-
Die Erfindung bezieht sich auf ein
Verfahren zum Übertragen
von Informationen in einem Kommunikationssystem mit den oberbegrifflichen
Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie eine Kommunikationssystem-Vorrichtung
zum Durchführen
eines solchen Verfahrens.
-
Bei Kommunikationssystemen findet
eine Kommunikation zwischen teilnehmerseitigen Datenendgeräten, z.
B. Mobilfunkgeräten
oder funkgestützten
Rechnern, über
eine Vielzahl zwischengeschalteter Stationen und Einrichtungen eines
Kommunikationsnetzes statt. Bei Kommunikationssystemen wie dem UMTS
(Universal Mobile Telecommunications System) werden dabei Übertragungen
einer aufgebauten Verbindung z. B. über eine Teilstrecke von einer
Funknetz-Steuereinheit (RNC: Radio Network Controller) zu einer
Sende- und Empfangsstation (NodeB) übertragen. Die Sende- und Empfangsstation
dient zum Aufbau einer Funkverbindung zu einer teilnehmerseitigen
Station. Die Funknetz-Steuereinrichtung dient zum Koordinieren verschiedener Sende-
und Empfangsstationen sowie zum Weiterleiten von Daten zu bzw. von
der teilnehmerseitigen Station in Richtung einer weiteren teilnehmerseitigen Station
in diesem oder einem anderen Kommunikationssystem.
-
Insbesondere auf der Verbindungsstrecke zwischen
der Funknetz-Steuereinrichtung und der Sende- und Empfangsstation
besteht oftmals die Situation, dass gewisse Informationen bezüglich der Verbindung
oder der zu übertragenden
Daten oder Datendienste nur auf einer Seite. der Verbindung vorhanden
sind, für
eine optimale Verarbeitung oder Weiterleitung der Daten aber auf
beiden Seiten benötigt
werden. Beispielsweise ist die Information über eine geforderte Dienstequalität bestimmter
Verbindungen, z. B. die maximal zulässige Übertra gungsverzögerung von
Daten einer bestimmten Verbindung, nur in der Funknetz-Steuereinrichtung,
nicht aber in der Sende- und
Empfangsstation vorhanden. Wenn Daten bzw. eine Information zur
teilnehmerseitigen Station zu übertragen
sind und bei der Funknetz-Steuereinrichtung oder einer anderen von
dieser gesteuerten Einrichtung eintreffen, kann diese Information
als Zusatzinformation zusammen mit den Daten an die Sende- und Empfangsstation
und über diese
bei Bedarf an die teilnehmerseitige Station weitergeleitet werden.
Werden jedoch Daten von der teilnehmerseitigen Station über eine
entsprechend parallel aufgebaute Verbindung in umgekehrter Richtung übertragen,
so können
derartige Zusatz-Informationen von der Sende- und Empfangsstation
nicht in Richtung der Funknetz-Steuereinrichtung oder anderer von
dieser verwalteter Stationen weitergeleitet werden. Für einen
effektiven Austausch der Daten über
eine derartige bidirektionale Verbindung, die aus zwei einzelnen
Verbindungen in entgegengesetzter Richtung zwischen den Kommunikationsteilnehmern
besteht, hier z. B. der Funknetz-Steuereinrichtung und der Sende-
und Empfangsstation, missen jedoch beide Kommunikationsteilnehmerdie
Information über
die für
die Verbindung geforderte Qualität
haben.
-
Üblicherweise
erfolgt eine entsprechende gegenseitige Information der beteiligten
Stationen bzw. Einrichtungen dadurch, dass Parameter, welche die
Zusatzinformation, wie z. B. die geforderte Qualität, beschreiben,
beim Aufbau der bidirektionalen Verbindung bzw. der Verbindung in
Gegenrichtung zwischen den Kommunikationsteilnehmern über eine separate
Verbindung ausgetauscht bzw. signalisiert werden. Dies macht neben
dem Aufbau einer separaten Signalisierungsverbindung auch Aufwand
bei der Verwaltung eines Verbindungsaufbaus.
-
Ein anderes beispielhaftes Kommunikationssystem
mit derselben Problematik ist ein Datennetz mit einer Steuerung
gemäß z. B.
dem Internetprotokoll (IP). Über
eine funkgestützte
oder kabelgebundene Schnittstelle kommunizieren Rechner, beispiels weise
sogenannte mobile Hosts mit einer Netzzugangsstation bzw. einem
sogenannten Zugriffspunkt. Von dem Zugriffspunkt aus werden Datenverbindungen
zu einem Server aufgebaut, welcher z.B. von dem Rechner als teilnehmerseitiger
Station angeforderte Daten enthält.
Nach einer Datenanforderung stellt der Server entsprechende Daten
bereit und sendet diese in Rückwärtsrichtung
zu einem Heimatagenten, von welchem die teilnehmerseitige Station
verwaltet wird. Der Heimatagent, der stets über den Aufenthaltsort der
teilnehmerseitigen Station informiert ist, leitet dann die Daten
an den zuständigen Zugriffspunkt
weiter, über
welchen die Daten letztendlich an die anfordernde teilnehmerseitige
Station übersendet
werden.
-
Bei einem solchen Kommunikationssystem, z.
B. einem sogenannten funkgestützten
lokalen Datennetz (WLAN: Wireless Local Area Network) findet somit
zum Aufbau der Rückverbindung
ein indirekter Verbindungsaufbau über eine weitere Station statt, welche
Datenpakete dann entsprechend weiterleitet.
-
Bei Paket-Datenverbindungen, welche
auf beispielsweise dem Internet-Protokoll basieren, kann z. B. die
geforderte Qualität
der Verbindungen als Zusatz-Information durch ein bestimmtes Feld
im Paket-Kopfabschnitt (Header) jedes Datenpaketes angezeigt werden.
Ein solches Feld ist z. B. das sogenannte Servicetype-Feld (TOS:
Type Of Service field), welches in jedem IP-Kopfabschnitt vorhanden ist.
Bei einer Kommunikation zwischen der Funknetz-Steuereinrichtung
und der Sende- und
Empfangsstation in dem einleitend beschriebenen Kommunikationssystem
gemäß UMTS kann
die Funknetz-Steuereinrichtung bei IP-basierter Datenübertragung
durch einen Eintrag in dem Feld für die Zusatz-Information des
Kopfabschnitts z. B. die geforderte Verbindungsqualität festlegen,
da diese Qualitätsinformation
in der Funknetz-Steuereinrichtung verfügbar ist.
-
Diese Grundproblematik besteht bei
einer Vielzahl verschiedenartigster Kommunikationssysteme, welche
für einen
Teil oder die Gesamtheit der Kommunikationsverbindungen zwischen einzelnen beteiligten
Stationen und Einrichtungen auf das Internet-Protokoll oder vergleichbare
Protokolle zurückgreifen.
-
Die Aufgabe der Erfindung besteht
darin, ein Verfahren zum Übertragen
von Zusatz-Informationen zu vereinfachen bzw. eine Kommunikationssystem-Vorrichtung
zum Durchführen
eines solchen Verfahrens vorzuschlagen.
-
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren
zum Übertragen
von Informationen in einem Kommunikationssystem mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 bzw. eine Kommunikationssystem-Vorrichtung mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 11 gelöst.
-
Die Verfahrensweise bzw. die entsprechende
Kommunikationssystem-Vorrichtung, bei der eine Zusatzinformation
bezüglich
einer Verbindung in einer diese Zusatzinformation empfangenden Station beim
Aufbau einer Rückverbindung
bzw. beim Übertragen
von Datenpakten, welche über
eine derartige Rückverbindung
zu senden sind, eingesetzt wird, ermöglicht eine direkte Übertragung
der Datenpakete in Rückwärtsrichtung
ohne den Einsatz einer zusätzlichen
Signalisierung über
eine separate Verbindung oder gar den Versand des Datenpaketes zu
einer weiteren Einrichtung, welche dann wiederum eine Weiterleitung
des Datenpaktes an die anfordernde Station ermöglicht. Das Nutzen einer Zusatz-Information
aus einem empfangenen Datenstrom kann somit für das Versenden eines Datenstroms
in Gegenrichtung den Aufbau bidirektionaler Kommunikationsverbindungen
bzw. den Versand von Datenpaketen über solche deutlich vereinfachen.
-
Anstelle der empfangenen Zusatz-Information
kann empfängerseitig
auch eine daraus abgeleitete Information in Datenpakete eingesetzt
werden, welche in Rückwärtsrichtung
zu übertragen
sind. Eine anderer Wert als Zusatz-Information könnte beispielsweise einzusetzen
sein, wenn in der Rückwärtsrichtung
eine andere Dienstegüte
erforderlich ist als sie in der Vorwärtsrichtung verwendet wurde.
-
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind
Gegenstand von abhängigen
Ansprüchen.
-
Als das Datennetz kann ein fremdes
Netz durch das Einsetzen der Zusatz-Information in Datenpakete für die Rückwärtsrichtung
direkt verwendet werden, ohne dass parallele Verbindungen gemäß speziellen
Standards des Kommunikationssystems aufgebaut und unterhalten werden
müssen.
Unter einem fremden Netz wird insbesondere ein Netz verstanden,
welches gegenüber
dem eigentlichen Kommunikationssystem als fremdes Netz anzusehen
ist, also mit einem speziellen Standard arbeitet, welcher nicht
typisch für
den restlichen Teil des Kommunikationssystems ist.
-
Zweckmäßigerweise wird die Zusatz-Information
in den empfangenden Stationen zwischengespeichert, so dass die Zusatz-Information in Datenpakete
für die Übertragung
in Rückwärtsrichtung
fortwährend
eingesetzt werden kann. Insbesondere ist es möglich, nicht nur unmittelbar
auf eine Anforderung zurückgesendete
Datenpakete mit der Zusatz-Information zu versehen, sondern auch
zum Anforderungszeitpunkt zeitlich versetzt zu übertragende Datenpakete in
Rückwärtsrichtung
mit der Zusatz-Information zu versehen.
-
Vorteilhafterweise wird die Zusatz-Information
auf diese Art und Weise direkt auf der Transportschicht des Datennetzes übertragen,
so dass logische Steuerverbindungen nicht verwendet werden müssen.
-
Als Zusatz-Information kann beispielsweise eine Übertragungsqualität, insbesondere
eine erforderliche Dienstegüte übertragen
werden. Vorteilhafterweise wird dabei für Verbindungen mit mehreren möglichen Übertragungsqualitäten die
strengst mögliche Übertragungsqualität als Kriterium
angesetzt, so dass sichergestellt ist, dass jedes Datenpaket unabhängig von
einer möglicherweise
höheren
oder geringeren erforderlichen Übertragungsqualität in jedem
Fall mit der ausreichenden Übertragungsqualität weitergeleitet
wird.
-
Vorteilhafterweise kann bei der Übertragung eine
Quelladresse aus der ersten Verbindung als Zusatz-Information abgespeichert
werden und für
Datenpakete in Rückwärtsrichtung
als Zieladresse des Datenpaketes eingetragen werden. Dadurch kann die
Umleitung von Datenpaketen über
eine separate Einrichtung wie einen Heimatagenten vermieden werden,
solange eine anfordernde Station über die ursprüngliche
Quelladresse erreichbar ist. Der Umweg über den Heimatagenten wird
erst für
den Fall erforderlich, dass die anfordernde Station ihre Quelladresse
geändert
hat, was beispielsweise nach einem Standortwechsel und Netzzugang über einen anderen
Zugriffspunkt der Fall ist.
-
Als zweite Verbindung für die Rückwärtsrichtung
kann entsprechend eine Rückverbindung
zwischen netzseitigen Stationen bzw. Einrichtungen eines Funk-Kommunikationssystems
gemäß z. B. UMTS
angesehen werden. Die zweite Verbindung kann beispielsweise auch
eine Verbindung zu einer weiteren Station, insbesondere zu einer
Funk-Endstation sein, wie z. B. einem mobilen Host oder einem mobilen
Funktelefon. Als zweite Verbindung kann beispielsweise auch eine
Verbindung zwischen einer teilnehmerseitigen Datenstation und einem
Datenserver angesehen werden.
-
Das Verfahren bzw. die Kommunikationssystem-Vorrichtung
ermöglichen
somit eine implizite Signalisierung von z. B. Dienstegütemerkmalen
einer IP-Transportverbindung in UMTS durch beispielsweise die Verwendung
des Servicetyp-Feldes in dem IP-Kopfabschnitt von Datenpaketen.
Dabei ist das Einsetzen von Zusatz-Information in Datenpakete in Rückwärtsrichtung
eine einfache Lösung,
die in bestehenden und zukünftigen
Kommunikationssystemeinrichtungen ohne großen Hard- und Softwareaufwand
implementiert werden kann.
-
Ausführungsbeispiele werden nachfolgend anhand
der Zeichnungen näher
erläutert.
Es zeigen:
-
1 beispielhafte
Stationen eines Kommunikationssystems gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
und
-
2 eine
Anordnung von Stationen sowie eine Skizzierung von Verfahrensabläufen gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel.
-
Wie aus 1 ersichtlich, ist an der Übertragung
von Daten in einem Kommunikationssystem eine Vielzahl von Einrichtungen
und Stationen beteiligt, von denen nur Einzelne zur Veranschaulichung des
Verfahrensablaufs dargestellt sind. Beispielhaft für ein Kommunikationssystem
sind dabei Einrichtungen des UMTS (Universal Mobil Telecommunications System)
dargestellt.
-
Um von einer teilnehmerseitigen Station
UE, insbesondere einem zellularen Funktelefon, Daten zu versenden
oder zu empfangen, wird eine Funkverbindung V mit einer netzseitigen
Zugangsstation, welche als Sende- und Empfangsstation NodeB dient,
aufgebaut. Von der netzseitigen Sende- und Empfangsstation NodeB
wird eine weitere Verbindung, insbesondere kabelgestützte Verbindung
VIP, RIP zu einer Funknetz-Steuereinrichtung
RNC aufgebaut. Die Funknetz-Steuereinrichtung
RNC verwaltet üblicherweise
eine Vielzahl derartiger Sende- und Empfangsstationen NodeB. Außerdem weist
die Funknetz-Steuereinrichtung RNC direkt oder indirekt Verbindungen
zu verschiedenen anderen Einrichtungen und Stationen des Kommunikationssystems UMTS
auf, beispielsweise Verbindungen zu Heimatregistern, Besucherregistern,
einem System- und Wartungszentrum und Schnittstellen zu andersartigen
Kommunikationssystemen. Eine von der teilnehmerseitigen Station
UE ausgehende oder zu der teilnehmerseitigen Station UE führende Verbindung
wird üblicherweise
zwischen der teilnehmerseitigen Station UE über die Sende- und Empfangsstation
NodeB zu der Funknetz-Steuereinrichtung RNC aufgebaut und von dort
aus zu einem gewünschten
Kommunikationspartner der teil nehmerseitigen Station UE weitergeleitet.
Der Kommunikationspartner kann dabei eine andere solche teilnehmerseitige
Station UE an der gleichen Sende- und Empfangsstation NodeB einer
anderen Sende- und Empfangsstation oder in einem anderen Kommunikationssystem
sein.
-
Die Funkschnittstelle V zwischen
der Sende- und Empfangsstation NodeB und der teilnehmerseitigen
Station UE wird gemäß den Vorgaben
des Kommunikationssystems UMTS aufgebaut und unterhalten. Die Verbindung
zwischen der Sende- und Empfangsstation NodeB und der Funknetz-Steuereinrichtung
RNC wird hingegen über
eine Verbindung aufgebaut, welche den Vorgaben eines Datennetzes
unterliegt. Im Fall des UMTS als Kommunikationssystem kann diese
netzseitige Verbindung zwischen der Sende- und Empfangsstation NodeB
und der Funknetz-Steuereinrichtung
RNC gemäß dem sogenannten
Internet-Protokoll
IP erfolgen. Dabei werden Daten in Datenpaketen von der Funknetz-Steuereinrichtung
RNC zur Sende- und Empfangsstation NodeB über eine vorwärtsgerichtete
Verbindung VIP in Vorwärtsrichtung übertragen.
Ein typisches Datenpaket besteht dabei aus einem Kopfabschnitt und
einem Datenabschnitt, wobei im Kopfabschnitt Informationen über die
Quelladresse, die Zieladresse und Information bezüglich der
Daten im Nutzdatenabschnitt enthalten sind. Ferner wird eine Verbindung
RIP in Rückwärtsrichtung
zwischen der Sende- und Empfangsstation NodeB und der Funknetz-Steuereinrichtung
RNC aufgebaut, über
die Daten in Datenpaketen verpackt in Rückwärtsrichtung übertragen
werden.
-
Bei derartigen Datennetzen ist die
Zwischenschaltung von Leit- und Verteilungseinrichtungen, insbesondere
sogenannten Routern IPR üblich.
In einem Router IPR eintreffende Datenpakete werden hinsichtlich
der Zieladresse und gegebenenfalls hinsichtlich Zusatzinformation
untersucht und dann über eine
geeignete Ausgangsleitung in Richtung der Zieladresse weitergeleitet.
Dabei können
Vorgaben berücksichtigt
werden, welche sich aus der Zusatz-Information X ergeben. Beispielsweise kann
die Zusatz-Information eine Angabe über eine mindest erforderliche
Verbindungsqualität
aufweisen, so dass seitens des Routers IPR eine Verbindung ausgewählt wird, über welche
ein eingetroffenes Datenpaket VP, RP in Richtung der gewünschten
Zieladresse bevorzugt weitergeleitet wird. Möglich ist auch die Reservierung
einer solchen Verbindung für
nur noch eine begrenzte Anzahl von Datenpaketen, um diese mit erhöhter Priorität und Übertragungssicherheit
weiterleiten zu können.
-
Bei dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel wird nachfolgend
davon ausgegangen, dass in der Funknetz-Steuereinrichtung RNC ein Datenpaket
eingetroffen ist, welches mit z. B. einer bestimmten mindest erforderlichen
Verbindungsqualität
zu übertragen
ist. In der Sende- und Empfangsstation NodeB ist diese Information
nicht vorhanden. Die Funknetz-Steuereinrichtung RNC kann eine Zusatz-Information
X durch das Einsetzen dieser entsprechenden Zusatz-Information X
in das entsprechende Feld in den Kopfabschnitt des Datenpakets VP
zu der dieses Datenpaket VP empfangenden Sende- und Empfangsstation
NodeB übertragen.
Dadurch wird die Sende- und Empfangsstation NodeB in die Lage versetzt,
die durch die Zusatz-Information X vorgegebenen Bedingungen bei
der weiteren Verarbeitung des Datenpakets bzw. der darin enthaltenen
Daten zu berücksichtigen.
-
Bei einer Übertragung in Rückwärtsrichtung von
der teilnehmerseitigen Station UE über die Funkschnittstelle V
zur Sende- und Empfangsstation NodeB fehlte eine entsprechende Zusatz-Information, welche
für die
weitere Verbindungsstrecke, d. h. die Verbindung in Rückwärtsrichtung
RIP zur Funknetz-Steuereinrichtung
RNC in weiterzuleitende Datenpakete RP einsetzbar ist. Um für eine solche
Verbindung RIP in Rückwärtsrichtung
trotzdem eine entsprechende Weiterleitung von Datenpaketen RP in Rückwärtsrichtung
gemäß den Vorgaben
des Transports von Datenpaketen VP in Vorwärtsrichtung zu ermöglichen,
ermittelt die Sende- und Empfangsstation NodeB die entspre chende
Zusatzinformation X aus in Vorwärtsrichtung
eintreffenden Datenpaketen VP von der vorwärtsgerichteten Verbindung VIP
und speichert diese Zusatz-Information X in ihrem Speicher M ab.
Für den
Versand von Datenpaketen RP in Rückwärtsrichtung über die
Verbindung RIP zur Funknetz-Steuereinrichtung
RNC liest die Sende- und Empfangsstation NodeB die Zusatz-Information X
aus ihrem Speicher M aus und setzt diese Zusatz-Information X in
die in Rückwärtsrichtung
zu versendenden Datenpakete PR in das entsprechende Feld im Kopfabschnitt
(TOS) der Datenpakete ein. Dadurch kann auch auf der Verbindung
RIP in Rückwärtsrichtung
die Zusatz-Information
X bei dem Transport und der Weiterleitung der Datenpakete RP in
Rückwärtsrichtung
berücksichtigt
werden. Insbesondere kann die Zusatz-Information X durch Router IPR
berücksichtigt
werden, welche sich auf der Verbindungsstrecke zwischen der Sende-
und Empfangsstation NodeB und der Funknetz-Steuereinrichtung RNC
befinden. Um das Verwalten, insbesondere Auslesen, Zwischenspeichern
und Einsetzen der Zusatz-Information
X zu ermöglichen
wird vorteilhafterweise die Steuereinrichtung C der Sende- und Empfangsstation
NodeB um eine entsprechende Hardware- und/oder Softwarekomponente
erweitert.
-
Für
den Fall, dass es sich bei der aufgebauten Verbindung RIP in Rückwärtsrichtung
zwischen der Sende- und Empfangsstation NodeB und der Funknetz-Steuereinrichtung
RNC um eine unidirektionale Verbindung handelt, welche die Sende-
und Empfangsstation NodeB verlässt,
wird ein einheitlicher Standardwert in die entsprechenden Felder
des Kopfabschnitts der Datenpakete RP eingesetzt. Vorzugsweise wird
dabei in das entsprechende Kopfabschnittsfeld TOS des Datenpakets
RP ein Wert eingetragen, welcher die strengsten Bedingungen voraussetzt,
die für
Einzelne aus einer Vielzahl zu übertragender
Datenpakete auf dieser Verbindung RIP in Rückwärtsrichtung möglich sind.
Dadurch kann sichergestellt werden, dass alle Datenpakete RP bestmöglich weitergeleitet
werden.
-
Alternativ ist auch das Einsetzen
eines anderen Standard-Wertes
in das entsprechende Kopfabschnittsfeld (TOS) möglich, beispielsweise dann, wenn
nur selten ein Datenpaket RP in Rückwärtsrichtung zu übertragen
ist, welches sehr hohe Anforderungen an die Verbindungsqualität stellt,
so dass mit Blick auf die Vielzahl von Datenpaketen RP mit geringen
Qualitätsanforderungen
eine seltene wiederholte Übertragung
eines unzureichend empfangenen Datenpakets RP mit hohen Qualitätsanforderungen
in Kauf genommen werden kann.
-
Bei dieser Verfahrensweise wird somit
eine implizit in der Sende- und Empfangsstation NodeB empfangene
Zusatz-Information
X zwischengespeichert und für Übertragungen
in der Gegenrichtung verwendet, so dass auch in der Gegenrichtung
bzw. Rückwärtsrichtung
die Zusatz-Information X in den Datenpaketen RP enthalten ist. Eine
explizite Signalisierung der Zusatz-Information X über eine
separate Signalisierungsverbindung ist entbehrlich. In Fällen, bei
denen eine separate Signalisierung gar nicht vorgesehen ist, ermöglicht die
beschriebene Verfahrensweise überhaupt
erst die Berücksichtigung
von Übertragungsparametern
durch die in Rückwärtsrichtung
mit übertragene
Zusatz-Information X, so dass auch in solchen Fällen bei einer bidirektionalen
Kommunikation die entsprechende Kommunikationsparameter in beiden
Kommunikationsrichtungen verfügbar
sind.
-
Vorteilhafterweise wird die Zusatz-Information
X bei dieser Verfahrensweise direkt implizit auf der Transportschicht übertragen,
wobei zwischengeschaltete Stationen, insbesondere Router IPR aus weiterzuleitenden
Datenpaketen RP in Rückwärtsrichtung
die entsprechende Zusatz-Information X ableiten können, welche
ansonsten Mangels einer Signalisierungsverbindung auf einer höheren Schicht des
Transportprotokolls nicht verfügbar
wäre oder nur
aufwendig zu beschaffen wäre.
-
Während
bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß 1 eine Zusatz-Information X aus
einem Datenpaket VP von einer Verbindung VIP in Vorwärtsrichtung
in der empfangenden Sende- und Empfangsstation NodeB in Datenpakete
RP gespiegelt wird, welche über
eine Verbindung RIP in Rückwärtsrichtung
zu der Funknetz-Steuereinrichtung RNC zurückzuübertragen sind, sind auch andere
Anwendungsmöglichkeiten
möglich,
die auf diesem Grundgedanken basieren.
-
Wie aus 2 ersichtlich, kann die Verfahrensweise
z. B. auch auf eine Situation angewendet werden, bei der ein mobiler
funkgestützter
Computer, auch als mobiler Host MH bezeichnet, über eine funkgestützte Verbindung
V auf einen Zugriffspunkt AP eines lokalen funkgestützten Datennetzes
WLAN zugreift, um dann über
das Datennetz WLAN mit einem entfernten Server SV zu kommunizieren.
Das Datennetz ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel wiederum ein
Datennetz WLAN mit einer Datenübertragung
gemäß dem Internet-Protokoll
IP und weist auf der Verbindungsstrecke VIP, RIP üblicherweise
einen oder mehrere Router IPR auf. Wiederum können die Verbindung VIP in
Vorwärtsrichtung
von dem Zugriffspunkt AP zum Server SV und die entsprechende Verbindung
RIP in Rückwärtsrichtung
vom Server SV zum Zugriffspunkt AP bzw, über diesen hinaus zum mobilen
Host MH als bidirektionale oder als einzelne unidirektionale Verbindungen
aufgebaut werden.
-
Alternativ zu dem dargestellten mobilen
Host MH, welcher über
die Funkschnittstelle V mit dem Zugriffspunkt AP kommuniziert, kann
auch ein Host H direkt über
den Zugriffspunkt AP oder einen Router IPR an das Datennetz WLAN
angeschlossen werden. Ein solcher Host H kann insbesondere direkt über das
Internet-Protokoll IP mit dem Datennetz WLAN kommunizieren, so dass
die Funkschnittstellen-Technologie nicht erforderlich ist.
-
Bei dem Einsatz eines mobilen Host
MH und eines Datennetzes WLAN mit mehreren Zugriffspunkten AP, AP2
bei denen sich der mobile Host MH zum Verbindungsaufbau anmelden
kann, besteht das Problem, dass die vom Server SV durch den mobilen
Host MH angeforderten Datenpakete RP in Rückwärtsrichtung über den
Heimatagenten HA übertragen
werden, welcher stets Kenntnis über
den Aufenthaltsort des mobilen Host MH und damit stets Kenntnis
von dessen momentaner Adresse hat.
-
Unter der Annahme, dass der mobile
Host MH für
eine ausreichende Zeit nach der Anforderung eines Datenpakets RP über den
gleichen Zugriffspunkt AP erreichbar ist, ändert sich die Zieladresse
D für die
Datenpakete RP in Rückwärtsrichtung
nicht. Daher kann der Server SV nach dem Empfang eines Datenpakets
VP von dem mobilen Host MH die Quelladresse S des empfangenen Datenpakets
VP auslesen und ggf. in dem Speicher M des Servers zwischenspeichern.
-
Für
die Übertragung
in Rückwärtsrichtung bereitgestellte
Datenpakete RP, welche der Server SV zu dem mobilen Host MH sendet,
wird anschließend
vom Server SV anstelle der Adresse des Heimatagenten HA und einer
den mobilen Host MH eindeutig identifizierenden Information die
ursprüngliche Quelladresse
S als Zieladresse D in die Datenpakete RP eingesetzt.
-
Für
die Durchführung
der entsprechenden Funktionalität
wird vorzugsweise die Steuereinrichtung C des Servers SV um entsprechende
Hardware- und/oder Softwarekomponenten erweitert, welche das Auslesen
der Quelladresse S aus einem empfangenen Datenpaket VP, das Zwischenspeichern
der Quelladresse S in Art einer Zusatz- oder Adressinformation im
Speicher M und das Einsetzen der Quelladresse S als Zieladresse
D in ein in Rückwärtsrichtung
zu versendendes Datenpaket RP steuern.
-
Eine Übertragung der Datenpakete
RP in Rückwärtsrichtung über den
Heimatagenten HA kann somit bis auf die Fälle ausgelassen werden, bei denen
sich der mobile Host MH aus dem Sendebereich des ursprünglichen
Zugriffspunkte AP wegbewegt hat oder aus einem anderen Grund eine
neue Zieladresse zugewiesen bekommen hat. Insbesondere kann der
Server SV zusätzlich
eine Empfangsbestätigung
bei dem mobilen Host MH anfordern, so dass im Fall einer ausbleibenden
Empfangsbestätigung
ein wiederholter Datenversandt eines identischen in Rückwärtsrichtung übertragenen
Datenpakets RP über
den üblichen
Weg unter Zwischenschaltung des Heimatagenten HA durchgeführt werden
kann.
-
Während
bei dem ersten Ausführungsbeispiel
die von der Sende- und
Empfangsstation NodeB in Rückwärtsrichtung
zu übertragenden
Datenpakete RP von der teilnehmerseitigen Station UE über die
Funkschnittstelle V zur Weiterleitung empfangen wurden, bestehen
die Datenpakete RP in Rückwärtsrichtung
bei dem zweiten Ausführungsbeispiel
aus Daten, welche entweder im Server selber, insbesondere in dessen
Speicher M, bereitgestellt oder von dem Server SV von einer anderen
Datenquelle beschafft wurden.