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Die Erfindung betrifft ein Verfahren
zur Herstellung von Karton für
die Verpackung von Flüssigkeiten durch
Masseleimung einer wäßrigen Aufschlämmung von
Cellulosefasern mit mindestens einem Leimungsmittel in Gegenwart
mindestens eines Retentionsmittels und gegebenenfalls einer wasserlöslichen
Aluminiumverbindung und die Verwendung des so erhältlichen
Kartons für
die Verpackung von Getränken.
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Aus der
EP-B-0 292 975 ist die Verwendung
einer Emulsion eines Alkylketendimeren in Kombination mit einem
kationischen Harzleim und einem unlöslich machenden Mittel wie
Alaun zur Herstellung von Karton für die Verpackung von Flüssigkeiten,
insbesondere Milchsäure
enthaltenden Flüssigkeiten,
bekannt. Die Herstellung des Kartons erfolgt dabei durch Zugabe
der Leimungsmittel und von Alaun zu einer wäßrigen Aufschlämmung von
Cellulosefasern und Entwässern
des Papierstoffs auf einem Sieb.
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Aus der
EP-A-1 091 043 ist ein Verfahren
zur Herstellung eines beschichteten Verpackungskartons bekannt,
wobei man eine wäßrige Aufschlämmung von
Cellulosefasern in der Masse mit einer wäßrigen Dispersion eines Harzleims,
eines synthetischen Leimungsmittels wie Alkylketendimer und mindestens
einer Aluminiumverbindung leimt und die wäßrige Aufschlämmung auf
einem Sieb entwässert.
Die wäßrigen Dispersionen
der Masseleimungsmittel können
gegebenenfalls ein Dispergiermittel enthalten z.B. kationische Stärke, Casein,
Cellulosederivate, Polyvinylalkohol, Polyacrylamide oder Polyethylenimine.
Der Karton wird üblicherweise
nach der Leimung beschichtet.
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Aus der WO-A-92/07141 ist ein Verfahren
zur Masseleimung von Papier, Pappe und Karton unter Verwendung von
Harzleim in Gegenwart von Alaun und kationischen Polymeren bekannt,
die Vinylamineinheiten einpolymerisiert enthalten. Außerdem ist
bekannt, daß man
gefärbtes
und geleimtes Papier durch Zusatz von wasserlöslichen anionischen Farbstoffen,
Alkylketendimeren, einem Retentionsmittel und teilweise oder vollständig hydrolysierten
Homopolymerisaten von N-Vinylformamid zum Papierstoff und Entwässern des
Papierstoffs herstellen kann, vgl. WO-A-94/08092.
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Der vorliegenden Erfindung liegt
die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Karton für die Verpackung
von Flüssigkeiten
zur Verfügung
zu stellen, wobei man nach einer ein- oder beiseitigen Beschichtung
des Kartons mit einer Folie aus einem Kunststoff eine Verpackung
erhält,
die gegenüber
vergleichbaren Verpackungen des Standes der Technik eine verbesserte
Kantenpenetration aufweist.
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Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit einem
Verfahren zur Herstellung von Karton für die Verpackung von Flüssigkeiten
durch Masseleimung einer wäßrigen Aufschlämmung von
Cellulosefasern mit mindestens einem Masseleimungsmittel in Gegenwart
mindestens eines Retentionsmittels und gegebenenfalls einer wasserlöslichen
Aluminiumverbindung, wenn man zu der wäßrigen Aufschlämmung von
Cellulosefasern zusätzlich
mindestens ein kationisches Polymer zusetzt.
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Gegenstand der Erfindung ist außerdem die
Verwendung von Karton, der durch Masseleimung eines Papierstoffs
aus einer wäßrigen Aufschlämmung von
Cellulosefasern mit mindestens einem Masseleimungsmittel in Gegenwart
mindestens eines Retentionsmittels und gegebenenfalls einer wasserlöslichen
Aluminiumverbindung sowie zusätzlich
mindestens eines kationischen Polymers und Entwässern des Papierstoffs auf
einem Sieb erhältlich
ist, zur Herstellung von Verpackungen für Flüssigkeiten, insbesondere für die Verpackung von
Getränken.
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Als Cellulosefasern kommen beispielsweise
aus Holzstoff und allen Einjahrespflanzen gewonnenen Fasern in Betracht.
Zu Holzstoff gehören
beispielsweise Holzschliff, thermomechanischer Stoff (TMP), chemothermomechanischer
Stoff (CTMP), Druckschliff, Halbzellstoff, Hochausbeutezellstoff
und Refiner Mechanical Pulp (RMP) sowie Altpapier. Außerdem eigenen
sich Zellstoffe, die in gebleichter oder in ungebleichter Form verwendet
werden können.
Beispiele hierfür
sind Sulfat-, Sulfit- und Natronzellstoffe. Vorzugsweise verwendet man
ungebleichte Zellstoffe, die auch als ungebleichter Kraftzellstoff
bezeichnet werden. Die genannten Faserstoffe können allein oder in Mischung
verwendet werden.
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Geeignete Masseleimungsmittel sind
beispielsweise C12- bis C22-Alkylketendimere, C5- bis C22-Alkyl-
oder C5- bis C22-Alkenylbernsteinsäureanhydride, C12- bis C36-Alkylisocyanate
und/oder Kombinationen aus Harzleim und Alaun oder Kombinationen
aus Umsetzungsprodukten von Harzleim mit Carbsäureanhydriden und Alaun einsetzt.
Anstelle von Alaun oder auch in Kombination mit Alaun können andere
Aluminium enthaltende Verbindungen wie Polyalumini umchloride oder
die aus der obengenannten
EP-B-1
091 043 bekannten Polyaluminiumverbindungen eingesetzt
werden.
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Beispiele für Alkylketendimere sind Stearydiketen,
Lauryldiketen, Palmityldiketen, Oleyldiketen, Behenyldiketen oder
deren Gemische. Als Masseleimungsmittel geeignete substituierte
Bernsteinsäureanhydride sind
beispielsweise Decenylbernsteinsäureanhydrid,
Octenylbernsteinsäureanhydrid,
Dodecenylbernsteinsäureanhydrid
und n-Hexadecenylbernsteinsäureanhydrid.
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Die Masseleimungsmittel werden üblicherweise
in Form einer wäßrigen Dispersion
eingesetzt. Beispielsweise dispergiert man Alkylketendimere in Wasser
und gibt zur Stabilisierung der Dispersion kationische Stärke, nichtionische
und/oder anionische Emulgatoren zu. Als anionische Emulgatoren können beispielsweise
Copolymerisate aus Acrylsäure
und Maleinsäure,
Homopolymerisate der Acrylsäure
oder Copoylmerisate aus Isobuten und Maleinsäure oder Acrylsäure verwendet
werden. Die Molmasse der polymeren Emulgatoren beträgt beispielsweise
1000 bis 15000. Weitere geeignete anionische Emulgatoren sind Kondensate
aus Naphthalinsulfonsäure
und Formaldehyd, sulfoniertes Polystyrol, C10- bis C22-Alkylschwefelsäuren, Ligninsulfonsäure und
Alkalimetall- oder Ammoniumsalze der genannten Säuren. Die Dispergiermittel
werden beispielsweise in Mengen bis zu 3,5 Gew.-%, vorzugsweise
bis zu 2,0 Gew.-%, bezogen auf das zu dispergierende Masseleimungsmittel
angewendet.
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Weitere geeignete Masseleimungsmittel
sind organische Isocyanate wie Dodecylisocyanat, Octadecylisocyanat,
Tetradecylisocyanat, Hexadecylisocyanat, Eicosylisocyanat und Decylisocyanat.
Bevorzugt eingesetzte Masseleimungsmittel sind Alkylketendimere
und Harzleim. Harzleim wird üblicherweise
zusammen mit Aluminium enthaltenden Verbindungen wie Alaun, eingesetzt.
Unter Harzleim sollen auch modifizierte Harzleime verstanden werden,
die beispielsweise durch Umsetzung von Harzleim mit Anhydriden wie
Maleinsäureanhydrid
oder anderen ethylenisch ungesättigten
Carbonylverbindungen wie Estern von Acrylsäure oder Maleinsäure, erhältlich sind.
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Als Masseleimungsmittel eignen sich
außerdem
Chlorameisensäureester
von Fettalkoholen, Esteralkoholen und/oder Carbonsäureamidalkoholen.
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Die Masseleimungsmittel werden in
den Mengen eingesetzt, die üblicherweise
für die
Herstellung geleimter Papierprodukte erforderlich sind, z.B. in
Mengen von 0,1 bis 2, vorzugsweise 0,1 bis 0,5 Gew.-%, bezogen auf
trockene Zellulosefasern. Aluminium ent haltende Verbindungen werden
bei der Masseleimung praktisch nur zusammen mit Harzleim eingesetzt.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
kann Harzleim jedoch auch in Abwesenheit von Aluminiumverbindungen
eingesetzt werden.
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Das Entwässern des Papierstoffs erfolgt
zusätzlich
in Gegenwart eines Retentionsmittels. Neben anionischen Retentionsmitteln
oder nichtionischen Retentionsmitteln wie Polyacrylamiden werden
bevorzugt kationische Polymere als Retentions- und als Entwässerungshilfsmittel
eingesetzt. Dadurch wird eine signifikante Verbesserung der Runnability
der Papiermaschinen erreicht. Als kationische Retentionsmittel kann
man sämtliche
dafür im
Handel erhältlichen
Produkte verwenden. Hierbei handelt es sich beispielsweise um kationische Polyacrylamide,
Polydiallyldimethylammoniumchloride, Polyethylenimine, Polyamine
mit einer Molmasse von mehr als 50 000, Polyamine, die gegebenenfalls
durch Aufpfropfen von Ethylenimin modifiziert sind, Polyetheramide,
Polyvinylimidazole, Polyvinylpyrrolidine, Polyvinylimidazoline,
Polyvinyltetrahydropyrine, Poly(dialkylaminoalkylvinylether), Poly(dialkylaminoalkyl(meth)acrylate)
in protonierter oder in quaternierter Form sowie um Polyamidoamine
aus einer Dicarbonsäure
wie Adipinsäure
und Polyalkylenpolyaminen wie Diethylentriaminamin, die mit Ethylenimin
gepfropft und mit Polyethylenglykoldichlorhydrinethern gemäß der Lehre
der
DE-B-24 34 816 vernetzt
sind oder um Polyamidoamine, die mit Epichlorhydrin zu wasserlöslichen
Kondensationsprodukten umgesetzt sind sowie um Copolymerisate von
Acrylamid oder Methacrylamid und Dialkylaminoethylacrylaten oder
-methacrylaten, beispielsweise Copolymerisate aus Acrylamid und
Dimethylaminoethylacrylat in Form des Salzes mit Salzsäure oder
in mit Methylchlorid quaternierter Form. Weitere geeignete Retentionsmittel
sind sogenannte Micropartikelsysteme aus kationischen Polymeren
wie kationischer Stärke
und feinteiliger Kieselsäure
oder aus kationischen Polymeren wie kationischem Polyacrylamid und
Bentonit.
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Die kationischen Polymerisate, die
als Retentionsmittel eingesetzt werden, haben beispielsweise K-Werte
nach Fikentscher von mindestens 140 (bestimmt in 5 %iger wäßriger Kochsalzlösung bei
einer Polymerkonzentration von 0,5 Gew.-%, einer Temperatur von
25°C und einem pH-Wert von 7). Sie werden vorzugsweise
in Mengen von 0,01 bis 0,3 Gew.-%, bezogen auf trockene Cellulosefasern,
eingesetzt.
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Erfindungsgemäß wird zu der wäßrigen Aufschlämmung von
Cellulosefasern zusätzlich
zu den bereits genannten Stoffen mindestens ein kationisches Polymer
zugesetzt. Beispiele für
kationische Polymere sind Vinylamineinheiten enthaltende Polymere,
Vinylgua nidineinheiten enthaltende Polymere, Dialkylaminoalkyl(meth)acrylamideinheiten
enthaltende Polymere, Polyethylenimine, mit Ethylenimin gepfropfte
Polyamidoamine und/oder Polydiallyldimethylammoniumchloride. Die
Menge an kationischen Polymeren beträgt i beispielsweise 0,001 bis
2,0 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 bis 0,1 Gew.-%, bezogen auf trockene
Cellulosefasern.
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Vinylamineinheiten enthaltende Polymere
sind bekannt, vgl.
US-A-4,421,602 ,
US-A-5,334,287 ,
EP-A-0 216 387 ,
US-A-5,981,689 ,
WO-A-00/63295 und
US-A-6,121,409 .
Sie werden durch Hydrolyse von offenkettigen N-Vinylcarbonsäureamideinheiten
enthaltenden Polymeren hergestellt. Diese Polymeren sind z.B. erhältlich durch
Polymerisieren von N-Vinylformamid, N-Vinyl-N-methylformamid, N-Vinylacetamid,
N-Vinyl-N-methylacetamid, N-Vinyl-N-ethylacetamid und N-Vinylpropionamid.
Die genannten Monomeren können entweder
allein oder zusammen mit anderen Monomeren polymerisiert werden.
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Als monoethylenisch ungesättigte Monomere,
die mit den N-Vinylcarbonsäureamiden
copolymerisiert werden, kommen alle damit copolymerisierbaren Verbindungen
in Betracht. Beispiele hierfür
sind Vinylester von gesättigten
Carbonsäuren
von 1 bis 6 Kohlenstoffatomen wie Vinylformiat, Vinylacetat, Vinylpropionat
und Vinylbutyrat und Vinylether wie C1-
bis C6-Alkylvinylether, z.B. Methyl- oder
Ethylvinylether. Weitere geeignete Comonomere sind Ester, Amide
und Nitrile von ethylenisch ungesättigten C3-
bis C6-Carbonsäuren, beispielsweise Methylacrylat,
Methylmethacrylat, Ethylacrylat und Ethylmethacrylat, Acrylamid
und Methacrylamid sowie Acrylnitril und Methacrylnitril.
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Weitere geeignete Carbonsäureester
leiten sich von Glykolen oder bzw. Polyalkylenglykolen ab, wobei jeweils
nur eine OH-Gruppe verestert ist, z.B. Hydroxyethylacrylat, Hydroxyethylmethacrylat,
Hydroxypropylacrylat, Hydroxybutylacrylat, Hydroxypropylmethacrylat,
Hydroxybutylmethacrylat sowie Acrylsäuremonoester von Polyalkylenglykolen
einer Molmasse von 500 bis 10000. Weitere geeignete Comonomere sind
Ester von ethylenisch ungesättigten
Carbonsäuren
mit Aminoalkoholen wie beispielsweise Dimethylaminoethylacrylat, Dimethylaminoethylmethacrylat,
Diethylaminoethylacrylat, Diethylaminoethylmethacrylat, Dimethylaminopropylacrylat,
Dimethylaminopropylmethacrylat, Diethylaminopropylacrylat, Dimethylaminobutylacrylat
und Diethylaminobutylacrylat. Die basischen Acrylate können in
Form der freien Basen, der Salze mit Mineralsäuren wie Salzsäure, Schwefelsäure oder
Salpetersäure,
der Salze mit organischen Säuren
wie Ameisensäure,
Essigsäure,
Propionsäure
oder der Sulfonsäuren
oder in quaternierter Form eingesetzt werden. Geeignete Quaternierungsmittel
sind beispielsweise Dimethylsulfat, Diethylsulfat, Methylchlorid,
Ethylchlorid oder Benzylchlorid.
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Weitere geeignete Comonomere sind
Amide ethylenisch ungesättigter
Carbonsäuren
wie Acrylamid, Methacrylamid sowie N-Alkylmono- und Diamide von
monoethylenisch ungesättigten
Carbonsäuren
mit Alkylresten von 1 bis 6 C-Atomen, z.B. N-Methylacrylamid, N,N-Dimethylacrylamid,
N-Methylmethacrylamid, N-Ethylacrylamid, N-Propylacrylamid und tert.
Butylacrylamid sowie basische (Meth)acrylamide, wie z.B. Dimethylaminoethylacrylamid,
Dimethylaminoethylmethacrylamid, Diethylaminoethylacrylamid, Diethylaminoethylmethacrylamid,
Dimethylaminopropylacrylamid, Diethylaminopropylacrylamid, Dimethylaminopropylmethacrylamid
und Diethylaminopropylmethacrylamid.
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Weiterhin sind als Comonomere geeignet
N-Vinylpyrrolidon, N-Vinylcaprolactam, Acrylnitril, Methacrylnitril,
N-Vinylimidazol sowie substituierte N-Vinylimidazole wie z.B. N-Vinyl-2-methylimidazol,
N-Vinyl-4-methylimidazol, N-Vinyl-5-methylimidazol, N-Vinyl-2-ethylimidazol
und N-Vinylimidazoline wie N-Vinylimidazolin, N-Vinyl-2-methylimidazolin
und N-Vinyl-2-ethylimidazolin. N-Vinylimidazole
und N-Vinylimidazoline werden außer in Form der freien Basen
auch in mit Mineralsäuren
oder organischen Säuren
neutralisierter oder in quaternisierter Form eingesetzt, wobei die
Quaternisierung vorzugsweise mit Dimethylsulfat, Diethylsulfat,
Methylchlorid oder Benzylchlorid vorgenommen wird. In Frage kommen
auch Diallyldialkylammoniumhalogenide wie z.B. Diallyldimethylammoniumchlorid.
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Die Copolymerisate enthalten beispielsweise
- – 95
bis 5 mol-%, vorzugsweise 90 bis 10 mol-% mindestens eines N-Vinylcarbonsäureamids
und
- – 5
bis 95 mol-%, vorzugsweise 10 bis 90 mol-% andere, damit copolymerisierbare
monoethylenisch ungesättigte
Monomere
in einpolymerisierter Form. Die Comonomeren
sind vorzugsweise frei von Säuregruppen.
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Um Vinylamineinheiten enthaltende
Polymerisate herzustellen,. geht man vorzugsweise von Homopolymerisaten
des N-Vinylformamids oder von Copolymerisaten aus, die durch Copolymerisieren
von
- – N-Vinylformamid
mit
- – Vinylformiat,
Vinylacetat, Vinylpropionat, Acrylnitril, N-Vinylcaprolactam, N-Vinylharnstoff,
N-Vinylpyrrolidon oder C1-bis C6-Alkylvinylethern
und
anschließende
Hydrolyse der Homo- oder der Copolymerisate unter Bildung von Vinylamineinheiten
aus den einpolymerisierten N-Vinylformamideinheiten erhältlich sind,
wobei der Hydrolysegrad z.B. 5 bis 100 mol-%, vorzugsweise 70 bis
100 mol-% beträgt.
Die Hydrolyse der oben beschriebenen Polymerisate erfolgt nach bekannten
Verfahren durch Einwirkung von Säuren,
Basen oder Enzymen. Bei Verwendung von Säuren als Hydrolysemittel liegen
die Vinylamineinheiten der Polymerisate als Ammoniumsalz vor, während bei
der Hydrolyse mit Basen die freie Aminogruppen entstehen.
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In den meisten Fällen beträgt der Hydrolysegrad der Homo-
und Copolymerisate 80 bis 95 mol-%. Der Hydrolysegrad der Homopolymerisate
ist gleichbedeutend mit dem Gehalt der Polymerisate an Vinylamineinheiten.
Bei Copolymerisaten, die Vinylester einpolymerisiert enthalten,
kann neben der Hydrolyse der N-Vinylformamideinheiten eine Hydrolyse
der Estergruppen unter Bildung von Vinylalkoholeinheiten eintreten.
Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn man die Hydrolyse der
Copolymerisate in Gegenwart von Natronlauge durchführt. Einpolymerisiertes
Acrylnitril wird ebenfalls bei der Hydrolyse chemisch verändert. Hierbei
entstehen beispielsweise Amidgruppen oder Carboxylgruppen. Die Vinylamineinheiten
enthaltenden Homo- und Copolymeren können gegebenenfalls bis zu
20 mol-% an Amidineinheiten enthalten, die z.B. durch Reaktion von Ameisensäure mit
zwei benachbarten Aminogruppen oder durch intramolekulare Reaktion
einer Aminogruppe mit einer benachbarten Amidgruppe z.B. von einpolymerisiertem
N-Vinylformamid entsteht. Die Molmassen Mw der
Vinylamineinheiten enthaltenden Polymerisate betragen z.B. 500 bis
10 Millionen, vorzugsweise 1000 bis 5 Millionen (bestimmt durch
Lichtstreuung). Dieser Molmassenbereich entspricht beispielsweise
K-Werten von 5 bis 300, vorzugsweise 10 bis 250 (bestimmt nach H.
Fikentscher in 5 %iger wässriger
Kochsalzlösung
bei 25°C und einer Polymerkonzentration von 0,5 Gew.-%).
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Die Vinylamineinheiten enthaltenden
Polymeren werden vorzugsweise in salzfreier Form eingesetzt. Salzfreie
wässrige
Lösungen
von Vinylamineinheiten enthaltenden Polymerisaten können beispielsweise
aus den oben beschriebenen salzhaltigen Polymerlösungen mit Hilfe einer Ultrafiltration
an geeigneten Membranen bei Trenngrenzen von beispielsweise 1000
bis 500 000 Dalton, vorzugsweise 10 000 bis 300 000 Dalton hergestellt
werden. Auch die unten beschriebenen wässrigen Lösungen von Amino- und/oder
Ammonium gruppen enthaltenden anderen Polymeren können mit Hilfe einer Ultrafiltration
in salzfreier Form gewonnen werden.
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Auch Derivate von Vinylamineinheiten
enthaltenden Polymeren können
als kationische Polymere eingesetzt werden. So ist es beispielsweise
möglich,
aus den Vinylamineinheiten enthaltenden Polymeren durch Amidierung,
Alkylierung, Sulfonamidbildung, Harnstoffbildung, Thioharnstoffbildung,
Carbamatbildung, Acylierung, Carboximethylierung, Phosphonomethylierung
oder Michaeladdition der Aminogruppen des Polymeren eine Vielzahl
von geeigneten Derivaten herzustellen. Von besonderem Interesse
sind hierbei unvernetzte Polyvinylguanidine, die durch Reaktion
von Vinylamineinheiten enthaltenden Polymeren, vorzugsweise Polyvinylaminen,
mit Cyanamid (R
1R
2N-CN,
wobei R
1 ,R2 = H, C1- bis C4-Alkyl, C3- bis C6-Cycloalkyl,
Phenyl, Benzyl, alkylsubstituiertes Phenyl oder Naphthyl bedeuten)
zugänglich
sind, vgl.
US-A-6,087,448 ,
Spalte 3, Zeile 64 bis Spalte 5, Zeile 14.
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Zu den Vinylamineinheiten enthaltenden
Polymeren gehören
auch hydrolysierte Pfropfpolymerisate von beispielsweise N-Vinylformamid
auf Polyalkylenglykolen, Polyvinylacetat, Polyvinylalkolhol, Polyvinylformamiden,
Polysacchariden wie Stärke,
Oligosacchariden oder Monosacchariden. Die Pfropfpolymerisate sind
dadurch erhältlich,
daß man
beispielsweise N-Vinylformamid in wäßrigem Medium in Gegenwart
mindestens einer der genannten Pfropfgrundlagen gegebenenfalls zusammen
mit copolymerisierbaren anderen Monomeren radikalisch polymerisiert
und die aufgepfropften Vinylformamideinheiten anschließend in
bekannten Weise zu Vinylamineinheiten hydrolysiert.
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Für
die Herstellung kationischer Polymere kommen auch Polymerisate von
Dialkylaminoalkyl(meth)acrylamiden in Betracht. Geeignete Monomere
für die
Herstellung solcher Polymere sind beispielsweise Dimethylaminoethylacrylamid,
Dimethylaminoethylmethacrylamid, Dimethylaminopropylacrylamid, Dimethylaminopropylmethacrylamid,
Diethylaminoethylacrylamid, Diethylaminoethylmethacrylamid und Diethylaminopropylacrylamid.
Diese Monomeren können
in Form der freien Basen, der Salze mit anorganischen oder organischen
Säuren
oder in quaternisierter Form bei der Polymerisation eingesetzt werden.
Sie können
zu Homopolymerisaten oder zusammen mit anderen copolymerisierbaren
Monomeren zu Copolymerisaten radikalisch polymerisiert werden. Die
Polymerisate enthalten beispielsweise mindestens 30 Mol-%, vorzugsweise mindestens
70 Mol-.% der der genannten basischen Monomeren einpolymerisiert.
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Weitere geeignete kationische Polymere
sind Polyethylenimine, die beispielsweise durch Polymerisation von
Ethylenimin in wässriger
Lösung
in Gegenwart von säureabspaltenden
Verbindungen, Säuren
oder Lewis-Säuren
als Katalysator hergestellbar sind. Polyethylenimine haben beispielsweise
Molmassen bis zu 2 Millionen, vorzugsweise von 200 bis 1.000 000.
Besonders bevorzugt werden Polyethylenimine mit Molmassen von 500
bis 750 000 eingesetzt. Die Polyethylenimine können gegebenenfalls modifiziert
werden, z.B. alkoxyliert, alkyliert oder amidiert werden. Sie können au ßerdem einer
Michaeladdition oder einer Steckersynthese unterworfen werden. Die
dabei erhältlichen
Derivate von Polyethyleniminen sind ebenfalls als kationische Polymere
geeignet.
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Außerdem kommen mit Ethylenimin
gepfropfte Polyamidoamine in Betracht, die beispielsweise durch Kondensieren
von Dicarbonsäuren
mit Polyaminen und anschließendes
Aufpfropfen von Ethylenimin erhältlich sind.
Geeignete Polyamidoamine erhält
man beispielsweise dadurch, daß man
Dicarbonsäuren
mit 4 bis 10 Kohlenstoffatomen mit Polyalkylenpolyaminen umsetzt,
die 3 bis 10 basische Stickstoffatome im Molekül enthalten. Beispiele für Dicarbonsäuren sind
Bernsteinsäure,
Maleinsäure,
Adipinsäure,
Glutarsäure,
Korksäure, Sebacinsäure oder
Terephthalsäure.
Bei der Herstellung der Polyamidoamine kann man auch Mischungen
von Dicarbonsäuren
einsetzen, ebenso Mischungen aus mehreren Polyalkylenpolyaminen.
Geeignete Polyalkylenpolyamine sind beispielsweise Diethylentriamin,
Triethylentetramin, Tetraethylenpentamin, Dipropylentriamin, Tripropylentetramin,
Dihexamethylentriamin, Aminopropylethylendiamin und Bis-aminopropylethylendiamin.
Die Dicarbonsäuren
und Polyalkylenpolyamine werden zur Herstellung der Polyamidoamine
auf höhere Temperaturen
erhitzt, z.B, auf Temperaturen in dem Bereich von 120 bis 220, vorzugsweise
130 bis 180°C. Das bei der Kondensation entstehende Wasser
wird aus dem System entfernt. Bei der Kondensation kann man gegebenenfalls
auch Lactone oder Lactame von Carbonsäuren mit 4 bis 8 C-Atomen einsetzen.
Pro Mol einer Dicarbonsäure
verwendet man beispielsweise 0,8 bis 1,4 Mol eines Polyalkylenpolyamins.
Diese Polyamidoamine werden mit Ethylenimin gepfropft. Die Pfropfreaktion
wird beispielsweise in Gegenwart von Säuren oder Lewis-Säuren wie
Schwefelsäure
oder Bortrifluoridetheraten bei Temperaturen von beispielsweise
80 bis 100°C durchgeführt.
Verbindungen dieser Art werden beispielsweise in der
DE-B-24 34 816 beschrieben.
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Auch die gegebenenfalls vernetzten
Polyamidoamine, die gegebenenfalls noch zusätzlich vor der Vernetzung mit
Ethylenimin gepfropft sind, kommen als kationische Polymere in Betracht.
Die vernetzten, mit Ethylenimin gepfropften Polyamidoamine sind
wasserlöslich
und haben z.B. ein mittleres Molgewicht Mw von 3000
bis 2 Million Dalton. Übliche
Vernetzer sind z.B. Epichlorhydrin oder Bischlorhydrinether von
Alkylenglykolen und Polyalkylenglykolen.
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Als kationische Polymere kommen auch
Polyallylamine in Betracht. Polymerisate dieser Art werden erhalten
durch Homopolymerisation von Allylamin, vorzugsweise in mit Säuren neutralisierter
Form oder durch Copolymerisieren von Allylamin mit anderen monoethylenisch
ungesättigten
Monomeren, die oben als Comonomere für N-Vinylcarbonsäureamide
beschrieben sind.
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Außerdem eignen sich wasserlösliche vernetzte
Polyethylenimine, die durch Reaktion von Polyethyleniminen mit Vernetzern
wie Epichlorhydrin oder Bischlorhydrinethern von Polyalkylenglykolen
mit 2 bis 100 Ethylenoxid- und/oder Propylenoxid-Einheiten erhältlich sind
und noch über
freie primäre
und/oder sekundäre Aminogruppen
verfügen.
Auch amidische Polyethylenimine sind geeignet, die beispielsweise
durch Amidierung von Polyethyleniminen mit C1-
bis C22-Monocarbonsäuren erhältlich sind. Weitere geeignete
kationische Polymere sind alkylierte Polyethylenimine und alkoxylierte
Polyethylenimine. Bei der Alkoxylierung verwendet man z.B. pro NH-Einheit
im Polyethylenimin 1 bis 5 Ethylenoxid- bzw. Propylenoxideinheiten.
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Die obengenannten kationischen Polymerisate
haben z.B. K-Werte von 8 bis 300, vorzugsweise 15 bis 180 (bestimmt
nach H. Fikentscher in 5 %iger wässriger
Kochsalzlösung
bei 25 % und einer Polymerkonzentration von 0,5 Gew.-%). Bei einem
pH-Wert von 4,5 haben sie beispielsweise eine Ladungsdichte von
mindestens 1, vorzugsweise mindestens 4 mVal/g Polyelektrolyt.
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Bevorzugt in Betracht kommende kationische
Polymere sind Vinylamineinheiten enthaltende Polymere und Polyethylenimine.
Beispiele hierfür
sind:
Vinylamin-Homopolymere, 10 bis 100 % hydrolysierte Polyvinylformamide,
partiell oder vollständig
hydrolysierte Copolymerisate aus Vinylformamid und Vinylacetat,
Vinylalkohol, Vinylpyrrolidon oder Acrylamid jeweils mit Molmassen
von 3.000 – 2.000
000 sowie
Polyethylenimine, vernetzte Polyethylenimine oder
amidierte Polyethylenimine, die jeweils Molmassen von 500 bis 3.000.000
haben. Der Polymergehalt der wäßrigen Lösung beträgt beispielsweise
1 bis 60, vorzugsweise 2 bis 15 und meistens 5 bis 10 Gew.-%.
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Die Herstellung von Karton erfolgt üblicherweise
durch Entwässern
einer Aufschlämmung
von Cellulosefasern. Besonders bevorzugt ist die Verwendung von
Kraftzellstoff. Von besonderem Interesse ist weiterhin der Einsatz
von TMP und CTMP. Der pH-Wert der Cellulosefaseraufschlämmung beträgt beispielsweise
4 bis 8, vorzugsweise 6 bis 8. Die Entwässerung des Papierstoffs kann
diskontinuierlich oder kontinuierlich auf einer Papiermaschine vorgenommen
werden. Die Reihenfolge der Zugabe von kationischem Polymer, Masseleimungsmittel
und Retentionsmittel kann beliebig gewählt werden. Bevorzugt wird
aber eine Verfahrensweise, bei der man zu der wäßrigen Cellulosefaseraufschlämmung zunächst das
Retentionsmittel und dann das kationische Polymer, vorzugsweise
Polyvinylamin, und anschließend
mindestens ein Reaktivleimungsmittel wie Alkylketendimer, Alkyl-
oder Alkenylbernsteinsäureanhydrid
in Kombination mit einer Aluminiumverbindung oder eine Mischung
dieser Masseleimungsmittel zusetzt. Gemäß einer anderen Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird zunächst
mindestens ein Masseleimungsmittel, dann das Retentionsmittel und
zuletzt das kationische Polymerisat dosiert.
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Nach dem Entwässern des Papierstoffs und
Trocknen des Papierprodukts erhält
man einen in der Masse geleimten Karton mit einem Flächengewicht
von 80 bis 400 g/m2, vorzugsweise 120 bis
220 g/m2, Der Karton wird ein- oder beidseitig
mit einer Folie aus Kunststoff oder Metall wie Aluminium beschichtet.
Geeignete Kunststoffolien können
aus Polyethylen, Polypropylen, Polyamid oder Polyester hergestellt
werden. Die Folien werden meistens mit Hilfe eines geeigneten Klebers
mit dem Karton verbunden. Sie können
jedoch auch direkt durch Einwirkung von Hitze und Druck mit dem
Karton zu einem Verbund verarbeitet werden, aus dem dann die geeigneten
Gebilde für
die Herstellung der Verpackung für
Flüssigkeiten
ausgeschnitten werden. Die Verpackungen werden vorzugsweise auf
dem Lebensmittelsektor eingesetzt, z.B. zum Verpacken von Getränken wie
Mineralwasser, Säften
oder Milch oder zur Herstellung von Trinkgefäßen wie Bechern. Bei diesen Verpackungen
kommt es darauf an, daß sie über eine
gute Kantenpenetration verfügen,
d.h. der Karton soll möglichst
wenig oder praktisch keine Flüssigkeit
aufnehmen.
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Falls sich aus dem Zusammenhang nichts
anderes ergibt, bedeuten die Prozentangaben in den Beispielen Gewichtsprozent.
Die K-Werte wurden nach H. Fikentscher, Cellulose-Chemie, Bd. 13,
58-64 und 71-74 (1932) in 5 %iger wäßriger Kochsalzlösung bei
einer Temperatur von 25°C
und einem pH-Wert von 7 bei einer Polymerkonzentration von 0,5 Gew.-%
bestimmt. Die Molmassen Mw der Polymeren wurden durch Lichtstreuung
gemessen.
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Beispiele
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Bestimmung der Kantenpenetration
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Der jeweils hergestellte Karton wird
beidseitig mit einem Klebeband aus Polyethylen laminiert. Man bestimmt
dann die Dicke des Kartons. Aus dem Karton werden anschließend Teststreifen
der Größe 25 × 75 mm geschnitten
und jeweils gewogen. Um die Kantenpenetration zu ermitteln taucht
man die Teststreifen in Bad ein, das eine auf 70°C temperierte 30 %ige Wasserstoffperoxidlösung enthält. Die
Teststreifen werden dem Bad nach einer Verweilzeit von 10 Minuten
entnommen. Überschüssiges Wasserstoffperoxid
wird mit Filterpapier aufgenommen. Die Teststreifen werden wiederum
gewogen. Aus der Gewichtszunahme berechnet man dann die Kantenpenetration
in kg/m2.
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Ein anderer aussagekräftiger Test
für die
Ermittlung der Kantenpenetration besteht in der Einwirkung einer
verdünnten
Lösung
von Milchsäure
auf die oben beschriebenen Teststreifen. Dieser Test wird ebenfalls an
Streifen der Größe 25 × 75 mm
aus einem beidseitig beschichteten Karton wie oben beschrieben durchgeführt, jedoch
verwendet man anstelle von Wasserstoffperoxid als Bad eine auf 20°C temperierte
1%ige wäßrige Lösung von
Milchsäure.
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Tintenschwimmdauer
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Die Tintenschwimmdauer (gemessen
in Minuten) ist diejenige Zeit, die eine Prüftinte nach DIN 53126 bis zum
50 %igen Durchschlag durch ein Testblatt benötigt.
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Cobb-Wert
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Bestimmung erfolgte nach DIN 53 132
durch Lagerung der Papierblätter
für einen
Zeitraum von 60 Sekunden in Wasser. Die Wasseraufnahme wird in g/m2
angegeben.
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Polyvinylamin
A
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Kationisches Polymer, das durch Hydrolyse
von Poly-N-Vinylformamid mit einem K-Wert von 90 mit einem Hydrolysegrad
von 95 Mol-% erhalten wurde (Polymerisat, das 95 Mol-% Vinylamineinheiten
und 5 Mol-% Vinylformamid-Einheiten enthielt).
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Beispiel 1
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Zu einem Papierstoff mit einer Stoffdichte
von 10 g/l aus einer vollständig
gebleichten Mischung von 30 % Kiefern- und 70 % Birkensulfatzellstoff
mit einem Mahlgrad von 35° SR
(Schopper-Riegler)
gab man, jeweils bezogen auf trockenes Cellulosefasergemisch, 0,1
% Stearyldiketen, das mit einer kationischen Stärke in Wasser dispergiert war,
0,6 % einer kationischen Stärke
(Raisamyl 145 SP), 0,04 % einer feinteiligen Kieselsäure und
Polyvinylamin A, wobei das Gewichtsverhältnis von Stearyldiketen :
Polyvinylamin A 1 : 0,044 betrug. Der pH-Wert der Mischung wurde
auf 7,0 eingestellt. Sie wurde dann in einem Rapid-Köthen-Blattbildner
zu einem Karton mit einem Flächengewicht
von 100 g/m2 entwässert. Das Blatt wurde auf
einem mit Dampf beheizten Trockenzylinder bei einer Temperatur von
90°C auf
einen Wassergehalt von 6 – 10
% getrocknet. Nach dem Trocknen wurde der Cobb-Wert und die Tintenschwimmzeit
des Blatts bestimmt. Die Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben.
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Danach wurde das Blatt auf beiden
Seiten mit einer Folie aus Polyethylen beschichtet und an Hand von
Teststreifen, die aus dem laminierten Blatt geschnitten wurden,
die Kantenpenetration für
Wasserstoffperoxid und Milchsäure
gemessen. Die Ergebnisse sind ebenfalls in der Tabelle angegeben.
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Beispiel 2
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Beispiel 1 wurde mit der einzigen Änderung
wiederholt, daß man,
bezogen auf trockene Cellulosefasern, 0,2 % Stearyldiketen dosierte.
Die So erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben.
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Beispiel 3
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Beispiel 1 wurde mit der einzigen Änderung
wiederholt, daß man,
bezogen auf trockene Cellulosefasern, 0,3 % Stearyldiketen dosierte.
Die Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben.
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Beispiel 4
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Zu einem Papierstoff mit einer Stoffdichte
von 10 g/l aus einer Mischung von 75 % gebleichtem Kiefernsulfatzellstoff
und 25 % CTMP mit einem Mahlgrad von 35° SR (Schopper-Riegler) gab man,
jeweils bezogen auf trockenes Cellulosefasergemisch, 0,1 % Stearyldiketen,
das mit einer kationischen Stärke
in Wasser dispergiert war, 0,6 % einer kationischen Stärke (Raisamyl
145 SP), 0,04 % einer feinteiligen Kieselsäure und Polyvinylamin A, wobei
das Gewichtsverhältnis
von Stearyldiketen : Polyvinylamin A 1 : 0,022 betrug. Der pH-Wert
der Mischung wurde auf 7,0 eingestellt. Sie wurde dann in einem
Rapid-Köthen-Blattbildner
zu einem Karton mit einem Flächengewicht
von 100 g/m2 entwässert.
Das Blatt wurde auf i einem mit Dampf beheizten Trockenzylinder
bei einer Temperatur von 90°C
auf einen Wassergehalt von 6 – 10
% getrocknet. Nach dem Trocknen wurde der Cobb-Wert und die Tintenschwimmzeit
des Blatts bestimmt. Die Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben.
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Danach wurde das Blatt auf beiden
Seiten mit einer Folie aus Polyethylen beschichtet und an Hand von
Teststreifen, die aus dem laminierten Blatt geschnitten wurden,
die Kantenpenetration für
Wasserstoffperoxid und Milchsäure
gemessen. Die Ergebnisse sind ebenfalls in der Tabelle angegeben.
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Beispiel 5
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Beispiel 4 wurde mit der Änderung
wiederholt, daß man,
bezogen auf trockene Fasermischung, 0,2 % Stearyldiketen zum Papierstoff
dosierte. Die Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben.
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Beispiel 6
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Beispiel 4 wurde mit der Änderung
wiederholt, daß man,
bezogen auf trockene Fasermischung, 0,3 % Stearyldiketen zum Papierstoff
dosierte. Die Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben.
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Beispiel 7
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Beispiel 5 wurde mit der einzigen Änderung
wiederholt, daß man
ein Gewichtsverhältnis
von Stearyldiketen zu Polyvinylamin A von 1 : 0, 044 einstellte.
Die Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben.
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Beispiel 8
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Beispiel 5 wurde mit der einzigen
Ausnahmewiederholt, daß man
ein Gewichtsverhältnis
von Stearyldiketen zu Polyvinylamin A von 1 : 0,088 einstellte.
Die Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben.
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Beispiel 9
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Zu einem Papierstoff mit einer Stoffdichte
von 10 g/l aus einer ungebleichten Mischung von 75 % Kiefern- und
25 % Birkensulfatzellstoff mit einem Mahlgrad von 35° SR (Schopper-Riegler)
gab man, jeweils bezogen auf trockenes Cellulosefasergemisch, 0,1
% Stearyldiketen, das mit einer kationischen Stärke in Wasser dis pergiert war,
0,8 % einer kationischen Stärke
(Raisamyl 145 SP), 0,04 % einer feinteiligen Kieselsäure, 0,3 %
Harzleim, 0,5 % Alaun und Polyvinylamin A, wobei das Gewichtsverhältnis von
Stearyldiketen zu Polyvinylamin A 1 : 0,044 betrug. Der pH-Wert
der Mischung betrug zunächst
4,5. Er wurde durch Zugabe von wäßriger Natronlauge
auf 7,0 eingestellt. Der so erhaltene Papierstoff wurde dann in
einem Rapid-Köthen-Blattbildner zu
einem Karton mit einem Flächengewicht
von 100 g/m2 entwässert.
Das Blatt wurde auf einem mit Dampf beheizten Trockenzylinder bei
einer Temperatur von 90°C
auf einen Wassergehalt von 6 – 10
% getrocknet. Nach dem Trocknen wurde der Cobb-Wert und die Tintenschwimmzeit
des Blatts bestimmt. Die Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben.
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Danach wurde das Blatt auf beiden
Seiten mit einer Folie aus Polyethylen beschichtet und an Hand von
Teststreifen, die aus dem laminierten Blatt geschnitten wurden,
die Kantenpenetration für
Wasserstoffperoxid und Milchsäure
gemessen. Die Ergebnisse sind ebenfalls in der Tabelle angegeben.
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Beispiel 10
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Beispiel 9 wurde mit der einzigen
Ausnahme wiederholt, daß man,
bezogen auf trockenes Fasergemisch, 0,2 % Stearyldiketen do sierte.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben.
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Beispiel 11
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Beispiel 9 wurde mit der einzigen Änderung
wiederholt, daß man,
bezogen auf trockenes Fasergemisch, 0,3 % Stearyldiketen einsetzte.
Die Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben.
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Beispiel 12
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Beispiel 11 wurde mit der Änderung
wiederholt, daß man
das Gewichtsverhältnis
von Stearyldiketen zu Polyvinylamin A auf 1 0,88 einstellte. Die
dabei erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben.
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Vergleichsbeispiel 1
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Zu einem Papierstoff mit einer Stoffdichte
von 10 g/1 aus einer vollständig
gebleichten Mischung von 30 % Kiefern- und 70 % Birkensulfatzellstoff
mit einem Mahlgrad von 35° SR
(Schopper-Riegler)
gab man, jeweils bezogen auf trockenes Cellulosefasergemisch, 0,1
% Stearyldiketen, das mit einer kationischen Stärke in Wasser dispergiert war,
0,6 % einer kationischen Stärke
(Raisamyl 145 SP) und 0,04 % einer feinteiligen Kieselsäure. Der
pH-Wert der Mischung wurde auf 7,0 eingestellt. Sie wurde dann in
einem Rapid-Köthen-Blattbildner
zu einem Karton mit einem Flächengewicht
von 100 g/m2 entwässert.
Das Blatt wurde auf einem mit Dampf beheizten Trockenzylinder bei
einer Temperatur von 90°C
auf einen Wassergehalt von 6 – 10
% getrocknet. Nach dem Trocknen wurde der Cobb-Wert und die Tintenschwimmzeit
des Blatts bestimmt. Die Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben.
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Danach wurde das Blatt auf beiden
Seiten mit einer Folie aus Polyethylen beschichtet und an Hand von
Teststreifen, die aus dem laminierten Blatt geschnitten wurden,
die Kantenpenetration für
Wasserstoffperoxid und Milchsäure
gemessen. Die Ergebnisse sind ebenfalls in der Tabelle angegeben.
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Vergleichsbeispiel 2
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Vergleichsbeispiel 1 wurde mit der
einzigen Ausnahme wiederholt, daß man, bezogen auf trockene Fasermischung,
0,2 % Stearyldiketen dosierte. Die Ergebnisse sind in der Tabelle
angegeben.
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Vergleichsbeispiel 3
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Vergleichsbeispiel 1 wurde wurde
mit der einzigen Ausnahme wiederholt, daß man, bezogen auf trockene
Fasermischung, 0,3 % Stearyldiketen dosierte. Die Ergebnisse sind
in der Tabelle angegeben.
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Vergleichsbeispiel 4
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Zu einem Papierstoff mit einer Stoffdichte
von 10 g/l aus einer Mischung von 75 % gebleichtem Kiefernsulfatzellstoff
und 25 % CTMP mit einem Mahlgrad von 35° SR (Schopper-Riegler) gab man,
jeweils bezogen auf trockenes Cellulosefasergemisch, 0,1 % Stearyldiketen,
das mit einer kationischen Stärke
in Wasser dispergiert war, 0,6 % einer kationischen Stärke (Raisamyl
145 SP) und 0,04 % einer feinteiligen Kieselsäure. Der pH-Wert der Mischung
wurde auf 7,0 eingestellt. Sie wurde dann in einem Rapid-Köthen-Blattbildner
zu einem Karton mit einem Flächengewicht
von 100 g/m2 entwässert.
Das Blatt wurde auf einem mit Dampf beheizten Trockenzylinder bei
einer Temperatur von 90°C
auf einen Wassergehalt von 6 – 10
% getrocknet. Nach dem Trocknen wurde der Cobb-Wert und die Tintenschwimmzeit
des Blatts bestimmt. Die Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben.
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Danach wurde das Blatt auf beiden
Seiten mit einer Folie aus Polyethylen beschichtet und an Hand von
Teststreifen, die aus dem laminierten Blatt geschnitten wurden,
die Kantenpenetration für
Wasserstoffperoxid und Milchsäure
gemessen. Die Ergebnisse sind ebenfalls in der Tabelle angegeben.
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Vergleichsbeispiel 5
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Vergleichsbeispiel 4 wurde mit der
einzigen Änderung
wiederholt, daß man,
bezogen auf trockene Faserstoffmischung, 0,2 % Stearyldiketen dosierte.
Die Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben.
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Vergleichsbeispiel 6
-
Vergleichsbeispiel 4 wurde mit der
einzigen Änderung
wiederholt, daß man,
bezogen auf trockene Faserstoffmischung, 0,3 % Stearyldiketen dosierte.
Die Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben.
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Vergleichsbeispiel 7
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Zu einem Papierstoff mit einer Stoffdichte
von 10 g/l aus einer ungebleichten Mischung von 75 % Kiefern- und
25 % Birkensulfatzellstoff mit einem Mahlgrad von 35° SR (Schopper-Riegler)
gab man, jeweils bezogen auf trockenes Cellulosefasergemisch, 0,1
% Stearyldiketen, das mit einer kationischen Stärke in Wasser dispergiert war,
0,8 % einer kationischen Stärke
(Raisamyl 145 SP), 0,04 % einer feinteiligen Kieselsäure, 0,3 %
Harzleim, und 0,5 % Alaun. Der pH-Wert der Mischung betrug zunächst 4,5.
Er wurde durch Zugabe von wäßriger Natronlauge
auf 7,0 eingestellt. Der so erhaltene Papierstoff wurde dann in
einem Rapid-Köthen-Blattbildner
zu einem Karton mit einem Flächengewicht
von 100 g/m2 entwässert. Das Blatt wurde auf
einem mit Dampf beheizten Trockenzylinder bei einer Temperatur von
90°C auf
einen Wassergehalt von 6 – 10
% getrocknet. Nach dem Trocknen wurde der Cobb-Wert und die Tintenschwimmzeit
des Blatts bestimmt. Die Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben.
-
Danach wurde das Blatt auf beiden
Seiten mit einer Folie aus Polyethylen beschichtet und an Hand von
Teststreifen, die aus dem laminierten Blatt geschnitten wurden,
die Kantenpenetration für
Wasserstoffperoxid und Milchsäure
gemessen. Die Ergebnisse sind ebenfalls in der Tabelle angegeben.
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Vergleichsbeispiel 8
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Vergleichsbeispiel 7 wurde mit der
einzigen Änderung
wiederholt, daß man,
bezogen auf trockene Fasermischung, 0,2 % Stearyldiketen zur Pulpe
dosierte. Die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben.
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Vergleichsbeispiel 9
-
Vergleichsbeispiel 7 wurde mit der
einzigen Änderung
wiederholt, daß man,
bezogen auf trockene Fasermischung, 0,3 % Stearyldiketen zur Pulpe
dosierte. Die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben. Tabelle