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Hilfskraftangetriebene Typenradschreibmaschine Die Erfindung bezieht
sich auf eine Typendruckv orrichtung für eine automatische Schreibmaschine.
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Die Hauptaufgabe der Erfindung besteht darin, eine automatische Schreibmaschine
zu schaffen, deren Konstruktion einfach und deren Leistung zuverlassig ist.
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Eine andere Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer automatischen
Schreibmaschine, die in einfacher Weise durch einen an sich bekannten Mechanismus
zum Ablesen eines Aufzeichnun gsträgers gesteuert werden kann.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung bezieht sich auf eine automatische
Schreibmaschine mit niedrigen Herstellungskosten.
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:Noch eine weitere Aufgabe der Erfindung betrifft eine Schreibmaschine
von großer Zuverlässigkeit im Betrieb.
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Zur Lösung der obigen Aufgaben wird ein radartiger Typenkopf verwendet,
dessen hervortretende Typenelemente auf einer wendelförmigen Bahn angeordnet sind.
Wenn der Typenkopf in Umdrehung versetzt wird, so läuft jedes Typenelement an einer
jeden aus einer Vielzahl voneinander getrennten Stellen an dem Papier vorbei, und
es kann ein Druckvorgang an einer jeden dieser Stellen durch Betätigen eines Druckhammers
im Augenblick des Vorbeilaufens des gewünschten Buchstabens erfolgen. Weitere Einzelheiten
werden im Laufe der folgenden Beschreibung näher erläutert werden.
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Es ist eine Anordnung von Typen bekannt, bei der die Typen auf einer
Druckwalze in Form einer Anzahl paralleler Ringe angebracht sind. Dabei werden die
Typen durch Tastendruck auf das zu druckende ich en eingestellt und auf der Papierwalze
zum Anschlag gebracht. Es sind also Bewegungen der Druckwalze mit wenigstens zwei
Freiheitsgraden, nämlich längs der Achse der Walze und längs des Umfanges der Walze,
erforderlich, um das gewählte Zeichen zum Anschlag zu bringen. Dies macht eine komplizierte
Mechanik nötig. Bei der Erfindung genügt dagegen eine Umdrehung des radartigen Typenkopfes.
uni das Zeichen an seinen Ort zu bringen.
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In den Zeichnungen zeigt in schematischer Darstellung Fig. 1 eine
Seitenansicht von Teilen der Maschine, Fig. 2 eine Ansicht der Maschine gemäß Fig.
1 von oben und Fig.3 eine Ansicht einer geometrischen Abwicklung des Typenkopfes
10.
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Der Typenkopf 10 (Fig. 1) bewegt sich relativ zu dem Farbband 11,
welches von einer Vorratsspule 12 über eine Führung 13, dann am Typenkopf 10 vorbei
über eine weitere Führung 14 und zu einer Aufnahmespule 15 verläuft. In der üblichen
Weise wird auch das Papierblatt 16 an dem Typenkopf 10 vorbeigeführt. Ein Druckhammer
19 wird durch die Rückzugfeder 23 gegen die Anschläge 20 gedrückt. Die Magnetspule
21 vermag die Zugspannung der Feder 23 unter 1lit-,virkung des Ankers 22 zu überwinden
und den Druckliammer 19 kräftig gegen das Papierblatt 16 zu schleudern. Hierdurch
wird das Farbband 11 fest gegen eines der Typenelemente auf dein Typenkopf 10 angedrückt
und ein Abdruck an der Stelle dieses Typenelements auf dem Papierblatt bewirkt.
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Der Typenkopf 10 ist mit der Welle 26 fest verbunden und kann mit
dieser zusammen in Umdrehung versetzt werden. Die Welle 26 weist ein Gewinde 27
auf, mit dem eine Halbmutter 28 im Eingriff steht. Wenn sich die Halbmutter 28 in
ihrer normalen, in der Fig. 2 gezeigten Stellung befindet, so verschiebt sie die
Welle 26 bei einer Umdrehung derselben durch das Getrieberad 24 in seitlicher Richtung.
Letzteres greift in eine Längsnut der Welle 26 ein, so daß die Welle in Umdrehung
versetzt wird, sich aber frei durch das Zahnrad 24 hindurch bewegen kann. Die Steigung
des Gewindes 27 ist derart, daß der Typenkopf 10 bei jeder Umdrehung sich seitlich
um einen Abstand zwischen zwei parallelen, auf dem Stab 26 senkrecht stehenden und
durch die einander gegenüberliegenden Enden der auf einer ZS'@nri@llinie angeordneten
Reihe von Druckzeichen gehenden Ebenen verschiebt, z. B. in diesem besonderen Fall
den durch die Buchstaben >>A« und »Z« gehenden Ebenen. Wenn also der Typenkopf 10
seine Bewegung am linken
Ende des Gerätes beginnt und sich gleichförmig
nach dem rechten Ende desselben bewegt, so läuft jedes Zeichen des Typenkopfes 10
an jeder von einer Vielzahl getrennter Stellen an dem Papierblatt 16 vorbei. Das
Papierblatt bleibt während de` Bescliriftens einer Zeile in Ruhe. An jeder dieser
Stellen kann in Zeilenrichtung ein Typenanschlag durch Erregung der Spule 21 beim
Durchgang des richtigen Druckzeich,:ns an der gewünschten Stelle erfolgen.
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Am rechten Ende der Welle 26 befindet :ich ein Lager 25, das bei der
Bewegung der Welle 26 nach rechts oder nach links mitgenommen wird. l)as Lager 25
ist mit einem Wagen 36 gekuppelt, der seinerseits den Elektromagneten 37, die Spule
21 und den Druckhammer 19 trägt. Hieraus ergibt sich, daß der Druckhammer 19 stets
dem wendelförmigen Typenkopf 10 gegenübersteht.
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Das Papierblatt 16 wird am Ende der Beschriftung einer Zeile um den
Abstand einer Zeile nach oben transportiert. Die zur Ausführung dieser Maßnahme
erforderlichen Mittel sind allgemein bekannt, bilden keinen Teil der Erfindung und
sind daher nicht im einzelnen erläutert.
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Eine Papierführungsvorrichtung 38 mit einem Kettenzahnrad wird in
der Fig. 1 gezeigt, welche eine schrittweise Verschiebung des am Rande perforierten
Papierblattes am Ende jeder Zeile nach oben bewirkt.
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Wenn angenommen wird, daß die Beschriftung von links nach rechts erfolgt,
so befindet sich der Typenkopf 10 beim Beginn einer Zeile am linken Ende des Papierblattes
16 (Fig. 2). Bei einer Drehung der Welle 26 drückt das Gewinde 27 in Verbindung
mit der Halbmutter 28 die Welfe 26 nach rechts. wobei der Typenkopf 10 und der Wagen
36 mitgenomni2 n werden. Der Typenkopf beginnt mit seinem einen Ende 39, etwa mit
dem Buchstaben »A«, und niaclit eine erste vollständige Umdrehung. @@'ährend dieser
Umdrehung läuft jedes Typenzeichen an dem Kopf 10 an derselben Stelle des Papierblattes
16, dem Druckpunkt, vorbei. Dies ist in der Tat so. weil die Steigung der Schnecke
in solcher Beziehung zu der Steigung des Gewindes 27 steht. daß dieses Ergebnis
erhalten wird. Während der ersten vollständigen Umdrehung wird ein Impuls in einem
solchen Zeitpunkt von dem Aufzeichnungsträger 30 durch :in sich bekannte Aufnahmemittel
32 abgenommen, claß der zu druckende Buchstabe auf dem Typenkopf 10 in die richtige
Druckstellung auf das Papierblatt gelangt.
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Nachdem der Typenkopf 10 eine Umdrehung ausgeführt hat, bewegt sich
das vordere Ende 39 des Typenkopfes 10 vor eine neue. danebenlieende Stelle des
Papierblattes 16. welche gegenüber der ersten Stelle nach rechts um einen Abstand
verschoben ist. der gleich dem Abstand zweier paralleler Ebenen durch die einander
gegenüberliegenden Enden dei- auf der Wendellinie angeordneten Buchstabenreibe oder
gleich dem bei Schreibmaschinen bekannten @clialtschritt ist. Jeder Buchstabe (Ziffer,
Zeichen) des Typenkopfes 10 läuft an dieser zweiten Stelle (Druckpunkt) vorbei,
und der gewünschte Buchstabe usw. wird an dieser Stelle gedruckt, wenn wiederum
ein von dem Aufnahmekopf 32 empfangener Impuls die Spule 21 während dieser zweiten
Umdrehung erregt.
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Das Band 30, das von der Form irgendeines bekannten Aufzeichnungsbande,
sein kann, z. B. ein Magnetband oder ein gelochtes Papierband, weist zwei Aufzeichnungsspuren
auf. Die beiden Abnahmeköpfe-31 und 32 tasten die in den zwei Spuren gespeicherten
Signale ab. Der Abnahmekopf 31 liefert Signale an den Svnclironmotor 33. so daß
(lie,er den Typenkopf 10 über die Zahnräder 29 und 24 mit einer Geschwindigkeit
antreibt, die durch die Frequenz der Signale der oberen Spur des Bandes 30 bestimmt
ist. Der Abnahmekopf 31 kann einen Verstärker enthalten oder es kann ein. besonderer
Verstärker in dem Motorstromkreis liegen. Die untere Spur des Bande: 30 trägt die
zu druckende Aufzeichnung, und der Abnahmekopf 32 speist daher die Spule 21 in dem
gewünschten Augenblick, so daß der Anschlag des ausgewählten Buchstabens u. ä. an
der richtigen Stelle erfolgt. wo ein Abdruck stattfinden soll.
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Wenn z. B. der Buchstabe »A« an der fünften Stelle vom linken Rand
des Blattes 16 gedruckt «erden soll, so gibt der Abnahmekopf 32 beim Durchgang des
Typenelementes »A« auf dein Typenkopf 10 an der fünften Stelle einen Impuls an die
Spule 21, erregt diese und läßt sie damit den Anker 22 anziehen und den Druckhammer
19 gegen das Papierblatt 16 schleudern. Da, Papier wird dabei auf Urrund der Tatsache
beschriftet, daß es gegen das Farbband -edrückt wird, welches seinerseits gegen
das Typenelement »A« des Kopfes 10 gedrückt wird.
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Die beiden Aufzeichnungsspuren auf dein Band 30 sind synchronisiert:
in dieser Hinsicht wird 1x--merkt. daß die obere Spur daran gebunden sein muß, den
Typenkopf 10 in eine vorgegebene Stellung zu bringen, wenn ein ausgeprägter Impuls
auf der unteren Spur erscheint. Wie dies im einzelnen erfolgt, ist als bekannt anzunehmen
und nicht Gegenstand der Erfindung. So können z. B. die die Buchstaben darstellenden
Impulse Einzeliinptilse sein, die von dein Abnahmekopf 32 aufgenommen und dein Filter
40 zugeführt «-erden, «-elches diese Impulse zur Spule 21 durchläßt. Es kann ein
Verstärker 41 vorgesehen werden. wenn dieser nicht schon in dein Abnahmekopf 32
enthalten ist. Am Ende jeder vollständigen Zeile lc:inn darüber hinaus das Band
einen Hochfrequenzimpuls aufweisen. der von dein Filter 40 nicht. dagegen von dein
Filter42 ohne weiteres durchgelassen wird: das letzte ist so ausgeführt, daß es
die von dem Filter 40 durchgelassenen Impulse abweist. Die Hochfrequenzimpulse werden.
wenn nötig, in dem Verstärker 43 verstärkt. Diese Impulse fließen nun zti der Spule
44 des Elektromagneten 45 und bringen den Anher 46 dazu, die Halbmutter 28 vom Gewinde
27 abzuhelfen. Dies ermöglicht es der Feder 47, den Wagen 36 mit der Welle 26 unvermittelt
nach links zu ziehen und damit die Druckvorrichtung für den Beginn einer neuen Zeile
bereit zu machen. Die Ausgangsspaiintuirg des Verstärkers 43 kann außerdem die Vorrichtung
38 für den Papiernachschub het@:tigen und das Papierblatt 16 in eine neue Zeile
rück,-n. Sobald der Nochfrequenzimpuls auf dein Band 30 beendet ist. bringt die
Feder 48 die 1-Ialliinutter 28 wieder ii. Eingriflmit dein Gewinde 27, und die :Maschine
ist dann bereit, mit dein Schreiben einer neuen Zeile zu beginnen. Es sei bemerkt,
daß (las Ende des 1-Tociifredtienzimptilses zeitlich hinreichend genau gegenüber
den Signalen in der olleren Spur des Bandes 30 festgelegt .ein muß: dies bietet
technisch keinerlei Schwierigkeiten.