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DE10228600A1 - Vorrichtung zum Behandeln von Bauelementen, insbesondere von elektrischen Bauelementen mit kleinen Abmessungen - Google Patents

Vorrichtung zum Behandeln von Bauelementen, insbesondere von elektrischen Bauelementen mit kleinen Abmessungen Download PDF

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DE10228600A1
DE10228600A1 DE2002128600 DE10228600A DE10228600A1 DE 10228600 A1 DE10228600 A1 DE 10228600A1 DE 2002128600 DE2002128600 DE 2002128600 DE 10228600 A DE10228600 A DE 10228600A DE 10228600 A1 DE10228600 A1 DE 10228600A1
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Withdrawn
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DE2002128600
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Inventor
Georg Rudolf Sillner
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Individual
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Individual
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R31/00Arrangements for testing electric properties; Arrangements for locating electric faults; Arrangements for electrical testing characterised by what is being tested not provided for elsewhere
    • G01R31/01Subjecting similar articles in turn to test, e.g. "go/no-go" tests in mass production; Testing objects at points as they pass through a testing station

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Specific Conveyance Elements (AREA)

Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf eine neuartige Vorrichtung zum Behandeln von Bauelementen, insbesondere von elektrischen Bauelementen mit kleinen Abmessungen, z. B. SMDs mit an einem Bauelementgehäuse vorgesehenen Anschlüssen, mit wenigstens einem ersten Transporteur mit ersten Haltern zum Bewegen der Bauelemente entlang einer ersten Transportstrecke und mit wenigstens einem zweiten Transporteur mit Haltern zum Bewegen der Bauelemente auf einer zweiten Transportstrecke.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1 oder 14.
  • Elektrische Bauelemente im Sinne der Erfindung sind insbesondere elektrische Halbleiterbauelemente mit sehr kleinen Abmessungen, wie z. B. SMDs oder aber andere elektrische Halbleiterbauelemente, die in einem Gehäuse aus isolierendem Material einen Halbleiterchip und an diesem Gehäuse elektrische Anschlüsse aufweisen.
  • Für spezielle Anwendungen ist es bei der Herstellung von elektrischen Bauelementen notwendig, diese nicht nur bei Umgebungstemperatur auf Funktionstüchtigkeit und ihre elektrischen Werte zu prüfen und/oder zu messen, sondern eine Prüfung und/oder Messungen auch bei extrem niedrigen Temperaturen, beispielsweise bei Temperaturen von –45°C, und bei hohen Temperaturen, beispielsweise bei Temperaturen von +45°C vorzunehmen. Dies ist beispielsweise notwendig für Bauelemente, die in sicherheitsrelevanten Bauteilen (elektronischen Schaltkreisen) z.B. bei Kraftfahrzeugen (Airbag usw.) Anwendung finden.
  • Bei diesen Messungen ist es grundsätzlich notwendig, die Bauelemente an die relativ komplexe und in der Regel auch großvolumige Meßvorrichtung bzw. an den dort vorgesehenen Meßkopf mit seinen verschiedenen Meßkontakten heranzuführen, und zwar so, daß eine zuverlässige Kontaktierung zwischen den Anschlüssen am Bauelement und den für die Messung verwendeten Meßkontakten erreicht ist. Problematisch ist bisher die Messung der Bauelemente im kalten Zustand und/oder im heißen Zustand. Die hierfür derzeit verwendeten Vorrichtungen sehen vor, daß die Bauelemente beispielsweise in eine Führung oder in einen Schacht eingebracht werden, diesem für die Messung oder Prüfung vereinzelt entnommen und gegen den Meßkopf bzw. die dortigen Meßkontakte zur Anlage gebracht sowie anschließend wieder in die Führung bzw. den Schacht zurückgebracht werden. Die für diese Handhabung der Bauelemente notwendige Vorrichtung ist äußerst aufwendig und ermöglicht nur ein Prüfen und Messen mit geringer Leistung (Anzahl der geprüften und/oder gemessenen Bauelemente je Zeiteinheit).
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung aufzuzeigen, die eine Behandlung von Bauelementen bei vereinfachter konstruktiver Ausbildung ermöglicht, insbesondere auch ein Messen oder Prüfen.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Vorrichtung entsprechend dem Patentanspruch 1 oder 14 ausgebildet.
  • „Behandlung von Bauelementen" bedeutet im Sinne der Erfindung u.a. ein Messen und/oder Prüfen, ein Kennzeichnen, ein sortiertes Ablegen der Bauelemente z.B. in Ablagen oder Aufnahmen eines Trägers oder Gurtes usw.. Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich insbesondere zum Messen und Prüfen von elektrischen Bauelementen im kalten und/oder erwärmten Zustand.
  • Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 in vereinfachter Darstellung und in Draufsicht eine Vorrichtung gemäß der Erfindung zum Messen von elektrischen Bauelementen;
  • 24 in Seitenansicht, in Stirnansicht sowie in Draufsicht eine Zange des zusätzlichen Transporteurs der Vorrichtung gemäß 1;
  • 5 in vergrößerter Darstellung das Greifende bzw. die Aufnahme der Zange der 24;
  • 6 in schematischer Darstellung den Verfahrensablauf, insbesondere die Übergabe der Bauelemente beginnend mit der Aufnahme der zugeführten Bauelemente bis zum Einlegen der getesteten Bauelemente in Aufnahmen (Näpfchen) eines Gurtes;
  • 7 in Einzeldarstellung und in Seitenansicht ein elektrisches Bauteil.
  • Die in den Figuren allgemein mit 1 bezeichnete Vorrichtung dient zum Verarbeiten von elektrischen Bauelementen 2, d. h. bei der dargestellten Ausführungsform von SMDs, die jeweils einen Bauelementekörper 3 sowie an zwei einander gegenüberliegenden Längsseiten dieses Körpers herausgeführte und Z-förmig gebogene Anschlußelemente 4 (Leads) aufweisen. Speziell dient die dargestellte Vorrichtung 1 u. a. auch zum Messen und/oder Prüfen der Bauelemente 2 bzw. der elektrischen Werte dieser Bauelemente im kalten sowie im heißen Zustand. Die Bauelemente 2 werden hierfür an einer Aufgabeposition 5 aufgenommen, und zwar bei der dargestellten Ausführungsform nach dem Freistanzen aus einem Leadframe 6, der in bekannter Weise eine Vielzahl solcher Bauelemente 2 in einr oder mehreren reihen enthält. Die Bauelemente 2 werden dann jeweils nach einander an jeweils einen Halter 7 übergeben. Die Halter 7 sind bei der dargestellten Ausführungsform Vakuumhalter bzw. -pipetten, an denen die Bauelemente 2 hängend gehalten sind und die Bestandteil eines ersten Transporteurs 8 sind. Mit dem Transporteur 8, dessen horizontale Transportrichtung in der 1 mit dem Pfeil A angegeben ist, werden die Bauelemente 2 an einem Übergabeposition 9 bewegt und dort jeweils nacheinander an Halter 10 eines zweiten Transporteurs 11 übergeben, dessen horizontale Transportrichtung durch die Pfeile B angedeutet ist und mit dem die an der Übergabeposition 9 aus dem Transporteur 8 ausgeschleusten Bauelemente 2 zum Messen im kalten Zustand durch eine Kammer 12 bewegt werden, in welcher die Bauelemente 2 zunächst auf die für das Messen im kalten Zustand erforderliche Meßtemperatur, beispielsweise auf die Meßtemperatur von –45°C abgekühlt und dann an einer Meßstation 13 bzw. deren Meßkopf 13' gemessen werden.
  • Im Anschluß werden die an den Haltern 10 weiterhin gehaltenen Bauelemente 2 mit dem Transporteur 11 aus der Kammer 12 in eine Kammer 14 bewegt, in der ein Erhitzen der Bauelemente 2 auf eine Meßtemperatur, beispielsweise auf eine Temperatur von +40°C erfolgt. In der Kammer 14 bzw. an einer dortigen Meßstation 15 oder deren Meßkopf 15' erfolgt dann das elektrische Messen der Bauelemente 4 im heißen Zustand. Nach dem Messen werden die weiterhin jeweils an einem Halter 10 gehaltenen Bauelemente 2 mit dem Transporteur 11 aus der Kammer 14 herausbewegt, und zwar an eine Station 16, in der ein Beschriften der Bauelemente 2 an der Unterseite 3" ihres Gehäuses 3 erfolgt, und zwar mittels eines Lasers 17. Die Bauelemente 2 werden dann an den Transporteur 8 zurückbewegt, und zwar an eine zweite Übergabeposition 18, an der die Bauelemente 2 wieder einzeln in den Transporteur 8 eingeschleust, d. h. jeweils einzeln von einem Halter 10 an einen Halter 7 übergeben werden. Die gemessenen Bauelemente 2 werden dann von der Übergabeposition 18 in Transportrichtung A an eine Gurtstation 19 bewegt, in der die Bauelemente 2 jeweils einzeln in eine näpfchenartige Aufnahme 20 eines Gurtes 21 eingelegt werden. Die Aufnahmen 20 werden nach dem Einlegen der Bauelemente 2 versiegelt, wie dies dem Fachmann bekannt ist.
  • Bei der dargestellten Ausführungsform weist die Gurtstation 19 mehrere Einzelstationen 19' auf, an denen jeweils ein Gurt 21 zur Aufnahme von Bauelementen 2 bereitsteht. Durch die Verwendung mehrerer Einzelstationen 19' ist beispielsweise in Abhängigkeit von den Meßergebnissen eine Chargenbildung möglich, d. h. es ist möglich, Bauelemente mit jeweils gleichen oder sehr ähnlichen Eigenschaften in einen Gurt 21 einzubringen oder aber beim Wechseln eines Gurtes 21 die Vorrichtung so zu steuern, daß die Bauelemente in die Aufnahmen 20 eines anderen Gurtes eingebracht werden, so daß ein Gurtwechsel ohne ein Anhalten der Vorrichtung 1 möglich ist.
  • Die 6 zeigt nochmals in schematischer Funktionsdarstellung die Verfahrensschritte, soweit der Transporteur 8 betroffen ist. In der 6 ist links die Aufgabeposition 5 dargestellt. An dieser Position werden die Bauelemente 2 durch Freistanzen dem Leadframe 6 entnommen zugeführt, und zwar einzeln nacheinander zunächst Vakuumhaltern 22, die Bestandteil einer Wendeeinrichtung 23 sind, welche an einer um eine horizontale Achse getaktet umlaufend angetriebenen Trommel 24 (Pfeil C) in gleichmäßigen Winkelabständen gegeneinander versetzt die Vakuumhalter 22 aufweist, und zwar bei der dargestellten Ausführungsform insgesamt vier Vakuumhalter 22. Jedes aus dem Leadframe 6 freigestanzte Bauelement 2 wird an einer unteren Position 25 von einem Vakuumhalter 22 an seiner Oberseite 3' erfaßt und dann nach insgesamt zwei Drehschritten des Wendeelementes 23 bzw. der Trommel 24 an einer oberen Position 26 an einen dort bereit stehenden Halter 7 übergeben. Während die Bauelemente an der Position 25 mit ihrer Bauelementekörperoberseite 3' oben liegend angeordnet sind, sind die Bauelemente 2 dann nach der Übergabe an jeweils einen Halter 7 an diesem hängend mit der Unterseite 3" ihres Bauelementekörpers oben liegend gehalten, und zwar derart, daß die Anschlüsse 4 mit ihren freien Enden von der Mittelebene der Bauelemente 2 nach oben wegstehen. In dieser Lage werden die Bauelemente 2 an der Übergabeposition 9 an jeweils einen Halter 10 übergeben und an der Übergabestation 18 nach dem Messen und Beschriften von einem Halter 7 dem Halter 10 wieder entnommen und an die Gurtstation 19 transportiert. Dort ist auch für jede Einzelstation 19' ein Wendeelement 23a vorgesehen, welches dem Wendeelement 23 entspricht. Die Bauelemente 2 werden dann an der oberen Position 26a jeweils einzeln von einem Vakuumhalter 22a übernommen und an der unteren Position 25a in jeweils eine näpfchenartige Aufnahme 20 des Gurtes 21 eingesetzt. Die Bauelemente 2 sind in den Aufnahmen 20 wieder mit der Oberseite 3' ihres Gehäuses 3 oben liegend angeordnet, wie dies für eine weitere Verarbeitung der Bauelemente 2 beispielsweise in einem Bestückungsautomaten erforderlich ist.
  • Am Transporteur 11 ist jedes Bauelement 2 ständig an einem Halter 10 gehalten, und zwar an der Oberseite des Halters 10 derart, daß die Anschlüsse 4 der Bauelemente 2 frei zugänglich sind, so daß ein Messen der Bauelemente 2 an den Meßstationen 13 und 15 möglich ist, ohne daß die Bauelemente 2 dafür von den Haltern 10 abgenommen werden. Vielmehr verbleiben die Bauelemente 2 beim Messen an ihrem jeweiligen Halter 10.
  • Die Transporteure 8 und 11 sowie auch die Wendeelemente 23 und 23a sind synchron und getaktet angetrieben. Die Übergabepositionen 9 und 18 befinden sich auf einem geradlinigen Abschnitt der Transportstrecke des Transporteurs 8 und des Transporteurs 11, wobei die Transportebene der Halter 10 bzw. der an diesen Haltern gebildeten Aufnahmen für jeweils ein Bauelement 2 zumindest an den Übergabepositionen 9 und 18 unterhalb der Transportebene der Halter 7 ist und die Transportrichtung A und B an den Übergabepositionen 9 und 18 einander entgegengesetzt sind.
  • Nachstehend werden einzelne Funktionselemente der Vorrichtung 1 näher erläutert.
  • Transporteur 8
  • Der Transporteur 8 besteht in an sich bekannter Weise aus einem eine endlose Schlaufe bildenden Transportband 27, welches von einem hochkant angeordneten Stahlband gebildet ist und an welchem in gleichmäßigen Abständen die Halter 7 vorgesehen sind.
  • Für die Aufnahme und Übergabe der Bauelemente 2 an die Vakuumhalter 22 bzw. von diesen an die Halter 7 oder zum Einlegen der Bauelemente 2 in die Aufnahmen 20 ist das Vakuum der Vakuumhalter 22, aber auch das Vakuum der Vakuumhalter 7 gesteuert. Gleichzeitig sind die Vakuumhalter 7 in vertikaler Richtung um einen vorgegebenen Hub auf- und abbewegbar und die Vakuumhalter 22 gesteuert radial zur Drehachse der jeweiligen Trommel 24 bzw. 24a bewegbar.
  • Das Transportband 27 ist über zwei Umlenkräder 28 geführt, von denen wenigstens ein Umlenkrad durch den Maschinenantrieb getaktet angetrieben ist, so daß sich die Vakuumhalter 7 getaktet in Transportrichtung A bewegen. An der sich zwischen den Umlenkrädern 28 erstreckenden geradlinigen Länge 27' des Transportbandes 27 befinden sich die Aufgabeposition 5, die Übergabepositionen 9 und 18 sowie auch die Gurtstation 19. Diese Länge 27' definiert auch die Vorderseite der Vorrichtung 1. Gegenüber dem Transporteur 8 bzw. der anderen, sich zwischen den Umlenkrädern 28 erstreckenden Länge 27" zur Rückseite hin versetzt sind die beiden Kammern 12 und 14 sowie die Station 16 vorgesehen.
  • Transporteur 11
  • Wie vorstehend beschrieben, weist der Transporteur 11 eine Vielzahl von in Transportrichtung B aufeinander folgenden Haltern 10 auf. Diese Halter sind bei der dargestellten Ausführungsform an einem ebenfalls eine in sich geschlossene Schlaufe bildenden und umlaufend angetriebenen Transportband 29 vorgesehen, d. h. auf dieses Transportband 29, welches beispielsweise ein dünnes Seil oder ein schmales Stahlband ist, sind die Halter 10 derart aufgefädelt, daß jeweils mehrere, eine Gruppe bildende Halter 10 unmittelbar aneinander anschließen und zwischen den einzelnen Gruppen auf dem Transportband 29 als Mitnehmen wirkende Verdickungen 30 vorgesehen sind. Die Halter 10 sind aus einem hitze- und kältebeständigen Material, beispielsweise aus einem geeigneten Kunststoff (z. B. Teflon) als selbstklemmende Haltezangen ausgeführt, und zwar mit einem Halterkörper 31, der im wesentlichen als flache Lasche oder Leiste ausgebildet ist, und zwar mit zwei parallel und im Abstand voneinander angeordneten größeren rechteckförmigen Oberflächenseiten 32 und mit zwei hierzu schmäleren Längsseiten 33, die parallel zu einer Längsachse L des Halterkörpers 31 verlaufen. Im montierten Zustand ist jeder Halterkörper 31 mit seiner Längsachse L senkrecht bzw. radial zum Transportband 29 angeordnet. Mit M ist eine Mittelebene bezeichnet, die in der Mitte zwischen und parallel zu den Oberflächenseiten verläuft.
  • Am oberen Ende 34 bildet der Halterkörper 31 eine Aufnahme 35 für jeweils ein Bauelement 2. Hierfür ist der Halterkörper 31 dort von beiden Oberflächenseiten 32 her in der Dicke reduziert, d. h. der Halterkörper 31 weist am oberen Ende 34 einen Abschnitt 31' mit reduziertem Querschnitt auf. Ausgehend von dem oberen Ende 34 ist der Halterkörper 31 mit einem Schlitz 36 versehen, der mit seiner Längserstreckung parallel zur Längsachse L liegt und von beiden Längsseiten 33 etwa den gleichen Abstand aufweist. Der Schlitz 36 reicht von einer Oberflächenseite 32 bis an die andere Oberflächenseite 32 und erstreckt sich auch in dem Abschnitt 31'. An dem oberen Ende bzw. oberen Rand 34 ist der Schlitz 36 zur Bildung der Aufnahme 35 verbreitert, und zwar derart, daß dort auch eine Abstützfläche 37 für die Oberseite 3' des gewendeten Bauelementes 2 gebildet ist. Der Schlitz 36 erstreckt sich über eine Teillänge des Halterkörpers 31, d. h. bei der dargestellten Ausführungsform etwa über ein Drittel der Gesamtlänge dieses Körpers. In der Nähe des Übrghangs zu dem in der Dicke reduzierten Abschnitt 31' ist in dem in der Dicke nicht reduzierten Teil des Halterkörpers 31 eine Bohrung 38 vorgesehen, die mit ihrer Achse senkrecht zu der Mittelebene M liegt und leicht konisch ausgebildet ist, so daß sich der Querschnitt dieser Bohrung 38 zu der einen Oberflächenseite 32 hin vergrößert. Die Achse der Bohrung 38 schneidet die Längsachse des Schlitzes 36.
  • Durch den Schlitz 36 sind zwei Klemmarme 31" gebildet, mit denen das in der Aufnahme 35 aufgenommene Bauelement durch die Eigenelastizität des verwendeten Materials zangenartig festgeklemmt ist, und zwar durch die in der Aufnahme 35 gebildeten Klemmflächen 39, die gegen die die Anschlüsse 4 nicht aufweisenden Stirnseiten des Bauelementekörpers 3 anliegen. Das Bauelement 2 ist dabei so gehalten, daß es mit seiner gewendeten Oberseite 3' gegen die Abstützfläche 37 anliegt und mit der Unterseite 3'' sowie mit einem Teil des Bauelementekörpers 3 über die Oberseite 34 vorsteht.
  • Unterhalb des geschlossenen Endes des Schlitzes 36 und an dem unteren Ende 40 ist jeweils eine durchgehende Index-Bohrung 41 vorgesehen, die mit ihrer Achse wiederum senkrecht zur Mittelebene M liegt.
  • Zwischen den beiden Index-Bohrungen 41 ist im Halterkörper 31 ein weiterer Schlitz 42 vorgesehen, der von der einen Längsseite 33 an die andere Längsseite 33 reicht und mit dem der Halterkörper 31 auf dem Transportband 29 gehalten ist. Die Längserstreckung des Schlitzes 42 liegt in der Mittelebene M. Am unteren Ende ist der Schlitz 42 zu der einen Oberflächenseite 32 bei 42' offen, so daß über die Öffnung 42' der jeweilige Halter 11 auf das Transportband 29 aufgeschoben werden kann. Durch den Schlitz 42 ist jeder Halter 10 um das Transportband 29 schwenkbar sowie gleichzeitig radial zum Transportband 29 verschiebbar.
  • An den beiden Längsseiten 33 ist der Halterkörper 31 mit jeweils einem abgerundeten Bereich 31"' versehen, so daß das Transportband 29 mit den zumindest in den Gruppen dicht aneinander anschließenden Haltern 10 über Umlenkrollen oder Räder 43 und 44 des Transporteurs 1 1 geführt werden können.
  • Auf dem größeren Teil der Transportstrecke werden die Halter 11 aufrecht stehend, d. h. mit der Längsachse L in vertikaler Richtung orientiert und mit dem Ende 34 oben liegend bewegt. Vor Erreichen der Meßstationen 13 bzw. 15 wird jeder Halter 10 um das Transportband 29 geschwenkt, und zwar in eine horizontale Position, in der die Längsachse L die horizontale Achse ist. Bei Erreichen der Meßstation 13 bzw. 15 bzw. bei Erreichen des dortigen Meßkopfes 13' bzw. 15' werden die Halter 10 jeweils radial zum Transportband 29 verschoben, so daß die Anschlüsse 4 während der Stillstandsphase bzw. zwischen zwei Bewegungsschritten des Transporteurs 11 gegen die Kontakte des Meßkopfes 13' bzw. 15' zur Anlage kommen und dabei die Messung durchgeführt werden kann, und zwar bei weiterhin an dem Halter 10 gehaltenem Bauelement 2.
  • Für die aufrechte Bewegung der Halter 10 und das Umlegen bzw. Schwenken dieser Halter sind zusätzliche Führungen oder Führungsmittel vorgesehen, wie dies in der 1 mit den Linien 45 angedeutet ist. Die genaue Positionierung für jeden Halter 10 an den Übergabepositionen 9 und 18, an den Meßstationen oder Meßköpfen 13 und 15 sowie an der Station 16 wird jeweils durch dort vorgesehene Index- oder Positionierstifte erreicht, die in die Bohrungen 41 eingreifen. Das Abnehmen der Bauelemente 2 aus den zangenartigen Haltern 10 an der Übergabeposition 18 wird dadurch erreicht, daß nach der Positionierung des jeweiligen Halters durch Positionierstifte oder durch andere Positionierelemente mittels eines in die Bohrung 38 eingreifenden Spreizstiftes 46 die beiden Zangenabschnitte 31'' auseinandergespreizt werden (Pfeile D der 6).
  • Die beiden Meßstationen 13 und 15 bzw. deren Meßköpfe befinden sich außerhalb der Kammern 12 und 13. Die Einlässe und Auslässe dieser Kammern sind jeweils schleusenartig ausgeführt. Weiterhin ist die Kammer 12 beispielsweise so ausgebildet, daß das Kühlen in dieser Kammer durch Umluft erfolgt, die ständig gekühlt wird und der ständig auch zusätzliche, getrocknete und gekühlte Luft zugegeben wird, so daß in der Kammer 12 ein über dem Atmosphärendruck liegender Druck herrscht und somit verhindert ist, daß Außenluft und mit dieser Feuchtigkeit in die Kammer 12 gelangt, die (Feuchtigkeit) durch Eisbildung die Funktion der Vorrichtung 1 bzw. der Meßstation 13 beeinträchtigen könnte.
  • Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es versteht sich, daß zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne daß dadurch der der Erfindung zugrundeliegende Erfindungsgedanke verlassen wird.
  • 1
    Vorrichtung
    2
    Bauelement
    3
    Bauelementkörper
    3'
    Bauelementoberseite
    3''
    Bauelementunterseite
    4
    Anschluß
    5
    Aufgabeposition
    6
    Leadframe
    7
    Vakuumhalter oder -pipette
    8
    Transporteur
    9
    Übergabeposition
    10
    Halter
    11
    Transporteur
    12
    Kammer
    13
    Meßstation
    13'
    Meßkopf
    14
    Kammer
    15
    Meßstation
    15'
    Meßkopf
    16
    Station zur Laserbeschriftung
    17
    Laser
    18
    Übergabeposition
    19
    Gurtstation
    19'
    Einzelstation
    20
    Aufnahme
    21
    Gurt
    22, 22a
    Vakuumhalter
    23, 23a
    Wendeelement
    24
    Trommel
    25, 25a
    untere Position
    26, 26a
    obere Position
    27
    Transportband bzw. Stahlband
    27', 27''
    Transportbandlänge
    28
    Umlenkrad
    29
    Transportband
    30
    Mitnehmen auf Transportband 29
    31
    Halterkörper
    31'
    Abschnitt mit reduzierter Dicke
    31''
    Klemmhalterabschnitt
    31"'
    abgerundeter Bereich
    32
    Oberflächenseite
    33
    Längsseite
    34
    oberes Ende
    35
    Aufnahme
    36
    Schlitz
    37
    Abstützfläche der Aufnahme
    38
    Bohrung
    39
    Klemmfläche
    40
    unteres Ende
    41
    Index-Bohrung
    42
    Längsschlitz
    42'
    Öffnung
    43, 44
    Umlenkräder oder -rollen
    45
    Führung
    A, B
    Transportrichtung
    C
    Drehrichtung
    D
    Spreizrichtung

Claims (15)

  1. Vorrichtung zum Behandeln von Bauelementen, insbesondere von elektrischen Bauelementen mit kleinen Abmessungen, z.B. SMDs mit an einem Bauelementgehäuse (3) vorgesehenen Anschlüssen (4), mit wenigstens einem ersten Transporteur (8) mit ersten Haltern (7) zum Bewegen der Bauelemente (2) entlang einer ersten Transportstrecke (27') und mit wenigstens einem zweiten Transporteur (11) mit Haltern (10) zum Bewegen der Bauelemente (2) auf einer zweiten Transportstrecke, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Halter (10) zangenartige Halter (10) sind, die an einer zangenartigen Aufnahme (35) jeweils ein Bauelement durch Festklemmen zwischen wenigstens zwei Klemm- oder Haltebereichen (39) halten, und daß die Klemm- oder Haltebereiche (39) zur Freigabe des Bauelementes (2) auseinanderbewegbar sind.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halter (10) oder diese Halter bildende Halterkörper (31) aus einem elastisch verformbaren Material bestehen und zwei zangenartige Abschnitte (31'') mit jeweils einem Anlage- oder Haltebereich (39) bilden.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zangenartigen Abschnitte (31") durch eine Öffnung oder einen Schlitz (36) voneinander getrennt sind, und daß im Bereich der Trennung (36) wenigstens eine Öffnung oder Bohrung (38), vorzugsweise eine leicht konische Bohrung (38) für ein die Zangenabschnitte (31") aufeinander spreizbares Werkzeug, beispielsweise Stift, vorgesehen ist.
  4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Halter (10) zu einem endlos umlaufenden Transportelement oder Transporteur (11) miteinander verbunden sind.
  5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Halter (11) unabhängig voneinander in einer Achsrichtung quer bzw. senkrecht zur Transportrichtung B des zweiten Transporteurs (11) um einen vorgegebenen Hub bewegbar und/oder um eine in der Transportrichtung (B) liegende Achse um einen vorgegebenen Winkelbetrag schwenkbar sind.
  6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Halter (10) des zweiten Transporteurs (11) an einem eine geschlossene Schlaufe bildenden Transportelement, beispielsweise an einem band- oder seilartigen Transportelement (29) vorgesehen sind, und zwar vorzugsweise um das Transportelement (29) schwenkbar und radial zu diesem verschiebbar.
  7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Halter (10) des zweiten Transporteurs (11) von Elementen aus einem Kunststoff, beispielsweise aus einem temperaturfesten und kältebeständigen Kunststoff, z. B. Teflon, gebildet sind.
  8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zangenartigen Halter (10) leistenartig ausgebildet und mit ihrer Längserstreckung (L) radial zur Transportrichtung orientiert sind.
  9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die leistenartigen Halter an ihren Längsseiten zumindest in einem Teilbereich (31''') abgerundet sind.
  10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Transportstrecke (27') des ersten Transporteurs (8) eine erste Übergabeposition (9) gebildet ist, an der die Bauelemente (2) von den Haltern (7) des ersten Transporteurs (8) an die zangenartigen Halter (10) übergeben werden, sowie eine zweite Übergabeposition (18) gebildet ist, an der die Bauelemente vom zweiten Transporteur (11) an den ersten Transporteur (8) bzw. an die dortigen Halter (7) zurückgegeben werden.
  11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der von dem zweiten Transporteur (11) gebildeten Transportstrecke wenigstens eine Meßeinrichtung (13, 13', 15, 15') und/oder wenigstens eine Behandlungsstation, beispielsweise eine Laser-Markierungsstation (16) für die Bauelemente (2) vorgesehen ist.
  12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens eine Meßstation (13, 15) einen Meßkopf (13', 15') mit Meßkontakten aufweist, und daß das jeweilige Bauelement zum Messen an dem zangenartigen Halter (10) gehalten durch radiales Bewegen des Halters relativ zur Achse der Transportrichtung (B) mit seinen Anschlüssen (4) gegen die Meßkontakte des Meßkopfs (13', 15') zur Anlage gebracht bzw. von diesem Meßkopf wieder entfernt wird.
  13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßstationen (13, 15) zum Messen der Bauelemente (2) im kalten bzw. warmen Zustand dienen und an Kammern (12, 14) vorgesehen sind, durch die die an den zangenartigen Haltern (10) gehaltenen Bauelemente (2) zum Abkühlen bzw. Erhitzen hindurchgeführt werden.
  14. Vorrichtung von elektrischen Bauelementen, nämlich zum Prüfen und/oder Messen von elektrischen Bauelementen, vorzugsweise von kleinformatigen elektrischen Bauelementen mit an einem Gehäuse (3) vorgesehenen Anschlüssen (4), mit wenigstens einer einen Meßkopf (13', 15') bildenden Meßstation (13, 15), mit einem mehrere Halter (10) aufweisenden Transportelement (11), mit dem die jeweils an einem Halter (10) gehaltenen Bauelemente an den Meßkopf (13', 15') heranbewegt und nach dem Messen oder Prüfen weiterbewegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Halter zangenartige Halter (10) sind, die zum Messen oder Prüfen bzw. zum Kontaktieren dieser beim Messen und/oder Prüfen jeweils am zangenartigen Halter (10) verbleibenden Bauelement mit Meßkontakten einer Meßvorrichtung (13, 15) zumindest radial zur Achse der Transportrichtung (B) des Transportelements (11) bewegbar sind.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das die zangenartigen Halter (10) aufweisende Transportelement ein zweiter Transporteur einer Vorrichtung ist, bei der die Bauelemente (2) über einen ersten Transporteur (8) dem zweiten Transporteur (11) zugeführt und nach dem Messen oder Prüfen vom zweiten Transporteur (11) wieder abgenommen werden, und zwar jeweils an einer Übergabeposition (9, 18), die an einer Transportstrecke (27') des ersten Transporteurs (8) gebildet ist.
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