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Die Erfindung bezieht sich auf eine
Greiftraverse zum Greifen von Werksteinen, einen Pendelhebel für ein Rad
zum Fortbewegen der Hubvorrichtung sowie Hubvorrichtungen.
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Ein Wandbaugerät dient zum Versetzen von Werksteinen
und Platten auf der Geschossfläche
eines Rohbaus. Hiermit können
in einfacher Weise, ohne weitere Hilfsmittel, Wände oder ähnliche Bauteile erstellt werden.
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Aus dem deutschen Gebrauchsmuster
GM 77 23 958 ist ein Gerät bekannt,
mit dem Steine von einem Lagerplatz zu einer Wandbaustelle mittels
eines Krans und eines Steuergeräts
transportiert werden. Das Auftragen einer Mörtelschicht sowie das lagerichtige
Versetzen der Steine wird von einem Maurer auf einem Gerüst stehend
durchgeführt.
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Aus der
DE 195 44 463 A1 ist ein
zangenartiger Greifer bekannt. Er dient zum Transport von großen Platten
oder Quadern als Hebevorrichtung an einem Fahrzeug oder Mobilkran.
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Derzeit werden zum Versetzen von
Werksteinen und Platten innerhalb oder außerhalb der Gebäudefläche aufgestellte
Kleinkrane eingesetzt. Solche Krane bestehen aus einem fahrbaren
Sockel, einem drehbaren Mast sowie einem weit ausladenden Ausleger
mit Seilwinde und Laufkatze. Mit solchen Werkzeugen werden Werksteine
transportiert und dort vom Maurer lagerichtig auf das vorher aufgetragene
Mörtelbett
versetzt. Gelegentlich werden hierzu auch Kleinbagger eingesetzt,
wobei die Schaufel gegen eine Greifzange ausgewechselt wird. Diese Transportgeräte erfordern
einen relativ großen
Arbeitsraum, was dazu führt,
dass solche Werkzeuge hauptsächlich
nur auf großen
Baustellen eingesetzt werden. Zustzlich zu diesen Greifwerkzeugen
ist ab Schulterhöhe
ein Arbeitsgerüst
erforderlich, um den Wandbau bis zur vollen Deckenhöhe fortsetzen
zu können.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, Vorrichtungen zum
Hochziehen von Wänden
anzugeben, ohne dass es erforderlich ist, Gerüste aufzustellen.
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Die Aufgabe wird durch die Lehre
der unabhängigen
Ansprüche
gelöst.
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Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Um die erforderliche Arbeitszeit
zu reduzieren, wird angestrebt, Wände mit möglichst großen Werksteinen herzustellen.
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Das erfindungsgemäße Wandbaugerät ermöglicht es,
ohne weitere Hilfsmittel, auf kleiner Arbeitsfläche und bis zur vollen Geschosshöhe, Wandbaumaßnahmen
durchzuführen.
Mit Hilfe eines solchen Wandbaugeräts können auf kleiner Arbeitsfläche alle
notwendigen Arbeitsgänge,
angefangen von dem Aufgreifen der Werksteine von einer Palette bis zum
lagerichtigen Versetzen der Steine auf dem Mörtelbett, bei manueller Bedienung
durchgeführt
werden.
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Im Folgenden wird eine bevorzugte
Ausführungsform
der Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen
näher erläutert. Dabei
zeigen:
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1 eine
Seitenansicht eines Wandbaugeräts,
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2 eine
Draufsicht auf ein Wandbaugerät,
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3 einen
Radantrieb über
Pendelhebel,
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4 einen
Schnitt durch ein Rad mit Pendelhebel,
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5 einen
Schnitt entlang der Linie I-I in 6 durch
eine erfindungsgemäße Greiftraverse,
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6 eine
Draufsicht auf die in 5 dargestellte
Greiftraverse,
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7 einen
Schnitt entlang der Linie II-II in 6 bei
geöffneter
Greiftraverse,
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8 einen
Schnitt entlang der Linie II-II in 6 bei
geschlossener Greiftraverse,
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9 einen
Schnitt entlang der Linie II-II Ende 6 mit
Richtstäben,
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10 eine
zweite Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Greiftraverse
im offenen Zustand,
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11 die
zweite Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Greiftraverse
im offenen Zustand,
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12 eine
dritte Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Greiftraverse
im geschlossenen Zustand, und
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13 eine
erfindungsgemäße Greiftraverse
mit einer zweiten Ausführungsform
eines Sperrhebels,
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14 eine
erfindungsgemäße Greiftraverse
in geschlossenem Zustand mit einer dritten Ausführungsform eines Sperrhebels,
und
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15 die
erfindungsgemäße Greiftraverse in
offenem Zustand mit der dritten Ausführungsform des Sperrhebels.
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Das Wandbaugerät ist in 1 und 2 dargestellt.
Dieses Gerät
besteht aus einer auf der Bodenfläche 1 verschiebbaren
Hubvorrichtung 2, einem Windseil 3 und einer daran
befestigten Greiftraverse 4. Am Ausleger 5 kann
ein Bedienstab 10 mit einem Bedienelement 18 angebracht
sein. Die Hubvorrichtung 2 besteht aus einem rechteckigen
oder quadratischen oder achteckigen Sockel 6 mit oberer
Abdeckung 7 und vier Gewindespindeln 8 zur Justierung und
Lastabtragung. Unten an den Gewindespindeln können auch tellerförmige Platten
aus elastischem Gummi oder ähnlichem
Kunststoff eingesetzt werden, womit eine sichere Vierpunktlagerung
auf unebener, rauer Bodenfläche
möglich
ist. Auf dem Sockel 6 ist ein Fußlager 13 montiert,
in dem wiederum ein Mast 19 drehbar gelagert ist. Der Mast 19 trägt an seinem
oberen Ende den Ausleger 5 und die Winde 16. Die
Winde 16 kann von dem Bedienelement 18 aus gesteuert
werden. Ein Gegengewicht 22 kann am Mast 19 befestigt
und auf einem Ringlager 21 gelagert sein, um das durch
das Gewicht des Auslegers sowie der Greiftraverse auf das Fußlager 13 ausgeübte Drehmoment
zumindest teilweise zu kompensieren oder sogar über zu kompensieren. Ferner
sind Rohrstutzen 20 vorgesehen, in die die Holme von Leitern
eingeschoben werden können.
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Die Greiftraverse 4, welche
durch das Windseil 3 mit dem schwenkbaren, verschiebbaren
Hubvorrichtung 2 verbunden ist, dient zum Transport von vorgefertigten
Werksteinen 9 oder Platten von einem Bodenlager zur Erstellung
von geschosshohen Wänden
auf einer Geschossfläche
bei der Herstellung eines Gebäudes.
Mittels der Seilwinde 16, dem Bedienstab 10 und
dem Bedienelement 18 wird die Greiftraverse 4 über die
Wandbaustelle geführt.
Der Bedienstab 10 ist in radialer Richtung schwenkbar am
Ausleger 5 befestigt. Wie in 1,
linke Ausschnittsvergrößerung dargestellt,
besteht der Ausleger 5 aus zwei U-förmigen Profilen, die ihre flachen Seiten
einander zuwenden. Die flachen Seiten der beiden Auslegerprofile
führen
den Bedienstab C in tangentialer Richtung.
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Durch den Bedienstab 10 kann
der Ausleger und Mast im Fußlager 13 gedreht
werden. Darüber hinaus
ist am Bedienstab 10 eine Windseilführung 25 angebracht.
Durch diese Windseilführung
kann durch nach außen
oder nach innen Drücken
des Bedienstabs 10 die Greiftraverse ebenfalls zum Mast hin
bzw. vom Mast weg gedrückt
werden. Auf diese Weise können
die von der Greiftraverse 4 gefassten Werksteine 9,
die bis zu 200 kg wiegen können, genau
positioniert werden.
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Der Ausleger 5 kann, wie
in der 1 dargestellt,
schräg
nach oben zeigen. Der Winkel, den der Ausleger 5 mit dem
Mast 19 einschließt,
kann vorgegeben oder veränderbar
sein. In der in 1 dargestellten
Ausführungsform
ist der Ausleger 5 um Gelenk 27 klappbar. Der
Winkel zwischen Mast 19 und Ausleger 5 kann durch
eine mit einer Kurbel 15 drehbaren Gewindespindel eingestellt
werden.
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In einer anderen Ausführungsform
kann auf dem Mast 19 ein waagerechter Ausleger angebracht sein,
der ein T- oder und Doppel-T-Profil aufweist. In dieser Ausführungsform
kann der Bedienstab 10 und die Winde 16 an der
Laufkatze befestigt sein.
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Ein Standortwechsel wird durch Räder 11 durchgeführt, welche
durch Achse 23 und Lager 26 mit dem Sockel 6 lösbar verbunden
sind. Darüber
hinaus ist eine fliegende Rolle 14 vorgesehen, die die den
Rädern 11 und
der Achse 23 gegenüber
liegende Seite des Sockels rollbar macht. Eine fliegende Rolle ist
eine Rolle, die zusätzlich
um eine vertikale Achse drehbar ist und sich so der Bewegungsrichtung
anpassen kann. Die fliegende Rolle 14 nimmt die in 2 mit durchgezogenen Linien
eingezeichnet Position ein, wenn die Räder an der Position 11 montiert sind
und sich die Hubvorrichtung in 2 nach
unten bewegt. Die fliegende Rolle 14 nimmt die gestrichelte Position
ein, wenn die Räder
an der Position 12 montiert sind und sich die Hubvorrichtung
nach rechts bewegt. In einer anderen Ausführungsform kann in jedem Eck
des Sockels eine fliegende Rolle 14 vorgesehen sein, um
das Wandbaugerät
während
des Verschiebens stabiler zu lagern. In dieser Ausführungsform
reichen die Räder 11 gegenüber dem
Sockel 6 weiter als die fliegenden Rollen 14 nach
unten, so dass auf der Seite, auf der die Räder 11 montiert sind,
die Rollen vom Boden abgehoben werden und nur die Räder den
Boden berühren.
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Die Räder 11 können durch
Pendelhebel 31 angetrieben werden, wie dies in den 3 und 4 dargestellt ist. Die Pendelhebel bewirken
eine Untersetzung, damit die zulässige
manuelle Arbeitskraft nicht überschritten
wird. In einer Ausführungsform
werden zwei über
einen Bügel 35 verbundene
Pendelhebel mit jeweils einem Gabellager auf die Achse 23 aufgesteckt. Über den
Bügel 35 können die
Pendelhebel vor und zurück
bewegt werden. An den Pendelhebeln 31 sind außerhalb
der Radumreifung 34 Greifer 36 angeordnet, deren äußere Flanken
in die zahnförmige
Perforierung in die Umreifung 34 beim Vorwärtsgang
des Hebels 31 eingereift und das Rad in diese Richtung
bewegt. Beim Rückwärtsziehen
des Pendelhebels 31 gleitet der Greifer über die
Perforierung von Umreifung 34 und übt somit keine Kraft aus.
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Der Bügel 35 kann lösbar an
dem Hebel 31 angeschlossen sein. Wird der Bügel 35 abgenommen,
so kann ein Hebel 31 allein bewegt werden. Wie unten erläutert wird,
ist dies insbesondere vorteilhaft, wenn Räder 11 und 12 durch
Achsen 23 bzw. 24 verbunden sind und so das durch einen
Pendelhebel erzeugte Drehmoment gleichmäßig auf beide Räder übertragen
wird.
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Zum Rückwärtsfahren des Gerätes wird
der Greifer 36 um 180° umgelegt
und greift mit seiner anderen Seite bei der Pendelbewegung in die
Perforierung von 34 ein.
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Zum Umstellen des Wandbaugerätes auf eine
andere Wandrichtung wird das Lager 26, Achse 23 mit
Rädem 11 abgeschraubt,
die Pendelhebel 31 mit Bügel 35 ausgehoben,
die Räder
und die Radachse 21, 23, 28 um 90° verschwenkt
in das Lager 26 im Sockel 6 an der Position der
gestrichelt eingezeichneten Räder 12 und
Achse 24 eingeschraubt, Pendelhebel 31 mit Bügel 35 auf
die Achse 24 aufgesteckt. Die fliegende Rolle 14 stellt
sich selbständig
in die neue Richtung ein.
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In einer anderen Ausführungsform
können Pendelhebel
eingesetzt werden, die nicht über
einen Bügel 35 verbunden
sind. Anstelle des Bügels 35 ist an
jedem der Pendelhebel ein Griff befestigt, mit dem der Pendelhebel
im und gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden kann.
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In einer Ausführungsform werden gegenüberliegende
Räder 11 durch
Achse 23 verbunden, um einen gleichmäßigen Vortrieb auf beiden Seiten
der Bodenfläche 1 zu
gewährleisten.
Aufgrund der Verbindung der Räder
durch eine Achse kann in vorteilhafter Weise auch lediglich ein
Rad durch einen einzigen Pendelhebel angetrieben werden, der mit
einem Griff ausgerüstet
ist. Auch die gestrichelt eingezeichneten Räder 12 (siehe unten)
sind über
Achse 24 verbunden, um einen gleichmäßigen Vortrieb zu gewährleisten.
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Die Umreifung der Räder 11, 12 besteht
aus perforiertem Stahlprofil, womit eine größtmögliche Kraftübertragung
auf den Betonboden erreicht wird. Beim Wechsel auf eine andere Wandrichtung
werden die Räder
an den anderen Seiten des Sockels befestigt. So können in 2 die Räder 11 abmontiert
und, wie durch die gestrichelt eingezeichneten Räder 12 angedeutet,
um 90° versetzt
montiert werden. Damit ist jetzt eine Bewegung des Wandbaugeräts senkrecht
zur bisherigen Bewegungsrichtung möglich. Das Ummontieren der
Räder erfolgt
sinnvollerweise, solange die Hubvorrichtung noch auf den Gewindespindeln 8 steht
und die Räder
nicht den Boden berühren.
Das Verfahren des Wandbaugeräts
ertolgt nach Rückstellung
der Gewindespindeln 8. Beim Montieren müssen die Räder mit den Pendelhebeln richtig
montiert werden, so dass die Pendelhebel eine Bewegung in die gewünschte Richtung
ermöglichen.
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Die Pendelhebel an den beiden Radsätzen können auch
anstelle von manueller Arbeitskraft durch am Sockel montierte Motoren
bewegt werden, die z. B. vom Bedienelement 18 aus
gesteuert werden können.
Nach erneuter Vierpunktlagerung durch Justierung der Gewindespindel
oder dem Absetzen auf die elastischen Platten steht das Wandbaugerät für den nächsten Steintransport
bereit.
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Im Achsenkreuz des Sockels befindet
sich das zylindrische Fußlager 13 für den drehbaren
Mast 19, an dessen umlegbarem Ausleger 5 ein Bedienstab 10,
Umlenkrollen 15 und eine Seilwinde 16 angebracht
sind. Mittels der Seilwinde 16 kann die am Windseil 3 befestigte
Greiftraverse 4 auf- und abbewegt werden, so dass der Hubtransport
für Werksteine 9 oder
Platten von einem Bodenlager zu einer Wandbaustelle durchgeführt werden
kann. Das auskragende Eigengewicht des Auslegers wird am Fuß des Mastes 13 durch
ein Gegengewicht 22 aufgenommen, womit beide Lasten zentriert
in den Sockel eingetragen werden. Eine Gewichtsverlagerung am Fuß des Mastes
ertolgt nur beim Transport von Werksteinen. Dadurch wird die kleinstmögliche Exzentrizität auf den
Sockel des Gerätes
eingetragen und die Standfläche
des Sockels verkleinert.
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Die für den Steintransport ausgebildete Greiftraverse 4 besteht
gemäß einer
ersten in 5 bis 9 dargestellten Ausführungsform
aus zwei Längsprofilen 42,
an denen bogenförmige
Greifarme 43, sich übergreifende
Querstege 44 sowie mehrere zur Lastübertragung und Stabilisierung
verschiebbare Führungsstäbe 46 befestigt
sind. Die Greifarme 43 können selbst elastisch sein,
um Fertigungstoleranzen sowohl der Greiftraverse 4 als
auch der Werksteine 9 auszugleichen. In einer anderen Ausführungsform
können
die Greifarme 43 selbst fest, aber federnd an den Längsprofilen 42 befestigt
sein. Die Längsprofile 42 selbst
sollen möglichst
verwindungssteif sein, damit alle Greifarme 43 eine in
etwa gleiche Kraft auf die Werksteine 9 ausüben. Es
ist jedoch nicht notwendig, überhaupt
Greifarme zu verwenden. Vielmehr können die Längsprofile 42 die
Werksteine auch direkt fassen. Hierzu können die die Werksteine greifenden
Flächen
der Längsprofile 42 aufgeraut oder
mit Noppen versehen sein. Je ein oder mehrere Greifarme 43 können symmetrisch
an beiden Längsprofilen
angeordnet sein. In einer anderen Ausführungsform können die
Greifarme versetzt an den Längsprofilen
angeordnet sein, so dass beispielsweise an einem Längsprofil
eine gerade Anzahl und am anderen Längsprofil eine ungerade Anzahl
von Greifarmen angeordnet ist. So kann an einem Längsprofil kein
Greifarm und am anderen Längsprofil
beispielsweise ein Greifarm angeordnet sein.
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Die Querstege 44 haben in
der Mitte je ein Schrägloch 53, 54,
das in jedem Quersteg 44 entgegengesetzt schräg nach oben
verläuft,
wie in 7 und 8 dargestellt. In den Schräglöchern befindet
sich ein Bolzen 55, der über Verbindungsstücke 47 am Windseil 3 befestigt
ist. In den Querstegen 44 könne!! mehrere zusätzliche
Schräglöcher 56, 57 für verschiedene Öffnungsweiten
der Greiftraverse 4 gebohrt sein. In diesem Fall ist der
Bolzen 55 lösbar ausgeführt, damit
er durch unterschiedliche Schräglöcher gesteckt
werden kann. Beim Aufrollen des Windseils wird der Bolzen 55 von
der in 7 dargestellten
unteren Grundstellung in den Schrägnuten hochgezogen, bis die
Greiftraverse 4 den Werkstein 9 durch die Greifarme 43 und
eventuell durch die Längsprofile 42 fasst.
Hierdurch wird die durch das Windseil 3 übertragene
Vertikalkraft in entgegengerichtete Horizontalkräfte in die Stege 44 umgelenkt und
auf die äußeren Greifarme 43 übertragen.
Der Winkel der Schräglöcher bestimmt
das Verhältnis von
Vertikalkraft zu Horizontalkräften.
Im allgemeinen wird der Winkel zwischen den Schrägnuten und der Vertikalen ca.
30° betragen,
damit die Horizontalkräfte
etwa doppelt so groß wie
die Vertikalkräfte sind.
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An den Längsprofilen 42 verschiebbar
befestigte Führungsstäbe 46 stellen
sicher, dass sich die beiden Längsprofile 42 und
damit die Greifarme 43 beim Öffnen und Schließen der
Greiftraverse 4 nicht gegeneinander verkippen. Nur wenn
ein Verkippen und damit Ausweichen der Greifarme 43 verhindert wird,
können
Horizontalkräfte
durch die Greifarme 43 auf Werksteine ausgeübt werden.
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An der Greiftraverse 4,
vorzugsweise den Längsprofilen 42,
können
Richtstäbe 17 befestigt sein,
die das lagerichtige Absetzen der Werksteine 9 erleichtern.
Beim Absenken der Greiftraverse 4 legen sich die nach unten
abstehenden Richtstäbe 17 an der
vorher versetzten Steinschicht an. Danach kann der mit der Greiftraverse 4 vielfach
pendelnde Werkstein mit der am Bodenlager aufgetragenen Mörtelschicht
flächenbündig an
vorbestimmter Position auf der Wand abgesetzt werden. Nach dem Absetzen des
Werksteines wird die geöffnete
Greiftraverse 4 mit einem Sperrhebel 50 bis zur
Aufnahme eines weiteren Steines offen gehalten.
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Bei Ausnutzung der vollen Hubleistung
können
mit einer Greiftraverse mehrere Werksteine in einem Hub lagerichtig
versetzt werden. Die jeweils erforderliche Stellfläche für das Wandbaugerät ist durch
den Schwenkradius des Auslegers und dem angeschlossenen Werkstein
vorgegeben, womit der Einsatz des Wandbaugerätes im Wohnungs- und gewerblichen
Neubau möglich
ist. Der Arbeitsablauf zur Erstellung von geschosshohen Wänden innerhalb
einer Geschossfläche
kann von zwei Arbeitern ohne weitere Hilfsmittel durchgeführt werden.
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Eine erste Ausführungsform des Sperrhebels 50 ist
in 6 gezeigt. Der Sperrhebel 50 umfasst
einen Stab, zwei Griffe 51, die auf je einer Seite der
Greiftraverse 4 angebracht sind sowie zwei Gewindestücke 52.
Der Stab ist drehbar mit den beiden Längsprofilen 42 verbunden
und quer zu den Längsprofilen 42 angeordnet.
Durch die beiden Griffe 51 auf jeder Seite der Greiftraverse 4 kann
der Sperrhebel 50 von beiden Seiten aus bedient werden.
Durch Drehen des Sperrhebels werden die Gewindestücke 52 zwischen
die Längsprofile 42 gebracht,
so dass die Gewindestücke 52 die
Längsprofile 42 auseinander
drücken
und somit die Greiftraverse 4 offen halten.
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Eine zweite Ausführungsform der Greiftraverse 4 ist
in 10 und 11 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform
sind Arme 102 über Ösen 101 an den
Längsträgern 42 drehbar
befestigt. Beide Arme 102 sind über einen Bolzen 103 drehbar
miteinander und mit einem Aufhänger 107 verbunden.
Am Aufhänger 107 ist
wiederum das Windseil 3 befestigt. In 10 liegt die Greiftraverse offen auf
dem Werkstein oder den Werksteinen 9 auf. Wenn die Seilwinde 16 beginnt,
das Windseil 3 nach oben zu ziehen, schließt sich
die Greiftraverse 4 zunächst
unter ihrem Eigengewicht und beginnt über die Greifarme 43 Horizontalkräfte auf
den Werkstein 9 auszuüben,
so dass die Greiftraverse 4 den Werkstein 9 schließlich anhebt.
Wie bei der im Zusammenhang mit den 5 bis 9 erläuterten Ausführungsform
der Greiftraverse 4 sind auch bei dieser Ausführungsform
die Horizontalkräfte
um so größer, je
schwerer der Werkstein 9 ist. Auch bei dieser Ausführungsform
sind Führungsstäbe 46 vorgesehen,
die ein Verkippen der Längsprofile 42 beim
Schließen
der Greiftraverse 4 verhindern. Auch bei dieser Ausführungsform
können
die in 9 gezeigten Richtstäbe 17 Verwendung
finden. Die Arme 102 können
lösbar
miteinander und mit den Ösen 101 verbunden
sein. So können
Arme 102 mit unterschiedlicher Länge eingesetzt werden, um die
Greiftraverse 4 an unterschiedliche Werksteinbreiten 9 anzupassen.
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Eine dritte Ausführungsform der Greiftraverse
ist in 12 dargestellt.
Bei dieser Ausführungsform
sind die Arme 112 und 113 fest mit den Längsprofilen 42 verbunden.
Beim Schließen
der Greiftraverse verkippen also die Längsprofile 42 und üben zusammen
mit den Greifarmen 43 Horizontalkräfte auf den Werkstein 9 aus,
um diesen anheben zu können.
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13 zeigt
eine weitere Ausführungsform des
Sperrhebels 50. An Stelle der beiden Gewindestücke 52 ist
bei dieser Ausführungsform
ein Verschlussteil 122 vorgesehen. Auch bei dieser Ausführungsform
kann der Sperrhebel 50 zusammen mit dem Verschlussteil 122 durch
Griffe 51 gedreht werden. Befindet sich die Greiftraverse
in ihrer offenen Stellung, befinden sich also die Bolzen auf 55,103 oder
114 – je
nach Ausführungsform – in ihrer
unteren Positionen, also nahe bei einem Werkstein 9, so
können
die Bolzen durch Verschlussteil 122 in dieser Stellung
fixiert und damit die Greiftraverse offen gehalten werden. Wird
die Greiftraverse so durch das Windseil 3 angehoben, so
nimmt sie einen darunter liegenden Werkstein 9 nicht mit.
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Eine dritte Ausführungsform des Sperrhebels
ist in 14 dargestellt:
am Anschlussgelenk 45 werden ein oder zwei Sperrhebel 131 beweglich
angeschlossen, an dessen äußerem Ende
eine Querlasche 132 nach unten vorsteht und auf dem Quersteg 44 aufliegt.
Beim Absenken des Windenseils 3 und Teil 45 wird
der schräg
liegenede Sperrhebel 131 auf dem Teil 44 nach
außen
geschoben und rastet in die Quernut 133 von Teil 44 ein,
womit die Traverse geöffnet
bleibt. Diese Stellung ist in 14 dargestellt. Beim
Anziehen des Windseils 3 bleibt die Traverse offen, das
Gewicht der Traverse wird von Teil 44 über den Sperrhebel 131 zu
Anschlussgelenk 45 und Windseil 3 weitergeleitet.
Vor Aufnahme eines weiteren Werksteines wird der Sperrhebel nach
oben ausgestellt, womit die Greiftraverse 4 für eine weitere Lastaufnahme
geschlossen werden kann. In einer Ausführungsform kann lediglich ein
Sperrhebel 131 vorgesehen sein, wie dies in 14 dargestellt ist. In einer
anderen Ausführungsform
können
zwei in etwa symmetrisch zum Gewindeseil 3 und Anschlussgelenk 45 angeordnete
Sperrhebel 31 mit Querlaschen 132 und Quernuten 133 vorgesehen
sein.
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Vorteilhaft an der dritten Ausführungsform des
Sperrhebels ist, dass er beim Absetzen der Werksteine 9 auf
dem Mörtelbett
und dem Öffnen
der Greiftraverse selbständig
wirksam wird und die Greiftraverse offen hält. Der Wandbauer steht nämlich beim
Absetzen der Werksteine auf dem Sockel und muss mit Bedienstab 10 die
Greiftraverse mit Werksteinen bis zum 200 kg
maßgenau
in die Einbauposition bringen. Unter diesen Umständen ist es vorteilhaft, wenn
sich der Wandbauer nicht um das Verriegeln des Sperrhebels 50 kümmern muss.
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Zur schubfesten Verbindung von senkrecht aufeinander
stehenden Wänden
müssen
in den Mörtelfugen
Verbindungsstäbe
eingeschoben werden. Hierzu ist es erforderlich, dass im oberen
Bereich der Wände
ein Mann mit Werkzeugen zu diesen Stellen kommt, um dort die Stäbe in die
Fugen einzuchlagen. Hierzu ist eine Leiter erforderlich. Um eine
Leiter standsicher auf den Sockel ohne Berührung mit der frischen, noch
instabilen Wand stellen zu können, werden
an mehreren Stellen des Sockels Rohrstutzen 20 aufgesetzt
oder in den Rahmen des Sockels eingelassen, worin die Leiter unverschieblich
gelagert werden kann. Mit Hilfe dieser Leiter können auch Störungen an
der hochhängenden
Greiftraverse behoben werden.
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In einer weiteren Ausführungsform
ist ein Servomotor zum Drehen des Mastes 19 mit Ausleger 5 in
Fußlager 13 vorgesehen,
der beispielsweise vom Bedienelement 18 aus gesteuert werden
kann. Ferner können
in weiteren Ausführungsformen
magnetgesteuerte Bolzen zum Offenhalten der Greiftraverse und/oder
eine von einem Elektromotor angetriebene Gewindespindel zum Öffnen der
Greiftraverse vorgesehen sein. Die Gewindespindel wird vorzugsweise mit
einem der in 7 bis 12 dargestellten Schließmechanismen
für die
Greiftraverse kombiniert, so dass die Gewindespindel relativ schwach
ausgelegt werden kann, weil sie lediglich einen Teil der zum Festhalten
eines Werksteins erforderliche Kraft oder die zum Öffnen der
Greiftraverse erforderliche Kraft aufnehmen muss. Die Gewindespindel
kann einen der Führungsstäbe 46 in
der Nähe
der Querstege 44 ersetzen. In einer anderen Ausführungsform
können auch
mehrere Führungsstäbe 46 durch
Elektromotor getriebene Gewindespindeln ersetzt werden. Werden mehrere
Gewindespindeln verwendet, so werden diese in etwa symmetrisch zum
Windseil 3 und zu Querstegen 44 angeordnet. Darüber hinaus
kann ein Servomotor zum Antrieb der Kurbel 15 vorgesehen
sein. Alle Servomotoren können
vom Bedienelement 18 aus gesteuert werden.
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Für
die Umstellung des Wandbaugerätes
auf eine andere Baustelle wird das Stromkabel getrennt, die Greiftraverse
vom Zugseil abgekoppelt, der Ausleger umgelegt u. arretiert und
das Gerät
mit dem Baukran auf einen Leicht-LKW ausgehoben. Die Aufstellung
erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Nach Justierung und Vierpunktlagerung
steht das Gerät zum
erneuten Einsatz bereit.
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Die Erfindung wurde zuvor anhand
von bevorzugten Ausführungsformen
näher erläutert. Für einen
Fachmann ist jedoch offensichtlich, dass verschiedene Abwandlungen
und Modifikationen gemacht werden können, ohne vom Geist der Erfindung abzuweichen.
Deshalb wird der Schutzbereich durch die nachfolgenden Ansprüche und
ihre Äquivalente festgelegt.
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- 1
- Bodenfläche
- 2
- Hubvorrichtung
- 3
- Windseil
- 4
- Greiftraverse
- 5
- Ausleger
- 6
- Sockel
- 7
- Abdeckung
- 8
- Gewindespindeln
- 9
- Werksteine
- 10
- Bedienstab
- 11
- Räder
- 12
- Räder
- 13
- Fußlager
- 14
- fliegende
Rolle
- 15
- Kurbel
mit Gewindespindel
- 16
- Seilwinde
- 17
- Richtstäbe
- 18
- Bedienelement
- 19
- Mast
- 20
- Rohrstutzen
- 21
- Ringlager
- 22
- Gegengewicht
- 23,24
- Achsen
- 25
- Windseilführung
- 26
- Lager
- 27
- Gelenk
- 31
- Pendelhebel
- 34
- Umreifung
- 35
- Bügel
- 36
- Greifer
(1. Stellung)
- 37
- Greifer
(2. Stellung)
- 39
- Perforierung
- 42
- Längsprofile
- 43
- Greifarme
- 44
- Querstege
- 45
- Anschlussgelenk
- 46
- Führungsstäbe
- 47
- Verbindungsstücke
- 50
- Sperrhebel
- 51
- Griffe
- 52
- Gewindestücke
- 53,
54
- Schrägloch
- 55
- Bolzen
- 56,
57
- weitere
Schräglöcher
- 101
- Ösen
- 102
- Arm
- 103
- Bolzen
- 107
- Aufhänger
- 112,113
- Arme
- 114
- Bolzen
- 122
- Verschlussteil
- 131
- Sperrhebel
- 132
- Querlasche
- 133
- Quernut