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Die Erfindung betrifft ein Verfahren
für ein Strukturieren
von zu einer horizontalen Substratoberfläche geneigten und/oder vertikalen
und sich bezogen auf die Substratoberfläche bis in eine Relieftiefe erstreckenden
Prozessflächen
eines ein Relief aufweisenden Substrats bezüglich einer jeweils zwischen
der Relieftiefe und der Substratoberfläche vorzugebenden Bedeckungstiefe.
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In der Halbleiterprozesstechnologie
erfolgt das Strukturieren planarer, zu einer Waferoberfläche horizontalen
Substratoberflächen
durch photolithographische Verfahren in Verbindung mit selektiven Ätzverfahren.
Während
der Prozessierung integrierter Schaltkreise entstehen auf der Wafer-
oder Substratoberfläche
Reliefs mit einer ausgeprägten
Topographie. Ein solches Relief weist auch zur Substratoberfläche vertikale
oder geneigte Oberflächen
auf. Im Zuge einer weiteren Verkleinerung (shrinking) der integrierten
Schaltkreise ergibt sich die Notwendigkeit, auch vertikale oder
geneigte Prozessflächen
zu strukturieren, um die Strukturen in ihrer vertikalen Ausdehnung
funktional zu differenzieren. Beispiele dafür sind der Deep-Trench-Kondensator,
der Stapelkondensator, sowie vertikale Transistordesigns. Das Strukturieren
von Reliefs in zur Substratoberfläche vertikaler Richtung ist
durch photolithographische Verfahren nicht unmittelbar möglich.
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Ein solches vertikales Strukturieren
erfolgt herkömmlicherweise
mit Hilfe eines geeigneten Füllmaterials,
das als Maske unterhalb einer Bedeckungstiefe gelegene Bereiche
des Reliefs während
einer Bearbeitung unmaskierter Bereiche abdeckt.
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Ein Strukturieren eines Reliefs in
zur Substratoberfläche
vertikaler Richtung bezüglich
einer zwischen einer Substratoberfläche und einer Relieftiefe gewählten Bedeckungstiefe
erfolgt dann üblicherweise
nach einer der beiden nachstehenden Methoden:
Soll etwa ein
Oxid ausschließlich
in einem unteren, zwischen der Bedeckungstiefe und der Relieftiefe
angeordneten Bereich eines Reliefs abgeschieden werden, so wird
in einem ersten Schritt das Oxid ganzflächig auf das Relief abgeschieden
oder erzeugt. Danach wird das Relief mit einem geeigneten Füllmaterial
zunächst
vollständig
gefüllt
und anschließend
das Füllmaterial
bis zur Bedeckungstiefe zurückgebildet. Darauf
werden frei liegende Abschnitte des Oxids entfernt und als letzter
Schritt remanente Abschnitte des Füllmaterials vollständig entfernt.
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Soll ein Oxid nur in zwischen der
Substratoberfläche
und der Bedeckungstiefe angeordneten oberen Bereichen eines Reliefs
abgeschieden oder erzeugt werden, so wird zunächst über das ganze Relief ganzflächig eine Ätzstoppschicht,
zum Beispiel eine Nitridschicht, vorgesehen. Es erfolgt wiederum ein
Füllen
der Struktur mit einem geeigneten Füllmaterial, zum Beispiel polykristallinem
Silizium, sowie eine Rückätzung des
Füllmaterials
bis zur Bedeckungstiefe. In den unmaskierten Abschnitten wird nun
die Nitridschicht entfernt und in den freiliegenden Bereichen ein
Oxid abgeschieden oder thermisch generiert. Anschließend wird
das Oxid anisotrop aufgeätzt.
Es folgt die Entfernung des Füllmaterials,
sowie als letzter Schritt das vollständige Entfernen der Ätzstoppschicht.
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Daneben sind plasmagestützte chemische Dampfphasenabscheideverfahren,
(PECVD, plasma enhanced chemical vapor deposition) bekannt. Dabei werden
auf Oberflächen
eines Reliefs dünne
Schichten erzeugt, deren Stärke
auf zur Substratoberfläche geneigten
oder vertikalen Oberflächen
mit zunehmender Tiefe abnimmt. Allerdings ist das Auslaufen der
erzeugten Schichten in der Tiefe bei diesen Verfahren nur schwer
kontrollierbar. Darüber
hinaus weisen solche Schichten sehr starke Dickenunterschiede zwischen
einem Endpunkt in der Tiefe und einem Bereich nahe der Substratoberfläche auf.
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Ebenso wächst bei einer diffusionslimitierten Abscheidung
von Siliziumoxid mittels Tetraethylorthosilan (TEOS) das Siliziumoxid
auf zur Substratoberfläche
vertikalen oder geneigten Oberflächen
mit gegen die Relieftiefe abnehmender Rate auf, so dass die Schichtdicke
des so erzeugten Siliziumoxids in Richtung Relieftiefe abnimmt.
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Es sind also bisher nur aufwändige Verfahren
bekannt, mit denen auf zur Substratoberfläche geneigten oder vertikalen
Oberflächen
eines Substrats ausschließlich
oberhalb oder unterhalb einer Bedeckungstiefe eine Deckschicht gleichmäßiger Schichtdicke
angeordnet oder erzeugt werden kann.
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Es ist daher Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, mit dem auf
einfache Weise auf zu einer Substratoberfläche eines Substrats geneigten
oder vertikalen Prozessflächen
eine Deckschicht mit im Wesentlichen gleichmäßiger Schichtdicke ausschließlich oberhalb einer
vorgegebenen Bedeckungstiefe vorgesehen werden kann. Es ist weiter
Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Anordnen einer Oxidschicht
in einem unteren oder oberen Grabenbereich eines in einem Substrat
ausgebildeten Grabens sowie ein Verfahren zur Herstellung einer
Kondensatorstruktur aufzuzeigen.
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Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren
der Eingangs genannten Art durch die im kennzeichnenden Teil des
Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
des erfindungsgemäßen Verfahrens
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren für ein vertikales
Strukturieren eines ein Relief mit zu einer horizontalen Substratoberfläche geneigten und/oder
vertikalen und sich bezogen auf die Substratoberfläche bis
in eine Relieftiefe erstreckenden Prozessflächen aufweisenden Substrats
bezüglich einer
jeweils zwischen der Relieftiefe und der Substratoberfläche liegenden
Bedeckungstiefe wird also
- – mittels eines Abscheideverfahrens
in einer Prozesskammer aus Vorstufenmaterialien eine Deckschicht
erzeugt,
- – eine
Abscheidung mindestens einer der Vorstufenmaterialien gegenüber einer
Abscheidung einer vollständigen
Deckschicht beschränkt
und
- – dadurch
die Deckschicht nahezu ausschließlich und mit im Wesentlichen
gleichmäßiger Schichtdicke auf
zwischen der Substratoberfläche
und der Bedeckungstiefe angeordneten oberen Abschnitten der Prozessflächen vorgesehen.
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Dabei wird auf zwischen den oberen
Abschnitten des Reliefs mittels des Abscheideverfahrens, etwa eines
ALD-Prozesses (atomic layer deposition), eine Deckschicht mit im
Wesentlichen gleichförmiger
Schichtdicke vorgesehen. Dabei werden Prozessparameter des Abscheideverfahrens,
insbesondere eine Abscheidedauer, eine Menge eines im Zuge des Abscheideverfahrens
abgeschiedenen Vorstufenmaterials und/oder ein Kammerdruck in der Prozesskammer
in einer Weise gesteuert, die zu einer unvollständigen Bedeckung des Reliefs
führt.
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Eine solche erfindungsgemäß erzeugte
unvollständige,
inkonforme Deckschicht (inconformal liner) bedeckt das Relief ausschließlich oberhalb
der Bedeckungstiefe. Die Deckschicht weist dabei eine im Wesentlichen
gleichmäßige Schichtdicke
auf.
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Bekannterweise wird bei einem ALD-Prozess
in einer ersten Prozessphase ein erstes Vorstufenmaterial einer
Prozesskammer, in der sich das Substrat befindet, zugeführt. Durch
einen als Chemiesorbtion bezeichneten Prozess lagert sich das erste
Vorstufenmaterial ausschließlich
in vorgesehenen (aktivierten) Abschnitten der Substratoberfläche ab.
Dabei wird das erste Vorstufenmaterial in der Regel modifiziert.
Sind alle aktivierten Abschnitte mit dem modifizierten Vorstufenmaterial
bedeckt, so ist die erste Prozessphase der Abscheidung abgeschlossen
und eine monomolekulare Teileinzellage aus einem modifizierten Vorstufenmaterial
auf der Substratoberfläche
abgeschieden. Danach werden nichtabgeschiedene Anteile des ersten
Vorstufenmaterials durch Spülen
mit einem inerten Gas und/oder Abpumpen aus der Prozesskammer entfernt.
In einer zweiten Phase wird ein zweites Vorstufenmaterial in die
Prozesskammer eingebracht, das sich nahezu ausschließlich auf
der Teileinzellage aus dem ersten Vorstufenmaterial ablagert. Dabei
werden die Vorstufenmaterialien in das Schichtmaterial umgesetzt.
Es bildet sich eine Einzellage (Monolayer) der zu erzeugenden Schicht.
Nach einem Entfernen nicht abgeschiedener Anteile des zweiten Vorstufenmaterials aus
der Prozesskammer ist ein Prozesszyklus des ALD-Prozesses abgeschlossen.
Der Prozesszyklus wird solange wiederholt, bis aus den je Prozesszyklus
abgeschiedenen Einzellagen eine Schicht vorher bestimmter Schichtdicke
gebildet ist.
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Herkömmlicherweise wird bei ALD-Prozessen
deren selbstlimitierender Charakter genutzt, wobei sich bei ausreichender
Zu fuhr der Vorstufenmaterialien unabhängig von einer Menge der zugeführten Vorstufenmaterialien,
deren Zuflusscharakteristika und einer Diffusion- und Reaktionsdynamik
der Vorstufenmaterialien eine vollständige Deckschicht (conformal
liner) nahezu gleichmäßiger Schichtdicke ergibt.
Da die Abscheidung der Vorstufenmaterialien weitgehend durch Chemiesorption,
nicht aber durch die dynamische, diffusionsbestimmte Prozesse beschränkt wird,
ergibt sich für
ALD-Prozesse bei einer Abscheidung auf nicht Planaren strukturierten
Substratoberflächen
eine sehr gute Kantenbedeckung.
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Es konnte nun beobachtet werden,
dass der Abscheideprozess auf einer strukturierten Oberfläche unter
bestimmten Prozessbedingungen gerichtet von der Substratoberfläche in die
Tiefe des Reliefs hinein erfolgt.
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Dieser Umstand wird durch das erfindungsgemäße Verfahren
genutzt. Dabei ist es erfindungswesentlich, dass sich in oberen,
der Substratoberfläche
zugewandten Bereichen des Reliefs, eine vollständige Lage des Vorstufenmaterials
ergibt, in unteren Bereichen jedoch nahezu kein Material abgeschieden
wird. Ein dazwischenliegender Übergangsbereich,
in dem eine Deckungsgradient vorliegt, weist nur eine bezogen zur
typischen Relieftiefe geringe Ausdehnung auf. Eine solche gerichtete,
systematische Belegung eines Reliefs von der Substratoberfläche in Richtung
der Relieftiefe hinein ergibt sich den Beobachtungen zufolge bevorzugt
dann, wenn mindestens eines der Vorstufenmaterialien einen geringen
Desorptionskoeffizienten aufweist und in gegenüber einer für eine vollständige Bedeckung
notwendigen Menge reduzierten Menge angeboten wird.
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Weist das Vorstufenmaterial einen
niedrigen Desorptionskoeffizienten auf, so ist die Wahrscheinlichkeit
dafür,
dass ein bereits adsorbiertes Molekül des Vorstufenmaterials sich
wie der aus der Schicht entfernt, also desorbiert, sehr gering. Wird
nun im Zuge eines ALD-Prozesses ein Vorstufenmaterial mit einem
niedrigen Desorptionskoeffizienten, entsprechend einem hohen Haftkoeffizienten
(sticking coefficient) vorgesehen, so wird ein auf einer Substratoberfläche ausgeprägtes Relief
von der Substratoberfläche
her fortschreitend in die Tiefe bedeckt. Dabei erfolgt die Bedeckung
abgesehen von einem kurzen Übergangsbereich
vollständig
und in gleichmäßiger Schichtdicke.
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Voraussetzung dafür ist, dass das Vorstufenmaterial
nur in begrenzter Menge angeboten wird, bzw. das Abscheideverfahren
vor einem vollständigen
Bedecken rechtzeitig abgebrochen wird und der Kammerdruck in der
Prozesskammer so gewählt wird,
dass eine ausreichend langsame Diffusion des Vorstufenmaterials
in die Tiefe des Reliefs sichergestellt ist.
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Damit lässt sich auf besonders vorteilhafte und
einfache Weise eine ein Relief aufweisende Substratoberfläche vertikal
strukturieren. Handelt es sich bei der abgeschiedenen Schicht bereits
um eine funktionale Schicht, so entfällt jegliches maskieren. Andererseits
kann es sich aber bei der abgeschiedenen Schicht um eine Maske handeln,
wobei gegenüber
herkömmlichen
Verfahren mindestens ein Rückätzschritt
zum Strukturieren der Maske eingespart wird.
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Die Genauigkeit, mit der eine vorgegebene Bedeckungstiefe
erzielt werden kann, hängt
bei vorgegebenen Prozessparametern von der zu bedeckenden Gesamtfläche des
Reliefs auf der Substrat- bzw. Waferoberfläche ab. Je größer dabei
die zu bedeckende Gesamtfläche
ist, desto geringer ist die Abhängigkeit
der Bedeckungstiefe von Schwankungen der Menge zugeführten Vorstufenmaterials
bzw. der Dauer der Abscheidung des Vorstufenmaterials. Mit fortschreitender
Erhöhung
der Dichte von auf der Substratoberfläche realisierten Strukturen
wird die zu bedeckende Gesamtfläche
größer, da
das Relief in der horizontalen Ausdehnung zunehmend feiner und dichter
strukturiert wird und zunehmend funktionale Strukturen an vertikalen
Oberflächen
realisiert werden.
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Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens
liegt nun darin begründet,
dass sich die Genauigkeit, mit der eine vorgegebene Bedeckungstiefe
realisiert werden kann, bei der vorgezeichneten Entwicklung integrierter
Schaltungen in gleicher Weise erhöht.
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Bezüglich der Prozessparameter
wird die Bedeckungstiefe bevorzugterweise in Abhängigkeit einer sich aus einem
Produkt aus einer Menge bzw. Konzentration eines der Vorstufenmaterialien
in der Prozesskammer, einer Abscheidedauer des Vorstufenmaterials
und einem Prozessdruck in der Prozesskammer während der Abscheidung ergebenden Exposition
eingestellt.
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Nach einer bevorzugten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verfahrens
wird während des
Abscheideverfahrens mindestens eines der Vorstufenmaterialien, bevorzugt
ein solches mit hohem Haftkoeffizienten (sticking coefficient) in
einer geringeren Menge bzw. Konzentration angeboten, als für eine vollständige Bedeckung
notwendig wäre.
Jeweils mindestens eine Prozessphase eines Prozesszyklus des Abscheideverfahrens
endet mit dem Verbrauch des verknappten Vorstufenmaterials. Es entfällt vorteilhafterweise
eine zeitliche Überwachung des
Abscheidevorgangs. Eine von der erzeugten Deckschicht bedeckte Gesamtfläche und
damit die Bedeckungstiefe korreliert mit der Menge des zur Verfügung gestellten
Vorstufenmaterials.
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Eine besonders genaue Kontrolle und
Steuerung des Abscheideverfahrens ergibt sich bei einem Zuführen mindestens
eines der Vorstufenmaterialien mittels Flüssiginjektion (liquid injection).
Mit dieser Methode kann die Menge des zugeführten Vorgängermaterials und damit die
Bedeckungstiefe sehr genau eingestellt werden.
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Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird die Abscheidedauer mindestens eines Vorstufenmaterials, bevorzugt
eines Vorstufenmaterials mit hohem Haftkoeffiezienten, während jeweils
eines Prozesszyklus des Abscheideverfahrens kontrolliert. Dabei
wird die Bedeckungstiefe über
die Abscheidedauer des Vorstufenmaterials eingestellt.
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Bevorzugterweise erfolgt eine Anpassung des
erfindungsgemäßen Verfahrens
an verschiedene Typen von Reliefs über den Kammerdruck in der
Prozesskammer während
des Abscheidens insbesondere des Vorstufenmaterials mit hohem Haftkoeffizienten.
So erfordert eine Abscheidung einer inkonformen Deckschicht auf
einem flachen Relief, das Strukturen mit niedrigem Aspektverhältnissen
und/oder einen hohen Anteil zur Oberfläche geneigter Prozessflächen aufweist
für die
gleiche Bedeckungstiefe einen niedrigeren Kammerdruck als eine Abscheidung auf
einem tiefen Relief mit Strukturen mit hohem Aspektverhältnis.
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Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird für
eine homogene Verteilung zumindest des verknappten Vorstufenmaterials über die
gesamte Substratoberfläche
eine sich über
die gesamte Substratoberfläche
erstreckende Verteileinrichtung (shower head) vorgesehen. Damit
lässt sich
eine über
eine gesamte Waferoberfläche
einheitliche Bedeckungstiefe erzielen.
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Bei der Deckschicht kann es sich
bereits um eine funktionale Schicht handeln. Es ist aber auch möglich, eine
in der ge nannten Weise erzeugte Deckschicht ihrerseits als Maske
zu verwenden. Gegenüber
herkömmlichen
Verfahren zur Erzeugung einer Maske zur vertikalen Strukturierung
entfällt
mindestens ein Rückätzen und
Strukturieren eines ganzflächig
abgeschiedenen Maskenmaterials.
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Nach einer ersten bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird ein die Deckschicht ausbildendes Material als ein solches mit
hoher Ätzresistenz
gegen ein zwischen der Relieftiefe und der Bedeckungstiefe angeordnete
untere Abschnitte der Prozessflächen
ausbildendes Material vorgesehen. Das die Prozessflächen in
den unteren Abschnitten ausbildende Material kann dann nach Abscheiden
einer Deckschicht mit einer hohen Ätzselektivität gegenüber der
Deckschicht geätzt
werden, wobei das Ätzen
mindestens abschnittsweise durch die Deckschicht maskiert wird.
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Nach einer zweiten bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird für
die Deckschicht ein gegen einen Oxidationsprozess im Wesentlichen
inertes Material vorgesehen. Anschließend wird das die Prozessflächen zwischen der
Relieftiefe und der Bedeckungstiefe ausbildende Material mittels
des Oxidationsprozesses oxidiert. Dabei wird der Oxidationsprozess
mindestens abschnittsweise durch die Deckschicht maskiert.
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Schließlich wird nach einer dritten
bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
die Deckschicht als eine Barriereschicht gegen einen Dotierprozess
vorgesehen. Das die Prozessflächen
zwischen der Relieftiefe und der Bedeckungstiefe ausbildende Material
wird mittels des Dotierprozesses dotiert, wobei der Dotierprozess
mindestens abschnittsweise durch die Deckschicht maskiert wird.
Nach Benutzung als Maske wird die Deckschicht wieder entfernt.
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Das Substrat, in dem das Relief ausgeführt ist,
ist aus einer oder mehreren Schichten aus in der Halbleiterprozesstechnologie üblichen
Materialien aufgebaut. Übliche
Schichtmaterialien des Substrats sind etwa kristallines, polykristallines
oder epitaktisch gewachsenes Silizium oder Siliziumverbindungen.
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Materialien, die für eine erfindungsgemäße inkonforme
Abscheidung gut geeignet sind, weisen für eine folgende Prozessierung
mitunter nachteilige Eigenschaften auf. So bilden sich etwa bei
einer HSG-Formierung auch in starken Maß HSG-Strukturen etwa auf einer inkonformen
Deckschicht aus Al2O3.
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Bevorzugterweise wird daher vor dem
Aufbringen der inkonformen Deckschicht eine Zusatzschicht vorgesehen,
die zunächst
mit der inkonformen Deckschicht maskiert wird. Im Folgenden wird die
inkonforme Deckschicht vor Prozessschritten, für die die Eigenschaften des
Materials der inkonformen Deckschicht nachteilig sind, entfernt
und durch die darunterliegende Zusatzschicht ersetzt.
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Bevorzugte Materialien der Zusatzschicht sind
Siliziumoxid und Siliziumnitrid.
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Mögliche
Materialien der inkonformen Deckschicht sind solche, die funktional
entweder als dielektrische oder leitende Schichten oder aber als
Maske geeignet sind. Dazu zählen
Al2O3, HfO2, ZrO2, TiO2, TiN, WN, SiN und LaO2 und
weitere Oxide seltener Erden. Die Abscheidung erfolgt dabei typischerweise
jeweils bei einer Temperatur zwischen 25 und 800 Grad Celsius und
einem Druck zwischen 0,13 Pa und 1013 hPa. Abhängig von den gewählten Vorstufenmaterialien
sind die Tempera tur- und Druckbereiche in jeweils dem Fachmann bekannter Weise
einzuschränken.
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Wie bereits beschrieben, sind als
Vorstufenmaterialien insbesondere solche zu wählen, die einen hohen Haftkoeffizienten
beziehungsweise einen niedrigen Desorptionskoeffizienten aufweisen.
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Für
Aluminiumoxid wird daher in bevorzugter Weise als erstes Vorstufenmaterial
(Präkursor) Tri-Methyl-Aluminium
und als zweiter Präkursor
H2O und/oder O3 gewählt.
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Ein weiteres bevorzugtes Material
der Deckschicht ist Hafniumoxid, wobei als erster Präkursor HfCl4, Hf-t-butoxide, Hf-di-methyl-amid, Hf-ethyl-methyl-amid,
Hf-diethyl-amid oder Hf(MMP) 4 sowie
als zweiter Präkursor
H2O und/oder O3 gewählt wird.
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Wird als Material der Deckschicht
Zirkoniumoxid gewählt,
so wird als erster Präkursor
bevorzugt ZrCl4 oder eine organische Zr-Verbindung
und als zweiter Präkursor
H2O und/oder O3 gewählt.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
wird als Material der Deckschicht Titanoxid aus den ersten Präkursoren
TiCl4, Ti (OC2H5)4 oder Ti(OCH(CH3) 2 )4 und den zweiten Präkursoren H2O und/oder
O3 gebildet.
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Ein weiteres bevorzugtes Material
der Deckschicht ist Titannitrid, dass aus TiCl4 und
aus NH3 als Präkursoren gebildet wird.
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Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird aus den Vorstufenmaterialien WF6 und
NH3 Wolframnitrid gebildet.
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Ebenso wird bevorzugt aus den Präkursoren SiH2, Cl2 bzw. NH3 und/oder N2H4 als Material der Deckschicht Siliziumnitrid
gebildet.
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Ferner ist es möglich, als Material der Deckschicht
Siliziumoxid zu wählen,
wobei als erster Präkursor
Si(NCO) 4 oder CH3OSi(NCO) 3 und als zweiter Präkursor H2O
und/oder O3 eingesetzt wird.
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Das erfindungsgemäße Verfahren ist prinzipiell
zum vertikalen Strukturieren verschiedener Typen von Reliefs geeignet.
In besonderer Weise ist es jedoch zum Strukturieren von Gräben, die
in einem hohen Aspektverhältnis
in einem Substrat ausgebildet sind, geeignet. Gerade in Gräben mit
hohem Aspektverhältnis
erfolgt diffusionsbestimmt die Anordnung des verknappten Vorstufenmaterials
ausgeprägt
systematisch von der Substratoberfläche her.
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In einer besonders bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
werden dabei die Gräben
funktional zu Kondensatoren ausgebildet. Weisen die Kondensatoren
einen dielektrischen Kragen (collar) auf, der sich in etwa in Höhe der Bedeckungstiefe
um den Graben schließt, so
kann der Kragen als bereits justierte Kante einer Maske dienen.
Für eine
im oberen Grabenbereich angeordnete Maske ergibt sich dann eine
geringere Genauigkeitsanforderung an ihre Ausdehnung in Richtung
der Relieftiefe. Wird gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
nun eine Deckschicht in einem oberen Grabenbereich . angeordnet,
danach ein Oxidationsprozess eines im unteren Grabenbereich eine
Grabenwandung ausbildenden Materials ge steuert und anschließend die
Deckschicht entfernt, so ergibt sich ein besonders einfaches Verfahren zum
Anordnen einer Oxidschicht als Deckschicht in einem unteren Grabenbereich
eines in einem Substrat ausgebildeten Grabens. Andererseits ergibt
sich durch ein Ausbilden einer Oxidschicht als Deckschicht im oberen
Grabenbereich ein besonders einfaches Verfahren zum Erzeugen einer
Oxidschicht im oberen Grabenbereich eines in einem Substrat ausgebildeten
Grabens.
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Im Folgenden wird die Erfindung anhand
von Figuren näher
erläutert,
wobei für
einander entsprechende Bauteile und Komponenten die selben Bezugszeichen
verwendet werden.
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1 zeigt
schematische Querschnitte durch einen Ausschnitt eines Substrats
im Zuge eines ersten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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2 zeigt
schematische Querschnitte durch einen Ausschnitt eines Substrats
im Zuge eines zweiten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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3 zeigt
schematische Querschnitte durch einen Ausschnitt eines Substrats
im Zuge eines dritten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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4 zeigt
schematische Querschnitte durch einen Ausschnitt eines Substrats
im Zuge eines vierten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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5 zeigt
einen schematische Querschnitte durch einen erfindungsgemäß erzeugte
Kondensatorstruktur.
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Die 1a bis 1e zeigen aufeinanderfolgende
Phasen eines Strukturierens einer Grabenwandung 43 eines
in einem Substrat 1 eingebrachten Grabens 4.
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Ein aus einem Halbleitersubstrat 11 und
einer auf dem Halbleitersubstrat 11 angeordneten Hilfsschicht 12 bestehendes
Substrat 1 weist eine horizontale Substratoberfläche 101 auf,
von der aus sich ein Graben 4 in zur Substratoberfläche 101 vertikaler
Richtung bis zu einer Relieftiefe 103 in das Substrat 1 erstreckt.
Die Grabenwandung 43 bildet zur Substratoberfläche 101 vertikale
Prozessflächen 2.
Zwischen der Substratoberfläche 101 und
der Relieftiefe 103 wird eine Bedeckungstiefe 102 vorgegeben
bis zu der, bzw. ab der das durch den Graben 4 gebildete
Relief mit einer im Folgenden auszubildenden Deckschicht 3 bedeckt
werden soll. Die Bedeckungstiefe 102 teilt den Graben 4 in
einen zur Substratoberfläche 101 orientierten
oberen Grabenbereich 41 und einen unteren Grabenbereich 42.
Entsprechend den Grabenbereichen 41, 42 sind obere Abschnitte 21 der
Prozessfläche 2 zwischen
der Substratoberfläche 101 und
der Bedeckungstiefe 102 sowie untere Abschnitte 22 der
Prozessfläche 2 zwischen
der Bedeckungstiefe 102 und der Relieftiefe 103 angeordnet.
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Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird
eine Deckschicht 3 auf der Substratoberfläche 101 und
den oberen Abschnitten 21 der Prozessflächen 2 erzeugt. Bedingt
durch den hohen Haftkoeffizienten mindestens eines der Vorstufenmaterialien wächst die
Deckschicht 3 ausgehend von der Substratoberfläche 101 in
Richtung der Relieftiefe 103. Dies gilt für jede molekulare
Teileinzellage. Das Wachsen der Deckschicht 3 in Richtung
der Relieftiefe 103 wird beschränkt. Beispielsweise wird dazu eine
Prozessmenge des Vorstufenmaterials mit hohem Haftkoeffizienten
beschränkt,
so dass die Deckschicht 3 pro Einzellage nicht weiter als
bis zur Bedeckungstiefe 102 wächst. Zudem kann für jede Einzellage
der Deckschicht 3 der Abscheideprozess beim Erreichen der
Bedeckungstiefe 102 abgebrochen werden.
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Es ergibt sich in beiden Fällen eine
in der 1b dargestellte
Ausbildung der Deckschicht 3. Die Deckschicht 3 erstreckt
sich, von einem kurzen, keilförmigen Übergangsbereich 31 abgesehen,
oberhalb der Bedeckungstiefe 102 gleichförmig und
in gleicher Schichtdicke. Unterhalb der Bedeckungstiefe 102 findet
nahezu keine Ablagerung statt.
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In nachfolgenden Prozessschritten
fungiert, wie aus der 1c ersichtlich,
die Deckschicht 3 als Ätz-
und Dotiermaske. Gemäß der 1c erfolgt zunächst im
unteren Grabenbereich 42 eine Ätzung (bottle etch). Infolge
des Ätzprozesses
wird der Graben 4 im unteren Grabenbereich 42 aufgeweitet.
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Daraufhin erfolgt eine in der 1d schematisch dargestellte
Gasphasendotierung eines Gebiets 13 des Halbleitersubstrats 11 nach
vorangegangener HSG-Abscheidung (hemispherical silicon grain) mit optionaler
anschließender
Rückätzung. Das
so erzeugte dotierte Gebiet 13 entspricht in der Anwendung
bei der Herstellung von DT (deep trench) DRAM Speicherzellen einem
niederohmigen Anschluss einer äußeren Elektrode
(buried plate).
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Danach wird die in den vorangegangenen Prozessschritten
als Maske dienende Deckschicht 3 entfernt. Es ergibt sich
ein in der 1e dargestelltes Relief,
das durch einen lediglich auf den unteren Grabenbereich 42 wirkenden Ätzschritt
und einen ebenfalls lediglich auf den unteren Grabenbereich 42 wirkenden
Dotierschritt in zur Substratoberfläche 101 vertikaler
Richtung strukturiert ist.
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In den 2a bis 2c ist ein weiteres Ausführungsbeispiel
für ein
Strukturieren eines Grabens 4 dargestellt. Im Unterschied
zu dem Graben aus der 1 weist der
Graben 4 der 2 einen im oberen
Grabenbereich 41 angeordneten Kragen (collar) 44 auf, der
im Halbleitersubstrat 11 eingebettet ist und den Graben 4 umschließt.
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In der 2a ist
ein von einer Substratoberfläche 101 bis
zu einer Relieftiefe 103 in ein Substrat 1 eingebrachter
Graben 4 mit einem Kragen 44 im oberen Grabenbereich 41 dargestellt.
Für folgende Prozessschritte
sind Teilabschnitte 411 der Grabenwandung 43 zwischen
der Substratoberfläche 101 und
einer Oberkante des Kragens 44 zu maskieren.
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Im Folgenden wird nun eine unvollständige Deckschicht 3 (inconformal
liner) erzeugt, die die Grabenwandung 43 lediglich bis
zu einer Bedeckungstiefe 102 bedeckt. Für folgende Ätz- und Dotierschritte fungieren sowohl
die Deckschicht 3 als auch der Kragen 44 als Maske.
Für dieses
Beispiel ist das erfindungsgemäße Verfahren
besonders geeignet, da eine genaue Lage der Oberkante eines Ätz- und
Dotiervorgangs bereits durch eine Unterkante des Kragens 44 festgelegt
ist. Durch die Deckschicht 5 wird lediglich ein zwischen
der Substratoberfläche 101 und
einer Oberkante des Kragens 44 befindlicher Teilabschnitt 411 der
Grabenwandung 43 im oberen Grabenbereich 41 abgedeckt.
Ein exaktes vertikales Justieren der Bedeckungstiefe 102 durch
das Abscheideverfahren ist nicht erforderlich, sofern sichergestellt
ist, dass die Deckschicht 3 im Bereich des Kragens 44 ausläuft. Nach
einer Flaschenätzung (bottle
etch) und anschließender
Gasphasendotierung wird die Deckschicht 3 entfernt, eine
dielektrische Schicht (node dielectric) auf der Grabenwandung 43 erzeugt
und anschließend
der Graben 4 mit Polysilizium gefüllt.
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In den 3a bis 3c ist als ein weiteres Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Verfahrens
das Anordnen von Elektroden und eines Dielektrikums im Zuge einer
Prozessierung von Stapelkondensatoren (stacked capacitors) in verschiedenen
Phasen dargestellt.
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Dabei werden zunächst in und auf dem Halbleitersubstrat 11 elektronische
Strukturen wie etwa Transistoren 5 ausgebildet, die jeweils
ein Gatedielektrikum 51, ein Gateelektrode 52,
sowie eine Drain- und eine Sourceelektrode ausbildende dotierte
Gebiete 53,54 aufweisen. Die Stapelkondensatoren werden
im Unterschied zu den Grabenkondensatoren der 1 auf
bzw. über
der Oberfläche
des Halbleitersubstrats 11 vorgesehen. Dazu wird zunächst eine
Hilfsschicht 12, etwa aus Siliziumdioxid auf das Halbleitersubstrat 11 aufgebracht.
Das Halbleitersubstrat 11 bildet zusammen mit der Hilfsschicht 12 ein Substrat 1,
in das von einer Substratoberfläche 101 her
Gräben 4 eingebracht
werden.
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Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
zur Abscheidung einer inkonformen Deckschicht werden nun zunächst nacheinander
eine inkonforme, leitfähige
Deckschicht 31 und eine inkonforme dielektrische Deckschicht 32 erzeugt.
Dabei wird die inkonforme dielektrische Deckschicht 32 tiefer
in die Gräben 4 gezogen
als die inkonforme leitfähige
Deckschicht 31.
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Die sich ergebende Anordnung ist
in der 3a schematisch
dargestellt.
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Im Anschluss wird die inkonforme
dielektrische Deckschicht 32 bis etwa zur Oberkante des Grabens 4 zurückgeätzt (spacer
etch) und eine konforme leitfähige
Deckschicht 33, etwa aus dotiertem Polysilizium aufgebracht.
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Die 3b zeigt
die sich daraus ergebende Anordnung. Mit der konformen leitfähigen Deckschicht 33 wird
der Stapelkondensator elektrisch an das dotierte Gebiet 54 des
Transistors 5 angeschlossen.
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In weiteren Schritten wird zunächst die
konforme leitfähige
Deckschicht 33 bis etwa zur Oberkante des Grabens 4 zurückgeätzt und
anschließend eine
konforme dielektrische Deckschicht 34 und eine zweite konforme
leitfähige
Deckschicht 35 abgeschieden. Es ergibt sich die in der 3c dargestellte Anordnung.
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Die erste konforme leitfähige Deckschicht 33 bildet
eine mit einem dotierten Gebiet 54 des Transistors 5 verbundene
erste Elektrode (node electrode) des im Graben 4 ausgeführten Stapelkondensators. Die
inkonform abgeschiedene leitfähige
Deckschicht 31 und die zweite konform abgeschiedene leitfähige Deckschicht 35 bilden
eine äußere und
innere Gegenelektrode, die durch die inkonform bzw. konform abgeschiedenen
dielektrischen Deckschichten 32, 34 gegen die
erste Elektrode 33 isoliert sind.
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Durch das erfindungsgemäße Verfahren
zur Abscheidung einer inkonformen Deckschicht ergibt sich eine sehr
wesentliche Vereinfachung des Prozessflusses. Gegenüber einer
Realisierung der in der 3c dargestellten
Struktur mit herkömmlichen Verfahren
erübrigt
sich für
beide inkonform abgeschiedene Deckschichten eine mehrstufige Prozessfolge
bestehend aus Abscheiden eines Füllmaterials, Rückätzen des
Füllmaterials
und vollständiges
Entfernen des Füllmaterials.
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In den 4a bis 4c ist eine Variante des
in den 1a bis 1e dargestellten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Verfahrens
dargestellt. Dabei wird vor dem Abscheiden der inkonformen Deckschicht 3 auf
dem Substrat 1 eine konforme Zusatzschicht 7 etwa
aus Siliziumnitrid oder Siliziumoxid durch Abscheidung oder durch
Oxidation bzw. Nitridierung vorgesehen.
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In 4a ist
die Zusatzschicht 7 dargestellt, die den Graben 4 auskleidet
und auf der eine erfindungsgemäß bis zur
einer Bedeckungstiefe 102 abgeschiedene inkonforme Deckschicht 3 angeordnet ist.
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Nachfolgend wird die Zusatzschicht 7 unterhalb
der Bedeckungstiefe 102 entfernt und der Graben 4 in
einem unterhalb der Bedeckungstiefe 102 angeordneten Grabenbereich 42 durch Ätzen aufgeweitet
(wet bottle etch). Anschließend
wird eine Gasphasendotierung ausgeführt, die durch die inkonform abgeschiedene
Deckschicht 3 maskiert wird.
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Es ergibt sich die in der 4b dargestellte Struktur,
bei der der Graben 4 in einem oberen Grabenbereich 41 oberhalb
der Bedeckungstiefe 102 mit der Zusatzschicht 7 und
der aufliegenden inkonformen Deckschicht 3 ausgekleidet
ist. In an den unteren Grabenbereich 42 anschließenden Gebieten 13 ist
das Halbleitersubstrat 11 dotiert.
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Danach wird die inkonforme Deckschicht 3 entfernt
und eine HSG-Formierung mit anschließender Rückätzung ausgeführt, wodurch
sich die in der 4c dargestellte
Struktur ergibt.
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Der Graben 4 ist im oberen
Grabenbereich 41 mit der Zusatzschicht 7 ausgekleidet
und weist im unteren Grabenbereich 42 HSG-Strukturen 6 auf. Nachfolgend
wird die Zusatzschicht 7 entfernt und ein Dielektrikum
abgeschieden.
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Im Unterschied zum anhand der 1 dargestellten Verfahren wird die HSG-Formierung
gemäß dem in
der 4 dargestellten Verfahren erst nach
dem Entfernen der inkonformen Deckschicht ausgeführt. Damit wird ein Formieren
von HSG-Strukturen auf der inkonformen Deckschicht, wie sie verstärkt etwa
bei einer Wahl von Al2O3 als Material
der Deckschicht 3 zu beobachten ist, vermieden.
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Die 5 zeigt
eine in einem Substrat 1 angeordnete Kondensatorstruktur.
Die dargestellte Kondensatorstruktur ist durch wiederholtes erfindungsgemäßes Abscheiden
inkonformer Deckschichten realisierbar. Ein auf der Kondensatorstruktur
basierender Kondensator weist eine hohe Zuverlässigkeit, einen geringen Leckstrom
und eine bezogen auf das Volumen hohe spezifische Kapazität auf. Mit
der gezeigten Kondensatorstruktur lässt sich mit zwei oder mehr
mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens
in einem Graben kammförmig
ausgebildeten Elektroden einfach und kostengünstig ein Kondensator hoher
spezifischer Kapazität
realisieren.
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Dazu werden zunächst durch Trockenätzen oder
Makroporen in ein Substrat 1 Gräben 4 mit hohem Aspektverhältnis eingebracht.
Die Gräben 4 weisen
eine zur Querschnittsebene der Darstellung senkrechte Längsausdehnung
auf. Eine Kondensatorstruktur erstreckt sich dann über ein
oder mehrere, parallel nebeneinander angeordnete Gräben 4.
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Danach werden im Substrat 1 vorgesehene funktionelle
Siliziumstrukturen, auch etwa zum Anschluss von Elektroden der Kondensatorstruktur,
dotiert.
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Es folgt das Abscheiden einer ersten
inkonformen dielektrischen Deckschicht 32 und einer inkonformen
leitfähigen
Deckschicht 31. Dabei wird die inkonforme leitfähige Deckschicht
31 gegenüber der darunter
angeordneten ersten inkonformen dielektrischen Deckschicht 32 verkürzt vorgesehen.
Eine zweite inkonforme dielektrische Deckschicht 32' wird so
vorgesehen, dass sie die inkonforme leitfähige Deckschicht 31,
die eine äußere Elektrode
bildet, vollständig
bedeckt und an die erste inkonform abgeschiedene dielektrische Deckschicht 32 anschließt.
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Schließlich wird eine konform abgeschiedene
leitfähige
Deckschicht 33 als innere Elektrode vorgesehen. Die Kontaktierung
der inneren Elektrode erfolgt durch einen dotierten Bereich des
Substrats 1 oder etwa durch Strukturieren der abgeschiedenen Deckschichten
an der Oberfläche
des Substrats 1. Zur Erhöhung der Kapazität wird die
Kondensatorstruktur für
eine Wiederholung der genannten Abscheidungsschritte vorbereitet,
so dass bei einer ausreichenden Grabenweite die in der 5 gezeigte Teilstruktur
der Deckschichten innerhalb eines Grabens 4 wiederholbar
ist. Dabei werden vorteilhafterweise alle jeweiligen inneren Elektroden 33 am
Grabengrund ohne weitere Maßnahmen
leitend verbunden. Bei geeigneter Rückätzung der konform abgeschiedenen
leitfähigen
Deckschicht 33 und der dielektrischen Deckschichten 32' ergibt
sich ebenso ohne weitere Maßnahmen
eine leitfähige
Verbindung zwischen den jeweiligen äußeren Elektroden 31 der sich
wiederholenden Teilstrukturen.
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Beispiel 1:
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Bei der Prozessierung vertikaler
Transistorstrukturen, wie Trench-Leistungstransistoren und IGBTs
(isolated gate bipolar transistors) wird die Dotierung einer Drainzone
vorteilhaft mit einer als Dotierbarriere wirkenden erfindungsgemäß inkonform
abgeschiedenen Deckschicht vereinfacht. Dazu werden zunächst in
ein Substrat Gräben
(Trenches) eingebracht, in de nen im späteren Prozessverlauf jeweils eine
Gateelektrode vorgesehen wird. Die Gräben werden in einem oberen
Bereich, der in der fertigen Struktur im Substrat ausgebildeten
Source- und Kanalzonen gegenüberliegt,
mit einer erfindungsgemäß inkonform
abgeschiedenen Dotierbarriere ausgekleidet. Danach wird die an einen
unteren Bereich der Gräben
anschließende
Drainzone des Substrats dotiert und anschließend die Dotierbarriere entfernt.
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Beispiel 2:
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Eine steigende Integrationsdichte
bei integrierten Schaltungen führt
zur Notwendigkeit, während
derer Prozessierung von einer Substratoberfläche her durch eine obere Schicht
mit bereits ausgebildeten leitfähigen
Gebieten Durchkontaktierungen zu Strukturen in einer unterhalb der
oberen Schicht angeordneten tiefen Schicht vorzusehen. Die leitfähigen Gebiete
sind dabei dotierte Halbleitergebiete oder Metallisierungen. Dazu
wird im Substrat eine Öffnung
(Kanal) bis zur tieferen Schicht geätzt und anschließend mit
einem leitfähigen
Material gefüllt.
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Werden infolge von Fertigungstoleranzen beim
Ausbilden der Öffnungen
Abschnitte der leitfähigen
Gebiete der oberen Schicht durch eine Öffnung frei gelegt und anschließend die Öffnung mit
einem leitfähigen
Material gefüllt,
so ergibt sich eine meist nicht vorgesehene elektrische Verbindung
zwischen den leitfähigen
Gebieten der oberen Schicht und der tiefen Schicht.
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Erfindungsgemäß wird nun nach dem Ausbilden
und vor dem Füllen
der Öffnungen
eine inkonforme, dielektrische Deckschicht an einer Wandung der Öffnung in
einem oberen Bereich des Kanals vorgesehen, die eventuell frei gelegte
Abschnitte von leitfähigen
Gebieten der oberen Schicht abdeckt. Ein Grund der Öffnung,
in dessen Bereich das leitfähige Gebiet
der tiefen Schicht kontaktiert wird, bleibt unbedeckt. Ein unerwünschter
elektrischer Kurzschluss zwischen den beiden leitfähigen Gebieten
ist vermieden.
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Ein typisches Beispiel für eine solche
Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
liegt für
Stacked-capacitor-Strukturen
vor. Bei einer Stacked-capacitor-Struktur ist eine Transistorstruktur entlang
einer tiefen Schicht zwischen einem Halbleitersubstrat und einer
aufliegenden Oxidschicht, in der Kondensatorstrukturen und Signalleitungen
(bit lines) ausgebildet sind, angeordnet und von einer Substratoberfläche her
durch die Oxidschicht hindurch zu kontaktieren. Beim Ätzen von Öffnungen
für die
Durchkontaktierungen können
die Signalleitungen zu einer Öffnung
hin frei gelegt werden. Durch ein Auskleiden der Öffnungen
in einem Bereich bis unterhalb der Signalleitungen durch eine inkonforme dielektrische
Deckschicht gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
wird die Ausbeute an fehlerfreien Strukturen ohne Kurzschluss zu
den Signalleitungen erheblich erhöht.
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- 1
- Substrat
- 101
- Substratoberfläche
- 102
- Bedeckungstiefe
- 103
- Relieftiefe
- 11
- Halbleitersubstrat
- 12
- Hilfsschicht
- 13
- dotiertes
Gebiet
- 2
- Prozessfläche
- 21
- oberer
Abschnitt
- 22
- unterer
Abschnitt
- 3
- Deckschicht
- 31
- leitfähige inkonforme
Deckschicht
- 32,
32'
- dielektrische
inkonforme Deckschicht
- 33
- leitfähige konforme
Deckschicht
- 34
- dielektrische
konforme Deckschicht
- 35
- zweite
leitfähige
konforme Deckschicht
- 4
- Graben
- 41
- oberer
Grabenbereich
- 411
- Teilabschnitt
- 42
- unterer
Grabenbereich
- 43
- Grabenwandung
- 44
- Kragen
- 5
- Transistor
- 51
- Gatedielektrikum
- 52
- Gateelektrode
- 53
- dotiertes
Gebiet
- 54
- dotiertes
Gebiet
- 6
- HSG-Struktur
- 7
- Zusatzschicht