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DE10226492A1 - Axialkolbenmaschine mit verstellbarem Kolbenhub - Google Patents

Axialkolbenmaschine mit verstellbarem Kolbenhub Download PDF

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DE10226492A1
DE10226492A1 DE2002126492 DE10226492A DE10226492A1 DE 10226492 A1 DE10226492 A1 DE 10226492A1 DE 2002126492 DE2002126492 DE 2002126492 DE 10226492 A DE10226492 A DE 10226492A DE 10226492 A1 DE10226492 A1 DE 10226492A1
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Robert Bosch GmbH
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    • F04B1/00Multi-cylinder machines or pumps characterised by number or arrangement of cylinders
    • F04B1/12Multi-cylinder machines or pumps characterised by number or arrangement of cylinders having cylinder axes coaxial with, or parallel or inclined to, main shaft axis
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    • F04B1/29Control of machines or pumps with stationary cylinders by varying the relative positions of a swash plate and a cylinder block
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Abstract

Es wird eine Axialkolbenmaschine, insbesondere eine Axialkolbenpumpe oder ein Axialkolbenhydromotor, beschrieben, deren Fördermenge bei konstanter Drehzahl zwischen 0% und 100% stufenlos regelbar ist und die für höchste Drücke, wie sie beispielsweise in Kraftstoffeinspritzsystemen von Brennkraftmaschinen gefordert werden, einsetzbar ist.

Description

  • Stand der Technik
  • Die Erfindung betrifft eine Axialkolbenmaschine, insbesondere eine Axialkolbenpumpe oder einen Axialkolbenhydromotor, mit einem Gehäuse, mit einer im Gehäuse gelagerten Antriebswelle, mit mindestens einem Pumpenelement, wobei das mindestens eine Pumpenelement von der Antriebswelle betätigt wird und je eine Saugseite und eine Hochdruckseite aufweist, und wobei eine Drehachse der Antriebswelle und eine Längsachse des mindestens einen Pumpenelements parallel verlaufen.
  • Solche Axialkolbenmaschinen sind entweder als Hydromotoren oder als hydraulische Pumpen seit langem bekannt. Nachteilig an diesen Axialkolbenmaschinen ist, dass ihre Fördermenge im Pumpenbetrieb nur durch eine Änderung der Drehzahl geregelt werden kann. Bei vielen Anwendungen, wie z. B. als Einspritzpumpe eines Kraftstoffeinspritzsystems für Brennkraftmaschinen – ist jedoch die Antriebsdrehzahl vorgegeben, so dass sich die Fördermenge nicht regeln lässt. Um diesen Nachteil auszugleichen, ist es aus der DE 195 30 507 A1 bekannt, den Kolbenhub der Pumpenelemente konstant zu lassen und in den Zylindern eine Überströmöffnung vorzusehen. Über eine verschiebbare Hülse kann die Überströmöffnung auf- oder zugesteuert werden, so dass eine Regelung der Fördermenge bei konstanter Drehzahl möglich wird.
  • Aus der DE 195 23 282 A1 ist es bekannt, eine Taumelscheibe, welche von der Antriebswelle angetrieben wird, schwenkbar auszugestalten, so dass der Kolbenhub verändert werden kann und somit die Fördermenge der Axialkolbenpumpe bei konstanter Drehzahl einstellbar ist. Diese Konstruktion ist sehr aufwendig und ist für größte Förderhöhen von bis zu 2000 bar nur bedingt geeignet.
  • Erfindungsgemäß wird bei einer Axialkolbenmaschine, insbesondere einer Axialkolbenpumpe oder einem Axialkolbenhydromotor, mit einem Gehäuse, mit einer im Gehäuse gelagerten Antriebswelle, mit mindestens einem Pumpenelement, wobei das mindestens eine Pumpenelement von der Antriebswelle betätigt wird und je eine Saugseite und eine Hochdruckseite aufweist, die Fördermenge bei konstanter Drehzahl dadurch einstellbar, dass je Pumpenelement ein drehbar gelagerter Umlenkhebel vorgesehen ist, dass der Umlenkhebel eine zu seiner Drehachse und einer Längsachse des zugehörigen Pumpenelements um einen Winkel α kleiner 90° geneigte Steuerfläche aufweist, dass die Antriebswelle einen exzentrischen Abschnitt aufweist, dass der exzentrische Abschnitt den Umlenkhebel in eine oszillierende Bewegung versetzt, und dass die Steuerfläche das mindestens eine Pumpenelement betätigt.
  • Vorteile der Erfindung
  • Bei dieser Axialkolbenmaschine wird die Umlenkung der Drehbewegung der Antriebswelle in eine oszillierende Bewegung auf eine einfache und extrem belastbare Weise vorgenommen. Durch einfaches Austauschen der Umlenkhebel kann der Förderhub der Pumpenelemente eingestellt werden, ohne dass weitere Änderungen an der Axialkolbenmaschine erforderlich wären. Dies bedeutet, dass die erfindungsgemäße Axialkolbenpumpe auf einfachste Weise an unterschiedlichste Anforderungen hinsichtlich Fördermenge und Förderhöhe adaptiert werden kann. Die erfindungsgemäße Umlenkung der Drehbewegung der Antriebswelle in eine oszillierende Bewegung zum Antrieb des oder der Pumpenelemente ist sehr einfach im Aufbau und äußerst robust, so dass auch große Förderhöhen, wie sie beispielsweise bei Kraftstoffeinspritzsystemen erforderlich sind, mit der erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschine ohne weiteres bereitgestellt werden können.
  • Bei einer besonders kompakt bauenden und einfach herzustellenden Ausführungsform der erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschineverlaufen die Drehachse der Antriebswelle und die Längsachse des mindestens einen Pumpenelements parallel verlaufen und verläuft die Drehachse des Umlenkhebels parallel zu der Drehachse der Antriebswelle.
  • Bei einer weiteren Ergänzung der Erfindung ist vorgesehen, dass der oder die Umlenkhebel auf einem konzentrisch zur Längsachse der Antriebswelle angeordneten Verstellring drehbar gelagert sind, und dass der Verstellring relativ zu dem mindestens einen Pumpenelement verdrehbar ist. Dadurch kann bei konstanter Drehzahl die Fördermenge der erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschine über einen weiten Bereich eingestellt werden, indem der Verstellring relativ zu dem mindestens einen Pumpenelement verdreht wird. Diese Art der Fördermengenregulierung zeichnet sich durch eine sehr einfache Geometrie aus. Sie ist, da die Kraftübertragung zwischen dem exzentrischen Abschnitt der Antriebswelle und dem Umlenkhebel einerseits sowie dem Umlenkhebel und dem Pumpenelement andererseits linienförmig oder sogar flächig erfolgt, sehr belastbar.
  • Der Verstellring kann ohne Probleme in dem Gehäuse mittels eines Gleit- oder Wälzlagers gelagert werden, so dass auch diese Lagerung extrem belastbar ist und eine hohe Lebensdauer hat. Durch das Verdrehen des Verstellrings kann die Fördermengenregelung kontinuierlich und über einen weiten Verstellbereich erfolgen.
  • Wenn die Längsachse des mindestens einen Pumpenelements und die Drehachse des mindestens einen Umlenkhebels den gleichen radialen Abstand von der Längsachse der Antriebswelle haben, kann eine Nullförderung eingestellt werden, wenn der Verstellring so weit verdreht wird, bis die Drehachse der Lagerung der Umlenkhebel und die Längsachse des mindestens einen Pumpenelements zur Deckung gelangen. Dies bedeutet, dass in dieser Position des Vertellrings die Pumpenelemente keinen Hub haben und somit auch nicht fördern. Somit kann die erfindungsgemäße Axialkolbenmaschine, wenn sie nicht benötigt wird, leer mitlaufen, ohne nennenswerte Reibungs- oder Dissipationsverluste zu erzeugen.
  • Bei einer einfach herzustellenden und trotzdem sehr belastbaren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschine sind die Steuerflächen der Umlenkhebel als ebene Fläche ausgebildet.
  • Die Belastbarkeit der erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschine und deren Lebensdauer werden weiter gesteigert, wenn die Steuerfläche des mindestens einen Umlenkhebels als Fläche eines Zylinders ausgebildet ist, wenn die Längsachse des Zylinders um einen Winkel α kleiner 90° zur Längsachse der Antriebswelle geneigt ist und wenn die Längsachse des Zylinders und die Längsachse der Antriebswelle sich schneiden. Bei dieser Geometrie der Steuerfläche ist es möglich, dass unabhängig von der Stellung des Verstellrings und der radialen Lage des Umlenkhebels stets ein flächiger Kontakt zwischen dem Pumpenelement und dem Umlenkhebel vorhanden ist, so dass die Kräfte zwischen Umlenkhebel und Pumpenelementen auch bei höchsten Drücken nur eine vergleichsweise niedrige Beanspruchung der Reibpaarung zwischen Steuerfläche und Pumpenelement verursachen.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass jedes Pumpenelement einen Kolben, eine Zylinderbohrung und einen Zylinderkopf aufweist, dass der Kolben in der Zylinderbohrung oszilliert und einen Förderraum begrenzt, dass auf der Saugseite ein erstes Rückschlagventil angeordnet ist und dass auf der Hochdruckseite in zweites Rückschlagventil angeordnet ist. Zur weiteren Erhöhung der zulässigen Förderhöhe und der Lebensdauer ist vorgesehen, dass der Kolben des mindestens einen Pumpenelements einen mit der Steuerfläche zusammenwirkenden Gleitschuh aufweist. Dies ist besonders einfach und wirkungsvoll möglich, wenn die Steuerfläche die zuvor beschriebene Geometrie in Form eines Zylinders aufweist, da dann die flächige Verbindung zwischen Gleitschuh und Steuerfläche in allen Positionen des Verstellrings gewährleistet ist.
  • Um die beim Verstellen des Verstellrings auftretenden Winkeländerungen zwischen dem Gleitschuh und der Steuerfläche ausgleichen zu können, ist erfindungsgemäß weiter vorgesehen, dass der Gleitschuh mittels eines Kugelgelenks an dem Kolben befestigt ist.
  • Bei der erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschine hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn das erste Rückschlagventil in dem Kolben angeordnet ist, da sich dadurch eine sehr kompakte Bauweise ergibt und eine Förderung des aus einem Kraftstofftank angesaugten Kraftstoffs durch den erfindungsgemäßen Umlenkmechanismus zu den Pumpenelementen stattfindet. Dadurch ist gewährleistet, dass der erfindungsgemäße Umlenkmechanismus stets mit kühlem und frischem Kraftstoff geschmiert wird, was dessen Lebensdauer weiter erhöht.
  • Um stets sicherzustellen, dass die Umlenkhebel an dem exzentrischen Abschnitt der Antriebswelle anliegen, kann eine Anlegeinrichtung vorgesehen sein, welche die Umlenkhebel gegen den exzentrischen Abschnitt der Antriebswelle drückt.
  • Dabei ist es möglich, dass die Antriebsdrückeinrichtung als Federring, der konzentrisch zur Antriebswelle angeordnet ist, oder als Blattfeder oder als Spiralfeder ausgebildet ist.
  • Um die von den Pumpenelementen auf den Umlenkhebel gemäß den in der Längsachse der Pumpenelemente vorhandenen Kräfte bestmöglich aufnehmen zu können, ist vorgesehen, dass zwischen Umlenkhebel und Verstellring ein Gleitlager oder ein Wälzlager ausgebildet ist.
  • Die Belastbarkeit der Antriebswelle wird weiter verbessert, wenn auf den exzentrischen Abschnitt ein Ring drehbar gelagert ist und die Umlenkhebel über den Ring in eine oszillierende Bewegung versetzt werden.
  • Es ist besonders vorteilhaft, wenn der Ring durch ein Wälzlager auf dem exzentrischen Abschnitt drehbar gelagert ist, da diese Art der Lagerung sehr belastbar ist und nur geringe Anforderungen an die Schmierung hat. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn der Ring gleichzeitig der Außenring eines handelsüblichen Wälzlagers ist.
  • Die erfindungsgemäße Axialkolbenpumpe ist besonders geeignet als Hochdruckpumpe für ein Kraftstoffeinspritzsystem, insbesondere für ein Kraftstoff-Einspritzsystem mit Common-Rail, für Brennkraftmaschinen.
  • Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Zeichnung und deren Beschreibung entnehmbar.
  • Zeichnung
  • Es zeigen:
    • 1: einen Längsschnitt eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschine;
    • 2: einen Schnitt entlang der Linie A-A durch das Ausführungsbeispiel in einer ersten Position des Verstellrings; und
    • 3: einen Schnitt entlang der Linie A-A in einer zweiten Position des Verstellrings.
  • Beschreibung des Ausführungsbeispiels
  • 1 zeigt einen Längsschnitt durch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschine. Diese Axialkolbenmaschine kann beispielsweise als Kraftstoffhochdruckpumpe für ein Kraftstoffeinspritzsystem von Brennkraftmaschinen eingesetzt werden. Sie kann aber auch als Hydromotor mit variablem Kolbenhub eingesetzt werden. Im Folgenden wird stets von einer Verwendung als Pumpe ausgegangen, ohne dass die Erfindung auf diese Verwendung beschränkt sein soll. Die Verwendung der erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschine als Hydromotor liegt in Kenntnis der nachfolgend exemplarisch beschriebenen Arbeitsweise einer erfindungsgemäßen Axialkolbenpumpe auf der Hand, so dass sie keiner näheren Erläuterung bedürfen.
  • In 1 ist ein Gehäuse 1 mit mehreren Pumpenelementen 3, von denen in 1 nur eines sichtbar ist, dargestellt. Das Pumpenelement 3 besteht aus einer Zylinderbohrung 5, in der ein Kolben 7 oszilliert. Der Kolben 7 ist in 1 im Teilschnitt dargestellt. Der Kolben 7 begrenzt zusammen mit der Zylinderbohrung 5 einen Förderraum 9. Im Kolben 7 ist ein erstes Rückschlagventil 11 angeordnet, welches den Förderraum 9 hydraulisch von einer Saugseite 13 des Pumpenelements 3 trennen kann. Ein zweites Rückschlagventil 15 trennt den Förderraum 9 während des Saughubs des Kolbens 7 von einem Hochdruckkanal, nachfolgend als Druckseite 17 bezeichnet. Die Druckseite 17 steht mit einem nicht dargestellten Hochdruckanschluss der erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschine in Verbindung.
  • Im Gehäuse 1 ist eine Antriebswelle 19 drehbar gelagert, wobei die Antriebswelle 19 einen exzentrischen Abschnitt 21 aufweist. Auf dem exzentrischen Abschnitt 21 ist ein Wälzlager 23 montiert, an dessen Außenring 25 ein drehbar gelagerter Umlenkhebel 27 anliegt. Die Lagerung des Umlenkhebels 27 ist in 2, welche einen Schnitt entlang der Linie A-A in 1 darstellt, deutlich zu erkennen. Der Drehpunkt bzw. die Drehachse, um die der Umlenkhebel 27 drehbar ist, ist in 2 mit 29 bezeichnet.
  • Die Drehachse 29 des Umlenkhebels 27 dreht sich nicht mit der Antriebswelle 19, so dass der exzentrische Abschnitt 21 der Antriebswelle 19 bzw. der Außenring 25 bei einer Umdrehung den Umlenkhebel 27 in eine oszillierende Bewegung in Richtung eines in 2 dargestellten Doppelpfeils 31 versetzt. In 1 ist dieser Doppelpfeil 31 ebenfalls dargestellt.
  • Wenn man nun wieder 1 betrachtet wird deutlich, dass durch die oszillierende Bewegung des Umlenkhebels 27, angedeutet durch den Doppelpfeil 31, der Kolben 7 ebenfalls in eine oszillierende Bewegung in Richtung seiner Längsachse versetzt wird. Dies geschieht dadurch, dass auf einer Steuerfläche 33 des Umlenkhebels 27 ein Gleitschuh 35 aufliegt, der über einen Kugelkopf 37 am Kolben 7 des Pumpenelements 3 befestigt ist. Im Kolben 7 ist eine Druckfeder 39 vorgesehen, welche sich einenends gegen den Kolben 7 und anderenends gegen das Gehäuse 1 abstützt, so dass sich der Kolben 7 bzw. der Gleitschuh 35 stets in Anlage mit der Steuerfläche 33 des Umlenkhebels 27 befindet.
  • Anhand der 2 und 3 soll nun die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Fördermengensteuerung näher erläutert werden. Bei dem in den 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel sind drei Pumpenelemente 3 vorhanden, von denen in 1 nur eines dargestellt ist. Diese Pumpenelemente sind um 120° zueinander versetzt angeordnet. In den 2 und 3 ist von den Pumpenelementen 3 nur jeweils ein Schnitt durch den Kugelkopf 37 sowie eine Ansicht von oben des Gleitschuhs 35 sichtbar.
  • Die Umlenkhebel 27 sind auf einem Verstellring 41 drehbar gelagert. Die Art der Lagerung ist in 2 nicht im Detail dargestellt, es sind lediglich die Drehachsen 29 angedeutet. Der koaxial zur Antriebswelle 19 angeordnete Verstellring 41 kann, ausgehend von der in 2 dargestellten Position, so weit im Uhrzeigersinn verdreht werden, bis die Drehachse 29 des Umlenkhebels mit der Längsachse 43 der Pumpenelemente zusammenfällt. Durch die Exzentrizität der Antriebswelle 19 wird der Umlenkhebel 27 in eine oszillierende Drehbewegung versetzt. Dabei ist die Größe der Drehbewegung in radialer Richtung abhängig vom Abstand zu der Drehachse 29. In 2 wurde versucht, diesen Zusammenhang durch eine Schar radial angeordneter Doppelpfeile 31 unterschiedlicher Länge zu veranschaulichen.
  • Wenn nun der Verstellring 41 aus der in 2 dargestellten Position im Uhrzeigersinn verdreht wird, wird der Hub der oszillierenden Bewegung, welche der Umlenkhebel 27 an der Kontaktfläche zwischen Gleitschuh 35 und Umlenkhebel 27 ausführt, kontinuierlich geringer. Im Drehpunkt 29 findet dann lediglich eine geringfügige Drehung um die Drehachse 29 statt. Wenn nun die Drehachse 29 des Umlenkhebels zur Deckung mit der Längsachse 43 des Pumpenelements 3 gebracht wird, findet kein Förderhub des Pumpenelements 3 mehr statt, so dass eine Nullförderung eingestellt wurde.
  • Zwischen der in 2 dargestellten Stellung des Verstellrings 41 mit maximalem Förderhub und der in 3 dargestellten Stellung des Verdrehrings, bei dem die Drehachse 29 und die Längsachse 43 zusammenfallen, ist eine kontinuierliche Fördermengenregelung zwischen 100% und 0% der maximal möglichen Fördermenge möglich.
  • Bei der erfindungsgemäßen Fördermengenregelung ist ein einfacher Aufbau der Axialkolbenmaschine gewährleistet. Außerdem wird die Kraft vom Außenring 25 auf die Umlenkhebel 27 entlang einer Berührungslinie übertragen, was die Übertragung großer Kräfte und eine lange Lebensdauer ermöglicht. Da der Außenring 25 sich nicht mitdreht, kommt es auch im Bereich der Kontaktfläche zwischen Außenring 25 und Umlenkhebel 27 nicht zu Reibungsverlusten.
  • Die Steuerfläche 33 (s. 1) ist kann eben ausgeführt werden. Alternativ kann sie auch gekrümmt ausgeführt werden und zwar so, dass die Steuerfläche 33 die Form eines Zylinders hat, dessen Längsachse radial auf die Drehachse 47 der Antriebswelle 19 gerichtet ist.
  • Wenn der Gleitschuh 35 eine der Steuerfläche 33 entsprechende Form – eben oder gekrümmt – hat, kann die Kraftübertragung vom Umlenkhebel 27 auf den Gleitschuh 35 über die gesamte Grundfläche des Gleitschuhs 35 erfolgen, unabhängig von der Position des Verstellrings 41. Dadurch ist auch in diesem Bereich eine sehr große Belastbarkeit der Kraftübertragung gegeben, so dass die erfindungsgemäße Axialkolbenpumpe auch für höchste Drücke, wie sie beispielsweise in Kraftstoffeinspritzsystemen gefordert werden, einsetzbar ist. Die Umlenkhebel 27 liegen auf dem Verstellring 41 auf und bilden mit ihm zusammen eine großflächig ausgebildete Gleitlagerung 49. Der Verstellring 41 ist in radialer Richtung durch eine Hülse 51 sowie in axialer Richtung durch eine Scheibe 53 im Gehäuse 1 gelagert.
  • Auch diese Gleitlagerung ist sehr belastbar und für hohe Lebensdauern geeignet.
  • Das Pumpengehäuse 1 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel zweiteilig ausgeführt und besteht aus einem ersten Gehäuseteil 1 1a sowie einem zweiten als Drittel ausgeführten Gehäuseteil 1b.
  • Am Innendurchmesser des Verstellrings 41 ist eine Verzahnung 55 angebracht, in die ein Ritzel 57 eingreift. Das Ritzel 57 ist über einen elektrischen Antrieb 59 antreibbar, so dass der Verstellring 41 durch den elektrischen Antrieb verdreht werden kann.
  • Der Winkel unter dem die Steuerfläche 33 die Drehachse 47 der Antriebswelle 19 schneidet, ist in 1 mit α bezeichnet. Dieser Winkel muss kleiner als 90° sein, da nur dann die oszillierende Bewegung des Umlenkhebels 27 in Richtung des Doppelpfeils 31 auch eine oszillierende Bewegung des Kolbens 7 in Richtung der Längsachse 43 des Pumpenelements zur Folge hat.
  • Um sicherzustellen, dass die Umlenkhebel 27 sich stets in Anlage an dem Außenring 25 befinden, ist ein Federring 61 vorgesehen. Der Federring 61 ist konzentrisch zu dem Verstellring 41 und der Antriebswelle 19 angeordnet und weist im entspannten Zustand je Umlenkhebel 27 eine Einbuchtung 63 nach innen auf. In 2 sind nur zwei dieser Einbuchtungen 63 sichtbar, da der sich in 2 oben befindliche Umlenkhebel 27 die zugehörige Einbuchtung nahezu vollständig nach außen drückt. Dieser Federring 61 hält somit die Umlenkhebel 27 stets in Anlage zu dem Außenring 25. Damit der Federring 61 sich nicht während des Betriebs verdrehen kann, ist er durch mehrere Stifte 65 im Gehäuse fixiert.
  • Anstelle des Federrings 61 kann selbstverständlich auch eine Blattfeder die Umlenkhebel 27 oder eine als Spiralfeder ausgebildete Druckfeder (beide nicht dargestellt) vorgesehen werden. In 3 ist der Verstellring 41 so weit in Richtung des Uhrzeigersinns verdreht gegenüber der in 2 dargestellten Position, dass die Drehachse 29 der Umlenkhebel 27 und die Längsachse 43 der Pumpenelemente zusammenfallen. Da der Umlenkhebel im Drehpunkt 29 keine oszillierende Bewegung ausführt, ist auch der Hub der Pumpenelemente 3 bei dieser Position des Verstellrings 41 gleich Null, so dass die Fördermenge ebenfalls Null ist. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind in 3 nicht alle in 2 bezeichneten Bauteile mit Bezugszeichen versehen.
  • Bei dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel verlaufen die Drehachse 47 der Antriebswelle 19 und die Längsachse 43 des mindestens einen Pumpenelements 3 parallel und verläuft die Drehachse 29 des Umlenkhebels 27 parallel zu der Drehachse 47 der Antriebswelle 19. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Anordnung beschränkt.

Claims (16)

  1. Axialkolbenmaschine, insbesondere Axialkolbenpumpe oder Axialkolbenhydromotor, mit einem Gehäuse (1, 1a, 1b), mit einer im Gehäuse (1) gelagerten Antriebswelle (19), mit mindestens einem Pumpenelement (3), wobei das mindestens eine Pumpenelement (3) von der Antriebswelle (19) betätigt wird und je eine Saugseite (13) und eine Druckseite (17) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass je Pumpenelement (3) ein drehbar gelagerter Umlenkhebel (27) vorgesehen ist, dass der Umlenkhebel (27) eine zu seiner Drehachse (29) und einer Längsachse (43) des zugehörigen Pumpenelements (3) um einen Winkel (α) kleiner 90° geneigte Steuerfläche (33) aufweist, dass die Antriebwelle (19) einen exzentrischen Abschnitt (21) aufweist, dass der exzentrische Abschnitt (21) den Umlenkhebel (27) in eine oszillierende Bewegung versetzt, und dass die Steuerfläche (33) das mindestens eine Pumpenelement (3) betätigt.
  2. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (47) der Antriebswelle (19) und die Längsachse (43) des mindestens einen Pumpenelements (3) parallel verlaufen, und dass die Drehachse (29) des Umlenkhebels (27) parallel zu der Drehachse (47) der Antriebswelle (19) verläuft.
  3. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Umlenkhebel (27) auf einem konzentrisch zur Drehachse (47) der Antriebswelle (19) angeordneten Verstellring (41) drehbar gelagert sind, und dass der Verstellring (41) relativ zu dem mindestens einen Pumpenelement (3) verdrehbar ist.
  4. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsachse (43) des mindestens einen Pumpenelements (3) und die Drehachse (29) des mindestens einen Umlenkhebels (27) den gleichen radialen Abstand von der Drehachse (47) der Antriebswelle (19) haben.
  5. Axialkolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerfläche (33) eben ist.
  6. Axialkolbenmaschine nach der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerfläche (33) des mindestens einen Umlenkhebels (27) als Fläche eines Zylinders ausgebildet ist, dass die Längsachse (45) des Zylinders um einen Winkel (α) kleiner 90° zur Drehachse (47) der Antriebswelle (19) geneigt ist, und dass die Längsachse (45) des Zylinders und die Drehachse (47) der Antriebswelle (19) sich schneiden.
  7. Axialkolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Pumpenelement (3) einen Kolben (7) und eine Zylinderbohrung (5) aufweist, dass der Kolben (7) in der Zylinderbohrung (5) oszilliert und einen Förderraum (9) begrenzt, dass auf der Saugseite (13) ein erstes Rückschlagventil (11) angeordnet ist, und dass auf der Druckseite (17) ein zweites Rückschlagventil (15) angeordnet ist.
  8. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (7) des mindestens einen Pumpenelements (3) einen mit der Steuerfläche (33) zusammenwirkenden Gleitschuh (35) aufweist.
  9. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitschuh (35) mittels eines Kugelgelenks (37) an dem Kolben (7) befestigt ist.
  10. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Rückschlagventil (11) in dem Kolben (7) angeordnet ist.
  11. Axialkolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass je Umlenkhebel (27) eine Andrückeinrichtung vorgesehen ist, und dass die Andrückeinrichtung die Umlenkhebel (27) gegen den exzentrischen Abschnitt (21) der Antriebswelle () drückt.
  12. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückeinrichtung als Federring (61), Blattfeder oder Spiralfeder ausgebildet ist.
  13. Axialkolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Umlenkhebel (27) und Verstellring (41) ein Gleitlager (49) oder ein Wälzlager ausgebildet ist.
  14. Axialkolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem exzentrischen Abschnitt (21) ein Ring (25) drehbar gelagert ist, und dass die Umlenkhebel (27) über den Ring (25) in eine oszillierende Bewegung versetzt werden.
  15. Axialkolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring (25) durch ein Wälzlager (23) auf dem exzentrischen Abschnitt (21) drehbar gelagert ist.
  16. Axialkolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Hochdruckpumpe für ein Kraftstoffeinspritzsystem, insbesondere für ein Kraftstoffeinspritzsystem mit Common-Rail, verwendet wird.
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