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DE10243208B4 - Dreilumige gastrointestinale Sonde - Google Patents

Dreilumige gastrointestinale Sonde Download PDF

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DE10243208B4 DE2002143208 DE10243208A DE10243208B4 DE 10243208 B4 DE10243208 B4 DE 10243208B4 DE 2002143208 DE2002143208 DE 2002143208 DE 10243208 A DE10243208 A DE 10243208A DE 10243208 B4 DE10243208 B4 DE 10243208B4
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Abstract

Dreilumige Sonde mit einem in den Magen einzuführenden gastralen Sondenabschnitt (2), der einen gastralen Auslaß (8) aufweist, wobei sich an den gastralen Sondenabschnitt ein in das Intestinum einzuführender intestinaler Sondenabschnitt (3) anschließt, der einen intestinalen Auslaß (23) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass sich das erste Lumen (4) bis an das distale Ende des gastralen Sondenabschnitts (2) und das zweite und dritte Lumen (5, 6) bis an das distale Ende des intestinalen Sondenabschnitts (3) erstrecken, wobei das erste Lumen (4) einen gastralen Auslaß (8, 7) und das zweite und dritte Lumen (5, 6) jeweils einen intestinalen Auslaß (23; 11, 11', 12, 12') aufweisen.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine dreilumige Sonde mit einem in den Magen des Patienten einzuführenden gastralen Sondenabschnitt und einem in das Intestinum einzuführenden intestinalen Sondenabschnitt.
  • Zur enteralen Ernährung des Patienten sind Sonden bekannt, die transnasal in den Magen des Patienten eingeführt werden. Die bekannten Ernährungssonden verfügen über einen Konnektor, an den ein Überleitsystem zum Zuführen der Nährlösung angeschlossen werden kann. Die bekannten Überleitsysteme verfügen über einen die Nährlösung enthaltenden Nährlösungsbehälter und eine Schlauchleitung zum Zuführen der Nährlösung aus dem Behälter. Die Förderung der Flüssigkeit kann mit einer Schlauchpumpe oder allein durch Schwerkraft erfolgen.
  • Darüber hinaus sind Sonden zur intra-duodenalen Applikation über eine perkutane endoskopisch kontrollierte Gastrostomie bekannt. Diese Sonden werden für die enterale Langzeit-Ernährung eingesetzt.
  • Neben den Ernährungssonden sind noch Magensonden bekannt, die der Therapie, Diagnostik und Überwachung dienen. Diese Sonden weisen im Gegensatz zu den Ernährungssonden ein relativ großes Volumen auf und ermöglichen das Absaugen bzw. Zuführen von Flüssigkeiten. Sie sind insbesondere bei bewußtlosen oder bewußtseinsgetrübten sowie intubierten Intensivpatienten obligat.
  • Nachteilig ist, dass zur gleichzeitigen Therapie, Diagnostik und Überwachung sowie enteralen Ernährung des Patienten zwei separate Sonden erforderlich sind, nämlich eine Absaugsonde und eine Ernährungssonde. Bei den bekannten einlumigen Absaugsonden besteht im übrigen die Gefahr der Mikroläsionen, wenn sich die Sonde aufgrund des beim Absaugen entstehenden Unterdrucks im Magen festsaugt.
  • Aus dem DE-GM 297 10 522 ist eine Sonde bekannt, die eine gleichzeitige Diagnostik, Therapie und Überwachung sowie enterale Ernährung des Patienten erlaubt. Die dreilumige Sonde weist einen bis in den Magen des Patienten reichenden gastralen Sondenabschnitt und einen bis in das Intestinum reichenden intestinalen Sondenabschnitt auf. Über zwei Lumen im gastralen Sondenabschnitt kann der Magen des Patienten gespült oder abgesaugt werden, während über das Lumen im intestinalen Sondenabschnitt Nährlösung in das Duodenum oder das Jejunum des Patienten zugeführt werden kann. Die Sonde, die eine frühe enterale Ernährung ermöglicht, hat sich in der Praxis bewährt. Nachteilig ist jedoch, dass die Sonde nur die Zuführung einer enteralen Nährlösung ohne die Applikation einer zusätzlichen Flüssigkeit in das Intestinum erlaubt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine universell einsetzbare Sonde zu schaffen, die eine frühe Durchführung einer enteralen Ernährung mit der gleichzeitigen Zufuhr einer zusätzlichen Flüssigkeit bei Intensivpatienten ermöglicht und zur Diagnostik, Therapie und Überwachung dient.
  • Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
  • Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass die erfindungsgemäße Sonde nicht nur die kontinuierliche Zufuhr einer Nährlösung, sondern auch die einer weiteren Flüssigkeit in das Intestinum erlaubt. Als zusätzliche Flüssigkeit kann beispielsweise eine sogenannte Pharmaconutrition appliziert werden, die der gleichzeitigen Therapie des Patienten dient.
  • Das erste Lumen der Sonde, das sich bis an das distale Ende des gastralen Sondenabschnitts erstreckt, dient der Diagnostik, Therapie und Überwachung des Patienten. Über das erste Lumen, das vorzugsweise einen größeren Querschnitt als das zweite und dritte Lumen der Sonde aufweist, kann z.B. eine gastrale Absaugung von intestinalen Flüssigkeiten, insbesondere des Magensaftsekrets erfolgen, wodurch sich eine aszendierende Aspiration verhindern läßt. Darüber hinaus kann der Magen über das erste Lumen beispielsweise bei Blutungen gespült werden.
  • Die Nährlösung wird dem Patienten über das zweite Lumen appliziert, das sich bis an das distale Ende des intestinalen Sondenabschnitts erstreckt. Die Sonde erlaubt mit dem bis in das Duodenum oder Jejunum reichenden intestinalen Sondenabschnitt eine frühe enterale Ernährung, wobei die intestinal vorhandene Motilität genutzt werden kann, und die Dünndarmmukosa mit allen ihren wichtigen Funktionen erhalten bleibt. Da die Sonde eine frühe enterale Ernährung des Intensivpatienten in der Klinik ermöglicht, kann die kostenintensivere parenterale Ernährung schneller abgesetzt bzw. komplett ersetzt werden.
  • Die zusätzliche Flüssigkeit, insbesondere eine Pharmaconutrition, wird über das dritte Lumen appliziert, das sich ebenfalls bis an das distale Ende des intestinalen Sondenabschnitts erstreckt. Vorzugsweise hat das dritte Lumen einen kleineren Querschnitt als das zweite Lumen, da die Pharmaconutrition im allgemeinen eine geringere Viskosität als die Sondennahrung hat.
  • Der Vorteil der zwei jejunalen Applikationslumina ist, dass die zusätzliche Flüssigkeit nicht mit der Sondennahrung im Schlauch gemischt wird. Daher kann es keine Kompatibilitätsprobleme geben. Auch können sich keine Strömungsprobleme aufgrund der unterschiedlichen Flussraten der beiden Flüssigkeiten ergeben, die auf die unterschiedlichen Viskositäten und Applikationsgeschwindigkeiten zurückzuführen sind.
  • Von Vorteil ist, dass die Sonde die Applikation der zusätzlichen Flüssigkeit mit gleichbleibender Geschwindigkeit unter Schwerkraft erlaubt, so dass nur eine Pumpe für den Ernährungsaufbau erforderlich ist. Grundsätzlich kann die zusätzliche Flüssigkeit aber auch mit einer zweiten Pumpe zugeführt werden.
  • Die Sonde verfügt über einen gastralen Auslaß für das erste Lumen und je einen intestinalen Auslaß für das zweite und dritte Lumen. Als gastraler Auslaß sind am distalen Endstück des gastralen Sondenabschnitts vorzugsweise im Abstand zueinander angeordnete seitliche Öffnungen vorgesehen, über die Flüssigkeit abgesaugt werden kann. Als intestinale Auslässe dienen vorzugsweise eine endständig und/oder seitlich offene Olive am distalen Ende des intestinalen Sondenabschnitts.
  • Die Sonde ist zweckmäßigerweise mit den bekannten Standard-Anschlußstücken ausgestattet, so dass herkömmliche Überleitsysteme zur entralen Ernährung sowie Luer- und Blasenspritzen zum Spülen und Absaugen oder auch Ablaufbeutel sowie Absaugpumpen konnektiert werden können.
  • Der gastrale Sondenabschnitt hat vorzugsweise eine Länge von 90 bis 100 cm, vorzugsweise hat der intestinale und gastrale Sondenabschnitt eine Gesamtlänge von 140 bis 160 cm.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist das dritte Lumen zur Applikation der zusätzlichen Flüssigkeit einen Querschnitt auf, der derart bemessen ist, dass über das Lumen die Flüssigkeit unter Schwerkraft mit einer vorgegebenen Flußrate applizierbar ist. Beispielsweise kann eine Therapie mit der zusätzlichen Flüssigkeit bei einer gleichbleibenden Flußrate von 25 ml/h über 24 Stunden erfolgen. Zur Einstellung der Flußrate kann entweder das Schlauchlumen entsprechend dimensioniert oder eine Dosiervorrichtung beispielsweise in Form eines Dosierröhrchen mit definiertem Querschnitt in die Sonde integriert werden. Alternativ ist aber auch ein Aufsatzstück mit einem entsprechend dimensionierten Strömungsquerschnitt im Zuflußkanal möglich.
  • Die Sonde kann mittels eines in das zweite Lumen einzuführenden Mandrin plaziert werden. Alternativ ist eine endoskopische Applikation möglich. Um das distale Ende der Sonde mit dem Endoskop greifen zu können, ist die Olive vorteilhafterweise mit einem Griffansatz versehen. Für die Seldinger-Technik hat die Sonde vorzugsweise eine endständige Öffnung.
  • Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 eine bevorzugte Ausführungsform der dreilumigen Sonde in der Seitenansicht,
  • 2 einen Schnitt durch die Sonde entlang der Linie I-I von 1 in vergrößerter Darstellung,
  • 3 einen Schnitt durch die Sonde entlang der Linie II-II von 1 in vergrößerter Darstellung und
  • 4 in vergrößerter Darstellung die Unteransicht der Olive des Sondenschlauchs.
  • Die Sonde weist einen flexiblen Sondenschlauch 1 aus Polyurethan mit einer Länge von 150 cm auf. Der Sondenschlauch 1 umfaßt einen in den Magen des Patienten einzuführenden gastralen Sondenabschnitt 2 von 95 cm Länge, an den sich ein in das Intestinum einzuführender intestinaler Sondenabschnitt 3 anschließt, der eine Länge von 55 cm hat. Der intestinale Sondenabschnitt 3 ist als besonders flexibler Schlauch aus Polyurethan ausgebildet, um in das Duodenum oder das Jejunum des Patienten eingeführt werden zu können.
  • Die Sonde weist drei Lumina 4, 5 und 6 auf, von denen sich das erste Lumen 4 bis an das distale Ende des gastralen Sondenabschnitts 2 und das zweite und dritte Lumen 5, 6 bis an das distale Ende des intestinalen Sondenabschnitts 3 erstrecken. Das erste Lumen hat einen Innendurchmesser von 4,1 mm, während das zweite Lumen 5 einen Durchmesser von 1,4 mm und das dritte Lumen 6 einen Durchmesser von 1,2 mm hat (2).
  • An dem distalen Endstück des gastralen Sondenabschnitts 2 ist die Wandung des Sondenschlauchs 1 im Bereich des ersten Lumens 4 mit fünf kreisförmigen Öffnungen 7 versehen, die in Längsrichtung des Sondenschlauchs in gleichbleibenden Abständen angeordnet sind. Die kreisförmigen Öffnungen 7 bilden den gastralen Auslaß 8 der Sonde.
  • An dem distalen Ende weist der intestinale Sondenabschnitt 3 eine Olive 9 auf, die mit einem Griffansatz 10 versehen ist, um diese mit einem Endoskop greifen zu können.
  • Die Olive 9 weist an der Seitenwand vier umfangsmäßig verteilt angeordnete Öffnungen 11, 11' auf, von denen zwei Öffnungen 11 im Bereich des zweiten Lumens 5 und zwei Öffnungen 11' im Bereich des dritten Lumens 6 angeordnet sind, so dass Flüssigkeit aus dem zweiten Lumen 5 durch die Öffnungen 11 und Flüssigkeit aus dem dritten Lumen 6 durch die Öffnungen 11' strömen kann. Darüber hinaus ist noch eine endständige Öffnung 12 für das zweite Lumen 5 und eine endständige Öffnung 12' für das dritte Lumen 6 an der Olive vorgesehen. Es können aber auch gemeinsame Öffnungen vorgesehen sein. Die Öffnungen am distalen Ende des intestinalen Sondenabschnitts bilden die distalen Auslässe 23 der Sonde.
  • Um den Sondenschlauch 1 unter Röntgenkontrolle legen zu können, kann in die Schlauchwandung ein schmaler Röntgenkontraststreifen eingelegt sein, der sich in Längsrichtung des Schlauchs erstreckt. Zur besseren Röntgenkontrastgebung kann das Zwischenstück 13 zwischen gastralem und intestinalem Sondenabschnitt 2, 3 und/oder die Olive 9 mit Bariumsulfat versetzt sein.
  • An das proximale Ende des Sondenschlauchs 1 ist ein Ansatzstück 14 angespritzt, an dem ein mit einer Verschlußkappe 15 verschließbarer Trichteranschluß 16 zum Anschluß einer Absaugpumpe angeformt ist. Der Trichteranschluß 16 ist mit dem ersten Lumen 4 des Sondenschlauchs 1 verbunden. Das proximale Ende des zweiten Lumens 5 ist mit einem flexiblen Anschlußschlauch 17 verbunden, der seitlich aus dem Ansatzstück 14 herausgeführt ist und ein positives Luer-Lock-Anschlußstück 18 mit einer Verschlußkappe 19 aufweist, an das die bekannten Überleitgeräte zum Zuführen einer Nährlösung angeschlossen werden können. Mit dem proximalen Ende des dritten Lumens 6 ist ein aus dem Ansatzstück 14 heraustretender flexibler Anschlußschlauch 20 verbunden, der ebenfalls ein positives Luer-Lock-Anschlußstück 21 mit einer Verschlußkappe 22 aufweist, an das sich wiederum die bekannten Überleitgeräte konnektieren lassen.
  • Zum Verlegen der dreilumigen Sonde wird in das zweite Lumen 5 des Sondenschlauchs 1 ein nicht dargestellter Mandrin eingeführt, dessen Endstück mit dem Luer-Lock-Anschlußstück 18 verschraubt werden kann.
  • Die Sonde erlaubt es, über das erste Lumen 4 Flüssigkeit aus dem Magen des Patienten abzusaugen. Über das zweite Lumen 5 kann eine enterale Nährlösung in das Intestinum mittels eines ersten Überleitsystems, das über eine Dosierpumpe verfügt, kontinuierlich appliziert werden, während über das dritte Lumen 6 gleichzeitig eine zusätzliche Flüssigkeit mittels eines zweiten Überleitsystems allein durch Schwerkraft kontinuierlich zugeführt werden kann, ohne dass sich die beiden Flüssigkeiten miteinander vermischen. Beide Flüssigkeiten treten aus getrennten Öffnungen 10, 11 und 10', 11' oder auch einer gemeinsamen Öffnung erst am distalen Ende des gastralen Sondenabschnitts 2 aus der Olive 9 aus.
  • Um Verwechslungen zu vermeiden, ist der Anschlußschlauch 20 für die Zufuhr der zusätzlichen Flüssigkeit farblich gekennzeichnet.
  • Der Querschnitt des dritten Lumens 6 ist derart bemessen, dass über das Lumen unter Schwerkraft Flüssigkeit mit einer vorgegebenen Flußrate appliziert wird, die beispielsweise 25 ml/h beträgt. Bei der Dimensionierung des Lumens wird von einer bestimmten Höhe ausgegangen, in der sich üblicherweise der Nährlösungsbehälter des Überleitsystems befindet. Diese Höhe wird im allgemeinen durch die Höhe des Infusionsständers bestimmt, an dem der Nährlösungsbeutel aufgehängt wird.

Claims (10)

  1. Dreilumige Sonde mit einem in den Magen einzuführenden gastralen Sondenabschnitt (2), der einen gastralen Auslaß (8) aufweist, wobei sich an den gastralen Sondenabschnitt ein in das Intestinum einzuführender intestinaler Sondenabschnitt (3) anschließt, der einen intestinalen Auslaß (23) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass sich das erste Lumen (4) bis an das distale Ende des gastralen Sondenabschnitts (2) und das zweite und dritte Lumen (5, 6) bis an das distale Ende des intestinalen Sondenabschnitts (3) erstrecken, wobei das erste Lumen (4) einen gastralen Auslaß (8, 7) und das zweite und dritte Lumen (5, 6) jeweils einen intestinalen Auslaß (23; 11, 11', 12, 12') aufweisen.
  2. Sonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als gastraler Auslaß (8) im Abstand zueinander angeordnete seitliche Öffnungen (7) am distalen Endstück des gastralen Sondenabschnitts (2) vorgesehen sind.
  3. Sonde nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als intestinale Auslässe eine endständig und/oder seitlich offene Olive (9) am distalen Ende des intestinalen Sondenabschnitts (3) vorgesehen sind.
  4. Sonde nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Olive (9) mit einem Griffansatz (10) versehen ist.
  5. Sonde nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der gastrale Sondenabschnitt (2) eine Länge von 90 bis 100 cm hat.
  6. Sonde nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der gastrale und intestinale Sondenabschnitt (2, 3) eine Gesamtlänge von 140 bis 160 cm hat.
  7. Sonde nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des ersten Lumens (4) größer als der Querschnitt des zweiten oder dritten Lumens (5, 6) ist.
  8. Sonde nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des zweiten Lumens (5) größer als der Querschnitt des dritten Lumens (6) ist.
  9. Sonde nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der gastrale Sondenabschnitt (2) am proximalen Ende mit einem Ansatzstück (14) versehen ist, an dem Anschlußstücke (16, 18, 21) für die Lumina (4, 5, 6) vorgesehen sind.
  10. Sonde nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte Lumen (6) einen Durchmesser von 1,2 mm aufweist, so dass über das Lumen Flüssigkeit unter Schwerkraft mit einer vorgegebenen Flußrate applizierbar ist.
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