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Die vorliegende Erfindung betrifft
Verbindungen, Verfahren zur ihrer Herstellung, sie umfassende pharmazeutische
Zusammensetzungen sowie ihre Verwendung bei der Behandlung und/oder
Prophylaxe von Erkrankungen bei Menschen oder Tieren, insbesondere
bakteriellen Infektionskrankheiten.
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Die Naturstoffe Moiramid B (R
a = Wasserstoff, R
b =
Methyl) und Andrimid (R
a = Wasserstoff,
R
b = Propenyl) sind als antibakteriell wirksam
beschrieben, während
Moiramid C (R
a = Hydroxy, R
b =
Propenyl) unwirksam ist. (A. Fredenhagen, S. Y. Tamura, P. T. M.
Kenny, H. Komura, Y. Naya, K. Nakanishi, J. Am. Chem. Soc. 1987,
109, 4409–4411;
J. Needham, M. T. Kelly, M. Ishige, R. J. Andersen, J. Org. Chem.
1994, 59, 2058–2063; M.
P. Singh, M. J. Mroczenski-Wildey, D. A. Steinberg, R. J. Andersen,
W. M. Maiese, M. Greenstein, J. Antibiot. 1997, 50(3), 270–273). Die
Isolierung und antibakterielle Wirksamkeit von Andrimid ist auch
in
EP-A-250 115 beschrieben.
JP 01301657 beschreibt
die Verwendung von Andrimid und einiger amidischer Derivate als agrochemische
Antibiotika.
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Die Synthese von Andrimid wird in
A. V. Rama Rao, A. K. Singh, Ch. V. N. S. Varaprasad, Tetrahedron Letters
1991, 32, 4393–4396
beschrieben, diejenige von Moiramid B und Andrimid in S. G. Davies,
D. J. Dixon, J. Chem. Soc. Perkin Trans. 1 1998, 2635–2643.
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Auf dem Markt sind zwar strukturell
andersartige antibakteriell wirkende Mittel vorhanden, es kann aber
regelmäßig zu einer
Resistenzentwicklung kommen. Neue Mittel für eine bessere und wirksame
Therapie sind daher wünschenswert.
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Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist es daher, neue und alternative Verbindungen mit gleicher oder
verbesserter antibakterieller Wirkung zur Behandlung von bakteriellen
Erkrankungen bei Menschen und Tieren zur Verfügung zu stellen.
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Überraschenderweise
wurde gefunden, dass Derivate dieser Verbindungsklasse, worin die
Isopropylseitenkette durch größere Alkylreste
ersetzt wird, antibakteriell wirksam sind.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung
sind daher Verbindungen der Formel
worin
R
1 Alkyl,
Alkenyl oder Alkinyl bedeutet,
R
2 Wasserstoff
oder Methyl bedeutet,
R
3 Wasserstoff
oder C
1-C
3-Alkyl
bedeutet,
R
4 Wasserstoff oder C
1-C
3-Alkyl bedeutet,
R
5 Halogen, Trifluormethyl, Trifluormethoxy,
Nitro, Amino, Alkylamino, Hydroxy, Alkyl, Alkoxy, Carboxyl, Alkoxycarbonyl,
Aminocarbonyl, Alkylaminocarbonyl, Aryl oder Heteroaryl bedeutet,
und/oder
zwei
Substituenten R
5 zusammen mit dem Phenylring,
an den sie gebunden sind, einen Bicyclus bilden, wobei die beiden
Substituenten R
5 zusammen mit den Kohlenstoffatomen,
an die sie gebunden sind, einen 5- bis 8-gliedrigen Carbocyclus
oder einen 5- bis 8-gliedrigen Heterocyclus bilden, wobei der gebildete
Carbocyclus oder Heterocyclus substituiert sein kann mit 0, 1 oder
2 Substituenten R
5–1, wobei die Substituenten
R
5–1 unabhängig voneinander
ausgewählt
werden aus der Gruppe bestehend aus Halogen, Nitro, Amino, Trifluormethyl, Hydroxy,
Alkyl und Alkoxy,
R
6 C
4-C
8-Alkyl oder C
4-C
8-Cycloalkyl bedeutet,
wobei R
6 substituiert sein kann mit 0, 1 oder 2
Substituenten R
6–1, wobei die Substituenten
R
6–1 unabhängig voneinander
ausgewählt
werden aus der Gruppe bestehend aus Halogen, Nitro, Amino, Trifluormethyl,
Hydroxy, Alkyl und Alkoxy,
n eine Zahl 0, 1, 2 oder 3 bedeutet,
wobei
bei n gleich 2 oder 3 die Reste R
5 gleich
oder verschieden sein können.
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Die erfindungsgemäßen Verbindungen können auch
in Form ihrer Salze, Solvate oder Solvate der Salze vorliegen.
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Die erfindungsgemäßen Verbindungen können in
Abhängigkeit
von ihrer Struktur in stereoisomeren Formen (Enantiomere, Diastereomere)
existieren. Die Erfindung betrifft daher die Enantiomeren oder Diastereomeren
und ihre jeweiligen Mischungen. Aus solchen Mischungen von Enantiomeren
und/oder Diastereomeren lassen sich die stereoisomer einheitlichen
Bestandteile in bekannter Weise isolieren.
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Die Erfindung betrifft in Abhängigkeit
von der Struktur der Verbindungen auch Tautomere der Verbindungen.
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Als Salze sind im Rahmen der Erfindung
physiologisch unbedenkliche Salze der erfindungsgemäßen Verbindungen
bevorzugt.
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Physiologisch unbedenkliche Salze
der Verbindungen (I) umfassen Säureadditionssalze
von Mineralsäuren,
Carbonsäuren
und Sulfonsäuren,
z.B. Salze der Chlorwasserstoffsäure,
Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Methansulfonsäure, Ethansulfonsäure, Toluolsulfonsäure, Benzolsulfonsäure, Naphthalindisulfonsäure, Essigsäure, Propionsäure, Milchsäure, Weinsäure, Äpfelsäure, Zitronensäure, Fumarsäure, Maleinsäure und
Benzoesäure.
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Physiologisch unbedenkliche Salze
der Verbindungen (I) umfassen auch Salze üblicher Basen, wie beispielhaft
und vorzugsweise Alkalimetallsalze (z.B. Natrium- und Kaliumsalze),
Erdalkalisalze (z.B. Calcium- und Magnesiumsalze) und Ammoniumsalze,
abgeleitet von Ammoniak oder organischen Aminen mit 1 bis 16 C-Atomen,
wie beispielhaft und vorzugsweise Ethylamin, Diethylamin, Triethylamin,
Ethyldiisopropylamin, Monoethanolamin, Diethanolamin, Triethanolamin,
Dicyclo-hexylamin, Dimethylaminoethanol, Prokain, Dibenzylamin,
N-Methylmorpholin, Dihydroabiethylamin, Arginin, Lysin, Ethylendiamin
und Methylpiperidin.
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Als Solvate werden im Rahmen der
Erfindung solche Formen der Verbindungen bezeichnet, welche in festem
oder flüssigem
Zustand durch Koordination mit Lösungsmittelmolekülen einen
Komplex bilden. Hydrate sind eine spezielle Form der Solvate, bei
denen die Koordination mit Wasser erfolgt.
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Im Rahmen der vorliegenden Erfindung
haben die Substituenten und die im Zusammenhang mit ihnen gebrauchten
Begriffe, soweit nicht anders spezifiziert, die folgende Bedeutung:
Alkyl
sowie die Alkylteile in Alkoxy, Mono- und Dialkylamino, Alkylsulfonyl
steht für
geradliniges oder verzweigtes Alkyl und umfasst, wenn nicht anders
angegeben, C1-C6-Alkyl,
insbesondere Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl und Isobutyl.
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Alkenyl umfasst lineares und verzweigtes
Alkenyl, wie z.B. Vinyl, Allyl, Prop-1-en-1-yl, Isopropenyl, But-1-enyle, But-2-enyle,
Buta-1.2-dienyle, Buta-1.3-dienyle.
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Alkinyl umfasst lineares und verzweigtes
Alkinyl, wie z.B. Ethinyl, n-Prop-2-in-1-yl, n-But-2-in-1-yl.
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Carbocyclus steht für eine gesättigte oder
ungesättigte,
gegebenenfalls aromatische, cyclische Gruppe, die ausschließlich Kohlenstoffatome
im Ring enthält
und im allgemeinen 3- bis 8-gliedrig ist. Carbocyclen sind beispielsweise
die Substituenten Cycloalkyl und Aryl oder werden von Substituenten
zusammen mit den Kohlenstoffatomen gebildet, an die sie gebunden
sind.
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Cycloalkyl umfasst monocyclisches
C3-C8-Alkyl, wie
z.B. Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cycloheptyl,
Cyclooctyl.
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Alkoxy steht im Rahmen der Erfindung
vorzugsweise für
einen geradkettigen oder verzweigten Alkoxyrest insbesondere mit
1 bis 6, 1 bis 4 bzw. 1 bis 3 Kohlenstoffatomen. Bevorzugt ist ein
geradkettiger oder verzweigter Alkoxyrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen.
Beispielhaft und vorzugsweise seien genannt: Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy,
Isopropoxy, t-Butoxy, n-Pentoxy und n-Hexoxy.
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Alkoxycarbonyl steht im Rahmen der
Erfindung vorzugsweise für
einen geradkettigen oder verzweigten Alkoxyrest mit 1 bis 6 bzw.
1 bis 4 Kohlenstoffatomen, der über
eine Carbonylgruppe verknüpft
ist. Bevorzugt ist ein geradkettiger oder verzweigter Alkoxycarbonylrest
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispielhaft und vorzugsweise seien
genannt: Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl, n-Propoxycarbonyl, Isopropoxycarbonyl
und t-Butoxycarbonyl.
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Alkylamino steht im Rahmen der Erfindung
für eine
Amino-Gruppe mit einem oder zwei (unabhängig voneinander gewählten) geradkettigen
oder verzweigten Alkylsubstituenten, die vorzugsweise 1 bis 6, 1
bis 4 bzw. 1 bis 2 Kohlenstoffatome aufweisen. Bevorzugt sind geradkettige
oder verzweigte Alkylamino-Reste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen.
Beispielhaft und vorzugsweise seien genannt: Methylamino, Ethylamino,
n-Propylamino, Isopropylamino, t-Butylamino, n-Pentylamino, n-Hexylamino,
N,N-Dimethylamino, N,N-Diethylamino, N-Ethyl-N-methylamino, N-Methyl-N-n-propylamino,
N-Isopropyl-N-n-propylamino, N-t-Butyl-N-methylamino, N-Ethyl-N-n-pentylamino und
N-n-Hexyl-N-methylamino.
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Alkylaminocarbonyl steht im Rahmen
der Erfindung für
eine Amino-Gruppe, die über
eine Carbonylgruppe verknüpft
ist und die einen geradkettigen oder verzweigten bzw. zwei gleiche
oder verschiedene geradkettige oder verzweigte Alkylsubstituenten
mit vorzugsweise jeweils 1 bis 4 bzw. 1 bis 2 Kohlenstoffatomen aufweist.
Beispielhaft und vorzugsweise seien genannt: Methylaminocarbonyl,
Ethylaminocarbonyl, Isopropylaminocarbonyl, t-Butylaminocarbonyl,
N,N-Dimethylaminocarbonyl, N,N-Diethylaminocarbonyl, N-Ethyl-N-methylaminocarbonyl
und N-t-Butyl-N-methylaminocarbonyl.
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Aryl steht im allgemeinen für einen
aromatischen Rest mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen. Bevorzugte Arylreste
sind Phenyl und Naphthyl.
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Heteroaryl (Heteroaromat) steht für einen
5- bis 10-gliedrigen aromatischen Heterocyclus mit bis zu 3 Heteroatomen
aus der Reihe S, O und/oder N, beispielsweise für Pyridyl, Pyrimidyl, Thienyl,
Furyl, Pyrrolyl, Thiazolyl, N-Triazolyl, Oxazolyl oder Imidazolyl.
Bevorzugt sind Pyridyl, Furyl, Thienyl und Thiazolyl.
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Heterocyclyl (Heterocyclus) steht
für einen
gegebenenfalls über
ein Stickstoffatom gebundenen 3- bis 8-gliedrigen gesättigten
oder ungesättigten,
nicht aromatischen Heterocyclus, der bis zu 3 Heteroatome aus der
Reihe S, O und N enthalten kann. Er kann aus zwei Substituentengruppen
zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, gebildet
werden und schließt
z.B. Morpholinyl, Piperidinyl, Piperazinyl, Methylpiperazinyl, Thiomorpholinyl
oder Pyrrolidinyl ein sowie 3-, 7- und 8-gliedrige Heterocyclen, wie z.B. Aziridine
(z.B. 1-Azacyclopropan-1-yl), Azetidine (z.B. 1-Azacyclobutan-1-yl)
und Azepine (z.B. 1-Azepan-1-yl) ein. Die ungesättigten Vertreter können 1 bis
2 Doppelbindungen im Ring enthalten.
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Halogen steht für Fluor, Chlor, Brom oder Jod,
wobei Fluor und Chlor bevorzugt sind, wenn nichts anderes angegeben
ist.
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Die oben aufgeführten allgemeinen oder in Vorzugsbereichen
angegebenen Restedefinitionen gelten sowohl für die Endprodukte der Formel
(I) als auch entsprechend für
die jeweils zur Herstellung benötigten Ausgangsstoffe
bzw. Zwischenprodukte.
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Die in den jeweiligen Kombinationen
bzw. bevorzugten Kombinationen von Resten im einzelnen angegebenen
Restedefinitionen werden unabhängig
von den jeweilig angegebenen Kombinationen der Reste beliebig auch
durch Restedefinitionen anderer Kombinationen ersetzt.
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In einer weiteren Ausführungsform
betrifft die Erfindung Verbindungen der Formel (I),
worin
R1 CI-C10-Alkyl,
C2-C10-Alkenyl oder
C2-C10-Alkinyl bedeutet,
R2 Wasserstoff bedeutet,
R3 Wasserstoff
oder Methyl bedeutet,
R4 Methyl bedeutet,
R5 Fluor, Chlor, Trifluormethyl, Trifluormethoxy,
Nitro, Amino, Alkylamino, Hydroxy, Alkyl, Alkoxy, Alkoxycarbonyl,
Aminocarbonyl, Phenyl oder 5- bis
6-gliedriges Heteroaryl bedeutet,
oder
zwei Substituenten
R5 zusammen mit den Kohlenstoffatomen, an
die sie gebunden sind, einen 5- bis 6-gliedrigen Carbocyclus oder
5- bis 6-gliedrigen Heterocyclus bilden,
R6 C4-C7-Alkyl oder C4-C7-Cycloalkyl bedeutet,
wobei
R6 substituiert sein kann mit 0, 1 oder
2 Substituenten R6–1, wobei die Substituenten
R6–1 unabhängig voneinander
ausgewählt
werden aus der Gruppe bestehend aus Halogen, Alkoxy, Alkyl und Trifluormethyl,
n
eine Zahl 0, 1 oder 2 bedeutet,
wobei bei n gleich 2 die Reste
R5 gleich oder verschieden sein können.
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In einer weiteren Ausführungsform
betrifft die Erfindung Verbindungen der Formel (I),
worin
R1 C2-C10-Alkyl
oder C2-C10-Alkenyl
bedeutet,
R2 Wasserstoff bedeutet,
R3 Wasserstoff oder Methyl bedeutet,
R4 Methyl bedeutet,
R5 Fluor,
Chlor, Trifluormethyl, C1-C4-Alkyl,
C1-C4-Alkoxy, Methoxycarbonyl,
Phenyl oder Pyridyl bedeutet,
oder
zwei Substituenten
R5 zusammen mit dem Phenylring, an den sie
gebunden sind, ein 1,3-Benzodioxol oder ein 1,4-Benzodioxan bilden,
R6 C4-C6-Alkyl
oder C4-C6-Cycloalkyl
bedeutet,
n eine Zahl 0, 1 oder 2 bedeutet,
wobei bei
n gleich 2 die Reste R5 gleich oder verschieden
sein können.
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In einer weiteren Ausführungsform
betrifft die Erfindung Verbindungen der Formel (I),
worin
R1 C5-C8-Alkyl
oder C5-C8-Alkenyl
bedeutet,
R2 Wasserstoff bedeutet,
R3 Wasserstoff bedeutet,
R4 Methyl
bedeutet,
R5 Fluor, Chlor, Trifluormethyl,
C1-C4-Alkyl, C1-C3-Alkoxy, Phenyl
oder Pyridyl bedeutet,
R6 Isobutyl,
Isopentyl, Cyclopentyl oder Cyclohexyl bedeutet,
n eine Zahl
0, 1 oder 2 bedeutet,
wobei bei n gleich 2 die Reste R5 gleich oder verschieden sein können.
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Bevorzugt im Rahmen der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen der Formel (I), welche die Formel (Ia)
aufweisen:
worin
R
1 bis
R
6 und n wie oben definiert sind.
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Bevorzugt im Rahmen der vorliegenden
Erfindung sind auch Verbindungen der Formel (I), worin
R1 C5-C8-Alkyl
oder C5-C8-Alkenyl
bedeutet.
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Bevorzugt im Rahmen der vorliegenden
Erfindung sind auch Verbindungen der Formel (I), worin R2 Wasserstoff bedeutet.
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Bevorzugt im Rahmen der vorliegenden
Erfindung sind auch Verbindungen der Formel (I), worin R3 Wasserstoff bedeutet.
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Bevorzugt im Rahmen der vorliegenden
Erfindung sind auch Verbindungen der Formel (I), worin R4 Methyl bedeutet.
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Bevorzugt im Rahmen der vorliegenden
Erfindung sind auch Verbindungen der Formel (I), worin R5 Wasserstoff bedeutet.
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Bevorzugt im Rahmen der vorliegenden
Erfindung sind auch Verbindungen der Formel (I), worin n gleich
1 ist und R5 Fluor, Chlor, Trifluormethyl,
C1-C4-Alkyl, Alkoxy,
Phenyl oder Pyridyl bedeutet, wobei R5 in der
meta- oder para-Position des Ringes vorliegt.
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Bevorzugt im Rahmen der vorliegenden
Erfindung sind auch Verbindungen der Formel (I), worin n gleich
2 oder 3 ist und zwei Substituenten R5 zusammen
Propan-1,3-diyl, Butan-1,4-diyl, 1,3-Dioxa-propan-1,3-diyl oder
1,4-Dioxa-propan-1,4-diyl
bedeuten, wobei der gebildete Carbocyclus oder Heterocyclus substituiert
ist mit 0, 1 oder 2 Substituenten R5–1,
insbesondere mit 0 Substituenten R5–1.
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Bevorzugt im Rahmen der vorliegenden
Erfindung sind auch Verbindungen der Formel (I), worin R6 C4-C6-Alkyl
oder C4-C6-Cycloalkyl
bedeutet.
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Bevorzugt im Rahmen der vorliegenden
Erfindung sind auch Verbindungen der Formel (I), worin R6 Isobutyl, Isopentyl, Cyclopentyl oder Cyclohexyl
bedeutet.
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Bevorzugt im Rahmen der vorliegenden
Erfindung sind auch folgende Verbindungen:
(2E,4E)-N-{(1S)-3-[((1S,2S)-2-Methyl-1-{[(3R,4S)-4-methyl-2,5-dioxo-3-pyrrolidinyl]carbonyl}butyl)amino]-3-oxo-1-phenylpropyl}-2,4-hexadienamid
(2E,4E)-N-{(1S)-3-[((1S,2R)-2-Methyl-1-{[(3R,4S)-4-methyl-2,5-dioxo-3-pyrrolidinyl]carbonyl}butyl)amino]-3-oxo-1-phenylpropyl}-2,4-hexadienamid
(2E,4E)-N-[(1S)-3-({1-Cyclopentyl-2-[(3R,4S)-4-methyl-2,5-dioxo-3-pyrrolidinyl]-2-oxoethyl}amino)-3-oxo-1-phenylpropyl]-2,4-hexadienamid
(2E,4F)-N-{(1S)-3-[(2-Ethyl-1-{[(3R,4S)-4-methyl-2,5-dioxo-3-pyrrolidinyl]-carbonyl}butyl)amino]-3-oxo-1-phenylpropyl}-2,4-hexadienamid
(2E)-N-{(1S)-3-[(2-Ethyl-1-{[(3R,4S)-4-methyl-2,5-dioxo-3-pyrrolidinyl]-carbonyl}butyl)amino]-3-oxo-1-phenylpropyl}-2-octenamid
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Die Erfindung betrifft weiterhin
Verfahren zur Herstellung der Verbindungen der Formel (I), dadurch
gekennzeichnet, dass
- [A] Verbindungen der Formel
(II) worin
R2 bis
R6 und n die oben angegebene Bedeutung aufweisen,
mit Verbindungen der Formel (III)
worin
R1 die
oben angegebene Bedeutung aufweist,
wobei diese gegebenenfalls
in aktivierter Form vorliegen können,
umgesetzt werden,
oder
- [B] Verbindungen der Formel (IV) worin
R3,
R4 und R6 die oben
angegebene Bedeutung aufweisen,
mit Verbindungen der Formel
(V) worin R1,
R2, R5 und n die
oben angegebene Bedeutung aufweisen,
wobei diese gegebenenfalls
in aktivierter Form vorliegen können,
umgesetzt werden.
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Die Umsetzungen der oben genannten
Verfahren [A] und [B] erfolgen im allgemeinen in inerten Lösungsmitteln,
gegebenenfalls in Gegenwart einer Base, bevorzugt in einem Temperaturbereich
von Raumtemperatur bis zum Rückfluss
der Lösungsmittel
bei Normaldruck.
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Zur Überführung der Verbindungen in die
aktivierte Form sind beispielsweise Carbodiimide wie z.B. N,N'-Diethyl-, N,N,'-Dipropyl-, N,N'-Diisopropyl-, N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid,
N-(3-Dimethylaminoisopropyl)-N'-ethylcarbodiimid-Hydrochlorid
(EDC) (gegebenenfalls in Gegenwart von Pentafluorphenol (PFP)), N-Cyclohexylcarbodiimid-N'-propyloxymethyl-Polystyrol
(PS-Carbodiimid) oder Carbonylverbindungen wie Carbonyldiimidazol,
oder 1,2-Oxazoliumverbindungen wie 2-Ethyl-5-phenyl-1,2-oxazolium-3-sulfat oder 2-tert.-Butyl-5-methyl-isoxazolium-perchlorat,
oder Acylaminoverbindungen wie 2-Ethoxy-1-ethoxycarbonyl-1,2-dihydrochinolin,
oder Propanphosphonsäureanhydrid,
oder Isobutylchloroformat, oder Bis-(2-oxo-3-oxazolidinyl)-phosphorylchlorid oder
Benzotriazolyloxy-tri(dimethylamino)phosphoniumhexafluorophosphat,
oder O-(Benzotriazol-1-yl)-N,N,N',N'-tetra-methyluronium-hexafluorophosphat
(HBTU), 2-(2-Oxo-1-(2H)-pyridyl)-1,1,3,3-tetramethyluroniumtetrafluoro-borat
(TPTU) oder O-(7-Azabenzotriazol-1-yl)-N,N,N',N'-tetramethyl-uroniumhexafluorophosphat
(HATU), oder 1-Hydroxybenztriazol (HOBt), oder Benzotriazol-1-yloxytris(dimethylamino)-phosphoniumhexafluoro-phosphat
(BOP), oder Mischungen aus diesen mit Basen geeignet.
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Basen sind beispielsweise Alkalicarbonate,
wie z.B. Natrium- oder Kaliumcarbonat, oder -hydrogencarbonat, oder
organische Basen wie Triallcylamine z.B. Triethylamin, N-Methylmorpholin,
N-Methylpiperidin, 4-Dimethylaminopyridin oder Diisopropylethylamin.
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Bevorzugt ist die Verwendung von
HATU mit Diisopropylethylamin und von EDC mit HOBt und Triethylamin.
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Inerte Lösungsmittel sind beispielsweise
Halogenkohlenwasserstoffe wie Dichlormethan oder Trichlormethan,
Kohlenwasserstoff wie Benzol, Xylol, Toluol, Hexan, Cyclohexan,
oder Erdölfraktionen,
Nitromethan, Dimethylformamid oder Acetonitril oder Ether wie Diethylether,
Tetrahydrofuran oder Dioxan. Ebenso ist es möglich, Gemische der Lösemittel
einzusetzen. Besonders bevorzugt sind Dichlormethan oder eine Mischung von
Dichlormethan und Dimethylformamid.
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Verfahren [A]
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Die Verbindungen der Formel (II)
sind bekannt oder können
hergestellt werden, indem Verbindungen der Formel (VI)
worin R
2 bis
R
6 und n die oben angegebene Bedeutung aufweisen,
mit
Säure,
insbesondere mit Salzsäure
oder Trifluoressigsäure
versetzt werden. Die Verbindungen der Formel (II) fallen dabei in
Form der entsprechenden Salze an, z.B. in Form ihrer Hydrochloride
und können
in dieser Form weiter eingesetzt werden oder durch chromatographische
Reinigung in ihre salzfreie Form überführt werden.
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Die Umsetzung erfolgt im allgemeinen
in inerten Lösungsmitteln,
bevorzugt in einem Temperaturbereich von Raumtemperatur bis 40°C bei Normaldruck.
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Inerte Lösungsmittel sind beispielsweise
Halogenkohlenwasserstoffe wie Dichlormethan oder Trichlormethan,
Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Xylol, Toluol, Hexan, Cyclohexan,
oder Erdölfraktionen,
Nitromethan, Dimethylformamid oder Acetonitril oder Ether wie Diethylether,
Tetrahydrofuran oder Dioxan. Ebenso ist es möglich, Gemische der Lösemittel
einzusetzen. Besonders bevorzugt ist die Verwendung von Salzsäure in Dioxan
oder Trifluoressigsäure
in Dichlormethan.
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Die Verbindungen der Formel (VI)
sind bekannt oder neu und können
hergestellt werden, indem Verbindungen der Formel (IV)
mit
Verbindungen der Formel (VII)
worin
R
2,
R
5 und n die oben angegebene Bedeutung aufweisen,
wobei
diese gegebenenfalls in aktivierter Form vorliegen können, umgesetzt
werden.
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Die Umsetzung erfolgt im allgemeinen
in inerten Lösungsmitteln,
gegebenenfalls in Gegenwart einer Base, bevorzugt in einem Temperaturbereich
von Raumtemperatur bis zum Rückfluss
der Lösungsmittel
bei Normaldruck.
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Zur Überführung der Verbindungen in die
aktivierte Form sind beispielsweise Carbodiimide wie z.B. N,N'-Diethyl-, N,N,'-Dipropyl-, N,N'-Diisopropyl-, N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid,
N-(3-Dimethylaminoisopropyl)-N'-ethylcarbodiimid-Hydrochlorid (EDC)
(gegebenenfalls in Gegenwart von Pentafluorphenol (PFP)), N-Cyclohexylcarbodiimid-N'-propyloxymethyl-Polystyrol
(PS-Carbodiimid) oder Carbonylverbindungen wie Carbonyldiimidazol,
oder 1,2-Oxazoliumverbindungen wie 2-Ethyl-5-phenyl-1,2-oxazolium-3-sulfat oder 2-tert.-Butyl-5-methyl-isoxazolium-perchlorat,
oder Acylaminoverbindungen wie 2-Ethoxy-1-ethoxycarbonyl-1,2-dihydrochinolin,
oder Propanphosphonsäureanhydrid,
oder Isobutylchloroformat, oder Bis-(2-oxo-3-oxazolidinyl)-phosphorylchlorid oder
Benzotriazolyloxy-tri(dimethylamino)phosphoniumhexafluorophosphat,
oder O-(Benzotriazol-1-yl)-N,N,N',N'-tetra-methyluronium-hexafluorophosphat
(HBTU), 2-(2-Oxo-1-(2H)-pyridyl)-1,1,3,3-tetramethyluroniumtetrafluoro-borat
(TPTU) oder O-(7-Azabenzotriazol-1-yl)-N,N,N',N'-tetramethyl-uroniumhexafluorophosphat
(HATU), oder 1-Hydroxybenztriazol (HOBt), oder Benzotriazol-1-yloxytris(dimethylamino)-phosphoniumhexafluoro-phosphat
(BOP), oder Mischungen aus diesen mit Basen geeignet.
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Basen sind beispielsweise Alkalicarbonate,
wie z.B. Natrium- oder Kaliumcarbonat, oder -hydrogencarbonat, oder
organische Basen wie Trialkylamine z.B. Triethylamin, N-Methylmorpholin,
N-Methylpiperidin, 4-Dimethylaminopyridin oder Diisopropylethylamin.
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Bevorzugt ist die Verwendung von
HATU mit Diisopropylethylamin und von EDC mit HOBt und Triethylamin.
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Inerte Lösungsmittel sind beispielsweise
Halogenkohlenwasserstoffe wie Dichlormethan oder Trichlormethan,
Kohlenwasserstoff wie Benzol, Xylol, Toluol, Hexan, Cyclohexan,
oder Erdölfraktionen,
Nitromethan, Dimethylformamid oder Acetonitril oder Ether wie Diethylether,
Tetrahydrofuran oder Dioxan. Ebenso ist es möglich, Gemische der Lösemittel
einzusetzen. Besonders bevorzugt sind Dichlormethan oder eine Mischung von
Dichlormethan und Dimethylformamid.
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Die Verbindungen der Formel (IV)
sind bekannt oder neu und können
hergestellt werden, indem Verbindungen der Formel (VIII)
worin
R
3,
R
4 und R
6 die oben
angegebene Bedeutung aufweisen,
mit Säure, insbesondere mit Salzsäure oder
Trifluoressigsäure
versetzt werden. Die Verbindungen der Formel (IV) fallen dabei in
Form der entsprechenden Salze an, z.B. in Form ihrer Hydrochloride
und können
in dieser Form weiter eingesetzt werden oder durch chromatographische
Reinigung in ihre salzfreie Form überführt werden.
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Die Umsetzung erfolgt im allgemeinen
in inerten Lösungsmitteln,
bevorzugt in einem Temperaturbereich von Raumtemperatur bis 40 °C bei Normaldruck.
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Inerte Lösungsmittel sind beispielsweise
Halogenkohlenwasserstoffe wie Dichlormethan oder Trichlormethan,
Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Xylol, Toluol, Hexan, Cyclohexan,
oder Erdölfraktionen,
Nitromethan, Dimethylformamid oder Acetonitril oder Ether wie Diethylether,
Tetrahydrofuran oder Dioxan. Ebenso ist es möglich, Gemische der Lösemittel
einzusetzen. Besonders bevorzugt ist die Verwendung von Salzsäure in Dioxan
oder Trifluoressigsäure
in Dichlormethan.
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Die Verbindungen der Formel (III)
sind bekannt oder können
nach literaturbekannten Verfahren hergestellt werden (Houben-Weyl,
Methoden der organischen Chemie, Bd. E5, Carbonsäuren und Carbonsäure-Derivate,
Thieme Verlag, Stuttgart, 1985).
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Die Verbindungen der Formel (VII)
sind bekannt oder können
nach literaturbekannten Vorschriften hergestellt werden. (Bzgl.
der Darstellung von aromatischen beta-Aminosäuren s. z. B. S. Rault, P.
Dallemagne, M. Robba, Bull. Soc. Chim. Fr. 1987, 1079–1083; S.
G. Davies et al., J. Chem. Soc., Chem. Commun. 1993, 1153–1155; V.
A. Soloshonok et al., Tetrahedron Asymmetry 1995, 1601–1610; bzgl.
der Umsetzung zu den tert.-Butoxycarbonyl-geschützten Verbindungen s. T. W.
Greene, P. G. M. Wuts, Protective Groups in Organic Synthesis, 3rd Edt. 1999, J. Wiley & Sons, Inc.).
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Die Verbindungen der Formel (VIII)
sind bekannt oder können
nach literaturbekannten Verfahren hergestellt werden. (Vgl. z.B.
S. G. Davies, D. J. Dixon, J. Chem. Soc., Perkin Trans. 1 1998,
2635–2643;
A. V. Rama Rao, A. K. Singh, Ch. V. N. S. Varaprasad, Tetrahedron
Letters 1991, 32, 4393–4396).
-
Verfahren [B]
-
Die Verbindungen der Formel (V) sind
bekannt oder. neu und können
hergestellt werden, indem Verbindungen der Formel (IX)
worin
R
1,
R
2, R
5 und n die
oben angegebene Bedeutung aufweisen, und R
7 für einen
Alkylrest steht, bevorzugt Methyl oder Ethyl, verseift werden.
-
Die Verseifung kann nach Standardverfahren
durchgeführt
werden, z.B. bei Raumtemperatur unter Normaldruck in einem Gemisch
aus Ethanol und Wasser mit 40 %iger Natronlauge oder in einem Gemisch
aus Dioxan und Wasser mit 10 %iger methanolischer Kaliumhydroxidlösung.
-
Die Verbindungen der Formel (IX)
sind bekannt oder neu und können
hergestellt werden, indem Verbindungen der Formel (X)
worin
R
2,
R
5, R
7 und n die
oben angegebene Bedeutung aufweisen,
mit Verbindungen der Formel
(III), wobei diese gegebenenfalls in aktivierter Form vorliegen
können,
umgesetzt werden.
-
Die Umsetzung erfolgt im allgemeinen
in inerten Lösungsmitteln,
gegebenenfalls in Gegenwart einer Base, bevorzugt in einem Temperaturbereich
von Raumtemperatur bis zum Rückfluss
der Lösungsmittel
bei Normaldruck.
-
Zur Überführung der Verbindungen in die
aktivierte Form sind beispielsweise Carbodiimide wie z.B. N,N'-Diethyl-, N,N,'-Dipropyl-, N,N'-Diisopropyl-, N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid,
N-(3-Dimethylaminoisopropyl)-N'-ethylcarbodiimid-Hydrochlorid
(EDC) (gegebenenfalls in Gegenwart von Pentafluorphenol (PFP)), N-Cyclohexylcarbodiimid-N'-propyloxymethyl-Polystyrol
(PS-Carbodiimid) oder Carbonylverbindungen wie Carbonyldiimidazol,
oder 1,2-Oxazoliumverbindungen wie 2-Ethyl-5-phenyl-1,2-oxazolium-3-sulfat oder 2-tert.-Butyl-5-methyl-isoxazolium-perchlorat,
oder Acylaminoverbindungen wie 2-Ethoxy-1-ethoxycarbonyl-1,2-dihydrochinolin,
oder Propanphosphonsäureanhydrid,
oder Isobutylchloroformat, oder Bis-(2-oxo-3- oxazolidinyl)-phosphorylchlorid oder
Benzotriazolyloxy-tri(dimethylamino)phosphoniumhexafluorophosphat,
oder O-(Benzotriazol-1-yl)-N,N,N',N'-tetra-methyluronium-hexafluorophosphat
(HBTU), 2-(2-Oxo-1-(2H)-pyridyl)-1,1,3,3-tetramethyluroniumtetrafluoro-borat
(TPTU) oder O-(7-Azabenzotriazol-1-yl)-N,N,N',N'-tetramethyl-uroniumhexafluorophosphat
(HATU), oder 1-Hydroxybenztriazol (HOBt), oder Benzotriazol-1-yloxytris(dimethylamino)-phosphoniumhexafluoro-phosphat
(BOP), oder Mischungen aus diesen mit Basen geeignet.
-
Basen sind beispielsweise Alkalicarbonate,
wie z.B. Natrium- oder Kaliumcarbonat, oder -hydrogencarbonat, oder
organische Basen wie Trialkylamine z.B. Triethylamin, N-Methylmorpholin,
N-Methylpiperidin, 4-Dimethylaminopyridin oder Diisopropylethylamin.
-
Bevorzugt ist die Verwendung von
HATU mit Diisopropylethylamin und von EDC mit HOBt und Triethylamin.
-
Inerte Lösungsmittel sind beispielsweise
Halogenkohlenwasserstoffe wie Dichlormethan oder Trichlormethan,
Kohlenwasserstoff wie Benzol, Xylol, Toluol, Hexan, Cyclohexan,
oder Erdölfraktionen,
Nitromethan, Dimethylformamid oder Acetonitril oder Ether wie Diethylether,
Tetrahydrofuran oder Dioxan. Ebenso ist es möglich, Gemische der Lösemittel
einzusetzen. Besonders bevorzugt sind Dichlormethan oder eine Mischung von
Dichlormethan und Dimethylformamid.
-
Die Verbindungen der Formel (X) sind
bekannt oder neu und können
analog literaturbekannten Verfahren hergestellt werden (Bzgl. der
Darstellung von aromatischen beta-Aminosäuren und ihrer Umwandlung in
die entsprechenden Alkylester s. z. B. S. Rault, P. Dallemagne,
M. Robba, Bull. Soc. Chim. Fr., 1987, 1079–1083; S. G. Davies et al.,
J. Chem. Soc., Chem. Commun., 1993, 1153–1155; V. A. Soloshonok et
l1., Tetrahedron Asymmetry, 1995, 1601–1610; S. J. Faulconbridge
et al., Tetrahedron Letters, 2000, 41, 2679–2682).
-
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen
kann durch folgende Syntheseschemata verdeutlicht werden.
-
-
-
Die vorliegende Erfindung betrifft
weiterhin Verbindungen der Formel (I) zur Bekämpfung von Erkrankungen, insbesondere
bakterieller Erkrankungen, sowie Arzneimittel, enthaltend Verbindungen
der Formel (I) und Hilfsstoffe und auch die Verwendung von Verbindungen
der Formel (I) zur Herstellung eines Arzneimittels zur Behandlung
von bakteriellen Erkrankungen.
-
Besonders wirksam sind die erfindungsgemäßen Zubereitungen
gegen Bakterien und bakterienähnliche
Mikroorganismen. Sie sind daher besonders gut zur Prophylaxe und
Chemotherapie von lokalen und systemischen Infektionen in der Human-
und Tiermedizin geeignet, die durch diese Erreger hervorgerufen
werden.
-
Beispielsweise können lokale und/oder systemische
Erkrankungen behandelt und/oder verhindert werden, die durch die
folgenden Erreger oder durch Mischungen der folgenden Erreger verursacht
werden:
Gram-positive Kokken, z.B. Staphylokokken (Staph. aureus,
Staph. epidermidis), Enterokokken (E. faecalis, E. faecius) und
Streptokokken (Strept. agalactiae, Strept. pneumoniae); gram-negative
Kokken (Neisseria gonorrhoeae) sowie gram-negative Stäbchen wie
Enterobakteriaceen, z.B. Escherichia coli, Hämophilus influenzae, Citrobacter
(Citrob. freundii, Citrob. divernis), Salmonella und Shigella; ferner
Klebstellen (Klebs. pneumoniae, Klebs. oxytocy), Enterobacter (Ent.
aerogenes, Ent. agglomerans), Hafnia, Serratia (Serr. marcescens),
Providencia, Yersinia, sowie die Gattung Acinetobacter. Darüber hinaus
umfaßt
das antibakterielle Spektrum strikt anaerobe Bakterien wie z.B.
Bacteroides fragilis, Vertreter der Gattung Peptococcus, Peptostreptococcus
sowie die Gattung Clostridium; ferner Mykoplasmen (M. pneumoniae,
M. hominis, M. urealyticum) sowie Mykobakterien, z.B. Mycobacterium
tuberculosis.
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Die obige Aufzählung von Erregern ist lediglich
beispielhaft und keineswegs beschränkend aufzufassen. Als Krankheiten,
die durch die genannten Erreger oder Mischinfektionen verursacht
und durch die erfindungsgemäßen Zubereitungen
verhindert, gebessert oder geheilt werden können, seien beispielsweise
genannt:
Infektionskrankheiten beim Menschen wie z. B. septische
Infektionen, Knochen- und Gelenkinfektionen, Hautinfektionen, postoperative
Wundinfektionen, Abszesse, Phlegmone, Wundinfektionen, infizierte
Verbrennungen, Brandwunden, Infektionen im Mundbereich, Infektionen
nach Zahnoperationen, septische Arthritis, Mastitis, Tonsillitis,
Genital-Infektionen und Augeninfektionen.
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Außer beim Menschen können bakterielle
Infektionen auch bei anderen Spezies behandelt werden. Beispielhaft
seien genannt:
Schwein: Coli-diarrhoe, Enterotoxamie, Sepsis,
Dysenterie, Salmonellose, Metritis-Mastitis-Agalaktiae-Syndrom, Mastitis;
Wiederkäuer (Rind,
Schaf, Ziege): Diarrhoe, Sepsis, Bronchopneumonie, Salmonellose,
Pasteurellose, Mykoplasmose, Genitalinfektionen;
Pferd: Bronchopneumonien,
Fohlenlähme,
puerperale und postpuerperale Infektionen, Salmonellose;
Hund
und Katze: Bronchopneumonie, Diarrhoe, Dermatitis, Otitis, Harnwegsinfekte,
Prostatitis;
Geflügel
(Huhn, Pute, Wachtel, Taube, Ziervögel und andere): Mycoplasmose,
E. coli-Infektionen, chronische Luftwegserkrankungen, Salmonellose,
Pasteurellose, Psittakose.
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Ebenso können bakterielle Erkrankungen
bei der Aufzucht und Haltung von Nutz- und Zierfischen behandelt werden, wobei
sich das antibakterielle Spektrum über die vorher genannten Erreger
hinaus auf weitere Erreger wie z.B. Pasteurella, Brucella, Campylobacter,
Listeria, Erysipelothris, Corynebakterien, Borellia, Treponema,
Nocardia, Rikettsie, Yersinia, erweitert.
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Der Wirkstoff kann systemisch und/oder
lokal wirken. Zu diesem Zweck kann er auf geeignete Weise appliziert
werden, wie z.B. oral, parenteral, pulmonal, nasal, sublingual,
lingual, buccal, rectal, transdermal, conjunctival, otisch oder
als Implantat.
-
Für
diese Applikationswege kann der Wirkstoff in geeigneten Applikationsformen
verabreicht werden.
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Für
die orale Applikation eignen sich bekannte, den Wirkstoff schnell
und/oder modifiziert abgebende Applikationsformen, wie z.B. Tabletten
(nichtüberzogene
sowie überzogene
Tabletten, z.B. mit magensaftresistenten Überzüge versehene Tabletten oder
Filmtabletten), Kapseln, Dragees, Granulate, Pellets, Pulver, Emulsionen,
Suspensionen und Lösungen.
-
Die parenterale Applikation kann
unter Umgehung eines Resorptionsschrittes geschehen (intravenös, intraarteriell,
intrakardial, intraspinal oder intralumbal) oder unter Einschaltung
einer Resorption (intramuskulär, subcutan,
intracutan, percutan, oder intraperitoneal). Für die parenterale Applikation
eignen sich als Applikationsformen u.a. Injektions- und Infusionszubereitungen
in Form von Lösungen,
Suspensionen, Emulsionen, Lyophilisaten und sterilen Pulvern.
-
Bevorzugt ist die parenterale, insbesondere
die intravenöse
Applikation.
-
Für
die sonstigen Applikationswege eignen sich z.B. Inhalationsarzneiformen
(u.a. Pulverinhalatoren, Nebulizer), Nasentropfen/-lösungen,
Sprays; lingual, sublingual oder buccal zu applizierende Tabletten
oder Kapseln, Suppositorien, Ohren- und Augenpräparationen, Vaginalkapseln,
wässrige
Suspensionen (Lotionen, Schüttelmixturen),
lipophile Suspensionen, Salben, Cremes, Milch, Pasten, Streupuder
oder Implantate.
-
Die Wirkstoffe können in an sich bekannter Weise
in die angeführten
Applikationsformen überführt werden.
Dies geschieht unter Verwendung inerter nichttoxischer, pharmazeutisch
geeigneter Hilfsstoffe. Hierzu zählen
u.a. Trägerstoffe
(z.B. mikrokristalline Cellulose), Lösungsmittel (z.B. flüssige Polyethylenglycole), Emulgatoren
(z.B. Natriumdodecylsulfat), Dispergiermittel (z.B. Polyvinylpyrrolidon),
synthetische und natürliche
Biopolymere (z.B. Albumin), Stabilisatoren (z.B. Antioxidantien
wie Ascorbinsäure),
Farbstoffe (z.B. anorganische Pigmente wie Eisenoxide) oder Geschmacks-
und/oder Geruchskorrigentien.
-
Im Allgemeinen hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, bei parenteraler Applikation Mengen von etwa 5 bis 250
mg/kg Körpergewicht
je 24 Stunden zur Erzielung wirksamer Ergebnisse zu verabreichen.
Bei oraler Applikation beträgt
die Menge etwa 5 bis 100 mg/kg Körpergewicht
je 24 Stunden.
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Trotzdem kann es gegebenenfalls erforderlich
sein, von den genannten Mengen abzuweichen, und zwar in Abhängigkeit
von Körpergewicht,
Applikationsweg, individuellem Verhalten gegenüber dem Wirkstoff, Art der
Zubereitung und Zeitpunkt bzw. Intervall, zu welchem die Applikation
erfolgt.
-
Die Prozentangaben in den folgenden
Tests und Beispielen sind, sofern nicht anders angegeben, Gewichtsprozente;
Teile sind Gewichtsteile. Lösungsmittelverhältnisse,
Verdünnungsverhältnisse
und Konzentrationsangaben von flüssig/flüssig-Lösungen beziehen
sich jeweils auf das Volumen.
-
A. Beispiele
-
Abkürzungen:
| Boc | tert.-Butoxycarbonyl |
| CDCl3 | Deuterochloroform |
| DIEA | N,N-Diisopropylethylamin |
| DMSO | Dimethylsulfoxid |
| d. Th. | der Theorie |
| EDC | N-(3-Dimethylaminoisopropyl)-N'-ethylcarbodiimid-Hydrochlorid |
| eq. | Äquivalent |
| ES | Elektrospray-Ionisation (bei MS) |
| Fmoc | Fluorenylmethoxycarbonyl |
| ges. | gesättigt |
| HATU | O-(7-Azabenzotriazol-1-yl)-N,N,N',N'-tetramethyluronium-Hexafluorphosphat |
| h | Stunde |
| HOBt | 1-Hydroxybenzotriazol |
| HPLC | Hochdruck-, Hochleistungsflüssigchromatographie |
| LC-MS | Flüssigchromatographie-gekoppelte
Massenspektroskopie |
| MS | Massenspektroskopie |
| MW | Molekulargewicht [g/mol] |
| NMR | Kernresonanzspektroskopie |
| PS-DIEA | N,N-Diisopropylethylamin-Polystyrol (-Harz) |
| Rf | Retentionsindex (bei DC) |
| RP-HPLC | Reverse Phase HPLC |
| RT | Raumtemperatur |
| Rt | Retentionszeit (bei HPLC) |
| THF | Tetrahydrofuran |
-
HPLC und LC-MS Methoden:
-
Methode 1: Säule: Kromasil C18, L-R Temperatur:
30°C, Fluß = 0.75
mlmin–1,
Eluent: A = 0.01 M HClO4, B = CH3CN, Gradient: → 0.5 min 98%A → 4.5 min
10%A → 6.5
min 10%A
-
Methode 2: Säule: Kromasil C18 60*2, L-R
Temperatur: 30°C,
Fluß =
0.75 mlmin–1,
Eluent: A = 0.01 M H3PO4,
B = CH3CN, Gradient: → 0.5 min 90%A → 4.5 min
10%A → 6.5
min 10%A
-
Methode 3: Säule: Kromasil C18 60*2, L-R
Temperatur: 30°C,
Fluß =
0.75 mlmin–1,
Eluent: A = 0.005 M HClO4, B = CH3CN, Gradient: → 0.5 min 98%A → 4.5 min
10%A → 6.5
min 10%A
-
Methode 4: Säule: Symmetry C18 2.1x150 mm,
Säulenofen:
50°C, Fluß = 0.6
mlmin–1,
Eluent: A = 0.6 g 30%ige HCl/l Wasser, B = CH3CN,
Gradient: 0.0 min 90%A → 4.0
min 10%A → 9
min 10%A
-
Methode 5: Instrument Micromass Quattro
LCZ Säule
Symmetry C18, 50 mm x 2.1 mm, 3.5 μm, Temperatur: 40°C, Fluss
= 0.5 mlmin–1,
Eluent A = CH3CN + 0.1% Ameisensäure, Eluent
B = Wasser + 0.1% Ameisensäure,
Gradient: 0.0 min 10% A → 4
min 90% A → 6
min 90% A
-
Methode 6: Instrument Micromass Platform
LCZ Säule
Symmetry C18, 50 mm x 2.1 mm, 3.5 μm, Temperatur: 40°C, Fluss
= 0.5 mlmin–1,
Eluent A = CH3CN + 0.1% Ameisensäure, Eluent
B = Wasser + 0.1% Ameisensäure,
Gradient: 0.0 min 10% A → 4
min 90% A → 6
min 90% A
-
Methode 7: Instrument Micromass Quattro
LCZ Säule
Symmetry C18, 50 mm x 2.1 mm, 3.5 μm, Temperatur: 40°C, Fluss
= 0.5 mlmin–1,
Eluent A = CH3CN + 0.1% Ameisensäure, Eluent
B = Wasser + 0.1% Ameisensäure,
Gradient: 0.0 min 5% A → 1
min 5% A → 5
min 90% A → 6
min 90% A
-
Methode 8: Säule: Symmetry C18 2.1 mm x
150 mm, 5 μm,
Säulenofen:
70°C, Fluß = 0.9
mlmin–1,
Eluent: A = CH3CN, B = 0.3 g 30%ige HCl/l
Wasser, Gradient: 0.0 min 2% A → 2.5
min 95% A → 5
min 95% A
-
Methode 9: Säule: Symmetry C18 3.9 mm x
150 mm, Säulenofen:
40°C, Fluß = 1.5
mlmin–1,
Eluent: A = Wasser + 0.05% HP3O4,
B = CH3CN, Gradient: 0.0 min 10% B → 0.6 min
10% B → 3.8
min 100% B → 5.0
min 100% B.
-
Methode 10: Instrument: Waters Alliance
2790 LC; Säule:
Symmetry C18, 50 mm x 2.1 mm, 3.5 μm; Eluent A: Wasser + 0.1% Ameisensäure, Eluent
B: Acetonitril + 0.1% Ameisensäure;
Gradient: 0.0 min 5% B → 5.0
min 10% B → 6.0
min 10% B; Temperatur: 50°C,
Fluss: 1.0 ml/min, UV-Detektion: 210 nm.
-
Methode 11: Gerätetyp MS: Micromass ZQ; Gerätetyp HPLC:
Waters Alliance 2790; Säule:
Symmetry C 18, 50 mm x 2.1 mm, 3.5 μm; Eluent B: Acetonitril + 0.05%
Ameisensäure,
Eluent A: Wasser + 0.05% Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 10%B → 3.5 min
90%B → 5.5
min 90% B; Ofen: 50 °C,
Fluss: 0.8 ml/min, UV-Detektion:
210 nm.
-
Methode 12: Instrument: Waters Alliance
2790 LC; Säule:
Symmetry C18, 50 mm x 2.1 mm, 3.5 μm; Eluent A: Wasser + 0.05%
Ameisensäure,
Eluent B: Acetonitril + 0.05% Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 5% B → 4.5 min
10% B → 5.5
min 10% B; Temperatur: 50°C,
Fluss: 1.0 ml/min, UV-Detektion: 210 nm.
-
Methode 13: Instrument: Micromass
Quattro LCZ, HP1100; Säule:
Symmetry C18, 50 mm x 2.1 mm, 3.5 μm; Eluent A: Wasser + 0.05%
Ameisensäure,
Eluent B: Acetonitril + 0.05% Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 90%
A → 4.0
min 10% A → 6.0
min 10% A; Ofen: 40°C,
Fluss: 0.5 ml/min, UV-Detektion: 208–400 nm.
-
Methode 14: Instrument: Micromass
Platform LCZ, HP1100; Säule:
Symmetry C18, 50 mm x 2.1 mm, 3.5 μm; Eluent A: Wasser + 0.05%
Ameisensäure,
Eluent B: Acetonitril + 0.05% Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 90%A → 4.0 min
10% A → 6.0
min 10% A; Ofen: 40°C,
Fluss: 0.5 ml/min, UV-Detektion: 208–400 nm.
-
Methode 15: Instrument: Waters Alliance
2790 LC; Säule:
Symmetry C18, 50 mm x 2.1 mm, 3.5 μm; Eluent A: Wasser + 0.05%
Ameisensäure,
Eluent B: Acetonitril + 0.05% Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 10% B → 4.0 min
90% B → 6.0
min 90% B; Temperatur: 50°C,
Fluss: 0.0 min 0.5 ml/min → 4.0
min 0.8 ml/min, UV-Detektion: 210 nm.
-
Methode 16: Gerätetyp MS: Micromass ZQ; Gerätetyp HPLC:
Waters Alliance 2790; Säule:
Symmetry C 18, 50 mm x 2.1 mm, 3.5 μm; Eluent B: Acetonitril + 0.05%
Ameisensäure,
Eluent A: Wasser + 0.05% Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 5%B → 4.5 min
90%B → 5.5
min 90%B; Ofen: 50 °C,
Fluss: 1.0 ml/, UV-Detektion: 210 nm
-
Methode 17: Gerätetyp MS: Micromass ZQ; Gerätetyp HPLC:
Waters Alliance 2790; Säule:
Uptisphere C 18, 50 mm x 2.0 mm, 3.0 μm; Eluent B: Acetonitril + 0.05%
Ameisensäure,
Eluent A: Wasser + 0.05% Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 5%B → 2.0 min
40%B → 4.5
min 90%B → 5.5
min 90%B; Ofen: 45 °C,
Fluss: 0.0 min 0.75ml/min → 4.5
min 0.75 ml/min → 5.5
min 1.25 ml/min, UV-Detektion: 210 nm
-
Methode 18: Instrument: Micromass
Platform LCZ, HP1100; Säule:
Grom-SIL120 ODS-4 HE, 50 mm x 2.0 mm, 3 μm; Eluent A: Wasser + 0.05%
Ameisensäure,
Eluent B: Acetonitril + 0.05% Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 100%A → 0.2 min
100%A → 2.9
min 30%A → 3.1
min 10%A → 4.5
min 10%A; Ofen: 55°C;
Fluss: 0.8 ml/min; UV-Detektion:
208–400
nm.
-
Ausgangsverbindungen:
-
Beispiel
1A (3S)-1,3-Dimethyl-2,5-pyrrolidindion
-
600 mg (5.26 mmol) (3S)-3-Methyldihydro-2,5-furandion
(Darstellung: S. G. Davies, D. J. Dixon, J. Chem. Soc., Perkin Trans.
1 1998, 2635–2643)
werden zusammen mit 559 mg (0.77 ml, 5.52 mmol) Triethylamin in
5 ml Dichlormethan bei 0°C
vorgelegt und mit 373 mg (5.52 mmol) Methylamin Hydrochlorid versetzt. Das
Reaktionsgemisch wird über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt
und dann portionsweise mit 938 mg (5.78 mmol) N,N-Carbonyldiimidazol
versetzt. Es wird 1.5 h bei Raumtemperatur und 30 min bei Rückflusstemperatur
gerührt.
Nach Abkühlen
auf Raumtemperatur wird das Reaktionsgemisch mit 5%iger Salzsäure und
Wasser gewaschen, die organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet,
filtriert und eingeengt und das Produkt wird am Hochvakuum getrocknet.
Es werden 605 mg des Produktes erhalten (88 % der Theorie).
MS
(ES+): m/z (%) = 128 (M + H)+ (100).
HPLC
(Methode 6): Rt = 0.81 min.
1H-NMR (300 MHz, CDCl3): δ = 3.10 (dd,
1H), 2.99 (s, 3H), 2.90–2.82
(m, 1H), 2.32 (dd, 1H), 1.35 (d, 3H).
-
Allgemeine
Vorschrift A: Umsetzung von N-tert.-Butoxycarbonyl-geschützten Aminosäuren mit
2,5-Pyrrolidindion Derivaten
-
Die N-tert.-Butoxycarbonyl-geschützte Aminosäure (1 eq.)
und N,N-Carbonyldiimidazol (1.1 eq.) werden in Tetrahydrofuran (ca.
0.1 – 1
mol/l) 2 h lang bei Raumtemperatur gerührt. Zu diesem Gemisch wird
dann das 2,5-Pyrrolidindion (1 eq.) gegeben und die gesamte Mischung
wird innerhalb von 30 min zu einer auf –65°C gekühlten 1 molaren Lösung von
Lithium-hexamethyldisilazid (2 eq.) in THF getropft. Nach beendeter Zugabe
wird weitere 15 min bei –65°C gerührt, bevor
gesättigte
wässrige
Ammoniumchlorid-Lösung
zugegeben wird. Nach Erwärmung
auf Raumtemperatur wird das Reaktionsgemisch mit Diethylether verdünnt und
die organische Phase mit gesättigter
wässriger
Natriumchlorid-Lösung
gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und anschließend eingeengt.
Das Rohprodukt wird durch RP-HPLC (Eluent: Wasser-Acetonitril, Gradient)
gereinigt.
-
Nach der Allgemeinen Vorschrift A
können
durch Umsetzung der entsprechenden N-tert.-Butoxycarbonyl-geschützten Aminosäuren (bzgl.
der Darstellung von unnatürlichen
alpha-Aminosäuren
siehe z. B.: A. A. Cordi et al., J. Med. Chem. 2001, 44, 787–805; K.
Mai, G. Patil, Tetrahedron Lett. 1984, 25, 4583–4586; N. A. Hassan, E. Bayer,
J. C. Jochims, J. Chem. Soc., Perkin Trans. 1 1998, 3747–3757; bzgl.
der tert.-Butoxycarbonyl-Schützung
siehe z. B.: T. W. Greene, P. G. M. Wuts, Protective Groups in Organic
Synthesis, 3
rd Edt. 1999, J. Wiley & Sons, Inc.) mit
(3S)-1-(Benzyloxy)-3-methyl-2,5-pyrrolidindion (Darstellung: S.
G. Davies, D. J. Dixon, J. Chem. Soc., Perkin Trans. 1 1998, 2635–2643) oder
(3S)-1,3-Dimethyl-2,5-pyrrolidindion folgende Derivate erhalten
werden:
-
Allgemeine
Vorschrift B: Reduktive Entschützung
von 1-Benzyloxy-2,5-pyrrolidindionen
-
Die Entschützung erfolgt analog zu S.
G. Davies, D. J. Dixon, J. Chem. Soc., Perkin Trans. 1 1998, 2635–2643.
-
Das 1-Benzyloxy-2,5-pyrrolidindion
(1 eq.) wird in Methanol oder Ethanol gelöst (ca. 0.02 mol/l), mit einer
katalytischen Menge Palladium-Kohle (10%) versetzt und 1 h unter
Wasserstoffatmosphäre
(Normaldruck) gerührt.
Dann wird das Reaktionsgemisch filtriert und eingeengt. Der Rückstand
wird in Acetonitril gelöst (ca.
0.05 mol/l) und zu einer Lösung
von 2-Bromacetophenon (1 eq) in Acetonitril (ca. 0.03 mol/l) bei
Raumtemperatur getropft. Danach werden über einen Zeitraum von 2 h
1.5 eq. Triethylamin in Acetonitril (ca. 0.35 mol/l) zu der Reaktionsmischung
getropft. Das Reaktionsgemisch wird über Nacht bei Raumtemperatur
gerührt,
eingeengt und das Rohprodukt wird mittels RP-HPLC (Eluent: Acetonitril/Wasser
+ 0.3 ml 37%ige Salzsäure/l,
Gradient) gereinigt.
-
Nach der Allgemeinen Vorschrift B
können
folgende Verbindungen erhalten werden:
-
Allgemeine
Vorschrift C: Deblockierung von Boc-geschützten Derivaten
-
Das tert.-Butyloxycarbonyl (BOC)
geschützte
Aminderivat (ggf. als Lösung
in Dioxan) wird mit 4 N Salzsäure-Lösung in
1,4-Dioxan versetzt (ca. 0.1 mol/l) und 2–24 h bei Raumtemperatur gerührt, bevor
im Vakuum eingeengt wird. Der Rückstand
kann ohne weitere Reinigung weiter umgesetzt werden oder wird gegebenenfalls
mit Dichlormethan und Diethylether behandelt. Die ausgefallenen
Kristalle werden abgesaugt und am Hochvakuum getrocknet. Man erhält das Produkt
als Hydrochlorid. Nach der Allgemeinen Vorschrift C können folgende
Verbindungen erhalten werden:
-
Beispiel
25A (S)-3-Amino-3-phenylpropionsäuremethylester
-
2.3 g (11.65 mmol) (S)-3-Amino-3-phenylpropionsäure werden
in 100 ml Methanol vorgelegt und mit einer katalytischen Menge konzentrierter
Schwefelsäure
(0.02 eq.) versetzt. Das Reaktionsgemisch wird 24 h lang zum Rückfluss
erhitzt und anschlie ßend
eingeengt. Das Rohprodukt kann ohne weitere Reinigung in der nächsten Stufe
eingesetzt werden.
Ausbeute: 2.7 g (65 % d. Th.).
1H-NMR (300 MHz, d6-DMSO): δ = 8.50 (s,
2H), 7.52–7.37
(m, 5H), 4.61 (t, 1H), 3.58 (s, 3H), 3.13 (dd, 1H), 2.98 (dd, 1H).
MS
(ES+): m/z (%) = 180 (M + H)+ (100).
-
Allgemeine
Vorschrift D: Umsetzung von 3-Amino-3-phenyl-propionsäurealkylestern
mit Carbonsäuren
-
Die Carbonsäure (1.3 – 1.5 eq.) wird in Dichlormethan
(ca. 0.1 mol/l) bei 0°C
vorgelegt und mit 1.3 – 1.5
eq. HATU versetzt. Zu dieser Mischung werden zunächst eine Lösung des 3-Amino-3-phenyl-propionsäure-alkylesters
(1 eq.) in einem 1 : 1 Gemisch aus Dichlormethan und N,N-Dimethylformamid
(ca. 0.1 mol/l) und anschließend über einen
Zeitraum von 1h eine Lösung
von Diisopropylethylamin (3.5 eq.) in einem 1 : 1 Gemisch aus Dichlormethan
und N,N-Dimethylformamid (ca. 1 mol/l) zugetropft. Es wird 30 min
bei 0°C
und anschließend über Nacht
bei Raumtemperatur gerührt.
Dann wird das Reaktionsgemisch eingeengt und mittels RP-HPLC (Eluent: Wasser-Acetonitril,
Gradient) gereinigt.
-
Nach der Allgemeinen Vorschrift D
kann folgende Verbindung erhalten werden:
-
Allgemeine
Vorschrift E: Verseifung der Propionsäurealkylester
-
Der Propionsäurealkylester wird in einem
3 : 1 Gemisch aus Ethanol und Wasser vorgelegt (ca. 0.1 – 0.15 mol/l)
und mit 5 eq. 40%iger Natronlauge versetzt. Das Reaktionsgemisch
wird 24 h bei Raumtemperatur gerührt,
mit verdünnter
Salzsäure
angesäuert
(ca. pH 3) und eingeengt. Der Rückstand
wird in Essigsäureethylester
aufgenommen und mit gesättigter
wässriger
Natriumchloridlösung
gewaschen. Die organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet,
filtriert und eingeengt. Das erhaltene Produkt kann ohne weitere
Reinigung in der nächsten
Stufe eingesetzt werden.
-
Alternativ kann auch folgende Methode
Verwendung finden:
Der Propionsäurealkylester wird in einem
1 : 1 Gemisch aus Dioxan und Wasser vorgelegt (ca. 0.1 – 0.15 mol/l) und
mit 3 eq. einer Lösung
von Kaliumhydroxid in Methanol (100 mg/ml) versetzt. Das Reaktionsgemisch
wird 2 h bei Raumtemperatur gerührt
und anschließend
eingeengt. Der Rückstand
wird in Wasser aufgenommen und mit verdünnter Salzsäure angesäuert. Die wässrige Phase wird dreimal mit
einem 1 : 1 Gemisch aus Dichlormethan und Essigsäureethylester extrahiert. Die
vereinigten organischen Phasen werden über Natriumsulfat getrocknet,
filtriert und eingeengt. Das erhaltene Produkt kann ohne weitere
Reinigung in der nächsten Stufe
eingesetzt werden.
-
Nach der Allgemeinen Vorschrift E
kann folgende Verbindung erhalten werden:
-
Die so erhaltenen Propionsäurederivate
können
nach der unten beschriebenen Allgemeinen Vorschrift F (Acylierung
von 3-[2-Amino-alkanoyl]-2,5-pyrrolidindion Hydrochlorid Derivaten
mit Carbonsäurederivaten) umgesetzt
werden.
-
Beispiel
28A (3S)-3-[(tert-Butoxycarbonyl)amino]-3-phenylpropionsäure
-
2.82 g (17 mmol) (S)-3-Amino-3-phenylpropionsäure werden
in 60 ml Dioxan aufgeschlemmt und bei 0°C mit 4.1 g (18.8 mmol) Di-tert-butyl-dicarbonat
(Boc-Anhydrid) und
43 ml einer 1 N Natriumhydroxidlösung in
Wasser versetzt. Das Reaktionsgemisch wird noch 30 min bei 0°C und dann
3 h bei Raumtemperatur gerührt.
Anschließend
wird das Reaktionsgemisch eingeengt und der Rückstand wird in Methylenchlorid
aufgenommen. Die organische Phase wird mit 1 N Salzsäure und
gesättigter
Kochsalzlösung
gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet und eingeengt. Das Rohprodukt (3.12 g)
kann ohne weitere Reinigung weiter umgesetzt werden.
MS (ES-):
m/z (%) = 264 (M – H)– (100).
HPLC
(Methode 14): Rt = 3.89 min.
-
Allgemeine
Vorschrift F: Acylierung von 3-[2-Amino-alkanoyll-2,5-pyrrolidindion
Hydrochlorid Derivaten mit Carbonsäurederivaten
-
Zu einer Lösung des Carbonsäurederivates
(1.2 – 1.5
eq.) in absolutem Dichlormethan oder einer Mischung (5 : 1 bis 1
: 1) von absolutem Dichlormethan und N,N-Dimethylformamid (ca. 0.1 bis 0.3 mol/l)
werden bei 0°C
zunächst
eine äquimolare
Menge HATU und dann das 3-[2-Amino-alkanoyl]-2,5-pyrrolidindion
Hydrochlorid Derivat (1 eq., gegebenenfalls als Lösung in
N,N-Dimethylformamid oder Dichlormethan/N,N-Dimethylformamid Gemischen)
zugegeben. Anschließend
wird bei 0°C
eine Lösung
von 2.5 – 3.5
eq. Diisopropylethylamin in einem 1 : 1 Gemisch von absolutem Dichlormethan
und N,N-Dimethylformamid (0.2 – 1
mol/l) über einen
Zeitraum von 1 h zugetropft. Nach Ende der Zugabe wird die Reaktionsmischung weitere
30 min bei 0°C und
anschließend über Nacht
bei Raumtemperatur gerührt,
bevor im Vakuum eingeengt wird. Das Produkt kann durch Chromatographie
an Silicagel (Eluenten: Gemische aus Cyclohexan/Ethylacetat oder
Gemische aus Dichlormethan und Ethanol) oder durch RP-HPLC (Eluenten:
variable Gradienten aus Wasser und Acetonitril), alternativ durch
eine Kombination beider Verfahren, erhalten werden.
-
Alternativ kann die Umsetzung auch
nach folgendem Verfahren erfolgen:
Zu einer Lösung des
3-[2-Amino-alkanoyl]-2,5-pyrrolidindion Hydrochlorid Derivates (1
eq.) in absolutem Dichlormethan oder einer Mischung (5 : 1 bis 1
: 1) von absolutem Dichlormethan und N,N-Dimethylformamid (ca. 0.1
bis 0.3 mol/l) werden das Carbonsäurederivat (1.1 – 1.5 eq.),
Triethylamin (3 eq.), HOBt (3 eq.) und abschliessend 1.2 eq. EDC
gegeben. Die Reaktionsmischung wird bei Raumtemperatur gerührt (2 h
bis über Nacht),
bevor im Vakuum eingeengt wird. Der Rückstand wird in Essigsäureethylester
oder Dichlormethan aufgenommen und die organische Phase wird mit
Wasser, gesättigter
Natriumhydrogencarbonatlösung
und gesättigter
Kochsalzlösung
gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet, filtriert und eingeengt. Das Produkt kann durch
Chromatographie an Silicagel (Eluenten: Gemische aus Cyclohexan/Ethylacetat
oder Gemische aus Dichlormethan und Ethanol) oder durch RP-HPLC
(Eluenten: variable Gradienten aus Wasser und Acetonitril), alternativ
durch eine Kombination beider Verfahren, gereinigt werden.
-
Nach der Allgemeinen Vorschrift F
kann folgende Verbindung erhalten werden:
-
Allgemeine
Vorschrift G: Deblockierung von Boc-geschützten Derivaten
-
Das tert.-Butyloxycarbonyl (BOC)
geschützte
Aminderivat (gegebenenfalls als Lösung in Dioxan) wird mit 4
N Salzsäure-Lösung in
1,4-Dioxan versetzt (ca. 0.1 mol/l) und 2 – 24 h bei Raumtemperatur gerührt, bevor im
Vakuum eingeengt wird. Der Rückstand
kann ohne weitere Reinigung weiter umgesetzt werden oder wird gegebenenfalls
mit Dichlormethan und Diethylether behandelt. Die ausgefallenen
Kristalle werden abgesaugt und am Hochvakuum getrocknet. Man erhält das Produkt
als Hydrochlorid.
-
Nach der Allgemeinen Vorschrift G
kann folgende Verbindung erhalten werden:
-
Herstellungsbeispiele: Allgemeine
Vorschrift H: Acylierung von acylalkylamino substituierten 3-[2-Amino-alkanoyl]-2,5-pyrrolidindion Hydrochlorid
Derivaten mit Carbonsäurederivaten
-
Zu einer Mischung aus Aminhydrochlorid
(1.0 eq.), Carbonsäure
(1.2 bis 1.3 eq.) und HATU (1.2 – 1.4 eq.) gelöst in absolutem
N,N-Dimethylformamid oder in einer 1 : 1 Mischung aus N,N-Dimethylformamid
und Dichlormethan (0.02 – 0.2
mol/l) wird bei 0°C
eine 0.2 – 1.0
molare Lösung
von Diisopropylethylamin (2.5 bis 3.5 eq.) in N,N-Dimethylformamid
oder einer 1 : 1 Mischung aus N,N-Dimethylformamid und Dichlormethan über den
Zeitraum von 1 h zugetropft. Nach Ende der Zugabe wird die Reaktionsmischung
noch 30 min bei 0°C
und über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt,
bevor das Gemisch im Vakuum eingeengt wird. Das Produkt kann durch
Chromatographie an Silicagel (Eluenten: Gemische aus Cyclohexan/Ethylacetat
oder Gemische aus Dichlormethan und Ethanol) oder durch RP-HPLC
(Eluenten: variable Gradienten aus Wasser und Acetonitril), alternativ
durch eine Kombination beider Verfahren, erhalten werden.
-
Alternativ kann die Umsetzung auch
nach folgendem Verfahren erfolgen:
Zu einer Mischung aus Aminhydrochlorid
(1.0 eq.), Carbonsäure
(1.2 bis 1.3 eq.), Triethylamin (2.4 – 3 eq.) und HOBt (2.4 – 3 eq.)
in absolutem Dichlormethan oder in einer Mischung aus N,N-Dimethylformamid
und Dichlormethan (0.02 – 0.2
mol/l) werden abschliessend 1.2 eq. EDC gegeben. Die Reaktionsmischung
wird bei Raumtemperatur gerührt
(2 h – über Nacht),
bevor im Vakuum eingeengt wird. Der Rückstand wird in Essigsäureethylester
oder Dichlormethan aufgenommen und die organische Phase wird mit
Wasser, gesättigter
Natriumhydrogencarbonatlösung
und gesättigter
Kochsalzlösung
gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet, filtriert und eingeengt. Das Produkt kann
durch Chromatographie an Silicagel (Eluenten: Gemische aus Cyclohexan/Ethylacetat
oder Gemische aus Dichlormethan und Ethanol) oder durch RP-HPLC
(Eluenten: variable Gradienten aus Wasser und Acetonitril), alternativ
durch eine Kombination beider Verfahren, gereinigt werden.
-
Gemäß den oben beschriebenen Vorschriften
zur Acylierung von 3-[2-Amino-alkanoyl]-2,5-pyrrolidindion Hydrochlorid
Derivaten (Allgemeine Vorschrift F) oder von acylalkylamino substituierten
3-[2-Amino-alkanoyl]-2,5-pyrrolidindion Hydrochlorid Derivaten (Allgemeine
Vorschrift H) mit Carbonsäurederivaten
können folgende
Verbindungen erhalten werden.
-
Beispiel
1 (2E,4E)-N-{(1S)-3-[((1S)-3-Methyl-1-{[(3R,4S)-4-methyl-2,5-dioxo-3-pyrrolidinyl]-carbonyl}butyl)amino]-3-oxo-1-phenylpropyl}-2,4-hexadienamid
-
1H-NMR (200
MHz, d6-DMSO): δ = 11.32 (s, 1H), 8.48–8.30 (m,
2H), 7.35–7.15
(m, 5H), 6.98 (dd, 1H), 6.30–5.85
(m, 3H), 5.38–5.21
(m, 1H), 4.52–4.39
(m, 1H), 3.80 (d, 1H), 2.98–2.82
(m, 1H), 2.73–2.60
(m, 2H), 1.80 (d, 3H), 1.60–1.42
(m, 2 H), 1.31–1.20
(m, 1H), 1.12–0.98
(m, 3H), 0.86 (d, 3H), 0.78 (d, 3H).
MS (ES+): m/z (%) = 468
(M + H)+.
HPLC (Methode 5): Rt = 3.75 min.
-
Beispiel
2 (2E,4E)-N-{(1S)-3-[((1S)-1-{[(3R,4S)-4-Methyl-2,5-dioxo-3-pyrrolidinyl]carbonyl}-pentyl)amino]-3-oxo-1-phenylpropyl}-2,4-hexadienamid
-
1H-NMR (300
MHz, d6-DMSO): δ = 11.32–11.28 (m, 1H), 8.51–8.22 (m,
2H), 7.35–7.16
(m, 5H), 6.95 (dd, 1H), 6.26–5.87
(m, 3H), 5.35–5.23
(m, 1H), 4.5–4.40
+ 4.25–4.15
(m, 1H), 3.85 (dd, 1H), 2.95–2.88
(m, 1H), 2.75–2.59
(m, 2H), 1.81 (d, 3 H), 1.80–1.48
(m, 2H), 1.40–1.03
(m, 7H), 0.88–0.78
(m, 3H).
MS (ES-): m/z (%) = 466 (M – H)–.
HPLC
(Methode 14): Rt = 4.23 min.
-
Beispiel
3 (2E,4E)-N-{(1S)-3-[((1S,2S)-2-Methyl-1-{[(3R,4S)-4-methyl-2,5-dioxo-3-pyrrolidinyl]carbonyl}butyl)amino]-3-oxo-1-phenylpropyl}-2,4-hexadienamid
-
1H-NMR (200
MHz, d6-DMSO): δ = 11.37 (s, 1H), 8.40 (d, 1H),
8.12 (d, 1H), 7.40–7.15
(m, 5H), 6.97 (dd, 1H), 6.29–5.86
(m, 3H), 5.38–5.20
(m, 1H), 4.65–4.55 (m,
1H), 3.92 (d, 1H), 2.95–2.80
(m, 1H), 2.78–2.65 (m,
2H), 2.15–1.98
(m, 1H), 1.80 (d, 3H), 1.30–1.10
(m, 2H), 1.06 (d, 3H), 0.86–0.68
(m, 6H).
MS (ES+): m/z (%) = 468 (M + H)+.
HPLC
(Methode 12): Rt = 2.90 min.
-
Beispiel
4 (2E,4E)-N-[(1S)-3-({(1S)-1-Cyclohexyl-2-[(3R,4S)-4-methyl-2,5-dioxo-3-pyrrolidinyl]-2-oxoethyl}amino)-3-oxo-1-phenylpropyl]-2,4-hexadienamid
-
1H-NMR (400
MHz, d6-DMSO): δ = 11.34 (s, 1H), 8.48–8.36 (m,
1H), 8.27 + 8.09 (2x d, 1H), 7.33–7.17 (m, 5H), 6.98 (dd, 1H),
6.25–6.01
(m, 2 H), 5.92 (d, 1H), 5.33–5.22
(m, 1H), 4.63 (dd, 1H), 3.95 + 3.90 (2x d, 1H), 2.95–2.58 (m,
3H), 2.00–1.91
(m, 1H), 1.82 (d, 3H), 1.69–1.28
(m, 5H), 1.25–0.85
(m, 8H).
MS (ES+): m/z (%) = 494 (M + H)+.
HPLC
(Methode 12): Rt = 2.98 min.
-
Beispiel
5 (2E,4E)-N-{(1S)-3-[((1S,2R)-2-Methyl-1-{[(3R,4S)-4-methyl-2,5-dioxo-3-pyrrolidinyl]carbonyl}butyl)amino]-3-oxo-1-phenylpropyl}-2,4-hexadienamid
-
1H-NMR (200
MHz, d6-DMSO): δ = 11.37 (s, 1H), 8.49–8.28 (m,
1H), 7.98 (d, 1 H), 7.35–7.16
(m, 5H), 6.96 (dd, 1H), 6.29–5.85
(m, 3H), 5.38–5.20
(m, 1H), 4.99–4.90
(m, 1H), 4.00 (d, 1H), 3.05–2.60
(m, 3H), 2.19–2.05
(m, 1H), 1.80 (d, 3H), 1.25–1.05
(m, 5H), 0.88–0.65
(m, 6H).
MS (ES+): m/z (%) = 468 (M + H)+.
HPLC
(Methode 12): Rt = 2.85 min.
-
Beispiel
6 (2E,4E)-N-[(1S)-3-({1-Cyclopentyl-2-[(3R,4S)-4-methyl-2,5-dioxo-3-pyrrolidinyl]-2-oxoethyl}amino)-3-oxo-1-phenylpropyl]-2,4-hexadienamid
-
1H-NMR (300
MHz, d6-DMSO): δ = 11.30 (s, 1H), 8.42–8.31 (m,
1H), 8.20 (d, 1 H), 7.33–7.17
(m, 5H), 6.97 (dd, 1H), 6.26–6.01
(m, 2H), 5.90 (d, 1H), 5.35–5.22
(m, 1H), 4.51 (t, 1H), 3.89–3.82
(m, 1H), 2.93–2.55 (m,
3H), 2.38–1.95
(m, 1H), 1.80 (d, 3H), 1.60–1.02
(m, 11H).
MS (ES+): m/z (%) = 480 (M + H)+.
HPLC
(Methode 16): Rt = 2.85 min.
-
Beispiel
7 (2E,4E)-N-{(1S)-3-[(2-Ethyl-1-{[(3R,4S)-4-methyl-2,5-dioxo-3-pyrrolidinyl]-carbonyl}butyl)amino]-3-oxo-1-phenylpropyl}-2,4-hexadienamid
-
1H-NMR (200
MHz, d6-DMSO): δ = 11.37 (s, 1H), 8.48–8.31 (m,
1H), 8.23–8.16
(m, 1H), 7.34–7.20
(m, 5H), 6.97 (dd, 1H), 6.30–5.87
(m, 3H), 5.36–5.22
(m, 1H), 4.98–4.89
+ 4.52–4.43
(m, 1H), 4.01 + 3.92 (2x d, 1H), 3.02–2.60 (m, 3H), 2.20–2.05 (m,
1H), 1.80 (d, 3H), 1.30–1.00
(m, 7H), 0.89–0.64
(m, 6H).
MS (ES+): m/z (%) = 482 (M + H)+.
HPLC
(Methode 16): Rt = 2.97 min.
-
Beispiel
8 (2E,4E)-N-[(1S)-3-({1-Cyclopentyl-2-[(3R,4S)-1,4-dimethyl-2,5-dioxo-3-pyrrolidinyl]-2-oxoethyl}amino)-3-oxo-1-phenylpropyl]-2,4-hexadienamid
-
1H-NMR (200
MHz, d6-DMSO): δ = 8.51–8.22 (m, 2H), 7.38–7.17 (m,
5H), 6.96 (dd, 1H), 6.39–6.00
(m, 2H), 5.92 (d, 1H), 5.36–5.21
(m, 1H), 4.57 + 4.35 (2x t, 1 H), 3.83 (d, 1H), 2.98–2.55 (m,
3H), 2.82 (s, 3H), 2.45–2.11
(m, 1H), 1.80 (d, 3H), 1.67–1.34
(m, 6H), 1.28–1.01
(m, 5H).
MS (ES+): m/z (%) = 494 (M+H)+.
HPLC (Methode
17): Rt = 3.62 min.
-
Beispiel
9 (2E)-N-{(1S)-3-[(2-Ethyl-1-{[(3R,4S)-4-methyl-2,5-dioxo-3-pyrrolidinyl]carbonyl}-butyl)amino]-3-oxo-1-phenylpropyl}-2-octenamid
-
1H-NMR (200
MHz, d6-DMSO): δ = 11.37 (s, 1H), 8.39–8.15 (m,
2H), 7.35–7.15
(m, 5H), 6.58 (dt, 1H), 5.90 (dt, 1H), 5.36–5.19 (m, 1H), 4.99–4.85 +
4.55–4.43
(m, 1H), 4.02 + 3.92 (2x d, 1H), 3.02–2.55 (m, 3H), 2.18–2.03 (m,
2H), 1.99–1.65
(m, 1 H), 1.45–1.00
(m, 12H), 0.95–0.65
(m, 10H).
MS (ES+): m/z (%) = 512 (M + H)+.
HPLC
(Methode 18): Rt = 3.93 min.
-
B) Bewertung der physiologischen
Wirksamkeit
-
Die Eignung der erfindungsgemäßen Verbindungen
zur Behandlung bakterieller Erkrankungen kann in folgenden Modellen
gezeigt werden:
-
Bestimmung der Minimalen
Hemmkonzentration (MHK):
-
Die MHK wird im Flüssigdilutionstest
bestimmt. Übernachtkulturen
der Testkeime werden auf eine Zellzahl von 105 Keimen
pro ml in Isosensitest-Medium (Fa. Difco, Irvine; USA) verdünnt und
mit Verdünnungen der
Testsubstanzen (Verdünnungsstufen
1 : 2) inkubiert. Ausnahmen sind die Tests mit S. pneumoniae G9A, die
in BHI-Bouillon
(Fa. Difco) plus 20 % Rinderserum, und mit H. influenzae, die in
BHI-Bouillon (Fa.
Difco) plus 20 % Rinderserum, 10 μg/ml
Haemin und 1 % Isovitale (Fa. Becton Dickinson, New Jersey, USA)
durchgeführt
werden.
-
Die Kulturen werden bei 37°C für 18–24 Stunden
inkubiert; S. pneumoniae und H. influenzae in Gegenwart von 8–10 % CO2.
-
Ergebnisse
-
Die jeweils niedrigste Substanzkonzentration,
bei der kein sichtbares Bakterienwachstum mehr auftritt, wird als
MHK definiert. Die MHK-Werte in μmol/l
einiger erfindungsgemäßer Verbindungen
gegenüber
einer Reihe von Testkeimen sind in der nachstehenden Tabelle beispielhaft
aufgeführt.
-
-
Systemische Infektion
mit S. aureus 133
-
S. aureus 133 Zellen werden über Nacht
in BH-Bouillon (Fa. Oxoid, New York, USA) angezüchtet. Die Übernachtkultur wird 1 : 100
in frische BH-Bouillon verdünnt
und für
3 Stunden hochgedreht. Die in der logarithmischen Wachstumsphase
befindlichen Bakterien werden abzentrifugiert und 2 x mit gepufferter,
physiologischer Kochsalzlösung
gewaschen. Danach wird am Photometer (Modell LP 2W, Fa. Dr. Lange,
Berlin, Deutschland) eine Zellsuspension in Kochsalzlösung mit
einer Extinktion von 50 Einheiten eingestellt. Nach einem Verdünnungsschritt
(1 : 15) wird diese Suspension 1 : 1 mit einer 10 %igen Mucinsuspension
gemischt. Von dieser Infektionslösung
wird 0,25 ml/20 g Maus i.p. appliziert. Dies entspricht einer Zellzahl
von etwa 1 × 10E6 Keimen/Maus. Die i.p.- oder i.v.Therapie
erfolgt 30 Minuten nach der Infektion. Für den Infektionsversuch werden
weibliche CFW1-Mäuse
verwendet. Das Überleben
der Tiere wird über
6 Tage protokolliert.
-
C) Ausführungsbeispiele
für pharmazeutische
Zusammensetzungen
-
Die erfindungsgemäßen Substanzen können folgendermaßen in pharmazeutische
Zubereitungen überführt werden:
-
Tablette:
-
Zusammensetzung:
-
100 mg der Verbindung des Beispiels
1, 50 mg Lactose (Monohydrat), 50 mg Maisstärke, 10 mg Polyvinylpyrolidon
(PVP 25) (Fa. BASF, Deutschland) und 2 mg Magnesiumstearat.
-
Tablettengewicht 212 mg. Durchmesser
8 mm, Wölbungsradius
12 mm.
-
Herstellung:
-
Die Mischung aus der Verbindung des
Beispiels 1, Lactose und Stärke
wird mit einer 5 %-igen Lösung (m/m)
des PVPs in Wasser granuliert. Das Granulat wird nach dem Trocknen
mit dem Magnesiumstearat für 5
min. gemischt. Diese Mischung wird mit einer üblichen Tablettenpresse verpresst
(Format der Tablette siehe oben).
-
Orale Suspension:
-
Zusammensetzung:
-
1000 mg der Verbindung des Beispiels
1, 1000 mg Ethanol (96 %), 400 mg Rhodigel (Xanthan gum) (Fa. FMC,
USA) und 99 g Wasser.
-
Einer Einzeldosis von 100 mg der
erfindungsgemäßen Verbindung
entsprechen 10 ml orale Suspension.
-
Herstellung:
-
Das Rhodigel wird in Ethanol suspendiert,
die Verbindung des Beispiels 1 wird der Suspension zugefügt. Unter
Rühren
erfolgt die Zugabe des Wassers. Bis zum Abschluss der Quellung des
Rhodigels wird ca. 6h gerührt.
-
Intravenös applizierbare
Lösung:
-
Zusammensetzung:
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1 mg der Verbindung von Beispiel
1, 15 g Polyethylenglykol 400 und 250 g Wasser für Injektionszwecke.
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Herstellung:
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Die Verbindung von Beispiel 1 wird
zusammen mit Polyethylenglykol 400 in dem Wasser unter Rühren gelöst. Die
Lösung
wird sterilfiltriert (Porendurchmesser 0,22 μm) und unter aseptischen Bedingungen
in hitzesterilisierte Infusionsflaschen abgefüllt. Diese werden mit Infusionsstopfen
und Bördelkappen
verschlossen.