[go: up one dir, main page]

DE1023605B - Anordnung zur automatischen Beeinflussung der Tontraegergeschwindigkeit bei Magnettongeraeten - Google Patents

Anordnung zur automatischen Beeinflussung der Tontraegergeschwindigkeit bei Magnettongeraeten

Info

Publication number
DE1023605B
DE1023605B DEL19534A DEL0019534A DE1023605B DE 1023605 B DE1023605 B DE 1023605B DE L19534 A DEL19534 A DE L19534A DE L0019534 A DEL0019534 A DE L0019534A DE 1023605 B DE1023605 B DE 1023605B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sound carrier
braking
arrangement according
braking device
carrier roll
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL19534A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Siegmund Loewe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEL19534A priority Critical patent/DE1023605B/de
Publication of DE1023605B publication Critical patent/DE1023605B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Braking Arrangements (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft die automatische Beeinflussung der Tonträgerbewegung und bezweckt, ein schnelles Auffinden bestimmter Stellen auf einem Tonträger zu ermöglichen.
Es ist bereits bekannt, bei Magnettongeräten Vorrichtungen anzubringen, die auf Änderungen des Bandwickeldurchmessers ansprechen und Schaltwirkungen auslösen. So sind z. B. Einrichtungen mit am Bandwickel anliegenden Fühlhebeln bekannt, die in Abhängigkeit vom Bandwickeldurchmesser Schaltvorgänge bewirken.
Es ist ferner bekannt, bei Magnettongeräten handbetätigte Bremsen vorzusehen, die auf den Spulenträger bzw. auf eine Bremstrommel wirken.
Demgegenüber betrifft die Erfindung eine automatische Bremseinrichtung bei bestimmten Bandstellen von besonderer Einfachheit. Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß ein direkt auf den Tonträgerwickel wirkendes, auf einen bestimmten Wickeldurchmesser einstellbares Bremsglied in Form einer Scheibe, Reibrolle oder sonst geeignet gestalteter Druckfläche aus elastischem Material, z. B. Filz, Gummi od. ä., verwendet wird.
Die Bremsung kann auf die periphere Außenfläche des Tonträgerwickels oder auf die Schmalkanten des bandförmigen Tonträgerwickels erfolgen. Um ein weiches Abbremsen des Tonträgers zu erzielen, ist es vorteilhaft, die Bremsvorrichtung in Richtung des wachsenden Durchmessers des Tonträgerwickels federnd, in der Gegenrichtung radial einstellbar, jedoch nicht federnd auszuführen. Die Vermeidung einer Federung in der Gegenrichtung ist zweckmäßig, um ein möglichst genaues Einsetzen der Bremswirkung mit wachsendem Außendurchmesser des Tonträgerwickels zu gewährleisten.
Die Federung der Bremsvorrichtung kann verschieden ausgebildet werden. So kann sie derart federnd oder nachgebend sein, daß die Bremswirkung trotz zunehmenden Außendurchmessers des Tonträgerwickels konstant oder nahezu konstant bleibt. Diese Ausbildung der Bremsvorrichtung ist zu wählen, wenn man eine weiche, lang anhaltende und gleichmäßige Bremsung erzielen will. Sie ist zu verwirklichen durch Verwendung einer langen Feder. Andererseits kann man die Bremswirkung durch Verwendung einer kurzen, harten Feder schnell anwachsen lassen. In diesem Falle wird bei zunehmendem Außendurchmesser des Tonträgerwickels eine automatisch schnell stärker werdende Bremswirkung erzielt.
Ferner kann die Bremsvorrichtung derart ausgebildet sein, daß die Drehung des Tonträgerwickels zu einer Verstärkung der Bremswirkung ausgenutzt wird. In diesem Falle soll sich also die Bremswirkung mit zunehmendem Außendurchmesser des Tonträger-
Anordnung
zur automatischen Beeinflussung
der Tonträgergeschwindigkeit
bei Magnettongeräten
Anmelder:
Dr. Siegmund Loewe,
Yonkers, New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. phil. K. Teucke, Patentanwalt,
Berlin-Dahlem, Iltisstr. 7
Dr. Siegmund Loewe,
Yonkers, New York, N. Y. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
wickeis stärker steigern, als dem Anwachsen des Wickeldurchmessers allein entspricht. Dies kann beispielsweise dadurch verwirklicht werden, daß nach Beginn der Bremswirkung die Bremsbacke in der Drehrichtung durch den drehenden Tonträgerwickel mitgenommen wird und dadurch stärker an den Wickel gepreßt wird, z. B. durch Herbeiführung einer Keilwirkung mit Hilfe der Drehung des Tonträgerwickels. Derartiges ist bei Bremsen bekannt.
Des weiteren wird vorteilhafterweise die Bremsvorrichtung gemäß der Erfindung so ausgebildet, daß sie bei ihrer Bewegung gleichzeitig einen elektrischen Kontakt betätigt. Dieser Kontakt kann in bekannter Weise dazu dienen, die Geschwindigkeit des Antriebs zu beeinflussen bzw. den Motor zum Stillstand zu bringen. Dieser elektrische Kontakt kann entweder nach einer gewissen Federung der Bremsvorrichtung zur Wirkung kommen oder zugleich mit bzw. vor Eintreten der Bremsung wirksam werden. Im letzteren Falle beschleunigt die Bremsvorrichtung das Erreichen eines anderen gewünschten Bewegungszustandes des Tonträgers, z. B. auf Langsamlauf oder Stillstand. Die Erfindung betrifft nicht allgemein eine Bremswirkung auf den Wickel statt auf den Wickelteller.
Die Anordnung gemäß der Erfindung sei an Hand der Abbildungen, die schematisch beispielsweise Ausführungen des Erfindungsgedankens zeigen, in ihren Einzelheiten näher erläutert.
In Fig. 1 ist 1 die Geräteplatte, auf der die beiden Tonbandwickel 2 und 3 drehbar angeordnet sind.
709 877/12+
Nähere Einzelheiten zum Antrieb des Tonträgers selbst seien der Einfachheit halber fortgelassen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel drehen sich die beiden Tonträgerwickel 2 und 3 beim Aufspulen im Schnellauf jeweils wechselseitig in der Pfeil richtung. Gemäß der Erfindung sind im Bereich dieser beiden Tonbandwickel je eine Bremsvorrichtung 4 bzw. 5 vorgesehen. Diese Bremsvorrichtungen 4 und 5 sind radial zu den Tonbandwickeln einstellbar, wie dies
Fig. 2 so angeordnet, daß sie an der peripheral Außenfläche des Tonträgerwickels 7 angreift. Die Vorrichtung 6 ist in der Ebene des Wickels 7 radial verschiebbar, z.B. in einer Führung der Geräteplatte l,1 und in beliebig einstellbaren Entfernungen vom Mittelpunkt des Tonträgerwickels 7 festlegbar. Bei Spulen mit Flanschen 8 und 9 muß die Vorrichtung 6 zwischen diese Flansche einschiebbar ausgebildet sein. Fig. 3 zeigt eine andere Möglichkeit für die An-
durch die Pfeile an den Teilen 4 und 5 angedeutet ist. io Ordnung der Bremsvorrichtung 10, die bei flansch-
Der linke Tonträgerwickel 2 wird beim vorliegenden losen Spulen anwendbar ist. Hier wirkt die Brems-
Beispiel gerade aufgespult, d. h, also, der Außen- vorrichtung auf die Schmalkanten des aufgewickelten
durchmesser dieses Wickels 2 wächst mit den Um- Tonbandes 11 ein. Die Vorrichtung 10 muß hier also
drehungen an. Sobald dieser Außendurchmesser des senkrecht zur Ebene des Tonbandwickels und gleich-Tonträgerwickels so groß geworden ist, daß die 15 zeitig radial dazu beweglich sein.
Bremsvorrichtung 4 mit der Außenfläche des Ton- Fig. 4 zeigt eine beispielsweise Ausführungsform
trägers in Berührung kommt, tritt der erfindungs- für die Bremsvorrichtung. Diese ist z. B. in Form
gemäß beabsichtigte Bremseffekt auf. Es kann also einer Filzscheibe 12 ausgebildet, die exzentrisch bei
durch die erfindungsgemäße Einrichtung erzielt wer- 13 gelagert ist. Die Stärke der Filzscheibe muß derart den, daß automatisch bei einer bestimmten Außen- 20 bemessen sein, daß sie zwischen die Spulenflansche
durchmessergroße des Tonträgerwickels, die durch einschiebbar ist. Durch Drehung dieser Filzscheibe
die radiale Einstellung der Bremsvorrichtung 4 zum kann der Einsatz des Bremseffektes eingestellt werden
Drehpunkt bzw. Mittelpunkt des Tonträgerwickels (Feineinstellung).
bestimmt wird, eine Bremsung und damit eine Be- Fig. 5 zeigt schematisch die prinzipielle Ausfüheinflussung der Geschwindigkeit des Tonträgers 25 rungsform der Bremsvorrichtung gemäß der Ererfolgt. Neben dieser Bremsung kann die Einrichtung findung in der Weise, daß sich die Bremswirkung mit auch derart ausgebildet werden, daß eine Schalt- zunehmenden Außendurchmessern des Tonträgerwirkung ausgelöst wird, beispielsweise durch Betäti- wickeis automatisch verstärkt. Die Bremsbacke 14 ist gung eines elektrischen Kontaktes, der bei einem in diesem Falle in Richtung der Drehbewegung des Druck auf die Bremsvorrichtung bzw. einer Ver- 30 Tonträgerwickels 15 beweglich ausgeführt, was scheschiebung der Bremsvorrichtung 4 in Tätigkeit tritt. matisch durch die Rollenlagerung 16 angedeutet ist. Für diesen Zweck kann vorteilhafterweise die Brems- Ist der Tonträgerwickel während des Aufspulens so vorrichtung federnd angeordnet sein, wie dies schon stark geworden, daß seine periphere Außenfläche die eingangs ausgeführt wurde. Durch die zusätzliche Bremsbacke 14 berührt, so wird sie durch die Dreh-Schal tvorrichtung kann der Antriebsmotor in be- 35 bewegung in Pfeilrichtung mitgenommen und klemmt kannter Weise am Ende des Tonträgers oder an wähl- sich dadurch bei fortlaufend anwachsendem Tonbaren Zwischenstellungen desselben abgeschaltet trägerwickeldurchmesser infolge der Keilwirkung werden. Man kann so z. B. bei Schnellgang am Ende fest. Die Feder 17 dient dazu, um den Bremsblock 14 des Tonträgers mit Sicherheit eine Stillsetzung des bei Umkehr der Drehrichtung des Tonträgerwickels Tonträgers erzielen oder-auch, an-vorher einstellbaren 40 beschleunigt zurückzuziehen und dadurch automatisch Punkten des· Tonträgers den Antrieb anhalten. Im die Bremswirkung stärker zu verringern, als an sich letzteren Falle handelt-es· sich meistens um das Auf- der Abnahme des Tonträgerwickeldurchmessers entsuchen bestimmter Stellendes Tonträgers, die vorher spricht,
ausgewählt sind. Fig. 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des
Ebenso tritt beim Aufspulen des rechten Tonträger- 45 Erfindungsgedankens, und zwar ist hierbei die Bremswickels 3 die andere Bremsvorrichtung 5 in Tätigkeit. vorrichtung mit der Andruckrolle automatisch ge-In diesem Fall wird der Wickel 2 abgespult, und die kuppelt. Da nämlich bei Schnellauf die Andruckrolle erfindungsgemäße Bremsvorrichtung 4 ist außer vom Antrieb abgehoben wird, ist es vorteilhaft, die Tätigkeit. Bremsvorrichtung für diesen Fall automatisch mit
Zur Erleichterung der Einstellung der Brems- 50 der Andruckrolle zu kuppeln, um bei Umschaltung vorrichtung zwecks Aufsuchens bestimmter Stellen auf Schnellauf automatisch auch die Bremsvorrichtung auf dem Tonträger werden varteilhafterweise für jede wirksam werden zu lassen. 18 und 19 sind die beiden Bremsvorrichtung zwei Einstellskalen vorgesehen, Tonbandwickel, von denen das Tonband 20 an der von denen die eine Einstellangaben für den einen Ton- Antriebrolle 22 des Motors 23 und der Andruckrolle trägerwickel, die andere Einstellangaben für die 55 21 vorbeigeführt wird. Die Bremsvorrichtung besteht andere Tonträgerspule trägt. Dies ist erforderlich, da aus dem Teil 24, das beide Bremsbacken in einem bei zweispuligen Geräten jede Spule einmal ab- Stück vereinigt, und ist auf der Achse 26 befestigt gewickelt und das andere Mal aufgewickelt wird. und mittels des Flügelgriffes 27 um diese Achse Diese Einstellskalen können in bekannter Weise oben schwenkbar, um jeweils eine der beiden Bremsbacken auf den vorzugsweise durchsichtigen Spulenflanschen 60 in Arbeitsstellung bringen zu können. Dieses schwenkangebracht sein. Auch-ist es möglich, die Brems- bare Bremsteil 24 ist mittels des herzförmigen Exvorrichtungen an einstellbaren Halteschienen oder zenterteiles 25 und des Winkelbleches 28 mit der -stangen zu befestigen und auf diesen in Längs- Andruckrolle 21 gekuppelt. Das herzförmige Exrichtung verschiebbaren Schienen oder Stangen Ein- zenterteil 25 ist nämlich gleichfalls mit Achse26 starr Stellskalen für die Bremsvorrichtungen vorzusehen, 65 verbunden, und die Andruckrolle 21 ist am Winkelwie dies in. dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 blech 28 drehbar befestigt. Wird nun der Flügelgriff dargestellt ist. Λ' 27 im Uhrzeigersinne gedreht, so geschieht folgendes:
In den Fig. 2 und 3 sind zwei Möglichkeiten des Der Motor wird durch eine nicht dargestellte Schalt-
Angreifens der Bremsvorrichtungen am Tonträger- vorrichtung infolge der Drehung der Achse 26 auf
wickel dargestellt. Die Bremsvorrichtung 6 ist gemäß 70 Schnellgang geschaltet, derart, daß Tonträgerwickel
18 sich in Pfeilrichtung dreht; durch die Drehung des Flügelgriffes 27 wird ferner das herzförmige Exzenterteil 25 ebenfalls im Uhrzeigersinne gedreht, so daß dessen linke Nase den abgewinkelten Teil 29 des Winkelblechs 28 und damit das letztere derart ver- S schiebt, daß die Andruckrolle 21 vom Band 20 abgehoben wird. Hierbei wird die Feder 30, die Teil 28 mit der Platine (Chassis) 31 verbindet, gespannt und Teil 28 bei dieser Bewegung durch den in der Platine 31 befestigten Stift 32 geführt. Die Achse 26 ist in der Platine 31 gleichfalls drehbar gelagert und durch ein Langloch im Winkelhebel 28 geführt. Schließlich wird durch die Drehung von 27 die neben dem Tonträgerwickel 18 angeordnete Bremsbacke des Teiles
24 in Arbeitsstellung gebracht, d. h. in den Bereich des Tonträgerwickels 18 geschwenkt. Die rechte Bremsbacke des Teiles 24 wird durch diese Bewegung aus dem Bereich des anderen Wickels 19 herausgeschwenkt. Hat der andere Tonträgerwickel 18 einen ausreichenden Wickeldurchmesser erreicht, so daß die zugeordnete Bremsbacke des Teiles 24 die periphere Außenfläche dieses Wickels 18 berührt, so wird durch die Drehbewegung des Wickels die Bremsbacke im Uhrzeigersinne noch weiter mitgenommen, so daß eine mit zunehmendem Aufspulen stärker werdende Bremsung erfolgt.
Es kann also mit der beschriebenen Anordnung bei Schnellgang die Bremsbewegung automatisch mit dem Abheben der Andruckrolle gekuppelt werden und die Bewegung des Bandes 20 automatisch bei Erreichen eines bestimmten Außendurchmessers des Wickels abgebremst werden. Des weiteren kann z. B. hierbei zusätzlich noch eine Schaltwirkung ausgelöst werden. So kann z. B. durch einen mittels der Bewegung des Bremsteils 24 betätigten elektrischen Kontakt der Antrieb des Tonträgers um- oder abgeschaltet werden.
In Fig. 7 ist das Winkelblech 28 mit den wesentlichen Teilen nochmals herausgezeichnet. Man erkennt deutlich, daß das herzförmige Exzenterteil 25 an dem abgewinkelten Teil 29 des Winkelblechs 28 anliegt. Am anderen Ende des Blechs 28 ist die Andruckrolle 21 drehbar gelagert, die bei Normalbetrieb das Band gegen die Antriebrolle 22 drückt. Bei Umschaltung auf Schnellauf wird die Achse 26 gedreht, gleichzeitig damit verdreht sich auch das herzförmige Exzenterteil 25 und verschiebt dabei mit einer der beiden am Teil 29 anliegenden Nasen — je nachdem, ob die Achse 26 nach rechts oder links gedreht wird ·—■ das Teil 28 in Pfeilrichtung und hebt dadurch die Andruckrolle 21 vom Band 20 ab. Diese Bewegung wird mittels Stift 32 im Schlitz 33 geführt. Gleichzeitig mit dieser Bewegung wird auch das starr mit dem Teil
25 und der Achse 26 gekuppelte Bremsteil 24 in den Bereich eines der beiden Tonträgerwickel 18 bzw. 19 gebracht (vgl. Fig. 6). Es ist also durch diese Vorrichtung das Instellungbringen der Bremsvorrichtung mit dem Abheben der Andruckrolle gekuppelt.
Man kann nun diese Vorrichtung dahingehend ausbilden, daß die Arbeitsteilung der Bremsbacken erfindungsgemäß einstellbar gemacht wird. Eine solche Ausführungsform zeigt die Fig. 8. Hier sind 34 und 35 wiederum die beiden Tonträger wickel, 36 ist das drehbare Bremsteil mit den Bremsbacken 37 und 38. Diese Bremsbacken sind nun in ihrer Lage in bezug auf die Tonbandwickel mittels der verschiebbaren Stange 39 und 40, die im Teil 36 verstellbar geführt sind und mittels der Schrauben 41 und 42 festgelegt werden können, einstellbar. Die übrigen, der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellten Teile können den in Fig.6 dargestellten entsprechen, jedoch braucht es sich nicht unbedingt um eine automatische Kupplungsanordnung mit der Tonrolle zu handeln. Die einstellbaren Schienen zur Halterung der Bremsbacken können ganz allgemein für jede Bremsvorrichtung" im Sinne des Erfmdungsgedankens Verwendung finden. Es können also mit dieser Anordnung gemäß der Erfindung beliebige Stellen des Tonbandes wahlweise automatisch aufgesucht werden.
Die Einstellskalen bzw. Einstellangaben können natürlich auch, wie bereits oben ausgeführt, auf dem z. B. durchsichtigen Spulenträger angebracht sein.
Da die Tonträgerwickel wechselseitig aufgespult werden, braucht jeweils nur eine der Bremsbacken in Betrieb genommen zu werden, und zwar immer nur auf der Seite des aufspulenden Tonträgerwickels. Aus diesem Grunde ist es vorteilhaft, zwei Einstellskalen auf jeder Spule bzw. auf j'eder Einstellschiene für die Bremsbacken vorzusehen, die jeweils die Einstellung für beide Betriebsfälle ablesbar machen.
Fig. 9 zeigt eine Ausführungsform des Erfindungsgedankens z. B. für Kassettenbenutzung in der Weise, daß die Spreizeinrichtung für das Band mit der erfindungsgemäßen Bremsvorrichtung gekuppelt ist derart, daß bei Abnahme der Spule die Bremsvorrichtung nicht im Wege steht bzw. nicht zwischen den Flanschen der Bandspule liegt. 45 ist die Spulenkassette, die einfachheitshalber nur zur Hälfte dargestellt ist. 46 ist das Tonträgerband, 47 ist die Spreizvorrichtung für das Band, die beim Aufsetzen der Kassette das Band in die Arbeitsstellung bringt und an die Tonköpfe 48, 49 und die Tonrolle 50 anlegt. Gestrichelt ist die Ruhestellung des Bandes gezeichnet. Die Bremsvorrichtung 43 ist mit der Bandspreizvorrichtung 41 vereinigt und um Punkt 42 drehbar. Bei der Betriebsstellung (ausgezogen gezeichnet dargestellt) ist die Bremsvorrichtung 43 in Arbeitsstellung und im Bereich des Tonträgerwickels 51. Beim Übergang in die Ruhestellung wird Bremsteil 43 mittels Spreizhebel 41 in die gestrichelt dargestellte Lage gebracht, d. h. also durch Drehung um Drehpunkt 42, so daß die Bremsbacke 43 außer Eingriff mit bzw. aus dem Bereich der Tonträgerspule 51 kommt.
Zusammenfassend sei nochmals darauf hingewiesen, daß es zum Gedanken vorliegender Erfindung gehört, die auf einen bestimmten Durchmesser einstellbare Bremsvorrichtung ganz allgemein so auszubilden, daß sie in Abhängigkeit von der Drehrichtung jeweils nur auf eine der beiden Spulen zur Wirkung gebracht wird. Eine derartige Einrichtung ist auch schon in dem Ausführungsbeispiel von Fig. 7 speziell in Verbindung mit der mit der Andruckrollenabhebevorrichtung gekuppelten Bremsvorrichtung benutzt. Ganz allgemein kann zu diesem Zweck ein Drehrichtungsumschalter benutzt werden, der zwangläufig oder kraftschlüssig, mechanisch oder elektrisch jeweils nur auf eine der Tonbandspulen den Brems- oder Schaltvorgang zur Wirkung bringt.

Claims (22)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Anordnung zur automatischen Beeinflussung der Tonträgergeschwindigkeit bei Magnettongeräten au einer gewünschten Bandstelle durch auf Änderungen des Durchmessers des Tonträgerwickels ansprechende Mittel, gekennzeichnet durch Verwendung eines direkt auf den Tonträgerwickel wirkenden, auf einen bestimmten Wickeldurchmesser einstellbaren Bremsgliedes in Form einer Scheibe, Reibrolle oder sonst geeignet gestalteter
Druckfläche aus elastischem Material, wie z. B. Filz, Gummi od. ä.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsvorrichtung auf die periphere Außenfläche des Tonträgerwickels einwirkt.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsvorrichtung auf die Schmalkanten des Tonträgerwickels einwirkt.
4. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsvorrichtung in Richtung des wachsenden Durchmessers des Tonträgerwickels federnd, in der Gegenrichtung radial einstellbar, jedoch nicht federnd ausgeführt ist.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsvorrichtung derart federnd oder nachgebend ausgebildet ist, daß die Bremswirkung trotz zunehmenden Außendurchmessers des Tonträgerwickels konstant oder nahezu konstant bleibt.
6. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsvorrichtung derart ausgebildet ist, daß sich die Bremswirkung mit zunehmendem Außendurchmesser des Tonträgerwickels automatisch verstärkt.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehrichtung des Tonträgerwickels die Stärke der Bremswirkung beeinflußt.
8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsvorrichtung derart ausgebildet ist, daß die Bremswirkung sich mit zunehmendem Außendurchmesser des Tonträgerwickels stärker steigert, als dem Anwachsen des Wickeldurchmessers allein entspricht, z. B. durch mittels der Drehung des Tonträgerwickels erzeugte Keilwirkung.
9. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei Umkehr der Drehrichtung des Tonträgerwickels, d. h. bei Abnahme des Außendurchmessers des Tonträgerwickels (Abwickeln), die Bremswirkung automatisch oder mechanisch stärker verringert wird, als der Abnahme des Außendurchmessers allein entspricht.
10. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsvorrichtung in Richtung der Federung mit einem elektrischen Kontakt gekuppelt ist, durch dessen Betätigung eine Abschaltung des Antriebmotors am Ende des Tonträgers oder an auswählbaren Zwischenstellungen des Tonträgers erfolgt.
11. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die einstellbare Bremsvorrichtung einen elektrischen Kontakt trägt, der von dem sich ändernden Durchmesser des Tonträgerwickels unabhängig von der Bremswirkung betätigt wird.
12. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsvorrichtung am Gerätechassis oder bei Kassettenbenutzung an der Kassette selbst angeordnet ist.
13. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsvorrichtung mit der Tonträgerspreizeinrichtung verbunden ist und bei Abnahme der Kassette ausgeschwenkt werden kann.
14. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsvorrichtung mit der Bandandruckrolle derart gekuppelt ist, daß die Bremsvorrichtung bei Normalbetrieb oder Automatik ausgeschwenkt und dadurch unwirksam gemacht wird.
15. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß für jede der beiden Bremsvorrichtungen zwei Einstellskalen vorgesehen sind, von denen die eine Einstellangaben für den einen Tonträgerwickel, die andere Einstellangaben für den anderen Tonträgerwickel trägt.
16. Anordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellskalen auf dem die Bremsbacken tragenden verschiebbaren Träger, z. B. Schiene oder Stange, angebracht sind.
17. Anordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellskalen auf dem vorzugsweise durchsichtigen Spulenkörper für die Tonträgerspulen angebracht sind.
18. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Brems- oder Schaltwirkung durch eine in Abhängigkeit von der Drehrichtung betätigte Vorrichtung jeweils nur auf eine der beiden Tonträgerspulen zur Wirkung gebracht wird.
19. Anordnung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Brems- oder Schaltwirkung durch eine die Drehrichtung bestimmende Vorrichtung, z. B. einen Drehrichtungsumschalter, zwangläufig oder kraftschlüssig, mechanisch oder elektrisch jeweils nur auf eine der Tonträgerspulen zur Wirkung gebracht wird.
20. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsvorrichtung aus einem beide Bremsbacken vereinigenden Stück besteht, das mittels eines Drehgriffes, z. B. einer Flügelmutter, um eine Achse in jeweils eine der beiden Bremsstellungen geschwenkt werden kann.
21. Anordnung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehgriff (z. B. Flügelmutter) und die Bandandruckrolle derart mechanisch gekuppelt sind, daß gleichzeitig mit dem Umlegen des Drehgriffes (Flügelmutter) in eine der beiden Bremsstellungen die Bandandruckrolle vom Band abgehoben wird.
22. Anordnung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig mit der Schwenkung des Bremsteiles ein Exzenterteil gedreht wird, das durch seine Drehung die Abhebung der Bandandruckrolle vom Tonträger bewirkt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 811 042, 816 312, 681, 898 974;
schweizerische Patentschrift Nr. 252 815; französische Patentschriften Nr. 905300, 1039189.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
® 709 877/124 1.58
DEL19534A 1954-08-03 1954-08-03 Anordnung zur automatischen Beeinflussung der Tontraegergeschwindigkeit bei Magnettongeraeten Pending DE1023605B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEL19534A DE1023605B (de) 1954-08-03 1954-08-03 Anordnung zur automatischen Beeinflussung der Tontraegergeschwindigkeit bei Magnettongeraeten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEL19534A DE1023605B (de) 1954-08-03 1954-08-03 Anordnung zur automatischen Beeinflussung der Tontraegergeschwindigkeit bei Magnettongeraeten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1023605B true DE1023605B (de) 1958-01-30

Family

ID=7261436

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEL19534A Pending DE1023605B (de) 1954-08-03 1954-08-03 Anordnung zur automatischen Beeinflussung der Tontraegergeschwindigkeit bei Magnettongeraeten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1023605B (de)

Citations (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR905300A (fr) * 1943-07-03 1945-11-29 Licentia Gmbh Commande par moteur électrique pour dispositifs d'enroulement, notamment pour la commande des enrouleurs de laminoirs
CH252815A (de) * 1947-01-18 1948-01-31 Autophon Ag Stahltondiktiergerät.
DE811042C (de) * 1949-07-20 1951-08-16 Schaub Appbau Ges M B H G Ablaufvorrichtung fuer Abspielgeraete band- oder drahtfoermiger Schallspeicher
DE816312C (de) * 1948-12-14 1951-10-08 Lab Wennebostel Dr Ing Sennhei Band- oder Drahtantrieb
DE844681C (de) * 1949-09-01 1952-07-24 Siemens Ag Bremseinrichtung fuer Wellen mit umkehrbarer Laufrichtung
FR1039189A (fr) * 1951-06-29 1953-10-05 Contrôleur électronique de moteurs d'entraînement du fil ou de la bande dans les enregistreurs magnétiques
DE898974C (de) * 1951-08-12 1953-12-07 Max Ihle Anlass- und Bremsvorrichtung fuer Tonbandgeraete

Patent Citations (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR905300A (fr) * 1943-07-03 1945-11-29 Licentia Gmbh Commande par moteur électrique pour dispositifs d'enroulement, notamment pour la commande des enrouleurs de laminoirs
CH252815A (de) * 1947-01-18 1948-01-31 Autophon Ag Stahltondiktiergerät.
DE816312C (de) * 1948-12-14 1951-10-08 Lab Wennebostel Dr Ing Sennhei Band- oder Drahtantrieb
DE811042C (de) * 1949-07-20 1951-08-16 Schaub Appbau Ges M B H G Ablaufvorrichtung fuer Abspielgeraete band- oder drahtfoermiger Schallspeicher
DE844681C (de) * 1949-09-01 1952-07-24 Siemens Ag Bremseinrichtung fuer Wellen mit umkehrbarer Laufrichtung
FR1039189A (fr) * 1951-06-29 1953-10-05 Contrôleur électronique de moteurs d'entraînement du fil ou de la bande dans les enregistreurs magnétiques
DE898974C (de) * 1951-08-12 1953-12-07 Max Ihle Anlass- und Bremsvorrichtung fuer Tonbandgeraete

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2719768C3 (de) Aufzeichnungs- und Wiedergabegerät für Magnetbandkassetten
DE1289324B (de) Tonbandgeraet zur Verwendung geradlinig parallel zu ihrer Hauptebene in das Geraet einschiebbarer Kassetten
DE1474273C3 (de) Magnetbandgerät
DE598597C (de) Vorrichtung zum Ankleben einer ablaufenden Papierbahn an eine Ersatzrolle, insbesondere fuer Rotationsdruckmaschinen
DE1023605B (de) Anordnung zur automatischen Beeinflussung der Tontraegergeschwindigkeit bei Magnettongeraeten
DE1524962B2 (de) Vorrichtung zum Transport eines bandförmigen Aufzeichnungsträgers von einer Abwickelspule an einem Übertragerkopf vorbei zu einer Aufwickelspule
DE811042C (de) Ablaufvorrichtung fuer Abspielgeraete band- oder drahtfoermiger Schallspeicher
DE2837865C2 (de) Bandantriebssystem für ein Tonband- oder Videobandgerät
DE854273C (de) Spiel- und Loeschkopfanordnung bei einem Magnettongeraet
DE1148775B (de) Vorrichtung zum Antrieb des Tontraegers von Tonaufzeichnungsgeraeten
DE2350816C3 (de) Bandtransporteinrichtung
DE525711C (de) Kreuzspulmaschine
DE582695C (de) Elektromagnetische Spulenbremse fuer Textilmaschinen, insbesondere fuer Umspinnmaschinen
DE1246266B (de) Antriebsvorrichtung fuer Band- und Drahtmagnettongeraete
DE1143340B (de) Bremseinrichtung fuer Tonbandgeraete
DE2166527C3 (de) Antriebseinrichtung für eine Zähleinrichtung für ein Aufnahme- und Wiedergabegerät
DE2263424C2 (de) Magnettongerät, insbesondere Kassettenbandgerät
AT200822B (de) Antriebsvorrichtung für die Ab- und Aufwickelspulen von Magnettongeräten
AT298825B (de) Magnettonbandgerät
DE496249C (de) Bandwickelmaschine
DE599739C (de) Tonaufnahmemaschine fuer Schallplatten und Plattensprechmaschine
AT267236B (de) Lesevorrichtung
DE1547041A1 (de) Tonbandkassette und Tonbandgeraet
DE1767225U (de) Antriebsvorrichtung fuer ein magnetbandgeraet.
DE1085689B (de) Selbsttaetiges Umkehrgetriebe in Laufwerken fuer auf Spulen aufgewickelte band- oderdrahtfoermige Aufzeichnungstraeger