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Die Erfindung betrifft ein Paneel,
insbesondere Fußbodenpaneel
gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
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Aus der WO 01/75247 A1 ist ein Fußbodenpaneel
bekannt, das an einer ersten Seitenkante Verbindungsmittel zur Verriegelung
in Quer- und Vertikalrichtung aufweist. Diese Verriegelungsmittel
sind an der Längsseite
des Paneels angeordnet und bewirken die Verriegelung, indem ein
Einlegen und Einschwenken der Verbindungsmittel in eine korrespondierende
Ausnehmung eines zweiten Paneels erfolgt. Die Querseite des Paneels
weist zwei Einschnapphaken auf, die in korrespondierende Hinterschneidungen
eines angrenzenden Paneels beim Verlegen eingreifen und die Vertikalbewegung
zwischen den verlegten Paneelen behindern sollen.
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Insbesondere bei stärkeren Profilen
oder bei einem Parkettboden ist eine Verlegung aufgrund der Steifigkeit
des Paneels nicht mehr möglich,
da sich die notwendige elastische Verformung nur mit einem außerordentlich
hohen Kraftaufwand realisieren ließe.
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Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt
der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Paneel bereitzustellen,
mit dem eine einfache und sichere Verlegung möglich ist, insbesondere bei
steifen Paneelen.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein
Paneel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Unteransprüchen aufgeführt.
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Aufgrund der Ausbildung eines Schlitzes zwischen
den Formschlußelementen
und der Unterseite des Paneels in vertikaler Richtung wird ein Elastizität in dem
Kopplungsbereich zweier an sich steifer Paneele bereitgestellt,
durch die eine einfache Montage ermöglicht wird. Die Steifigkeit
der Paneele kann durch die Materialwahl oder die Dicke der Paneele gegeben
sein, so dass Dimensionierung des Schlitzes in Vertikal- und Querrichtung
entsprechend angepaßt
werden muß.
Die Anordnung und Dimensionierung des Schlitzes muß dergestalt
erfolgen, dass die Formschlußelemente
ausreichend nach unten federn können,
um eine Montage zu ermöglichen.
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Vorteilhafterweise ist der Schlitz über die
gesamte Länge
der Seitenkante ausgebildet, um eine gleichmäßige Ausbiegung zu erreichen,
und weist einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf, der
sehr einfach durch einen Fräser
in das Paneel eingearbeitet werden kann.
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An einer Seitenkante sind Formschlußelemente
zur Verriegelung in Vertikalrichtung mit einem weiteren Paneel ausgebildet,
wobei diese Formschlußelemente
an zwei zueinander beabstandeten, im wesentlichen vertikal ausgerichteten
Wandungen in Querrichtung und in Vertikalrichtung voneinander beabstandet,
ausgebildet sind. Dadurch werden zwei räumlich voneinander getrennte
Verriegelungsstellen an der Seitenkante, insbesondere der Querseite,
geschaffen, wodurch eine sicherere Verriegelung aneinander gelegter
und verlegter Paneele gewährleistet ist.
Die Anordnung der Formschlußelemente
an zwei verschiedenen Wandungen erhöht die Stabilität der gesamten
Verbindung und verhindert, dass durch ein Übereinandergleiten mehrerer
hintereinan der angeordneter Formschlußelemente eine Verformung und ein
Abrieb der Formschlußelemente
entsteht. Dadurch ist die Wirksamkeit der Verriegelung gewährleistet.
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Die Seitenkante weist in einer Ausgestaltung der
Erfindung eine von der Unterseite ausgehende, stufenförmige Ausfräsung mit
einer inneren Wandung und einer äußeren Wandung
auf. An diesen Wandungen sind jeweils ein sich in Querrichtung erstreckendes
Formschlußelement
ausgebildet, vorzugsweise ausgefräst, die in korrespondierende
Hinterschneidungen einer von der Oberseite ausgehenden, stufenförmigen Ausfräsung der
zu verbindenden zweiten Paneele eingreifen. Die von der Oberseite ausgehende,
stufenförmige
Ausfräsung
weist ebenfalls eine innere und eine äußere Wandung auf, an denen
die entsprechenden Hinterschneidungen ausgebildet sind, so dass
es zu einer formschlüssigen Verriegelung
in vertikaler Richtung an der Seitenkante kommen kann.
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Die von der Unterseite ausgehende,
stufenförmige
Ausfräsung
weist einen in Richtung der Unterseite hervorstehenden Absatz auf,
der eine im wesentlichen horizontal ausgerichtete Kopffläche ausbildet,
wobei dieser Absatz eine in Querrichtung, senkrecht zu der Seitenkante
wirksame Verriegelung bereitstellt. Die im wesentlichen horizontal
ausgerichtete Kopffläche
dient zur Einstellung des minimalen Höhenversatzes und stellt eine
relativ große
Auflagefläche
zur Einleitung vertikal wirkender Kräfte dar. Die Kopffläche kann
im Querschnitt eine konkave Form aufweisen, um eine Staubtasche
zu bilden.
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Die Wandungen des Absatzes sind zu
der Kopffläche
in einem spitzen Winkel ausgerichtet, was entweder das leichte Einführen in
eine korrespondierende Ausnehmung der entsprechenden Ausfräsung der
zweiten Paneele oder aber bei Ausbildung einer Hinterschneidung
zu der Kopffläche
eine zusätzliche Verriegelungswirkung
zur Folge hat.
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Es hat sich herausgestellt, dass
eine Quererstreckung der Kopffläche
in einem Bereich von 2mm bis 6mm sehr gute Haltbarkeitswerte und
eine sehr gute Verriegelungswir kung bereitstellt, wobei vorzugsweise
die Kopffläche
das 0,25 bis 0,4fache der gesamten Quererstreckung der stufenförmigen Ausfräsung aufweist.
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Eine besonderes wirksame und einfache Verriegelung
an der Seitenkante ist dann gegeben, wenn ein Formschlußelement über eine
Abschlußkante
der Oberseite horizontal hervorragt. Dabei kann es zweckmäßig sein,
dass zwischen der Oberseite und dem hervorragenden Formschlußelement eine
Ausnehmung angeordnet ist, die die Abschlußkante der Paneele hinterschneidet,
um eventuell vorhandenen Abrieb oder sich verformendes Material der
Paneele aufzunehmen, so dass eine möglichst paßgenaue Verlegung mit minimaler
Spaltweite ermöglicht
wird, da kein abgeriebenes oder verformtes Material eine Sperrwirkung
ausübt.
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Die der Seitenkante gegenüberliegende
Seitenkante der Paneele weist eine von der Oberseite ausgehende,
stufenförmige
Ausfräsung
mit einen in Richtung der Oberseite hervorstehenden Absatz auf. Dieser
Absatz weist ebenfalls eine im wesentlich horizontal ausgerichtete
Kopffläche
auf, wobei im unteren Bereich der Absatzaußenwandung eine Hinterschneidung
ausgebildet ist, die mit dem korrespondierenden Formschlußelement
der inneren Wandung der aufzunehmenden Seitenkante korrespondiert. Die
Anordnung der Ausnehmung im unteren Bereich der Absatzaußenwandung
erhöht
die Wirksamkeit der Verriegelung.
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Eine Weiterbildung sieht vor, dass
zwischen der Absatzinnenwandung und der inneren Wandung der Ausfräsung eine
horizontale Sockelfläche
ausgebildet ist, die dergestalt ausgebildet ist, dass bei verlegten
Paneelen die Kopffläche
auf der Sockelfläche aufliegt
und die Oberseiten der Paneele in einer Ebene liegen, was bedeutet,
dass ein minimaler bzw. kein Höhenversatz
zwischen den Paneelen vorliegt. Durch das Zusammenwirken horizontaler
Sockelflächen
und Kopfflächen
ist eine besonders genaue Zuordnung und Einstellung des Höhenversatzes
möglich,
ebenso wird die Abwinkelneigung benachbarter Paneele verringert,
was die Festigkeit der Verriegelung vergrößert.
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Die Absatzinnenwandung der von der
Oberseite ausgehenden Ausfräsung
verläuft
parallel oder in einem flacheren Winkel als die korrespondierende Absatzinnenwan dung
des im verlegten Zustands eingreifenden Absatzes, um entweder eine
präzise
Anlage zu bewirken oder eine Bewegungskomponente für die beiden
Paneelen in Querrichtung aufeinander zu bereitzustellen.
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Durch die Ausbildung einer Hinterschneidung
durch die Absatzinnenwandung zu der Kopffläche des entsprechenden Absatzes
wird eine zusätzliche
Verriegelungswirkung erzielt.
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Um eine besonders einfache Verlegung
zu bewirken, ist der nach oben vorstehende Absatz der von der Oberseite
ausgehenden Ausfräsung
nicht über
die gesamte Länge
der Seitenkante ausgebildet, sondern ist insbesondere an einem Endbereich der
Seitenkante, der in Richtung zu einer insbesondere rechtwinkelig
verlaufenden weiteren Seitenkante gerichtet ist, bis auf die Sockelfläche abgefräst oder
nicht ausgebildet. Durch die Entfernung oder Nichtausbildung des
hervorstehenden Absatzes wird ein Einschwenken um die Achse parallel
zu der weiteren Seitenkante erleichtert, so dass eine Sperrwirkung
durch die Formschlußelemente
erst dann stattfindet, wenn die Seitenkanten aneinander angrenzender
Paneele in einem spitzen Winkel zueinander liegen. Dies bedeutet,
dass nur eine kurze Entfernung in Vertikalrichtung zurückgelegt
werden muss, um die Paneele an den Seitenkanten vollständig zu verriegeln.
Ein solches Profil ist als Legeprofil besonders für steife
Paneele geeignet.
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Eine vorteilhafte Ausbildung der
Erfindung sieht vor, dass das Fußbodenpaneel zumindest teilweise
aus einem HDF- oder MDF-Werkstoff hergestellt wird. Alternativ dazu
kann das gesamte Fußbodenpaneel
aus einem OSB-Werkstoff hergestellt sein. Durch die Verwendung eines
OSB-Werkstoffes wird eine Naturholzoptik, ebenso wie eine strukturierte
Oberfläche
erreicht. Insbesondere bei Paneelen aus Faserwerkstoffen oder OSB-Platten
ist das Profil für
Paneele in eine Dicke von 9mm bis 22mm, insbesondere 10mm bis 15mm,
vorzugsweise 12mm geeignet. Sofern das verwendete Material eine
andere Steifigkeit hat, können
die Abmessungen entsprechend verändert
werden.
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Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung anhand der beigefügten
Figuren beschrieben. Es zeigen:
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1 -
ein Fußbodenpaneel
an einer Querseite in Querschnittsansicht; sowie
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2 -
ein Fußbodenpaneel
an einer Längsseite
in Querschnittsansicht.
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Die 1 zeigt
ein Fußbodenpaneel 1,
das aus einer mitteldichten oder hochverdichteten Faserplatte (MDF
oder HDF) besteht. An ihrer Oberseite 15 ist die Fußbodenpaneele 1 mit
einer Dekorschicht 16 versehen, die beispielsweise durch
eine eine Holzmaserung aufweisende Papierlage gebildet sein kann,
die mit einer als Verschleißschutz
dienenden Kunstharzschicht überzogen
ist. An der Unterseite 7 kann eine Schalldämmlage aufgeklebt
sein, um die Trittschalleigenschaften der verlegten Fußbodenpaneele
zu verbessern. Alternativ zu der Verwendung einer HDF- oder MDF-Platte
kann das Paneel 1 aus einem OSB-Werkstoff (orientated strands
board) gefertigt werden, wobei hier auf eine Dekorschicht 16 verzichtet
werden kann. An einer ersten Seitenkante, vorzugsweise an einer
Querseite der Paneele, ist von der Unterseite 7 ausgehend,
ist eine stufenförmige Ausfräsung 20 in
das Paneel 1 eingearbeitet, die eine innere Wandung 21 und
eine äußere Wandung 22 ausbildet.
Sowohl an der inneren Wandung 21 als auch an der äußeren Wandung 22 sind
Formschlußelemente 23, 24 ausgebildet,
hier ausgefräst,
die in Gestalt von Vorsprüngen
in entsprechende Hinterschneidungen 230, 240 einer
korrespondierenden Ausnehmung 200 einem zweiten Paneel
eingreifen. In der Ausfräsung 20 ist
ein Absatz 25 ausgebildet, der in Richtung auf die Unterseite 7 hervorsteht,
wobei die Absatzaußenwandung
von der Außenwandung 22 gebildet
wird und die Absatzinnenwandung 27 in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel
einen sich nach oben erweiternden Querschnitt ausbildet. Die Unterseite
des Absatzes 25 bildet eine Kopffläche 26, die parallel
zu der Oberseite 15 des Paneels 1 verläuft und
auf der sich das Paneel 1 im montierten Zustand über eine
korrespondierende Sockelfläche 280 einer
entsprechenden Ausnehmung 200 eines zweiten Paneels abstützt.
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Alternativ zu der dargestellten Ausführungsform
ist es vorgesehen, dass die Innenfläche 27 im wesentlichen
parallel zu der Außenwandung 22 verläuft, so
dass die Absatzinnenwandung 27 zu der Kopffläche 26 einen
Hinterschnitt bildet. Ebenfalls ist es vorgesehen, dass neben einer
wesentlichen geraden Ausbildung der Außenwandung 22 in einem
spitzen Winkel α zu
der Vertikalen die Außenwandung 22 eine
gerundete Form oder einen vertikalen Verlauf aufweist. Dabei ist
es erforderlich, dass das Formschlußelement 24 über die
Abschlußkante 28 der Oberseite 15 hervorsteht,
um eine formschlüssige Verriegelung
mit dem zweiten Paneel durchzuführen.
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Oberhalb des Formschlußelementes 24 kann
eine Ausnehmung ausgebildet sein, die als Staubtasche wirkt.
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Sofern die Absatzinnenwandung 27 als
eine Hinterschneidung zu der Kopffläche 26 ausgebildet ist,
wird eine zusätzliche
Verriegelung in vertikaler Richtung bereitgestellt, insbesondere
wenn die korrespondierende Absatzinnenwandung 270 des nach oben
gerichteten Absatzes 250 ebenfalls als Hinterschneidung
ausgebildet ist. Eine formschlüssige
Verriegelung findet dann durch ein leichtes Aufbiegen bzw. eine
elastische Verformung der Profile statt, so dass die Formschlußelemente 23, 24 und
die Hinterschneidung durch die Absatzinnenwandung 27 mit den
korrespondierenden Hinterschneidungen 230, 240 und
der Hinterschneidung durch die Absatzinnenwandung 270 wirksam
in Eingriff treten können.
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Dieses elastische Aufbiegen der Profile
wird bei einem Paneel 1 mit einer Dicke von 12mm durch einen
eingefrästen
Schlitz 100 erreicht, der zwischen der Unterseite 7 und
den Formschlußelemente 270, 230 ausgebildet
ist. Der Schlitz 100 hat einen rechteckigen Querschnitt
und erstreckt sich bis in die Mitte der Sockelfläche 280. Vertikal
ist der Schlitz 100 so angeordnet, dass eine hinreichende
Elastizität
des Profils bei ausreichender Festigkeit gegeben ist. Der Schlitz 100 ist
nur entlang einer Seitenkante des Paneels 1 ausgebildet,
entlang der die Ausnehmung 200 ausgebildet ist. Sofern
bei einem rechteckigen Paneel 1 alle Seiten entsprechend
der 1 profiliert sind,
sind demnach zwei Schlitze 100 vorgesehen.
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Die von der Oberseite 15 ausgehende
Ausfräsung 200 ist
dergestalt ausgebildet, dass sie das gegenüberliegende Profil aufnehmen
kann, so dass die Kopffläche 26 einerseits
vollständig
plan auf der Sockelfläche 280 aufliegt,
andererseits die Oberflächen 15 zweier
Paneele im montierten Zustand in einer Ebene abschließen und
möglichst
bündig
aneinander liegen.
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Eine wirksame Verriegelung sowohl
in Querrichtung Q als auch in Vertikalrichtung V ist gegeben, wobei
die Verriegelung in Querrichtung Q formschlüssig durch die Absätze 25, 250 realisiert
wird. Eine Verriegelung in Vertikalrichtung V erfolgt durch die
Verriegelungselemente 23, 24, die formschlüssig in
die Hinterschneidungen 230, 240 eingreifen, wobei die
Formschlußelemente 23, 24 an
voneinander beabstandeten Wandungen 21, 22 angeordnet
sind. Darüber
hinaus sind die Formschlußelemente 23, 24 auf
unterschiedlichen Vertikalniveaus angeordnet, so dass sich ein oberer
Verriegelungspunkt und ein unterer Verriegelungspunkt ausbildet.
Der oberer Verriegelungspunkt wird durch das Formschlußelement 24 und
die Hinterschneidung 240, der untere Verriegelungspunkt
durch das Formschlußelement 23 und die
Hinterschneidung 230 gebildet.
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Der nach oben gerichtete Absatz 250 ist nicht über die
gesamte Länge
der dritten Seitenkante ausgebildet, sondern ist über einen
Bereich bis auf die Sockelfläche 280 abgefräst, wobei
diese Ausfräsung
in Richtung auf die erste Seitenkante mit einer Feder liegt. Durch
die Ausfräsung
bzw. Nichtausbildung des Absatzes 250 kann bei einem Verlegen
die zunächst
winklig eingelegten Paneele weiter nach unten abgesenkt werden,
bevor durch eine impulsartige Montagebewegung nach unten eine endgültige Verriegelung über die
dritte Seitenkante, vorzugsweise die Querseite, erfolgt.
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Zwischen der Kopffläche 260 des
Absatzes 250 und der entsprechenden Fläche der Ausfräsung 20 ist
im montierten Zustand ein Freiraum vorhanden, der notwendig ist,
damit das Formschlußelement 23 die
Hinterschneidung 230 hintergreifen kann. Ebenfalls dient
dieser Freiraum als eine Staubtasche.
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Durch das vorgestellte Profil sowie
die beschriebene Verlegeweise ist es möglich, Paneele leicht und schnell
zu verlegen. Das Profil hat weiterhin den Vorteil, dass eine stabile
Auflage und damit die Möglichkeit
einer möglichst
präzisen
Einstellung des Höhenversatzes
gegeben ist. Ebenfalls ist eine sichere Verriegelung der Seitenkanten
in Vertikalrichtung V und Querrichtung Q gewährleistet; dieses Profil lässt sich
besonders gut in OSB-Paneele einfräsen. Neben den versetzt angeordneten
Formschlußelementen
verhindert die große
Auflagefläche
eine Verwinkelung und dadurch ein leichte Öffnen der Verriegelung an den
Seitenkanten. Darüber
hinaus wird durch die formschlüssige
Verriegelung, bei der ein charakteristisches Geräusch entsteht, dem Nutzer der
Paneele angezeigt, dass eine wirksame Verriegelung stattgefunden
hat.
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Wenn die Profile der 1 an den Querseiten eines Paneels 1 ausgebildet
sind, sind die Längsseiten
vorteilhafterweise als ein Schwenkprofil ausgebildet, um keine Entlastungsschlitze
in das Paneel einbringen zu müssen.
Sofern ein sogenanntes Clickprofil an den Längsseiten ausgebildet ist,
ist vorgesehen, dass unterhalb der entsprechenden Formschlußelemente
ebenfalls ein Schlitz ausgebildet ist, um die notwendige Elastizität bereitzustellen,
so dass ein Clickprofil auch bei steiferen Materialien oder größeren Materialstärken eingesetzt
werden kann. Das Profil ist nicht auf Fußbodenpaneele beschränkt und
kann auch zur Verriegelung von Platten anderer Zweckbestimmung eingesetzt
werden.
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An einer weiteren Seitenkante, vorzugsweise
an der Längsseite
des Paneels 1, ist das Paneel 1 mit einer Feder 10 und
an der gegenüberliegenden zweiten
Längsseite
mit einer Ausnehmung 3 versehen, wie in der 2 gezeigt ist..
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Die Ausnehmung 3 und die
Feder 10 verlaufen über
die volle Länge
der Seitenkanten. An der Feder 10 ist eine nach außen ragende,
mit einer Spitze versehende Nase vorgesehen, die in einen Vorderbereich übergeht,
der eine bogenförmige
Kontur aufweist. An diesen Vorderbereich der Feder 10,
der einen Hinterschnitt 13 ausbildet, schließt sich
ein Auflagerbereich 14 an, der in einem Winkel μ zur Oberseite 15 des
Paneels 1 geneigt, ausgebildet ist. An den Auflagerbereich 14 schließt sich
eine vertikal ausgerichtete Wandung 11 an.
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Der Hinterschnitt 13 bewirkt
eine Verriegelung in Querrichtung Q, in dem eine formschlüssige Verriegelung
mit einem korrespondierenden Absatz 9 der Ausnehmung 3 hergestellt
wird. Im montierten Zustand greift die Feder 10 in einen
durch eine Oberlippe 4 der Ausnehmung 3 gebildeten
Hinterschnitt ein, so dass die Oberseite 12 der Feder 10 an
einer Unterseite 40 der Oberlippe anliegt und eine Verriegelung
in vertikaler Richtung entlang der Seitenkanten erfolgt. Der Absatz 9 ist
an einer Unterlippe 6 der Ausnehmung 3 ausgebildet
und schließt
diese ab, wobei auf der Oberseite des Absatzes 9 eine geneigte
Absatzoberfläche 5 ausgebildet
ist, die als Abstützung
für den
Auflagerbereich 14 dient. Den Abschluss des Paneels bildet
eine im wesentlichen vertikal verlaufende Absatzvorderseite 8,
die über
eine Rundung in die Absatzoberseite 5 übergeht.
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Durch die Absatzoberseite 5 und
den Auflagerbereich 14 wird eine relativ große Auflagefläche bereitgestellt,
auf der zwei Paneele im verbundenen Zustand aufeinander liegen.
Die Abschrägung
um den Winkel μ bewirkt,
dass bei einer vertikalen Belastung eine Bewegungskomponente in
Querrichtung Q aufeinander zu erzeugt wird, so dass im verriegelten Zustand
bei einer von oben einwirkenden Kraftkomponente der Spalt zwischen
den beiden Paneelen verringert wird und die ursprüngliche
Verriegelung durch Einlegen und Einschwenken eines ersten Paneels
in ein zweites Paneel ohne eine Vorspannung erfolgen kann.
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Der Absatz 9 ist so ausgebildet,
dass an der Absatzvorderseite 8 eine Ausnehmung 31 ausgebildet
ist, in die ein korrespondierender Vorsprung 30 an der
Wandung 11 der ersten Seitenkante eingreift. Die Ausnehmung 31 bildet
einen Hinterschnitt, so dass durch ein formschlüssiges Eingreifen des Vorsprunges 30 in
die Ausnehmung 31 eine Verriegelung in Vertikalrichtung
V ausgebildet wird. Oberhalb der gerundeten Verbindung von der Absatzoberseite 5 zu der
Absatzvorderseite 8 ist im montierten Zustand ein Freiraum 18 ausgebildet,
der eine gewisse Bewegung des Paneels 1 in Richtung auf
das zweite Paneel bei einer vertikalen Belastung zulässt. Ebenfalls können sich
in diesem Freiraum 18 Späne sammeln. Die Unterseite
des Vorsprunges 30 liegt auf einer korrespondierenden Schräge der Ausnehmung 31 auf, so
dass eine prä zise
Winkelzuordnung der Paneele gewährleistet
ist. Neben der formschlüssigen
Verriegelung an der Oberseite 12 der Feder 10 wird
durch die Ausbildung der Formschlusselemente 30, 31 ein zweiter
Verriegelungspunkt in vertikaler Richtung bereitgestellt, so dass
eine erhöhte
Sicherheit gegen ein ungewolltes Zurückschwenken der Paneele, vorliegend
entgegen dem Uhrzeigersinn, verhindert wird.
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Zwischen der Feder 10 und
der Oberseite 15 des Paneels 1 ist ein Hinterschnitt 17 ausgebildet, der
sich an eine im rechten Winkel zu der Oberseite 15 verlaufende
Kante anschließt.
Der Hinterschnitt 17 bildet im montierten Zustand einen
Freiraum aus, in dem Abrieb oder nicht entfernte Späne aus dem Herstellungsprozess
aufgenommen werden können. Ebenfalls
ist eine entsprechende Ausbildung des runden Vorderbereiches der
Feder 10 vorgesehen, so dass die Feder 10 im montierten
Zustand ebenfalls einen Spalt 19 ausbildet, der als Staubtasche
und Bewegungsraum wirken kann.
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Das Verlegen und Verriegeln zweier
Paneele mit einem solchen Profilbild erfolgt, indem das erste Paneel
mit der Feder 10 winklig zu dem zweiten Paneel angesetzt
und die Feder 10 in der Ausnehmung 3 des zweiten
Paneels eingelegt wird. Anschließend wird das abgewinkelte
erste Paneel um eine Achse parallel zu der Längsrichtung der Feder 10 verschwenkt,
vorliegend in Uhrzeigerrichtung, so dass der mit einer runden Kontur
versehene Vorderbereich der Feder 10 in der korrespondierend
gestalteten Ausnehmung 3 entlanggleitet, bis die Oberseite 12 der
Feder 10 an der korrespondierenden Unterseite 40 der
Oberlippe 4 anliegt. In diesem Zustand ist durch den Hinterschnitt
der Oberlippe 4 und den Absatz 9 eine wirksame
Verriegelung in Vertikalrichtung V und in Querrichtung Q erreicht.