DE1022987B - Formstein zum Ausbau von Schaechten, Strecken und sonstigen untertaegigen Raeumen - Google Patents
Formstein zum Ausbau von Schaechten, Strecken und sonstigen untertaegigen RaeumenInfo
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- DE1022987B DE1022987B DEM17871A DEM0017871A DE1022987B DE 1022987 B DE1022987 B DE 1022987B DE M17871 A DEM17871 A DE M17871A DE M0017871 A DEM0017871 A DE M0017871A DE 1022987 B DE1022987 B DE 1022987B
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D11/00—Lining tunnels, galleries or other underground cavities, e.g. large underground chambers; Linings therefor; Making such linings in situ, e.g. by assembling
- E21D11/04—Lining with building materials
- E21D11/06—Lining with building materials with bricks
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D5/00—Lining shafts; Linings therefor
- E21D5/04—Lining shafts; Linings therefor with brick, concrete, stone, or similar building materials
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Description
- Formstein zum Ausbau von Schächten, Strecken und sonstigen untertägigen Räumen Es ist bekannt, zum Ausbau von Schächten, Strecken und sonstigen untertägigen Räumen Formsteine aus Beton oder eisenarmiertem Beton zu verwenden, die in einigen Ausführungen, auf der dem Gebirge zugekehrten Seite Aussparungen zur Verfüllung mit dem Anschlußbeton zwischen Formsteinwand und Gebirgsstoß und gegebenenfalls auch zur Verbindung benachbarter Formsteine miteinander aufweisen.
- Andererseits ist es bekannt, zur Verringerung des Gebirgsdrucks auf den Ausbau von Schächten oder Strecken hinter dem Mauerwerk im Gebirge in Abständen freie Räume herzustellen, ein Verfahren, das umständlich und kostspielig, nur bei bestimmten Gebirgsarten anwendbar und außerdem auch nicht mit der erforderlichen Gleichmäßigkeit der Hohlräume im Gebirge durchführbar ist. Es ist ferner auch schon bekannt, Streckenstöße u. dgl., die einen zu starken Druck auf den Ausbau ausüben, durch Öffnen von Verschlüssen in Form von Ouetschbölzern, Blechschiebern od. dgl. zu lüften, d. h. durch nachgiebiges, geregeltes Austreten des Gebirges in den Streckenhohlraum eine Verminderung des Gebirgsdrucks auf den Ausbau zu erreichen.
- Die Erfindung betrifft einen. Formstein zum Ausbau von Schächten, Strecken und sonstigen untertägigen Räumen mit einer Aussparung auf der dem Gebirge zugekehrten Seite und besteht darin, daß der Formstein, ohne Vergußmasse bleibend, das Gebirge nachgiebig in die Aussparung eintreten läßt. Bei der Herstellung des Ausbaus aus Formsteinen der neuen Art werden daher zwangläufig freie Räume zur Verminderung des Gebirgsdrucks geschaffen, da bei Verformungen des Gebirges zum Ausbau hin Gebirgsteile in die ohne Vergußmasse bleibenden Aussparungen der Formsteine eintreten.. Wenn es auch allgemein bekannt ist, daß der Gebirgsdruck auf den Ausbau nachläßt, wenn ein Teil des Gebirges ausweichen kann, und es ferner auch bekannt ist, zur Erreichung dieses Ziels entweder im Gebirge in Abständen Hohlräume als Ausweichmöglichkeiten des Gebirges zu schaffen oder im Streckenausbau Verschlüsse zum Lüften des Streckenstoßes im Bedarfsfalle, d.li. bei auftretendem starkem Gebirgsdruck, vorzusehen, so@ lag es doch nicht nahe, beim Ausbau mit Formsteinen diese mit unausgefüllt bleibenden Aussparungen an der dem Gebirge zugekehrten. Seite zu versehen und dadurch ohne irgendwelche zusätzliche Maßnahmen den Vorteil zu erzielen, daß bei Verformungen des Gebirges zum Ausbau hin diesem eine gewisse Ausweichmöglichkeit durch Eintritt in die Aussparungen der Formsteine gegeben und eine Verminderung des Gebirgsdrucks auf den Ausbau erreicht wird. Die Aussparungen in den neuen Formsteinen sind erfindungsgemäß konisch ausgebildet, um das Eindringen des Gebirges zu erleichtern und die vorstehenden Teile der Formsteine. möglichst zu entlasten. Die Größe und Tiefe der Aussparung und, ihre Konizität richten sich nach der Gebirgsart und können gegebenenfalls berechnet werden.
- Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der Zeichnung hervor, welche Ausführungsbeispiele veranschatilich.t.
- flach- Fig.1 und 2 -,werden zum Ausbau von Schächten oder sonstigen untertägigen Räumen Formsteine l verwendet, die erfindungsgemäß an der dem Gebirge zugekehrten Seite eine Aussparung 2 aufweisen. In Fig. 1 ist schematisch veranschaulicht, daß das zunächst nur bis zur Zone A reichende Gebirge bei Verformung zum Ausbau hin teilweise in die Hohlräume bzw. Aussparungen 2 der Formsteine 1 eindringt und dadurch der Druck auf den Ausbau vermindert wird. Der -zweckmäßig aus Beton bestehende Formstein 1 kann entweder entsprechend Fig. 2 mit senkrecht gerichteter Aussparung 2 oder auch waagerecht gerichteter Aussparung wahlweise verlegt werden. Die Aussparungen 2 sind erfindungsgemäß konisch ausgebildet, um ein leichteres Eindringen des Gebirges in die Aussparungen zu ermöglichen und die vorstehenden Kanten der Formsteine vom Gebirgsdruck möglichst zu entlasten. Die Aus-. sparungen 2 können etwa über die halbe oder auch mehr als die halbe Rückseite des Formsteines 1 reichen und z. B. auch die in Fig.l gestrichelt eingezeichnete Form aufweisen. Die Größe und Konizität der Aussparungen 2 kann gegebenenfalls berechnet werden, wenn Gebirgsart und Teufe bekannt sind.
- Fig. 3 veranschaulicht die Verwendung von Formsteinen ähnlich Fig.1 und 2 zum Ausbau von Schächten.. Dabei sind die Formsteine 1 in senkrechter Richtung der Aussparungen '2 und außerdem von. Ring zu Ring versetzt angeordnet, so daß in senkrechter Richtung Aussparungen 2 und Kantenpaare 1' der Formsteine abwechseln.
- Fig.4 zeigt den Schachtausbau aus den gleichen Formsteinen 1, 2, jedoch sind die Formsteine in diesem Falle so verlegt, daß die Aussparungen 2 senkrecht durchlaufende Hohlräume ergeben. Diese können in festem Gebirge zur Ableitung von Wässern, gegebenenfalls auch zum Zementieren., wie Fig. 5 schematisch veranschaulicht, benutzt werden, wobei das Abzapfen der Wässer in, jeder Teufe erfolgen kann..
- Nach Fig. 6 sind die gleichen Formsteine 1 wie in Fig.1 bis 5 oder auch Sonderausführungen mit waagerecht angeordneten Aussparungen 2 zum Ausbau von Schächten derart angeordnet, daß die Aussparungen, nicht wie in Fig.4 und 5 durchgehende senkrechte Hohlräume-, sondern ringförmige Hohlräume bilden, und zwar in jeder Steinlage einen ringförmigen Hohlraum.
- Fig. 7 unterscheidet sich nur dadurch von Fig.6, daß die Formsteine 1, 2 von Ring zu Ring versetzt angeordnet sind.
- Sowohl bei Verlegung der Formsteine mit waagerecht gerichteten Aussparungen als auch bei der Verlegung der Formsteine mit senkrecht gerichteten Aussparungen ist es zweckmäßig, die Aussparung am Kopf des Steines durch eine Platte oder sonstige Abdeckung 4, z. B. aus dünnem Holz, zu verschließen, welche nicht den Eintritt des Gehirges nach Fertigstellung des Ausbaus, aber das Hineinfallen von Gebirgsteilen während des Einbaus verhindert. Fig.9 veranschaulicht eine solche Ausführung von Formsteinen. Es kann auch die Aussparung in jedem Formstein. durch einen dünnwandigen Kasten 5, z. B. aus Holz, allseitig abgeschlossen sein, wie Fig. 10 zeigt. In Schwimmsand und ähnlichem Gebirge wie auch in Braunkohleschächten können bei Verlegung der Formsteine mit senkrechten Aussparungen und von diesen gebildeten senkrechten Hohlräumen zur Entwässerung die Aussparungen 2, wie in Fig. 8 veranschaulicht ist, durch einen Filter 6, ein Sieb od. dgl. an der Außenseite abgedeckt sein.
- Die erfindungsgemäß ausgebildeten Formsteine sind nicht auf den Ausbau von Schächten beschränkt, sondern mit Vorteil auch, für den Ausbau von Strecken, Füllörtern und sonstigen untertägigen Räumen verwendbar. Dabei können die Formsteine in den verschiedenen Formen und Verlegungsarten, wie sie in den Fig. 1 bis 9 für Schächte dargestellt sind,. entsprechend angewandt werden. Auch in diesen Fällen können die Formsteine gegebenenfalls zur Entwässerung benutzt werden. So können z. B. durch die Aussparungen der normalen Formsteine ringförmige Hohlräume zur Entwässerung und an der Sohle beispielsweise durch Anwendung von Formsteinen mit senkrechter und waagerechter Aussparung 2 und 2' zusätzlich längs laufende durchgehende Hohlräume zur Wasserabführung gebildet werden. Ein Ausführungsbeispiel für einen solchen Formstein veranschaulicht Fig. 11.
Claims (10)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Formstein zum Ausbau von Schächten, Strecken und sonstigen untertägigen Räumen mit einer Aussparung auf der dem Gebirge zugekehrten. Seite, dadurch gekennzeichnet, da,ß er, ohne Vergußmasse bleibend, das Gebirge nachgiebig in die Aussparung eintreten läßt.
- 2. Formstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung über etwa die halbe oder mehr als die halbe Rückfläche reicht und senkrecht oder waagerecht durchgeht.
- 3. Formstein nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung konisch ausgebildet ist.
- 4. Formstein nach Anspruch 1, 2 oder 3, da durch gekennzeichnet, daß die Aussparung, an dem dem Gebirge zugekehrten Kopf des Steines verkleidet ist.
- 5. Formstein nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung allseitig, z.13). durch einen dünnwandigen Kasten, gegen Hereinfallen von Gebirgsteilen beim Einbau verschlossen ist.
- 6. Formstein nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß beim Einbau in Schächten die Formsteine mit senkrechten rückwärtigen Aussparungen zueinander versetzt angeordnet sind.
- 7. Formstein nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß beim Einbau in Schächten die, Formsteine mit senkrechten rückwärtigen Aussparungen derart verlegt sind, da.ß die Aussparungen senkrecht durchlaufende Hohlräume bilden, die z. B. zur Ableitung von Wässern dienen. B.
- Formstein nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Gebirge -zugekehrte Seite der Aussparung durch ein Filter, ein Sieb od. dgl. abgedeckt ist.
- 9. Formstein nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß beim Einbau in Schächten Formsteine mit waagerechten Aussparungen dienen, welche in jedem Schachtring einen ringförmigen Hohlraum bilden.
- 10. Formstein nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß er an der Rückseite Aussparungen in senkrechter und waagerechter Richtung aufweist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 249982, 334668-, österreichische Patentschrift Nr. 100316; deutsche Patentanmeldung p 11666 V1 /5 c D (bekanntgemacht am 28. 6. 1951).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM17871A DE1022987B (de) | 1953-03-23 | 1953-03-23 | Formstein zum Ausbau von Schaechten, Strecken und sonstigen untertaegigen Raeumen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM17871A DE1022987B (de) | 1953-03-23 | 1953-03-23 | Formstein zum Ausbau von Schaechten, Strecken und sonstigen untertaegigen Raeumen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1022987B true DE1022987B (de) | 1958-01-23 |
Family
ID=7297566
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEM17871A Pending DE1022987B (de) | 1953-03-23 | 1953-03-23 | Formstein zum Ausbau von Schaechten, Strecken und sonstigen untertaegigen Raeumen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1022987B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1111127B (de) * | 1959-11-26 | 1961-07-20 | Veruschacht Vereinigte Unterta | Ausbau fuer Untertageraeume, insbesondere fuer Schaechte |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE249982C (de) * | ||||
| DE334668C (de) * | 1921-03-17 | Wilhelm Holte | Auskleidungsplatte mit durchbrochenen Stegen fuer Strecken, Querschlaege, Schaechte und Tunnel | |
| AT100316B (de) * | 1924-01-02 | 1925-06-25 | Hans Ing Neubauer | Formstein mit Abstützzapfen zum Ausbau von Schächten u. dgl. |
-
1953
- 1953-03-23 DE DEM17871A patent/DE1022987B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE249982C (de) * | ||||
| DE334668C (de) * | 1921-03-17 | Wilhelm Holte | Auskleidungsplatte mit durchbrochenen Stegen fuer Strecken, Querschlaege, Schaechte und Tunnel | |
| AT100316B (de) * | 1924-01-02 | 1925-06-25 | Hans Ing Neubauer | Formstein mit Abstützzapfen zum Ausbau von Schächten u. dgl. |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1111127B (de) * | 1959-11-26 | 1961-07-20 | Veruschacht Vereinigte Unterta | Ausbau fuer Untertageraeume, insbesondere fuer Schaechte |
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