DE2751607C2 - Schnellösevorrichtung für Federspeicherbremszylinder, insbesondere für Kraftfahrzeugbremsen - Google Patents
Schnellösevorrichtung für Federspeicherbremszylinder, insbesondere für KraftfahrzeugbremsenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schneidevorrichtung
ι ο nach dem Gattungsbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei einer Schneilösevorrichtung der gattungsgemäßen Art (DE-OS 22 09 570) ist der Kolben des
Federspeicherbremszylinders mit einem in die Federkammer ragenden Kolbenhals direkt auf der Kolbenstange
geführt, wobei die Kolbenstange und der Kolbenhals radial von einem Bolzen durchragt sind.
Gleitet der Bolzen in einem den Kolbenhals in Axialrichtung durchsetzenden Längsschlitz, dann ist die
Verbindung zwischen Kolbenhals und Kolbenstange aufgehoben, derart, daß Relativbewegungen möglich
sind. Greift der Bolzen jedoch nach Drehung in einen vom Längsschlitz winklig abstehenden Querschlitz ein,
dann ist die formschlüssige Verbindung zwischen Kolbenhals und Kolbenstange und damit die gemeinsame
Beweglichkeit beider Teile hergestellt. Schneilösevorrichtungen dieser Art sind jedoch als teuer
anzusehen, nicht nur wegen der Vielzahl der verwendeten Teile, sondern insbesondere auch wegen der hohen
Fertigungskosten, die bei der Bearbeitung des Kolbenhalses, des Bolzens und der Kolbenstange in Kauf zu
nehmen sind.
Da der Kolbenhals bei derartigen Kolben im allgemeinen starr mit dem Kolben verbunden ist, muß
ein Austausch der gesamten Kolbenanordnung vorgenommen werden, wenn die Längs- und Querschlitze im
Kolbenhals ausgeschlagen sein sollten.
Davon ausgehend besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine Schneidevorrichtung der in Rede stehenden
Art konstruktiv billig so auszubilden, daß insbesondere
to auf eine aufwendige Bearbeitung des Kolbenhalses verzichtet werden kann. Insbesondere soll es ermöglicht
sein, in der Schneidevorrichtung vergleichsweise billige Verschleißteile zu verwenden, wenn ein Austausch
vorzunehmen ist. Die Schnellöseeinrichtung soll dennoch zuverlässig arbeiten und den erhöhten
Belastungen widerstehen, weiche beim Ein- und Auskoppeln auftreten.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die Merkmale nach dem Kennzeichnungsteil des Patentanspruches 1.
so Durch Verwendung der Kulissenscheibe, welche aus Kunststoff bestehen kann, ist es möglich, die beim Ein-
und Auskoppeln erforderlichen Bewegungen des Bolzens so zu führen, daß ein materialverschleißender,
direkter Kontakt mit dem Kolben bzw. mit dem Kolbenhals vermieden wird. Die Kulissenscheibe wirkt
demnach als mittelbares Kopplungselement, welches nach Verschleiß ohne weiteres ausgetauscht werden
kann. Nach einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Kulissenscheibe auf der dem Kolbenhals zugewandten
Seite durch eine am Kolben abgestützte Fangscheibe geführt; an dieser aus einem billigen Blechstanzteil
o. dgl. herstellbaren Fangscheibe liegen die radial vorspringenden Enden des Bolzens an, wenn die
gekoppelte Lage zwischen Kolben und Kolbenstange besteht. Nach Verschleiß der Fangscheibe kann diese
ohne weiteres ausgetauscht und durch eine neue Fangscheibe ersetzt werden, d. h. die Kolbenanordnung
selbst kann weiterhin benutzt werden.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind auch in Anspruch 3 aufgeführt
Schneilöseeinrichtungen mit bajonettähnlichem Gesperre, bei welchem radiale Vorsprünge gegenüber
einem Kolbenhals in vorbestimmter Rolativlage zu wirken vermögen, sind auch bei ziehenden Federspeicherzylinder
bekannt (FR-PS 22 04 241). Auch bei derartigen Löseeinrichtungen besteht das Problem des
fertigungstechnisch teuren Aufbaues, da der Kolbenhals bzw. ein an diesem ausgebildeter, gegenüber den
radialen Vorsprüngen wirkender Scheibenkörper mit dem eigentlichen Kolben des Federspeicherbremszylinders
verbunden ist Dies bedeutet, daß die Kolbenanordnung insgesamt auszutauschen ist, wenn durch das Ein-
und Auskoppeln ein Verschleiß, d.h. ein Ausschlagen der Kopplungsteile, auftreten sollte.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung
erläutert.
F i g. 1 ist eine Längs-Schnittansicht tines einen Federspeicherbremszylinder mit einer Schneideeinrichtung
aufweisenden Kombizylinders;
Fig. 2 ist eine eine obere und eine untere Schnitthälfte enthaltende Einzel-Schnittansicht von
Linie H-Il in Fig.3;
Fig.3 ist eine Schnittansicht von Linie III-1II in
Fig. 2;
Fig.4 ist eine teilweise geschnittene Einzelansicht
der Kulissenscheibe mit der materialeinheitlich an ihr vorgesehenen Kulissenhülse;
F i g. 5 ist eine vergrößerte Einzelansicht der Fangscheibe.
In F i g. 1 der Zeichnung ist ein kombinierter Betriebsbrems- und Federspeicherbremszylinder dargestellt,
welcher aus dem Betriebsbremszylinder 1 und dem Federspeicherbremszylinder 3 besteht. Der Betriebsbremszylinder
1 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als Membranzylinder ausgebildet und dient zur
Betätigung eines Bremsorgans, so eines Bremshebels "oder dergleichen. Der Federspeicherbremszylinder 3 ist
mit dem Betriebsbremszylinder verbunden und weist einen Zylinderraum 5 und einen Federraum 7 auf. Der
Zylinderraum 5 und der Federraum 7 sind durch einen im Zylindergehäuse verschiebbaren Federspeicherkolben
9 getrennt; wird über einen (nicht dargestellten) Anschluß Druckmittel in den Zylinderraum 5 eingeleitet,
dann wird der Federspeicherkolben 9 gernäß F i g. 1 nach rechts gerichtet verschoben und drückt dabei die
im Federraum 7 befindliche Speicherfeder 11 zusammen. Während der Bewegungen des Kolbens 9 »atmet«
der Federraum 7 über einen an der Unterseite desselben dargestellten Schnorchel 13.
Der Federspeicherkolben 9 ist in F i g. 1 in Fahrstellung befindlich dargestellt und steht über die nachfolgend
beschriebene Schnellösevorrichtung mit einer Kolbenstange 15 in Verbindung, weiche an ihrem gemäß
F i g. 1 linken Ende auf die im Betriebsbremszylinder befindliche Vollmembran 17 einzuwirken vermag. Zu
diesem Zweck ist an dem vorgenannten Ende der Kolbenstange IS eine Druckscheibe 19 angeordnet. Die
Kolbenstange 15 ist von einem Bolzen 23 durchsetzt (Fig. 1—3), welcher sich durch eine entsprechende
Bohrung erstreckt und gegenüber Verschiebungen gesichert ist. Der Bolzen 23 wirkt mit einer Kulissenscheibe
25 zusammen, welche gemäß F i g. 3 der Bolzenlänge entsprechende radiale Ausnehmungen 27
und 29 aufweist. An ihrem gemäß F i g. 2 linken Ende besitzt die Kulissenscheibe 25 einen kurzen Bund 31,
wahrend sie an ihrem gemäß F i g. 2 und 4 rechten Ende mit einer verlängerten Kulissenhülse 33 ausgestattet ist.
In der in Fig. 1 und in der oberen Schnitthälfte nach
Fig.2 dargestellten Position ist ersichtlich, daß der
Bolzen 23 am Boden 35 des Federspeicherkolbens 9 anliegt, also gegenüber einer relativ zum Federspeicherkolben
nach rechts gerichteten Verschiebebewegung gesichert ist. Insbesondere ist in einer dem Bolzen 23
zugewandten Lage am Boden 35 des Federspeicherkolbens eine Fangscheibe 37 (Fig.5) eingelegt Die
Fangscheibe 37 ist in nachfolgend beschriebener Weise am Boden formschlüssig gehalten und besteht aus einem
widerstandsfähigen, abriebfesten Material, während der Federspeicherkolben 9 beispielsweise aus einem Alu-Druckgußmaterial
besteht
Fig.3 veranschaulicht, daß die Kulissenscheibe 25
vor. einer Rückstellfeder 39 umgeben ist Ein Ende der als Spiralfeder ausgebildeten Rückstellfeder greift
(Fig.3) an einem hakenförmigen Ansatz 41 der Kulissenscheibe an, während das entgegengesetzte
Ende an einem Zapfen 43 Fixiert ist Der Zapfen 43 erstreckt sich vom Boden 35 des Federspeicherkolbens
gemäß F i g. 1 und 2 nach links gerichtet und greift dabei in die in Fig.5 dargestellte, am Außenumfang der
Fangscheibe befindliche Nut 45 ein. Desgleichen ist in der Fangscheibe eine Bohrung 47 vorgesehen, welche
dadurch einen gleichfalls vom Boden des Federspeicherkolbens sich erstreckenden Zapfen 49 durchsetzt ist. Auf
diese Weise ist die Fangscheibe 37 gegenüber Drehung relativ zum Federspeicherkolben abgesichert
Die vorstehend beschriebene Rückstellfeder ist unter Verspannung am Ansatz 41 eingehängt, derart, daß sie
die Neigung besitzt, die Kulissenscheibe 25 gemäß Fig.3 im Uhrzeigersinn gerichtet zu drehen. Die im
Uhrzeigersinn gerichtete Drehung der Kulissenscheibe ist durch den Zapfen 49 begrenzt, der sich sowohl durch
die Bohrung 47 der Fangscheibe 37 als auch durch einen bogenförmigen Schlitz 51 erstreckt, welcher in der
Kulissenscheibe ausgebildet ist. In F i g. 3 ist die Anschlagposition der Kulissenscheibe dargestellt, derart,
daß der Zapfen 49 an einem Ende des Schlitzes 51 anliegt und eine weitere, im Uhrzeigersinn verlaufende
Drehbewegung verhindert ist.
Wie F i g. 4 veranschaulicht, weist die materialeinheitlich mit der Kulissenscheibe ausgebildete Kulissenhülse
33 diametral einander gegenüberliegende Schlitze 53 auf. Die beiden verhältnismäßig breiten Schlitze
verlaufen an einer Längsseite geradlinig und an der anderen Längsseite in Form einer Steuerkurve 55 bzw.
57. Die Schlitze 51 und 53 gehen im Bereich der Kulissenscheibe in die radialen Ausnehmungen 27 und
29 über. Vom Boden 35 des Federspeicherkolbens 9 erstreckt sich ein unter Abdichtung an der Kolbenstange
15 geführter Kolbenhals 59 nach rechts gerichtet (Fig. 1 und 2). Der Kolbenhals 59 ist in einer der
Kulissenscheibe entsprechenden Weise mit einander gegenüberliegenden radialen Ausnehmungen 61 und 63
versehen, von welchen die Ausnehmung 61 im unteren Halbschnitt nach F i g. 2 dargestellt ist. Die radialen
Ausnehmungen 61 und 63 sind in entsprechender Weise der Baulänge des Bolzens 23 angepaßt, derart, daß der
Bolzen 23 in nachfolgend beschriebener Weise innerhalb der Ausnehmungen 61 und 63 axiale Relativbewegungen
zum Federspeicherkolben vollführen kann. Die vorstehend beschriebene Fangscheibe 37 (Fig.5) ist
gleichfalls mit radialen Ausnehmungen 65 und 67 versehen, wobei die Farbscheibe 37 mit Hilfe der
vorstehend beschriebenen formschlüssigen Verbindung
so am Boden 35 des Federspeicherkolbens 9 angeordnet ist, daß sich die radialen Ausnehmungen 61 und 63 des
Kolbenhalses 59 mit den radialen Ausnehmungen 65 und 67 der Fangscheibe 37 decken, wie dies unter
Bezugnahme auf die radialen Ausnehmungen 61 und 67 im unteren Halbschnitt nach F i g. 2 dargestellt ist. Als
Folge der durch die Rückstellfeder 39 hervorgerufenen Drehung der Kulissenscheibe 25 sind die radialen
Ausnehmungen 27 und 29 der Kulissenscheibe normalerweise nicht in Deckung mit den radialen
Ausnehmungen 61 und 63 bzw. 65 und 67, d. h., es besteht eine gewisse Winkelversetzung, wie durch die gestrichelt
dargestellte Lage der Ausnehmungen 61 und 63 und der mit voll ausgezogenen Linien dargestellten
Lage der Ausnehmungen 27 und 29 (F i g. 3) ersichtlich ist. Wird die Kulissenscheibe in nachfolgend beschriebener
Weise gemäß F i g. 3 gegen den Uhrzeigersinn gerichtet verdreht, dann können die vorgenannten
Ausnehmungen in Deckung gebracht werden, derart, daß sich der Bolzen relativ zum Federspeicherkolben
innerhalb der radialen Ausnehmungen bewegen läßt.
An der gemäß F i g. 1 und 2 linken Seite der Kulissenscheibe 25 ist eine Sicherungsscheibe 69
befestigt, so durch Einrollen an der Innenseite des Federspeicherkolbens. Die Befestigung kann auch durch
herkömmliche Schraubverbindung mit der Innenseite des Federspeicherkolbens bestehen. Die Sicherungsscheibe 69 verhindert ein unbeabsichtigtes Lösen oder
Herausfallen der Kulissenscheibe, wenn der Bolzen 23 durch den Boden bzw. die Fangscheibe 37 nicht
gesperrt, d. h. gegenüber Längsbewegung abgesichert ist. Am gemäß F i g. 1 rechten Ende der Kolbenstange 15
ist ein Vierkant 71 vorgesehen, an welchem ein Schlüssel zum Drehen des Vierkants angesetzt werden kann.
Beispielsweise ist das rechte Ende der Kolbenstange durch einen Staubschutz 73 überdeckt, welcher zum
Zwecke des Drehens der Kolbenstange abgenommen werden kann.
Die Wirkungsweise der Schnellösevorrichtung ist wie folgt:
In der Fahrstellung sind der Federspeicherkolben 9 und die Kolbenstange i5 durch den Bolzen 23
formschlüssig miteinander verbunden, d. h. der Bolzen ist infolge Anlage an der Fangscheibe gegenüber
Axial-Relativbewegungen gesichert Wird der Zylinderraum 5 entlüftet, so kann die Speicherfeder 11 in
herkömmlicher Weise wirken und den Federspeicherkolben 9 gemäß F i g. 1 nach links gerichtet verschieben.
Die aus der Bremsstellung gemäß Fig. I nach rechts gerichtete Verschiebebewegung des Federspeicherkolbens
9 durch Einleiten von Druckluft in den Zylinderraum 5 führt in entsprechender Weise zu einem
Verschieben der Kolbenstange 15.
Befindet sich der Federspeicherkolben 9 nach Entlüften des Zylinderraums 5 in seiner gegenüber der
Darstellung nach F i g. 1 linken Wirklage, in welcher die Druckscheibe 19 um ein entsprechendes Maß ausgefahren
ist, dann muß sichergestellt sein, daß die Kolbenstange 15 auch dann gelöst, also gemäß Fig. 1
nach rechts gerichtet verschoben werden kann, wenn die Belüftung des Zylinderraumes 5 aus irgend einem
Grunde nicht mehr möglich sein sollte. Die Bremse muß bei in Bremsposition wirkendem Federspeicherbremszylinder
also gelöst werden können, wenn der Zylinderraum 5 nicht mehr mit Druckluft versorgt
werden kann. Zum Lösen der Bremse wird am Vierkant 71 ein Stößel angesetzt und wird die Kolbenstange
gemäß Fig. 3 gegen den Uhrzeigersinn gerichtet gedreht; dies bedeutet, daß die Rückstellfeder 39
gespannt wird und der Bolzen 23 die gegen den Uhrzeigersinn gerichtete Drehbewegung infolge seiner
Position in den Ausnehmungen 27 und 29 mitmacht. Befinden sich die Ausnehmungen 27 und 29 der
Kulissenscheibe 25 in Deckung mit den radialen Ausnehmungen 65 und 67 der Fangscheibe und den
radialen Ausnehmungen 61 und 63 des Kolbenhalses 59, dann ist der Kraftfluß zwischen dem Federspeicherkolben
9 und der Kolbenstange 15 aufgehoben, der Bolzen 23 kann eine gemäß F i g. 1 und 2 nach rechts gerichtete
Axialbewegung innerhalb der Schlitze 53 der Kulissenhülse und innerhalb der radialen Ausnehmungen 61 und
63 des Kolbenhalses vollführen. Die Kolbenstange und der mit der Kolbenstange verbundene Bolzen werden
hierbei durch die elastische Rückstellkraft der Bremsbetätigungsorgane gemäß F i g. 1 und 2 nach rechts
gerichtet zurückgeschoben, so beispielsweise um eine Strecke von 20 mm. Die Bremse ist auf diese Weise
gelöst. Die automatische Herstellung des Kraftflusses zwischen dem Federspeicherkolben und der Kolbenstange
kann nachfolgend vorgenommen werden, wenn der Zylinderraum 5 wieder belüftet werden kann. Beim
Belüften des Zylinderraumes 5 bewegt sich der Federspeicherkolben 9 gemäß Darstellung nach rechts
gerichtet, wobei der Bolzen 23 an den beiden Steuerkurven 55 und 57 anschlägt (F i g. 4). Durch die
relative Axialbewegung des Bolzens bei Anlage an den Steuerkurven wird die Kulissenhülse und somit die
Kulissenscheibe so lange gegen den Uhrzeigersinn
γ·, gerichtet gedreht, bis der Bolzen wieder in den beiden
radialen Ausnehmungen 27 und 29 der Kulissenscheibe eingeschnappt ist. Befindet sich der Bolzen innerhalb
der radialen Ausnehmungen, dann dreht die vorgespannte Rückstellfeder 39 die Kulissenscheibe 25 mit
-in dem Bolzen 23 im Uhrzeigersinn gerichtet, bis wieder
die Anschlagposition nach F i g. 3 erreicht ist, d. h. bis der Zapfen 49 an dem gemäß F i g. 3 oberen Ende des
Schlitzes 51 anliegt. Nunmehr ist wieder die Fahrstellung erreicht, d.h. es besteht wieder ein Kraftfluß
•ir. zwischen dem Federspeicherkolben und der Kolbenstange
15. Während der vorgenannten automatischen Herstellung des Kraftflusses zwischen dem Federspeicherkolben
und der Kolbenstange besteht zwischen dem Außenumfang des Federspeicherkolbens, d.h.
w zwischen der an seinem Außenumfang eingelegten Dichtung und der Innenwandung des Federspeicherbremszylinders
3, ausreichend Reibung, welche eine Relativdrehung zwischen dem Gehäuse und dem Federspeicherkolben verhindert
Die beschriebene Schnellösevorrichtung ist sehr einfach aufgebaut; die Kulissenscheibe 25 kann in
kostensparender Weise aus Kunststoff gefertigt werden, wobei keine kostenaufwendigen Feinbearbeitungen
erforderlich sind. Der Federspeicherkolben 9 kann
to in gleicher Weise kostensparend als Alu-Druckgußteil
sehr billig gefertigt werden, wobei die Gießgenauigkeit
ausreicht, um aufwendige Feinbearbeitungen entbehrlich zu machen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Schneidevorrichtung für Federspeicherbremszylinder,
insbesondere für Kraftfahrzeugbremsen, mit einem im Federspeicherbremszylinder angeordneten
Federspeicherkolben, der mit einer ihn axial durchsetzenden Kolbenstange in einer Drehlage
derselben unter Verwendung eines von der Kolbenstange radial abstehenden Bolzens formschlüssig
kuppelbar ist, und mit einem vom Federspeicherkolben
in den Federraum sich erstreckenden Kolbenhals, welchen der Bolzen in einer weiteren Drehlage
der Kolbenstange während des Entkoppeins und während des erneuten Einkoppeins passiert, wobei
eine Rückstellfeder den Bolzen selbsttätig aus der entkoppelten Lage in die gekoppelte Lage einzurükken
vermag, wenn der Federspeicherkolben, ausgehend von der entkoppelten Lage, gegtn die Kraft
der Speicherfeder unter Druckluftbeaufschlagung verschoben wird, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Enden des Bolzens (23) in gekoppelter Lage in Ausnehmungen (27, 29) einer
die Kolbenstange (15) umgebenden Kulissenscheibe (25) erstrecken, weiche an der dem Federraum (7)
abgewandten Seite des Federspeicherkolbens (9) anliegt, daß die Rückstellfeder (39) zwischen der
Kulissenscheibe und der Innenseite des Federspeicherkolbens wirkend angreift, derart, daß der
Bolzen in der gekoppelten Lage unter Führung der Kulissenscheibe formschlüssig am Boden (35) des
Federspeicherkolbens anliegt, daß sich von der Kulissenscheibe eine an dieser befestigte Kulissenhülse
(33) in den Kolbenhals (59) erstreckt, wobei an der Kulissenhülse diametral einander gegenüberliegende
Schlitze (53) ausgebildet sind, weiche in axialer Erstreckung in die an der Kulissenscheibe
ausgebildeten radialen Ausnehmungen münden, daß je eine Seite der Schlitze als Steuerkurve (55, 57) für
den Bolzen zum Zwecke der Rückführung aus der entkoppelten Lage in die gekoppelte Lage ausgebildet
ist und daß der vom Boden des Federspeicherkolbens in den Federraum sich erstreckende
Kolbenhals radiale Ausnehmungen (61,63) aufweist, welche bei Relativdrehung der Kulissenscheibe und
Deckung mit deren radialen Ausnehmungen den Bolzen unter Aufhebung der gekoppelten Verbindung
aufnehmen.
2. Schneilösevorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch eine am Boden (35) des Federspeicherkolbens (9) formschlüssig angelegte, die Kolbenstange (15) gleichfalls umgebende Fangscheibe
(37), welche zwei diametral gegenüberliegende, in Deckung mit radialen Ausnehmungen (61,
63) des Kolbenhalses (59) befindliche radiale Ausnehmungen (65, 67) aufweist, derart, daß der
Bolzen nach Drehung der Kolbenstange und bei Deckung der radialen Ausnehmungen (27) der
Kulissenscheibe mit den radialen Ausnehmungen (65, 67) der Fangscheibe und nach Passieren der
Schlitze (53) der Kulissenhülse in die radialen Ausnehmungen des Kolbenhalses, den Formschluß
zwischen dem Bolzen (23) und dem Federspeicherkolben aufhebend, eintritt.
3. Schneilösevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kulissenscheibe (25) auf der dem Kolbenhals (59) zugewandten Seite durch die Fangscheibe (37) und
an der entgegengesetzten Seite durch eine Sicherungsscheibe (69) drehbar geführt ist, wobei die
Sicherungsscheibe an der dem Zylinderraum (5) zugewandten Seite des Federspeicherkolbens (9)
befestigt ist
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