DE10234881B4 - Dosiervorrichtung für Schmierstoff - Google Patents
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Abstract
Dosiervorrichtung
für Schmierstoff
mit einem Schmierstoffvorratsbehälter
(1), einem auf einer Gewindespindel (2) angeordneten Kolben (3)
innerhalb des Schmierstoffvorratsbehälters (1) und einem Antriebskopf (4),
der eine an die Gewindespindel (2) angeschlossene Antriebswelle
(7), einen elektromechanischen Antrieb (5) zur Betätigung der
Antriebswelle (7) und einen Stößel (9) aufweist,
wobei die Antriebswelle (7) antriebsseitig mit einer fest angeschlossenen Kupplungsscheibe (21) versehen ist und einen Schmierstoffdurchlasskanal (8) enthält, der in den Schmierstoffvorratsraum des Schmierstoffvorratsbehälters (1) mündet,
wobei der Stößel (9) in den Schmierstoffdurchlasskanal (8) der Antriebswelle (7) eingesetzt ist, eine Axialbohrung (10) mit einem einlassseitigen Rückschlagventil (11) enthält sowie einen drehfest angeordneten und von einer Druckfeder (12) belasteten Stößelkopf (13) aufweist,
wobei der elektromechanische Antrieb (5) ein von einem Ritzel angetriebenes Zahnrad (22) umfasst, das an der Kupplungsscheibe (21) anliegt und mit dieser eine Überlastkupplung (23) bildet und welche außerdem eine mit dem Stößelkopf (13) zusammenwirkende Steuerfläche (14) aufweist,...
wobei die Antriebswelle (7) antriebsseitig mit einer fest angeschlossenen Kupplungsscheibe (21) versehen ist und einen Schmierstoffdurchlasskanal (8) enthält, der in den Schmierstoffvorratsraum des Schmierstoffvorratsbehälters (1) mündet,
wobei der Stößel (9) in den Schmierstoffdurchlasskanal (8) der Antriebswelle (7) eingesetzt ist, eine Axialbohrung (10) mit einem einlassseitigen Rückschlagventil (11) enthält sowie einen drehfest angeordneten und von einer Druckfeder (12) belasteten Stößelkopf (13) aufweist,
wobei der elektromechanische Antrieb (5) ein von einem Ritzel angetriebenes Zahnrad (22) umfasst, das an der Kupplungsscheibe (21) anliegt und mit dieser eine Überlastkupplung (23) bildet und welche außerdem eine mit dem Stößelkopf (13) zusammenwirkende Steuerfläche (14) aufweist,...
Description
- Die Erfindung betrifft eine Dosiervorrichtung für Schmierstoff mit einem Schmierstoffvorratsbehälter, einem auf einer Gewindespindel angeordneten Kolben innerhalb des Schmierstoffvorratsbehälters und einem Antriebskopf, der eine an die Gewindespindel angeschlossene Antriebswelle und einen elektromechanischen Antrieb zur Betätigung der Antriebswelle aufweist.
- Bei einer aus
EP 0 845 631 B1 bekannten Ausführung weist der elektromechanische Antrieb eine Gewindespindel auf, die von einem Getriebemotor angetrieben ist. Der Schmierstoffvorratsbehälter ist mit einer Austrittsöffnung für Schmierstoff versehen, der mit einer Kolbenbewegung ausgepresst wird. Der im Schmierstoffvorratsbehälter erreichbare Druckaufbau ist begrenzt. Wenn sich an der Austrittsöffnung oder in einer anschließenden Leitung ein großer Fließwiderstand aufbaut, spricht eine Überlastschutzeinrichtung an, die den elektromechanischen Antrieb abschaltet. Die Versorgung der Schmierstellen mit Schmiermitteln ist nicht immer gewährleistet. Bei der bekannten Ausführung, ist ferner der Wechsel des Schmierstoffvorratsbehälters aufwendig. Nachgeordnete Leitungssysteme müssen von dem Schmierstoffvorratsbehälter gelöst werden. Sofern der elektromechanische Antrieb extern mit Strom versorgt wird und/oder der Schmierstoffspender an eine Zentralsteuerung angeschlossen ist, müssen elektrische Steckverbindungen von dem Gehäuse abgezogen werden, bevor das den elektromechanischen Antrieb enthaltende Gehäuse von dem Schmierstoffvorratsbehälter abgeschraubt werden kann. - Aus der Praxis sind ferner Schmierstoffspender bekannt, die aus einer in einem Gehäuse angeordneten Kolbenpumpe und einem lösbar mit dem Gehäuse verbundenen Schmierstoffvorratsbehälter bestehen. An der Saugseite der Kolbenpumpe schließt ein gehäusefester Kanal an, der in den Schmierstoffvorratsbehälter einmündet. Das Gehäuse, in dem die Kolbenpumpe, eine Steuereinrichtung und ggf. Batterien zur Stromversorgung der Kolbenpumpe angeordnet sind, weist einen Auslasskanal auf, der mit der Druckseite der Kolbenpumpe verbunden ist. Der Schmierstoffvorratsbehälter enthält einen federbelastenden Kolben oder Faltenbalg, der den Schmierstoffvorrat unter Druck setzt und das zumeist sehr viskose Schmiermittel, z. B. Schmierfett, der Kolbenpumpe saugseitig zuführt. Durch die ständige Druckbeaufschlagung des Schmiermittelvorrats besteht die Gefahr, dass der Schmierstoff ausblutet, d. h., dass unter der Druckbeaufschlagung durch den Kolben ständig geringe Ölmengen aus dem Fett ausgepresst werden und sich das Schmierfett dadurch verfestigt. Die Kolbenpumpe stellt ferner ein verhältnismäßig aufwändiges und teures Aggregat dar.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektromechanisch betriebenen Schmierstoffspender anzugeben, der einfach aufgebaut ist und einen exakt dosierten Schmierstoffaustrag mit hohem Auspressdruck ermöglicht. Der Schmierstoffvorrat soll nicht von einem druckfederbelasteten Kolben beaufschlagt sein, um die Gefahr eines Ausblutens zu vermeiden.
- Gegenstand der Erfindung und Lösung dieser Aufgabe ist eine Dosiervorrichtung für Schmierstoff mit einem Schmierstoffvorratsbehälter, einem auf einer Gewindespindel angeordneten Kolben innerhalb des Schmierstoffvorratsbehälters und einem Antriebskopf, der eine an die Gewindespindel angeschlossene Antriebswelle, einen elektromechanischen Antrieb zur Betätigung der Antriebswelle und einen Stößel aufweist,
wobei die Antriebswelle antriebsseitig mit einer fest angeschlossenen Kupplungsscheibe versehen ist und einen Schmierstoffdurchlasskanal enthält, der in den Schmierstoffvorratsraum des Schmierstoffvorratsbehälters mündet,
wobei der Stößel in den Schmierstoffdurchlasskanal der Antriebswelle eingesetzt ist, eine Axialbohrung mit einem einlassseitigen Rückschlagventil enthält sowie einen drehfest angeordneten und von einer Druckfeder belasteten Stößelkopf aufweist,
wobei der elektromechanische Antrieb ein von einem Ritzel angetriebenes Zahnrad umfasst, das an der Kupplungsscheibe anliegt und mit dieser eine Überlastkupplung bildet und welches außerdem eine mit dem Stößelkopf zusammenwirkende Steuerfläche aufweist,
wobei die Druckfeder den Stößelkopf gegen die Steuerfläche drückt,
wobei die Steuerfläche und die zugeordnete Kontaktfläche des Stößelkopfes als Kulissenflächen ausgebildet sind, die bei einer Drehbewegung der Steuerfläche Hubbewegungen des Stößels bewirken, welche Schmierstoff durch die Bohrung des Stößels zu einem Schmierstoffauslass am Stößelende fördern. - Nach einer Drehung der Antriebswelle und der an die Antriebswelle angeschlossenen Gewindespindel führt der im Schmierstoffvorratsbehälter angeordnete Kolben nach Maßgabe der Gewindesteigung der Gewindespindel eine Stellbewegung aus, wobei Schmierstoff aus dem Schmierstoffvorratsbehälter verdrängt und dem Schmierstoffdurchlasskanal der Antriebswelle zugeführt wird. Gleichzeitig führt der Stößel bei einer Drehung der Antriebswelle Hubbewegungen aus, die durch die Kulissenflächen gesteuert sind. Bei einwärts gerichteter Stößelbewegung öffnet sich das Rückschlagventil und gelangt Schmierstoff in die Axialbohrung des Stößels. Bei einer anschließenden auswärts gerichteten Stößelbewegung schließt das Rückschlagventil und wird eine durch den Stößelhub definierte Schmiermittelmenge aus der Axialbohrung des Stößels ausgestoßen. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die Stellbewegungen des Kolbens im Vorratsbehälter und die Stößelbewegungen kinematisch gekoppelt. Durch die Bewegung des Kolbens wird der Schmierstoffkanal zwangsweise befüllt. Der Schmierstoffaustrag erfolgt dann durch die Stößelbewegung, wobei ein hoher Auspressdruck erreichbar ist. Die Kulissenflächen, welche die Stößelbewegungen bestimmen, und die Gewindesteigung der Gewindespindel, welche die Stellbewegungen des im Vorratsbehälter angeordneten Kolbens festlegt, sind in geeigneter Weise aufeinander abgestimmt. Die Kulissenflächen der Steuerfläche und der zugeordneten Kontaktfläche des Stößelkopfes sind komplementär ausgebildet und weisen keilförmige Gleitflächen und daran anschließende Absätze auf.
- Erfindungsgemäß ist ferner eine Überlastkupplung vorgesehen, die einerseits aus einer an die Antriebswelle angeformten Kupplungsscheibe und andererseits von dem die Antriebswelle antreibenden Zahnrad gebildet wird. Die Überlastkupplung ist an der Stelle des Wellenstrangs vorgesehen, an dem das größte Drehmoment auftreten kann. Sie spricht an, wenn das Drehmoment einen Grenzwert überschreitet und schützt die Vorrichtung vor einer irreversiblen Beschädigung. Das Auftreten eines die Überlastkupplung auslösenden Drehmomentes kann verschiedene Ursachen haben. So nimmt das Antriebsmoment zu, wenn der Schmierstoff sich beispielsweise bei tiefen Temperaturen verfestigt, der Schmierstoffauslass verstopft ist oder der Kolben nach einer vollständigen Entleerung des Schmierstoffvorratsbehälters an einer Gehäusefläche anschlägt.
- Eine bevorzugte konstruktive Ausführung sieht vor, dass das Zahnrad einen Zahnkranz aufweist, der einen Aufnahmeraum für die an den Stößel angeformte Kupplungsscheibe ringförmig umschließt. Das Zahnrad ist auf die Kupplungsscheibe aufgesetzt und am Umfang der Kupplungsscheibe drehbeweglich geführt. Der Boden des Aufnahmeraumes weist ein Kupplungsprofil aus Erhebungen oder Vertiefungen auf, das mit Gegenflächen an der Kupplungsscheibe im Eingriff steht. Diese Ausführung arbeitet nach Art einer axialen Zahnkupplung, wobei das Kupplungsprofil vorzugsweise aus radialen Stegen und Vertiefungen besteht. Das auf die Kupplungsscheibe aufgesetzte Zahnrad bedarf einer axialen Lagerung und ist vorzugsweise mit einer ringförmigen axial gelagerten Bundfläche versehen. Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung weist der Antriebskopf eine Montageplatte auf, an der ein Elektromotor befestigt und die Antriebswelle gelagert ist und an der außerdem Stellelemente angeordnet sind, die an der ringförmigen Bundfläche des Zahnrades anliegen und das Zahnrad mit einer Andruckkraft, die auf das von der Überlastkupplung zu übertragende Moment abgestimmt ist, an der Kupplungsscheibe halten. Die Stellelemente sind zweckmäßig als Federelemente ausgebildet.
- An den Stößelkopf kann ein Gabelarm als Drehsicherung angeformt sein, der mit einem gehäusefesten Element des Antriebskopfes zusammenwirkt.
- Im Rahmen der Erfindung liegt es ferner, dass der Antriebskopf mit einer Messeinrichtung zur Erfassung der von dem Stößel ausgeführten Kolbenhübe ausgerüstet ist. Vorzugsweise ist an dem Stößelkopf ein Zapfen angeformt, der mit der Messeinrichtung zusammenwirkt und bei jeder Hubbewegung einen Zählimpuls auslöst.
- Weitere Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den Patentansprüchen 7 bis 17 beschrieben und werden im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigen schematisch
-
1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Dosiervorrichtung, -
2 den Antriebskopf der in1 dargestellten Dosiervorrichtung in einer gegenüber1 vergrößerten, perspektivischen Darstellung, -
3 eine weitere Ausgestaltung des Antriebskopfes im montierten Zustand, -
4 eine Explosionsdarstellung des Antriebskopfes, -
5 einen Ausschnitt aus der in den3 und4 dargestellten Vorrichtung im montierten Zustand, -
6 eine Schmierstoffkartusche zur Verwendung mit dem in3 bis5 dargestellten Antriebskopf, -
7 eine Dosiervorrichtung aus den in den3 bis6 dargestellten Baugruppen, -
8 einen Schnitt durch ein Rückschlagventil, das in der Vorrichtung eingebaut ist, in einer stark vergrößerten Darstellung und -
9a und9b unterschiedliche Funktionsstellungen der Dosiervorrichtung im Betrieb. - Die in
1 dargestellte Dosiervorrichtung für Schmierstoff weist einen Schmierstoffvorratsbehälter1 mit einem auf einer Gewindespindel2 angeordneten Kolben3 und einen Antriebskopf4 mit einem elektromechanischen Antrieb5 auf. Die Gewindespindel2 ist mit einer von einem Elektromotor6 angetriebenen Antriebswelle7 des Antriebskopfes4 lösbar verbunden. - Die Antriebswelle
7 enthält einen Schmierstoffdurchlasskanal8 , der in den Schmierstoffvorratsraum des Schmierstoffvorratsbehälters1 mündet. In den Schmierstoffdurchlasskanal8 ist ein Stößel9 eingesetzt, der eine Axialbohrung10 mit einem einlassseitigen Rückschlagventil11 sowie einen im Antriebskopf4 drehfesten sowie an einer Druckfeder12 axial beweglich abgestützten Stößelkopf13 aufweist. Der Stößelkopf13 liegt unter der Wirkung der Druckfeder12 an einer Steuerfläche14 der Antriebswelle7 an. Die Steuerfläche14 und die zugeordnete Kontaktfläche15 des Stößelkopfes13 . sind als Kulissenflächen ausgebildet, die bei einer Drehbewegung der Steuerfläche14 Stößelhübe bewirken, welche den Schmierstoff durch die Bohrung des Stößels9 zu einem Schmierstoffauslass am Stößelende fördern. Die Gestaltung der Kulissenflächen wird aus einer vergleichenden Betrachtung mit2 deutlich. Die Kulissenflächen an der Steuerfläche14 und der zugeordneten Kontaktfläche15 des Stößelkopfes13 sind komplementär ausgebildet und weisen keilförmige Gleitflächen und daran anschließende Absätze auf. - Der Elektromotor
6 , die Antriebswelle7 , der Stößel9 und die Druckfeder12 sind zu einem in2 dargestellten Antriebsaggregat16 vereinigt. Das Antriebsaggregat16 weist eine Trägerkonstruktion auf aus zwei durch Bolzen17 miteinander verbundene Montageplatten18 ,19 . An einer Montageplatte18 ist der Elektromotor6 angeflanscht und ist die Antriebswelle7 gelagert. Die andere Montageplatte19 weist einen mit dem Stößel9 zusammenwirkenden Schmierstoffauslasskanal auf und bildet eine Abstützfläche für die Druckfeder12 . An den Stößelkopf13 ist ein Gabelarm20 als Drehsicherung angeformt, der an einem Bolzen17 axial beweglich geführt ist. - Bei der in
3 dargestellten Ausführung weist der Antriebskopf4 ein Gehäuse42 auf, das vorzugsweise als Metalldruckgussteil ausgebildet ist und Auflageflächen zur Befestigung einer Montageplatte18 , eine angeformte Rippe zur Axialführung des Stößelkopfes13 und einen mit dem Stößel9 zusammenwirkenden Schmierstoffauslasskanal aufweist. Der an den Stößelkopf13 angeformte Gabelarm20 ist an der gehäuseseitigen Rippe axial beweglich geführt. Der elektromechanische Antrieb5 ist an der Montageplatte18 angeordnet, während die Druckfeder12 an dem Gehäuse42 abgestützt ist. - Aus der Explosionsdarstellung in
4 geht hervor, dass an die Antriebswelle7 eine Kupplungsscheibe21 angeformt ist. Ferner ist ein Zahnrad22 vorgesehen, das an einer Stirnseite an der Kupplungsscheibe21 anliegt und mit dieser eine Überlastkupplung23 bildet. Das Zahnrad22 ist von einem Ritzel24 des elektromechanischen Antriebes5 angetrieben und trägt an der anderen Stirnseite die bereits beschriebene Steuerfläche14 . Der Zahnkranz des Zahnrades22 umschließt einen Aufnahmeraum für die an die Antriebswelle7 angeformte Kupplungsscheibe21 . Das Zahnrad22 ist auf die Kupplungsscheibe21 aufgesetzt und am Umfang der Kupplungsscheibe21 drehbeweglich geführt. Der Boden des Aufnahmeraumes weist ein Kupplungsprofil25 aus Erhebungen und Vertiefungen auf, das mit Gegenflächen an der Kupplungsscheibe21 im Eingriff steht. Aus der Darstellung in5 wird ferner deutlich, dass das Zahnrad22 eine ringförmige Bundfläche26 zur Axiallagerung aufweist, und dass an der Montageplatte18 , an der der Elektromotor6 befestigt und die Antriebswelle7 gelagert ist, Stellelemente27 angeordnet sind, die an der ringförmigen Bundfläche26 des Zahnrades22 anliegen und das Zahnrad22 mit einer Andruckkraft, die auf das von der Überlastkupplung23 zu übertragende Moment abgestimmt ist, an der Kupplungsscheibe21 halten. Die Stellelemente27 sind zweckmäßig als Federelemente ausgebildet. - Der
4 entnimmt man, dass an dem Stößelkopf13 ein Zapfen28 angeformt ist. Dieser wirkt mit einer nicht dargestellten Messeinrichtung zur Erfassung der von dem Stößel9 ausgeführten Kolbenhübe zusammen und löst bei jeder Hubbewegung des Stößelkopfes13 einen Zählimpuls aus. - Bezüglich der weiteren konstruktiven Ausgestaltung des Antriebskopfes
4 entnimmt man den3 bis7 , dass das vorzugsweise als Metalldruckgussteil ausgebildete Gehäuse42 ein mantelseitiges Fenster43 aufweist, in das eine Frontplatte44 mit einer Anzeige45 und einem Bedienfeld46 eingesetzt ist. An der Rückseite der Frontplatte44 ist eine Platine mit einer elektronischen Steuerung für den elektromechanischen Antrieb angeordnet. Auf dem Gehäuse42 des Antriebskopfes4 ist ein Deckel47 angeordnet, der den Einbauraum des elektromechanischen Antriebs zum Schmierstoffvorratsbehälter hin abdeckt und Öffnungen für eine Kupplung zwischen der Antriebswelle7 und der Gewindespindel2 sowie für den Einschub von Batterien48 aufweist. Auf dem Antriebskopf ist eine Kappe49 lösbar befestigt, die einen Aufnahmeraum für eine austauschbare Schmierstoffkartusche50 bildet. Die Schmierstoffkartusche50 besteht aus dem Schmierstoffvorratsbehälter1 , der Gewindespindel2 und dem Kolben3 . - Für die Kupplung zwischen Antriebswelle
7 und Gewindespindel2 sowie für die Schmierstoffzuführung in den Schmierstoffdurchlasskanal der Antriebswelle7 ergeben sich unterschiedliche konstruktive Möglichkeiten. Bei der in1 dargestellten Ausführung ist die Antriebswelle7 durch eine Steckkupplung mit der Gewindespindel2 lösbar verbunden. Die Gewindespindel2 weist an ihrem anschlussseitigen Ende eine Sackbohrung31 und mindestens eine in die Sackbohrung radial mündende radiale Schmierstoffeintrittsöffnung32 auf. Bei der in den3 bis7 dargestellten Ausführung weist das schmierstoffeinlassseitige Ende der Antriebswelle7 Vorsprünge51 auf, die mit einem anschlussseitigen Ende der Gewindespindel2 eine Kupplung bilden. Das anschlussseitige Ende der Gewindespindel2 ist als flaches Paddel52 ausgebildet, welches einen Schmierstoffzufluss zur stirnseitigen Öffnung der Antriebswelle7 zulässt. Durch die paddelförmige Ausbildung des Mitnehmers wird Bewegung in den Schmierstoff eingetragen und der Schmierstofffluss verbessert. Ferner zeichnet sich die Ausführung durch einen großen Einströmquerschnitt aus und stellt insofern eine besonders bevorzugte Ausgestaltung dar. Bei allen Ausführungen ist das schmierstoffeinlassseitige Ende der Antriebswelle7 zweckmäßig in einem zylindrischen Fortsatz29 des Schmierstoffvorratsbehälters geführt und mit einer Elastomerführung30 gegen den Fortsatz29 abgedichtet. - In die Axialbohrung des Stößels
9 ist ein Rückschlagventil11 eingesetzt. Ein weiteres Rückschlagventil11' ist im Ausführungsbeispiel im Schmierstoffauslasskanal vorgesehen. Der Aufbau der vorzugsweise verwendeten Rückschlagventile11 ,11' wird aus8 deutlich. Das Rückschlagventil11 ,11' weist ein in den Schmierstoffkanal eingepasstes Ventilgehäuse33 sowie einen von einer Druckfeder34 beaufschlagten Ventilkörper35 auf. Der Ventilkörper35 besteht aus einem Stößel36 , einem endseitigen kegelförmigen Verschlusselement37 und einem spitz zulaufenden Stößelkopf38 . Im Strömungsraum des Ventilgehäuses33 ist eine Stößelführung39 angeordnet, die durch einen Quersteg40 an die Innenwand des Ventilgehäuses33 angeschlossen ist. Die Druckfeder34 ist zwischen der Stößelführung39 und dem Stößelkopf38 angeordnet und zieht das Verschlusselement37 gegen einen Ventilsitz41 , der im Strömungsauslass des Ventilgehäuses33 an der Außenseite des Ventilgehäuses33 angeformt ist. Das Rückschlagventil11 ,11' weist einen im Vergleich zum Ventilgehäusedurchmesser großen Ringraum auf, der von dem Medium durchströmt wird. Der spitz zulaufende Stößelkopf38 gewährleistet in Verbindung mit der Gestaltung des Ventilgehäuses33 auch bei sehr viskosen Medien eine schnelle Schließbewegung des Ventilkörpers, die für einen ordnungsgemäßen Betrieb der Dosiervorrichtung erforderlich ist. - Die Funktion der Dosiervorrichtung wird aus einer vergleichenden Betrachtung der
9a und9b deutlich. Bei einer Drehung der Antriebswelle7 und der mit dieser verbundenen Gewindespindel2 führt der im Schmierstoffvorratsbehälter1 angeordnete Kolben3 nach Maßgabe der Gewindesteigung der Gewindespindel2 eine Stellbewegung aus. Dabei wird der Schmierstoff aus dem Schierstoffvorratsbehälter1 verdrängt und dem Schmierstoffdurchlasskanal8 der Antriebswelle7 zugeführt. Gleichzeitig führt der Stößel9 bei einer Drehung der Antriebswelle7 Hubbewegungen aus, die durch die Kulissenflächen14 ,15 gesteuert sind. Bei einer in9a dargestellten einwärts gerichteten Hubbewegung öffnet das Rückschlagventil11 und gelangt Schmierstoff in die Bohrung des Stößels9 . Bei der anschließenden, in9b dargestellten auswärts gerichteten Hubbewegung schließt das Rückschlagventil11 und wird durch den auswärts gerichteten Stößelhub eine definierte Schmiermittelmenge ausgestoßen. Die Spendemenge ist auch bei hochviskosen Schmierstoffen und/oder sehr niedrigen Betriebstemperaturen reproduzierbar, da durch die kinematisch gekoppelte Bewegung des Kolbens3 der Schmierstoffdurchlasskanal8 der Antriebswelle7 stets zwangsweise befüllt wird und durch die Stößelbewegung ein Schmierstoffaustrag mit hohem Auspressdruck möglich ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich durch einen sehr einfachen mechanischen Aufbau aus. Vorteilhaft ist ferner, dass ohne Änderungen an dem Antriebskopf4 unterschiedlich große Schmierstoffvorratsbehälter1 angeschlossen werden können. - Wenn das auf die Antriebswelle
7 wirkende Antriebsmoment einen vorgegebenen Wert überschreitet, spricht die in den Stößelkopf13 integrierte Überlastkupplung23 an und verhindert eine Beschädigung der Vorrichtung.
Claims (17)
- Dosiervorrichtung für Schmierstoff mit einem Schmierstoffvorratsbehälter (
1 ), einem auf einer Gewindespindel (2 ) angeordneten Kolben (3 ) innerhalb des Schmierstoffvorratsbehälters (1 ) und einem Antriebskopf (4 ), der eine an die Gewindespindel (2 ) angeschlossene Antriebswelle (7 ), einen elektromechanischen Antrieb (5 ) zur Betätigung der Antriebswelle (7 ) und einen Stößel (9 ) aufweist, wobei die Antriebswelle (7 ) antriebsseitig mit einer fest angeschlossenen Kupplungsscheibe (21 ) versehen ist und einen Schmierstoffdurchlasskanal (8 ) enthält, der in den Schmierstoffvorratsraum des Schmierstoffvorratsbehälters (1 ) mündet, wobei der Stößel (9 ) in den Schmierstoffdurchlasskanal (8 ) der Antriebswelle (7 ) eingesetzt ist, eine Axialbohrung (10 ) mit einem einlassseitigen Rückschlagventil (11 ) enthält sowie einen drehfest angeordneten und von einer Druckfeder (12 ) belasteten Stößelkopf (13 ) aufweist, wobei der elektromechanische Antrieb (5 ) ein von einem Ritzel angetriebenes Zahnrad (22 ) umfasst, das an der Kupplungsscheibe (21 ) anliegt und mit dieser eine Überlastkupplung (23 ) bildet und welche außerdem eine mit dem Stößelkopf (13 ) zusammenwirkende Steuerfläche (14 ) aufweist, wobei die Druckfeder (12 ) den Stößelkopf (13 ) gegen die Steuerfläche (14 ) drückt, wobei die Steuerfläche (14 ) und die zugeordnete Kontaktfläche (15 ) des Stößelkopfes (13 ) als Kulissenflächen ausgebildet sind, die bei einer Drehbewegung der Steuerfläche (14 ) Hubbewegungen des Stößels (9 ) bewirken, welche Schmierstoff durch die Bohrung (10 ) des Stößels (9 ) zu einem Schmierstoffauslass am Stößelende fördern. - Dosiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zahnrad (
22 ) einen Zahnkranz aufweist, der einen Aufnahmeraum für die an den Stößel (9 ) angeformte Kupplungsscheibe (21 ) ringförmig umschließt, dass das Zahnrad (22 ) auf die Kupplungsscheibe (21 ) aufgesetzt und am Umfang der Kupplungsscheibe (21 ) drehbeweglich geführt ist, und dass der Boden des Aufnahmeraumes ein Kupplungsprofil (25 ) aus Erhebungen oder Vertiefungen aufweist, das mit Gegenflächen an der Kupplungsscheibe (21 ) im Eingriff steht. - Dosiervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebskopf (
4 ) eine Montageplatte (18 ) aufweist, an der ein Elektromotor (10 ) befestigt und die Antriebswelle (7 ) gelagert ist, dass das Zahnrad (22 ) eine ringförmige Bundfläche (26 ) zur Axiallagerung aufweist, und dass an der Montageplatte (18 ) Stellelemente (27 ) angeordnet sind, die an der ringförmigen Bundfläche (26 ) des Zahnrades (22 ) anliegen und das Zahnrad (22 ) mit einer Andruckkraft, die auf das von der Überlastkupplung (23 ) zu übertragende Drehmoment abgestimmt ist, an der Kupplungsscheibe (21 ) halten. - Dosiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an den Stößelkopf (
13 ) ein Gabelarm (20 ) als Drehsicherung angeformt ist, der mit einem gehäusefesten Element des Antriebskopfes (4 ) zusammenwirkt. - Dosiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebskopf (
4 ) eine Messeinrichtung zur Erfassung der von dem Stößel (9 ) ausgeführten Kolbenhübe aufweist. - Dosiervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an den Stößelkopf (
13 ) ein Zapfen (28 ) angeformt ist, der mit der Messeinrichtung zusammenwirkt und bei jeder Hubbewegung einen Zählimpuls auslöst. - Dosiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das schmierstoffeinlassseitige Ende der Antriebswelle (
7 ) in einem zylindrischen Fortsatz (29 ) des Schmierstoffvorratsbehälters (1 ) geführt und mit einer Elastomerdichtung (30 ) gegen den Fortsatz (29 ) abgedichtet ist. - Dosiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (
7 ) durch eine Steckkupplung mit der Gewindespindel (2 ) verbunden ist. - Dosiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindespindel (
2 ) an ihrem anschlussseitigen Ende eine Sackbohrung (31 ) und mindestens eine in die Sackbohrung (31 ) mündende radiale Schmierstoffeintrittsöffnung (32 ) aufweist. - Dosiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das schmierstoffeinlassseitige Ende der Antriebswelle (
7 ) Vorsprünge (51 ) aufweist, die mit einem anschlussseitigen Ende der Gewindespindel (2 ) eine Kupplung bilden, und dass das anschlussseitige Ende der Gewindespindel (2 ) als flaches Paddel (52 ) ausgebildet ist, welches einen Schmierstoffzufluss zur stirnseitigen Öffnung der Antriebswelle (7 ) zulässt. - Dosiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebskopf (
4 ) zwei durch Bolzen (17 ) verbundene Montageplatten (18 ,19 ) als Trägerkonstruktion aufweist, wobei der elektromechanische Antrieb (5 ) an einer Montageplatte (18 ) angeordnet ist, und wobei die andere Montageplatte (19 ) einen mit dem Stößel (9 ) zusammenwirkenden Schmierstoffauslasskanal aufweist sowie eine Abstützfläche für die Druckfeder (12 ) bildet und wobei der Stößelkopf (13 ) axial beweglich an einem Bolzen (17 ) geführt ist. - Dosiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebskopf (
4 ) ein Gehäuse (42 ) aufweist, das Auflageflächen zur Befestigung einer Montageplatte (18 ), eine angeformte Rippe zur Axialführung des Stößelkopfes (13 ) und einen mit dem Stößel (9 ) zusammenwirkenden Schmierstoffauslasskanal aufweist, wobei der elektromechanische Antrieb (5 ) an der Montageplatte (18 ) angeordnet und die Druckfeder (12 ) an dem Gehäuse (42 ) abgestützt ist. - Dosiervorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (
42 ) ein mantelseitiges Fenster (43 ) aufweist, in das eine Frontplatte (44 ) mit einem Anzeige- und Bedienfeld (45 ,46 ) eingesetzt ist, wobei an der Rückseite der Frontplatte (44 ) eine Platine mit einer elektronischen Steuerung für den elektromechanischen Antrieb (5 ) angeordnet ist. - Dosiervorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Gehäuse (
42 ) ein Deckel (47 ) angeordnet ist, der den Einbauraum des elektromechanischen Antriebs zum Schmierstoffvorratsbehälter abdeckt und Öffnungen für die Kupplung zwischen der Antriebswelle (7 ) und der Gewindespindel (2 ) sowie für den Einschub von Batterien (48 ) aufweist. - Dosiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Antriebskopf (
4 ) eine Kappe (49 ) lösbar befestigt ist, die einen Aufnahmeraum für eine austauschbare Schmierstoffkartusche (50 ) bildet. - Dosiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückschlagventil (
11 ) ein in die Axialbohrung (10 ) des Stößels (9 ) eingepasstes Ventilgehäuse (33 ) mit einem von einer Druckfeder (34 ) beaufschlagten Ventilkörper (35 ) aufweist, wobei der Ventilkörper (35 ) aus einem Stößel (36 ), einem endseitigen kegelförmigen Verschlusselement (37 ) und einem spitz zulaufenden Stößelkopf (38 ) besteht, wobei im Strömungsraum des Ventilgehäuses (33 ) eine Stößelführung (39 ) angeordnet ist, die durch einen Quersteg (40 ) an die Innenwand des Ventilgehäuses (33 ) angeschlossen ist, und wobei die Druckfeder (34 ) zwischen der Stößelführung (39 ) und dem Stößelkopf (38 ) angeordnet ist und das Verschlusselement (37 ) gegen einen Ventilsitz (41 ) zieht, der im Strömungsauslass (33 ) des Ventilgehäuses an der Außenseite des Ventilgehäuses (33 ) angeformt ist. - Dosiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass im Schmierstoffauslasskanal ein zweites Rückschlagventil (
11' ) angeordnet ist.
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