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DE10237597A1 - Zugentlastungsvorrichtung für ein elektrisches Kabel - Google Patents

Zugentlastungsvorrichtung für ein elektrisches Kabel

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DE10237597A1
DE10237597A1 DE10237597A DE10237597A DE10237597A1 DE 10237597 A1 DE10237597 A1 DE 10237597A1 DE 10237597 A DE10237597 A DE 10237597A DE 10237597 A DE10237597 A DE 10237597A DE 10237597 A1 DE10237597 A1 DE 10237597A1
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DE
Germany
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cable
strain relief
housing
relief device
comb
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DE10237597A
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Carlo Finzer
Peter Muninger
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Compagnie Deutsch GmbH
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Compagnie Deutsch GmbH
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01RELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
    • H01R13/00Details of coupling devices of the kinds covered by groups H01R12/70 or H01R24/00 - H01R33/00
    • H01R13/58Means for relieving strain on wire connection, e.g. cord grip, for avoiding loosening of connections between wires and terminals within a coupling device terminating a cable
    • H01R13/582Means for relieving strain on wire connection, e.g. cord grip, for avoiding loosening of connections between wires and terminals within a coupling device terminating a cable the cable being clamped between assembled parts of the housing

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  • Details Of Connecting Devices For Male And Female Coupling (AREA)

Abstract

Eine Zuglastungsvorrichtung für ein elektrisches Kabel hat zwei quer zur Kabelzugrichtung verlaufende, symmetrische Klemmstege, die ausgehend von einem freien Ende der Klemmstege in Richtung auf einen mit einem Montageteil verbundenen Fußbereich kammartig geschlitzt, elastisch biegbar und gegen die Kabelzugrichtung schräg geneigt sind.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Zugentlastungsvorrichtung für ein elektrisches Kabel mit zwei quer zur Kabelzugrichtung verlaufenden, symmetrischen Klemmstegen.
  • Derartige Zugentlastungsvorrichtungen für elektrische Kabel oder Leiter finden in Gehäusen wie beispielsweise Steckergehäusen und dergleichen Anwendung, in die ein elektrisches Kabel eintritt und entgegen der Eintrittsrichtung gegen Zug von außen her zu sichern ist. Eine Sicherung ist deswegen erforderlich, weil das Kabel im Inneren des Gehäuses im allgemeinen an Kontakte, wie Stift- oder Buchsenkontakte oder Kontaktblöcke angeschlossen ist, die von der Kabelanschlußseite her für eine Beanspruchung auf Zug nicht geeignet oder nicht ausgelegt sind.
  • Herkömmliche Zugentlastungsvorrichtungen weisen im allgemeinen quer zur Zugrichtung verlaufende, in Zugrichtung gegeneinander versetzte Klemmstege oder Klemmrippen auf, zwischen denen das Kabel beim Zusammenfügen des Gehäuses eingeklemmt wird. Solche Zugentlastungsvorrichtung sind jedoch nur für eine gängige Kabelstärke ausgelegt. Dünnere Kabel werden nicht zuverlässig festgeklemmt, und dickere Kabel passen nicht zwischen die Klemmrippen oder können beim Zusammenfügen des Gehäuses beschädigt werden.
  • Ferner ist aus der DE 295 04 754 U1 eine Kabelzugentlastungsvorrichtung bekannt, die zwei schräg zur Kabelzugrichtung verlaufende, federnde Klemmflügel aufweist. Die beiden Klemmflügel sind mit ihren Fußbereichen an ein und demselben Gehäuseteil befestigt und haben an ihren oberen freien Enden parallel zueinander verlaufende Klemmkanten. Ein auf Zug zu entlastendes elektrisches Kabel wird beim Einsetzen von der Seite her zwischen die beiden Klemmflügel gedrückt, die dabei etwas auseinander gebogen werden und eine Klemmwirkung auf das Kabel ausüben. Bei Einwirkung von Zug auf das Kabel werden die federnden Klemmflügel in Richtung der Zugkraft bewegt, so daß der Abstand zwischen den Kanten der Klemmflügel kleiner wird und damit die Klemmwirkung auf das Kabel verstärkt wird. Nachteilig hierbei ist, daß das Kabel ausschließlich an zwei einander gegenüberliegenden Stellen eingeklemmt ist und dort insbesondere bei Zugbelastung übermäßig stark gequetscht wird, so daß es zu Beschädigungen kommen kann. Unvorteilhaft und mühsam ist auch das seitliche Einsetzen des Kabels zwischen die Klemmflügel.
  • Aus der GB 22 61 775 A ist eine Kabelzugentlastungsvorrichtung bekannt, die mit derjenigen nach der DE 295 04 754 U1 vergleichbar ist. Das Kabel wird hier jedoch nicht zwischen den oberen Kanten von zwei Klemmstegen, sondern zwischen den Innenflächen der oberen Endabschnitte zweier einander gegenüberliegender Klemmbügel eingeklemmt. Es treten ähnliche Nachteile wie bei der Kabelzugentlastungsvorrichtung nach der DE 295 04 754 U1 auf.
  • Aus der DE 199 03 044 A1 ist ein zwei Gehäusehälften aufweisender Schnurschalter mit einer Zugentlastungsvorrichtung bekannt. Die Zugentlastungsvorrichtung besteht aus einem in der einen Gehäusehälfte ausgebildeten Widerlagersteg und einem in der anderen Gehäusehälfte vorgesehenen Gegendruckteil. Der Widerlagersteg verläuft querliegend zur Kabelrichtung oder Kabelachse und ist quer zur Kabelachse elastisch durchbiegbar. Beim Zusammenfügen der beiden Gehäuseteile wird ein auf Zug zu entlastendes elektrisches Kabel zwischen dem Widerlagersteg und dem Gegendruckteil eingeklemmt. Nachteilig hierbei ist, daß wegen der flächigen Anlage des Kabels am elastisch durchbiegbaren Widerlagersteg eine hohe Klemmkraft aufgebracht werden muß, die das Kabel zum sicheren Festhalten gegen Zug stark zusammenquetscht.
  • Aus der DE 199 01 914 A1 ist es zum Festhalten eines elektrischen Kabels in einem Kabeldurchgangsloch bekannt, eine seitlich in das Loch ragende federnde Haltezunge vorzusehen. Beim Einschieben des Kabels in das Loch wird die Haltezunge in der Einschubrichtung ausgelenkt und bei Zugbelastung in der Gegenrichtung mit der Kante der Haltezunge verkrallt. Nachteilig ist ein einseitiges und damit tiefes Eingraben der Kante der Haltezunge in das Kabel, wodurch Beschädigungen verursacht werden können. Darüber hinaus muß das Kabel vor dem Anschließen durch das Kabeldurchgangsloch gefädelt werden.
  • Aus der DE 35 33 418 A1 ist eine Kabeldurchführung mit einem Nippel zum Befestigen an einem Gehäuse bekannt. Der Nippel hat eine Klemmstelle mit einem Außengewinde, auf das zum Festklemmen eines durch den Nippel geführten Kabels eine Spannmutter aufschraubbar ist. Um zusätzlich zum Festklemmen des Kabels im Nippel ein Zugentlastung vorzusehen, hat die Spannmutter eine umlaufende, schräg nach innen zum Kabel gerichtete Sperrwand mit einem in Radialrichtung geschlitzten Rand. Beim Festziehen der Spannmutter wird der geschlitzte Rand des Nippels radial nach innen gegen das Kabel gedrückt. Nachteilig ist auch hier, daß das Kabel vor dem Anschließen durch den Nippel und die Spannmutter gefädelt werden muß. Ferner besteht die hier beschriebene Zugentlastungsvorrichtung aus mehren miteinander verschraubbaren Teilen, was mit hohen Herstellungskosten verbunden ist und einen aufwendigen Zusammenbau bedingt.
  • Bei dem gesamten oben angegebenen Stand der Technik kommt als Nachteil hinzu, daß Kabel unterschiedlicher Stärke nur bedingt eingesetzt werden können.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Zugentlastungsvorrichtung zu schaffen, die Kabel unterschiedlicher Stärken zuverlässig handhaben kann.
  • Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen definiert.
  • Nach der Erfindung umfaßt die Zugentlastungsvorrichtung zwei elastisch biegbare, symmetrische Klemmstege, die quer zur Zugrichtung verlaufen und schon im unbelasteten Zustand entgegen der Zugrichtung schräg geneigt sind und deren freie Enden kammartig geschlitzt sind. Die kammartige Schlitzung bewirkt im Verein mit der Schrägstellung, daß die freien Enden der Klemmstege ein zwischen ihnen befindliches elektrisches Kabel im wesentlichen annähernd rund herum symmetrisch umschließen und sich somit dem runden Querschnitt des Kabels anpassen. Hierdurch werden die Kabel zuverlässiger gegen Zug gesichert, als es durch die sonst üblichen senkrecht stehenden Querrippen oder Klemmstege mit durchgehenden Kanten der Fall ist. Eine scharfe Einschnürung oder starke Quetschung des Kabels entfällt sowohl im zugfreien als auch zugbelasteten Zustand des Kabels, und zwar wegen der zahlreichen Angriffsstellen rund um das Kabel. Kabel unterschiedlichen Durchmessers können noch besser durch eine Weiterbildung sicher gehalten werden, bei der die symmetrisch einander gegenüberstehenden Klemmstege bei nicht eingesetztem Kabel zwischen sich einen vorzugsweise flachen linsenförmigen freien Querschnitt begrenzen, der sich bei eingesetztem Kabel dem runden Querschnitt unterschiedlich dicker Kabel ohne weiteres anpaßt. Ferner wird dadurch das Einlegen des Kabels zwischen den schräg aufeinander zu laufenden geschlitzten Klemmstegen erleichtert. Die kleine Achse oder lichte Höhe dieses Querschnitts entspricht vorzugsweise dem minimalen Durchmesser festklemmbarer Kabel, die große Achse bzw. die lichte Breite entspricht vorzugsweise dem maximalen Durchmesser. Die Klemmstege haben somit quer zur Kabelachse vorzugsweise eine Breite, die gleich oder größer als der Durchmesser des stärksten festzuklemmenden Kabels ist. Nach einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist in jedem von zwei zusammenfügbaren Montage- oder Gehäuseteilen jeweils ein derartiger Klemmsteg bei seinem Fußbereich so angeformt, daß im zusammengefügten Zustand die beiden symmetrisch einander gegenüberliegenden Klemmstege schräg aufeinander zulaufen.
  • Eine nach der Erfindung ausgebildete Zugentlastungsvorrichtung für ein elektrisches Kabel hat somit zusammenfassend zwei quer zur Kabelzugrichtung verlaufende, symmetrische Klemmstege, die ausgehend von einem freien Ende der Klemmstege in Richtung auf einen mit einem Montageteil verbundenen Fußbereich kammartig geschlitzt, elastisch biegbar und gegen die Kabelzugrichtung bzw. Achse des einzuklemmenden Kabels schräg geneigt sind. Die durch die kammartige Schlitzung gebildeten Kammzinken liegen somit in einer Ebene, die die Kabelachse unter einem Winkel schneidet, und sie verlaufen vorzugsweise parallel zueinander. Das Montageteil, an dem die Klemmstege in ihrem Fußbereich vorzugsweise einstückig angeformt sind, kann an der Anformungsstelle plan oder gewölbt sein.
  • Nachstehend soll die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels erläutert werden. Es zeigen:
  • Fig. 1 eine perspektivische auseinandergezogene Darstellung einer abgewinkelten Endkappe mit einer erfindungsgemäßen Zugentlastungsvorrichtung und einem zur Endkappe passenden Gehäuse eines elektrischen Steckverbinders,
  • Fig. 2 eine perspektivische auseinandergezogene Darstellung der abgewinkelten Endkappe mit Gehäuse der Fig. 1 unter einem anderen Blickwinkel,
  • Fig. 3 eine perspektivische Darstellung des Oberteils der abgewinkelten Endkappe der Fig. 1,
  • Fig. 4 eine Unteransicht des Oberteils der Fig. 3,
  • Fig. 5 eine Draufsicht der Innenseite des Oberteils der Fig. 3,
  • Fig. 6 eine perspektivische Ansicht eines in Fig. 1 dargestellten Sicherungsstifts,
  • Fig. 7 einen Längsschnitt durch den Sicherungsstift der Fig. 6 im montierten Zustand,
  • Fig. 8 eine perspektivische Darstellung des Unterteils einer geraden Endkappe,
  • Fig. 9 eine perspektivische Ansicht eines zum Unterteil der Fig. 8 passenden Oberteils der geraden Endkappe, und
  • Fig. 10 eine perspektivische Ansicht der aus dem Unterteil der Fig. 8 und dem Oberteil der Fig. 9 zusammengefügten geraden Endkappe.
  • Fig. 1 bis 7 zeigen ein Ausführungsbeispiel einer abgewinkelten Endkappe und Fig. 8 bis 10 ein Ausführungsbeispiel einer geraden Endkappe, die jeweils mit einer nach der Erfindung ausgebildeten Zugentlastungsvorrichtung versehen sind. Die Endkappen dienen dazu, das Ende eines an ein Steckverbindergehäuse 200 angeschlossenen elektrischen Kabels zu führen und zu schützen und vor allem eine Zugentlastung für die mit den Kontakten des Gehäuses 200 verbundenen elektrischen Leiter des Kabels vorzusehen.
  • Wie es insbesondere aus Fig. 1 und 2 hervorgeht, besteht das dort dargestellte Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen 90° Endkappe aus zwei schalenförmigen Kappenteilen, und zwar einem Unterteil 600 und einem Oberteil 500. Das Unterteil 600 hat einen ringförmigen Kopfabschnitt 610 und einen seitlich an den ringförmigen Kopfabschnitt 610 angeformten, im wesentlichen hohlen halbzylindrischen Längsabschnitt 630, der sich rechtwinklig zur Mittenachse des ringförmigen Kopfabschnitts erstreckt.
  • Das Oberteil 500 hat einen auf den ringförmigen Kopfabschnitt 610 des Unterteils 600 passenden rundwannenförmigen Kopfabschnitt 510 und einen an eine Seite des Kopfabschnitts 510 angeformten, im wesentlichen hohlen halbzylindrischen Längsabschnitt 530, der auf den Längsabschnitt 630 des Unterteils 600 paßt.
  • Das Unterteil 600 und das Oberteil 500 sind im aufeinandergepaßten Zustand miteinander verrastbar. Zu diesem Zweck sind an das Unterteil 600 Rastnasen 650 und an das Oberteil 500 Rastbügel 550 angeformt.
  • In Hohlrippen oder Hohlstegen des Oberteils 500 und/oder des Unterteils 600 können Dichtungen eingespritzt sein. Ein diesbezügliches Dichtungselement 680 des Unterteils 600 ist in Fig. 1 und 2 gezeigt. Die Dichtungen sollen verhindern, daß von außen her Feuchtigkeit in das Steckverbindergehäuse oder in das an den Steckverbinder angeschlossene Kabelende gelangt.
  • Im verrasteten Zustand begrenzen die Längsabschnitte 530 und 630 zwischen sich einen in Längsrichtung der Endkappe verlaufenden Führungskanal für ein nicht dargestelltes Kabel. Der Führungskanal geht in dem von den Kopfabschnitten 510 und 610 begrenzten Raum in eine quer zum Führungskanal verlaufende Öffnung über, die der ringförmige Kopfabschnitt 610 begrenzt und die zur Aufnahme des Ringabschnitts 250 des Gehäuses 200 dient.
  • Am äußeren Umfangsrand des ringförmigen Kopfabschnitts 610 sind mehrere sich in Richtung der Mittenachse des ringförmigen Kopfabschnitts 610 erstreckende und in Umfangsrichtung voneinander beabstandete Rastlamellen 620 angeformt. Jede der Rastlamellen 620 erstreckt sich in Umfangsrichtung über einen Kreisbogenabschnitt und trägt an ihrem Außenende mehrere in Umfangsrichtung nebeneinander liegende Rastzähne 622, die in Bezug auf die Mittenachse des ringförmigen Kopfabschnitts 610 jeweils radial nach innen gerichtet sind.
  • Die Längsabschnitte 530 und 630 des Unterteils 500 bzw. des Oberteils 600 haben im Querschnitt im wesentlichen ein hohles halbzylindrisches bzw. rinnenförmiges Profil. Am Boden des rinnenförmigen Längsabschnitts 630 ist ein in Querrichtung verlaufendes Kammsegment 640 angeformt, das sich ausgehend vom Rinnenboden in den freien Rinnenraum erstreckt, jedoch um ein gewisses Ausmaß in Richtung auf den Kopfabschnitt 610 geneigt ist. Das Kammsegment besteht aus mehreren in Querrichtung dicht nebeneinander liegenden Kammzinken 642, die aufgrund ihrer Geometrie elastisch biegbar sind. Die beiden äußeren Zinken erstrecken sich etwa bis zum oberen Rand der Rinne und sind im Vergleich zum Abstand zwischen den einzelnen Kammzinken 642 deutlich von den Rinnenseitenwänden beabstandet. Die zwischen den beiden äußeren Kammzinken angeordneten Kammzinken des Kammsegments 640 sind in Richtung auf die Rinnenmitte zunehmend kürzer ausgebildet, so daß die freien Enden der Kammzinken 642 im Zusammenhang ein leicht zum Rinnenboden hin gewölbtes bzw. konkaves Profil beschreiben.
  • Wie es insbesondere aus Fig. 3 bis 5 hervorgeht, ist im rinnenförmigen Längsabschnitt 510 des Oberteils 500 an einer entsprechenden Stelle wie im rinnenförmigen Längsabschnitt 610 des Unterteils 600 ein Kammsegment 540 durch Anformung am Rinnenboden ausgebildet. Das Kammsegment 540 besteht wie das Kammsegment 640 aus mehreren dicht nebeneinander liegenden, elastisch biegbaren Kammzinken 542. Im übrigen hat das Kammsegment 540 die gleiche Geometrie, Form, Gestalt und Lage wie das Kammsegment 640. Das Kammsegment 540 erstreckt sich somit in Richtung auf den Kopfabschnitt 510 schräg in den freien Rinnenraum.
  • Wie es insbesondere aus Fig. 1 und 2 hervorgeht, ist das Kammsegment 640 im Längsabschnitt 630 an einer Stelle ausgebildet, bei der auch die Rastnasen 650 angeformt sind. Dementsprechend ist, wie es insbesondere aus Fig. 3 bis 5 hervorgeht, das Kammsegment 540 im Längsabschnitt 530 an einer Stelle ausgebildet, bei der die Rastbügel 540 angeformt sind. Zwischen einer Rastnase 650 am Längsabschnitt 630 und dem Kopfabschnitt 620 ist noch eine Plombieröse 632 außenseitig angeformt. Gleichermaßen ist zwischen einem Rastbügel 550 des Längsabschnitts 530 und dem Kopfabschnitt 510 eine Plombieröse 532 an einer Stelle angeformt, die derjenigen der Plombieröse 632 am Unterteil 600 entspricht.
  • In der am Kopfabschnitt 610 angeformten Rastnase 650 des Unterteils 600 ist eine Längsnut 652 ausgebildet, die im verrasteten Zustand, wenn der Querarm des zugeordneten Rastbügels 550 am Kopfabschnitt 510 des Oberteils über die Rastnase 650 gerastet ist, zur Aufnahme eines Sicherungsstifts 590 dient. Dazu sei auf Fig. 1 und 2 verwiesen. Wie es ebenfalls aus Fig. 1 hervorgeht, sind das Oberteil 500 und das Unterteil 600 über eine angeformte biegbare Leine 56 unverlierbar miteinander verbunden.
  • Die in Fig. 1 bis 7 beschriebene 90-Grad-Endkappe nach der Erfindung hat den Vorteil, daß das Unterteil 600 auf einem Steckverbindergehäuse vormontiert werden kann, bevor das Steckverbindergehäuse mit den mit einem Kabel verbundenen Kontakten bestückt wird bzw. bevor das Kabel mit den bereits im Steckverbindergehäuse angeordneten Kontakten verbunden wird.
  • Zur Montage des Unterteils 600 auf einem Ringabschnitt 250 des Steckverbindergehäuses 200 werden die radial nach außen geringfügig federnd ausgebildeten Rastlamellen 620 über einem in Aufschubrichtung leicht abgeschrägten umlaufenden Steg 256 des Ringabschnitts 250 geschoben, bis die Rastzähne 622, die in Aufschubrichtung ebenfalls leicht abgeschrägt sein können, den umlaufenden Steg 256 hintergreifen und in eine umlaufende Nut 252 einspringen. In diesem Zustand legt sich die Stirnfläche der Rastlamellen 620 an die dem umlaufenden Steg 256 gegenüberliegende Wand der umlaufenden Nut 252 an, so daß das Unterteil 600 in der Aufschubrichtung im wesentlichen unverschiebbar in der umlaufenden Nut 252 eingefangen ist. Ferner greifen in der umlaufenden Nut 252 angeformte Rastnasen 254 des Ringabschnitts 250 in die an den Rastlamellen 620 angeformten Rastnasen 622 ein. Das auf dem Ringabschnitt 250 des Gehäuses 200 montierte Unterteil 600 kann deshalb auf dem Ringabschnitt 250 in mehrere verrastende Drehstellungen und damit in eine definierte Kabelabgangsstellung gebracht werden.
  • Nach der Kontakt- bzw. Kabelmontage wird das Oberteil 500 auf das Unterteil 600 aufgesetzt und mit ihm mittels der Rastbügel 550 und der Rastnasen 650 fest verrastet. Nach der Verrastung von Unterteil 600 und Oberteil 500 kann der in Fig. 6 im Detail dargestellte Sicherungsstift 590 in eine von der Nut 652 der Rastnase 650 und dem Querarm des Rastbügels 550 begrenzte Öffnung eingedrückt werden. Der Rastbügel und die Rastnase sind derart ausgebildet, daß diese Öffnung einen Klemmkanal für den Sicherungsstift 590 darstellt. Durch die leicht konische Ausbildung des vorderen Endes des Stiftabschnitts 594 des Sicherungsstift 590 kann der Sicherungsstift 590 absolut fest in den Klemmkanal eingepreßt werden. Der Kopf 592 des Sicherungsstifts 590 sitzt dann fest über der zu sichernden Stelle. Durch den festen Preßsitz wird der Kopf 592 des Sicherungsstifts 590 bei einer Manipulation mit absoluter Sicherheit vom fest eingeklemmten Stiftabschnitt 594 abreißen. Hierzu wird insbesondere auf Fig. 7 verwiesen, die eine verrastete 90-Grad-Endkappe mit eingesetztem Sicherungsstift darstellt. Die in Fig. 7 dargestellte Endkappe ist auf einem Ringabschnitt 150 eines Gehäuses 100 eines modifizierten Steckverbinders montiert.
  • Im montierten und verrasteten Zustand stehen die beiden Kammsegmente 540 und 640 des Unterteils 500 bzw. des Oberteils 600 einander gegenüber und bewirken eine Zugentlastung für das am Steckverbindergehäuse angebrachte Kabel. Zu diesem Zweck sind die als Kammsegmente ausgebildeten Klemmsegmente oder Klemmstege entgegen der Zugrichtung schräg geneigt ausgebildet.
  • Darüber hinaus sind die Kammsegmente 540 und 640 derart ausgebildet, daß sie elektrische Kabel unterschiedlichen Durchmessers zuverlässig auf Zug entlasten können. Dazu begrenzen die freien Enden der elastisch biegbaren Kammzinken 542 und 642 zwischen sich bei nicht eingesetztem Kabel eine lichte Öffnung, die im wesentlichen einen bikonvexen flachen Querschnitt hat. Diese konstruktive Ausgestaltung der gegen die Kabelzugrichtung orientierten Kammzinken 542 und 642 bewirkt, daß bei Verwendung eines elektrischen Kabels mit einem relativ kleinen Durchmesser zumindest die Kammzinken im mittleren Bereich der Kammsegmente 540 und 640 fest am Kabel anliegen und sich bei Zug widerhakenförmig in das Kabel eingraben. Bei Verwendung eines Kabels mit einem relativ großen Durchmesser werden sich auch die Kammzinken in den äußeren Bereichen der Kammsegmente 540 und 640 widerhakenförmig in das Kabel eingraben, wenn von außen auf das Kabel Zug ausgeübt wird. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß beim Verrasten der Endkappe das zwischen den beiden Kammsegmenten hindurchgeführte. Kabel die Kammzinken in eine noch schrägere Stellung drückt und die Kammzinken im Außenbereich der Kammsegmente auch nach außen in Richtung auf die Umfangswand der Endkappe ausweichen können. Die Kammsegmente passen sich somit durch elastisches Biegen dem jeweiligen Querschnitt des Kabels an und umschließen das Kabel symmetrisch mehr oder weniger rund um seinen gesamten Umfang.
  • Bei einer Ausführung für Kabeldurchmesser von 5,5 bis 8,5 mm beträgt die kleine Hauptachse bzw. lichte Höhe des bikonvexen Querschnitts etwa 5 mm, die große Hauptachse bzw. lichte Breite beträgt etwa 8,5 mm. Die Geometrie des Querschnitts ist somit geeignet, über einen Kabeldurchmesserbereich von 5,5 bis 8,5 mm eine Klemmwirkung zu erzielen.
  • Das in Fig. 8 bis 10 dargestellte Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen geraden Endkappe besteht aus zwei schalenförmigen Kappenteilen, und zwar einem Unterteil 800 und einem Oberteil 700. Das Unterteil 800 und das Oberteil 700 sind aufeinander passend ausgebildet und unterscheiden sich voneinander im wesentlichen nur dadurch, daß am Unterteil 800 Rastnasen 850 und am Oberteil 700 mit den Rastnasen 850 zusammenwirkende Rastbügel 750 angeformt sind. Das Unterteil 800 hat einen im wesentlichen hohlen halbzylindrischen Längsabschnitt 830, der im wesentlichen mit dem Längsabschnitt 630 des Unterteils 600 übereinstimmt. Der im Querschnitt etwa rinnenförmige Längsabschnitt 830 enthält ein mehrere elastisch biegbare Kammzinken 842 aufweisendes Kammsegment 840, das dem Kammsegment 640 entspricht und gleichermaßen entgegen der Zugentlastungsrichtung schräg orientiert ist. In der am Längsabschnitt 830 angeformten Rastnase 850 ist eine Nut 852 zur Aufnahme eines Sicherungstifts 790 vorgesehen.
  • Ferner hat das Unterteil 800 einen an den Längsabschnitt 830 angeformten Kopfabschnitt 810. Der Kopfabschnitt 810 hat ebenfalls eine im wesentlichen hohle halbzylindrische Gestalt, jedoch im Vergleich zum Längsabschnitt 830 größerer Radialabmessungen. Am Außenende des Kopfabschnitts 810 ist ein radial nach innen springender halbringförmiger Kranz 820 angeformt, der radial nach innen weisende Rastzähne 822 trägt.
  • Das Oberteil 700 hat einen Längsabschnitt 730, der dem Längsabschnitt 530 des Oberteils 500 entspricht. Wie beim Längsabschnitt 530 ist am Boden des rinnenförmigen Abschnitts 730 ein in den freien Rinnenraum ragendes Kammsegment 740 angeformt. Das Kammsegment 740 hat wie das Kammsegment 540 mehrere in Querrichtung nebeneinander liegende elastisch biegbare Kammzinken 742, die entgegen der Kabelzugrichtung schräg gestellt sind.
  • Ferner hat das Oberteil 700 ein an den Längsabschnitt 730 angeformten Kopfabschnitt 710, der, abgesehen von der Ausbildung der Verrastungsmittel 750 und 850, wie der Kopfabschnitt 810 des Unterteils 800 ausgebildet ist. Dementsprechend ist am freien Ende des halbringförmigen Kopfabschnitts 710 ein halbringförmiger, radial nach innen springender Kranz mit Rastzähnen 522 angeformt.
  • Fig. 10 zeigt die gerade Endkappe in einem Zustand, bei dem das Oberteil 700 auf das Unterteil 800 aufgesetzt und mit diesem verrastet ist. Wie bei der 90-Grad-Endkappe begrenzen die freien Kammzinken 742 und 842 bei nicht eingesetztem Kabel zwischen sich eine Öffnung, die im wesentlichen einen bikonvexen flachen Querschnitt hat.
  • Zum Erleichtern der Montage auf dem Ringabschnitt 150 oder 250 des Gehäuses 100 bzw. 200 sind an der Innenwand des halbringförmigen Kopfabschnitts 810 des Unterteils 800 zwei flexible Arme 825 angeformt, die in Umfangsrichtung über den halbringförmigen Kopfabschnitt 810 hinausragen.
  • In einem Ausführungsbeispiel wurden die Teile aus PBT (Polybutylenterephtalat) mit 30% GF (Glasfaser) gefertigt, wobei die Endkappen in nicht dichter Version aus PBT und in dichter Version aus PBT mit 30% GF gefertigt wurden. Es sind auch andere Kunststoffe verwendbar.

Claims (9)

1. Zugentlastungsvorrichtung für ein elektrisches Kabel mit zwei quer zur Kabelzugrichtung verlaufenden, symmetrischen Klemmstegen, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmstege (540, 640; 740, 840) ausgehend von einem freien Ende in Richtung auf einen Fußbereich kammartig geschlitzt sind und daß die kammartig geschlitzten Klemmstege elastisch biegbar und gegen die Kabelzugrichtung schräg geneigt sind.
2. Zugentlastungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die kammartigen Schlitze gebildeten Kammzinken (542, 642; 742, 842) im wesentlichen parallel zueinander verlaufen.
3. Zugentlastungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Klemmstege (540, 640; 740, 840) symmetrisch einander gegenüberstehend vorgesehen sind.
4. Zugentlastungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Enden der beiden Klemmstege (540, 640; 740, 840) im unbelasteten Zustand zwischen sich einen freien Querschnitt begrenzen.
5. Zugentlastungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Enden der beiden Klemmstege (540, 640; 740, 840) im unbelasteten Zustand zwischen sich einen flachen linsenförmigen freien Querschnitt begrenzen.
6. Zugentlastungsvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die lichte Höhe des Querschnitts dem minimalen Durchmesser festklemmbarer Kabel und die lichte Breite dem maximalen Durchmesser festklemmbarer Kabel entsprechen.
7. Zugentlastungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Klemmstege (540, 640; 740, 840) in ihrem Fußbereich an zwei zusammenfügbaren Gehäuseteilen (500, 600; 700, 800) angeformt sind.
8. Zugentlastungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Gehäuseteile (500, 600; 700, 800) miteinander verrastbar sind und daß die Klemmstege (540, 640; 740, 840) im Bereich der Rastmittel (550, 550; 750, 850) vorgesehen sind.
9. Zugentlastungsvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Gehäuseteil das Oberteil (500; 700) und das andere Gehäuseteil das Unterteil (600; 800) einer Endkappe eines Steckverbinders (200) ist.
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