DE10241754B3 - Höhenverstellbare Rungensäule für ein Lastfahrzeug - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine höhenverstellbare Rungensäule (10) für ein Lastfahrzeug, die eine Basisrunge (1), die einen Schiebekanal (2) besitzt und einen in dem Schiebekanal (2) höhenverstellbar angeordneten Schiebling (3) mit einem hinterschnittenen Profil (30) umfasst. Um eine höhenverstellbare Rungensäule (10) anzugeben, die mit einem im Prinzip unverlierbaren Feststeller ausgerüstet ist, wird im Schiebling (3) ein flacher Feststeller (6) angeordnet, mit dem der Schiebling (3) lösbar zu arretieren ist und dessen Unterseite (7) als Anschlag gegenüber der Oberkante eines Teils (16) der Basisrunge (1) dient.
Description
- Die Erfindung betrifft eine höhenverstellbare Rungensäule für ein Lastfahrzeug, mit einer Basisrunge, die einen Schiebekanal besitzt, und mit einem in dem Schiebekanal höhenverstellbar angeordneten Schiebling, an dem ein Feststeller angebracht ist, mit dem der Schiebling lösbar gegenüber der Basisrunge zu arretieren ist,
- Höhenverstellbare Rungensäulen und andere Säulenelemente bei Lastfahrzeugen, wie z. B. bei mit höhenverstellbarem Dach versehenen Seitenplanenfahrzeugen, sind bekannt. Mit Hilfe von Schieblingen, die in den Rungen über einen Teil der Rungenlänge in einem Schiebekanal angeordnet sind und die mit ihrer Oberkante den Seitenlängsträger stützen, kann das Dach in verschiedene Stellungen verstellt und in diesen Stellungen arretiert werden.
- Das Anheben und Absenken des Schieblings wird z. B. mit einer Hydraulik-Zylinder-Anordnung vorgenommen. Die Arretierung des Schieblings in der herausgehobenen Stellung ist aus Sicherheitsgründen erforderlich. Bei bekannten Rungenelementen für Lastfahrzeuge wird mit Hilfe eines Bolzens, der durch koinzidierende Löcher von Schiebling und Runge geschoben wird, eine temporäre Arretierung erreicht.
- Nachteilig bei dieser Ausführungsform ist jedoch, dass die Arretierung relativ umständlich zu vollziehen ist und dass die Arretierbolzen leicht verloren gehen können.
- Insbesondere ist eine höhenverstellbare Rungensäule bekannt (
DE 37 36 936 C1 ), bestehend aus einer Kombination zweier teleskopartig zueinander verstellbaren Rohrprofile, bei denen ein Feststeller im Wesentlichen aus einem Hebel besteht, der mit einem Kulissen-Element an seinem einen Ende versehen ist, das stufenweise in kompatiblen Kreisausschnitten in der Säule, die den Schiebling bildet, gelagert wird. Durch Verdrehen kann es dort wieder ausrasten. Mithilfe eines Sicherungsstiftes wird der Feststeller in der gekuppelten Stellung gesichert. Nachteilig bei dieser Ausführungsform ist, dass der Schiebling eine sehr spezielle, mit Kreisausschnitten versehene Front haben muss und dass zusätzliche Sicherungsstifte vorzusehen sind. Ohne Sicherungsstift, der erfahrungsgemäß leicht verloren gehen kann, ist aber bei starkem Verschleiß der Kreisausschnitte eine unbeabsichtigte Endarretierung möglich. - Es stellt sich daher die Aufgabe, vorstehend genannte Nachteile zu vermeiden und eine höhenverstellbare Rungensäule anzugeben, die mit einem im Prinzip unverlierbaren Feststeller ausgerüstet ist, deren Arretierungselemente weitgehend verschleißfest sind und bei der auch auf zusätzliche Sicherungsstifte verzichtet werden kann.
- Diese Aufgabe wird bei einer Rungensäule der eingangs genannten Art gelöst, die die Kennzeichen des Patentanspruches
1 aufweist. - Die Begriffe »oben« und »unten« und dergleichen sind definiert anhand der üblichen Arbeitsstellung einer Rungensäule (vgl .
1 ). - Um an sich vorhandene Rungensäulen-Konstruktionselemente zu nutzen, ist vorzugsweise der aus dem Schiebekanal ausschiebbare Teil des Schieblings an seiner Rückseite mit einer vertikalen Lochreihe und der Feststeller mit wenigstens einem Rastelement versehen, das in wenigstens eines der Löcher der Lochreihe eingreift und den Feststeller gegenüber dem Schiebling lösbar arretiert.
- Die Rastelemente können beispielsweise Zapfen oder Stanzzungen sein, die mit den Löchern im Schiebling kompatibel sind.
- Die Funktion des Feststellers wird dadurch sichergestellt, dass vorzugsweise das, bzw. wenigstens ein Rastelement an einer federbelasteten Tragplatte angebracht ist, die wiederum vorzugsweise mit einer unter vorspringende Teile des Schiebekanals greifenden Bügelfeder verbunden ist. Die Bü gelfeder kann durch wenigstens ein aus der Ebene der Tragplatte überstehendes Nasenelement gestützt sein.
- Der Feststeller kann vorzugsweise zwei in einem stumpfen Winkel (α) zueinander gewinkelte und im montierten Zustand übereinander angeordnete Plattenteile umfassen, deren Knicklinie waagerecht verläuft, und von denen der obere Plattenteil die federbelastete Tragplatte ist; der Winkel (α) zwischen den Plattenteilen sollte zwischen 110 und 103° betragen. Durch Niederdrücken des unteren Plattenteils wird der Feststeller ausgerastet; nach dem Loslassen drückt der obere Plattenteil das Rastelement bei erstsprechender Stellung in ein Loch. Das Teil, deren Oberkante als Anschlag dient, kann eine quer über den Schiebekanal verlaufende, an der Basisrunge angebrachte Lasche sein. Das untere Plattenteil weist vorzugsweise an seiner Unterkante eine Anschlagverstärkung auf.
- Zur preiswerten Herstellung trägt bei, dass der Feststeller aus einem einzigen Blechzuschnitt geformt sein kann.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Die Figuren der Zeichnung zeigen im einzelnen:
-
1 den oberen Teil einer Rungensäule mit Basisrunge, Schiebling und Feststeller; -
2 ein Detail des Feststellers; -
3 ein Detail ähnlich wie2 ; -
4 den Feststeller in Draufsicht; -
5 den Feststeller gemäß4 in Seitenansicht; -
6 den Feststeller gemäß den4 und5 in per spektivischer Darstellung. -
1 zeigt in perspektivischer Darstellung den oberen Teil einer höhenverstellbaren Rungensäule10 für ein Lastfahrzeug. Die Rungensäule10 besteht im wesentlichen aus einer Basisrunge1 , die beispielsweise einer an sich bekannten Klapprunge entspricht. Die Basisrunge1 hat im Schnitt eine etwa wannenförmige Gestalt, so dass ein Schiebekanal2 gebildet ist. Im Schiebebereich eines Schieblings ist der Schiebekanal2 von einer breiten Lasche16 überbrückt, die verhindert, dass der Schiebling3 aus dem Rungenprofil herausfällt. - Der Schiebling
3 besteht aus einem Abschnitt eines etwa Cförmigen Profilen30 , wie aus der perspektivischen Ansicht gemäß2 hervorgeht. Profilausläufer31 ergeben eine Hinterschneidung. Die Rückwand32 des Profils30 ist durchgehend mit ausgestanzten Löchern18 versehen. Der aus dem Schiebekanal2 ausschiebbare Teil des Schieblings3 trägt kopfseitig eine Tragvorrichtung5 , die zur Verbindung mit einem Dachlängsträger (nicht dargestellt) dient. - In das Profil
30 ist ein in Draufsicht (vgl.4 ) etwa quadratisch erscheinender flacher Feststeller6 eingelassen. Der Feststeller6 ist detailliert aus den4 bis6 ersichtlich. Mit dem Feststeller6 ist der Schiebling3 lösbar gegenüber der Basisrunge1 derart zu arretieren, dass er aufgrund des aufliegenden Gewichtes nicht weiter nach unten gleiten kann. - Der Feststeller
6 umfasst eine obere Tragplatte9 und einen unteren Plattenteil19 , die in einem stumpfen Winkel α von 107° ± 3° zueinander gewinkelt sind (vgl.5 ). Eine Knicklinie20 zwischen Tragplatte9 und Plattenunterteil19 verläuft im montierten Zustand der Rungensäule waagerecht. Die Tragplatte9 ist mit einer hochstehenden Zunge13 versehen, die bei der Ausführungsform gemäß4 und5 einen etwa quadratischen Zapfen28 als Rastelement8 trägt. - Die Unterkante des unteren Plattenteil
19 trägt eine abgewickelte, einstöckig abgebogene Anschlagverstärkung21 . Ferner sind in der Tragplatte9 zwei Bohrungen23 ,24 vorgesehen, die einen Durchmesser von etwa 2 mm haben. Oberhalb der Bohrungen23 ,24 sind zwei herausgebogene Nasenelemente12.1 und12.2 zu erkennen. In der6 ist der vorbeschriebene Feststeller6 perspektivisch dargestellt. - Die
2 und3 zeigen die Einbausituation eines Feststellers6 . Statt eines Zapfens ist hier der Feststeller mit einer Rastzunge29 als Rastelement8 versehen. Der Feststeller6 ist in das Profil30 des Schieblings3 eingeschoben. Die Tragplatte9 ist federbelastet durch eine Bügelfeder11 , deren Ende durch die Bohrungen23 ,24 reichen und dort mit Hilfe eines abgebogenen Teils der Bügelfeder11 gehalten sind. Die Rastzunge29 wird in ein Loch18 eingedrückt. Anstelle von einer Rastzunge28 können auch zwei übereinander liegende Rastzungen (hier nicht dargestellt) in zwei benachbarte Löcher18 einrasten. - Die Unterseite
7 des Feststellers dient mit dem Anschlagverstärker21 als Auflager und Anschlag für den Feststeller6 auf der Oberkante15 der Lasche16 . Der Schiebling3 wird damit in einer bestimmten Höhenposition gehalten. - Soll die Arretierung gelöst werden, so muss lediglich manuell auf den unteren Plattenteil
19 gedrückt werden, wobei die Tragplatte9 von der Rückwand32 wegschwenkt und das Rastelement8 aus der Raststellung zieht. Der Schiebling3 kann demnach im arretierten Zustand nur nach oben verschoben und im gelösten Zustand sowohl nach oben als auch nach unten verschoben werden.
Claims (11)
- Höhenverstellbare Rungensäule (
10 ) für ein Lastfahrzeug, umfassend – eine Basisrunge (1 ), die einen Schiebekanal (2 ) besitzt, – und einen in dem Schiebekanal (2 ) höhenverstellbar angeordneten Schiebling (3 ), an dem ein Feststeller (6 ) angebracht ist, mit dem der Schiebling (3 ) lösbar gegenüber der Basisrunge (1 ) zu arretieren ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schiebling (3 ) ein hinterschnittenes Profil besitzt und dass im Schiebling (3 ) der flach ausgebildete Feststeller (6 ) angeordnet ist, dessen Unterseite (7 ) als Anschlag gegenüber der Oberkante (15 ) eines Teils (16 ) der Basisrunge (1 ) dient. - Höhenverstellbare Rungensäule nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens der aus dem Schiebekanal (
2 ) ausschiebbare Teil des Schieblings (3 ) an seiner Rückwand (32 ) mit einer vertikalen Lochreihe (17 ) versehen ist und dass der Feststeller (6 ) mit wenigstens einem Rastelement (8 ) versehen ist, das in wenigstens eines der Löcher (18 ) der Lochreihe (17 ) eingreift und den Feststeller (6 ) gegenüber dem Schiebling (3 ) lösbar arretiert. - Höhenverstellbare Rungensäule nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastelemente (
8 ) Zapfen (28 ) oder Stanzzungen (29 ) sind. - Höhenverstellbare Rungensäule nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das bzw. wenigstens ein Rastelement (
8 ) an einer federbelasteten Tragplatte (9 ) angebracht ist. - Höhenverstellbare Rungensäule nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragplatte (
9 ) des Feststellers (6 ) mit einer unter vorspringende Teile des Schiebekanals (2 ) greifenden Bügelfeder (11 ) verbunden ist. - Höhenverstellbare Rungensäule nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügelfeder (
11 ) durch wenigstens ein aus der Ebene der Tragplatte (9 ) überstehendes Nasenelement (12 ) gestützt ist. - Höhenverstellbare Rungensäule nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Feststeller (
6 ) zwei in einem stumpfen Winkel (a) zueinander gewinkelte und im montierten Zustand übereinander angeordnete Plattenteile (9 ,19 ) umfasst, deren Knicklinie (20 ) waagerecht verläuft, und von denen der obere Plattenteil die federbelastete Tragplatte (9 ) ist. - Höhenverstellbare Rungensäule nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (α) zwischen den Plattenteilen (
9 ,19 ) zwischen 110 und 103° beträgt. - Höhenverstellbare Rungensäule nach einem der vorhergehenden-Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Teil, dessen Oberkante (
15 ) als Anschlag dient, eine quer über den Schiebekanal (2 ) verlaufende Lasche (16 ) ist. - Höhenverstellbare Rungensäule nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Plattenteil (
19 ) an seiner Unterkante eine Anschlagverstärkung (21 ) aufweist. - Höhenverstellbare Rungensäule nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Feststeller (
6 ) aus einem einzigen Blechzuschnitt geformt ist.
Priority Applications (1)
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| DE2002141754 DE10241754B3 (de) | 2002-09-10 | 2002-09-10 | Höhenverstellbare Rungensäule für ein Lastfahrzeug |
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10316390B3 (de) * | 2003-04-10 | 2004-12-16 | Schmitz Cargobull Aktiengesellschaft | Höhenverstellbare Rungensäule mit festlegbarem Schiebling |
| EP2149490A1 (de) * | 2008-07-31 | 2010-02-03 | Fahrzeugwerk Bernard Krone GmbH | Fahrzeugaufbau für Nutzfahrzeuge mit höhenverstellbaren Eckrungen |
| EP2151370A2 (de) | 2008-07-31 | 2010-02-10 | Fahrzeugwerk Bernard Krone GmbH | Fahrzeugaufbau für Nutzfahrzeuge mit höhenverstellbaren Eckrungen |
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| DE3736936C1 (de) * | 1987-10-30 | 1988-12-01 | Man Nutzfahrzeuge Gmbh | Bolzenlose Hoehenverstellvorrichtung |
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2002
- 2002-09-10 DE DE2002141754 patent/DE10241754B3/de not_active Expired - Fee Related
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| EP2149490B2 (de) † | 2008-07-31 | 2017-05-10 | Fahrzeugwerk Bernard Krone GmbH | Fahrzeugaufbau für Nutzfahrzeuge mit höhenverstellbaren Eckrungen |
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