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DE1023732B - Verfahren zur Stofftrennung nach der Wichte mit Hilfe von Schwerfluessigkeitssuspensionen - Google Patents

Verfahren zur Stofftrennung nach der Wichte mit Hilfe von Schwerfluessigkeitssuspensionen

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Publication number
DE1023732B
DE1023732B DESCH21020A DESC021020A DE1023732B DE 1023732 B DE1023732 B DE 1023732B DE SCH21020 A DESCH21020 A DE SCH21020A DE SC021020 A DESC021020 A DE SC021020A DE 1023732 B DE1023732 B DE 1023732B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
clay
beet
sword
heavy
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DESCH21020A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Hubert Schranz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HUBERT SCHRANZ DR ING
Original Assignee
HUBERT SCHRANZ DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HUBERT SCHRANZ DR ING filed Critical HUBERT SCHRANZ DR ING
Priority to DESCH21020A priority Critical patent/DE1023732B/de
Publication of DE1023732B publication Critical patent/DE1023732B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B5/00Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating
    • B03B5/28Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating by sink-float separation
    • B03B5/30Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating by sink-float separation using heavy liquids or suspensions
    • B03B5/44Application of particular media therefor
    • B03B5/442Application of particular media therefor composition of heavy media

Landscapes

  • Preparation Of Clay, And Manufacture Of Mixtures Containing Clay Or Cement (AREA)

Description

  • Verfahren zur Stofftrennung nach der Wichte mit Hilfe von Schwerflüssigkeitssuspensionen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Stofftrennung nach der Wichte mit Hilfe von Schwerflüssigkeitssuspensionen.
  • Es ist bekannt, Gemische von Stoffen verschiedenen spezifischen Gewichtes dadurch zu trennen, daß das Gemisch in eine Flüssigkeit eingetragen wird, deren Wichte zwischen der des leichteren und der des schwereren Gemischbestandteils liegt. In einer solchen Flüssigkeit sinkt der schwere Bestandteil der Aufgabe als Sinkgut ab, und der leichte steigt als Schwimmgut an die Oberfläche; Sinkgut und Schwimmgut werden je für sich ausgetragen. Als Schwerflüssigkeit wird praktisch stets die Suspension eines feinzerteilten, festen Stoffes, des sogenannten Beschwerstoffes, in einer Flüssigkeit, meist Wasser, verwendet (Schwertrübe). Als solche Beschwerstoffe dienen z. B. Magnetit, Magnetkies, Schwerspat, Legierungen, wie Ferrosilizium oder synthetische Stoffe. Obwohl eine solche Suspension, wie alle Suspensionen, zum Absetzen neigt, kann man bei genügend feiner Aufinahlung des Beschwerstoffes (etwa 600/n unter 60 Mikron) durch ausreichende Agitation der Trübe die Absetzgeschwindigkeit so weit verlangsamen, daß die Trübe während der Verweilzeit im Scheidegefäß, d. h. also während des eigentlichen Trennvorganges, einigermaßen stabil zu sein scheint. Der Bekämpfung des Absetzens im Scheidegefäß durch Agitation der Trübe sind jedoch Grenzen gesetzt, da jede Agitation das ungestörte. Absinken bzw. Aufsteigen der zu trennenden Stoffe beeinträchtigt, Es ist auch bekannt, daß solche Trüben durch Zugabe von feinst aufgemahlenen festen Stoffen, z. B. von Tonen, stabilisiert werden. Solch eine Tonzugabe hat jedoch den Nachteil, die Viskosität der Trübe stark zu erhöhen, wodurch das Absinken bzw. Aufsteigen von trennschwierigem Gut verzögert wird. Bekanntlich tritt in hochviskosen Trüben eine Trennung der feineren Anteile nicht, wie erwünscht, nach dein spezifischen Gewicht, sondern in der Hauptsache nach der Korngröße und der Kornform ein. Der gleiche Vorgang findet auch in einer stark bewegten Schwertrübe statt.
  • Bei den bisher bekannten Schwimm- und Sinkverfahren wird deshalb mit einer Schwertrübe von verhältnismäßig niedriger Viskosität gearbeitet. Da außerdem, wie gesagt, der Agitation dieser Trübe Grenzen gesetzt sind, tritt im Scheidegefäß ein Absetzen der Schwertrübe, und zwar sowohl vom Einlaß zum Auslaß als auch von oben nach unten hin auf. Dadurch stellen sich innerhalb des Scheiders ineinander übergehende Schichten verschiedener Wichten ein, die sich etwa parabelförmig ausbilden.
  • Hat man z. B. eine Trübewi.chte von 2,7 eingestellt, so wird diese unmittelbar am Einlauf über .die gesamte Badhöhe etwa gleichmäßig ausgebildet sein. Trägt man diese Wichteschicht von 2,7 über die Länge des Scheiders auf, so bildet sich infolge der zuerst schnellen, dann langsameren Entmischung ein liegender Parabelast aus. Dies bedingt, daß sich entsprechend den verschiedenen Schichten unterschiedlicher Wichten Schwebegut im Scheidegefäß ansammelt, das, vom beabsichtigten Trennschnitt aus gesehen, Sink- oder Schwimmgut sein müßte. Derjenige Teil dieses Schwebegutes, der dem beabsichtigten Trennschnitt entsprechend Schwimmgut sein müßte, kann nicht aufsteigen, da die Wichte im Bad nach oben kontinuierlich abnimmt. Ebenso kann .der Sinkgutanteil des Schwebegutes nicht zum Scheiderboden absinken, weil er auf Schichten steigender Wichte trifft. Im ungünstigsten Falle kann selbst Sinkgut mit wesentlich höherer Wichte als der Trennwichte der Trübe nicht mehr bis zum Boden gelangen, weil ihm infolge der durch die Entmischung bedingten hohen Feststoftkonzentration im unteren Bereich des Scheidegefäßes ein weiteres Absinken -vor allem für das feine Korn - unmöglich gemacht wird.
  • Erfindungsgemäß werden diese Nachteile der bisher benutzten Schwertrüben für die Schwimm- und Sinkaufbereitung dadurch überwunden, daß durch eine besondere Stabilisierung der Trübe eine Entmischung sowohl in Richtung vom Eintrag zum Auslauf als auch von oben nach unten ohne Agitation der Trübe weitgehend verhindert wird. Es wird also ein hochquellfähiger feingemahlener Ton, z. B. Bentonit, mit so viel Wasser versetzt; wie für die Quellung des Tones. erforderlich ist, und der gequollene Ton wird anschließend mit derjenigen Menge eines feingemahlenen Beschwerungsstoffes und von Wasser innig gemischt, die erforderlich sind, um die fertige Schwertrübe zu bilden.
  • Die hochquellfähigen Tone, die bei dem Verfahren gemäß der Erfindung verwandt werden, sind thixotrop. Die Viskosität einer Suspension aus hochquellfähigem Ton und Wasser steigt nach dem Anrühren innerhalb einer gewissen Zeit auf einen Maximalwert an. Dieser ist erreicht, wenn der Ton so weit aufgequollen ist, daß er das gesamte, ursprünglich vorhandene Wasser in eine Gerüststruktur gebunden hat. Es liegt dann eine gallertartige Flüssigkeit vor. Wird diese Flüssigkeit mechanisch beansprucht, dann sinkt ihre Viskosität stark ab, und zwar um so stärker, je größer die Schubspannung ist; mit Abnahme. der mechanischen Beanspruchung steigt sie wieder an. Werden in eine solche Suspension Beschwerungsstoffe eingebracht und gleichmäßig in das Tongerüst eingelagert, so verbleiben sie infolge ihres geringen absoluten Gewichtes lange Zeit in ihrer Lage:.
  • Die erfindungsgemäße Schwertrübe wird z. B. in der Weise hergestellt, daß man zunächst in einem Rehälter einen hochquellfähigen feingemahlenen Ton, z. B. Bentonit, mit soviel Wasser versetzt, wie für die Quellung des Tones erforderlich ist. Das Wasser-Ton-Gemisch wird in dem Behälter etwa 48 Stunden gelagert. Nach dieser Zeit ist der Ton hinreichend gequollen. Nun wird in der Schwimm- und Sinkanlage, z. B. mittels einer Kreiselpumpe, eine so große Menge Wasser in Umlauf gesetzt, wie zusätzlich zu dein Wasser, das bereits in dem gequollenen Ton enthalten ist, für die Bildung der fertigen Schwertrübe benötigt wird. Das in der Schwimm- und Sinkanlage umlaufende Wasser wird vorteilhaft durch einen @'orratsbehälter geleitet, in welchem ein Rührer angeordnet ist. In dein Vorratsbehälter werden der gequollene Ton sowie der Beschwerungsstoff eingebracht und darin innig mit dem umlaufenden Wasser gemischt. Die so erhaltene Schwertrübe wird anschließend zweckmäßig mittels der kreiselpumpe einige Male in der Schwimm- und Sinkanlage umgewälzt. Man hat dann die Gewähr, daß der Ton und der Beschwerungsstoff überall gleichmäßig in der Trübe verteilt sind. Nunmehr kann der Rührer stillgesetzt und die Schwimm- und Sinkanlage für den Aufbereitungsprozeß in Betrieb genommen werden.
  • Man kann auch so vorgehen, daß zunächst nur der gequollene Ton in den Vorratsbehälter eingebracht und mit dem Wasser verrührt wird, das in der Schwimm-und Sinkanlage umläuft. Die dabei erhaltene Wasser-Ton-Suspension wird dann zweckmäßig einige Male umgewälzt, bevor der Beschwerungsstoff in den Vorratsbehälter gegeben und mit der Wasser-Ton-Suspension vermischt wird. Auch in diesem Falle empfiehlt es sich, die so gebildete Schwertrübe noch einige Male umzuwälzen, bevor mit -dem Aufbereitungsprozeß begonnen wird.
  • Wenn für den Betriebseiner kleinen Schwimm- und Sinkanlage nur eine geringe Menge Schwertrübe benötigt wird, so kann man auch den gesamten Ton und das gesamte Wasser in einen Rührbehälter geben. Dieses Gemisch wird dann in dem Rührbehälter so lange gelagert, bis der Tön genügend gequollen ist und ein gallertartiges Tongerüst bildet, welches das gesamteWasser einschließt. Die hierfür benötigte Zeit beträgt ebenfalls etwa 48 Stunden. Anschließend wird der Beschwerungsstoff in den Behälter eingebracht und mittels des Rührwerkes in den gequollenen Ton eingerührt: Durch die mechanische Beanspruchung, welche er hierbei erfährt, wird er dünnflüssig und mischt sich deshalb innig mit dem Beschwerungsstoff. Nach Beendigung des Rührvorganges entsteht in der so erhaltenen Schwertrübe wiederum ein gallertartiges Tongerüst, in welchem nun die Teile des Beschwerungsstoffes eingelagert sind.
  • Die Zusatzmenge an hochquellfähigem Ton, die für die Stabilisierung der Schwertrübe benötigt wird, ist abhängig von der Art des Beschwerungsstoffes, von seiner Körnung bzw. Kornverteilung und von der Feststoffvolumenkonzentration der jeweiligen Schwertrübe. DieseAbhängigkeiten sind beispielsweise in den Diagrammen 1 und 2 für den Zusatz von Bentonit als Stabilisierungsmittel dargestellt.
  • Das Diagramm 1 gibt die Abhängigkeit des Bentonitzusatzes von der Art des Beschwerungsstoffes wieder. Als Beschwerungsstoffe sind Magnetkies (Fe S; y = 4,7) und Ferrosilicium (Fe Si; y = 6,6) ge. wählt. Beide Beschwerungsstoffe weisen etwa den gleichen Körnungsaufbau auf. Aus dein Diagramm ist zu ersehen, daß bei gleicher Wichte (bzw. Feststoffvolumenkonzentration) derFeS- bzw. FeSi-Trübe die benötigte Menge an Bentonit uin so größer ist je höher das spezifische Gewicht des Beschwerungsstoffes ist.
  • Im Diagramm 2 ist die Abhängigkeit des Bentonitzusatzes von der Körnung bzw. Kornverteilung des Beschwerungsstoffes dargestellt, und zwar für FeSi-Trüben, in welchen das FeSi einmal eine Körnung von 60% unter 60 Mikron und zum anderen eine solche von 98% unter 40 Mikron besitzt. Aus dein Diagramm sieht man z. B., daß für eine eingestellte Trübewichte von 2,7 im ersten Fall 16 kg und im zweiten Fall nur 7 kg Bentonit je m3 Schwertrübe benötigt werden. DieAbhängigkeit des Bentonitzusatzes von der Feststoffvolumenkonzentration der Trübe bzw. der eingestellten Trübewichte geht ebenfalls aus dem Diagramm 2 hervor. Es zeigt, daß mit zunehmender Feststoffvolumenkonzentration der Trübe die benötigte Zugabemenge an Bentonit linear abnimmt.
  • Das Diagramm 3 zeigt die Entmischungserscheinungen einer FeSi-Trübe mit einer eingestellten Wichte von 2,7 mit und ohne Zusatz von hochquellfähigem Ton in Abhängigkeit von der Zeit. Hierbei wurde die Höhe der Feststoffsäule am Boden eines mit Trübe gefüllten Standzylinders gemessen. Aus dem Diagramm erkennt man das schnelle Absinken des Beschwerungsstoffes in einer nicht vorbehandelten, d. h. nicht mit Ton versetzten Trübe (0% Ton). Eine solche Trübe ist nach etwa 11/z Stunden nahezu vollständig entmischt. Auf der anderen Seite sieht man, daß eine Trübe, welcher die für die Stabilisierung erforderliche Menge, nämlich 0,58 Gewichtsprozent, an hochquellfähigem Ton zugesetzt wurde, praktisch vollständig stabil ist. Wird diese Tonmenge unterschritten, dann sinkt, wie z. B. die gestrichelte Linie für einen Tonzusatz von 0,52 Gewichtsprozent zeigt, die Stabilität der Schwertrübe ab; übersteigt man die erforderliche Tonmenge beträchtlich, dann wirkt sich dies ungünstig auf dieViskosität derSchwertrübe aus.
  • Wenn eine Schwertrübe, die gemäß der Erfindung hergestellt wurde, in dein Scheidegefäß einer Schwimm-und Sinkanlage nur in verhältnismäßig geringem Maße mechanisch beansprucht wird, so bleibt die Gerüststruktur des Tones und damit die ursprüngliche Viskosität der Schwertrübe weitgehend erhalten. Hierdurch wird ein Absinken der Beschwerstoffteile weitgehend vermieden. Anders verhalten sich hingegen die Teile des zu trennenden Gutes. Auch das feinste, praktisch inBetracht kommendeFeinkorn -- etwa 1 mm -hat eine um etwa 103-fache größere Masse als das gröbste Beschwerstoffteilchen, das höchstens einen Durchmesser von 100 Mikron besitzt. Das Verhältnis von Gewicht zu Oberfläche ist daher bei den zu trennendenTeilen,etwa 10mal größer als das der gröbsten Beschwerstoffteilchen. Die Verwandlung der potentiellen Energie der Lage der groben zu trennenden Teile in kinetische reicht daher aus, in der unmittelbaren Umgebung der absinkenden bzw. aufsteigenden Teile den Thixotropieeffekt hervorzurufen, d. h. die Viskosität der Trübe stark herabzusetzen. Die zu trennenden Teile sinken daher in einer dünnflüssigen Hülle ab, bzw. steigen in einer solchen Hülle auf. Oberhalb der absinkenden Teile baut sich dann das Tongerüst wieder schnell auf. Hierdurch werden die Beschwerstoffteilchen wieder in das Tongerüst eingebunden und dadurch festgehalten.
  • Man hat also eine Schwertrübe zur Verfügung, deren Viskosität für die Beschwerstoffteilchen so hoch ist, daß eine Entmischung der Beschwerstoffteilchen praktisch für die Dauer des Verfahrens nicht eintreten kann. Auf der anderen Seite hat die Schwertrübe eine so niedrige Viskosität, daß die Trennung des Aufgabegutes selbst für Feinkorn bis 1 mm, abhängig von der Erzart, nicht wesentlich gestört wird.
  • Bei der Schwimm- und Sinkaufbereitung unter Verwendung einer gemäß der Erfindung hergestellten Schwertrübe ergibt sich als weiterer Vorteil, daß man die Durchflußgeschwindigkeit der Schwertrübe durch das Scheidegefäß ohne Gefahr für eine Entmischung so langsam halten kann, daß auch dem trennschwierigen Feinkorn genügend Zeit zum Absinken bzw. Aufschwimmen geboten ist. Daß die Anwendbarkeit des Schwimm- und Sinkverfahrens bisher für Feinkorn Schwierigkeiten bot, lag daran, daß bei den bisher für die Vermeidung der Entmischung, neben anderen Maßnahmen, notwendigen hohen Durchflußgeschw indigkeiten kleinerenTeilen desAufgabegutes keine ausreichende Zeit mehr zum Absinken bzw. Aufsteigen gegeben wurde. Da bei Anwendung der erfindungsgemäßen Trüben der Trübefluß so langsam gehalten werden kann, wie es mit dem Austragen des Schwimmgutes gerade vereinbar ist, können auch sehr feinkörnige Güter noch getrennt werden. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß zur Bereitung der Trübe nur so viel Beschwerstoff angewendet werden muß, wie sich rechnerisch aus den spezifischen Gewichten des Beschwerstoffes und der Suspensionsflüssigkeit zur Einstellung der gewünschten Trennwichte ergibt, im Gegensatz zum bisherigen Verfahren, wo größere Mengen an Beschwerstoff eingesetzt werden müssen, um trotz der unvermeidlichen Entmischung die erforderliche Wichte am Austrag zu halten.
  • In den Diagrammen 4 und 5 sind in Form von Wichtekurven nach Paul zwei Beispiele wiedergegeben, welche den Trennerfolg bei der Aufbereitung von Roteisenerz in der Klassierung von 1 bis 5 mm in stabilisierten Ferros.ilicium-Trüben zeigen.
  • Im ersten Beispiel (Diagramm 4) wurde die FeSi-Trübe durch einen niedrigquellfähigen Ton, nämlich Osterwald-Ton, stabilisiert. Der Tonzusatz betrug 6,87 Gewichtsprozent und der Fe Si-Zusatz 28,6 Volumprozent. Die eingestellte Wichte betrug 2,6 und die Ausgleichswichte 3,38. Die zahlenmäßigen Unterlagen für die Wichtekurven sind in der Tafel 6 zusammengestellt. Aus dem Diagramm ergibt sich für das Schwimmgut ein Fehlaustrag von etwa 13% und für das Sinkgut ein solcher von etwa 12%, bezogen auf die Aufgabe = 100 %.
  • Im zweiten Beispiel (Diagramm 5) wurde die FeSi-Trübe durch Zusatz von Bentonit stabilisiert. Die Stabilität dieserTrübe entspricht derjenigen im ersten Beispiel. Der Bentonitzusatz betrug 0,8 Gewichtsprozent und der FeSi-Zusatz 28,6 Volumprozent. Die eingestellte Wichte betrug 2,6 und die Ausgleichswichte 2,9. Die zahlenmäßigen Unterlagen für die Wichtekurven sind in der Tafel 7 zusammengestellt. Aus den Kurven ergibt sich für das Schwimmgut ein Fehlaustrag von 1,5% und für das Sinkgut ein Fehlaustrag von nur 0,7%, bezogen auf die Aufgabe =100 0/0.
  • Der Vergleich zeigt, daß bei Verwendung einer gemäß der Erfindung stabilisierten Schwertrübe die Fehlausträge sehr klein sind.
  • Entsprechende Versuche mit nichtstabilisierter Fe Si-Trübe konnten infolge der starken Entmischung dieser Trübe nicht durchgeführt werden.
    Tafel 6
    Eirechnung der Grundlagen für die Wichtekurven und die Teilungskurven (zu Diagramm 4)
    Schwimmgut Sinkgut
    Wichtestufe Gewichts- Gewichts-
    prozent v/0 add.v/o prozent v/o i add.v/o
    - - - - - -
    -2,5
    2,5 -2,6 0,6 0,3 0,3 - - -
    2,6 -2,8 4,4 2,1 2,4 - - -
    2,8 -2,97 13,3 6,1 8,5 0,5 0,3 46,1
    2,97-3,1 26,8 12,2 20,7 6,1 3,3 49,4
    3,1 -3,2 8,7 4,0 24,7 2,0 1,1 50,5
    3,2 -3,33 14,8 6,8 31,5 6,8 3,7 54,2
    3,33-3,49 16,8 7,6 39,1 18,4 10,0 64,2
    +3,49 14.6 6,7 45,8 66,2 35,8 i 100,0
    Summe .... 100,0 I 45,8 - I 100,0 54,2 I -
    Zu Tafel 6
    Aufgabe Teilungs-
    Wichtestufe Gewichts- add. Gewichts- zahlen
    prozent prozent
    -2,5 - - 0
    2,5 -2,6 0,3 0,3 0
    2,6 -2-,8 2,1 2,4 0
    2,8 -2,97 6,4 8,8 4,7
    2,97-3,1 15,5 24,3 21,3
    3,1 -3,2 5,1 29,4 21,6
    3,2 -3,33 10,5 ; 39,9 35,2
    3,33-3,49 17,6 i 57,5 56.8
    -I- 3,49 42,5 i 100,0 84,2
    - Summe .... 100,0 I - -
    Mengenausbringen: Schwimmgut ...... 45,8%
    Sinkgut . .. ........ 54,2%
    Tafel 7
    Errechnung der Grundlagen für die Wichtekurv en und die Teilungskurven (zu Diagramm 5)
    Schwimmgut Sinkgut
    Wichtestufe Gewichts- Gewichts-
    prozent v/o add. v/o prozent v/o add. v/o
    -2,5 1,8 0,10 0,10 - - -
    2,5 -2,6 1,2 0,06 0,16 - - -
    2,6 -2,8 50,0 2,81 2,97 - - -
    2,8 -2,97 42,2 2,36 5,33 3,5 3,3 8,95
    2,97-3,1 4,1 0,27 5,60 13,8 13,0 21,95
    3,1 -3,2 0,7 0,05 5.65 3,8 3,58 25,53
    3,2 -3,33 - - - 14,5 13,7 39,23
    3,33-3,49 - - - 21,1 19,92 59,15
    +3,49 - - - 43,3 I 40,85 100,00
    Summe .... 100,0 I 5,65 - ( 100,0 94.35 --
    Aufgabe Teilungs-
    Wichtestufe Gewichts- add. Gewichts- zahlen
    prozent prozent
    I
    -2,5 0,10 0,10 -
    2,5 -2,6 0,06 0,16 -
    2,6 -2,8 2,81 2,97 -
    2,8 -2,97 5,66 8,63 58,3
    2,97-3,1 13,27 21,90 98,0
    3,1 -3,2 3,63 25,53 98,7
    3,2 -3,33 13,70 39,23 100,0
    3,33-3,49 19,92 59,15 100,0
    +3,49 40,85 100,00 100,0
    Summe .... 100,0 - -
    Mengenausbringen: Schwimmgut ..... 5,65%
    Sinkgut . . . . . . . . . 94,351/0

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung einer stabilen Schwertrübe für die Schwimm- und Sinkaufbereitung, dadurch gekennzeichnet, daß hochquellfähiger feingemahlener Ton, z. B. Bentonit, mit so viel Wasser versetzt wird, wie für die Quellung des Tones erforderlich ist, 'und da.B der gequollene Ton anschließend mit derjenigen Menge eines feingemahlenen Beschwerungsstoffes und von Wasser innig gemischt wird, die erforderlich sind, um die fertige Schwertrübe zu bilden.
  2. 2. Verfahren zur Schwimm- und Sinkscheidung unter Verwendung einer nach Anspruch 1 hergestellten Schwertrübe, dadurch gekennzeichnet, daß der DurchfluB der Schwertrübe durch das Scheidegefäß so langsam vorgenommen wird,, daß auch dem trennschwierigen Feinkorn genügend Zeit zum Absinken bzw. Aufschwimmen geboten ist.
DESCH21020A 1956-10-30 1956-10-30 Verfahren zur Stofftrennung nach der Wichte mit Hilfe von Schwerfluessigkeitssuspensionen Pending DE1023732B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2009053003A1 (de) * 2007-10-19 2009-04-30 Meyer Burger Technology Ag Trennverfahren für feststoffe

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