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DE10231607B4 - Panzerungselement - Google Patents

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DE10231607B4 DE2002131607 DE10231607A DE10231607B4 DE 10231607 B4 DE10231607 B4 DE 10231607B4 DE 2002131607 DE2002131607 DE 2002131607 DE 10231607 A DE10231607 A DE 10231607A DE 10231607 B4 DE10231607 B4 DE 10231607B4
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Abstract

Panzerungselement (1), insbesondere für Fahrzeuge, umfassend mehrere geschosshemmende Lagen (9, 11, 13, 15, 17, 19, 29) und im Randbereich (3) vorgesehene Verstärkungsmittel (21) zur Erhöhung der Sicherheit bei Randbeschuss, wobei die Verstärkungsmittel (21) dadurch gebildet sind, dass mindestens eine erste Lage (9; 29) in ihrem Randbereich um die Randkante (23) wenigstens einer zweiten Lage (15; 9) umgeschlagen ist. dadurch gekennzeichnet, dass im eingebauten Zustand des Panzerungselements (1) der umgeschlagene Randbereich der mindestens einen Lage (29) sich auf der der Geschosseinschlagstelle zugewandten Seite des Panzerungselements (1) befindet.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Panzerungselement, insbesondere für Fahrzeuge, gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Panzerungselemente der hier angesprochenen Art werden beispielsweise in Kraftfahrzeugen eingesetzt und dienen dazu, Geschosse, also beispielsweise Kugeln, Bombensplitter und dergleichen, an einem Eindringen in den Fahrgastraum zu hindern. Üblicherweise wird die Fahrzeugkarosserie beziehungsweise Karosserieteile mit den Panzerungselementen versehen. Die Anforderungen die an die Panzerungselemente gestellt werden, bestehen insbesondere in einem geringen Gewicht bei gleichzeitig hoher Sicherheit gegen Geschossdurchschlag.
  • Aus der DE 198 32 255 A1 ist ein Panzerungselement bekannt, das aus einer Vielzahl von beschusshemmenden Lagen besteht, die übereinander gelegt sind. Das Panzerungselement ist ferner im Randbereich verstärkt. Die Randbereichverstärkung ist dadurch gebildet, dass im Randbereich eine Vielzahl von zusätzlichen Lagen vorgesehen sind, wodurch die Dicke des Panzerungselements vergrößert ist. Die Lagen schließen mit ihren Randkanten bündig ab. Das Panzerungselement weist den Nachteil auf, dass bei Randbeschuss das in das Panzerungselement eindringende Geschoss zu einer Delamination innerhalb des Aufbaus führt, so dass es zu einem seitlichen Austritt des Geschosses aus dem Panzerungselement kommen kann, wie in 4 abgebildet.
  • Aus der DE 91 09 568 U1 geht ein gattungsgemäßes Panzerungselement hervor, das einen mehrschichtigen Aufbau aufweist, wobei eine erste Lage von einer aus einem ballistischen Metall bestehenden Schutzplatte, eine zweite Lage von einem auf der ersten Lage angeordneten Abstandshalter, eine dritte Lage von einer auf der zweiten Lage angeordneten, aus synthetischen Hochleistungsfasern gebildeten Fangschicht und eine vierte Lage von einem auf der dritten Lage angeordneten, UV-Strahlen und Feuchtigkeit von der Fangschicht fern haltenden Gewebe gebildet ist. Das Gewebe und die Fangschicht sind in ihrem Randbereich um die Randkanten der anderen Lage umgeschlagen. Das Panzerungselement ist im eingebauten Zustand so angeordnet, dass ein Geschoss zunächst auf das Gewebe auftrifft. Der umgeschlagene Randbereich der dritten und vierten Lage befindet sich also auf der der Geschosseinschlagstelle abgewandten Seite des Panzerungselements.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Panzerungselement der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem ein seitliches Austreten des Geschosses praktisch ausgeschlossen werden kann und das zudem vorzugsweise ein geringes Gewicht aufweist und kostengünstig herstellbar ist.
  • Zur Lösung der Aufgabe wird ein Panzerungselement mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen. Es weist mehrere geschosshemmende Lagen und darüber hinaus im Randbereich angeordnete Verstärkungsmittel auf, die zur Erhöhung der Sicherheit bei Randbeschuss dienen, wobei die Verstärkungsmittel dadurch gebildet sind, dass mindestens eine erste Lage in ihrem Randbereich um die Randkante wenigstens einer zweiten Lage umgeschlagen ist. Der umgeschlagene Randbereich der wenigstens einen Lage bildet also quasi eine die ersten und zweiten Lagen im Bereich ihrer Randkanten zusammenhaltende Klammer. Damit wird verhindert, dass bei Randbeschuss eine Delamination, also ein Aufschälen der mindestens zwei Lagen im Randbereich des Panzerungselements auftritt und ein Geschoss seitlich aus dem Panzerungselement austreten kann. Durch den umgeschlagenen Randbereich der wenigstens einen Lage wird in vorteilhafter Weise auch die Dicke des Panzerungselements in seinem Randbereich vergrößert, wodurch die ballistische Resistenz weiter verbessert wird. Vorteilhaft ist ferner, dass die Verstärkungsmittel in einfacher und kostengünstiger Weise herstellbar sind. Darüber hinaus wird das Gewicht des Panzerungselements durch die Verstärkungsmittel kaum erhöht. Das Panzerungselement zeichnet sich dadurch aus, dass im eingebauten Zustand des Panzerungselements der umgeschlagene Randbereich der mindestens einen Lage sich auf der der Geschosseinschlagstelle zugewandten Seite des Panzerungselements befindet. Hierdurch wird ein verbesserter Zusammenhalt der Lagen erreicht, insbesondere bei einem direkten Aufprall eines Geschosses auf den umgeschlagenen Randbereich.
  • In besonders bevorzugter Ausführungsform des Panzerungselements ist vorgesehen, dass die mindestens eine Lage eine Außenlage ist und in ihrem Randbereich um die Randkanten aller anderen Lagen des Panzerungselements umgeschlagen ist. Der die Randkanten der anderen Lagen überdeckende Abschnitt des umgeschlagenen Randbereichs bildet quasi eine Seitenwand für das Panzerungselement.
  • Bei einer vorteilhaften Ausführungsvariante des Panzerungselements ist vorgesehen, dass mehrere Lagen in ihrem Randbereich um die Randkante einer Lage oder um die Randkanten mehrerer Lagen, vorzugsweise aller übrigen Lagen des Panzerungselements umgeschlagen sind. Dadurch wird ein besonders guter Zusammenhalt der Lagen in ihrem Randbereich erreicht, so dass ein seitliches Austreten eines Geschosses aus dem Panzerungselement mit hoher Sicherheit ausgeschlossen werden kann.
  • Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der umgeschlagene Randbereich der mindestens einen Lage flächig an die gegenüberliegende zweite Außenlage angelegt ist, das heißt, der umgeschlagene Randbereich ist eng anliegend um die Randkante der anderen Lagen herumgeführt.
  • Weiterhin wird ein Ausführungsbeispiel des Panzerungselements bevorzugt, bei dem der umgeschlagene Randbereich der mindestens einen Lage an der wenigstens einen anderen Lage befestigt ist. Hierdurch wird der Zusammenhalt der Lagen im Randbereich weiter verbessert.
  • Das erfindungsgemäße Panzerungselement kann als im Wesentlichen ebene Platte ausgebildet sein oder als Formteil.
  • Die Lagen, aus denen das Panzerungselement aufgebaut ist, können aus gleichen oder unterschiedlichen Materialien bestehen. Vorzugsweise besteht zumindest eine der Lagen aus ballistischem Kunststoff, wie zum Beispiel Aramid, Polyethylen oder dergleichen. Selbstverständlich kann auch zumindest eine der Lagen aus einem Hartstoff, beispielsweise einen in der DE 199 33 380 A1 beschriebenen Panzerstahl, Keramik oder dergleichen bestehen.
  • Wichtig ist, dass zumindest die Lage(n), die um die Randkante der wenigstens einen anderen Lage umgeschlagen wird/werden, eine gewünschte Elastizität beziehungsweise Flexibilität zumindest in ihrem umzuschlagenden Randbereich aufweist. Durch das Umschlagen kann der Randbereich der ersten Lage – entsprechend der Eigenschaften ihres Materials und/oder dessen Verarbeitung- reversibel oder irreversibel verformt werden. Das heißt, bei der ersten Lage kann es sich beispielsweise um ein Stahlblech handeln, das über die Randkante gebogen oder durch abkanten über die Randkante geformt wird, oder auch um ein Gewebe, Gelege oder dergleichen. Es wird deutlich, dass im Zusammenhang mit der hier vorliegenden Erfindung der Begriff "umschlagen" nicht nur für aus elastischem Material bestehende oder flexibel ausgebildete Lagen, sondern auch für aus an sich starrem/hartem Material bestehende Lagen, zum Beispiel Bleche, verwendet wird.
  • Weitere vorteilhafte Ausführungsbeispiele des Panzerungselements ergeben sich aus Kombinationen der in den Unteransprüchen genannten Merkmale.
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
  • 1 einen Ausschnitt eines ersten Ausführungsbeispiels eines Panzerungselements in dessen Randbereich,
  • 2 das Panzerungselement gemäß 1 mit einem randseitig eingedrungenen Geschoss,
  • 3 einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels des Panzerungselements in dessen Randbereich und
  • 4 einen Ausschnitt eines aus dem Stand der Technik bekannten Panzerungselements mit einem randseitig eingedrungenen Geschoss.
  • 1 zeigt einen Ausschnitt eines Ausführungsbeispiels eines Panzerungselements 1, das an seinem Randbereich 3 an einer Karosserie 5 eines nicht näher dargestellten Kraftfahrzeugs angebracht ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das Panzerungselement 1 stoffschlüssig mit der Karosserie 5 verbunden, also verklebt, verschweißt oder verlötet. In der Darstellung der 1 ist eine Stoffschluss- Verbindungsstelle 7 erkennbar. Das Panzerungselement 1 kann beispielsweise an einer Tür des Kraftfahrzeugs angeordnet sein. In diesem Zusammenhang bleibt festzuhalten, dass das Panzerungselement 1 auch mittels anderer Befestigungsmittel, beispielsweise Schrauben, Nieten und anderer Verbindungselemente, an der Karosserie 5 befestigbar ist.
  • Das Panzerungselement 1 besteht hier aus insgesamt sechs geschosshemmenden Lagen 9, 11, 13, 15, 17 und 19, die ein auf das Panzerungselement 1 auftreffendes Geschoss, beispielsweise Kugel, Splitter und dergleichen, an einem Durchdringen des Panzerungselements 1 hindern sollen. Die Anzahl der Lagen ist nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, das heißt, bei einem anderen Ausführungsbeispiel des Panzerungselements 1 können auch mehr als sechs Lagen oder weniger als sechs Lagen, jedoch mindestens zwei Lagen vorgesehen sein. Die Lagen 9, 11, 13, 15, 17 und 19 sind flächig aneinander angelegt und vorzugsweise stoffschlüssig miteinander verbunden.
  • Das Panzerungselement 1 weist in seinem Randbereich 3 Verstärkungsmittel 21 auf, die bei Randbeschuss, also wenn ein Geschoss nahe am Rand des Panzerungselements 1 auf dieses auftrifft beziehungsweise in dieses eindringt, eine Delamination der Lagen 9, 11, 13, 15, 17 und 19 im Bereich ihrer Randkanten verhindern. Die Verstärkungsmittel 21 sind dadurch gebildet sind, dass die Lagen 9, 11 und 13 in ihrem Randbereich um die Randkanten 23 der Lagen 15, 17 und 19 umgeschlagen sind. Aus 1 ist ersichtlich, dass die Lagen 9, 11 und 13 derart flexibel ausgebildet sind, dass sie sich eng um die Randkanten der Lagen 15, 17 und 19 herumführen lassen. Die Lagen 9, 11 und 13 bilden im Bereich der Randkanten 23 aufgrund ihrer Verform-/Biegbarkeit quasi eine gekrümmte Kappe aus.
  • Der um die Randkanten 23 umgeschlagene Abschnitt 25 der Lagen 9, 11 und 13 ist zumindest weitgehend flächig an die eine Außenlage bildende, nicht umgeschlagene Lage 15 angelegt und an dieser befestigt, vorzugsweise stoffschlüssig (schweißen, löten, kleben). Dabei liegt die am weitesten innen angeordnete der drei umgeschlagenen Lagen 9, 11 und 13, hier also die Lage 13, direkt an der Außenlage 15 an.
  • Bei dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Panzerungselement 1 so an der Karosserie 5 angeordnet, dass die Lage 9 des Panzerungselements 1 der Beschussseite zugewandt ist und ein auf das Panzerungselement 1 auftreffendes Geschoss zunächst auf die Lage 9 auftrifft. Dabei befindet sich der umgeschlagene Randbereich der Lagen 9, 11 und 13 auf der der Geschosseinschlagstelle abgewandten Seite des Panzerungselements 1.
  • Die Funktion der Verstärkungsmittel 21 wird im Folgenden anhand eines Beschusses des Randbereichs des Panzerungselements 1 näher erläutert: In 1 ist ein auf das Panzerungselement 1 abgefeuertes Geschoss 27 dargestellt, kurz bevor es auf das Panzerungselement 1 auftrifft. In 2 ist das Panzerungselement 1 gemäß 1 mit darin eingedrungenem Geschoss 27 dargestellt. Das Geschoss 27 hat die Lagen 9, 11, 13 durchschlagen. Dabei wurde das Geschoss 27 soweit abgebremst, dass seine Energie nicht mit ausreichend hoch ist, um die – in Beschussrichtung gesehenvierte Lage 19 des Panzerungselements 1 zu durchschlagen. Die Geschossenergie ist jedoch noch so groß, dass eine örtliche Delamination zwischen den Lagen 13 und 19 auftritt, das heißt, die Lagen 13, 19 werden im Umkreis des Geschosses in Folge einer Deformation der Lagen 15, 17, 19 voneinander gelöst. Aufgrund der durch das Umschlagen der Lagen 9, 11, 13 um die Randkanten 23 der übrigen Lagen 15, 17, 19 gebildeten Verstärkungsmittel 21 wird die Delamination am Randbereich 3 des Panzerungselements 1 gestoppt, so dass die Lagen 9, 11, 13, 15, 17 und 19 randseitig nicht aufgespreizt beziehungsweise aufgeschält werden und das Geschoss 27 seitlich aus dem Panzerungselement 1 austreten kann.
  • Die Verstärkungsmittel 21 wirken also wie eine Klammer, die die Lagen 9, 11, 13, 15, 17 und 19 am Rand des Panzerungselements 1 zusammenhält.
  • Das Panzerungselement 1 kann an seinem gesamten Umfang oder nur abschnittsweise mit den oben beschriebenen Verstärkungsmitteln 21 versehen sein.
  • Vorteilhaft ist, dass die Verstärkungsmittel 21 einstückig mit dem Panzerungselement 1 ausgebildet sind, so dass die Anzahl der Einzelkomponenten des Panzerungselements 1 entsprechend gering sind.
  • Die Ausbildung der Verstärkungsmittel 21 erfolgt in einfacher Weise vorzugsweise dadurch, dass die Lagen, die um die Randkanten der übrigen Lagen umgeschlagen werden sollen, bei dem in den 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel also die Lagen 9, 11 und 13, um ein gewünschtes Maß über die Randkanten 23 der anderen Lagen – in Draufsicht auf das Panzerungselement 1 gesehen – überstehen und nach dem Verbinden der Lagen 9, 11, 13, 15, 17 und 19 untereinander einfach um die Lagen 15, 17 und 19 umgeschlagen werden, wobei der umgeschlagene Abschnitt der Lagen 9, 11, 13 an den übrigen Lagen fixiert wird. Auf zusätzliche Mittel zur Verstärkung des Randbereichs des Panzerungselements 1 kann verzichtet werden, das heißt, die Verstärkungsmittel 21 zur Erhöhung der Sicherheit bei Randbeschuss werden bei dem anhand der 1 und 2 beschriebenen Ausführungsbeispiel des Panzerungselements 1 ausschließlich durch das Umschlagen der Lagen 9, 11, 13 um die Randkanten 23 der übrigen Lagen 15, 17, 19 gebildet.
  • 3 zeigt einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels des an seinem Randbereich 3 an der Karosserie 5 eines Kraftfahrzeugs angebrachten Panzerungselements 1. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen, so dass insofern auf die Beschreibung zu den vorangegangenen Figuren verwiesen wird. Im Folgenden wird lediglich auf die Unterschiede näher eingegangen. Das Panzerungselement 1 besteht hier aus sieben geschosshemmenden, flächig aneinander angelegten und vorzugsweise stoffschlüssig miteinander verbundenen Lagen 9, 11, 13, 15, 17, 19 und 29, von denen die Lagen 19 und 29 zum Zwecke der Ausbildung eines Verstärkungsmittels 21 zur Erhöhung der Sicherheit bei Randbeschuss in ihrem Randbereich um die Randkanten 23 der übrigen Lagen 9, 11, 13, 15 und 17 umgeschlagen sind. Dies ist in der gleichen Weise erfolgt, wie bei dem in den 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel, das heißt, die Lagen 19 und 29 bilden aufgrund ihrer Verform-/Biegbarkeit im Bereich der Randkanten 23 der restlichen Lagen quasi eine gekrümmte Kappe aus, wobei der um die Randkanten 23 umgeschlagene Abschnitt 25 der Lagen 19 und 29 flächig an die eine Außenlage bildende, nicht umgeschlagene Lage 9 angelegt und an dieser befestigt ist. Dabei liegt die Lage 19 direkt an der Außenlage 9 an.
  • Auch bei dem in 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Lage 9 des Panzerungselements 1 der Beschussseite zugewandt, wobei der umschlagenen Randbereichabschnitt 25 der Lagen 19 und 29 sich im Gegensatz zu dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel auf der der Geschosseinschlagstelle zugewandten Seite des Panzerungselements 1 angeordnet ist. Ein auf das Panzerungselement 1 auftreffendes Geschoss trifft daher zunächst auf die Lage 9 oder aber bei unmittelbaren Einschlag neben der Karosserie 5 auf die Lage 29 auf.
  • Festzuhalten bleibt, dass das Panzerungselement 1 bei entsprechender Flexibilität und Verformbarkeit seiner mindestens zwei Lagen nicht nur für Fahr- oder Flugzeuge einsetzbar ist, wo häufig ein geringes Gewicht gefordert wird, sondern auch für schusssichere Bekleidung, insbesondere Westen, Schutzschilde und dergleichen.
  • 4 zeigt noch einen Ausschnitt eines bekannten, aus mehreren übereinander gelegten Lagen bestehenden Panzerungselements 101, das an einer Karosserie 105 angebracht ist. Die Lagen schließen mit ihren Randkanten bündig ab, was bei Randbeschuss dazu führt, dass ein in das Panzerungselement 101 eindringende Geschoss 127 zu einer Delamination innerhalb des Aufbaus führt. Bei dem in 4 Panzerungselement 101 besitzt das Geschoss 127 soviel Beschussenergie, dass es die ersten drei Lagen durchschlägt und dann in Folge der Delamination seitlich aus dem Panzerungselement 1 austritt, was nicht gewünscht ist.

Claims (6)

  1. Panzerungselement (1), insbesondere für Fahrzeuge, umfassend mehrere geschosshemmende Lagen (9, 11, 13, 15, 17, 19, 29) und im Randbereich (3) vorgesehene Verstärkungsmittel (21) zur Erhöhung der Sicherheit bei Randbeschuss, wobei die Verstärkungsmittel (21) dadurch gebildet sind, dass mindestens eine erste Lage (9; 29) in ihrem Randbereich um die Randkante (23) wenigstens einer zweiten Lage (15; 9) umgeschlagen ist. dadurch gekennzeichnet, dass im eingebauten Zustand des Panzerungselements (1) der umgeschlagene Randbereich der mindestens einen Lage (29) sich auf der der Geschosseinschlagstelle zugewandten Seite des Panzerungselements (1) befindet.
  2. Panzerungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Lage (9; 29) eine Außenlage ist und in ihrem Randbereich um die Randkanten (23) aller anderen Lagen (9, 11, 13, 15, 17, 19) des Panzerungselements (1) umgeschlagen ist.
  3. Panzerungselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der umgeschlagene Randbereich der mindestens einen Lage (9; 29) flächig an die gegenüberliegende zweite Außenlage (15; 9) angelegt ist.
  4. Panzerungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der umgeschlagene Randbereich der mindestens eine Lage (9; 29) an der/den anderen Lage(n) (15; 9) befestigt ist.
  5. Panzerungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagen (9, 11, 13, 15, 17, 19, 29) an ihren Flachseiten flächig aneinander anliegen und vorzugsweise stoffschlüssig miteinander verbunden sind.
  6. Panzerungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Lagen (9; 11; 13; 15; 17; 19; 29) aus ballistischem Kunststoff besteht.
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