DE10241234B4 - Großtank für eine Anlage zum Tauchbehandeln, insbesondere zum Vorbehandeln und Tauchlackieren, von Gegenständen, insbesondere von Fahrzeugkarosserien - Google Patents
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Abstract
Großtank für eine Anlage
zum Tauchbehandeln, insbesondere zum Vorbehandeln und Tauchlackieren,
von Gegenständen,
insbesondere von Fahrzeugkarosserien, mit
a) einer Tankhülle, die zwei Stirnwände, zwei parallele, ebene Seitenwände und einen Boden umfasst;
b) einer Stützstruktur, die eine Mehrzahl vertikaler, an den Seitenwänden der Tankhülle anliegender Versteifungsrippen umfasst;
dadurch gekennzeichnet, daß
c) die Stirnwände (7, 8) der Tankhülle (2) im Querschnitt der Draufsicht kreisbogenförmig gekrümmt sind, dabei jedoch einen Mittelpunktswinkel einschließen, der kleiner als 180° ist, so daß sie mit im wesentlichen scharfen Kanten (10, 11, 12, 13) in die Seitenwände (4, 5) übergehen.
a) einer Tankhülle, die zwei Stirnwände, zwei parallele, ebene Seitenwände und einen Boden umfasst;
b) einer Stützstruktur, die eine Mehrzahl vertikaler, an den Seitenwänden der Tankhülle anliegender Versteifungsrippen umfasst;
dadurch gekennzeichnet, daß
c) die Stirnwände (7, 8) der Tankhülle (2) im Querschnitt der Draufsicht kreisbogenförmig gekrümmt sind, dabei jedoch einen Mittelpunktswinkel einschließen, der kleiner als 180° ist, so daß sie mit im wesentlichen scharfen Kanten (10, 11, 12, 13) in die Seitenwände (4, 5) übergehen.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Großtank für eine Anlage zum Tauchbehandeln, insbesondere zum Vorbehandeln und Tauchlackieren, von Gegenständen, insbesondere von Fahrzeugkarosserien, mit
- a) einer Tankhülle, die zwei Stirnwände, zwei parallele ebene Seitenwände und einen Boden umfasst;
- b) einer Stützstruktur, die eine Mehrzahl vertikaler, an den Seitenwänden der Tankhülle anliegender Versteifungsrippen umfasst.
- Die insbesondere in Tauchlackieranlagen für Fahrzeugkarosserien eingesetzten Großtanks der eingangs genannten Art besitzen erhebliche Abmessungen. Das Leergewicht liegt in der Größenordnung von über 5 t. Die Materialmenge, die für diese Tanks verwendet wird, hat naturgemäß einen ganz erheblichen Einfluß auf die Herstellungskosten, zumal die Tankhülle zur Vermeidung von Korrosionserscheinungen und von Kontaminationen der Behandlungsflüssigkeit im allgemeinen aus Edelstahl bestehen muß. So verwundert nicht, daß erhebliche Bemühungen schon in der Vergangenheit darauf gerichtet wurden, die Materialmenge und damit die Materialkosten zu reduzieren.
- Bekannte Tanks der eingangs genannten Art besaßen eine Tankhülle, die im Querschnitt rechteckig war; sowohl die Seiten- als auch die Stirnwände waren eben und verliefen paarweise parallel zueinander. Um die Wandstärke der Tankhülle klein zu halten, waren an den Außenflächen sowohl der Seiten- als auch der Stirnwände Versteifungsrippen angeschweißt. Diese konnten wahlweise aus nicht rostfreiem oder rostfreiem Stahl bestehen.
- Aus dem Gebiet der Transporttanks ist die
US 5 186 351 bekannt, wo ein mit Rippen verstärkter Plastikbehälter längs seinem oberen Rand in einem äußeren Stahlrahmen gehalten ist. Solche Tanks sind schon wegen ihrer geringen Abmessungen für die hier betrachtete Anwendung ungeeignet; auch ist die Herstellung sehr großer Plastikbehälter kostspielig. - Einen allseits geschlossenen Lagerbehälter mit gekrümmten Seitenwänden zeigt die
DE 1 248 557 C während bei derUS 3 930 462 der Boden eines doppelwandigen Lagertanks gekrümmt ausgebildet ist. Beide Tanks weisen seitliche Versteifungsrippen auf und beziehen einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität aus dem Vorliegen eines Deckels. - Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Großtank der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß die Herstellungskosten weiter reduziert sind. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
- c) die Stirnwände der Tankhülle im Querschnitt der Draufsicht kreisbogenförmig gekrümmt sind, dabei jedoch einen Mittelpunktswinkel einschließen, der kleiner als 180° ist, so daß sie mit im wesentlichen scharfen Kanten in die Seitenwände übergehen.
- Erfindungsgemäß wird die an und für sich bekannte Tatsache ausgenutzt, daß Tankwände, die im Querschnitt kreisbogenförmig gekrümmt sind, im wesentlichen aus schließlich Zugspannungen ausgesetzt sind, so daß sie mit verhältnismäßig geringer Wandstärke ausgebildet sein können, ohne daß sie sich in unzulässiger Weise verformen. Bisher wurde in der Fachwelt es jedoch stets für erforderlich gehalten, daß zur Vermeidung lokaler Spannungen kreisbogenförmige Wände tangential in die ebenen Seitenwände übergehen müssen. Dies bedeutet jedoch einen erheblichen Platzbedarf in Längsrichtung des Großtanks, der bei industriellen Anlagen zur Tauchbehandlung im allgemeinen nicht zur Verfügung steht und höhere Kosten verursachen würde, als durch die Materialreduzierung eingespart werden könnte. Die Erfindung erkennt erstmals, daß auch dann, wenn der Übergang zwischen den kreisbogenförmig gekrümmten Stirnflächen und den Seitenwänden der Tankhülle über eine verhältnismäßig scharfe Kante erfolgt, die hierdurch verursachten lokalen Spannungen nicht nennenswert ins Gewicht fallen. Es können daher auch Stirnwände eingesetzt werden, die zwar im Querschnitt kreisbogenförmig gekrümmt sind, dabei jedoch nicht einen vollständigen Halbkreis bilden. Auf diese Weise bleibt die Verlängerung des Tankes, gesehen parallel zu dessen ebenen Seitenwänden, in einem erträglichen Rahmen und der durch die Materialeinsparung erzielte Kostennutzen wird nicht durch die Kosten eines höheren Raumbedarfes konterkariert.
- Noch stärker kommt der mit den gekrümmten Stirnwänden verbundene Kostenvorteil bei derjenigen Ausführungsform der Erfindung zum Tragen, bei welcher nur im Bereich der Seitenwände, nicht dagegen im Bereich der Stirnwände der Tankhülle Versteifungsrippen vorgesehen sind. Die Möglichkeit, an den Stirnwänden die Versteifungsrippen wegzulassen, ist erneut Folge der Tatsache, daß die Stirnwände im wesentlichen nur auf Zug beansprucht sind.
- Besonders bevorzugt wird diejenige Ausführungsform der Erfindung, bei welcher auch der Boden der Tankhülle im Querschnitt kreisbogenförmig gekrümmt ist, dabei jedoch einen Winkel einschließt, der kleiner als 180° ist, so daß er mit verhältnismäßig scharfen Kanten in die Seitenflächen übergeht. In diesem Falle kann auch der Boden verhältnismäßig dünnwandig ausgestaltet sein.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert; es zeigen
-
1 : einen fertig montierten Großtank für eine Fahrzeuglackieranlage; -
2 : perspektivisch die Hülle des in1 darge stellten Tanks; -
3 : perspektivisch das Stützgestell des in1 dargestellten Tanks. - Der in
1 dargestellte und insgesamt mit dem Bezugszeichen1 gekennzeichnete Großtank ist zur Verwendung in einer Fahrzeuglackieranlage bestimmt. Er enthält dort eine Behandlungsflüssigkeit, beispielsweise eine Lackflüssigkeit, in welche eine Fahrzeugkarosserie eingetaucht wird. Entsprechend sind die Dimensionen des Großtanks1 . - Der Großtank
1 umfasst eine Tankhülle2 , welche wannenartig die Behandlungsflüssigkeit aufnimmt, sowie ein Stützgestell3 , welches die Tankhülle2 in noch zu beschreibender Weise umgibt. - Die Tankhülle
2 ist perspektivisch in2 alleine herausgezeichnet. Sie umfasst zwei parallele, gegenüberliegende Seitenwände4 und5 , die unten durch einen im Querschnitt kreisbogenförmig gekrümmten Boden6 und stirnseitig jeweils durch eine kreisbogenförmig gekrümmte Stirnseite7 ,8 miteinander verbunden sind. Die Stirnseiten7 ,8 gehen ebenso wenig wie der Boden6 tangential in die Seitenflächen4 ,5 über. Dies ist gleichbedeutend mit der Aussage, daß die Winkel, über welche sich die Stirnwände7 ,8 und der Boden6 erstrecken, kleiner als 180° ist. Auf diese Weise ergeben sich zwischen dem Boden6 und den Seitenwänden4 ,5 verhältnismäßig scharfe Kanten9 und zwischen den Stirnwänden7 ,8 und den Seitenwänden4 ,5 verhältnismäßig scharfe Kanten10 ,11 ,12 ,13 . - Am oberen Rand ist an die Tankhülle
2 ein umlaufender, radial überstehender Flansch14 angeformt. - Die gesamte Tankhülle
2 ist aus rostfreiem Stahl gefertigt. - Das in
3 für sich alleine herausgezeichnete Stützgestell3 umfasst eine Mehrzahl von U-förmigen Stützrippen15 mit jeweils zwei vertikalen Schenkeln16 ,17 und einem unterem, die vertikalen Schenkel16 ,17 miteinander verbindenden Tragschenkel18 . Die Verbindung der vertikalen Schenkel16 und17 mit dem horizontalen Tragschenkel18 erfolgt jeweils über ein Gelenk19 . - Der Abstand zwischen den einander zugewandten Seitenflächen der vertikalen Schenkel
16 ,17 entspricht dem Abstand zwischen den Außenflächen der Seitenwände4 ,5 der Tankhülle2 ; die Oberseite der Tragschenkel18 ist, von oben gesehen, mit einem Radius konkav gekrümmt, der dem Krümmungsradius des Bodens6 der Tankhülle2 entspricht. - Die vertikalen Schenkel
16 ,17 der verschiedenen Stützrippen15 sind durch zwei Reihen von Querriegeln20 ,21 miteinander verbunden, die, parallel zueinander, in unterschiedlichen Höhen verlaufen. - An den Außenseiten der vertikalen Schenkel
16 ,17 der Stützrippen15 ist jeweils eine fachwerkartige Tragstruktur22 bzw.23 befestigt, die mit Gittern belegt als Begehung für das den Tank bedienende Personal dient. - Die Tragstrukturen
22 ,23 sind endseitig über Quertraversen24 ,25 miteinander verbunden. - Das gesamte Stützgestell
3 besteht aus normalem, also nicht rostfreiem Stahl und ist zum Schutz gegen Korro sion lackiert. - Die Tankhülle
2 und das Stützgestell3 werden voneinander getrennt hergestellt. In einem abschließenden Montageschritt wird sodann die Tankhülle2 einfach in das Stützgestell3 eingestellt. Dabei kommen die einander zugewandten Seitenflächen der vertikalen Schenkel16 ,17 der verschiedenen Stützrippen15 an den Seitenwänden4 ,5 der Tankhülle2 zu liegen, wie dies in1 dargestellt ist. Sie werden auf diese Weise zu Versteifungsrippen für die Seitenwände4 ,5 . Winkelfehler können dabei durch ein Verschwenken der vertikalen Schenkel16 ,17 um die Gelenke19 gegenüber den Tragschenkeln18 ausgeglichen werden. Der Boden6 der Tankhülle2 kommt auf den oberen, konkav gekrümmten Flächen der Tragschenkel18 zu liegen. - Alle Flächen, an denen das Stützgestell
3 an der Tankhülle2 anliegt, sind mit Streifen aus Kunststoffmaterial überzogen, so daß das metallische Material des Stützgestelles3 nirgends direkt an dem Edelstahl der Tankhülle2 anliegt. - Wie
1 besonders deutlich macht, befinden sich vertikale Schenkel16 ,17 der Stützrippen15 ausschließlich im Bereich der parallelen, ebenen Seitenflächen4 ,5 der Tankhülle2 . Die einander gegenüberliegenden, gekrümmten Stirnwände7 ,8 der Tankhülle2 dagegen sind frei von derartigen Stützrippen; diese kostensparende Maßnahme ist deshalb möglich, weil in diesen kreisbogenförmig gekrümmten Stirnwänden7 ,8 im wesentlichen Zugspannungen auftreten. Auch die scharfen Kanten10 ,11 ,12 ,13 zwischen den Stirnwänden7 ,8 und den Seitenwänden4 ,5 machen besondere abstützende Maßnahme im Bereich der Stirnwände7 ,8 nicht erforderlich.
Claims (4)
- Großtank für eine Anlage zum Tauchbehandeln, insbesondere zum Vorbehandeln und Tauchlackieren, von Gegenständen, insbesondere von Fahrzeugkarosserien, mit a) einer Tankhülle, die zwei Stirnwände, zwei parallele, ebene Seitenwände und einen Boden umfasst; b) einer Stützstruktur, die eine Mehrzahl vertikaler, an den Seitenwänden der Tankhülle anliegender Versteifungsrippen umfasst; dadurch gekennzeichnet, daß c) die Stirnwände (
7 ,8 ) der Tankhülle (2 ) im Querschnitt der Draufsicht kreisbogenförmig gekrümmt sind, dabei jedoch einen Mittelpunktswinkel einschließen, der kleiner als 180° ist, so daß sie mit im wesentlichen scharfen Kanten (10 ,11 ,12 ,13 ) in die Seitenwände (4 ,5 ) übergehen. - Großtank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur im Bereich der Seitenwände (
4 ,5 ), nicht dagegen im Bereich der Stirnwände (7 ,8 ) der Tankhülle (2 ) Versteifungsrippen (16 ,17 ) vorgesehen sind. - Großtank nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (
6 ) der Tankhülle (2 ) im Querschnitt der Seitenansicht kreisbogenförmig gekrümmt ist, dabei jedoch einen Mittelpunktswinkel einschließt, der kleiner als 180° ist, so daß er mit im wesentlichen scharfen Kanten (9 ) in die Seitenflächen (4 ,5 ) übergeht. - Großtank nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tankhülle (
2 ) aus nicht rostendem Stahl besteht.
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