DE10221208A1 - Vorrichtung zum Auffangen von salzhaltigem Schmutzwasser - Google Patents
Vorrichtung zum Auffangen von salzhaltigem SchmutzwasserInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (1) zum Auffangen von salzhaltigem Schmutzwasser (2), insbesondere in Niederschlag gelöstes Streusalz. Das Schmutzwasser (2) wird hierzu in einem Behälter (3) aufgefangen und mittels eines Verteilers (12) wahlweise einem Mischbehälter (13) zur Herstellung einer gewünschten Salzkonzentration oder einer Auslassöffnung (14) zugeführt. Eine Entsorgung des Schmutzwassers (2) ist daher ebensowenig erforderlich, wie ein Anschluss an die Abwasserkanalisation, wodurch sich erhebliche Kosten einsparen lassen und zugleich die Anforderungen an den Umwelschutz problemlos erfüllt werden können. Zugleich wird bei der Herstellung der für den Winterdient erforderlichen Sole in dem Mischbehälter (13) sowohl der Wasser- als auch Streusalzverbrauch verringert. Sofern beispielsweise während der Sommermonate keine relevante Salzkonstruktion in der aufgefangenen Flüssigkeit feststellbar ist, kann das aufgefangene Wasser mittels des Verteilers (12) über die Auslassöffnung (14) auch einer weiteren Verwendung zu Reinigungs- oder zu Bewässerungszwecken zugeführt werden.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit einem Behälter zum Auffangen von salzhaltigem
Schmutzwasser, insbesondere in Niederschlag gelöstes Streusalz, mit einem Einlass und mit
einem Auslass.
Eine solche Vorrichtung wird aufgrund der in den vergangenen Jahren verschärften Umwelt
schutzbestimmungen immer dann erforderlich, wenn ein Umschlag von Streusalz oder son
stigen salzhaltigen Streumitteln in fester oder flüssiger Form stattfindet. Solche Streumittel
reste werden in dem natürlichen Niederschlag gelöst und finden so den Weg in das Erdreich,
was mit den gültigen Umweltschutzvorschriften nicht vereinbar ist. Daher müssen entspre
chende Vorkehrungen getroffen werden, durch die das Schmutzwasser einer geeigneten
Behandlung zugeführt werden kann.
Betroffen von solchen Maßnahmen sind in der Praxis neben Großbetrieben mit einer eige
nen, entsprechend großen Verkehrsfläche, beispielsweise Flughäfen oder Verladestationen,
insbesondere auch Straßenmeistereien bzw. Straßenbauverwaltungen, die für den Zustand
der öffentlichen Verkehrsflächen zuständig sind. Die Autobahn- und Straßenmeistereien
müssen stets für den unter Umständen überraschenden Wintereinsatz entsprechende Streu
salzmengen bevorraten. Die Anlieferung erfolgt in der Regel derzeit, indem das Streusalz auf
dem Betriebshof abgeschüttet und mittels eines Radladers in eine Lagerhalle transportiert
wird. Von dort gelangt das Streusalz über eine Förderschnecke in einen Silo, dessen Aus
lassöffnung bei Bedarf von dem Einsatzfahrzeug unterfahren und von diesem so die erfor
derliche Streusalzmenge aufgenommen werden kann. Zusätzlich wird Streusalz auch in
Wasser gelöst und als Sole in Kombination mit Trockensalz durch entsprechende Streuvor
richtungen der Einsatzfahrzeuge auf den Straßenbelag aufgebracht, was zu einem besseren
Streubild bei einer zugleich realisierbaren Salzeinsparung führt. Durch die Vielzahl der
Handhabungsschritte des Streusalzes entstehen in der Praxis Verlustmengen, die über dem
zulässigen Grenzwerten liegen.
Eine einfache Möglichkeit, den gesetzlichen Anforderungen zu genügen besteht darin, daß
die Verlustmengen des Streusalzes durch eine geeignete Abdichtung der Umschlagplätze
aufgefangen und der Abwasserkanalisation zugeführt werden, womit jedoch hohe Abwas
serkosten verbunden sind.
Weiterhin könnten auch Witterungseinflüsse durch eine geeignete Überdachung der Um
schlagplätze vermieden werden, um so eine einfache Rückgewinnung des Trockensalzes zu
realisieren. Diese Möglichkeit erweist sich jedoch als wenig praxisgerecht, weil eine Überda
chung aufgrund der großen Betriebsflächen bestehender Einrichtungen mit hohen Kosten
verbunden ist. Ebenso scheitert eine Optimierung der Förderkette des Streusalzes, indem
beispielsweise das Streusalz unmittelbar bei der Anlieferung in den Silo gefördert und die
Befüllung des Einsatzfahrzeuges abgedichtet wird, aufgrund der erheblichen Investitionen,
die durch solche Maßnahmen bei den vorhandenen Einrichtungen anfallen.
In der Praxis wird daher häufig von den betroffenen Betrieben die erstgenannte Möglichkeit
realisiert, die lediglich geringe Investitionskosten verursacht, jedoch langfristig zu erhöhten
Betriebskosten führt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zu schaffen, mit vergleichsweise
geringen Investitionskosten die Anforderungen an den Umweltschutz zu erfüllen. Dabei soll
zugleich die Entsorgung über die Abwasserkanalisation verzichtbar sein.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Vorrichtung gemäß den Merkmalen des Pa
tentanspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche betreffen besonders zweckmäßige Weiterbil
dungen der Erfindung.
Erfindungsgemäß ist also eine Vorrichtung mit einem Behälter zum Auffangen von salzhalti
gem Schmutzwasser, insbesondere in Niederschlag gelöstes Streusalz, mit einem Einlass,
durch den das Schmutzwasser eintritt, und mit einem Auslass, wodurch das Schmutzwasser
mittels eines Verteilers wahlweise einem Mischbehälter zur Herstellung einer gewünschten
Salzkonzentration oder einer Auslassöffnung zuführbar ist. Hierdurch wird das mittels des
Behälters aufgefangene, salzhaltige Schmutzwasser zur weiteren Verwendung dem Misch
behälter zugeführt, wo gegebenenfalls eine Anreicherung des Salzgehaltes bis zu der ge
wünschten Konzentration stattfindet. Eine Entsorgung des Schmutzwassers ist daher eben
sowenig erforderlich wie ein Anschluss an die Abwasserkanalisation, wodurch sich erhebli
che Kosten einsparen lassen und zugleich die Anforderungen an den Umweltschutz pro
blemlos erfüllt werden können. Zugleich wird bei der Herstellung der Sole in dem Mischbe
hälter sowohl Wasser, als auch Streusalz eingespart. Sofern beispielsweise während der
Sommermonate keine relevante Salzkonzentration in der aufgefangenen Flüssigkeit vorhan
den ist, kann das aufgefangene Schmutzwasser mittels des Verteilers über die Auslassöff
nung auch einer weiteren Verwendung als Brauchwasser zu Reinigungszwecken oder zur
Bewässerung zugeführt werden.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird dabei dadurch
erreicht, dass die Vorrichtung einen Füllstandssensor aufweist, der bei Erreichen eines ma
ximalen Füllstandes ein Signal auslöst. Hierdurch wird das Erreichen des maximalen Füll
standes rechtzeitig erkannt, so dass das in dem Behälter vorhandene Schmutzwasser wahl
weise dem Mischbehälter oder über die Auslassöffnung einer weiteren Verwendung zuge
führt werden kann, bevor der Behälter überläuft. Sofern in besonderen Umständen auch die
Mischbehälter gefüllt sind, kann so eine Entsorgung des salzhaltigen Schmutzwassers in die
Abwasserkanalisation eingeleitet werden, bevor das Schmutzwasser in das Erdreich gelan
gen kann.
Der Füllstand könnte mittels eines Schwimmers erfasst werden. Besonders zuverlässig er
weist sich jedoch in der Praxis eine Ausgestaltung, bei welcher der Füllstandssensor mit ei
nem Ultraschallsensor ausgestattet ist. Hierdurch kann der Füllstand mit hoher Zuverlässig
keit und ohne Verschleißerscheinungen erfasst werden.
Dabei erweist es sich auch als besonders günstig, wenn der Füllstandssensor mittels einer
Datenfernübertragung mit einer Steuereinheit verbunden ist. Hierdurch kann die Überwa
chung insbesondere von einer Kontrollstation weit entfernt angeordneter Behälter wesentlich
vereinfacht werden. Mögliche Störungen können so frühzeitig erfasst werden, wobei regel
mäßige Routinekontrollen weitgehend entfallen können.
Besonders praxisnah ist dabei eine Abwandlung der Erfindung, bei der die Datenfernüber
tragung zur drahtlosen Signalübertragung ausgeführt ist. Hierdurch sind für den Einsatz der
Vorrichtung weder Leitungen, noch sonstige elektrische Verbindungen zwischen dem Ein
satzort und einer Kontrollstation erforderlich, wobei insbesondere sowohl auf eine Energie-,
als auch auf eine Wasserversorgung verzichtet werden kann.
Eine andere besonders vorteilhafte Abwandlung wird dadurch erreicht, dass die Vorrichtung
mit einer in den Behälter hineinreichenden Spülleitung ausgestattet ist, durch die eine Spül
flüssigkeit einer Innenwandfläche des Behälters zuführbar ist. Hierdurch können insbesonde
re zum Umstellen von Winter- auf Sommerbetrieb an der Innenwandfläche anhaftende Salz
partikel gelöst und mit der Spülflüssigkeit entfernt werden. Anschließend kann das danach
aufgefangene, unbelastete Wasser bedenkenlos einer Verwendung zur Bewässerung zuge
führt werden. Die Spülleitung kann hierzu beispielsweise als eine an der Innenwandfläche
umlaufend angeordnete Leitung mit einer Vielzahl von Spülöffnungen, insbesondere Düsen,
ausgeführt sein.
Dabei erweist sich eine Abwandlung als besonders zuverlässig, bei welcher der Behälter aus
Beton mit einer Innenwandfläche aus einem salzwasserresistenten Kunststoffmaterial be
steht. Hierdurch entsteht ein doppelwandiger Behälter, der auch bei einer Beschädigung der
Innenwandfläche ein Austreten des Schmutzwassers in den Untergrund zuverlässig verhin
dert. Auf diese Weise kann der Sicherheitsstandard ebenso wie der Schutz gegen einen
möglichen Verschleiß durch die Salzkonzentration weiter verbessert werden.
Hierzu eignet sich eine Ausgestaltung besonders gut, bei welcher der Behälter aus einem
inneren und einem äußeren Formkörper aufgebaut ist. Die beiden Behälter werden hierzu
weitgehend vorgefertigt und anschließend ineinander gesetzt. Dabei ist außerdem auch eine
Modulbauweise realisierbar, bei welcher das Behältervolumen bedarfsweise und mit gerin
gem Aufwand durch Hinzufügen oder Entfernen von Modulelementen geändert werden kann.
Eine andere besonders vorteilhafte Abwandlung der vorliegenden Erfindung wird auch da
durch geschaffen, dass der Behälter mit einem dem Einlass zugeordneten Filter ausgestattet
ist. Hierdurch können unlösliche Bestandteile des Schmutzwassers, deren Korngröße insbe
sondere eine Düsenöffnung der üblicherweise eingesetzten Streuvorrichtungen für Sole
überschreitet, mit geringem Aufwand aufgefangen und entfernt werden.
Weiterhin erweist sich eine weitere Ausgestaltung als besonders zweckmäßig, bei welcher
der Verteiler ein Dreiwegeventil aufweist, um so eine einfache Umstellung von Winter- auf
Sommerbetrieb zu ermöglichen.
Die Betätigung des Dreiwegeventiles kann manuell erfolgen. Besonders zweckmäßig ist hin
gegen auch eine Weiterbildung der Erfindung, bei welcher der Verteiler mit einer Steuerein
heit automatisiert betätigbar ist. Hierdurch kann beispielsweise unter zusätzlicher Einbezie
hung eines Spülprogrammes die Umstellung von Winter- auf Sommerbetrieb weitgehend
ohne einen manuellen Eingriff erfolgen. Hierzu kann beispielsweise neben einer Erfassung
der Außentemperatur auch eine Zeitsteuerung nach dem Kalenderdatum realisiert werden.
Eine weitere besonders erfolgversprechende Weiterbildung wird auch dadurch geschaffen,
dass die Vorrichtung einen Sensor zur Bestimmung des Salzgehaltes in dem Behälter auf
weist. Hierdurch kann die Salzkonzentration innerhalb des in dem Behälter aufgefangenen
Schmutzwassers zuverlässig bestimmt und so bereits vor dem Entnehmen des Schmutz
wassers eine Prüfung der Eignung, beispielsweise für Bewässerungszwecke, Reinigungs
maßnahmen oder zur Herstellung einer bestimmten Salzkonzentration, innerhalb des Misch
behälters vorgenommen werden. Dadurch kann das aufgefangene Schmutzwasser einer
optimalen Verwendung zugeführt werden. Die Bestimmung des Salzgehaltes kann dabei
beispielsweise mittels einer Leitfähigkeitsmessung realisiert werden.
Die Vorrichtung ist dazu vorgesehen, das durch die Streusalzreste verunreinigte Schmutz
wasser aufzufangen. Eine weitere besonders erfolgversprechende Anwendung kann jedoch
zusätzlich auch dann erreicht werden, wenn die Vorrichtung zum Auffangen von uner
wünscht aus dem Mischbehälter oder aus einem anderen Solebehälter austretenden Flüs
sigkeit ausgeführt ist. Hierdurch dient die Vorrichtung zugleich dem Schutz der Umgebung
bei einer auftretenden Beschädigung oder Undichtigkeit eines Misch- oder Solebehälters, der
insbesondere auch unabhängig von der Vorrichtung betrieben sein kann. Daher kann auch
bei solchen Behältern insbesondere bereits bestehender Anlagen auf die gegebenenfalls
erforderliche Nachrüstung eines doppelwandigen Solebehälters verzichtet werden.
Eine besonders einfache Ausführungsform der Vorrichtung, bei welcher der Behälter zum
unterirdischen Einbau ausgeführt ist, ermöglicht das Auffangen des Schmutzwassers ohne
die Hilfe einer Pumpe, weil das Schmutzwasser durch ein geeignetes Gefälle des Sammel
bereiches in den Behälter fließt. Lediglich zum Entleeren des Behälters ist daher im allge
meinen eine Pumpe, insbesondere eine Edelstahlpumpe, erforderlich, so dass der gewöhnli
che Betrieb der Vorrichtung ohne Energieeinsatz auskommt.
Die Erfindung läßt verschiedene Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres
Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.
Diese zeigt in
Fig. 1 eine geschnittene Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 2 eine geschnittene Draufsicht auf die in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung.
Fig. 1 zeigt in einer geschnittenen Seitenansicht eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zur
Wiederverwendung bzw. Weiterverwertung von Schmutzwasser 2, welches zumindest jah
reszeitbedingt eine erhöhte Salzkonzentration aufweist. Hierzu hat die insbesondere unterir
disch einzusetzende Vorrichtung 1 einen Behälter 3 für das Schmutzwasser 2, dessen Füll
stand 4 in der dargestellten Betriebssituation etwa 2/3 des maximalen Volumens erreicht hat.
Das Schmutzwasser 2 gelangt dabei durch ein geeignetes Gefälle eines nicht dargestellten
Auffangbereiches durch einen unterhalb eines Bodenniveaus 5 angeordneten Einlass 6 in
einen Filter 7, durch den insbesondere grobe Partikel aufgefangen werden. Mittel eines Sen
sors 8 zur Bestimmung des Salzgehaltes wird regelmäßig der Salzgehalt des Schmutzwas
sers 2 bestimmt und mittels einer Datenfernübertragung ebenso, wie die Signale eines Füll
standssensors 9, an eine nicht gezeigte Überwachungsstation übermittelt. Die ermittelten
Messwerte dienen als Entscheidungsgrundlage hinsichtlich der weiteren Verwendung des
Schmutzwassers. Sofern der Salzgehalt eine weitere Verwendung für Bewässerungs- oder
Reinigungsmaßnahmen nicht gestattet, wird das Schmutzwasser 2 mittels einer Pumpe 10
durch einen Auslass 11 über einen Verteiler 12 einem Mischbehälter 13 für Sole zugeführt.
Dem Mischbehälter 13 wird anschließend gegebenenfalls weiteres Streusalz zugeführt, bis
die Konzentration der Sole den gewünschten Wert erreicht hat. Sofern ein erhöhter Salzge
halt nicht festgestellt wird, kann das Schmutzwasser 2 über eine andere Verteilerstellung
einer Auslassöffnung 14 zugeführt und beispielsweise in ein Tankfahrzeug abgefüllt werden.
Vor der Umstellung von Winter- auf Sommerbetrieb werden mittels einer an der Innenwand
fläche 15 des Behälters 3 umlaufend angeordnete Spülleitung 16 anhaftende Salzpartikel
gelöst und der gesamte Behälterinhalt dem Mischbehälter 13 zugeführt. Der Behälter 3 ist
dabei als ein weitgehend vorgefertigter und modular aufgebauter Formkörper aus Beton
ausgeführt, dessen Innenwandfläche 15 durch einen weiteren, aus einem Kunststoffmaterial,
insbesondere PE, hergestellten Formkörper gebildet ist, um so eine die Betriebssicherheit
erhöhende Doppelwandigkeit zu realisieren.
Ergänzend zeigt die Fig. 2 die Vorrichtung 1 in einer geschnittenen Draufsicht. Zu erkennen
ist der Einlass 6 durch den das Schmutzwasser 2 zunächst dem Filter 7 zugeführt und an
schließend in dem Behälter 3 aufgefangen wird. Mittels der Pumpe 10 wird das Schmutz
wasser 2 durch den Auslass 11 abgepumpt und steht damit einer weiteren Verwendung zu
Verfügung. Sofern das Schmutzwasser 2 lediglich einen zu vernachlässigenden Salzgehalt
aufweist, werden zunächst mittels der an der Innenwandfläche 15 des Behälters 3 umlaufend
angeordneten Spülleitung 16 anhaftende Partikel gelöst und der Behälter 3 restlos entleert.
Anschließend kann das danach aufgefangene Schmutzwasser auch zu Bewässerungs
zwecken eingesetzt werden.
Mittels der Vorrichtung 1 wird es erstmals möglich, salzhaltige Schmutzwasser nicht, wie
nach dem Stand der Technik bekannt, der Entsorgung, sondern einer weiteren Verwendung
zuzuführen, so dass neben der Rückgewinnung von Streusalz auch Trinkwasser eingespart
werden kann. Zugleich können die Betriebskosten wesentlich verringert werden, weil eine
Entsorgung praktisch nicht erforderlich ist. Während der Sommermonate dient die Vorrich
tung 1 dabei der Rückgewinnung von Regenwasser, welches beispielsweise für Bewässe
rungs- oder Reinigungszwecke einsetzbar ist.
Claims (14)
1. Vorrichtung (1) mit einem Behälter (3) zum Auffangen von salzhaltigem Schmutzwasser
(2), insbesondere in Niederschlag gelöstes Streusalz, mit einem Einlass (6), durch den das
Schmutzwasser (2) eintritt, und mit einem Auslass (11), wodurch das Schmutzwasser (2)
mittels eines Verteilers (12) wahlweise einem Mischbehälter (13) zur Herstellung einer ge
wünschten Salzkonzentration oder einer Auslassöffnung (14) zuführbar ist.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) einen
Füllstandssensor (9) aufweist, der bei Erreichen eines maximalen Füllstandes (4) ein Signal
auslöst.
3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllstandssensor (9)
mit einem Ultraschallsensor ausgestattet ist.
4. Vorrichtung (1) nach den Ansprüchen 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Füll
standssensor (9) mittels einer Datenfernübertragung mit einer Steuereinheit verbunden ist.
5. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Datenfernübertragung zur drahtlosen Signalübertragung ausgeführt ist.
6. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Vorrichtung (1) mit einer in den Behälter (3) hineinreichenden Spülleitung
(16) ausgestattet ist, durch die eine Spülflüssigkeit einer Innenwandfläche (15) des Behälters
zuführbar ist.
7. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Behälter (3) aus Beton mit einer Innenwandfläche (15) aus einem salz
wasserresistenten Kunststoffmaterial besteht.
8. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Behälter (3) aus einem inneren und einem äußeren Formkörper aufge
baut ist.
9. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Behälter (3) mit einem dem Einlass (6) zugeordneten Filter (7) ausge
stattet ist.
10. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Verteiler (12) ein Dreiwegeventil aufweist.
11. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Verteiler (12) mit einer Steuereinheit automatisiert betätigbar ist.
12. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Vorrichtung (1) einen Sensor (8) zur Bestimmung des Salzgehaltes in
dem Behälter (3) aufweist.
13. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Vorrichtung (1) zum Auffangen von unerwünscht aus dem Mischbehälter
(13) oder aus einem anderen Solebehälter austretender Flüssigkeit ausgeführt ist.
14. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Behälter (3) zum unterirdischen Einbau ausgeführt ist.
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