-
Die Erfindung betrifft ein oder mehrere
modular aufgebaute Bauteile zur Trennung von Rasen- und/oder Nutzungsflächen, wie
beispielsweise Gemüsebeete,
Blumenbeete, Biotopanlagen. In einer weiteren Ausführungsform
kann ein solches Bauteil auch als kleiner Wasserkanal ausgebaut
werden und in verkleinerter Form auch als Strandspielzeug vorgesehen
werden.
-
Das in
EP0716803 beschriebene
Bauelement dient der Einfassung von Beeten und anderen Nutzungsflächen und
ist modular aufgebaut. Die einzelnen Module werden ineinander gesteckt.
Der Kopplungsmechanismus erfordert aber eine aufwendige Fertigungstechnik,
da hohle Teile gefertigt werden müssen. Der in EP0716803 vorgeschlagene Werkstoff
ist ein Kunststoff Der Spritzguss von hohlen Teilen ist aber fertigungstechnisch
aufwendig. Die Wandstärken
der in EP0716803 vorgestellten Bauteile sind auch so groß, dass
die Herstellung eines verhältnismäßig langen
Teils große
Spritzdrücke
erforderlich macht. In einem Ausführungsbeispiel wird eine bevorzugte
Länge von
60 cm, eine Höhe
von 13-15 cm und eine Wandstärke
von 5 cm angegeben. Um ein Ausfüllen
der Spritzgießform
mit einem Volumen von 3900 cm3 zu gewährleisten, sind hohe Drücke erforderlich,
welche durch die Spritzgießmaschine
aufgebracht werden müssen.
Dementsprechend verteuern sich Maschine und damit der Fertigungsprozess.
Bedingt durch die Dickwandigkeit der Bauelemente, erhöht sich
auch Abkühlungszeit
der Schmelze in der Spritzgießform,
bedingt durch das große
abzukühlende
Volumen. Das hat zur Folge, dass entweder der Kühlmitteleinsatz oder die Zykluszeit
ansteigt, was einer wirtschaftlichen Fertigung des Bauelements entgegensteht.
-
Für
das in 1 dargestellte
Kopplungselement ist wahrscheinlich noch ein separater Fertigungsschritt
erforderlich. Der Stift 6 kann auch in einem separaten Fertigungsschritt
an einer anderen Maschine erzeugt werden und nachträglich auf
das Bauteil angeschweißt
werden.
-
Das bedeutet aber, dass für jedes
Bauteil inklusive Kopplungsteil 3 separate Spritzgießmaschinen
erforderlich sind und in einem weiteren Arbeitsschritt die Kopplungsteile
an das Bauteil 1 angeschweißt werden müssen, was die Fertigung verteuert.
-
Es ist Ziel der Erfindung, ein Bauelement
vorzusehen, dass nicht nur dünnwandiger
aber trotzdem stabiler ausgeführt
sein kann, sondern auch einen vereinfachten Koppelungsmechanismus
verwendet.
-
Die Kopplungselemente in EP0716803
bestehen aus einer Öse 11 und
einem Stift 6. Der Stift 6 dient auch als Verankerung
im Erdreich. Durch die relativ große Entfernung der Stifte voneinander
und die nicht ausreichende Seitenstabilität ist die Konstruktion kippgefährdet, vor
allem wenn mehrere Bauelemente in einer Linie hintereinander als
Begrenzung verwendet werden sollen.
-
Die Erfindung umgeht die Probleme
aus dem Stand der Technik, indem sie ein koppelbares Bauteil vorsieht,
welches in einem einzigen Schritt gefertigt werden kann. Das Bauelement
kann, muss aber keine Hohlräume
aufweisen, sodass aufwendige Fertigungsverfahren zur Herstellung
von Hohlquerschnitten vermieden werden.
-
Die einzelnen Bauteile können zusätzlich als Steckverbindungselemente
ausgeführt
sein, wodurch es zu einer festen Verankerung im Erdreich kommt.
Durch diese Verankerung, können
einerseits Wasserläufe
kanalisiert werden, aber auch ein Mähvorgang entlang einer solchen
Verankerung wird möglich,
da auf jeder Seite eine Abschrägung
vorgesehen ist.
-
Ein weiterer Vorteil der Erfindung
besteht darin, eine Auflagefläche
am Boden vorzusehen. Diese Auflagefläche dient einerseits der Kippstabilität und andererseits
der Möglichkeit,
eine exakte Beetbegrenzung vorzusehen. Wenn die Auflagefläche als Abschrägung ausgebildet
ist, kann man mit dem Rasenmäher
an dem Bauteil entlang fahren und das Gras entlang der Abschrägung sicher
abschneiden. Es ist daher keine manuelle Nachbearbeitung des Randes
erforderlich.
-
Ein weiterer Vorteil der Erfindung
ist ihr Bestehen aus modular zusammensetzbaren Teilen, die vielseitig
anwendbar sind. Wie in einem Baukastensystem kann der Kunde beliebige
Bauteilelemente erwerben, durch den einheitlichen Verbindungsmechanismus
ist gewährleistet,
dass jedes beliebige Bauteilelement mit einem anderen koppelbar
bleibt.
-
Ein weiterer Vorteil der Erfindung
besteht darin, dass die Koppelung weitgehend wasserdicht ausgeführt werden
kann. Durch die Auflage derjenigen Abschrägung, die dem wasserführenden
Teil der Bauteile abgewendet ist, am Untergrund kann ein Umkippen
des Bauteils um seine Längsachse
weitestgehend vermieden werden. Durch zusätzliche Steckelemente kann
das Bauteil sicher im Erdreich oder sogar auf sandigem Untergrund
verankert werden.
-
In einer weiteren Ausführungsvariante
kann eine Schneckenfalle vorgesehen werden, die ohne den Einsatz
chemischer Schneckenvernichtungsmittel funktionieren kann. Durch
eine Umlenkung an der Oberseite des Bauteils erzeugt man einen überhängenden
Bereich, den Schnecken nicht passieren können, da sie durch ihr Eigengewicht
abgleiten. In einer Ausführungsvartante
kann auch eine Nut vorgesehen werden, die der Aufnahme eines Schneckenvernichtungsmittels
dienen kann.
-
Die erfindungsgemäßen Bauteile finden neben dem
vielfaltigen Einsatz im Gartenbau auch Anwendung als Spielzeug,
insbesondere für
Sandkästen
oder Badestrände.
Ein weiteres Einsatzgebiet wären
Ablaufkanäle
für Regenwasser
oder Wasserumleitungselemente oder als Straßenbegrenzung. In einer weiteren Ausführung könnten die
Begrenzungselemente auch als Leitsystem für Kröten und andere Tiere dienen,
um es den Tieren zu ermöglichen,
stark befahrene Verkehrswege zu umgehen.
-
Durch den einfachen Zusammenbau eigenen
sich die Bauelemente hervorragend als Begrenzungen, in weiteren
Ausführungsbeispielen
können auch
Eck- und Winkelelemente vorgesehen werden, womit jede beliebige
Raumteilung vorgenommen werden kann. Die Bauteile können auch
in beliebigen Höhen
gefertigt werden, sodass sie auch als Zaun dienen können. Durch
die schrägen
Flächen
und eventuell eines überhängenden
Längselementes können auch
kleinere Kriechtiere, wie beispielsweise Schnecken von Nutzpflanzungen
erfolgreich ferngehalten werden.
-
In einer Ausführung aus Kunststoff sind die Bautenelemente
einerseits weitgehend wetterbeständig
und ebenfalls salzwasserbeständig,
was einen Einsatz als Spielzeug, insbesondere Strandspielzeug erlaubt.
-
1 zeigt
eine perspektivische Ansicht eines Bauteilelements
-
2a zeigt
einen Schnitt entlang der Längsabmessung
des Bauteilelements 2b zeigt einen
Schnitt quer zur Längsabmessung
des Bauteilelements 3 zeigt
eine Ansicht eines Bauteilelements von oben
-
4a zeigt
eine erste Ausführung
eines Eckelements von oben 4b zeigt
eine zweite Ausführung
eines Eckelements von oben
-
4e zeigt
eine seitliche Ansicht eines Eckelements nach 4a oder 4b 4d zeigt eine
Ansicht von oben einer weiteren Ausführungsvariante eines Eckelements
zum Zusammenbau eines Bauteils.
-
4e zeigt
eine Seitenansicht des Eckelements 4d
-
5 zeigt
ein Längselement,
mit zusätzlichem
Deckenelement
-
6 zeigt
ein weiteres Längselement,
mit einem Deckenelement in einer zweiten Ausführungsart
-
7 zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel als
Bauteilelement mit einseitiger Abschrägung in perspektivischer Ansicht
-
8a zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel
als Bauteilelement mit einseitiger Abschrägung in einer längsseitigen
Ansicht 8b zeigt das Ausführungsbeispiel
von 8a in einer seitlichen Ansicht 8c zeigt das Ausführungsbeispiel von 8a in einer Ansicht von oben
-
9 zeigt
den möglichen
Zusammenbau mehrerer Bautenelemente nach 1-8. 10a zeigt eine mögliche Ausführung eines Bauteilelements
der Bauteile nach
-
9 10b und 10c zeigen
zwei Seitenansichten des Bauteilelements von 10a. 11 zeigt eine Ansicht des
Bauteilelements von 10 von oben
-
1 zeigt
eine perspektivische Ansicht eines Bauteilelements nach einer ersten
Ausführungsform.
-
Ein Bauteil 1, vorzugsweise
für den
Einsatz als Begrenzung von Garteneinheiten, als Raumteilungselement
oder ähnlichem,
besteht aus einem oder mehreren, beliebig zusammensteckbaren Bauteilelementen 2,
welche als Vollprofil oder als Hohlprofil 4 ausgeführt sein
können.
Jedes Bauteilelement 2 weist eine Längsabmessung mit einer Längsachse
auf, entlang derer besagtes Hohlprofil oder Vollprofil 4 sich
in vorzugsweise vertikaler Richtung erstreckt. Das Bautenelement
erstreckt sich über eine
Querabmessung 5, welche in zumindest einer Richtung als
Stütz-
oder Auflageelement 6 dient. In jedem Bautenelement befindet
sich an jedem Ende der Längsachse 3 zumindest
ein Teil einer Verbindungselements 7 oder einer Ausnehmung
8.
-
Jedes beliebige Verbindungselement 7 passt in
eine Ausnehmung des nächstfolgenden
Bauteilelements. Die Ausnehmung 8 kann dabei wie in 1 dargestellt als Hohlzylinder
ausgebildet sein. Dieser Zylinder ist vorzugsweise am Ende des Bauteils
offen, sodass die Kanten eine begrenzte Elastizität aufweisen
können.
Eine weitere, nicht dargestellte Möglichkeit, ist eine Ausführungsvariante als
Schwalbenschwanznut. In dieser Ausführungsvartante sind die Kanten
der Ausnehmung in einer Ansicht von oben als gleichschenkeliges
Dreieck ausgeführt,
wobei die gedachte Spitze des Dreiecks außerhalb der Bauteilelementabmessungen
liegt. Somit besteht statt der Spitze eine Öffnung, ähnlich wie im vorherigen Ausführungsbeispiel.
Grundsätzlich
ist es möglich,
die Nut als beliebiges Vieleck zu gestalten.
-
2a zeigt
einen Schnitt entlang der Längsabmessung
parallel zur Längsachse 3 des Bauteilelements 2.
-
In dieser Ausführungsform ist der Einbau der Steckverbindungselemente 9 gezeigt.
Die Steckverbindungselemente 9 können in einer ersten, nicht dargestellten,
Ausführungsform
einstückig
mit dem Bauteilelement vergossen werden. In einer weiteren Ausführungsform
können
diese Steckverbindungselemente auch in eine Führungsschiene eingeführt werden,
sodass sie beliebig verschiebbar sind. Die Steckverbindungselemente
werden unabhängig
von dem Bauteilelement gefertigt. Sie bestehen aus einem zylindrischen
oder vieleckigen Grundkörper 11, aus
einer konisch zusammenlaufenden Spitze 12 und einem in 2a dargestellten Führungselement 13.
-
Die Führungselemente gleiten in einer
Führungsschiene 14.
Die Führungsschiene
kann sich wie in 2a dargestellt über die
ganze Längsachse
des Bauteilelements erstrecken, oder aber auch nur an einzelnen
Positionen vorgesehen sein. Damit können die Steckverbindungselemente
dann nur an diesen vorgesehenen Positionen montiert werden.
-
Sollte eine durchgehende Längsschiene
vorgesehen werden, können
die Steckverbindungselemente von oben her beispielsweise durch einen
stabförmigen
Anker 10 in einer bestimmten Position gesichert werden.
Diese Sicherung kann auch entfallen, wenn eine beliebige Zwischenposition
gewählt
werden muss, da der Untergrund ein Einstecken der Steckverbindungselemente
an der vorgesehenen Position nicht erlaubt. Soll das Bauteilelement
aus dem Erdreich entnommen werden, genügt die Positionierung der beiden äußersten
Steckverbindungselemente 9 mittels eines stabförmigen Ankers 10,
um einen Verlust aller Zwischensteckverbindungselemente 9 zu
vermeiden.
-
Anstatt eines stabförmigen Ankers
könnte auch
ein Gewindestift vorgesehen werden. Für diesen Anwendungsfall sollte
die Durchgangsbohrung 14 durch ein Deckelelement oder durch
eine einsteckbare Umlenkkante 15, wie sie in 5 dargestellt wird, verschlossen
werden. Damit kann das Bauteilelement nicht verschmutzen.
-
In einer weiteren Ausführungsform
werden die Steckverbindungselemente 9 zusätzlich an
festen Positionen durch einen stabförmigen Anker 10 arretiert,
der entweder mit einem Gewinde als Schraubverbindung oder auch als
Steckverbindung ausgeführt
sein kann.
-
Wenn eine genügende Anzahl an Bohrungen im
Vollprofil vorgesehen ist oder das Hohlprofil über eine genügende Anzahl
an Ausnehmungen verfügt, in
die ein stabförmiges
Verbindungselement mit Kopfelement einrasten kann, kann die Position
der Steckverbindungselemente entlang der Längsachse 3 beliebig
verändert
werden. 2b zeigt einen Schnitt quer
zur Längsabmessung
des Bauteilelements. In dieser Ansicht ist eine der Durchgangsbohrungen 14 dargestellt,
in die ein zylinderförmiger
Stift zur Befestigung der Steckverbindungselemente 9 vorgesehen
wird. Der Stift kann entweder in einer Sackbohrung, die im Führungselement 13 des
Steckverbindungselements 9 gehalten wird, eingesteckt werden,
oder auch als Gewindestift ausgeführt sein. In dieser Ausführung entfällt die
Notwendigkeit einer punktgenauen Positionierung des Steckverbindungselements 9 unter
der Durchgangsbohrung. Wenn der Gewindestift angezogen wird, erfolgt
eine Blockierung des Steckverbindungselements 9 durch die Druckkraft,
die beim Anziehen des Gewindestifts aufgebracht wird.
-
3 zeigt
eine Ansicht eines Bauteilelements von oben. In dieser Ausführungsvariante
wird eine durchgehende, in dieser Ansicht unsichtbare, Führungsschiene 15 gezeigt,
entlang derer die Steckverbindungselemente 9 mit ihren
Führungselementen 13 positioniert
werden. In dieser Ausführungsvariante
wird auf die Durchgangsbohrungen vollständig verzichtet. Die Steckverbindungselemente
werden beliebig positioniert, die Führungselemente 13 können an
beliebige Positionen entlang der Führungsschiene verschoben werden.
Wenn das Bauteil dann in einem weichen Untergrund, wie beispielsweise
Erde oder Sand, eingesteckt wird, werden die Steckverbindungselemente
durch die Verankerung im Untergrund festgelegt. Diese Ausführungsvariante
eignet sich vor allem für
vorwiegend ebene Untergründe,
während
die vorhergehenden Ausführungsbeispiele
die Auflage auf beliebig geneigten Untergründen erlaubt.
-
4a zeigt
eine erste Ausführung
eines Eckelements von oben, bei welcher das Eckelement eine Umlenkung
in einem Winkel von 90° ermöglicht. Die
Ausführung
des Eckelements ist nicht auf rechte Winkel beschränkt, beispielsweise
könnten
mehrere Eckelemente Bauteile sternförmig, vieleckig oder zu komplexeren
Strukturen verbinden. Bezüglich
der geometrischen Form der Begrenzung, die eine Serie von Bauteilen
enthält,
bestehen keinerlei Einschränkungen.
Ein Eckelement 15 besteht demnach aus 2 Längsachsen 3,
die sich in spitzem oder stumpfen Winkel schneiden. Das Hohl- oder
Vollprofil 4 folgt den Längsachsen und endet entweder
in einem Verbindungselement 7 oder einer Ausnehmung 8,
wie schon in 1 dargestellt.
Die Querabmessung 5 verbreitert sich an mindestens einer
Stelle zu einem Stütz-
oder Auflageelement 6. In 4a sind
auf beiden Seiten des Hohl- oder Vollprofils 4 je eine
Stütz- oder
Auflageelement 6 angeordnet.
-
4b zeigt
eine zweite Ausführung
eines Eckelements von oben, wobei im Unterschied zu 4 ein
Rundprofil vorgesehen ist.
-
4c zeigt
eine seitliche Ansicht eines Eckelements nach 4a oder 4b. Das Hohl- oder Vollprofil 4 weist
eine Querabmessung 5 auf, die sich nach unten erweitert.
In diesen beiden Varianten werden keine Steckverbindungselemente
vorgesehen.
-
4d zeigt
eine Ansicht von oben einer weiteren Ausführungsvariante eines Eckelements zum
Zusammenbau eines Bauteils.
-
4e zeigt
eine Seitenansicht des Eckelements 4d
-
5 zeigt
ein Längselement,
welches mit einem überhängenden
Deckenelement 16 verbunden ist. Ein solches Deckenelement
dient beispielsweise als Schneckenfalle oder als Abdeckung für die Durchgangsbohrungen 14 aus 2b. Das Deckenelement kann auch nachträglich montiert
werden, dazu wird es in einer Ausführungsart mittels einer Klipsverbindung 17 in
die Durchgangsbohrungen 14 eingesteckt. Alternativ dazu
kann es auch über
eine Schraubverbindung dauerhaft an dem Hohl- oder Vollprofil 4 befestigt
werden
-
6 zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein überhängendes
Deckenelement. In dieser Ausführungsvariante
wird anstatt einer Umlenkung um einen Winkel von 90° eine Umlenkung
in einem stumpfen Winkel 17 vorgesehen. In der dargestellten Variante
sind eine oder mehrere Bohrungen 18 vorgesehen, die der
Aufnahme von nicht dargestellten Verbindungselementen, wie Schrauben,
Dübel,
Klipselementen und ähnlichem
dienen.
-
7 zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel als
Bauteilelement mit einseitiger Abschrägung in perspektivischer Ansicht.
Das Bauteilelement besteht aus einem Vollprofil 4, aus
einem Querprofil 19 und aus mindestens einem Steckverbindungselement 9.
Vollprofil 4 und Querprofil 19 stellen ein einziges,
vorzugsweise im Spritzgussverfahren hergestelltes Kunststoffformteil
dar. Nicht dargestellt sind in 7 etwaige
Verbindungselemente 8 und zugehörige Ausnehmungen B. Wenn auf
einen nahtlosen Übergang
von einem Bauteilelement zum nächsten Bauteilelement
kein Wert gelegt zu werden braucht, dann kann auf die Verbindungselemente 8 nach 1 auch verzichtet werden.
In einer nicht dargestellten Verfahrensvariante kann an den Enden
des Profils 4 ein u-förmiges
Steckverbindungsprofil aufgepresst werden.
-
Wenn die Verbindungselemente nicht
einstückig
mit dem Bauteilelement ausgebildet sein müssen, kann das Bauteilelement
auch durch ein anderes, kontinuierliches Verfahren erzeugt werden
Bei dieser Verfahrensvariante wird das Profil 4 zusammen
mit dem Querprofil 19 durch ein Extrusionsverfahren hergestellt.
Dazu wird das Kunststoffmaterial verflüssigt, mittels einer Extruderschnecke
oder Kolbenführungen einem
Extruder zugeführt,
welcher die gewünschten
Profilabmessungen aufweist, nach der Extrusion ausgekühlt, indem
das Profil durch ein Flüssigkeitsbad
oder durch einen Luftkühler
geführt wird.
In einem weiteren Verfahrensschritt werden die Rohlinge dann auf
die gewünschte
Länge beschnitten
und Bohrungen zur Aufnahme der Steckverbindungselemente vorgesehen.
Auch in dem Profil 4 können
Bohrungen 18 vorgesehen werden. Diese Verfahrensvariante
erlaubt die Herstellung von Bautenelementen beliebiger Länge ohne
eine Werkzeugänderung,
wie sie im Spritzgussverfahren erforderlich wäre. Eine Änderung der Schnittfrequenz
des Schneidwerkzeugs oder eine Änderung
der Durchlaufgeschwindigkeit durch den Extruder bei gleicher Schnittfrequenz
erlauben die Herstellung von Bautenelementen beliebiger Länge.
-
8a zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel
als Bautenelement mit einseitiger Abschrägung in einer längsseitigen
Ansicht. In dieser Darstellung wurde auf die genaue Ausführung der
Verbindungselemente 7 verzichtet. Genauso wie die bisherigen Elemente
können
die Bauteile mit einseitiger Abschrägung aus mehreren, ineinander
einsteckbaren Modulen bestehen.
-
Nicht dargestellt ist die Möglichkeit,
ein u-Profil mit je einem Endabschnitt 20 eines Bauteilelements
nach 7 zu verbinden.
Dazu werden vorteilhafterweise Nuten entlang des Profils 4 in
vertikaler oder annähernd
vertikaler Richtung vorgesehen. Diese Nuten können entweder einseitig oder
beidseitig angebracht werden. Das Gegenstück ist ein u-förmiges Profil,
welches in diese Nuten eingeschoben wird. Die Nuten können dieselben
Ausführungsformen
wie in 3 annehmen.
-
8b zeigt
das Ausführungsbeispiel
von 8a in einer seitlichen Ansicht.
In 8b besteht das Bautenelement 2 und
das Steckverbindungselement 9 aus einem einzigen Stück Dieses
Bautenelement wird in einem einzigen Fertigungsschritt hergestellt,
beispielsweise im Spritzgussverfahren. Die Bohrungen 18 können auch
während
des Zusammenbaues durch den Anwender angebracht werden. Diese Bohrungen
können
der Befestigung des Bauteilelements an Zäunen, Mauern und ähnlichem
dienen. Da die Lage und der Abstand der Bohrungen durch die Endanwendung
bestimmt wird, müssen
sie nicht schon gleich nach dem Spritzgussverfahrensschritt automatisch
angebracht werden. In einer vorteilhaften Ausführungsvartante besteht das
Bauteilelement aus einem leicht zu bohrenden Kunststoffmaterial,
beispielsweise aus einem geschäumten
Kunststoff. Durch die Befestigung an Zäunen, Mauern und anderen schon
vorhandenen Begrenzungen muss das Bauteilelement 2 selbst
nur geringen Festigkeitsanforderungen genügen.
-
Durch Verwendung eines geschäumten Kunststoffs
wird auch das Gewicht des Bauteils wesentlich reduziert, ohne die
Maßhaltigkeit
und Formbeständigkeit
zu beeinträchtigen.
-
8c zeigt
das Ausführungsbeispiel
von 8a in einer Ansicht von oben,
wobei wiederum auf die Darstellung der Verbindungselemente verzichtet
wurde. Für
ein an einer Wand gelagertes Bauteilelement kann auf die Verbindungselemente
verzichtet werden, wenn ein geringer Abstand zwischen den Bautenelementen
keine Rolle spielt. Das ist der Fall, wenn das Bauteilelement als
Rasenkante verwendet wird. In dieser Anwendung soll das Stütz- oder
Auflageelement 6 der Querabmessung 5 das Wachstum
von Pflanzen verhindern. Durch den Einsatz des Bauteilelements kann
somit das Wachstum von Gras, Unkraut oder ähnlichem entlang von Mauerrändern, Zäunen und ähnlichem
verhindert werden. Durch den Einsatz des erfindungsgemäßen Bauteilelements
kann man mit dem Rasenmäher
direkt bis an die Begrenzung, sei es Zaun oder Mauerwerk oder ähnliches
heranfahren. Das nachträgliche manuelle
Zuschneiden von Rasenrändern
entfällt durch
die Verwendung des erfindungsgemäßen Bauteils
gänzlich
Die Bautenelemente und daraus zusammengebauten Bauteile können beliebig
eingefärbt
werden, sodass sie im Gesamterscheinungsbild des Gartens nicht als
störend
empfunden werden.
-
9 zeigt
den möglichen
Zusammenbau mehrerer Bauelemente nach 1–8 zu einem Bauten. Dieses Bauten kann beispielsweise
ein Sandkasten, eine Begrenzung eines Beetes, eine Begrenzung zum
Setzen von verschiedenen Nutz- oder Dekorpflanzen sein, die anzeigen
soll, in welchem Bereich sich welche Pflanzenart befindet. Jedes
Bauteilelement kann auch beschriftet sein und wie in 8 zusätzliche
Verbindungselemente zum Anbringen von Beschriftungen, Tafeln oder ähnlichem
dienen. Diese Option ermöglicht
den Einsatz derartiger Bautenelemente nicht nur für Hobbygärtner, aber
auch im professionellen Gartenbau, bei der Anlage von Parks, aber
auch von Spielplätzen
und ähnlichem.
-
Durch den einfachen Zusammenbau eignen sich
die verschiedenen Bautenelemente als Baukastensatz als Kinderspielzeug.
Durch die Wasserbeständigkeit,
auch Salzwasserbeständigkeit
ist auch eine Anwendung als Strandspielzeug, vor allem auch zum
Umleiten und Stauen von Wasserläufen
möglich.
-
10a zeigt
eine mögliche
Ausführung
eines Bauteilelements der Bauteile nach 9. Das Bautenelement 2 besteht
wieder aus einer Längsachse 4 mit
zugehörigem
Hohl- oder Vollprofil 4. Entlang der Querabmessung 5 erstrecken
sich in beide Raumrichtungen die Stütz- und Auflageelemente 6. Die
Verbindungselemente 7 greifen in je ein Eckelement nach 4d ein. In dieser Ausführungsform sind keine Steckverbindungselemente 9 eingezeichnet,
da nach der Ausführungsvariante
nach 9 ein Kippen des
Bauteils ausgeschlossen ist. Bei Bedarf kann das Bauteil beliebig
verschoben werden. Soll die Verschiebung ausgeschlossen werden,
können auch
Steckverbindungselemente nach einer der vorhergehenden Ausführungsarten
vorgesehen werden.
-
Die Deckenelemente 16 werden
entweder in das Hohlprofil eingesteckt oder auf das Vollprofil geschraubt
oder gesteckt. Eine derartige Verbindungsbohrung ist in 10a angedeutet.
-
10b und 10c zeigen zwei Seitenansichten des Bauteilelements
von 10a. Das Deckenelement 16 kann
auch zusätzliche
Versteifungsrippen 22 aufweisen, damit eine stabilere Auflage
gewährleistet
ist. Vor allem in der Ausführung
als Sandkasten oder anderes Kinderspielzeug erhöht sich durch diese Maßnahme die
Robustheit der Bauteile.
-
11 zeigt
eine Ansicht des Bauteilelements von 10 von
oben, nach welcher eine einzige Versteifungsrippe 22 zentral
angeordnet ist. Ohne Einschränkung
der Funktionalität
können
bei langen Bauteilen auch mehrere derartige Versteifungsrippen vorgesehen
sein.
-
Die Oberflächen 23 der Deckenelemente 16 können auch
als Sitz- oder Spielfläche
ausgebildet sein. Die Breitenabmessung der Deckenelemente beträgt bis zu
15 cm. Da die Bauteilelemente nicht im Boden eingegraben zu werden
brauchen, kann sich ansammelndes Regenwasser einfach durch Anheben
des Bauteils abfließen.
In einer bevorzugten Ausführungsvariante
als Sandkasten sind die Bauteilelemente 1 bis zu lm lang
und 25 cm hoch. Wichtig für
die Ausführung
als Sandkasten oder Spielzeug ist das Vorsehen von Rundungen, sodass
die Verletzungsgefahr minimiert werden kann.
-
- 1
- Bauteil
- 2
- Bauteilelement
- 3
- Längsachse
- 4
- Hohl-
oder Vollprofil
- 5
- Querabmessung
- 6
- Stütz- oder
Auflageelement
- 7
- Verbindungselement
- 8
- Ausnehmung
- 9
- Steckverbindungselement
- 10
- Stabförmiger Anker
- 11
- Grundkörper
- 12
- Spitze
- 13
- Führungselement
- 14
- Durchgangsbohrung
- 15
- Eckelement
- 16
- Deckenelement
- 17
- stumpfer
Winkel
- 18
- Bohrung
- 19
- Querprofil
- 20
- Endabschnitt
- 21
- Verbindungsbohrung