DE1023631B - Verfahren zur Erhoehung der Kompression in Verbrennungsmotoren - Google Patents
Verfahren zur Erhoehung der Kompression in VerbrennungsmotorenInfo
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Description
DEUTSGHES
Im Zuge der modernen Entwicklung des Verkehrswesens sind in Zusammenarbeit mit der Motorenindustrie
in den letzten beiden Jahrzehnten Treibstoffe entwickelt worden, die den gesteigerten motorischen Anforderungen
entgegenkommen. Die sich durch die Motorisierung ergebenden Aufgaben zur Verbesserung der Treibstoffe hat
man zu lösen versucht durch verbesserte Raffinationsverfahren, durchj Synthesen von Treibstoffen bzw. Treibstoffanteilen
mit besonderer motorischer Eignung, die als »Gemischteilnehmer« eingesetzt werden, sowie dadurch,
daß Zusätze (Gegenldopfmittel) zur Verbesserung der Klopfeigenschaften aufgefunden wurden. Während die
Gemischteilnehmer z. B. Di-Isopropyl-alkohol, Aceton,
Methyläthylketonu. a. erst oberhalb von 5 bis lOGewichtsprozent
wirksam werden, erhöhen die Gegenklopfmittel die Klopffestigkeit in hohem Maße bereits bei Zusätzen
in Mengen von 0,01 bis 0,1 Gewichtsprozent.
Der Zusatz von metallorganischen und anorganischen Verbindungen als Antiklopfmittel ist bekannt. Zu nennen
sind organische Blei-, Tellur-, Wismutverbindungen, ebenso Metallcarbonyle. Bleitetraäthyl und Eisenpentacarbonyl
haben besondere technische Bedeutung gewonnen. Weiter ist bekannt, daß auch Metallnebel eine Anti-Idopfwirkung
ausüben.
Es ist nun gefunden worden, daß durch Zusätze bestimmter Salze aromatischer Säuren zu den Treibstoffen
die Kompression in überraschender Weise gesteigert und geregelt wird. Hierdurch sinkt der Verbrauch an Kraftstoff,
und es steigt die motorische Leistung, womit gleichzeitig eine Schonung des Motors verbunden ist. Erfindungsgemäß
gelangen mit dem Treibstoff Bleisalze in den Motorraum in Verbindung mit Kupfer- und/oder Zink-
und gegebenenfalls Zinnsalzen der betreffenden aromatischen Säure. Das Einbringen der Salze in den Treibstoff
geschieht entweder in der Form, daß die aromatische Säure dem Treibstoff zugefügt und darauf, im Treibstoff
gelöst, mit Blei und einem oder mehreren der obengenannten Metalle in Berührung gebracht wird, oder durch
direkte Zugabe der Salze der genannten Metalle und der aromatischen Säuren. Die Menge der anzuwendenden
aromatischen Säure liegt unter 0,1 %, vorzugsweise zwischen 0,001 und 0,02 Volumprozent, bezogen auf den
Treibstoff.
Zweckmäßig erhält der Treibstoff außer den erwähnten Salzen noch einen Zusatz eines mehrkernigen aromatischen
Kohlenwasserstoffs, beispielsweise einen Zusatz von Naphthalin, und zwar in der 2- bis 500fachen Menge,
vorzugsweise 25fachen Menge tier Säuren.
Es sind bereits Treibstoffmischungen bekannt, die einerseits Benzoesäure, andererseits Naphthalin enthalten
; die genannten Gemischanteile machen hierbei einen wesentlichen Teil des gesamten Treibstoffgemisches aus,
denn die Mischung Naphthalin—Benzoesäure wird bei
dem bekannten Vorschlag selbst als »Brennstoff« be-
Verfahren zur Erhöhung der Kompression in Verbrennungsmotoren
Anmelder:
Dr. Ernst Drouven,
Torri del Benaco, Verona (Italien)
Torri del Benaco, Verona (Italien)
Vertreter: Dr. L. Terres-Trip, Patentanwalt,
Karlsruhe, Karl-Wffiielm-Str. 1 b
Karlsruhe, Karl-Wffiielm-Str. 1 b
Dr. Ernst Drouven, Torri del Benaco, Verona (Italien), ist als Erfinder genannt worden
—
zeichnet. Das Zusammenwirken dieser Mischung mit Schwermetallen ist nicht beabsichtigt.
Es ist auch schon der Zusatz anderer metallorganischer Verbindungen bekanntgeworden, und zwar wurden hierbei
die Metalle nach dem Gesichtspunkt ihrer katalytischen Wirkung auf die Verbrennung der Treibstoffe ausgewählt.
Genannt sind beispielsweise Metallverbindungen des /S-Diacetons und seiner Homologen, wobei als Metalle
solche der verschiedensten Gruppen des Periodischen Systems Anwendung finden können. Auch Alkali- und
Erdalkalimetalle sind in diesem Zusammenhang genannt. Auch die gleichzeitige Anwendung mehrerer Metalle ist
bekannt. So sind folgendeStoffgruppen empfohlen worden: Propionylacetonat von Nickel, Kobalt, Cerium neben dem
Acetylacetonat des Thoriums und Zirconiums, ferner eine Mischung, bei der zusätzlich zu den obengenannten Verbindungen
auch noch das Uran- und Chromacetylacetonat Anwendung finden soll. Bei einer anderen anzuwendenden
Mischung wird auch noch das Kupferpropionylacetonat angewandt.
Die Anwendung von Mischungen von Metallsalzen entsprechend vorliegender Erfindung liegt außerhalb des
Rahmens der seitherigen Vorschläge.
Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geschieht am zweckmäßigsten in der Weise, daß in einer
Glasflasche zunächst eine Lösung der Säure und beispielsweise des Naphthalins in normalem Kraftstoff hergestellt
wird. Diese Lösung wird dem Betriebsstoff in solcher Menge zugesetzt, daß die obengenannten Konzentrationen
erreicht werden.
Die Mischung kann beispielsweise in einem Behältnis erfolgen, das in Form von Drähten, Folien, Schnitzeln die
obengenannten Metalle oder ihre Legierungen enthält. Die erfindungsgemäße Mischung des Kraftstoffes kann
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auch im Tank des Fahrzeuges oder der Kraftmaschine selbst hergestellt werden.-Sinngemäß kann in den Fällen,
bei denen der Tank mit einer Blei-Zinn-Legierung ausgekleidet ist, die Kraftstoffzuleitung aus Kupfer, die Benzinpumpe
und/oder der Schmutzbecher aus Spritzguß bestehen, auf die besondere Gegenwart von Schnitzeln oder
Drähten der entsprechenden Metalle im Tank verzichtet werden.
Die Zusammenwirkung der Metalle mit den erfindungsgemäß anzuwendenden Zusätzen kann auch dadurch
erreicht werden, daß man das Benzin von dem Tank in den Verbrennungsraum über ein Filtergefäß leitet, welches
Schwermetalle der genannten Art enthält.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann Anwendung finden für jede Art von Verbrennungsmotoren. Die Wirkung
des Verfahrens erweist sich in der Leistungssteigerung des Motors und in der Verminderung des
Kraftstoffverbrauchs.
Ein ganz besonders hervorragender Vorteil ergibt sich, wie erwähnt, in der Wirkung des erfindungsgemäßen Verfahrens
auf die Kompression. Bei längerem Gebrauch eines Motors sinkt bekanntlich die Kompression herab.
Wird jedoch die erfindungsgemäße Mischung unter Einhaltung der erfindungsgemäß weiterhin zu beachtenden
Bedingungen angewandt, so wird die Kompression nicht nur wieder aufgebaut, sondern sogar gesteigert. Andererseits
ist diese Steigerung begrenzt, so daß eine Überbeanspruchung des Motors ausgeschlossen ist. Somit dient der
neue Kraftstoff gleichzeitig der Erhaltung und Steigerung des Verdichtungsdrucks sowie dessen Wiederherstellung,
wenn er abgesunken war.
Dem erhöhten Wirkungsgrad des Kraftstoffes entspricht ein verminderter Kraftstoffbedarf, und diesem wird z. B.
bei Anwendung der vorliegenden Erfindung bei Vergasermotoren dadurch Rechnung getragen, daß in an sich bekannter
Weise das Verhältnis von Brennstoff zu Luft verkleinert
wird. Dies geschieht durch Anwendung kleinerer Düsen und/oder durch Anwendung größerer Lufttrichter.
Dem herabgesetzten Verhältnis Kraftstoff zu Luft wird in an sich bekannter Weise der Zündvorgang angepaßt, beispielsweise
beim Vergasermotor durch entsprechende Zündpunkteinstellung und entsprechenden Wärmewert
der Zündkerzen.
Der bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte Kraftstoff zeichnet sich bei seinem Zusammenwirken mit
den genannten Schwermetallen auch durch seine außerordentlich gute, nahezu vollständige Verbrennung aus.
Die Ventilsitze bleiben unangetastet, und der Motor wird in jeder Weise geschont. Auffallend ist ferner, daß trotz
des erhöhten Wirkungsgrades der Kühlwasserverbrauch geringer ist als üblich.
Der nachfolgend beschriebene Fahrversuch wurde ausgeführt von dem Institut für Kraftfahrwesen der Technischen
Hochschule Aachen mit einem Personenkraftwagen Fiat 500 A (Normalverbrauch nach Windecker
6,31 pro 100 km, nach Fiat-Angabe 14 km pro Liter, Verdichtungsverhältnis 1:6,5), welcher 93000 km gelaufen
war. Davon waren 55000 km unter den erfindungsgemäßen Bedingungen gefahren worden. Zylinder und
Kolben waren die letzten 60000 km nicht überholt worden. Zum Zwecke des Versuches wurde wie folgt verfahren:
2 g Benzoesäure und 50 g Naphthalin wurden in 1000 cm3 Benzin gelöst. An einer Tankstelle wurden dann
101 Normalbenzin in eine Gemischkanne aus Zink gefüllt und 60 cbm der beschriebenen Lösung hinzugegeben,
durchgepumpt und sofort in den mit einer Blei-Zinn-Legierung ausgestatteten Tank des Fiat 500 A eingefüllt.
Nach Öffnung des Benzinhahnes aus Messing gelangte das Benzin durch die kupferne Zuleitung und den Schmutzbecher
aus minderwertigem Zinkspritzguß zum normalen Fiat-Weber-Vergaser.
In den Motor gelangten bei dem beschriebenen Versuch eine Mischung von Blei-, Kupfer- und Zinkbenzoaten und ferner geringe Mengen von Zinnbenzoat.
In den Motor gelangten bei dem beschriebenen Versuch eine Mischung von Blei-, Kupfer- und Zinkbenzoaten und ferner geringe Mengen von Zinnbenzoat.
Der Lufttrichter des Vergasers blieb bei dem Fahrversuch unverändert, während die normale Hauptdüse (0,95)
durch eine Düse 0,85 ersetzt wurde. Die normalen Kerzen
(175) wurden durch Kerzen Marelli 240 ersetzt und gleichzeitig die entsprechende Vorzündung eingestellt.
Um alle Zufälligkeiten auszuschalten, wurde der Versuch abwechselnd mit Gegenwind und in der Windrichtung
auf der gleichen Strecke durchgeführt. Der Wagen lief mit wechselnder Geschwindigkeit und entsprechend
wechselndem Benzinverbrauch. Im einzelnen ist der Versuch in bezug auf Geschwindigkeit und Verbrauch
in der folgenden Tabelle wiedergegeben. Die Ergebnisse im Gegenwind sind mit A, die in Windrichtung
mit B bezeichnet.
| A | Geschwindigkeit | Verbrauch | B | Verbrauch |
| km pro Stunde | 1 pro 100 km | Geschwindigkeit [ | 1 pro 100 km | |
| 64,3 | 4,36 | km pro Stunde | 3,84 | |
| 71,4 | 3,89 | 63,4 | 3,76 | |
| 69,6 | 4,76 | 63,5 | 4,20 | |
| 69,3 | 4,45 | 69,5 | 4,13 | |
| 52,6 | 4,25 | 68,5 | 4,53 | |
| 53,5 | 3,94 | 4,40 | ||
| 44,4 | 4,16 | 3,53 | ||
| 43,7 | 3,98 | 3,35 | ||
| 35,2 | 3,91 | 75,5 | 3,57 | |
| 34,4 | 4,03 | 74,1 | 3,46 | |
| 34,3 | 4,17 | 53,8 | 3,60 | |
| ■■ 33,6 | 3,99 | 52,4 | 3,33 | |
| 28,3 | 3,91 | 45,6 | 3,35 | |
| 26,2 | 3,93 | 3,35 | ||
| :;: 26,6 | 3,98 | 3,75 | ||
| : 26,5 | 3,90 | 44,7 | 3,46 | |
| 36,0 | 3,42 | |||
| 35,9 | 3,42 | |||
| 35,6 | 4,64 | |||
| 34,4 | 4,17 | |||
| 27,0 | ||||
| 26,4 | ||||
| 27,3 | ||||
| 26,0 | ||||
| 75,0 | ||||
| 74,2 | ||||
Die Kompression war in den einzelnen Zylindern wie folgt gestiegen:
| Zylinder 1 | Zylinder 2 | Zylinder 3 | Zylinder 4 | |
| Vor dem Versuch. ... Nach dem Versuch .. |
9,0 9,3 |
8,2 8,9 |
8,8 9,1 |
6,3 7,9 |
25
30
Zusammenfassend ergibt sich ein Normverbrauch von 3,75 1 an Stelle der 6,31 bei fabrikneuem Motor.
Ergänzend sei noch bemerkt, daß bei gleicher Gelegenheit bei Fahrversuchen in freier Fahrt auf unterschiedlichem
Gelände mit voll besetztem Wagen Geschwindigkeiten über 85 km mit einem Durchschnittsverbrauch
ebenfalls von 3,751 erreicht wurden.
Bei den Versuchen mit diesem Wagen betrug die Kühl-•wassertemperatur
55 bis 6O0C.
Der nachfolgend beschriebene Prüfstandversuch wurde ebenfalls von der Technischen Hochschule Aachen mit
einem gebrauchten Ford-Taunus-Motor von 1,1721 Hubvolumen und einem Verdichtungsverhältnis von 1: 6,5
ausgeführt. Die Versuchsbedingungen betreffend Kraftstoff, Kraftstoffzusätze und Kraftstoffvorbehandlung
waren die gleichen wie bei Beispiel 1. Am normalen Solexvergaser (VFJ 26) mit Leerlaufdüse 045 und einer Luftkorrekturdüse
190 wurden zunächst verschiedene Düsen ausprobiert und schließlich die Hauptdüse 125 gegen eine
Hauptdüse 120 und der Lufttrichter 21,5 gegen einen Lufttrichter 22,5 ausgetauscht. Außerdem wurden die
Zündkerzen Beru 175 durch solche Marelli 240 ersetzt.
In der Einlaufzeit stieg die Motorleistung in Abständen von wenigen Stunden, wie aus der nachfolgenden Tabelle
ersichtlich, und sank der Kraftstoffverbrauch bei gleicher Leistung von 356 g/PSh auf 276 g/PSh bei gleichzeitiger
Steigerung der Kompression.
Wie aus der Tabelle ersichtlich, ist eine dem neuen Kraftstoff entsprechende Herabsetzung des Verhältnisses
Brennstoff zu Luft von größtem Einfluß auf die Leistung; bei gleichbleibender Tourenzahl ergaben 209 g/PSh eine
Leistung von 25,5 PS bei Düse 105 und Lufttrichter 21,5, während bei Düse 120 und Lufttrichter 22,5 eine Leistung
von 27,8 PS mit 205 g/PSh erreicht wurde.
Ein als Gegenprobe durchgeführter Versuch an dem gleichen Ford-Taunus-Motor ergab, daß die Anwendung
einer geringeren Dosis der erfindungsgemäßen Zusätze sich sofort in verringerter Kompression und geringerer
PS-Zahl bemerkbar machte. Die Leistung sank um 1 PS ab und die Kompression um 0,2 atü.
In der Zeichnung entspricht die Kurvenschar I dem beschriebenen Versuch mit den erfindungsgemäßen Zusätzen,
die Kurvenschar II einem Gegenversuch, der unter Verwendung von normalem Fahrbenzin ohne irgendwelche
Zusätze ausgeführt worden war. Auf dem Kurvenblatt ist als Ordinate der effektive Kolbendruck
{Pe[kg/cm2]), als Abszisse die Umdrehungszahl (
55 aufgetragen. Die einzelnen Kurven stellen die effektiven Kolbendrücke als Funktion der Tourenzahl bei verschiedenen
effektiven Leistungen der Maschine dar, und gleichzeitig ist jede Kurve durch den Brennstoffverbrauch
in g je PS-Stunde charakterisiert. Die Kurvenscharen sind in einzelne Gebiete durch die effektive Leistung der
Maschine unterteilt, undzwar in die GebietevoniVe = 30PS bis Ne = 25 PS, von Ne = 25 PS bis Ne = 20 PS, von
Ne = 20 PS bis Ne = 15 PS und von Ne = 15 PS bis Ne = 10 PS. Der Brennstoffverbrauch in g je PS-Stunde
steigt in beiden Versuchsreihen mit fallender Motorleistung.
Bei den Versuchen ohne Zusatz steigt der Brennstoffverbrauch von 245/244 g/PSh bei Ne = 30 PS auf
440 g/PSh bei Ne = 10 PS und noch mehr bei Absinken der effektiven Leistung unter 10 PS.
Die Vergleichszahlen bei Zusatz gemäß der Erfindung sind beispielsweise 215 g/PSh bei Ne = 30 PS und nur
ansteigend auf 290 g/PSh bei Ne = 10 PS.
Daraus ergibt sich größenordnungsmäßig ohne Zusatz ein Mehrverbrauch von 14 % bei Ne = 30 PS bis 50 % bei
Ne = 10 PS.
Es sei noch bemerkt, daß der geringe, aber charakteristische Rückstand auf den Kolbenköpfen nach Durchführung
der Versuche analysiert wurde. Die Mikroanalyse ergab, daß der Rückstand nur Spuren von Kohlenstoff enthielt,
im übrigen ganz aus Asche (Metalloxyden) bestand.
Bei diesen Prüfstandversuchen ergab sich ein normaler Ölverbrauch; der Kühlwasserbedarf zur Aufrechterhaltung
einer konstanten Temperatur von 8O0C war bedeutend geringer als bei Verwendung von Benzin ohne
die erfindungsgemäßen Zusätze.
Der folgende Versuch wurde an einer Dieselmaschine ausgeführt, und zwar mit dem Mercedes-Personenwagen
mit der Bezeichnung 170 Da, Baujahr 1951, Kompressionsverhältnis 1: 19.
Es wurde eine Lösung von Benzoesäure und Naphthalin in Benzin hergestellt entsprechend Beispiel 1. Von dieser
Lösung, die 2 g natürliche Benzoesäure und 50 g Naphthalin pro Liter Benzinlösung enthielt, wurden 480 ecm in
den Kraftstofftank des Dieselwagens gegeben und dann 401 Dieselkraftstoff (Gasöl) eingefüllt. In den Tank
wurden eingehängt Folien von Kupfer, Blei, Zink und Lötzinn (65 Teile Blei, 35 Teile Zinn) und ferner eine
Messingfolie. Um die Metalloberfläche noch zu vergrößern, wurde weiterhin ein Säckchen mit Feilspänen der gleichen
Metalle in den Tank eingehängt.
| Um drehungen »i/min |
Pe kg/cm2 |
Ne PS |
Q cm3 Brennstoff menge |
Zu Beispiel | 2 | Düse | Luft trichter |
i 1 |
Kompression η vier Zylindern 2 3|4 |
7,2 | 7,4 | |
| Datum | 2050 | 2,7 | 7,21 | 86,3 | t Brennstoff- durchlauf- sekunden |
Brennstoff- \'erbrauch in g/PSh |
120 | 21,5 | 8,0 | 7,6 | ||
| 19. 5. 53 | 1980 | 2,92 | 7,53 | 86,3 | 86,9 | 356 | 115 | 21,5 | ||||
| 20. 5. 53 | 2000 | 2,69 | 7,00 | 86,3 | 88,1 | 336 | 110 | 21,5 | ||||
| 20. 5. 53 | 2000 | 2,69 | 7,00 | 86,3 | 105,7 | 301 | 105 | 21,5 | ||||
| 21. 5. 53 | 3500 | 5,6 | 25,5 | 86,3 | 115,8 | 276 | 105 | 21,5 | 7,9 | 8,5 | ||
| 20. 5. 53 | 41,9 | 209 | 8,4 | 8,3 | 8,2 | 8,0 | ||||||
| 22. 5. 53 | 3500 | 6,1 | 27,8 | 154,3 | 120 | 22,5 | 8,4 | 8,3 | ||||
| 28. 5. 53 | 68,9 | 205 | ||||||||||
Vor dem Versuch mit dem beschriebenen Kraftstoff war die Kompression des Wagens mit einem selbstschreibenden
Motometergerät gemessen worden. Dann wurden km mit der oben angegebenen erfindungsgemäßen
Kraftstoffmischung ausgefahren, wobei sich eine Erhöhung der Kompression ergab. Nachstehend sind die vor
und nach dem Versuch an den vier Zylindern gemessenen Werte gegenübergestellt:
| Zylinder 1 | Zylinder 2 | Zylinder 3 | Zylinder 4 | |
| Vor dem Versuch Nach dem Versuch ... |
16 at 21 at |
17 at 19 at |
18 at 24 at |
19 at 22 at |
Alle Kompressionsmessungen wurden bei einer Kühlwassertemperatur von 4O0C durchgeführt.
Claims (6)
1. Verfahren zur Erhöhung der Kompression in Verbrennungsmotoren bei Verwendung von Treibstoffen,
die Salze organischer Säuren enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß Treibstoffe mit geringem,
unter 0,1 Volumprozent, vorzugsweise zwischen 0,001 und 0,02 Volumprozent, liegendem Gehalt an im Treibstoff
gelöster aromatischer Säure, die mit Blei in Verbindung mit Kupfer und/oder Zink und gegebenenfalls
Zinn in Berührung gebracht wurde, verwendet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Treibstoffe mit einem Gehalt an löslichen
Bleisalzen aromatischer Säuren in Verbindung mit Kupfer- und/oder Zink- und gegebenenfalls Zinnsalzen
verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der verwendete Treibstoff einen
mehrkernigen aromatischen Kohlenwasserstoff, vorzugsweise Naphthalin, in der 2- bis 500fachen, vorzugsweise
25fachen Menge der Säure enthält.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verwendete Mischung aus Treibstoff
und aromatischer Säure in einem Behälter, in dem sich Blei mit einem oder mehreren der obengenannten
Metalle in Form von Drähten, Folien oder Schnitzeln befinden, in Berührung gebracht wurde.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metalle in Form ihrer Legierungen
Anwendung finden.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß Treibstoffe verwendet werden, welche Blei, Kupfer und Zink in Form ihrer Benzoate in dem
Treibstoff gelöst enthalten.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschriften Nr. 823 791, 552 236;
französische Zusatzpatentschrift Nr. 50 276,
Französische Patentschriften Nr. 823 791, 552 236;
französische Zusatzpatentschrift Nr. 50 276,
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 877/135 1.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DED15462A DE1023631B (de) | 1954-06-01 | 1954-06-01 | Verfahren zur Erhoehung der Kompression in Verbrennungsmotoren |
| DE10654X | 1954-06-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1023631B true DE1023631B (de) | 1958-01-30 |
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ID=25748601
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED15462A Pending DE1023631B (de) | 1953-12-07 | 1954-06-01 | Verfahren zur Erhoehung der Kompression in Verbrennungsmotoren |
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| CH (1) | CH328433A (de) |
| DE (1) | DE1023631B (de) |
| GB (1) | GB792704A (de) |
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| DE1108005B (de) * | 1958-09-26 | 1961-05-31 | Torrimetal Trust Reg | Treibstoff fuer Explosions- und Dieselmotore |
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- 1954-07-09 GB GB20213/54A patent/GB792704A/en not_active Expired
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