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DE10233696B4 - Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen der Benetzungseigenschaften der Oberfläche eines Materials - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen der Benetzungseigenschaften der Oberfläche eines Materials Download PDF

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Abstract

Verfahren zum Bestimmen der Benetzungseigenschaften der Oberfläche eines in eine Flüssigkeit getauchten Prüflings mittels durch eine Kapillare auf die Prüflingsoberfläche gedrückter Gasblasen, dadurch gekennzeichnet, dass der maximale Blasendruck oder die Blasenbildungsgeschwindigkeit (Blasenfrequenz) als Indikator für die Benetzungsfähigkeit der Oberfläche (5) des Prüflings (3) dient.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bestimmen der Benetzungseigenschaften der Oberfläche eines Materials.
  • Für viele Fertigungsprozesse und Erzeugnisse ist die Kenntnis über die Eigenschaften der Oberfläche eines Materials von großem Interesse. Ein wesentlicher Parameter ist dabei das Benetzungsvermögen einer Oberfläche. Das Benetzungsvermögen weist beispielsweise auf die Reinheit einer Oberfläche hin, wie eines zu behandelnden Metallteils oder eines zu verarbeitenden Halbleiterwafers.
  • Eine seit langem genutzte Erscheinung als quantitativer Ausdruck für das Benetzungsvermögen einer Oberfläche durch eine Flüssigkeit ist der Gleichgewichts-Randwinkel, den ein Testtropfen der Flüssigkeit auf einer Oberfläche ausbildet. Da die Benetzung einer Oberfläche häufig Unregelmäßigkeiten aufweist, sind für eine hinreichend genaue Bestimmung des Benetzungsvermögens eine größere Zahl von Testtropfen auszumessen.
  • Aus der DE 2 053 390 A1 ist hierzu ein Verfahren bekannt, bei dem auf die zu untersuchende Oberfläche Flüssigkeitstropfen aufgebracht und gleichzeitig beleuchtet werden und der Beleuchtungswinkel bis zum Erreichen des Grenzwinkels der Reflexion zum Beobachter verändert wird. Hierdurch kann mit einer Beobachtungsserie das Benetzungsvermögen eines größeren Oberflächenbereichs registriert werden.
  • Weitere Verfahren zur optischen Messung der Grenzflächenspannung zwischen einem Testtropfen und einer zu untersuchenden Unterlage sind in DE 35 42 928 C2 , DE 197 54 765 C1 , DE 100 22 503 A1 , EP 0 715 162 A1 und US 36 18 374 A angegeben.
  • Alle genannten Vorrichtungen beruhen auf einer rein statischen Messung des Randwinkels zwischen einem Testtropfen und einer Unterlage auf optischem Wege.
  • Aus DE 199 55 986 A1 ist darüber hinaus ein Verfahren und eine Vorrichtung zur dynamischen Beobachtung von dünnen Benetzungsfilmen auf beliebigen Oberflächen bekannt. Hierfür wird ein gasdichter Aufsatz mit regelbaren Innendruck verwendet, wobei sich unterhalb des Aufsatzes eine Kapillare befindet, durch die sich bei Druckerhöhung im Aufsatz eine Blase in einer Messflüssigkeit ausbildet, und wobei die Kapillare so angeordnet und konstruiert ist, dass durch sie hindurch der zu untersuchende Flüssigkeitsfilm mit einem Mikroskop beobachtet werden kann.
  • Ferner ist aus DIN 53 364 eine rein empirisch entwickelte Testtintenmethode bekannt. Mit einem Pinsel wird eine Serie bekannter Testtinten in der Reihenfolge ihrer Oberflächenspannungen auf den zu untersuchenden Untergrund aufgebracht. Wenn eine Flüssigkeit nicht mehr benetzt, d. h. innerhalb zwei Sekunden sich wieder ansammelt, dann entspricht die "Oberflächenspannung" des Feststoffs der zuletzt verwendeten Tinte.
  • Letztlich ist in der Druckschrift HENDRIKS, F.: Bubble generator with adjustable bubble size. In: IBM Technical Disclosure Bulletin, Vol.17, No.10, March 1975, Seite 3064 ein Blasengenerator mit variabel steuerbarer Blasenfrequenz beschrieben, bei dem in einem Behälter mit Tinte die Blasen aus einer schräg angeordneten Kapillare auf eine Glasplatte gedrückt werden und die Zeit des Blasenwachstums bis zum Aufplatzen und damit die Blasenfrequenz durch mikrometrische Verstellung des Abstandes der Glasplatte zur Mündung der Kapillare auf einen bestimmten Wert einstellbar ist. Aus dem mit Hilfe eines Piezowandlers erfassten Gasstrom lässt sich auf die Qualität der untersuchten Tinte schließen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum statischen oder dynamischen Messen des Benetzungsvermögens einer Oberfläche ohne Gebrauch optischer oder geometrischer Messmittel anzugeben. Insbesondere soll die Vorrichtung als Handmessgerät oder Prozessmessgerät ausgebildet werden können, wobei letzteres ein automatisches Anzeigen, Aufzeichnen und Auswerten einer Vielzahl von Messwerten erlauben soll.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in den unabhängigen Ansprüchen 1, 4, 11 und 12 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausprägungen sind in den abhängigen Ansprüchen 2, 3 und 5 bis 10 angegeben.
  • Indem auf anspruchsvolle optische Erfassungs- oder Auswerteeinheiten verzichtet wird, gestalten sich das Verfahren und die Vorrichtung anwenderfreundlich und preiswert. Die Messergebnisse hängen in keiner Weise mehr von subjektiven Einflüssen ab, wie sie von Beobachter zu Beobachter oder auch von Messung zu Messung durch ein und denselben Beobachter bei optischen Auswerteverfahren unvermeidbar sind. Bei einer fotographischen Aufzeichnung wären immerhin noch diese Aufzeichnungen auszuwerten. Die Erfindung erlaubt weiterhin ein Ausmessen von Oberflächen, die optisch nur sehr schwer oder überhaupt nicht erfasst werden können. Weiterhin ist mit einfachen Mitteln eine Automatisierung von Messungen möglich.
  • Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. In den dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
  • 1 eine erste prinzipielle Darstellung einer Messanordnung,
  • 2 eine zweite prinzipielle Darstellung einer Messanordnung,
  • 3 eine dritte prinzipielle Darstellung einer Messanordnung,
  • 4 eine schematische Darstellung eines Messvorgangs auf einer Oberfläche mit schlechten Benetzungseigenschaften und
  • 5 im Vergleich zu 4 eine schematische Darstellung eines Messvorgangs auf einer Oberfläche mit guten Benetzungseigenschaften.
  • In einem Messgefäß 1 befindet sich eine Flüssigkeit bekannter Oberflächenspannung und bekannter Temperatur. Die Flüssigkeit ist im Beispiel Leitungswasser und hat demzufolge eine Oberflächenspannung von δ = 72,8 mN/m bei 20°C. Im Messgefäß 1 ist ein Auflager 2 für einen Prüfling 3 vorgesehen. Das Auflager 2 hat die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass der Prüfling 3 in einer definierten Eintauchtiefe in Bezug zur Wasseroberfläche und damit auch zu einer lotrechten Kapillare 4 angeordnet ist, die auf den Prüfling 3 so weit abgesenkt ist, dass ihre Spitze die Oberfläche 5 des Prüflings berührt. Damit sind auch der Abstand zwischen der Kapillare 5 und der Oberfläche 5 des Prüflings 3 sowie der Blasenaustrittswinkel α an der Blasenaustrittsöffnung der Kapillare 4 auf einfache Weise definiert. Die Kapillare 4 ist beispielsweise aus Polyaryletherketon, einem Werkstoff mit einem stark hydrophoben Verhalten, der verhindert, dass unliebsam Flüssigkeit in die Kapillare 4 eindringt. Die Kapillarenwand verjüngt sich zur Spitze hin bis gegen Null, wodurch der Innenradius und der Außenradius der Kapillare 4 praktisch zusammenfallen und die Blase definierter ausgebildet wird. Der Radius beträgt an der Blasenaustrittsstelle beispielsweise 0,5 mm. Die Blasenaustrittsöffnung der Kapillare (4) sitzt nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung gegen Federdruck an der Oberfläche (5) des Prüflings (3) auf.
  • Durch die Kapillare 4 werden in Anlehnung an ein Verfahren zur Messung der Oberflächenspannung einer Flüssigkeit nach der Blasendruckmethode Luftblasen gedrückt. Mit dem Herausdrücken von Restflüssigkeit bzw. Luft aus einer Kapillare 4 steigt der Gasdruck in der Kapillare 4, bis die Gas/Flüssigkeits-Grenzfläche die Blasenaustrittsöffnung der Kapillare 4 erreicht.
  • Bei der oben erwähnten Messung der Oberflächenspannung einer Flüssigkeit nach der Blasendruckmethode werden die Blasen bis zur Halbkugelform (minimaler Radius der Blase) aufgebläht. Zu diesem Zeitpunkt erreicht der Blasendruck sein Maximum, beispielsweise 1000 Pa. Übersteigt dann der Blasenradius den Radius der Kapillare 4 an der Blasenaustrittstelle, fällt der Blasendruck deutlich ab. Der maximale Druck in der Gasblase ist direkt proportional zur bekannten Oberflächenspannung δ des Wassers.
  • Mit der messtechnischen Erfassung des maximalen Blasendrucks, der sich bei der Ausbildung einer Blase zwischen dem Rand der Kapillare 4 und der Oberfläche 5 eines Prüflings 3 ausbildet, kann erfindungsgemäß die Benetzungsfähigkeit des Prüflings 3 und damit unter Vergleich zu einer reinen Prüflingsoberfläche seine Verunreinigung ermittelt werden.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist wie gesagt die Oberflächenspannung der verwendeten Flüssigkeit (z. B. Wasser) bekannt und deshalb nicht Messobjekt. Wird eine Blase im Wasserbad auf die Oberfläche 5 des Prüflings 3 gedrückt, entspricht der maximale Blasendruck genau dem Radius, der auftritt, wenn die Blase aus dem Öffnungsspalt zum Prüfling 3 hin herausgedrückt wird. Sind alle anderen Größen fest, wie Eintauchtiefe der Kapillare in die Flüssigkeit, Öffnungsspalt zwischen Kapillare 4 und Prüfling 3, Oberflächenspannung der Flüssigkeit und Radius der Kapillare 4, ist der maximale Blasendruck nur noch von dem Benetzungsverhalten der Festkörperoberfläche des Prüflings 3 abhängig.
  • An der Dreiphasengrenze Oberfläche des Prüflings, Oberfläche der Gasblase und Grenzfläche zwischen Festkörper und Gasblase besteht bei einem sich gemäß der YOUNG-schen Gleichung einstellenden Randwinkel ein Kräftegleichgewicht zwischen der benetzenden Kraft (Spreiten der Flüssigkeit) und der entnetzenden Kraft (Blasendruck).
  • Wird das Kräftegleichgewicht durch den Druck des nachströmenden Gases gestört, weicht die 3-Phasenkontaktlinie von der Kapillare weg aus. Die Blase wird folglich in Abhängigkeit des Randwinkels mehr oder weniger stark gekrümmt. Bei einer Oberfläche mit guten Entnetzungseigenschaften, beispielsweise Teflon, muss die Blase kaum gekrümmt werden, da die 3-Phasenkontaktlinie sich längs der Oberfläche bis zum Ablösen der Blase ausbreitet. Bei einer Oberfläche mit schlechten Entnetzungseigenschaften, beispielsweise Glas, wird die Grenzfläche stark gekrümmt, weil die Unterstützung durch das Entnetzen fehlt und je nach Randwinkel die Flüssigkeit sogar die Oberfläche entgegengerichtet benetzt. Bei einer bestimmten Blasengröße treibt die Blase auf, je nachdem, wie gut sie an der Festkörperoberfläche haftet.
  • Daraus kann die folgende weitere Auswertemethode abgeleitet werden, nämlich Blasen mit einem konstanten Volumenstrom durch die Kapillare 4 gegen die Oberfläche des Prüflings zu drücken und die Blasenbildungsgeschwindigkeit (Blasenfrequenz) als Maß für die Be-/Entnetzungsfähigkeit zu messen. Dabei wird ausgenutzt, dass die Blasen je nach Entnetzungsfähigkeit der Oberfläche des Festkörpers unterschiedliche Verweildauern haben, bevor sie bei ausreichender Größe auf Grund des Auftriebes die Adhäsion überwinden und von der Festkörperoberfläche aufsteigen.
  • Beim Aufdrücken einer Blase auf eine Oberfläche durchläuft der Blasendruck also ein Maximum, welches außer von der Oberflächenspannung der Flüssigkeit von der Einspannung der Grenzfläche Gas/Flüssigkeit bestimmt wird. Sobald konstruktionsbedingt ein Blasenradius erzwungen wird, der kleiner ist als der minimale Radius, der sich an dieser Kapillare 4 ohne Oberfläche 5 des Prüflings 3 ausbildet, wird der Einfluss der Oberfläche 5 des Prüflings 3 erfassbar und auswertbar. Andernfalls würde das Druckmaximum im normalen Druckverlauf untergehen. Es muss folglich dafür gesorgt werden, dass der erzwungene Blasenradius auch bei bester Entnetzung immer noch kleiner ist als der Innenradius der Kapillare 4. Die Auswertung des Blasendrucks bzw. der Blasenfrequenz ersetzt erfindungsgemäß die Messung des Randwinkels.
  • In 2 ist eine Anordnung mit einer waagerechten Oberflä- che 5 eines Prüflings 3 und einer senkrechten Kapillare 4 dargestellt, deren Spitze angeschrägt ist und zusammen mit der waagerechten Oberfläche des Prüflings 3 einen Blasenaustrittswinkel α und damit den Spalt an der Blasenaustrittsstelle definiert. Anstelle der angeschrägten Spitze könnte die Kapillare 4 auch selbst schräg auf die Oberfläche 5 des Prüflings 3 aufgesetzt werden.
  • In 3 werden die Blasen durch eine im Winkel α angeschrägte Kapillare 4 gegen die untere waagerechte Prüflingsoberfläche 5 gedrückt. Eine derartige Anordnung kann Vorteile bei einem automatischen Prüfprozess in der Fertigung mit sich bringen, bei dem fortlaufend Prüflinge 3 gemessen werden oder eine Vielzahl von Messstellen an einem größeren Prüfling gemessen werden, der über die Kapillare bewegt wird.
  • In 4 ist die Entnetzung einer Teflon-Oberfläche und in 5 die Entnetzung einer Glasoberfläche stark schematisiert dargestellt. In den dazugehörigen Messdiagrammen sind der Blasendruck p über die Zeit t und die Blasenfrequenz für zwei unterschiedliche Wassersäulen von 50 mm und 5 mm aufgetragen. Man erkennt beispielhaft, dass bei identischen Prüfbedingungen an einer gereinigten Glasoberfläche ein höherer Blasendruck und eine höhere Blasenfrequenz gemessen werden als an einer gereinigten Teflonoberfläche.
  • Nach einer weiteren Ausprägung der Erfindung wird anstatt einer Luftblase ein Flüssigkeitstropfen mit bekannter Oberflächenspannung (z. B. Wasser) durch eine Kanüle auf eine trockene Prüflingsoberfläche gedrückt, um den zum Spreiten nötigen Druck als Maß für das Benetzungsvermögen zu verwenden. Bei gut benetzbaren Oberflächen ist ein kleinerer Druck, bei schlecht benetzbaren Oberflächen ein größerer Druck erforderlich. Dabei wird nach einer Weiterbildung der Erfindung vor der Kapillare ein Druckspeicher angeordnet, um einen steileren Druckabfall nach dem Druckmaximum zu erreichen und damit das Druckmaximum besser abzugrenzen.
  • 1
    Messgefäß mit Flüssigkeit (Wasser)
    2
    Auflager für Prüfling
    3
    Prüfling
    4
    Kapillare
    5
    Oberfläche des Prüflings
    α
    Blasenaustrittswinkel zwischen Kapillare und Prüfling

Claims (12)

  1. Verfahren zum Bestimmen der Benetzungseigenschaften der Oberfläche eines in eine Flüssigkeit getauchten Prüflings mittels durch eine Kapillare auf die Prüflingsoberfläche gedrückter Gasblasen, dadurch gekennzeichnet, dass der maximale Blasendruck oder die Blasenbildungsgeschwindigkeit (Blasenfrequenz) als Indikator für die Benetzungsfähigkeit der Oberfläche (5) des Prüflings (3) dient.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Messvorrichtung vor einem Messzyklus mit Hilfe bekannter Größen kalibriert wird, wie Oberflächenspannung der Flüssigkeit, Temperatur der Flüssigkeit, Kapillargeometrie, Abstand und Winkel der Kapillare zur Oberfläche, Vergleichsoberfläche.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig oder nacheinander Messungen an unterschiedlichen Orten der Oberfläche des Prüflings vorgenommen werden und aus Einzelmessungen ein Mittelwert unter Vernachlässigung atypischer Messwerte gebildet wird.
  4. Vorrichtung zum Bestimmen der Benetzungseigenschaften der Oberfläche eines in eine Flüssigkeit getauchten Prüflings mittels einer oder mehrerer durch eine Kapillare auf die Oberfläche gedrückten Gasblase(n), insbesondere nach einem Verfahren nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Blasenaustrittsöffnung der Kapillare (4) relativ zur Oberfläche (5) des Prüflings (3) so angeordnet ist, dass an der Blasenaustrittsstelle gegen die auszumessende Prüflingsoberfläche (5) ein Blasenradius der Blase(n) erzwungen wird, der stets kleiner als der Innenradius der Kapillare (4) an der Blasenaustrittsöffnung ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Blasenaustrittsöffnung der Kapillare (4) in Messposition in einem definierten Winkel (α) auf der Oberfläche (5) des Prüflings (3) aufsitzt.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Blasenaustrittsöffnung der Kapillare (4) angeschrägt ist und die Kapillare (4) im Messposition mit der längsten Stelle der Schräge auf der Oberfläche (5) des Prüflings (3) in einem definierten Winkel (α) aufsitzt.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Blasenaustrittsöffnung der Kapillare (4) gegen Federdruck an der Oberfläche (5) des Prüflings (3) aufsitzt.
  8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapillare (4) von oben in die Flüssigkeit eintaucht.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapillare (4) von unten in die Flüssigkeit geführt ist.
  10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass manuell oder automatisch verschiedene Zonen der Oberfläche (5) des Prüflings (3) ausgemessen werden.
  11. Verfahren zum Bestimmen der Benetzungseigenschaften der Oberfläche eines Prüflings mittels eines Flüssigkeitstropfens bekannter Oberflächenspannung, dadurch gekennzeichnet, dass ein Tropfen durch eine Kanüle auf die trockene Oberfläche des Prüflings gedrückt wird und der zum Benetzen notwendige Druck als Maß für das Benetzungsvermögen verwendet wird.
  12. Vorrichtung für ein Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Kapillare ein Druckspeicher angeordnet ist.
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