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DE10242647A1 - Paneel - Google Patents

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DE10242647A1
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Paneel, insbesondere Fußbodenpaneel, mit einer Oberseite (15) und einer Unterseite (7), das mit Mitteln zum lösbaren Verbinden mindestens zweier Paneele (1) versehen ist, wobei an mindestens einer Seitenkante eines ersten Paneels (1) Formschlusselemente (23, 27; 230, 270) zur Verriegelung in Vertikalrichtung (V) und in Querrichtung (Q) mit einem weiteren Paneel ausgebildet sind. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Paneel bereitzustellen, mit dem eine einfache und sichere Verlegung insbesondere bei steifen Paneelen möglich ist. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass zwischen den Formschlusselementen (230, 270) und der Unterseite (7) des Paneels (1) ein sich vertikal erstreckender Schlitz (100) ausgebildet, insbesondere ausgefräst, ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Paneel, insbesondere Fußbodenpaneel gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Aus der WO 01/75247 A1 ist ein Fußbodenpaneel bekannt, das an einer ersten Seitenkante Verbindungsmittel zur Verriegelung in Quer- und Vertikalrichtung aufweist. Diese Verriegelungsmittel sind an der Längsseite des Paneels angeordnet und bewirken die Verriegelung, indem ein Einlegen und Einschwenken der Verbindungsmittel in eine korrespondierende Ausnehmung eines zweiten Paneels erfolgt. Die Querseite des Paneels weist zwei Einschnapphaken auf, die in korrespondierende Hinterschneidungen eines angrenzenden Paneels beim Verlegen eingreifen und die Vertikalbewegung zwischen den verlegten Paneelen behindern sollen.
  • Insbesondere bei stärkeren Profilen oder bei einem Parkettboden ist eine Verlegung aufgrund der Steifigkeit des Paneels nicht mehr möglich, da sich die notwendige elastische Verformung nur mit einem außerordentlich hohen Kraftaufwand realisieren ließe.
  • Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Paneel bereitzustellen, mit dem eine einfache und sichere Verlegung möglich ist, insbesondere bei steifen Paneelen.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Paneel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Unteransprüchen aufgeführt.
  • Aufgrund der Ausbildung eines Schlitzes zwischen den Formschlußelementen und der Unterseite des Paneels in vertikaler Richtung wird ein Elastizität in dem Kopplungsbereich zweier an sich steifer Paneele bereitgestellt, durch die eine einfache Montage ermöglicht wird. Die Steifigkeit der Paneele kann durch die Materialwahl oder die Dicke der Paneele gegeben sein, so dass Dimensionierung des Schlitzes in Vertikal- und Querrichtung entsprechend angepaßt werden muß. Die Anordnung und Dimensionierung des Schlitzes muß dergestalt erfolgen, dass die Formschlußelemente ausreichend nach unten federn können, um eine Montage zu ermöglichen.
  • Vorteilhafterweise ist der Schlitz über die gesamte Länge der Seitenkante ausgebildet, um eine gleichmäßige Ausbiegung zu erreichen, und weist einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf, der sehr einfach durch einen Fräser in das Paneel eingearbeitet werden kann.
  • An einer Seitenkante sind Formschlußelemente zur Verriegelung in Vertikalrichtung mit einem weiteren Paneel ausgebildet, wobei diese Formschlußelemente an zwei zueinander beabstandeten, im wesentlichen vertikal ausgerichteten Wandungen in Querrichtung und in Vertikalrichtung voneinander beabstandet, ausgebildet sind. Dadurch werden zwei räumlich voneinander getrennte Verriegelungsstellen an der Seitenkante, insbesondere der Querseite, geschaffen, wodurch eine sicherere Verriegelung aneinander gelegter und verlegter Paneele gewährleistet ist. Die Anordnung der Formschlußelemente an zwei verschiedenen Wandungen erhöht die Stabilität der gesamten Verbindung und verhindert, dass durch ein Übereinandergleiten mehrerer hintereinan der angeordneter Formschlußelemente eine Verformung und ein Abrieb der Formschlußelemente entsteht. Dadurch ist die Wirksamkeit der Verriegelung gewährleistet.
  • Die Seitenkante weist in einer Ausgestaltung der Erfindung eine von der Unterseite ausgehende, stufenförmige Ausfräsung mit einer inneren Wandung und einer äußeren Wandung auf. An diesen Wandungen sind jeweils ein sich in Querrichtung erstreckendes Formschlußelement ausgebildet, vorzugsweise ausgefräst, die in korrespondierende Hinterschneidungen einer von der Oberseite ausgehenden, stufenförmigen Ausfräsung der zu verbindenden zweiten Paneele eingreifen. Die von der Oberseite ausgehende, stufenförmige Ausfräsung weist ebenfalls eine innere und eine äußere Wandung auf, an denen die entsprechenden Hinterschneidungen ausgebildet sind, so dass es zu einer formschlüssigen Verriegelung in vertikaler Richtung an der Seitenkante kommen kann.
  • Die von der Unterseite ausgehende, stufenförmige Ausfräsung weist einen in Richtung der Unterseite hervorstehenden Absatz auf, der eine im wesentlichen horizontal ausgerichtete Kopffläche ausbildet, wobei dieser Absatz eine in Querrichtung, senkrecht zu der Seitenkante wirksame Verriegelung bereitstellt. Die im wesentlichen horizontal ausgerichtete Kopffläche dient zur Einstellung des minimalen Höhenversatzes und stellt eine relativ große Auflagefläche zur Einleitung vertikal wirkender Kräfte dar. Die Kopffläche kann im Querschnitt eine konkave Form aufweisen, um eine Staubtasche zu bilden.
  • Die Wandungen des Absatzes sind zu der Kopffläche in einem spitzen Winkel ausgerichtet, was entweder das leichte Einführen in eine korrespondierende Ausnehmung der entsprechenden Ausfräsung der zweiten Paneele oder aber bei Ausbildung einer Hinterschneidung zu der Kopffläche eine zusätzliche Verriegelungswirkung zur Folge hat.
  • Es hat sich herausgestellt, dass eine Quererstreckung der Kopffläche in einem Bereich von 2mm bis 6mm sehr gute Haltbarkeitswerte und eine sehr gute Verriegelungswir kung bereitstellt, wobei vorzugsweise die Kopffläche das 0,25 bis 0,4fache der gesamten Quererstreckung der stufenförmigen Ausfräsung aufweist.
  • Eine besonderes wirksame und einfache Verriegelung an der Seitenkante ist dann gegeben, wenn ein Formschlußelement über eine Abschlußkante der Oberseite horizontal hervorragt. Dabei kann es zweckmäßig sein, dass zwischen der Oberseite und dem hervorragenden Formschlußelement eine Ausnehmung angeordnet ist, die die Abschlußkante der Paneele hinterschneidet, um eventuell vorhandenen Abrieb oder sich verformendes Material der Paneele aufzunehmen, so dass eine möglichst paßgenaue Verlegung mit minimaler Spaltweite ermöglicht wird, da kein abgeriebenes oder verformtes Material eine Sperrwirkung ausübt.
  • Die der Seitenkante gegenüberliegende Seitenkante der Paneele weist eine von der Oberseite ausgehende, stufenförmige Ausfräsung mit einen in Richtung der Oberseite hervorstehenden Absatz auf. Dieser Absatz weist ebenfalls eine im wesentlich horizontal ausgerichtete Kopffläche auf, wobei im unteren Bereich der Absatzaußenwandung eine Hinterschneidung ausgebildet ist, die mit dem korrespondierenden Formschlußelement der inneren Wandung der aufzunehmenden Seitenkante korrespondiert. Die Anordnung der Ausnehmung im unteren Bereich der Absatzaußenwandung erhöht die Wirksamkeit der Verriegelung.
  • Eine Weiterbildung sieht vor, dass zwischen der Absatzinnenwandung und der inneren Wandung der Ausfräsung eine horizontale Sockelfläche ausgebildet ist, die dergestalt ausgebildet ist, dass bei verlegten Paneelen die Kopffläche auf der Sockelfläche aufliegt und die Oberseiten der Paneele in einer Ebene liegen, was bedeutet, dass ein minimaler bzw. kein Höhenversatz zwischen den Paneelen vorliegt. Durch das Zusammenwirken horizontaler Sockelflächen und Kopfflächen ist eine besonders genaue Zuordnung und Einstellung des Höhenversatzes möglich, ebenso wird die Abwinkelneigung benachbarter Paneele verringert, was die Festigkeit der Verriegelung vergrößert.
  • Die Absatzinnenwandung der von der Oberseite ausgehenden Ausfräsung verläuft parallel oder in einem flacheren Winkel als die korrespondierende Absatzinnenwan dung des im verlegten Zustands eingreifenden Absatzes, um entweder eine präzise Anlage zu bewirken oder eine Bewegungskomponente für die beiden Paneelen in Querrichtung aufeinander zu bereitzustellen.
  • Durch die Ausbildung einer Hinterschneidung durch die Absatzinnenwandung zu der Kopffläche des entsprechenden Absatzes wird eine zusätzliche Verriegelungswirkung erzielt.
  • Um eine besonders einfache Verlegung zu bewirken, ist der nach oben vorstehende Absatz der von der Oberseite ausgehenden Ausfräsung nicht über die gesamte Länge der Seitenkante ausgebildet, sondern ist insbesondere an einem Endbereich der Seitenkante, der in Richtung zu einer insbesondere rechtwinkelig verlaufenden weiteren Seitenkante gerichtet ist, bis auf die Sockelfläche abgefräst oder nicht ausgebildet. Durch die Entfernung oder Nichtausbildung des hervorstehenden Absatzes wird ein Einschwenken um die Achse parallel zu der weiteren Seitenkante erleichtert, so dass eine Sperrwirkung durch die Formschlußelemente erst dann stattfindet, wenn die Seitenkanten aneinander angrenzender Paneele in einem spitzen Winkel zueinander liegen. Dies bedeutet, dass nur eine kurze Entfernung in Vertikalrichtung zurückgelegt werden muss, um die Paneele an den Seitenkanten vollständig zu verriegeln. Ein solches Profil ist als Legeprofil besonders für steife Paneele geeignet.
  • Eine vorteilhafte Ausbildung der Erfindung sieht vor, dass das Fußbodenpaneel zumindest teilweise aus einem HDF- oder MDF-Werkstoff hergestellt wird. Alternativ dazu kann das gesamte Fußbodenpaneel aus einem OSB-Werkstoff hergestellt sein. Durch die Verwendung eines OSB-Werkstoffes wird eine Naturholzoptik, ebenso wie eine strukturierte Oberfläche erreicht. Insbesondere bei Paneelen aus Faserwerkstoffen oder OSB-Platten ist das Profil für Paneele in eine Dicke von 9mm bis 22mm, insbesondere 10mm bis 15mm, vorzugsweise 12mm geeignet. Sofern das verwendete Material eine andere Steifigkeit hat, können die Abmessungen entsprechend verändert werden.
  • Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beigefügten Figuren beschrieben. Es zeigen:
  • 1 - ein Fußbodenpaneel an einer Querseite in Querschnittsansicht; sowie
  • 2 - ein Fußbodenpaneel an einer Längsseite in Querschnittsansicht.
  • Die 1 zeigt ein Fußbodenpaneel 1, das aus einer mitteldichten oder hochverdichteten Faserplatte (MDF oder HDF) besteht. An ihrer Oberseite 15 ist die Fußbodenpaneele 1 mit einer Dekorschicht 16 versehen, die beispielsweise durch eine eine Holzmaserung aufweisende Papierlage gebildet sein kann, die mit einer als Verschleißschutz dienenden Kunstharzschicht überzogen ist. An der Unterseite 7 kann eine Schalldämmlage aufgeklebt sein, um die Trittschalleigenschaften der verlegten Fußbodenpaneele zu verbessern. Alternativ zu der Verwendung einer HDF- oder MDF-Platte kann das Paneel 1 aus einem OSB-Werkstoff (orientated strands board) gefertigt werden, wobei hier auf eine Dekorschicht 16 verzichtet werden kann. An einer ersten Seitenkante, vorzugsweise an einer Querseite der Paneele, ist von der Unterseite 7 ausgehend, ist eine stufenförmige Ausfräsung 20 in das Paneel 1 eingearbeitet, die eine innere Wandung 21 und eine äußere Wandung 22 ausbildet. Sowohl an der inneren Wandung 21 als auch an der äußeren Wandung 22 sind Formschlußelemente 23, 24 ausgebildet, hier ausgefräst, die in Gestalt von Vorsprüngen in entsprechende Hinterschneidungen 230, 240 einer korrespondierenden Ausnehmung 200 einem zweiten Paneel eingreifen. In der Ausfräsung 20 ist ein Absatz 25 ausgebildet, der in Richtung auf die Unterseite 7 hervorsteht, wobei die Absatzaußenwandung von der Außenwandung 22 gebildet wird und die Absatzinnenwandung 27 in dem dargestellten Ausführungsbeispiel einen sich nach oben erweiternden Querschnitt ausbildet. Die Unterseite des Absatzes 25 bildet eine Kopffläche 26, die parallel zu der Oberseite 15 des Paneels 1 verläuft und auf der sich das Paneel 1 im montierten Zustand über eine korrespondierende Sockelfläche 280 einer entsprechenden Ausnehmung 200 eines zweiten Paneels abstützt.
  • Alternativ zu der dargestellten Ausführungsform ist es vorgesehen, dass die Innenfläche 27 im wesentlichen parallel zu der Außenwandung 22 verläuft, so dass die Absatzinnenwandung 27 zu der Kopffläche 26 einen Hinterschnitt bildet. Ebenfalls ist es vorgesehen, dass neben einer wesentlichen geraden Ausbildung der Außenwandung 22 in einem spitzen Winkel α zu der Vertikalen die Außenwandung 22 eine gerundete Form oder einen vertikalen Verlauf aufweist. Dabei ist es erforderlich, dass das Formschlußelement 24 über die Abschlußkante 28 der Oberseite 15 hervorsteht, um eine formschlüssige Verriegelung mit dem zweiten Paneel durchzuführen.
  • Oberhalb des Formschlußelementes 24 kann eine Ausnehmung ausgebildet sein, die als Staubtasche wirkt.
  • Sofern die Absatzinnenwandung 27 als eine Hinterschneidung zu der Kopffläche 26 ausgebildet ist, wird eine zusätzliche Verriegelung in vertikaler Richtung bereitgestellt, insbesondere wenn die korrespondierende Absatzinnenwandung 270 des nach oben gerichteten Absatzes 250 ebenfalls als Hinterschneidung ausgebildet ist. Eine formschlüssige Verriegelung findet dann durch ein leichtes Aufbiegen bzw. eine elastische Verformung der Profile statt, so dass die Formschlußelemente 23, 24 und die Hinterschneidung durch die Absatzinnenwandung 27 mit den korrespondierenden Hinterschneidungen 230, 240 und der Hinterschneidung durch die Absatzinnenwandung 270 wirksam in Eingriff treten können.
  • Dieses elastische Aufbiegen der Profile wird bei einem Paneel 1 mit einer Dicke von 12mm durch einen eingefrästen Schlitz 100 erreicht, der zwischen der Unterseite 7 und den Formschlußelemente 270, 230 ausgebildet ist. Der Schlitz 100 hat einen rechteckigen Querschnitt und erstreckt sich bis in die Mitte der Sockelfläche 280. Vertikal ist der Schlitz 100 so angeordnet, dass eine hinreichende Elastizität des Profils bei ausreichender Festigkeit gegeben ist. Der Schlitz 100 ist nur entlang einer Seitenkante des Paneels 1 ausgebildet, entlang der die Ausnehmung 200 ausgebildet ist. Sofern bei einem rechteckigen Paneel 1 alle Seiten entsprechend der 1 profiliert sind, sind demnach zwei Schlitze 100 vorgesehen.
  • Die von der Oberseite 15 ausgehende Ausfräsung 200 ist dergestalt ausgebildet, dass sie das gegenüberliegende Profil aufnehmen kann, so dass die Kopffläche 26 einerseits vollständig plan auf der Sockelfläche 280 aufliegt, andererseits die Oberflächen 15 zweier Paneele im montierten Zustand in einer Ebene abschließen und möglichst bündig aneinander liegen.
  • Eine wirksame Verriegelung sowohl in Querrichtung Q als auch in Vertikalrichtung V ist gegeben, wobei die Verriegelung in Querrichtung Q formschlüssig durch die Absätze 25, 250 realisiert wird. Eine Verriegelung in Vertikalrichtung V erfolgt durch die Verriegelungselemente 23, 24, die formschlüssig in die Hinterschneidungen 230, 240 eingreifen, wobei die Formschlußelemente 23, 24 an voneinander beabstandeten Wandungen 21, 22 angeordnet sind. Darüber hinaus sind die Formschlußelemente 23, 24 auf unterschiedlichen Vertikalniveaus angeordnet, so dass sich ein oberer Verriegelungspunkt und ein unterer Verriegelungspunkt ausbildet. Der oberer Verriegelungspunkt wird durch das Formschlußelement 24 und die Hinterschneidung 240, der untere Verriegelungspunkt durch das Formschlußelement 23 und die Hinterschneidung 230 gebildet.
  • Der nach oben gerichtete Absatz 250 ist nicht über die gesamte Länge der dritten Seitenkante ausgebildet, sondern ist über einen Bereich bis auf die Sockelfläche 280 abgefräst, wobei diese Ausfräsung in Richtung auf die erste Seitenkante mit einer Feder liegt. Durch die Ausfräsung bzw. Nichtausbildung des Absatzes 250 kann bei einem Verlegen die zunächst winklig eingelegten Paneele weiter nach unten abgesenkt werden, bevor durch eine impulsartige Montagebewegung nach unten eine endgültige Verriegelung über die dritte Seitenkante, vorzugsweise die Querseite, erfolgt.
  • Zwischen der Kopffläche 260 des Absatzes 250 und der entsprechenden Fläche der Ausfräsung 20 ist im montierten Zustand ein Freiraum vorhanden, der notwendig ist, damit das Formschlußelement 23 die Hinterschneidung 230 hintergreifen kann. Ebenfalls dient dieser Freiraum als eine Staubtasche.
  • Durch das vorgestellte Profil sowie die beschriebene Verlegeweise ist es möglich, Paneele leicht und schnell zu verlegen. Das Profil hat weiterhin den Vorteil, dass eine stabile Auflage und damit die Möglichkeit einer möglichst präzisen Einstellung des Höhenversatzes gegeben ist. Ebenfalls ist eine sichere Verriegelung der Seitenkanten in Vertikalrichtung V und Querrichtung Q gewährleistet; dieses Profil lässt sich besonders gut in OSB-Paneele einfräsen. Neben den versetzt angeordneten Formschlußelementen verhindert die große Auflagefläche eine Verwinkelung und dadurch ein leichte Öffnen der Verriegelung an den Seitenkanten. Darüber hinaus wird durch die formschlüssige Verriegelung, bei der ein charakteristisches Geräusch entsteht, dem Nutzer der Paneele angezeigt, dass eine wirksame Verriegelung stattgefunden hat.
  • Wenn die Profile der 1 an den Querseiten eines Paneels 1 ausgebildet sind, sind die Längsseiten vorteilhafterweise als ein Schwenkprofil ausgebildet, um keine Entlastungsschlitze in das Paneel einbringen zu müssen. Sofern ein sogenanntes Clickprofil an den Längsseiten ausgebildet ist, ist vorgesehen, dass unterhalb der entsprechenden Formschlußelemente ebenfalls ein Schlitz ausgebildet ist, um die notwendige Elastizität bereitzustellen, so dass ein Clickprofil auch bei steiferen Materialien oder größeren Materialstärken eingesetzt werden kann. Das Profil ist nicht auf Fußbodenpaneele beschränkt und kann auch zur Verriegelung von Platten anderer Zweckbestimmung eingesetzt werden.
  • An einer weiteren Seitenkante, vorzugsweise an der Längsseite des Paneels 1, ist das Paneel 1 mit einer Feder 10 und an der gegenüberliegenden zweiten Längsseite mit einer Ausnehmung 3 versehen, wie in der 2 gezeigt ist..
  • Die Ausnehmung 3 und die Feder 10 verlaufen über die volle Länge der Seitenkanten. An der Feder 10 ist eine nach außen ragende, mit einer Spitze versehende Nase vorgesehen, die in einen Vorderbereich übergeht, der eine bogenförmige Kontur aufweist. An diesen Vorderbereich der Feder 10, der einen Hinterschnitt 13 ausbildet, schließt sich ein Auflagerbereich 14 an, der in einem Winkel μ zur Oberseite 15 des Paneels 1 geneigt, ausgebildet ist. An den Auflagerbereich 14 schließt sich eine vertikal ausgerichtete Wandung 11 an.
  • Der Hinterschnitt 13 bewirkt eine Verriegelung in Querrichtung Q, in dem eine formschlüssige Verriegelung mit einem korrespondierenden Absatz 9 der Ausnehmung 3 hergestellt wird. Im montierten Zustand greift die Feder 10 in einen durch eine Oberlippe 4 der Ausnehmung 3 gebildeten Hinterschnitt ein, so dass die Oberseite 12 der Feder 10 an einer Unterseite 40 der Oberlippe anliegt und eine Verriegelung in vertikaler Richtung entlang der Seitenkanten erfolgt. Der Absatz 9 ist an einer Unterlippe 6 der Ausnehmung 3 ausgebildet und schließt diese ab, wobei auf der Oberseite des Absatzes 9 eine geneigte Absatzoberfläche 5 ausgebildet ist, die als Abstützung für den Auflagerbereich 14 dient. Den Abschluss des Paneels bildet eine im wesentlichen vertikal verlaufende Absatzvorderseite 8, die über eine Rundung in die Absatzoberseite 5 übergeht.
  • Durch die Absatzoberseite 5 und den Auflagerbereich 14 wird eine relativ große Auflagefläche bereitgestellt, auf der zwei Paneele im verbundenen Zustand aufeinander liegen. Die Abschrägung um den Winkel μ bewirkt, dass bei einer vertikalen Belastung eine Bewegungskomponente in Querrichtung Q aufeinander zu erzeugt wird, so dass im verriegelten Zustand bei einer von oben einwirkenden Kraftkomponente der Spalt zwischen den beiden Paneelen verringert wird und die ursprüngliche Verriegelung durch Einlegen und Einschwenken eines ersten Paneels in ein zweites Paneel ohne eine Vorspannung erfolgen kann.
  • Der Absatz 9 ist so ausgebildet, dass an der Absatzvorderseite 8 eine Ausnehmung 31 ausgebildet ist, in die ein korrespondierender Vorsprung 30 an der Wandung 11 der ersten Seitenkante eingreift. Die Ausnehmung 31 bildet einen Hinterschnitt, so dass durch ein formschlüssiges Eingreifen des Vorsprunges 30 in die Ausnehmung 31 eine Verriegelung in Vertikalrichtung V ausgebildet wird. Oberhalb der gerundeten Verbindung von der Absatzoberseite 5 zu der Absatzvorderseite 8 ist im montierten Zustand ein Freiraum 18 ausgebildet, der eine gewisse Bewegung des Paneels 1 in Richtung auf das zweite Paneel bei einer vertikalen Belastung zulässt. Ebenfalls können sich in diesem Freiraum 18 Späne sammeln. Die Unterseite des Vorsprunges 30 liegt auf einer korrespondierenden Schräge der Ausnehmung 31 auf, so dass eine prä zise Winkelzuordnung der Paneele gewährleistet ist. Neben der formschlüssigen Verriegelung an der Oberseite 12 der Feder 10 wird durch die Ausbildung der Formschlusselemente 30, 31 ein zweiter Verriegelungspunkt in vertikaler Richtung bereitgestellt, so dass eine erhöhte Sicherheit gegen ein ungewolltes Zurückschwenken der Paneele, vorliegend entgegen dem Uhrzeigersinn, verhindert wird.
  • Zwischen der Feder 10 und der Oberseite 15 des Paneels 1 ist ein Hinterschnitt 17 ausgebildet, der sich an eine im rechten Winkel zu der Oberseite 15 verlaufende Kante anschließt. Der Hinterschnitt 17 bildet im montierten Zustand einen Freiraum aus, in dem Abrieb oder nicht entfernte Späne aus dem Herstellungsprozess aufgenommen werden können. Ebenfalls ist eine entsprechende Ausbildung des runden Vorderbereiches der Feder 10 vorgesehen, so dass die Feder 10 im montierten Zustand ebenfalls einen Spalt 19 ausbildet, der als Staubtasche und Bewegungsraum wirken kann.
  • Das Verlegen und Verriegeln zweier Paneele mit einem solchen Profilbild erfolgt, indem das erste Paneel mit der Feder 10 winklig zu dem zweiten Paneel angesetzt und die Feder 10 in der Ausnehmung 3 des zweiten Paneels eingelegt wird. Anschließend wird das abgewinkelte erste Paneel um eine Achse parallel zu der Längsrichtung der Feder 10 verschwenkt, vorliegend in Uhrzeigerrichtung, so dass der mit einer runden Kontur versehene Vorderbereich der Feder 10 in der korrespondierend gestalteten Ausnehmung 3 entlanggleitet, bis die Oberseite 12 der Feder 10 an der korrespondierenden Unterseite 40 der Oberlippe 4 anliegt. In diesem Zustand ist durch den Hinterschnitt der Oberlippe 4 und den Absatz 9 eine wirksame Verriegelung in Vertikalrichtung V und in Querrichtung Q erreicht.

Claims (20)

  1. Paneel, insbesondere Fußbodenpaneel, mit einer Oberseite (15) und einer Unterseite (7), das mit Mitteln zum lösbaren Verbinden mindestens zweier Paneele (1) versehen ist, wobei an mindestens einer Seitenkante eines ersten Paneels (1) Formschlußelemente (23, 27; 230, 270) zur Verriegelung in Vertikalrichtung (V) und in Querrichtung (Q) mit einem weiteren Paneel ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Formschlußelementen (230, 270) und der Unterseite (7) des Paneels (1) ein sich vertikal erstreckender Schlitz (100) ausgebildet, insbesondere ausgefräst ist.
  2. Paneel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Schlitz (100) über die gesamte Länge der Seitenkante erstreckt.
  3. Paneel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitz (100) einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweist.
  4. Paneel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es aus HDF- oder MDF-Platten, einem Holzwerkstoff, OSB-Platten oder Schichtholz hergestellt ist.
  5. Paneel nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einer ersten Seitenkante eine von der Unterseite (7) ausgehende, stufenförmige Ausfräsung (20) mit einer inneren Wandung (21) und einer äußeren Wandung (22) ausgebildet ist, wobei an den Wandungen (21, 22) je ein sich in Querrichtung (Q) erstreckendes Formschlußelement (23, 24) ausgebildet ist, und dass an der der ersten Seitenkante gegenüberliegenden zweiten Seitenkante eine von der Oberseite (15) ausgehende, stufenförmige Ausfräsung (200) mit einer inneren Wandung (210) und einer äußeren Wandung (220) ausgebildet ist, an denen mit den Formschlußelementen (23, 24) korrespondierende Hinterschneidungen (230, 240) ausgebildet sind.
  6. Paneel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Unterseite (7) ausgehende, stufenförmige Ausfräsung (20) einen in Richtung der Unterseite (7) hervorstehenden Absatz (25) ausbildet, der eine im wesentlichen horizontal ausgerichtete Kopffläche (26) aufweist.
  7. Paneel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandungen (22, 27) des Absatzes (25) zu der Kopffläche (26) in einem spitzen Winkel (α) ausgerichtet sind.
  8. Paneel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Absatzinnenwandung (27) zu der Kopffläche (26) eine Hinterschneidung bildet.
  9. Paneel nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopffläche (26) eine Quererstreckung von 2 bis 6 mm hat.
  10. Paneel nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopffläche (26) das 0,25- bis 0,4-fache der gesamten Quererstreckung der stufenförmigen Ausfräsung (20) aufweist.
  11. Paneel nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Formschlußelement (24) der ersten Seitenkante über eine Abschlußkante (28) der Oberseite (15) horizontal hervorragt.
  12. Paneel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Oberseite (15) und dem hervorragenden Formschlußelement (24) eine Ausnehmung (29) angeordnet ist, die die Abschlußkante (28) hinterschneidet.
  13. Paneel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Oberseite (15) ausgehende, stufenförmige Ausfräsung (200) einen in Richtung der Oberseite (15) hervorstehenden Absatz (250) ausbildet, der eine im wesentlichen horizontal ausgerichtete Kopffläche (260) aufweist, wobei im unteren Bereich der Absatzaußenwandung (220) eine Hinterschneidung (230) ausgebildet ist, die mit dem Formschlußelement (23) der inneren Wandung (21) der Ausfräsung (20) der gegenüberliegenden Seitenkante korrespondiert.
  14. Paneel nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Absatzinnenwandung (270) und der inneren Wandung (210) der Ausfräsung (200) eine horizontale Sockelfläche (280) ausgebildet ist, die dergestalt ausgebildet ist, dass bei verlegten Paneelen (1, 2) die Kopffläche (26) auf der Sockelfläche (280) aufliegt und die Oberseiten (15) der Paneele (1, 2) in einer Ebene liegen.
  15. Paneel nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Absatzinnenwandung (270) parallel oder in einem flacheren Winkel als die korrespondierende Absatzinnenwandung (27) des im verlegten Zustand eingreifenden Absatzes (25) verläuft.
  16. Paneel nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Absatzinnenwandung (270) zu der Kopffläche (260) eine Hinterschneidung bildet.
  17. Paneel nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der nach oben hervorstehende Absatz (250) in zumindest einem Endbereich der dritten Seitenkante nicht ausgebildet oder entfernt ist.
  18. Paneel nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Dicke von 9mm bis 22mm aufweist.
  19. Paneel nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Dicke von 10mm bis 15mm, vorzugsweise 12mm aufweist.
  20. Paneel nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass entlang einer Längsseite des Paneels eine sich in Längsrichtung der Seitenkante erstreckende Feder (10) und an der gegenüberliegenden Seitenkante der anderen Längsseite eine zu der Feder (10) korrespondierende Ausnehmung (3) ausgebildet ist, wobei die Ausnehmung (3) aus einer Oberlippe (4) und einer Unterlippe (6) besteht und die Unterlippe (6) einen Absatz (9) mit einer Absatzoberseite (5) und einer Absatzvorderseite (8) ausbildet, der mit einem korrespondierenden Hinterschnitt (13) der Feder (10) die verlegten Paneele in Querrichtung (Q) blockiert, wobei sich an den Hinterschnitt (13) eine Ausnehmung mit einem zu dem Absatz (9) korrespondierenden Auflagerbereich (14) und eine Wandung (11) anschließt, die im montierten Zustand der Absatzvorderseite (8) gegenüberliegt, wobei die Feder (10) und die Ausnehmung (3) so ausgebildet sind, dass eine Verriegelung durch Einlegen der Feder (10) in die Ausnehmung (3) des zweiten Paneels (2) und Einschwenken um eine Achse parallel zu der Längserstreckung der Feder (10) erfolgt.
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