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DE592116C - Verfahren zur Trennung von entstaubter Kohle mittels Calciumchlorid- oder Calciumnitrat-loesung und aehnlichen im Gebrauch sauer werdenden Scheidefluessigkeiten - Google Patents

Verfahren zur Trennung von entstaubter Kohle mittels Calciumchlorid- oder Calciumnitrat-loesung und aehnlichen im Gebrauch sauer werdenden Scheidefluessigkeiten

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Publication number
DE592116C
DE592116C DEL68482D DEL0068482D DE592116C DE 592116 C DE592116 C DE 592116C DE L68482 D DEL68482 D DE L68482D DE L0068482 D DEL0068482 D DE L0068482D DE 592116 C DE592116 C DE 592116C
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DE
Germany
Prior art keywords
separation
coal
calcium chloride
nitrate solution
dedusted
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Expired
Application number
DEL68482D
Other languages
English (en)
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Individual
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Individual
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE592116C publication Critical patent/DE592116C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B5/00Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating
    • B03B5/28Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating by sink-float separation
    • B03B5/30Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating by sink-float separation using heavy liquids or suspensions
    • B03B5/44Application of particular media therefor
    • B03B5/442Application of particular media therefor composition of heavy media

Landscapes

  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

  • Verfahren zur Trennung von entstaubter Kohle mittels Calciumchlorid- oder Calciumnitratlösung und ähnlichen im Gebrauch sauer werdenden Scheideflüssigkeiten Die Erfindung schlägt eine Verbesserung an dem Verfahren zur Trennung von entstaubter Kohle mittels einer Calciumchlorid- oder Calciumnitratlösung oder ähnlichen Scheideflüssigkeiten vor, das als Schweretrennverfahren oder Schwerkraftverfahren bekannt ist. Bei dieser Arbeitsweise dient eine Flüssigkeit, deren Dichte zwischen der Dichte des zum Aufschwimmen zu bringenden Gutes und der Dichte des zum Absinken zu bringenden Gutes liegt, dazu, die Kohle in leichteres Gut mit geringem und in schwereres Gut mit größerem Aschegehalt zu trennen. Das Verfahren wurde, als Schwimm- und Sinkverfahren bezeichnet, lange Zeit hindurch als analytische Methode zur Prüfung der Zusammensetzung und der Waschfähigkeit von Kohle benutzt, wobei man den Staub von der abzutrennenden Kohle vorher entfernte.
  • Die Erfindung will dieses Schwerkraftverfahren zur Kohletrennung im großen geeignet machen und benutzt dabei z. B. eine Calciumchlorid- oder Calciumnitratlösung im Kreislauf, die nach der Benutzung der Kohletrennung in möglichst konzentriertem Zustande wiedergewonnen werden soll, um deren nachträgliches Eindampfen zwecks Wiederverwendung einzuschränken bzw. zu ersparen. Die in Betracht kommenden Scheideflüssigkeiten neigen, nachdem sie mit Rohkohle in Berührung gewesen sind, dazu" schwach sauer zu werden, und die saure Reaktion der Flüssigkeit bewirkt :eine Ausflockung gewisser tonartiger Stoffe, die sich dann auf den Kohleteilen absetzen, zu Boden sinken und seine vorteilhafte Beseitigung der Scheideflüssigkeit aus der Kohle verhindern. Der ausgeflockte Ton bildet ferner auf der gereinigten Kohle leicht Filme, die sich schwer abwaschen lassen und bei der Verkokung störend sind.
  • Auf Grund dieser neuen Erkenntnis macht die Erfindung den Vorschlag, die im Gebrauch sauer werdenden Scheideflüssigkeiten während aller Phasen des ganzen Arbeitsganges, also auch einschließlich der Konzentration deutlich alkalisch zu halten und dann aus der gereinigten Kohle durch Verdrängen mit Wasser wiederzugewinnen. Es wurde gefunden, daß durch die deutliche alkalische Reaktion der Scheideflüssigkeiten in sämtlichen Phasen des Arbeitsganges die schädliche Ausflockung der tonartigen Stoffe verhindert wird, diese vielmehr ixieine vollständige oder eine kolloidale Lösung übergehen, die das Trennverfahren und die Wiederge-# winnung der Scheideflüssigkeit nicht störend beeinflußt. Einerseits erfolgt keine schädliche Filmbildung mehr auf der gereinigten Kohle, und anderseits ist es jetzt möglich,, die alkalische Trennflüssigkeit aus den abgetrennten Produkten durch Verdrängung mit Wasser von oben nach unten in bekannten geeigneten Türmen in solcher Konzentration wiederzugewinnen, daß keine kostspielige nachträgliche Eindämpfungsarbeit vorgenommen zu werden braucht. Durch diese Vervollkommnung -erreicht die Erfindung, daß die bisherige bloße analytische Untersuchungsmethode des Schwimm- und Sinkverfahrens sich nunmehr als Schwerkraftverfahren für Kohle zur Trennung im Großbetriebe mit wirtschaftlichem Erfolge benutzen läßt.
  • Bei dem sog. Schaumschwirnmverfahren ist es bekannt, der Badflüssigkeit Alkalien zuzusetzen. Diese Maßnahme entbehrt aber jeder Verwandtschaft mit dem Gegenstande der Erfindung, und zwar einmal deshalb,, weil das Schaumschwimmverfahren und das Schwerkraftverfahren hinsichtlich ihrer Wirkungsweise schroff gegensätzlich sind, und ferner der Allkalizusatz beim Schaumschwimmverfahren ganz andere Zwecke verfolgt, als sie von der Erfindung angestrebt werden.
  • Beim Schaumschwimmverfahren ist eine vorhergehende Feinzerkleinerung des zu trennenden Gutes unumgänglich, und für die Behandlung muß aus dem Gute eine Trübe oder Schlämme mit Wasser hergestellt werden. Will man Kohle mit dem Schaumschwimmverfahren behandeln, so ist die höchste zulässige Korngröße etwa z1/2 mm. Rohkohle für diese Arbeitsweise so fein zu zermahlen, würde aber eine untragbare Verteuerung darstellen und ein Produkt liefern, das für die weitaus meisten Fälle unbrauchbar ist. Tatsächlich verwendet man daher das Schaumschwimmverfahren auch lediglich für den Kohlenschlamm, der bei der Koblennaßwäsche als unerwünschtes Nebenprodukt auftritt.
  • Demgegenüber kommt beim Schwerkraftverfahren eine wesentliche Zerkleinerung überhaupt nicht in Betracht. Der feine Staub wird entfernt, und dann wird das Gut ohne Rücksicht auf die Korngröße der Trennungsbehandlung unterworfen. Besondere Bedingungen bestehen wegen der Korngröße nicht; man kann ohne Vorsortierung trennen. Aus dem Gut wird auch - keine Trübe oder Schlämme hergestellt, sondern es kann trokken in das Flüssigkeitsbad eingebracht werden.
  • In Bezug auf die Trennwirkung stehen sich die beiden Arbeitsweisen diametral gegenüber. Die Schaumschwimmtrennung erfolgt unabhängig vom spezifischen Gewicht ' der Gutteile. Die sog. Flotation beruht auf Unterschieden in den Oberflächeneigenschaften der Gutteile. Man wendet ein Flotationsmittel an, um wahlweise gewisse Teile einzuhüllen oder zu benetzen und andere Teile nicht. Die zum Absinken zu bringenden Teile werden weniger benetzt. Meistens schwimmen die schwereren Teile auf, und jedenfalls erfolgt das Aufschimmen der Schwerkraft entgegen.
  • In grundsätzlicher Abweichung hiervon benutzt das Schwerkraftverfahren nur die Dichte oder das spezifische Gewicht bzw. die Unterschiede in der Dichte. Die Scheideflüssigkeit hat eine mittlere Dichte, die zum Aufschwirn.-men zu bringenden Teile haben leine geringere und die zum Absinken zu bringenden Teile eine größere Dichte als die Scheideflüssigkeit. Die Schwerkrafttrennung ist von den Oberflächeneigenschaften der Gutteile unabhängig. Daher braucht man auch kein Flotationsmittel, vielmehr ist der Benetzungsgrad aller Gutteile beim Schwerkraftverfahren derselbe.
  • Auch hinsichtlich des Waschens des getrennten Gutes zeigen sich sehr -wesentliche Unterschiede. Beim Schaumschwimmverfahren beruhen die Schwierigkeiten in der Durchführung des Waschens auf dem feinen Zerkleinerungszustande der Gutteile. Eine derartige Hemmung besteht beim Schwerkraftverfahren niemals, denn das Gutkorn ist immer bedeutend größer, und zwar vorzugsweise so groß wie nur möglich. Die Schwierigkeiten des Waschens erwachsen hier vielmehr aus der Hydrolyse von Eisensalzen und aus' der Ausflockung gelatinöser (toniger) Massen. Die Erfindung hat das Verdienst, diese Hemmung und ihre im Sauerwerden der Scheideflüssigkeit bestehende Ursache aufgedeckt sowie zur Beseitigung des Mangels vorgeschlagen zu haben, daß die Scheideflüssigkeit während aller Phasen des Trennverfahrens deutlich alkalisch gehalten wird.
  • Beim Schaumschwimmverfahren benutzt man die etwa zugesetzten Alkalien ausschließlich zur Unterstützung des Trennvorgangs. In der Hauptsache dienen sie als sog. Drükker, d. h. zum Beschweren der zum Absinken zu bringenden Teile, also :etwa der Gangart oder eines bestimmten Erzes seines Erzgemisches. Ferner hat man sie zur Enthärtung des Wassers vorgeschlagen oder auch dazu, um gewisse Flotationsmittel (Xylidin), ölig zu erhalten, und schließlich in manchen Fällen (Wasserglas), um die tonigen Bestandteile zu peptisieren. Alle diese Wirkungen liegen weitab vom Ziele der Erfindung, und das Peptisieren des Tones ist geradezu das Gegenteil dessen, was die Erfindung anstrebt.
  • Durch die Peptisierung des Tones mit Hilfe von Wasserglas werden, die Erzteilchen freigelegt, um sie besser benetzbar durch das öl zu machen, welches das ausschlaggebende Flotationsmittel bildet. In unmittelbarem Gegensatz hierzu will die Erfindung die tonigen Bestandteile nicht peptisieren. In Gegenwart eines so starken Elektrolyten, wie ges eine gesättigte Calciumehloridlösung ist, würde übrigens auch das P:eptisieren nicht möglich sein. Bei Wasser allein könnte das Alkali den Ton peptisieren und gegebenenfalls zum Ausflocken bringen. Gerade das Ausflocken will aber die Erfindung vermeiden, weil dabei die Wiedergewinnung der Scheideflüssigkeit durch Verdrängen. mittels Wassers in der von der Erfindung angestrebten überlegenen Weise nicht möglich ist. Beim neuen Verfahren hat dasAlkalikeinerlei Einfluß auf den Trennvorgang selbst, sondern seine Wirkung besteht in der Verhinderung der Säureentwicklung 'und damit der Ausflockung von Eisenhydroxyd und Ton.
  • Beim $chaumschwimmverfahren entsteht die Aufgabe, aus dem abgetrennten Gut unter Vermeidung von Verdünnung -eine wäßrige, zwecks @efneuter Verwendung zu konzentrierende Lösung auszuwaschen, überhaupt nicht. Die Flüssigkeit macht keinen Kreislauf durch, und der Zusatz von Allkali kann nirgends außer für den Trennvorgang Nutzen haben. Demgegenüber ist es bei der Schwenetrennung geradezu die Hauptaufgabe, diese im Kreislauf immer wieder benutzte Scheideflüssigkeit aus dem Trenngut mit möglichst geringer Verdünnung wiederzugewinnen, Die teilweise Konzentration,. die für die Wiederverwendung notwendig ist, soll auf ihr Geringstmaß heruntergedrückt werden, und dabei gilt es insbesondere, das Sauerwerden zu verhindern. Diesem Zwecke dient der Vorschlag der Erfindung, die Scheideflüssigkeit in sämtlichen Verfahrensphasen deutlich alkalisch zu halten. Dann wird die Ausflockung der tonigen Teile vermieden, und die gewünschte Wiedergewinnung der Flüssigkeit durch Verdrängen mit Wasser gelingt in überlegener Weise.
  • Bei der praktischen Ausübung des neuen Verfahrens kann man im übrigen in bekannter Weise vorgehen. Das Trenngut wird dem Bade ununterbrochen zugeführt; die Sinkteile werden ununterbrochen am Boden und die Schwimmteile ununterbrochen an der Badoberseite abgezogen. Zweckmäßig führt man das Trenngut unterhalb des Flüssigkeitsspiegels ein und rührt die Flüssigkeit an der Eintrittsstelle. Im allgemeinen soll das Gut nicht mehr als i bis 2 % Staub. enthalten. Bei guter Vorentstaubung kann man aus geeigneter Rohkohle Produkte erzielen, die nur 2 % oder noch weniger Asche enthalten, also ungewöhnlich rein sind. Behandelt man bituminöse Kohle, so ist .es möglich, den verkokenden Anteil von dem nicht verkokenden. oder schwach verkokenden Anteil zu trennen. Zur Ausübung des neuen Verfahrens lassen sich Vorrichtungen bekannter Art benutzen. Ein Beispiel ist in der Zeichnung dargestellt.
  • Ein Trenngefäß r enthält eine Calciumchloridlösung passender Dichte. Sie kann z. B. ein spezifisches Gewicht von i,35 haben, wenn bituminöse Kohle in Anteile mit hohem und Anteile mit niedrigem Aschegehalt zu trennen ist. Die Lösung fließt aus einem Behälter 2 durch ein R0117 3 mit Regelungs-, ventil q. in das Scheidegefäß i. Das Trenngut wird aus einem über dem Gefäß i befindlichen Trichter 5 durch ein Fallrohr 6 etwa in die Mitte des Gefäßes i geleitet, und zwar unter Vorschub durch eine Förderschnecke 9 auf ,einer Welle 7, die mittels eines Getriebes 8 gedreht wird und an ihrem Unterende Rührarme io trägt, um das Bad an der Eintrittsstelle des Gutes in Bewegung zu halten.
  • In der Oberschicht i i des Bades sammeln sich die Kohleteile geringen Aschegehalts, während im trichterförmigen Unterende 12 des Gefäßes i die Kohle hohen Aschegehalts bei 13 zusammengefaßt wird. Dias Trenngefäß i ist oben von einer Rinne i q. mit schrägem Boden 15 umgeben, und ein umlaufender Abstreicher 16 trägt das leichte Gut aus. Er wird beispielsweise mittels eines Schneckengetriebes i 6a, 16b gedreht. Die vom Abstreicher in dis Rinne i q. übergeführte Reinkohle fällt mit dem daran haftenden Calciumchlorid auf den schrägen Boden 15 und gleitet in ,einen Turm 17.
  • Der Turm 17 ist unten bei 17' trichterförmig gestaltet und läßt sich durch .einen Schieber 18 absperren, über dem sich ein abnehmbarer Rost befindet, der die Kohlesäule stützt. Zwecks Wiedergewinnung des Calciumchlorids wird durch ein Röhr 2o (mit Ventil 2 i) Wasser von oben in den Turm 17 geleitet. Ein Ablaufrohr 22 am Turmfuß steht durch eine Abzweigung 23 mit Ventil 2 5 mit ,einem Behälter 24 in Verbindung und ist hinter dem Abzweig 23 durch ein Ventil 26 absperrbar. Beim öffnen des Ventils 21 wird auch das Ventil25 geöffnet, während das Ventil26 geschlossen bleibt. Die Wasserzufuhr am-oberen Turmende erfolgt sorgfältig und gleichmäßig, so daß eine geschlossene Wassersäule entsteht, die das Calciumchlorid bei ihrer Bewegung von oben nach unten vor sich her drängt. Die verdrängte Calciumchloridlösung wird im Behälter 24 gesammelt.
  • Das Verdrängungswasser und die Scheideflüssigkeit bleiben dabei verhältnismäßig scharf voneinander getrennt, und es findet nur in sehr geringem Maße eine Mischung des Wassers mit der schwereren Lösung in der Grenzschicht statt, in der sich eine etwas dünnere Lösung bildet. Wenn diese unten im Turm 17 angekommen ist, schließt man das Ventil 2 5 und öffnet das Ventil a6, so daß die weniger konzentrierte Flüssigkeit in !einen Behälter 28 eintritt. Erscheint endlich das Wasch- oder Verdrängungswasser im Fuße des Turmes, so schließt man auch das Ventil 26 und öffnet das Ventil 29 im Rohr 30, um das Waschwasser abzulassen. Nach Beendigung des Auswaschens öffnet man den Schieber 18 und -entfernst den Rost 19, um die Kohle aus dem Turm abzuziehen.
  • Die Kohle hohen Aschegehalts wird aus dem trichterförmigen Unterende des Trenngefäßes i mittels eines Becherwerkes 31 in .einen zweiten Turm 3 2 gehoben, der dem Turm 17 entspricht. Ein Schieber 33 und ein Rost 34 dienen hier zur Entnahme der gewaschenen Kohle, und das Waschwasser wird z. B. von unten her durch ein Rohr 35 mit Ventil 36 zugeführt. Bei kontinuierlichem Betriebe werden mehrere Türme 17 und 32 vorgesehen, die man wechselweise in Benutzung nimmt.
  • Die dauernde alkalische Reaktion der Calciumchloridlösung kann im Sinne der Erfindung dadurch herbeigeführt. werden, daß man die erforderliche Menge beispielsweise von Kalk (etwa 4, 5 g je i oo kg Kohle) der Lösung entweder in der nicht dargestellten Konzentrationsvorrichtung oder. aber in dem Vorratsbehälter z zusetzt. Die Lösung kann von Zeit zu Zeit filtriert werden, um feine Schwebestoffe daraus zu entfernen. Hierzu ist beispielsweise am Behälter i ein Rohr 54 mit einem Hahn 55 vorgesehen, um die Flüssigkeit einem Filter zuleiten zu können.
  • Die Dichte der Scheideflüssigkeit wird nach Maßgabe des Behandlungsgutes und des gewünschten Reinheitsgrades gewählt. Bei wallisischem Anthrazit wird in. einem Bade mit einem spezifischen Gewicht von 44 eine Reinkohle mit nicht mehr als z % Asche gewonnen. Zum Waschen der Trennprodukte kann man zunächst eine schwache Lösung etwa mit abnehmender Stärke anwenden, die man dann durch Wasser !entfernt. Die konzentrierte Calciumchloridlösung, die schwächere Lösung und das Wasser werden dabei durch getrennte Ausläufe abgezogen.
  • Statt einer Calciumchloridlösung kann man auch eine andere Scheideflüssigkeit benutzen, beispielsweise eine solche aus Calciumxvtrat. Es bietet den Vorteil, Lösungen von größerer Dichte zu liefern, mittels deren z. B. die schweren Anteile einer vorhergegangenen Trennung einer weiteren Behandlung unterzogen werden können. In gleicher Weise kann gewünschtenfalls der leichte Anteileiner vorhergegangenen Trennung mittels einer Lösung von geringerem spezifischem Gewicht weiterbehandelt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Trennung von entstaubter Kohle mittels Calciumchlorid- oder Calciurnnitratlösung und ähnlichen im Gebrauch sauer werdenden Scheideflüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet,, daß die genannten Scheideflüssigkeitenwahrend des ganzen Trennverfahrens in allen Phasen deutlich alkalisch gehalten und dann durch Verdrängung mittels Wassers zurückgewonnen werden.
DEL68482D 1926-05-27 1927-04-22 Verfahren zur Trennung von entstaubter Kohle mittels Calciumchlorid- oder Calciumnitrat-loesung und aehnlichen im Gebrauch sauer werdenden Scheidefluessigkeiten Expired DE592116C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB592116X 1926-05-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE592116C true DE592116C (de) 1934-02-03

Family

ID=10483294

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DEL68482D Expired DE592116C (de) 1926-05-27 1927-04-22 Verfahren zur Trennung von entstaubter Kohle mittels Calciumchlorid- oder Calciumnitrat-loesung und aehnlichen im Gebrauch sauer werdenden Scheidefluessigkeiten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE592116C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE918621C (de) * 1944-04-16 1954-09-30 Eisen & Stahlind Ag Verfahren zur Entaschung von Kohlenfeinschlamm
DE1184711B (de) * 1955-10-17 1965-01-07 Edmond Harvengt Schwimmsinkscheider mit kegeligem Trennbehaelter

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE918621C (de) * 1944-04-16 1954-09-30 Eisen & Stahlind Ag Verfahren zur Entaschung von Kohlenfeinschlamm
DE1184711B (de) * 1955-10-17 1965-01-07 Edmond Harvengt Schwimmsinkscheider mit kegeligem Trennbehaelter

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