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Die Erfindung geht aus von einer
Vorrichtung zur Abscheidung von Flüssigkeit aus einem Gasstrom
nach der Gattung des Hauptanspruchs.
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Aus der
DE 197 20 775 A1 ist eine
Vorrichtung zur Abscheidung von Flüssigkeit aus einem Gasstrom
für eine
Kurbelgehäuseentlüftung bekannt. In
einem Filtervlies der Vorrichtung werden Öltropfen aus einem Blow-By-Gas
abgeschieden. Das in dem Filtervlies abgeschiedene Öl läuft bei
einem niedrigen Blow-By-Gas- Volumenstrom aufgrund der Schwerkraft
durch das Filtervlies nach unten und tropft von dem Filtervlies
ab. Bei einem hohem Blow-By-Gas-Volumenstrom wird die in dem Filtervlies
abgeschiedene Flüssigkeit
von dem Blow-By-Gas mitgerissen. Dabei sich erneut bildende Tropfen
sind meist deutlich größer als
zuvor, so daß sie
auf einer Reingasseite sofort ausfallen. Daher sammelt sich auf
der Reingasseite des Filtervlieses Öl an. Das Öl kann wegen eines Strömungsdrucks
des Blow-By-Gases nur bei einer stillstehenden Brennkraftmaschine
oder bei sehr niedrigem Blow-By-Gas-Volumenstrom zurück auf eine
Rohgasseite des Filtervlieses ablaufen. Wenn der Ölpegel auf
der Reingasseite ansteigt, da das Öl nicht ablaufen kann, besteht
die Gefahr, daß die
Filterfläche durch Öl teilweise
verstopft, das angesammelte Öl von
dem Blow-By-Gas mitgerissen wird, in ein Ansaugrohr der Brennkraftmaschine
gelangt und in der Brennkraftmaschine verbrannt wird, was natürlich einen
zu vermeidenden Ölverlust
darstellt. Darüber
hinaus kann das Öl
Bauteile, wie z.B. Heißfilmanemometer,
Turbolader und Ladeluftkühler
im Ansaugrohr, und andere Aggregate schädigen.
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Das auf der Reingasseite angesammelte Öl kann,
wie z.B. in der
DE
197 20 775 A1 oder der
DE 196 45 666 A1 gezeigt ist, über einen
reingasseitigen Ölrücklauf in
ein Kurbelgehäuse
zurückgeführt werden.
Da zwischen dem Kurbelgehäuse
und der Reingasseite der Vorrichtung eine Druckdifferenz besteht, ist
eine Kurzschlußströmung durch
den Ölrücklauf von
dem Kurbelgehäuse
auf die Reingasseite zu vermeiden. Dafür kann beispielsweise ein Siphon
eingesetzt werden. Nachteilig an einem reingasseitigen Ölrücklauf ist,
daß die
Druckdifferenz zwischen dem Kurbelgehäuse und der Reingasseite der
Vorrichtung größer ist
als die Druckdifferenz zwischen dem Kurbelgehäuse und der Rohgasseite der
Vorrichtung, so daß auch
der Siphon mit größerer Länge ausgeführt werden
muß und
mehr Bauraum benötigt
wird.
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Vorteile der
Erfindung
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Abscheidung
von Flüssigkeit
aus einem Gasstrom mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
hat demgegenüber
den Vorteil, daß auf
einfache Art und Weise eine Verbesserung dahingehend erzielt wird,
daß ein
Mitreißen
von abgeschiedener Flüssigkeit
auf der Reingasseite vermindert oder gar vermieden wird, indem ein
durch eine Spundwand vor einem Gasstrom geschützter Flüssigkeitsspeicher auf der Reingasseite
vorgesehen ist. Solange der Flüssigkeits speicher
nicht überläuft, kann
der Gasstrom die Flüssigkeit
aus dem Flüssigkeitsspeicher
nicht mehr mitreißen.
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Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch
angegebenen Vorrichtung zur Abscheidung von Flüssigkeit aus einem Gasstrom
möglich.
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Vorteilhaft ist, die Spundwand einteilig
mit einem Stützkörper zu
verbinden, um die Fertigungskosten zu senken.
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Auch vorteilhaft ist, wenn die Spundwand des
Flüssigkeitsspeichers
oder der Flüssigkeitsspeicher
wenigstens eine Rücklauföffnung aufweisen, damit
die abgeschiedene Flüssigkeit
aus dem Flüssigkeitsspeicher
zuverlässig
ablaufen und ein Überlaufen
vermieden werden kann.
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Darüber hinaus vorteilhaft ist,
wenn der Flüssigkeitsspeicher über die
wenigstens eine Rücklauföffnung mit
der Rohgasseite des Filterelementes verbunden ist, da zwischen dem
Kurbelgehäuse
und der Rohgasseite eine geringere Druckdifferenz herrscht als zwischen
dem Kurbelgehäuse
und der Reingasseite. Ein zwischen Rohgasseite und Kurbelgehäuse angeordneter Ölrücklauf kann
daher mit einem kleinerern Siphon ausgestattet sein als ein erforderlicher Siphon
in einem zwischen Reingasseite und Kurbelgehäuse angeordneten Ölrücklauf,
so daß viel
Bauraum eingespart werden kann.
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Weiterhin vorteilhaft ist, wenn die
wenigstens eine Rücklauföffnung von
einem Filterelement bedeckt ist, damit der mit Flüssigkeit
beladene Gasstrom nur gefiltert auf die Reingasseite gelangen kann.
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Desweiteren vorteilhaft ist, wenn
das Filterelement und der Stützkörper zylindrisch
oder flächig ausgebildet
sind, da auf diese Weise je nach Kundenwunsch die Geometrie der
Vorrichtung an die Platzverhältnisse
im Motorraum angepaßt
werden kann.
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Außerdem vorteilhaft ist, als
Filtermedium ein Filtervlies zu verwenden, da Filtervliese auch
sehr kleine Flüssigkeitstropfen
zuverlässig
abscheiden können,
so daß die
Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung
sehr hoch ist.
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Darüber hinaus vorteilhaft ist,
den Flüssigkeitsspeicher
becherförmig
auszuführen,
da dies fertigungstechnisch besonders günstig ist.
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Auch vorteilhaft ist, den Flüssigkeitsspeicher bestehend
aus einem kleinen Volumen und einem darüberliegenden großen Volumen
auszubilden, da auf diese Weise mehr Flüssigkeit gespeichert werden kann.
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Zeichnung
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Vier Ausführungsbeispiele der Erfindung sind
in den Zeichnungen vereinfacht dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung näher
erläutert. Es
zeigen 1 vereinfacht
eine Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels
mit einer zylindrischen Spundwand, 2 eine
Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels
mit einer zylindrischen Spundwand und einem abgewandelten Boden, 3 eine Ansicht eines dritten
Ausführungsbeispiels
mit einer flächigen
Spundwand auf einer Rohgasseite und 4 zeigt
vereinfacht eine Ansicht eines vierten Ausführungsbeispiels mit flächiger Spundwand
auf einer Reingasseite.
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Beschreibung
der Ausführungsbeispiele
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Abscheidung
von Flüssigkeit
aus einem Gasstrom dient vorzugsweise zum Abscheiden von Flüssigkeiten, insbesondere Ölpartikeln,
aus einem Gasstrom, kann also allgemein zum Abscheiden von Tropfen
von Flüssigkeiten
aus strömenden
Gasen verwendet werden.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird vorzugsweise
eingesetzt in einer Kurbelgehäuseentlüftung. Ein
Unterdruck in einem Ansaugrohr einer Brennkraftmaschine wird genutzt,
um ein mit Öl
beladenes Gas, das während
eines Betriebs der Brennkraftmaschine aufgrund einer kleinen Leckage
zwischen Kolben, Kolbenringen und Zylinderlaufflächen aus einem Verbrennungsraum
in das Kurbelgehäuse strömt, aus
dem Kurbelgehäuse
in die Vorrichtung zur Ölabscheidung
zu saugen. Das mit Öl
beladene Gas wird als Durchblasegas oder als Blow-By-Gas bezeichnet.
Im Folgenden wird das Blow-By-Gas
nur noch als Gas oder Gasstrom bezeichnet.
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Nachdem das Öl aus dem Gas entfernt worden
ist, wird das Gas einem Ansaugstrom in dem Ansaugrohr zugemischt,
bei einem Dieselmotor mit einem Turbolader beispielsweise zwischen
einem Luftmassenmesser und dem Turbolader.
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Durch die Leckage von Gas aus dem
Verbrennungsraum der Brennkraftmaschine kommt es zu einer unzulässigen Druckerhöhung in
dem Kurbelgehäuse,
so daß es
notwendig ist, einen Druckausgleich durch die sogenannte Kurbelgehäuseentlüftung zu
erreichen. Da das Gas eine hohe Kohlenwasserstoff-Konzentration
aufweist, ist es nicht möglich, das
Gas in die Atmosphäre
abzugeben.
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Die Kurbelgehäuseentlüftung leitet das Gas daher
in das Ansaugrohr der Brennkraftmaschine, damit es dort einer Verbrennung
zugeführt
wird. In dem Kurbelgehäuse
entsteht durch das mit hoher Strömungsgeschwindigkeit
einströmende
Gas und durch die bewegten Teile in dem Kurbelgehäuse ein Ölnebel mit
vielen kleinen und großen Ölpartikeln. Diese Ölpartikel
müssen
in der Kurbelgehäuseentlüftung mit
Hilfe der Vorrichtung zur Abscheidung von Flüssigkeit abgeschieden werden,
um einen hohen Ölverlust
zu vermeiden und um die Verbrennung nicht negativ zu beeinflussen.
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1 zeigt
eine erfindungsgemäße Vorrichtung
zur Abscheidung von Flüssigkeit,
insbesondere Öl.
Die Vorrichtung besteht aus einem Gehäuse 1 mit einem Eingangskanal 2,
einem Gasauslaß 3 und
einem Flüssigkeitsauslaß 4.
Der zumindest mittelbar mit dem Kurbelgehäuse verbundene Eingangskanal 2 mündet in
einen Innenraum 6 des Gehäuses 1. In dem Innenraum 6 ist
ein zylindrisches Filterelement 7 angeordnet. Das Filterelement 7 kann
beispielsweise durch eine Halterung mit einem Formschluß oder einem
Kraftschluß in
dem Gehäuse 1 fixiert
sein. Das Filterelement 7 besteht aus einem radial außen angeordneten,
beispielsweise zweischichtigen Filtermedium 8, einem sich
radial innen anschließenden
zylindrischen Stützkörper 9 und
einem Flüssigkeitsspeicher 10.
Das Filtermedium 8 ist ein Feinfilter und besteht beispielsweise
aus einem Faservlies oder einem Fasergarn.
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Ein Bereich stromab des Filtermediums 8 wird
als Reingasseite, ein Bereich stromauf des Filtermediums 8 wird
als Rohgasseite bezeichnet.
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Die Rohgasseite und die Reingasseite
sind nur über
das Filtermedium 8 miteinander verbunden.
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Zur Stützung und Fixierung des Filtermediums 8 schließt sich
radial innen an das Filtermedium 8 der Stützkörper 9 an.
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Der Stützkörper 9 hat dem Gasauslaß 3 zugewandt
eine netzartige oder gitterähnliche
Struktur mit einer Vielzahl von Gitteröffnungen 13, die beispielsweise
quadratisch sind. Sie können
aber auch rund, vieleckig oder oval sein. Dem Gasauslaß 3 abgewandt
ist der Stützkörper 9 durch
eine Spundwand 23 geschlossen, die als eine wasserdichte
zylindrische Wand ausgebildet ist, und bildet mit einem daran sich
anschließenden
Boden 16 becherförmig
den Flüssigkeitsspeicher 10.
Die Spundwand 23 ist ein Teil des Stützkörpers 9, wobei der
Stützkörper 9 und die
Spundwand 23 einteilig miteinander verbunden sind. Es ist
aber auch möglich,
daß die
Spundwand 23 und der Stützkörper 9 zwei
voneinander getrennte Teile sind. Der Stützkörper 9 ist beispielsweise
aus Kunststoff oder Metall gefertigt.
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Der Flüssigkeitsspeicher 10 wird
somit durch die das Filtermedium 8 teilweise in axialer
Richtung reingasseitig abdeckende Spundwand 23 und durch den
Boden 16 gebildet. Radial an dem Umfang verteilt ist in
der Spundwand 23 wenigstens eine Rücklauföffnung 20 vorgesehen.
Die wenigstens eine Rücklauföffnung 20 ist
nahe an oder direkt an dem Boden 16 angeordnet, damit in
dem Flüssigkeitsspeicher 10 enthaltene
Flüssigkeit
vollständig
zu der Rohgasseite abfließen
kann.
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Radial innerhalb des Stützkörpers 9 ist
ein zylindrischer Filter-Innenraum 14 gebildet, der mit dem
Gasauslaß 3 verbunden
ist.
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Von dem Innenraum 6 des
Gehäuses 1 strömt somit
der Gasstrom durch das Filtermedium 8 und die Gitteröffnungen 13 des
Stützkörpers 9 in
den Filter-Innenraum 14 und von dort zum Gasauslaß 3.
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Mit einer dem Gasauslaß 3 zugewandten Stirnseite
des Filterelementes 7 liegt das Filterelement 7 an
einer Gehäusewandung 15 des
Gehäuses 1 dicht
an. Eine dem Gasauslaß 3 abgewandte
Stirnseite 18 des Filterelementes 7 ist durch
den Boden 16 des Stützkörpers 9 dicht
verschlossen. Der Boden 16 des Stützkörpers 9 hat hierfür einen überstehenden
Bodenrand 17, der sich nach radial außen über das Filtermedium 8 erstreckt.
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Auf der dem Boden 16 zugewandten
Seite des Gehäuses 1 ist
mit Abstand der Flüssigkeitsauslaß 4 angeordnet.
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Der Eingangskanal 2 ist
beispielsweise, zumindest mittelbar, an das nicht dargestellte Kurbelgehäuse angeschlossen
werden. Das Blow-By-Gas gelangt in das Gehäuse 1 und durchströmt das Filterelement 7 radial
von außen
nach innen.
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In dem Gas enthaltene Flüssigkeit
wird in dem Filterelement 7 herausgefiltert.
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Bei einem niedrigen Gas-Volumenstrom
wird die Flüssigkeit
des Gasstroms in dem Filtermedium 8 abgeschieden und bewegt
sich aufgrund ihrer Schwerkraft in dem Filtermedium nach unten,
läuft oder
tropft über
den Bodenrand 17 in das Gehäuse 1 und gelangt
in den Flüssigkeitsauslaß 4,
der zumindest mittelbar an das nicht dargestellte Kurbelgehäuse angeschlossen
wird. Damit kann also das Öl über den
Flüssigkeitsauslaß 4 wieder
in das Kurbelgehäuse
zurückfließen.
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Bei einem hohen Gas-Volumenstrom
wird die Flüssigkeit
von dem Gas durch das Filterelement 7 mitgerissen. Die
dabei gebildeten großen
Tropfen werden wegen ihrer Trägheit
auf der Reingasseite sofort am Stützkörper 9 oder danach
infolge der Umlenkung und Schwerkraft abgeschieden und fließen oder
fallen nach unten, wo sie sich in dem Flüssigkeitsspeicher 10 sammeln.
Es bildet sich ein Flüssigkeitsspiegel 31,
der während
des Betriebs der Brennkraftmaschine bei einem hohen Gas-Volumenstrom ansteigt,
da aufgrund des höheren
Druckes auf der Rohgasseite keine Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsspeicher 10 durch
die wenigstens eine Rücklauföffnung 20 auf
die Rohgasseite zurücklaufen
kann. Das Volumen des Flüssigkeitsspeichers
muß daher
ausreichend groß gewählt werden,
damit ein Überlaufen vermieden
wird. Der Flüssigkeitsspeicher 10 hat
für Personenkraftwagen
beispielsweise ein Volumen von 5 bis 30 Kubikzentimetern, für Lastkraftwagen ein
Volumen von etwa 5 bis 50 Kubikzentimetern.
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Die Flüssigkeit in dem Flüssigkeitsspeicher ist
in Strömungsrichtung
vor dem Gasstrom geschützt
und kann nicht mitgerissen werden, da sie im Windschatten der Gasströmung liegt
und die Spundwand 23 bis auf wenigstens eine Rücklauföffnung 20 für den Gasstrom
undurchlässig
ist. Die Größe und die
Anzahl der Rücklauföffnungen 20 ist
so klein gewählt,
daß ein
Mitreißen
von Flüssigkeit
durch eventuell durch die Rücklauföffnungen 20 strömendes Gas
nicht möglich
ist. So kann die Spundwand 23 beispielsweise ein bis acht
Rücklauföffnungen
mit je einem Durchmesser von zwei bis vier Millimeter aufweisen.
Die Größe und die
Anzahl der Rücklauföffnungen 20 kann
jedoch auch anders gewählt
werden. Das abgeschiedene Öl
kann bei Stillstand der Brennkraftmaschine oder bei einem geringen
Gas-Volumenstrom von dem Filtermedium 8 und durch die wenigstens
eine Rücklauföffnung 20 in
das Gehäuse 1 zurücktropfen
und von dort zurück über den
rohgasseitigen Flüssigkeitsauslaß 4 in
das Kurbelgehäuse gelangen.
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Die wenigstens eine Rücklauföffnung 20 ist von
dem Filtermedium 8 bedeckt, damit das ungereinigte Gas
nur gefiltert auf die Reingasseite gelangen kann. Der Bodenrand 17 verhindert,
daß das
Gas eine Abkürzung
durch das Filtermedium 8 in die Rücklauföffnung 20 nehmen kann.
Das Gas muß das Filtermedium 8 in
seiner Schichtdicke komplett durchströmen, um eventuell zur Rücklauföffnung 20 zu
gelangen.
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Das von Flüssigkeit gereinigte Gas verläßt das Gehäuse 1 über den
Gasauslaß 3,
der mit dem zylindrischen Filter-Innenraums 14 verbunden
ist und zumindest mittelbar an ein Ansaugrohr der Brennkraftmaschine
angeschlossen ist.
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Bei der Vorrichtung zur Abscheidung
von Flüssigkeit
nach 2 sind die gegenüber der
Vorrichtung nach 1 gleichbleibenden
oder gleichwirkenden Teile durch die gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
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Die Vorrichtung zur Abscheidung von
Flüssigkeit
nach 2 unterscheidet
sich von der Vorrichtung nach 1 darin,
daß der
Boden 16 und die Rücklaufbohrungen 20 axial
in Richtung Gasauslaß 3 verschoben
sind. Der Bodenrand 17 kann bei diesem Ausführungsbeispiel
entfallen, da das Filtermedium 8 jetzt über den Boden 16 in
Richtung Flüssigkeitsauslaß 4 hinausreicht
und somit der Weg für
das Gas axial durch das Filtermedium 8 zu den Rücklauföffnungen 20 jetzt
mindestens so lang ist wie der Weg radial durch das Filtermedium 8 zu
den Rücklauföffnungen 20 und
somit keine Möglichkeit
für eine
Abkürzung mehr
besteht. Läuft
die Flüssigkeit
durch die Rücklauföffnungen 20,
wird sie von dem Filtermedium 8 aufgenommen, läuft axial
in dem Filtermedium 8 in Richtung Flüssigkeitsauslaß 4 nach
unten und tropft schließlich
an dem dem Flüssigkeitsauslaß 4 zugewandten
Ende des Filtermediums 8 ab. Durch das Abtropfen entsteht
in dem Filtermedium 8 eine Sogwirkung, durch die Flüssigkeit
aus dem Flüssigkeitsspeicher 10 nachgezogen
wird, so daß das
Ablaufen der Flüssigkeit
aus dem Flüssigkeitsspeicher 10 begünstigt wird.
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Bei der Vorrichtung zur Abscheidung
von Flüssigkeit
nach 3 sind die gegenüber den
Vorrichtungen nach 1 und 2 gleichbleibenden oder
gleichwirkenden Teile durch die gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
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Die Vorrichtung zur Abscheidung von
Flüssigkeit
nach 3 unterscheidet
sich von den Vorrichtungen zur Abscheidung von Flüssigkeit
nach l und 2 darin, daß das Filterelement 7 flächig ausgebildet
ist. Der Stützkörper 9 besteht
aus zwei flächigen,
netzartigen Stützkörperwänden 21,22,
die das Filtermedium 8 abstützen und in seiner Lage durch
Pressung fixieren. Die erste Stützkörperwand 21 ist
rohgasseitig an dem Filtermedium 8, die zweite Stützkörperwand 22 ist
reingasseitig an dem Filtermedium 8 angeordnet. In einem
dem Flüssigkeitsauslaß 4 zugewandten
Bereich der ersten Stützkörperwand 21 ist
die Spundwand 23 vorgesehen, die flächig an dem Filtermedium 8 anliegt.
Die Spundwand 23 ist beispielsweise einteilig mit der ersten Stützkörperwand 21 verbunden
und bedeckt in axialer Richtung nur einen Teil des Filtermediums 8.
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Das Filtermedium 8 liegt
dem Flüssigkeitsauslaß 4 zugewandt
reingasseitig mit einem Teilstück 27 an
einem, stufenförmigen
Absatz 24 des Gehäuses 1 an.
Dem Flüssigkeitsauslaß 4 abgewandt
liegt das Filtermedium 8 an der Gehäusewandung 15 an und
ist wird weiterhin eingerahmt von der ersten Stützkörperwand 21, der zweiten
Stützkörperwand 22,
der Spundwand 23, dem stufenförmigen Absatz 24 und
dem Boden 16, der von dem stufenförmigen Absatz 24 des
Gehäuses 1 im
Bereich des Flüssigkeitsauslasses 4 ausgeht.
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Die erste Stützkörperwand 21 wird beispielsweise
mittels Rasthaken 28 lösbar
in das Gehäuse 1 zwischen
Gehäusewandung 15 und
Boden 16 eingeclipst. Sie kann aber auch unlösbar mit
dem Gehäuse 1 verbunden
sein, beispielsweise durch Kleben oder Verschweißen.
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An einer Kante 29 des stufenförmigen Absatzes 24 hat
das Gehäuse 1 einen
Vorsprung 30 in Strömungsrichtung
von dem Filterelement 7 weggerichtet. Die zweite Stützkörperwand 22 beginnt
an der Kante 29 und reicht bis zur Gehäusewandung 15. Auch
die zweite Stützkörperwand 22 kann
lösbar oder
unlösbar
in dem Gehäuse 1 angeordnet
sein.
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Die Rohgasseite und die Reingasseite
sind in dem Gehäuse 1 durch
das Filterelement 7 und den Boden 16 voneinander
getrennt.
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Der Flüssigkeitsspeicher 10 wird
somit gebildet durch den Boden 16, die Spundwand 23 und Wandungen
des Gehäuses 1,
beispielsweise den stufenförmigen
Absatz 24 und den Vorsprung 30. Der Flüssigkeitsspeicher 10 besteht
aus einem kleinen Volumen 34 in axialer Richtung zwischen
dem Boden 16 und der Kante 29 und einem großen Volumen 35 oberhalb
der Kante 29.
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Die Reingasseite der Vorrichtung
im Gehäuses 1 stromab
des Filtermediums 8 ist mit dem Gasauslaß 3 verbunden.
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In dem Gas enthaltene Flüssigkeit
wird in dem Filtermedium 8 herausgefiltert. Bei einem niedrigen
Gas-Volumenstrom bewegt sich die Flüssigkeit aufgrund ihrer Schwerkraft
durch das Filtermedium 8 nach unten, läuft über den Boden 16 und
die Rücklauföffnung 20 in
das Gehäuse 1 und
gelangt in den Flüssigkeitsauslaß 4,
der zumindest mittelbar an das nicht dargestellte Kurbelgehäuse anschließbar ist. Die
wenigstens eine Rücklauföffnung 20 kann
beispielsweise ein durchgehender Spalt zwischen dem Boden 16 und
dem unteren Ende der Spundwand 23 sein.
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Bei einem hohen Gas-Volumenstrom
wird die Flüssigkeit
von dem Gas im Bereich der Gitteröffnungen 13 durch
das Filterelement 7 mitgerissen. Die dabei gebildeten großen Tropfen
werden wegen ihrer Trägheit
auf der Reingasseite sofort abgeschieden und sammeln sich in dem
großen
Volumen 35 des Flüssigkeitsspeichers 10.
Die gesammelte Flüssigkeit
dringt zunächst
in das durch die Spundwand 23 abgedeckte Filtermedium 8 und
läuft dann
durch das Filtermedium 8 in das kleine Volumen 34 in
Richtung Boden 16 ab und wird dort gestaut. Durch den axialen
Abstand zwischen Boden 16 und Filtermedium 8 wird
ein Abtropfraum 36 gebildet, in den Flüssigkeit von dem Filtermedium 8 abtropfen
kann. Auf diese Weise wird im Filtermedium 8 oberhalb des
Abtropfraums 36 ein Ansaugeffekt erzielt und weitere Flüssigkeit
aus dem Filtermedium 8 und dem großen Volumen 35 angesaugt.
Der Flüssigkeitsspiegel 31 steigt
dann von dem Boden 16 in Richtung Kante 29. Erst
wenn das kleine Volumen 34 gefüllt ist und der Flüssigkeitsspiegel 31 die
Kante 29 übersteigt,
füllt sich
das darüberliegende
große
Volumen 35 des Flüssigkeitsspeichers 10.
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Bei der Vorrichtung zur Abscheidung
von Flüssigkeit
nach 4 sind die gegenüber den
Vorrichtungen nach 1 bis 3 gleichbleibenden oder
gleichwirkenden Teile durch die gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
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Die Vorrichtung zur Abscheidung von
Flüssigkeit
nach 4 unterscheidet
sich von der Vorrichtung nach 3 darin,
daß die
Spundwand 23 reingasseitig angeordnet ist. Die erste Stützkörperwand 21 weist
vollständig
eine netzartige oder gitterartige Struktur auf. In einem dem Flüssigkeitsauslaß 4 zugewandten
Bereich der zweiten Stützkörperwand 22 ist
die Spundwand 23 angeordnet. Die zweite Stützkörperwand 22 und
die Spundwand 23 sind. beispielsweise einteilig miteinander
verbunden.
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Der Boden 16 und der Vorsprung 30 aus 3 liegen in 4 auf einer Höhe und bilden einen Boden 16,
der sich an dem Filtermedium 8 anliegend von der ersten
Stützkörperwandung 21 bis
zur rechten Wand des Gehäuses 1 erstreckt.
In dem Boden 16 ist eine Rücklauföffnung 20 angeordnet.
In der Rücklauföffnung 20 ist
in Form eines Dochtes ein Filterstrumpf 37 angeordnet,
der mit der Flüssigkeit
in dem Flüssigkeitsspeicher 10 in
Verbindung steht und mit seiner Länge auch in den rohgasseitigen
Innenraum 6 des Gehäuses 1 reicht.
Der Filterstrumpf 37 besteht beispielsweise aus einem Faservlies.
Die Flüssigkeit
in dem Flüssigkeitsspeicher 10 kann
bei Stillstand der Brennkraftmaschine oder bei einem geringen Gas-Volumenstrom
durch die Rücklauföffnung 20 über den
Filterstrumpf 37 abströmen
und abtropfen. Durch den Filterstrumpf 37 wird ein Ansaugeffekt erzielt.
Die vom Filterstrumpf 37 in Richtung zum Flüssigkeitsauslaß 4 abgetropfte
Flüssigkeit
zieht weitere Flüssigkeit
von dem Flüssigkeitsspeicher 10 nach
sich. So kann das Ablaufen der gesammelten Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsspeicher 10 vergleichsweise
schnell erfolgen. Der Filterstrumpf 37 filtert bei einer
Gasströmung
das Gas, das durch die Rücklauföffnung 20 auf
die Reingasseite strömt,
so daß kein
ungereinigtes Gas ungefiltert durch die Rücklauföffnung 20 auf die
Reingasseite gelangen kann.
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Die Flüssigkeit in dem Flüssigkeitsspeicher 10 gelangt
in der beschriebenen Weise auf die Rohgasseite des Gehäuses 1 und
von dort aus in den Flüssigkeitsauslaß 4.