen
lösbaren
Rastelement versehen sein, so dass es ohne Demontage auf der Stange 12 verschiebbar und
in eine passende Haltebohrung verrastbar ist.
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An den Haltegriff 20 ist
eine Handkehrschaufel 70 lösbar befestigt, an der ihrerseits
ein dazugehöriger
Handfeger 80 lösbar
befestigt ist. Die Handkehrschaufel 70 ist ungefähr trapezförmig ausgebildet
und weist in einem Eckbereich eine Rastausnehmung 72 auf,
mit der die Handkehrschaufel 70 an dem Verbindungsteil 26 rastend
festgeklemmt werden bzw. von dem Verbindungsteil rastend wieder
abgenommen werden kann. Die Handkehrschaufel 70 ist derart
trapezförmig
ausgestaltet, dass sie mit ihrer Zuführkante an der Stange 12 anliegt
oder einrastet, wodurch sie zusätzlich
stabilisiert ist. Die Handkehrschaufel 70 kann auch direkt
an dem Griff des Handfegers eingerastet sein, der seinerseits an
dem Haltegriff lösbar
befestigt ist.
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Eine Seitenwand 82 der Handkehrschaufel ist
ungefähr
halbzylindrisch ausgebildet und bildet eine Aufnahme für einen
Griff 84 des Handfegers 80. Ein Handfegergriff 84 des
Handfegers 80 ist also in die entsprechend ausgeformte
Seitenwand 82 rastend eingesteckt bzw. entnehmbar. Die
anderen beiden Seitenwände
der Handkehrschaufel 70 münden in ungefähr kreisförmigen Ausnehmungen,
die ungefähr
den Radius der Stange 12 haben. Hierdurch wird die Handkehrschaufel 70 zusätzlich an
der Stange 12 fixiert. Die Ausnehmungen können die
Stange 12 geringfügig
hintergreifen, so dass die beiden Seitenwände der Kehrschaufel 70 an
der Stange 12 eingerastet werden können.
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Der Haltegriff 20 kann ggf.
zusammen mit der Handkehrschaufel 70 und dem Handfeger 80 als Nachrüstteil ausgebildet
sein, mit dem eine Kehrmittel-Stange nachträglich ausgerüstet werden
kann.
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In 5 ist
eine weitere Ausführungsform
eines Haltegriffes 90 dargestellt, der durch ein Kupplungsteil 94 an
einer Stange befestigt werden kann. Hierzu wird ein Griffteil 92 mit
seinem ein Außengewinde 96 aufweisenden
stangenseitigen Ende eingeschraubt in ein Innengewinde 98 des
Kupplungsteiles 94. Hierdurch wird ein gummielastisches
Klemmelement 93 seitlich auf die Stange gedrückt, wodurch
ein fester Sitz des Haltegriffes 90 an der Stange bewirkt wird.
Der Haltegriff 90 ist also durch einfaches Verdrehen des
Griffteiles 92 lösbar
und fixierbar.
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In 6 ist
eine weitere Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Kehrmittels 100 dargestellt. Bei
diesem Kehrmittel 100 ist ein Haltegriff 102 integraler
Bestandteil der Stange 104. Die Stange 104 bildet
in ihrem Verlauf eine dreieckige Bucht 110, die durch einen
Griffabschnitt 106 und einen sich ungefähr rechtwinklig daran anschließenden Abschnitt 108 gebildet
ist. Die Stange 104 ist vorzugsweise ein gebogenes Metallrohr.