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Die Erfindung betrifft einen Pinsel,
insbesondere einen Malerpinsel.
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Beim Verstreichen von Farbe ist es
häufig notwendig,
den dazu verwendeten Pinsel aus der Hand zu legen. Dazu wird der
Pinsel zumeist auf der Farbdose abgelegt. Da jedoch stets noch Farbreste in
den Pinselborsten vorhanden ist, tropft ein Teil der Farbe über den
Dosenrand hinaus auf den Boden, was zu einer Verunreinigung der
Arbeitsumgebung führt.
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Aus der WO 99/08565 ist eine Pinselstütze bekannt,
die nach Art einer Auskragung am Pinselkörper angeordnet ist. Mittels
diese Pinselstütze kann
der Pinsel derart am Rand einer Farbdose befestigt werden, dass
der Pinselkopf im Inneren der Farbdose angeordnet ist. Nachteilig
bei dieser Lösung
ist jedoch, dass der Pinselkopf bei einer vollen Farbdose vollständig in
die Farbe hineingetaucht wird, was zur Folge hat, dass sich die
Farbe anschließend
auch über
den Pinselgriff und damit die Hände des
Anwenders verteilt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
einen Pinsel zu schaffen, der eine sichere Ablage bzw. Halterung
des Pinsels am Dosenrand einer Farbdose oder dergleichen ermöglicht,
ohne dass dies zu einer Verschmutzung des Pinsels oder der Arbeitsumgebung
führt.
Diese Aufgabe wird durch einen Pinsel nach Anspruch 1 gelöst.
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Der erfindungsgemäße Pinsel weist einen Pinselgriff,
einen Pinselkopf und eine Befestigungsvorrichtung zur Befestigung
des Pinsels am Dosenrand einer Farbdose od.dgl. auf. Dabei umfasst
die Befestigungsvorrichtung einen in Richtung des Freiendes des
Pinselgriffes geöffneten
Aufnahmeraum zur Aufnahme des Dosenrandes.
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Dadurch ist es möglich, den Pinsel am Dosenrand
derart zu befestigen, das die Pinselborsten über der Dosenöffnung angeordnet
sind. Ein Ablegen des Pinsels, ohne dass Farbreste aus den Pinselborsten
den Pinsel, die Farbdose oder die Arbeitsumgebung verschmutzen,
ist damit sichergestellt. Vom abgelegten Pinsel tropfen nämlich sämtliche
Farbreste in die Farbdose zurück.
Nach dem Streichen muss der Pinsel nicht sofort ausgewaschen werden. Zudem
steht der Pinsel nicht auf den Borstenspitzen und wird daher nicht
beschädigt.
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Zusätzlich ermöglicht die Befestigungsvorrichtung
auch ein sauberes und sicheres Ablegen des Pinsels auf einer glatten
Oberfläche
wie Tisch, Fensterbank oder Boden, ohne dass die in den Borsten
befindliche Farbe den Untergrund verschmutzt.
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Selbstverständlich ist die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung
nicht auf die Befestigung des Pinsels an einer Farbdose beschränkt. Sie
dient gleichzeitig zur Befestigung des Pinsels an den Rändern anderer
Farb- bzw. Lackdosen, -töpfen,
-wannen oder ähnlicher
Behälter
sowie an Abstreifgittern oder anderen Vorrichtungen, die konstruktive
Elemente wie Stege, Ränder
o.ä. zur
Halterung des Pinsels aufweisen.
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Die Erfindung kann an allen Pinselformen wie
Flach-, Rund- und Heizkörperpinseln
als auch an Flächenstreichern
und insbesondere allen sonstigen Pinseln, insbesondere Kleinpinseln,
eingesetzt werden.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung weist die Befestigungsvorrichtung einen Auflagearm
und einen Befestigungsarm auf, zwischen denen der Aufnahmeraum ausgebildet
ist (Anspruch 2). Zur Befestigung des Pinsels wird der Dosenrand
zwischen Auflagearm und Befestigungsarm eingeführt. Dabei liegt der Pinsel
mit dem Auflagearm an der Dosenrandoberseite auf, während der
Befestigungsarm den Dosenrand hintergreift.
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Weitere konstruktive Ausgestaltungen
der Befestigungsvorrichtung ergeben sich aus den Ansprüchen 3 bis
7. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Auflagearm und der Halteschenkel
des Befestigungsarmes im Wesentlichen parallel zueinander in Pinsellängsrichtung
verlaufen. Neben einem einfachen Aufsetzen des Pinsels an den Dosenrand
wird dadurch gewährleistet,
dass der Pinsel am Dosenrand in einer Horizontallage gehalten wird.
Ein Verlaufen der Farbreste in den Pinselborsten in Richtung Pinselgriff
wird somit vermieden.
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Die Befestigungsvorrichtung ist nach
der Lehre des Anspruchs 8 am Pinselkopf angeordnet. Dadurch wird
sichergestellt, dass in der Befestigungsposition der durch die Dosenöffnung definierte Abtropfraum
bestmöglich
zum Abtropfen der Farbreste aus den Pinselborsten verwendet wird.
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In einer weiteren in Anspruch 9 beanspruchten
Ausführungsform
der Erfindung wird der Auflagearm der Befestigungsvorrichtung durch
eine Seitenfläche
des Pinselkopfes gebildet. Dadurch ist eine besonders einfache konstruktive
Ausgestaltung der Befestigungsvorrichtung möglich.
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Der Halteschenkel des Befestigungsarmes weist
nach der Lehre des Anspruchs 10 Halteelemente auf, die in den Aufnahmeraum
hineinragen. Diese Halteelemente sind vorzugsweise nach Art von Noppen
ausgebildet (Anspruch 11) und dienen dazu, ein unbeabsichtigtes
Lösen des
Pinsels vom Dosenrand durch ein versehentliches seitliches Anstoßen des
Pinsels zu verhindern.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung nach Anspruch 12 weist die Befestigungsvorrichtung
einen zweiten Aufnahmeraum auf. Dieser zweite Aufnahmeraum ist in
Richtung des Freiendes des Pinselkopfes hin geöffnet und ermöglicht somit
eine Befestigung des Pinsels in Vertikallage, insbesondere auf dem
Dosenrand einer Farbdose od.dgl..
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Weitere konstruktive Ausgestaltungen
des zweiten Aufnahmeraumes ergeben sich aus den Ansprüchen 13
bis 19. Als besonders vorteilhaft hat sich eine Aus führungsform
erwiesen, bei der der Halteschenkel des zweiten Befestigungsarmes
schräg
zur Pinsellängsrichtung
verläuft.
Neben einer besonders einfachen Einführung des Dosenrandes in den
zweiten Aufnahmeraum wird dadurch ein Verkippen des Pinsels aus
der Vertikalen erreicht, wodurch der mit dem Gewicht des Pinsel
beaufschlagte zweite Auflagearm am Dosenrand anliegt und somit eine
besonders sichere Befestigung gewährleistet. Die Kippwirkung
wird in einem weiteren Ausführungsbeispiel
dadurch verstärkt,
dass der zweite Auflagearm länger als
der zweite Halteschenkel ist (Anspruch 20).
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Nach der Lehre des Anspruchs 21 ist
die in den zweiten Aufnahmeraum hineinweisende Schenkelinnenseite
des zweiten Halteschenkels konvex ausgebildet. Dabei entspricht
die Konvexität
vorzugsweise der Rundung des Dosenrandes, so dass dieser bei einer
Befestigung des Pinsels im zweiten Aufnahmeraum besonders sicher
an der gesamten Schenkelinnenseite des zweiten Halteschenkels anliegt.
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Besonders vorteilhaft ist die Ausführungsform
nach Anspruch 22, wonach durch die Verwendung einer Seitenfläche des
Pinselkopfes als zweiten Auflagearm eine konstruktiv einfache Pinselform
erreicht wird.
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Durch die Gestaltung des zweiten
Aufnahmeraumes wird eine vertikale Befestigung des Pinsels an der
Farbdose ermöglicht.
Der Pinsel kann dabei sowohl an der Innenseite als auch an der Außenseite
der Farbdose befestigt werden. Bei einer Befestigung an der Farbdosenaußenseite
wird eine Verschmutzung des Pinselkopfes durch Eintauchen in die
Farbe vermieden. Gleichzeitig dient ein am zweiten Auflagearm angeordnetes
Abstützelement
dazu, die mit Farbresten versehenen Borstenspitzen vom Farbdosenmantel
fern zu halten (Anspruch 23). Das Abstützelement ist dabei vorteilhafterweise
am Freiende des Pinselkopfes angebracht und kragenförmig ausgestaltet,
wobei dieser Abstützkragen
bei einer horizontalen Befestigung des Pinsels gleichzeitig als Tropfbremse
zur Verhinderung einer Beschmutzung des Pinselgriffes dient (Ansprüche 24 und
25).
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Besonders vorteilhaft ist die Ausführungsform
nach Anspruch 26, wonach zur Verbindung sowohl des ersten als auch
des zweiten Halteschenkels mit den Auflagearmen ein einziger, gemeinsamer Verbindungsschenkel
vorgesehen ist. Diese konstruktive Vereinfachung wird durch die
in Anspruch 27 beschriebene Ausführungsform
fortgebildet, in der sowohl der gemeinsame Verbindungsschenkel als auch
der erste und der zweite Halteschenkel, mit anderen Worten also
der gesamte erste und zweite Befestigungsarm der Befestigungsvorrichtung
als ein integrales Bauteil ausgebildet ist.
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Die Produktionsvorteile, die sich
aus der Kombination des ersten und zweiten Befestigungsarmes ergeben,
werden zusätzlich
erhöht,
wenn die Befestigungsvorrichtung einstöckig mit dem Pinsel verbunden
ist (Anspruch 28).
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Es ist jedoch auch denkbar, die Befestigungsvorrichtung
als ein separates Bauteil auszugestalten (Anspruch 29). In diesem
Fall ist eine Halterung zur Fixierung der Befestigungsvorrichtung
am Pinsel vorgesehen. Diese Halterung besteht vorzugsweise aus einem
ring- bzw. band- oder reifenförmigem
Halteelement, das – je
nach Anordnung der Befestigungsvorrichtung – am Pinselgriff oder am Pinselkopf
angebracht ist. Vorzugsweise umschliesst die Halterung den Pinselgriff
bzw. Pinselkopf. Die Halterung zur Fixierung der Befestigungsvorrichtung kann
dabei flexibel ausgestaltet sein, so dass es mit Pinseln verschiedenen
Durchmessers verwendbar ist. Sie kann aber auch einfach auf den
Pinselkopf oder -griff aufgeschoben und verklemmt werden. Die Halterung
kann auch durch eine Schnapp-oder
Rastverbindung mit dem Pinsel verbunden sein. Dazu sind an der Halterung
und am Pinsel entsprechende Schnapp- bzw. Rastelemente, wie Rastausnehmungen
und Rastnasen vorgesehen. Ein Auswechseln der Befestigungsvorrichtung
ist dann durch einfaches Aufklipsen oder Aufrasten möglich. Die
oben beschriebene Halterung kann dabei mit der Befestigungsvorrichtung
lösbar
verbunden oder in diese integriert sein. Die Befestigungsvorrichtung
kann auch durch eine Steckverbindung am Pinsel angebracht werden.
Dazu ist es beispielsweise möglich,
am Pinselkopf eine Steckbohrung vorzusehen, in die als Halteteil ein
entsprechender Stecker zur Fixierung der Befestigungsvorrichtung
eingesteckt wird.
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Die vorliegende Erfindung kann bei
sämtlichen
Pinselkonstruktionen angewandt werden. Insbesondere kann sie sowohl
bei Pinseln mit Rundpinselköpfen
(Anspruch 30) als auch bei Flachpinselköpfen (Anspruch 31) angewendet
werden. Dabei werden unter Rundpinselköpfe auch Pinselköpfe mit ovalem
Querschnitt verstanden.
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Für
eine bessere Handhabung bei der Befestigung des Pinsels am Dosenrand
ist die Befestigungsvorrichtung bei Pinseln mit Flachpinselköpfen vorzugsweise
an einer Schmalseite des Pinselkopfes angeordnet (Anspruch 32).
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In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung nach Anspruch 33 sind Pinselkopf und Pinselgriff lösbar miteinander
verbunden. Dadurch ist es möglich,
beliebige Pinselköpfe
mit beliebigen Pinselgriffen zu versehen, wodurch eine für jeden
denkbaren Verwendungszweck optimale Pinselkopf-Pinselgriff Kombination
erhalten werden kann. Gleichzeitig besteht für den Anwender eine Kostenersparnis,
da er ein und denselben Pinselgriff mit mehreren Pinselköpfen verwenden
kann. So können beispielsweise
runde, ovale oder flache Pinselköpfe können auf
ein und denselben Pinselgriff aufgesetzt werden. Zudem spart der
Anwender die Anschaffungskosten für Komplett-Pinsel, wenn er
lediglich die verbrauchten Pinselköpfe durch neue Pinselköpfe ersetzen
muss.
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Die Verbindung zwischen Pinselkopf
und Pinselgriff wird vorteilhafterweise durch einen Bajonettverschluss
hergestellt (Anspruch 34). Eine besonders sichere Verbindung wird
mit den in den Ansprüchen
35 und 36 beschriebenen konstruktiven Merkmalen des Bajonettverschlusses
erreicht. Von Vorteil ist insbesondere ein Schraubkeil, der zwei
gegenüberliegende
Keilelemente aufweist, wie dies bei einem sich verjüngenden
Kegelstumpf mit elliptischer Grundfläche der Fall ist.
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Besonders vorteilhaft ist weiterhin
die Ausführungsform
nach Anspruch 37, wonach Pinselkopf und Pinselgriff eine schräg zur Pinsellängsrichtung verlaufende
Verbindungsfläche
teilen. Durch Drehung des Pinselkopfes um seine Längsachse
relativ zum Pinselgriff kann der Pinselkopf, bezogen auf den Pinselgriff,
verschiedene Lagen einnehmen. So ist es beispielsweise möglich, bei
einem Pinsel, bei dem in Normalstellung sowohl Pinselkopf als auch
Pinselgriff in einer gemeinsamen Pinsellängsrichtung verlaufen, durch
einfaches Drehen des Pinselkopfes ein Abknicken des Pinselkopfes
zu erreichen. Pinselgrifflängsrichtung
und Pinselkopflängsrichtung
schließen
dann im abgeknickten Zustand einen stumpfen Winkel ein. Beispielsweise
kann somit ein Flachpinsel auf einfachste Art und Weise in einen
Heizkörperpinsel
bzw. Fassadenstreichpinselumgewandelt werden, wobei gleichzeitig
durch Auswechseln des Pinselgriffes auch die Grifflänge verlängert werden
kann. Diese und weitere konstruktive Ausgestaltungen ergeben sich
aus den Ansprüchen
38 bis 41.
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Somit können nicht nur lurze oder lange
Pinselgriffe mit runden oder flachen Querschnitten mit runden, ovalen
oder flachen Pinselköpfen
kombiniert werden. Zusätzlich
ergeben sich weitere Kombinationsmöglichkeiten durch das Einstellen
von geraden oder schrägen
Pinselkopflagen. Dadurch wird ein besonders flexibles und universell
einsetzbares Pinselsystem geschaffen.
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Nach der Lehre des Anspruchs 42 weist
der Pinselgriff ein Betätigungswerkzeug
auf. Dieses Betätigungswerkzeug
kann dabei einen Kronkorkenöffner
(Anspruch 43) und/oder einen Öffner
für Farbdosen
od. dgl. (Anspruch 44) umfassen. Es weist dazu zwei Funktionsschenkel
auf, deren konstruktive Merkmale in den Ansprüchen 45 und 46 näher beschrieben
sind.
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Besonders vorteilhaft ist es, wenn
das Betätigungswerkzeug
ein Verstärkungselement
aus einem Metallwerkstoff umfasst (Ansprüche 47 und 48). Dies ist insbesondere
dann von Vorteil, wenn der Pinsel aus einem Kunststoffmaterial besteht
(Ansprüche 49
und 50). Durch die Verwendung eines hochwertigen, vorzugsweise leicht
elastischen und lösungsmittelbeständigen Kunststoffes sowohl
für Pinselgriff
als auch Pinselkopf, lässt
sich die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung
besonders einfach herstellen. Besonders vorteilhaft ist darüber hinaus
die Verwendung von farblich unterschiedlichen Kunststoffmaterial.
Dadurch lassen sich Farbcodes für
die verschiedenen Pinselköpfe
beispielsweise für
Lack-, Lasur- und Akrylfarben vorsehen.
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Selbstverständlich kann Pinselkopf und/oder Pinselgriff
auch aus einem anderen geeigneten Material gefertigt werden. Insbesondere
kann der Pinselkopf aus einer Kunststoff-Metall-Kombination bestehen.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel
besteht der Pinselkopf aus einer Hülse mit Kunststoffdeckel. Die
Hülse zur
Aufnahme der Pinselborsten kann dabei sowohl aus Kunststoff als
auch aus einem Metallmaterial, vorzugsweise einem Blech, bestehen,
so dass eine Art Kunststoff- bzw.
Blechmanschette entsteht. In dem die Hülse in Richtung Pinselgriff
abschliessenden Kunststoffdeckel ist dann vorteilhafterweise die
Pinselgriffhalterung, insbesondere eine Einrenköffnung zur Ausbildung eines
Bajonettverschlusses, als auch die Befestigungsvorrichtung integriert.
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Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
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Nachfolgend wird die Erfindung anhand
eines Ausführungsbeispiels
beschrieben, das anhand der Abbildungen näher erläutert wird. Hierbei zeigen:
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1 eine
Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Pinsels,
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2 einen
an einem Dosenrand befestigten Pinsel in Horizontallage,
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3 einen
an einem Dosenrand befestigten Pinsel in Vertikallage,
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4 eine
Draufsicht auf einen Pinselkopf,
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5 Schraubkeil
und Einrenköffnung
des Bajonettverschlusses zwischen Pinselkopf und Pinselgriff,
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6 eine
Draufsicht auf die Verbindungsflächen
von Pinselkopf und Pinselgriff,
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7 Pinsel
mit geradem und abgewinkeltem Pinselkopf,
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8 eine
weitere Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Pinsels.
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1 zeigt
eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Pinsel 1. Der
Pinsel 1 besteht im Wesentlichen aus einem Pinselgriff 2 und
einem daran befestigten Pinselkopf 3 mit Borsten 4 zur
Aufnahme der Farbe. An der Schmalseite 5 des Pinselkopfes 3 ist
eine Befestigungsvorrichtung 6 angebracht. Der Pinsel 1 liegt
hochkant auf einer Ablagefläche 7 auf. Dabei
stützt
er sich an zwei Auflagepunkten 8, 9 ab, nämlich an
einem ersten Auflagepunkt 8 am hinteren Griffende sowie
einem zweiten Auflagepunkt 9 an der Befestigungsvorrichtung 6.
Am hinteren Freiende 48 des Pinselgriffes 2 ist
ein Betätigungswerkzeug 10 angebracht.
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2 zeigt
den erfindungsgemäßen Pinsel 1,
der am Dosenrand 11 einer Farbdose in einer ersten horizontalen
Befestigungslage angebracht ist. Am Pinselkopf 3 ist ein
mehrfach abgewinkeltes Befestigungselement angeordnet, so dass ein
erster Aufnahmeraum 12 gebildet wird. Dieser Aufnahmeraum 12 wird
durch die als Auflagearm dienende Seitenfläche 13 des Pinselkopfes 3 auf
der einen Seite und durch einen im Wesentlichen L-förmigen Befestigungsarm 14 auf
der anderen Seite gebildet. Der flächige, vorzugsweise streifen-
oder plattenförmige Befestigungsarm 14 besteht
dabei aus einem im Wesentlichen parallel zum Auflagearm 13 angeordneten Halteschenkel 15 und
einem den Halteschenkel 15 mit dem Auflagearm 13 verbindenden
Verbindungsschenkel 16, der sich im Wesentlichen senkrecht
zur Pinsellängsrichtung 17 erstreckt.
Der Verbindungsschenkel 16 ist dabei an einer Seitenfläche 13 des Pinselkopfes 3 angeformt.
Der Halteschenkel 15 weist an seinem Freiende 18 noppenförmige Halteelemente 19 auf,
die in den Aufnahmeraum 12 hineinragen.
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Zur Befestigung des Pinsels 1 am
Dosenrand 11 wird der Pinsel 1 derart am Dosenrand 11 aufgesetzt,
dass sich die in Richtung zur Doseninnenseite 20 erstreckende
Dosenrandwulst 21 in den Aufnahmeraum 12 eingeführt wird,
und dort von dem abgewinkelten Befestigungsarm 14 umgriffen
ist. Der Pinsel 1 wird somit an zwei Abstützpunkten 22,
nämlich
am Auflagearm 13 und am Halte schenkel 15 des Befestigungsarmes 14 gehalten,
so dass eine Art Klemmergriff ausgebildet wird.
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3 zeigt
eine weitere, vertikale Befestigungsanordnung des Pinsels 1.
Dabei wird der Pinsel 1 an der Dosenrandwulst 21 derart
befestigt, dass die Pinsellängsrichtung 17 im
Wesentlichen vertikal verläuft.
Dazu weist die Befestigungsvorrichtung 6 einen zweiten
Aufnahmeraum 23 auf, der in Richtung des Freiendes 49 des
Pinselkopfes 3, also in Richtung Pinselborsten 4 geöffnet ist.
Der zweite Aufnahmeraum 23 wird auf der einen Seite von
der Pinselkopfseitenfläche 5 begrenzt,
die als zweiter Auflagearm 24 dient. Auf der anderen Seite
wird der Aufnahmeraum 23 durch einen zweiten Befestigungsarm 25 begrenzt.
Der zweite Befestigungsarm 25 besteht aus einem Halteschenkel 26 und
einem den Halteschenkel 26 mit dem zweiten Auflagearm 24 verbindenden zweiten
Verbindungsschenkel 27. Verbindungsschenkel 27 und
Halteschenkel 26 sind wie zuvor in L-Form angeordnet. Jedoch schließen die
beiden L-Schenkel nunmehr einen stumpfen Winkel ein, so dass der
Halteschenkel 26 von dem in Pinsellängsrichtung 17 verlaufenden
Auflagearm 24 schräg
absteht. Die Befestigungsvorrichtung 6 ist dabei dergestalt,
dass der zweite Verbindungsschenkel 27 und der zweite Halteschenkel 26 integrale
Bestandteile des ersten Verbindungsschenkels 16 sind, wobei
der zweite Verbindungsschenkel 27 wiederum senkrecht zur
Pinsellängsrichtung 17 verläuft.
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Zur Ausbildung des Aufnahmeraumes 23 ist der
zweite Auflagearm 24 länger
als der zweite Halteschenkel 26. Mit anderen Worten ist
zwischen dem entfernten Ende 28 des zweiten Halteschenkels 26 und
dem Freiende 29 des zweiten Auflagearmes 24 eine
Einführöffnung in
den Aufnahmeraum 23 gebildet, in die die Dosenrandwulst 21 zur
Befestigung des Pinsels 1 eingeführt werden kann. Um eine Berührung der
Pinselborsten 4 mit der Dosenaußenseite 30 und damit
sowohl eine Beschädigung
der Borsten 4 als auch eine Beschmutzung der Farbdose zu verhindern,
ist am äußeren Freiende 29 des
zweiten Auflagearms 24, welches gleichzeitig das vordere Ende
des Pinselkopfes 3 darstellt, ein in Richtung des zweiten
Aufnahmeraumes 23 weisendes kragenförmiges Abstützelement
31 ausgebildet.
Das in den Aufnahmeraum 23 hineinragende Freiende 32 des Abstützelementes 31 ist
dabei entsprechend der abgerundeten Form des Dosenrandwulstes 21 abgeschrägt.
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Zur Befestigung des Pinsels 1 im
zweiten Aufnahmeraum 23 wird der Pinsel 1 an zwei
Abstützpunkten 33 gehalten,
nämlich
an dem Abstützelement 31 auf
der einen Seite und dem zweiten Halteschenkel 26 auf der
anderen Seite.
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4 zeigt
eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Pinselkopf 3,
an dem eine Befestigungsvorrichtung 6 angebracht ist. Die
im Pinselkopf 3 gehaltenen und aus der Bildebene herausragenden Pinselborsten 4 werden
dabei im Pinselkopf 3 in einer dem Fachmann geläufigen Art
und Weise befestigt. Deutlich ist das den Pinselkopf 3 nach
vorn abschließende
und nach Art eines Kragens ausgebildete Abstützelement 31 sichtbar.
Zwischen Abstützelement 31 und
zweitem Halteschenkel 26 ist der zweite Aufnahmeraum 23 gebildet.
Die in den zweiten Aufnahmeraum 23 hineinweisende Schenkelinnenseite 34 des
zweiten Halteschenkels 26 ist konvex ausgeformt, um eine
bessere Halterung am abgerundeten Dosenrand 11 zu gewährleisten.
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5 stellt
die lösbare
Verbindung zwischen Pinselkopf 3 und Pinselgriff 2 dar.
Dabei zeigt 5a den Pinselkopf 3,
mit einer schräg
zur Pinsellängsrichtung 17 verlaufenden
Verbindungsfläche 35 zum Pinselgriff 2. 5b zeigt die entsprechende
Verbindungsfläche 36 des
Pinselgriffes 2, aus der sich ein Schraubkeil 37 erstreckt.
Der Schraubkeil 37 in Form eines sich in Richtung Pinselkopf 3 verjüngenden
Kegelstumpfes mit elliptischer Grundfläche erstreckt sich dabei in
etwa senkrecht aus der Verbindungsfläche 36 heraus.
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6 stellt
weitere Details des dadurch ausgebildeten Bajonettverschlusses dar.
Insbesondere zeigt 6a eine
Draufsicht auf die Verbindungsfläche 35 des
Pinselkopfes 3. In dieser Verbindungsfläche 35 ist eine ellipsenförmige Einrenköffnung 38 für den Schraubkeil 37 vorgesehen.
In der Einrenköffnung 38 sind
zwei gegenüberliegende
Ausnehmungen 39 vorgesehen, in die der in die Einrenk öffnung 38 eingeführte und
um 90° um
seine Längsachse
verdrehte Schraubkeil 37 zur Ausbildung des Bajonettverschlusses
eingreift. Weiterhin ist die an der Schmalseite 5 des Pinselkopfes 3 angebrachte
Befestigungsvorrichtung 6 mit zwei am Halteschenkel 15 angebrachten
und in den ersten Aufnahmeraum 12 hineinragenden Halteelementen 19 abgebildet. 6b zeigt eine Draufsicht
auf die Verbindungsfläche 36 des
Pinselgriffs 2. Aus der Verbindungsfläche 36 ragt der Schraubkeil 37 mit
elliptischer Grundfläche
heraus. Zusätzlich
sind auf den Verbindungsflächen 36, 37 an
Pinselkopf 3 und Pinselgriff 2 Sicherungselemente
zur Lagesicherung der beiden Teile zueinander vorgesehen. Die Sicherungselemente sind
dabei in Form von Arretierungspunkten 40 und Arretierungsausnehmungen 41 ausgebildet,
die zu beiden Seiten des Schraubkeils 37 und zu beiden Seiten
der Einrenköffnung 38 angeordnet
sind.
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Durch die konstruktive Ausgestaltung
des Bajonettverschlusses ist es möglich, den Pinselkopf 3 gegenüber dem
Pinselgriff 2 um 180° zu
verdrehen. In 7 sind die sich daraus
ergebenden konstruktiven Ausgestaltungen dargestellt. 7a zeigt dabei eine erste
Lage, in der sowohl Pinselgriff 2 als auch Pinselkopf 3 in
Pinsellängsrichtung 17 angeordnet sind.
Nach dem Verdrehen um 180° ergibt
sich das in 7b gezeigte
Bild. Dabei ist der Pinselkopf 3 vom Pinselgriff 2 abgewinkelt,
so dass sich ein so genannter Heizkörperpinsel ergibt.
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8 zeigt
schließlich
einen erfindungsgemäßen Pinsel 1 mit
integriertem Betätigungswerkzeug 10.
Das für
die Erzielung einer optimalen Hebelwirkung hinter der im Pinselgriff 3 angebrachten
Haltebohrung 42 am außeren
Griffende 48 angeordnete Betätigungswerkzeug 10 besteht
dabei im Wesentlichen aus einem ersten Funktionsschenkel 43 und
einem zweiten Funktionsschenkel 44. Beide flächig ausgebildeten
Funktionsschenkel 43, 44 sind dabei einstückig mit
dem Pinselgriff 2 verbunden. Beide Funktionsschenkel 43, 44 verlaufen
in Pinsellängsrichtung 17,
wobei die Freienden beider Funktionsschenkel nach Art einer Klaue
aufeinander zu verlaufen. Der längere
erste Funktionsschenkel 43 ragt in Pinsellängsrichtung 17 über den
zweiten Funktionsschenkel 44 heraus, so dass sich zwischen
der Greifspitze 45 des zweiten Funktionsschenkels 44 und
der am Freiende des ersten Funktionsschenkels 43 angeordneten
Auflagefläche 46 ein
Aufnahmeraum 47 ergibt. Ein eine Flasche o.ä. verschließender Kronkorken
kann in diesem Aufnahmeraum 47 eingeführt und durch einfache Hebelbewegung
des Pinsels 1 von der Flasche abgehoben werden.
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Darüber hinaus dient der erste
Funktionsschenkel 43 gleichzeitig als Hebelelement zum
Abheben der Deckel von Farbdosen oder dergleichen. Um ein Eintrocknen
der Farbe zu vermeiden sindsolche Farbdosen nämlich zumeist verschlossen
und mussten bisher mit einem zusätzlichen
Werkzeug, beispielsweise der Klinge eines Schraubendrehers geöffnet werden.
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Die Länge des ersten Funktionsschenkels 43 ist
dabei auf den Abstand zwischen Farbdosenrand und Deckelrand abgestimmt.
Durch die klauenartige Form des ersten Funktionsschenkels 43 wird
das Eingreifen unter den Deckelrand erleichert und die Hebelwirkung
weiter verstärkt.
Die Auflagefläche 46 der
ersten Funktionsschenkels 43 dient zusätzlich als Schaber zum Entfernen
von Farbspritzern und kleinen Staubpartikeln oder losen Pinselborsten
vom Untergrund.
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Zur Verstärkung des Betätigungswerkzeuges 10 ist
in dem Pinselgriff 2 ein klauenartiges, im Wesentlichen
U-förmiges
Verstärkungselement
aus Metall eingebettet (nicht abgebildet). Bei der Herstellung des
Pinselgriffes 2 aus einem Kunststoff wird dieses Verstärkungselement
einfach umspritzt. Wie der Pinselgriff 2 ist auch der Pinselkopf 3 aus
einem Kunststoffmaterial angefertigt.
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An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass
alle oben beschriebenen Merkmale für sich alleine gesehen und
in jeder Kombination, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellten
Details als erfindungswesentlich beansprucht werden.. Abänderungen
hiervon sind dem Fachmann geläufig.
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- 1
- Pinsel
- 2
- Pinselgriff
- 3
- Pinselkopf
- 4
- Pinselborsten
- 5
- Schmalseite
- 6
- Befestigungsvorrichtung
- 7
- Ablagefläche
- 8
- Auflagepunkt
- 9
- Auflagepunkt
- 10
- Betätigungswerkzeug
- 11
- Dosenrand
- 12
- erster
Aufnahmeraum
- 13
- Auflagearm
- 14
- Befestigungsarm
- 15
- Halteschenkel
- 16
- Verbindungsschenkel
- 17
- Pinsellängsrichtung
- 18
- Freiende
des Halteschenkels
- 19
- Noppen
- 20
- Doseninnenseite
- 21
- Dosenrandwulst
- 22
- Abstützpunkt
- 23
- zweiter
Aufnahmeraum
- 24
- zweiter
Auflagearm
- 25
- zweiter
Befestigungsarm
- 26
- zweiter
Halteschenkel
- 27
- zweiter
Verbindungsschenkel
- 28
- Freiende
des zweiten Halteschenkels
- 29
- Freiende
des zweiten Auflagearms
- 30
- Dosenaußenseite
- 31
- Abstützelement
- 32
- Freiende
des Abstützelements
- 33
- Abstützpunkt
- 34
- Schenkelinnenseite
- 35
- Verbindungsfläche des
-
- Pinselkopfes
- 36
- Verbindungsfläche des
-
- Pinselgriffes
- 37
- Schraubkeil
- 38
- Einrenköffnung
- 39
- Ausnehmung
- 40
- Arretierungspunkt
- 41
- Arretierungsausnehmung
- 42
- Haltebohrung
- 43
- erster
Funktionsschenkel
- 44
- zweiter
Funktionsschenkel
- 45
- Greifspitze
- 46
- Auflagefläche
- 47
- Aufnahmeraum
- 48
- Freiende
des Pinselgriffes
- 49
- Freiende
des Pinselkopfes