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Verfahren und Vorrichtung zum Ableiten von Abwässern Die Erfindung
betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Ableiten von Abwässern, d.h. zum
Fördern von Abwässern aus einer Abwasserquelle an eine entrernte Stelle, und zwar
erfindungsgemäß unter Verwendung von sowohl Schwerkraftsströmung als auch sogenannter
vakuumbetriebener Pfropfenströmung.
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Unter Abwässer soll hier der flüssige Abfall von Wohngemeinschaften
verstanden werden; diese Abwässer enthalten Flüssigkeiten der verschiedensten Art
mit darin gelösten, suspendierten und schwebenden Feststoffen, wie sie von Toiletten,
Bädern, Küchenausgüssen und anderen sanitären Installationen in Wohnhäusern, öffentlichen
Gebäuden und dergleichen abgegeben werden, sowie Abfallprodukte von handwerklichen
oder industriellen Anlagen und Verfahren. Die in derartigen BlussigkeSten enthaltenen
Feststoffe, die im allgemeinen bezüglich des Gesamtvolumens der Flüssigkeit nur
ein geringes Volumen beanspruchen, sind meist sehr stark fäulniserregend, so daß
sich gesundheitliche Gefahren ergeben, wenn das Gesamtvolumen des Abwassers nic";
schnellstens und vErkungsvoll von der Abwasserquelle zu einer Abwasserbehandlungsanlage,
welche die Abwässer reinigt, geleitet wird. So werden beispielsweise die meisten
Abwässer sehr schnell septisch, wenn sie nicht innerhalb von vier bis sechs Stunden
entsprechend behandelt werden. Das Problem der schnellen Ableitung des Abwassers
ist insbesondere dann von großer Bedeutung, wenn vergleichsweise geringe Abwassermengen
anfallen, da in den üblichen, auf Schwerkraftwirkung beruhenden Systemen Seine Abwasservolumina
keineswegs schnell und wirktingsvoll weggefördert werden können
Meist
werden die Abwässer verschiedener Ursprungsstellen, d.h. Abwasserquellen, in ein
gemeinsames Leitungssystem eingebracht. Ein derartiges System entnält Hausanschlüsse,
Nebenleitungen, Kanalisationsrohre, Auffang- und Ausfällungskloaken und dergleichen,
tit dem zu Zweck, die Abwässer von deren Ursprungsquellen aufzunehmen uiid zu den
dafür bestimmten Stellen einer Abwasserbehandlungsanlage zu fordern. Wie bereits
oben erwähnt, wird dabei das Abwasser üblicherweise nur mittels der auf die Abwassermenge
einwirkenden Schwerkraft durch das Rohrsystem gefördert.
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Da die Strömung des durch die verschiedenen Leitungen des Systems
fließenden Abwassers durch die Schwerkraft aufrechterhalten wird, ist die Gestaltung
der üblichen Abwessersysteme in beträchtlichem Ausma@e @urch di@ natürliche Topographie
der Wohnsiedlung begrenzt, in w@@cher das System angeordnet ist. Die Rohr-@ührung
und die Rohrgrößen der Leitungen werden im großen U@fang durch die Forderung des
Bestehens eines genügenden Gefälles für eine Leitung gegebener Größe vorbestimmt.
In der Praxis ergibt sich dabei über das gesamte Terrain, das die Tiefe, in welcher
die Leitungen
liegen müssen, gegen die Abwasserbehandlungsanlage
hin ständig größer wird, um ueber das gesamte System einen bestimmten Minimal-Gefällegradienten
zu erhalten.
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DarUberhinaus müssen vergleichsweise große Rohre verwendet werden,
um große FlUssigkettsvolumina bei den normalerweise nur geringen Gefällegradienten
weiterfördern zu können. Die Kosten der Rohrverlegung sind somit eine nicht-lineare
Funktion der gegebenen Abwasser menge infolge der Kosten der Rohre und der beträchtlichen
Ausgrabungen und WiederauffUllungen infolge vergrößerter Rohrdurchmesser. DarUberhinaus
steigen die Kosten noch mehr, wenn Wasser Fels oder instabile Untergründe überwunden
werden müssen.und es erforderlich ist, Sprengungen, Tunnelbohrungen, Abstützungen,
Entwässerungen, Rohrumbauungen und dergleichen vorzunehmen.
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Bei den üblichen Systemen müssen die im Untergrund verlegten Rohre
und Leitungen derart gestaltet und ausgelegt werden, daß sie einer maximal zu erwartenden
Entwicklung des Jeweiligen geographischen Bereiches
auch in der
Zukunft genügen. Wo Ferien- oder Zweithaus-Siedlungen im Aufbau sind, ergeben sich
praktische Probleme, da die Abgabe der Häuser in das Kanalisationssystem am Anfang
vergleichsweise gering und die Ausnutzung des Systems saisonbedingt sein kann und
über eine Anlaufzeit von einem Jahr oder deren mehreren nur ein intermittierender
Gebrauch erfolgt.
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Die-Leitungen werden üblicherweise aus glaciertem Ton, Beton oder
dergleichen gefertigt, da infolge der großen erforderlichen Durchmesser die Kosten
für entsprechende Rohre aus Metall oder Kunststoff zu hoch wären. DieseTonrohre
Jedoch mUssen in kurzen Längen gefertigt werden, da die Zugfestigkeit des Materials
nur gering ist. Dies wiederum erfordert eine äußerst große Zahl von Leitungsverbindungen,
mit der Gefahr von Eindringen von Wasser während längerer Regenperioden und einer
sich daraus ergebenden Überlastung der Abwasseraufbereitungsanlagen. Die Rohrverbindungen
ermöglichen außerdem ein Eindringen von Wurzeln, die nicht nur die Abwasserströmung
behindern sondern darUberhinaus eine Verseuchung der Umgebung durch austretsnde
Abwässer verursachen können.
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Aufgrund dieser Probleme und Schwierigkeiten ist es bei den üblichen
Schwerkraftsystemen üblich, den Einbau von Einsteigeöffnungen in kurzen Abständen
der Rohrleitungen zu fordern, um die Möglichkeit einer Besichtigung zu haben und
Werkzeuge und Einrichtungen einsetzen zu können, mit deren Hilfe Wurzeln, Schlammablagerungen
und andere Hindernisse entfernt werden können. Jede Einsteigedffnung stellt selbstverständlich
einen zusätzlichen und beträchtlichen Kostenfaktor dar, und außerdem werden durch
diese Einsteigöfrnungen zusätzlich Fremdkörper in das Kanalisationssystem gelangen
können, was bekanntlich oftmals der Fall ist.
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Aus diesen GrUnden ist es auch üblich, in der fforizontalen zwischen
den auf Schwerkraftwirkung beruhenden Abwasserrohren und Frischwasserrohren einen
Abstand von 3m nicht zu unterschreiten. Bei der Verlegung müssen deshalb im allgemeinen
für beide Rohrleitungen besondere Gräben ausgehoben werden.
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Um nun einige der Nachteile dieser Schwerkraft-Abwassersysteme der
erwähnten Art zu beseitigen, ist die Verwendung von Vakuum-Abwassersys temen vorgeschlagen
worden,
zum Beispiel in den US-Patenten 3 239 849 und 3 115 148. Bei Systemen dieser allgemeinen
Art wird das flüssige Abwasser getrennt durch Schwerkraftwirkung durch ein Ubliches
Schwerkraft-System hindurchgeführt. Die Feststoffe dagegen, einschließlich solcher
mit starker Fäulniserregung, etwa der Abfluß von Wasserclosetts und dergleichen,
werden in Art von Pfropfen durch Rohre oder Leitungen eines getrennten Vakuum-Systems
zu einem besonderen Sammeltank geleitet, und zwar mit Hilfe von pneumatischem Druck.
Der Durchmesser der Rohre oder Leitungen des Vakuum-Systems darf nach der erwähnten
US-Patentschrift nicht größer als etwa 6,25cm (Innendurchmesser) betragen. Diese
im wesentlichen feste Kloake kann in diesen, einen kleinen Durchmesser aufweisenden
Leitungen in Form von Pfropfen gefördert werden, wenn die Kloake im wesentlichen
die gesamte uerschnittsfläche von zumindest Teilen der Leitung ausfüllt, also Pfropfen
darstellt, und eine Druckdifferenz an entgegengesetzten Seiten der Kloaken-bzw.
Abwasserpfropfen erzeugt wird. Diese Druckdifferenz wird dadurch erreicht, daß in
dem Tank, in welchen das Abwasser geleitet werden soll, also im Aufnahmetank, ein
Vakuum besteht und ein Zutritt von Luft mit Atmosphärendruck in die Rohrleitung
bzw. das Rohr hinter dem Abwasserpfropfen
ermöglicht wird. Ein
derartiges Fördersystem wird nachfolgend der Einfachheit halber als vakuumbetriebene
Pfropfenströmung oder Vakuum-Pfropfenstrom bezeichnet.
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Wie in dem bereits oben erwähnten US-Patent 3 239 849 ausführlich
erläutert, kann es vorkommen, daß die Pfropfen vor Erreichen des Aufnahmetanks zerfallen,
und zwar infolge der Entfernung und von Reibungskräften. Die Pfropfen können jedoch
durch die Verwendung sogenannter Pfropfenerneuerer wieder hergestellt werden, wie
nachfolgend im einzelnen erläutert wird.
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Bis heute jedoch existiert kein System, mit dessen Hilfe alle Arten
von Abwässern einschließlich von Flüssigkeiten,wie Wasser, auf praktische Weise
und wirtschaftlich in der gleichen Leitung von der Abwasserquelle bis zur Abwasseraufbereitungsanlage
gefördert werden können, mit Ausnahme des üblichen Schwerkraftsystems, das jedoch
sehr nachteilig ist.
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Die Hauptaufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, ein neues Verfahren
und eine neue Vorrichtung zum Fördern
von Abwässern zu schaffen,
wobei dieses Verfahren und diese Vorrichtung insbesondere dazu geeignet sein soll,
große Volumina von sowohl Flüssigkeiten als auch Feststoffen in einer einzigen Leitung
bzw. in einem einzigen Rohr zu fördern, wobei darüberhinaus sichergestellt ist,
daß die Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit nicht nur bei voller Kapazitätsausnutzung
sondern auch dann gewährleistet ist, wenn nur wenige, weit voneinander entfernte
Abwasserquellen angeschlossen sind.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung eines neuen
Abwassersystems für sowohl Flüssigkeiten als auch Feststoffe, wobei dieses System
Leitungen aufweisen soll, die einen beträchtlich größeren Durchmesser haben als
die Leitungen der vorbekannten Vakuum-Pfropfensysteme, womit eine beträchtliche
Kostenverminderung ermöglicht wird.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines neuen Systems,
bei welchem die Abwässer unter der Einwirkung von Schwerkraft von einer Vielzahl
von Abwasserquellen, etwa Häusern oder Gebäuden mit üblicher
sanitärer
Installation, zunächst in einen Sammeltank geleitet werden dann durch Erzeugung
eines Unterdrucks in einem stromabwärtigen Vakuum-Aufnahmetank an einer Zwischenstation
vom Sammeltank in den Vakuum-Aufnahme tank in Form von zusammenhängenden Pfropfen
weitergeleitet werden, worauf schließlich die Abwässer über nachfolgende Zwischenstationen
ebenfalls in Form zusammenhängender Pfropfen in eine Abwasseraufbereitungsanlage
befördert werden, und zwar unter einem erhöhten Druckunterschied, der sich aus der
Erzeugung eines Uberdrucks in der stromaufwärtigen Leitung jeder Zwischenstation
ergibt.
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Bei dem vorbekannten vakuumbetätigten Pfropfen Strömungssystem nach
US-Patent 3 259 849 arbeitet das Vakuumsystem mit einer derart geringen Menge an
Wasser, daß es nicht an ein übliches Schwerkraft-Strömungssaystem angeschlossen
werden kann, es sei denn, es werden besondere Vorkehrungen getroffen, um mit zusätzlichem
Wasser die Wände der Leitungen zu spülen.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, ein neues Sammelsyxtem für
jede Abwasserquelle, also ein Haus, ein öffentliches Gebäude und dergleichen, zu
schaffen, welches
die eben erwähnten Nachteile vermeidet.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung eines Systems,
bei welchem die Abwässer durch aufeinanderfolgende Zwischenstationen, wie sie vorher
bereits angesprochen worden sind, hindurch und daraufhin in ein übliches Schwerkraft-Strömungssystem
zum Weiterfördern zur Abwasseraufbereitungsanlage gefördert werden können. Das System
der Erfindung erbringt beträchtliche finanzielle Ersparnisse bei der Entwicklung
von Gebieten, die bisher nicht mit einer hanalisation versehen werden konnten, und
zwar dadurch, daß eine Ableitung in eine bestehende übliche Schwerkraftkanalisation
weit entfernt von der Abwasseraufberei tungs anlage erfolgt.
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Pfropfenerneuerer wurden wie bisher bei dem bekannten vakuumbetriebenen
Pfropfen-Strömungssystem dazu verwendet, die Wiederbildung zusammenhängender Pfropfen
zu erleichtern. Bekanntlich verlieren Abwasserpfropfen immer mehr an Festigkeit
und zerfallen an den vorderen und hinteren Kanten infolge von schwerkraftsbedingter
und reibungsbehinter Berührung mit den Innenwänden der Leitungen, womit dann die
antreibende Luft längs der Leitung über das Abwasser hinwegstreicht und zur Vakuumquelle
gelangt.
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Die PfropfenbildnerXoder genauer gesagt, die Pfropfen-
Wiederbildner
bekannter Art bestehen im allgemeinen aus U-förmigen Ausdrückungen der Leitung;
sie können auch die Form einer einzelnen, nach unten gerichteten, kreisförmigen
Biegung der Leitung in deren vertikaler Ebene sein.
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Demgemäß ist es ein weiteres Ziel der Erfindung, eine neue Vorrichtung
zur Bildung bzw. Wiederbildung von Pfropfen zu schaffen, in welcher dem Abwasserpfropfen
bei seinem Antrieb vom Pfropfenbildner eine Drehung-aufgeprägt wird. Die Drehung
des Abwasserpfropfens verzögert den Pfropfenzerfall und erhöht somit nicht nur die
Wirksamkeit des Systems sondern vermindert darüberhinaus die Zahl an erforderlichen
Pfropfenbildnern. Zusätzlich zu der Arbeits- und Materialersparnis wird die Wirksamkeit
und die Lebensdauer des Gesamtsystems durch das Spülen der unteren Teile der Leitung,
also dort wo sich die Feststoffe absetzen wollen, erhöht.
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Da ein wesentliches Kriterium für die Wegförderung von Abwässern
die Zeit ist, für welche die Abwasser in dem System verbleiben und die Sepsis mit
der Verweilzeit steigt, ist ein weiteres Ziel der Erfindung die Schaffung
eines
neuen Verfahrens und einer neuen Vorrichtung für die Zerkleinerung und Durchlüftung
der Abwässer während ihrer Förderung durch das System. Es ist deshalb zusätzlich
vorgesehen, Aufbereitungssubstanzen in die Vakuumleitung einzuführen, die dann durch
das System hindurchgespült werden und sich dabei innig mit den Abwässern vermischen
bei dem Zerkleinerungsprozeß.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines neuen, sich
selbst reinigenden oder sich selbst spülenden Abwassersammeltanks sowie eines automatischen
Uberwachungssystems für den Tank, welches entweder auf einen Steuerbefehl von einer
entfernten Station her arbeitet oder aber periodisch und/oder automatisch in Abhängigkeit
vom Abwasservolumen im Sammeltank, um so zu bewirkens daß sich der Inhalt des Sammeltanks
in das vakuumbetriebene Pfropfen-Strömungssystem entleert.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines neuen Steuersystems
für die Abwasser-Strömungsmenge, wobei die Strömungsspitze entschärft wird, um so
die mittlere Strömungsmenge möglichst konstant zu halten.
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Eine genügende Verzögerung kann bei der Entleerung des
Sammeltanks
eingeführt werden, um die übliche Spitzenbelastung zur Frühstücks- und Mittagszeit
au« leichen, welche die normale Durchschnittsbelastung um einen Faktor 2 bis 4 übersteigt.
Der jeweilige Zustand einer großen Anzahl von Sammel- und Vakuumtanks an den Zwischenstationen
des erfindungsgemäßen Systems kann von der Ferne her überwacht und automatisch oder
von Hand wunschgemäß korrigiert werden. Eine Korrektur kann beispielsweise in der
Entleerung eines Kollektortanks an einem Montagmorgen in einer Feriensiedlung bestehen,
um dann, wenn die Ansammlung in einem bestimmten Tank ein für die automatische Entleerung
ungenügendes Abwasservolumen aufweist, eine verspätete Wirkung vermeiden. Es können
auch Elemente für eine periodische Überwachung verwendet werden, um die Abgabe gesteuerter
Abwassermengen von gering besiedelten Gebieten zu sichern, selbst wenn das System
für eine wesentlich größere Kapazität ausgelegt ist.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines neuen überwachungssystems
zum Überwachen und Steuern der verschiedenen Ventilzustände und der Drücke und der
Abwasserpegel im gesamten System.
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Die Wirksamkeit der Abwasseraufbereitungsanlage kann durch die gesteuerte
Einführung von Luft an verschiedenen Punkten des Systems erhöht werden, außerdem
auch durch die Pulverisierung oder Zerkleinerung der Kloake durch die hohe Geschwindigkeit
des Transports in der Vakuumleitung, durch die Verminderung der Zeit, innerhalb
der die unaufbereiteten Abwässer in dem Rohrsystem verbleiben, durch gesteuerte
Konstanthaltung der Flüssigkeitsströmung und schließlich auch dadurch, daß während
Regenperioden Wasser abgehalten wird, in die Abwasser-Rohrleitungen einzudringen.
Eine beträchtliche Verminderung der Größe und der Kosten der erforderlichen Abwasseraufbereitungsanlagen
sind auf diese Weise erreichbar.
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Das erfindungsgemäße System ermöglicht auch einen Teilaufbau, wodurch
die Abgaben bei Neuerschließungen entsprechend angepaßt werden können, wo nur einige
Häuser fertiggestellt sind, ohne daß die Erfordernis der Vervollständigung auf die
endgültige Abwassermenge des Erschlleßungsgebietes während der ursprünglichen Bauphase
besteht. Belastungsspitzen können nicht nur durch ortsfeste Hilfskapazitäten sondern
auch durch Installationsverdoppelung an bestimmten Stellen aufgefangen werden, was
mit mäßigen Kosten geschehen kann.
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Auch können bewegliche Hilfseinrichtungen eingesetzt werden, beispielsweise
mit Hilfe von Lastwagen.
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Die Vakuumleitungen des Systems nach der Erfindung können außerdem
im gleichen Graben wie und zugleich mit den Wasserleitungsrohren verlegt werden,
ohne die Gefahr von Leckbildungen und Verseuchungen, was die Arbeitskosten ebenfalls
wesentlich senkt.
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Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben
sich aus der Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen. Auf der Zeichnung sind
Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigen: Figur
1 eine bildhafte Darstellung des Systems nach der Erfindung; Figur 2 ein schematisches
Blockbild des erfindungsgemäßen Verfahrens der Förderung von Abwässern; Figur 3
eine perspektivische Ansicht, teilweise im Schnitt, einer Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Sammeltanks mit Selbstreinigung, der im erfindungsgemäßen System
zur Aufnahme der Kloake von bis zu etwa sechs Häusern dienen kann; Figur 4 einen
VertikalSchnitt nach der Linie 4-4 von Figur 3, darstellend den Querschnltt des
Abwassersammelbereiches des Sammeltanks;
Figur 5 ein Schaltbild
eines Uberwachungssystems für die periodische Entleerung des Sammeltanks von Figur
); Figur 6 eine Ansicht einer Zwischenstation; Figur 7 eine axiale Endansicht einer
Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Pfropfenerneuerers; Figur 8 eine Seitenansicht
des Pfropfenerneuerers; von Figur 7; Figur 9 eine axiale Endansicht einer zweiten
Ausführungsform - eines erfindungsgemäßen Pfropfenerneuerers, Figur 10 eine Seitenansicht
des Pfropfenerneuers von Figur 9; Figur 11 eine Draufsicht auf eine Y-Verbindung
der Vakuumleitung, wie sie an der Verbindungsstelle der Ausgangsleitung des Sammeltanks
mit der zur Zwischenstation führenden Vakuumleitung Verwendung findet; Figur 12
eine Teilansicht des Steuerpults an der zentralen Überwachungsstation, wobei das
Steuerpult mit Einrichtungen zum Uberwachen des Betriebszustandes des Abwassersystems
und weiteren Uberwachungseinrichtungen ausgerüstes ist, welche zum Zwecke der Korrektur
eines Fehlbetriebs jede Betriebsänderung anzeigen; Figur 15 eine Seitenansicht einer
erfindungsgemäßen Aus führungsform eines Luftdurchlaßventils, wobei einige Teile
weggebrochen sind; Figur 14 eine Seitenansicht eines Druckventils nach der Erfindung,
wobei einige Teile weggebrochen sind, und Figur 15 eine scnematische Darstellung
einer gegenüber den Figuren lund 2 abgewandelten AusfUhrungsform eines Vakuumsystems.
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Zum erleichterten Verständnis der Erfindung wird zunächst das Gesamtsystem
im ganzen beschrieben, worauf dann
Einzelbeschreibungen bevorzugter
Ausführungsformen folgen; die nachfolgende Inhaltsübersicht soll dabei das Auffinden
bestimmter Textstellen erleichtern.
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Inhaltsübersicht I. Gesamtsystem II. Sammeltank III. Zwischenstation
IV. Pfropfenerneuerer V. ?-Verbindungsstück VI. Steuerpult VII. Abgewandeltes Vakuumsystem
1. Das Gesamtsystem Um das Verständnis der Erfindung zu erleichtern, soll zunächst
eine Erklärung anhand eines praktischen Beispiels erfolgen, nämlich die Anwendung
dar Erfindung bei einer an einem Seeufer gelegenen Feriensiedlung.
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Beispiel soll gemäß Figur 1 das Abwasser von einer
Vielzahl
von Abwasserquellen 12, wobei es sich um Ferienhkuser handelt, die längs des Seeufers
verteilt sind, durch übliche, auf Schwerkraftwirkung beruhende Leitungen 14 in einen
Abwassersammeltank 16 geleitet werden. Jeder der Sammeltanks 16 kann beispielsweise
die Abwässer von zwei oder vier oder mehreren Häusern aufnehmen.
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Periodisch, oder wenn das Abwasser in den Sammeltanks eine bestimmte
Pegelhöhe erreicht hat, wird das Abwasser Jedes Sammeltanks 16 in eine Vakuumleitung
22 abgeführt, in welcher das Abwasser in Prropfenform zu einer Druck- oder Zwischenstation
26 geleitet wird.
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Eine pneumatische Druckwirkung kann dann dazu dienen, die Abwässer
durch eine Hauptleitung 30 zur zentralen Abwasseraufbereitungsanlage 29 zu treiben.
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Bei dem erfindungsgemäßen System ist es möglich, die Abwasserleitungen
mit nur geringer RUcksichtnahme auf die Bodenformation zu verlegen, da sie nur unterhalb
der Frostlinie liegen müssen. Darüberhinaus sind Belastungsschwankungen, verursacht
durch den intermittierenden Betrieb der Ferienhäuser, von nur geringem oder überhaupt
keinem Einfluß auf den Betrieb des Systems,und es können weit
voneinander
entfernte Häuser einer weit verstreuten Siedlung wirkungsvoll angeschlossen werden.
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Bei dem dargestellten Beispiel würde die Einrichtung eines üblichen
Schwerkraftsystems die Installation von Hauptleitungen längs des Seeufers erfordern,
also gerade den wertvollsten Teil der Siedlung beeinträchtigen. Auch müßten Leitungen
bis zu 6m unterhalb der Straßenoberfläche verlegt werden, da die Straßen entsprechend
der Topographie des Geländes angelegt werden,und außerdem würde gerade die ungleichmäßige
Bewohnung der Ferienhäuser zu beträchtlichen Betriebsschwierigkeiten für das Schwerkraftsystem
führen.
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Nach dieser Ubersicht soll nun eine betriebsmäßige Ausführungsform
der Erfindung anhand des schematischen Blockbildes von Figur 2 erläutert werden.
Gemäß Figur 2 werden die Abwässer durch Schwerkraftströmung in einer üblichen Schwerkraftleitung
14 in einen Abwasser-Sammeltank 16 geleitet, und zwar von einer Abwasserquelle 12
her, etwa einem Haus, einem Appartement, einem Bürogebäude und dergleichen, ausgestattet
mit üblichen sanitären Installationen. Auf der Zeichnung sind mehrere
Abwasserquellen
12 und Leitungen 14 dargestellt. Ein übliches Einweg- oder Rückschlagventil 12 kann
in die Leitung 14 eingesetzt sein, wie dies in Figur 2 dargestellt ist, um einen
Rückfluß von Abwasser in die Abwasserquelle 12 zu verhindern, wenn das Abwasser
einmal die Leitung 14 erreicht hat.
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Die Abwässer der verschiedenen, aiden Sammeltank 16 angeschlossenen
Abwasserquellen 12 werden in diesem Tank gesammelt, bis eine bestimmte Pegelhöhe
erreicht ist, worauf dann ein Ventil 20 geöffnet wird. Dieses Ventil 20 wird nachfolgend
als Vakuumventil bezeichnet und wird später anhand der Figuren 5 und 4 noch im einzelnen
beschrieben. Das Vakuumventil 20 steht in -Verbindung mit dem Sammeltank 16, und
zwar derart, daß dann, wenn das Ventil 20 geöffnet ist, das Abwasser aus dem Tank
16 durch das Ventil 20 hindurch in die Vakuumleitung 22 fließt, die eine oder mehrere
Y-Verbindungsstücke 25 enthalten kann, die in Verbindung mit Figur 11 noch näher
beschrieben werden. Das Abwasser liegt dabei in Pfropfenform vor und wird zu einer
Zwischen-oder Antriebsstation 26 geleitet, die ihrerseits später anhand der Figur
6 näher erläutert wird.
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Das Fördern des Abwassers in Pfropfenform wird durch die Druckdifferenz
hervorgerufen, welche zwischen dem Vakuum-Aufnahmetank 24 der Zwischenstation 26
und dem Luftdruck an der anderen Seite des Abwasserpfropfens besteht, beispielsweise
ursprünglich dem Luftdruck des Sammeltanks 16. Diese Luft kann jedoch an verschiedenen
Punkten in das System eingelassen werden, wie später noch im einzelnen erläutert
wird.
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Es ist wesentlich festzustellen, daß der Vakuum-Aufnahmetank 24 der
Zwischenstation 26 stets unter Unterdruck stehen muß, vorzugsweise-1/4 bis 1/2 des
Atmosphärendruckes aufweisen. Dies wiederum führt zu einem Unterdruck in der Leitung
22, die sich in Strömungsverbindung mit dem Aufnahmetank 24 befindet. Der Druck
im Sammeltank 16 muß selbstverständlich größer sein als derjenige in der Vakuumleitung
22, und der Sammeltank wird im allgemeinen Atmosphärendruck aufweisen, mit Ausnahme
eines Druckanstieges mit Anstieg des sich im Tank 16 ansammelnden Abwassers, wie
ebenfalls später noch im einzelnen erläutert. Selbstverständlich kann jedoch auch
irgendein höherer Druck Anwendung finden, wenn dies erwünscht ist.
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Wie bereits erwähnt, erfordert der Transport eines Materials in Pfropfenform,
daß eine Druckdifferenz über einen Pfropfen existiert, der zumindest über eine kurze
Strecke zusammenhält. Das gewonnene Antriebsmoment wird das Abwasser auch nach einem
Zerfall des festen Pfropfens für eine gewisse Entfernung stromabwärts fördern. Bisher
war man der Ansicht, daß die Bildung solcher zusammenhängender Pfropfen die Verwendung
von Rohren mit einem Innendurchmesser erfordert, der nicht größer als etwa 6cm ist,und
man vertrat ferner die Auffassung, daß nur mit im wesentlichen festen Stoffen dieser
Betrieb möglich sei, das heißt mit nur einer minimalen Beimengung von Wasser oder
anderen Flüssigkeiten. Die bekannten Vakuumsysteme wurden deshalb mit kurzen Pfropfen
geringen Volumens aus im wesentlichen Feststoffen betrieben.
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Erfindungsgemäß wurde jedoch festgestellt, daß auch Rohre mit größerem
Durchmesser zur Förderung der gesamten Kloake herangezogen werden können, das heißt
sowohl der Feststoffe als auch der flüssigen Anteile, und daß diese gesamte Kloake
in diesen vergleichsweise großen Rohren auf der Grundlage der vakuumbetriebenen
Pfropfen transportierbar ist.
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Das Ventil 20 muß für eine genügend lange Zeitspanne offen bleiben,
damit ein gewisses Luftvolumen mit einem Druck höher als der Druck im Tank 24, vorzugsweise
Atmosphärendruck, durch das Vakuumventil 20 in die Vakuumleitung 22 eintreten kann,
und zwar hinter dem vom Sammeltank 16 herkommenden Abwasserpfropfen. Das Ventil
20 wird erfindungsgemäß für eine einstellbare Zeit offengelassen, und zwar in Abhängigkeit
von den sich ändernden statischen und hydraulischen Bedingungen, im allgemeinen
jedoch weniger als eine Minute. Beispielsweise kann das Ventil 20 etwa 5 bis 30
Sekunden, vorzugsweise 10 bis 25 Sekunden offen Ableiten, und zwar nach dem Durchgang
eines Abwasserpfropfens von etwa 400 Litern durch eine Rohrleitung mit etwa 10cm
Durchmesser.
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Ublicherweise ist die Entfernung zwischen dem Sammeltank 16 und dem
Vakuum-Aufnahmetank 24 der Zwischenstation 26 derart, daß der Pfropfen aus den oben
erwähnten Gründen vor Erreichen des Tanks 24 zerfällt. Deshalb werden Pfropfenerneuerer
27, vorzugsweise entsprechend den Figuren 7 bis 10, an geeigneten Stellen der Vakuumleitung
22 angeordnet. Der Anbringungsort für die Pfropfenerneuer 27 kann durch einen Fachmann
leicht festgelegt
werden, und zwar durch einfache Rechnung, basierend
im wesentlichen auf der Druckdifferenz und der Bodengestalt.
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Etwa 400 Liter oder mehr Abwasser können üblicherweise in einem einzelnen
Sammeltank 16 gesammelt werden, worauf dann das Vakuumventil 20 in Tätigkeit tritt,
das heißt geöffnet wird, um eine Entleerung des Tanks herbeizuführen und den gesamten
Inhalt des Tanks 16 weiterzuleiten. Die später erläuterten automatischen Überwachungseinrichtungen
können jedoch auch so eingestellt werden, daß sich das Ventil 20 dann öffnet, wenn
sich eine kleinere oder größere Abwassermenge angesammelt hat.
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Der Betrieb des Vakuumventils 20 kann zusätzlich oder abwechselnd
periodisch durchgerührt werden, wobei dann eine sofortige Ableitung des Abwassers
aus dem Siedlungsgebiet erfolgt. Selbstverständlich kann das Ventil 20 jederzeit
und für beliebige Zeitspannen durch manuellen Eingriff in den Auslösebefehl geöffnet
werden.
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Jedenfalls sollten der Sammeltank 16 und die Vakuumleitung 22 vor
dem Zeitpunkt entleert sein, zu welchem
die Abwässer septisch werden.
Mit einem üblichen Schwerkraftsystem können in der Praxis diese Dinge nicht erreicht
werden, insbesondere nicht in Feriengebieten, wo die Besiedlungsdichte großen Schwankungen
unterworfen ist und wo in wiederkehrender Folge tagelang, wochenlang oder sogar
monatelang kaum Menschen wohnen.
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Erfindungsgemäß kann zwischen einem gegebenen Sammeltank 16 und der
das Ende des Systems darstellenden Abwasseraufbereitungsanlage 29 eine Anzahl von
Zwischen- oder Druckstationen 26 angeordnet sein. Wie besonders aus Figur 2 zu ersehen,
wird das Abwasser an der Zwischenstation 26 normalerweise von dem Vakuum-Aufnahmetank
24 in eine Druckstufe 28 geleitet, von der aus das Abwasser mittels Druckluft durch
die Vakuumleitungen 22 und 30 zu einer weiteren Zwischenstation 26 oder zur Abwasseraufbereitungsanlage
29 getrieben wird. Es kann sogar noch eine größere Druckdifferenz aufrechterhalten
werden, als wenn nur atmosphärischer Druck allein auf die Rückseite der Abwasserpfropfen
einwirken würde.
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Wenn es die Bodengestaltung erlaubt, dann kann das Abwasser, um es
zur Abwasseraufbereitungsanlage zu bringen, in irgendeine übliche Leitung gedrückt
werden, etwa einen Kloakenkanal oder eine SchwerkraStleitung. Wenn es jedoch erforderlich
ist, dann kann ein Vakuum-Aufnahmetank 24 direkt in der Abwasseraufbereltungsanage
29 vorgesehen werden.
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Das Abwasser in der Vakuumleitung 22 kann selbstverständlich von
einer Zwischenstation 26 auf eine andere umgelenkt werden, etwa dann, wenn ein Fehler
auftritt oder die Belastung des Systems so verringert ist, daß eine einzige Zwischenstufe
für ein langes Stück der Leitung 22 genügt. Die Ablenkung kann in üblicher Weise
mit Hilfe üblicher Ventile 34 und der Verbindungsleitung 36 durchgeführt werden.
Eine einzelne Zwischenstation 26 kann dabei periodisch für eine routinemäßige Wartung
oder eine Reparatur aus dem Leitungssystem ausgeschaltet werden, und es ist damit
eine wirkungsvolle Anpassungsfähigkeit auch bei größeren Anlagen an den jeweiligen
Abwässeranfall gegeben.
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Wie aus Figur zwei ersichtlich, können die Enden der Vakuumleitungen
22 mit Ventilen 40 versehen sein,
durch welche Luft und/oder Chemikalien
eingeführt werden können. Die Ventile 40 können üblichen Aufbau und übliche Betriebsweise
besitzen und können beispielsweise so sein, wie anhand der Figuren 13 und 14 beschrieben.
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Nun soll anhand der Figur 13 das Ventil 40 beschrieben werden. Das
Ventil 40 weist einen mit einem Gewinde versehenen Innenzylinder 42 und einen sich
verjüngenden, ebenfalls mit einem Gewinde versehenen Stopfen 44 (Ventilkegel) auf,
dessen axiale Lage relativ zum Zylinder 42 in Längsrichtung durch eine Mutter 46
einstellbar i-st, um so den Zutritt von Luft in die Vakuumleitung 22 zwischen den
äußeren Gewindegängen des VentilkegeX 44 und den inneren Gewindegängen des Zylinders
42 in geeigneter Weise bemessen zü können. Der Zutritt von Luft in die Vakuumleitung
unterstützt nicht nur die Förderung des Abwassers sondern ist von besonderer Bedeutung
bezüglich der Zerteilung und der Belüftung des Abwassers, wie nachfolgend noch im
einzelnen erklärt wird.
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Figur 2 zeigte daß mehrere Druck-Spülventile 45 in geeignete Stellen
der Leitungen 14, 22, 30 und 36 eingesetzt werden können. Diese Druck-Spülventile
45 können üblichen Aufbau und Betrieb besitzen, etwa entsprechend der Ausführungsform
von Figur 14. Der Zweck dieser Ventile
45 ist, eine Stelle zu
haben, wo eine Überdruckquelle, beispielsweise ein auf einem Lastwagen befindlicher
Luftkompressor, an die Leitung angeschlossen werden kann, um so deren Strömung zu
verbessern. Andere Flüssigkeiten, etwa Wasser mit oder ohne Chlorzusatz, können
zugegeben werden, ebenso wie andere Substanzen zur Aufbereitung des Abwassers oder
zur Stabilisierung des pH-Wertes. Diese AbwasserauSbereitungssubstanzen werden in
Stromrichtung mit hoher Geschwindigkeit durch das Leitungssystem geschwemmt und
dabei innig mit den zerteilten Abwässern vermischt.
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In Figur 14 ist eine Ausführungsform eines Druck-Spülventils 45 dargestellt,
wobei die im Längsschnitt gezeichnete Leitung 47 in eine der Rohrleitungen mündet.
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Ein sich von der Oberseite des Gehäuses der Leitung 47 nach oben und
nach hinten erstreckendes Rohr 48 weist auf außen ein Schraubgewinde, auf welches
eine mit einem Innengewinde versehene Schutzkappe 49 aufgeschraubt sein kannMT.m
Luft mit Überdruck in die Leitung eindringen zu lassen, ist es erforderlich, die
Kappe 49 vom Rohr 48 abzunehmen und dafür ein nicht gezeichnetes Anschlußrohr oder
dergleichen aufzuschrauben. Das Anschlußrohr
kann mit einem Ventil
versehen und mit seinem anderen Ende an irgendeiner üblichen Druckluftquelle angeschlossen
sein, etwa dem Sammeltank eines auf einem Lastwagen angeordneten Luftkompressors.
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Selbstverständlich kann das andere Ende des Anschlußrohres auch an
irgendeiner Quelle für Abwasseraufbereitungsstoffe angebracht sein. Es ist zwar
nicht notwendig jedoch vorteilhaft, wenn diese Stoffe unter einem spitzen Winkel
zugeführt werden, wie dies auf der Zeichnung dargestellt ist.
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Die Funktionen des Luftventils 40 von Figur 13 und des Druck-Spülventils
45 von Figur 14 können erwünschtenfalls durch ein einziges Element in kombinierter
Weise durchgeführt werden, indem das Rohr 48 des Druck-Spülventils 45 ein Innengewinde
erhält und die Kappe 49 durch einen Ventilkegel 44 entsprechend demjenigen von Figur
15 ersetzt wird. Auch können die innen verschraubte Kappe 49 oder das außen verschraubte
Rohr 48 mit einer bestimmten Konizität versehen werden, um das gewünschte Ergebnis
zu erhalten.
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Das Luftventil 40 oder das Spülventil 45 können, wenn sie dieselbe
Funktion ausüben sollen, elektrisch
oder hydraulisch betätigt und
von der Ferne her überwacht werden. Auf diese Weise kann dann zusätzliche Luft unter
Atmosphärendruck oder höheren Druckes automatisch oder in vorgegebenen Mengen an
vorgegebenen Stellen zugeführt werden, um so die Förderung des Abwassers durch die
Vakuumleitungen 22, 50 und )6 zu unterstützen.
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Eines der Merkmale der Erfindung ist die Fähigkeit, eine wirksame
Förderung auch bei großer Anderung in der Menge des in einer Leitung fließenden
Abwassers zu gewährleisten. Die Vakuumleitungen haben vorzugsweise einen Durchmesser
zwischen etwa 1Q und 15cm und können aus jedem geeigneten Material bestehen, vorzugsweise
aus einem geeigneten Kunststoff, wie etwa Polyvinylchlorid. Das erfindungsgemäße
Abwassersystem kann die Abwässer nur eines einzigen Hauses oder einer ganzen Siedlung
verarbeiten, ohne jegliche Anderung, bis die Ilaximalkapazität der Leitung erreicht
ist.
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Besser als Rohre größeren Durchmessers für größere Wohnsiedlungen
zu verwenden ist es, zwei oder mehrere Plastikrohre in dem jeweiligen Graben nebeneinander
zu verlegen, wenn die Abwasserleitung ursprünglich
verlegt wird,
wobei dann die zweite Leitung nur dann in Betrieb genommen wird, wenn die Kapazität
der ersten Leitung überschritten wird.
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Die Leitungen können somit leicht verlegt werden,und normalerweise
genügt es, die Leitungen gerade noch unterhalb der Frostlinie zu verlegen bzw. etwa
knapp lm, was auch für die meisten nördlich gelegenen Gebiete genügt. Dabei ist
es kaum erforderlich, auf die Geländeform besondere Rücksicht zu nehmen, so daß
es möglich ist, auch Gebiets mit Uferstreifen, die bisher infolge der besonderen
Geländegestalt als kaum entwässerbar angesehen wurden,-nunmehr besiedelt und entwässert
werden können, und zwar auf einer wirtschaftlichen Grundlage.
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II. Der Sammeltank Gemäß den Figuren 5 und 4 kann der Sammeltank 16
üblicherweise aus verstärktem Beton oder anderen konventionellen Materialien gebaut
werden, die für den Tiefbau geeignet sind. Der Tank weist, wie dargestellt, aufrechte
Seitenwände 50, zwei vertikale Endwände 52
und 54 und einen abnehmbaren
Deckel 56 auf. Die Gestalt der äußeren Oberflächen der Seitenwände ist derart, daß
der Tank leicht in eine Baugrube eingesetzt werden kann und nach dem Uberschütten
mit Erdreich an seiner Stelle verbleibt.
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Wie aus Figur 3 ersichtlich, unterteilt eine vertikale Scheidewand
58, welche parallel zu den Endwänden 52 und 54 ist, den Tank 16 in zwei Kammern.
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Die vertikale Trennwand 58 ist in der Mitte zwischen den Seitenwänden
50 angeordnet Ünd vorzugsweise etwa 7/4 ihrer Länge von der Endwand 54 entfernt.
Die größere, hinten gelegene Kammer 60 wird durch die Innenflächen der Rückwand
54 der Seitenwände 50 und der Teilungswand 58 begrenzt und dient als sanitärer Abwassersammelbereich.
Die Länge des Sammelbereiches 60 und damit die Proportion des diese enthaltenden
Sammeltanks 16 kann ebenso wie die Höhe der Wände 50 bis 54 in gewünschter Weise
gewählt werden, wobei eine Anpassung an das vorgegebene Abwasservolumen erfolgen
soll. Das Kammervolumen soll ausreichend groß gehalten werden,daft,ohne die Gefahr
eines Uberfließens.
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die Abwassermenge einiger Tage angesammelt werden kann,
wie
das einmal erforderlich sein kann bei Instandhaltungs- und/oder Reparaturarbeiten
oder bei Auftreten von Störungen, etwa der elektrischen Stromversorgung.
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Ein weiterer Grund für das große Volumen des Sammelbereiches 60 in
bezug auf die erwartete und zu fördernde Abwassermenge besteht in der Erfordernis,
die Kammer 60 wasserdicht zu machen und der begrenzten Komprimierbarkeit der im
Abwasser befindlichen Gase.
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Da die Kammer 60 wasserdicht ist, steigt der Druck in ihr mit dem
Einlaufen von Abwasser an. Dieser Druckanstieg ist vorteilhaft für das Hinausfördern
des Abwassers aus der Kammer 60, muß jedoch in Grenzen gehalten werden, um ein Austreten
übelriechender Gase in die Atmosphäre zu vermeiden.
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Die Abwassersammelkammer 60, die von den Innenflächen 62 der Seitenwände
50 begrenzt wird, ist vorzugsweise V-förmig im Querschnitt durch ihr unteres Ende.
Die ständig steigende Abnahme im Querschnitt,
welche sich aus den
Wandflächen 62 mit Einschließungswinkel kleiner 900 und vorzugsweise etwa 600 ergibt,
ist deshalb von Bedeutung, da die inneren Oberflächen 62 der Seitenwände 50 infolge
der Spül-Wirkung des Abwassers bei der Entleerung des Tanks sich selbst reinigen.
Damit wird die Haftung von Kloake an den inneren Oberflächen 62 auf ein Minimum
vermindert und die Menge an sepisch werdendem Abwasserrückstand im Sammeltank vermindert.
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Wenn auch der in den Figuren 3 und 4 dargestellte Tank besonders
zweckmäßig ist, so können unter besonderen Umständen auch andere Gestaltungen und
Betriebsweisen vorteilhaft sein. Beispiele sind vertikal angeordnete Zylindertanks
mit konischer Verjüngung des unteren Bereiches sowie die Kombination eines vertikalen
Bereiches mit rechteckigem Querschnitt mit einem unteren Teil in Form einer umgekehrten
Pyramide. Die Wände müssen selbstverständlich nicht eben sein, und der Neigungswinkel
zwischen den Wänden kann sich vorteilhafterweise gegen den Abwasserauslauf hin verkleinern,
da die Spülwirkung des Abwassers
an den Wänden eine Funktion der
Geschwindigkeit ist, mit welcher die Abwässer den Sammelbereich verlassen. Die Geschwindigkeit,
mit welcher die Abwässer den Sammelbereich 60 verlassen, ist ihrerseits eine Funktion
der Querschnittsfläche der öffnung, durch welche die Abwässer abfließen.
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Gemäß der Figuren 5 und 4 kann eine Einlaßleitung 64 in der hinteren
Endwand 54 vorgesehen sein, vorzugsweise am Boden des Tanks. Die Leitung 64 kann
so angeordnet sein, daß die innere Oberfläche 66 der Leitung an ihrem untersten
Punkt im wesentlichen mit dem Boden 68 der Sammelkammer 60 aus fluchtet, das heißt
mit der Spitze des durch die Seitenwandflächen 62 gebildeten V. Eine Schicht aus
Betonverguß kann dazu dienen eine Durchflußrinne längs der Bodenfläche 68 zu bilden,
wodurch eine hohe Geschwindigkeit des Abwasserflusses erreicht wird, was ebenfalls
dazu dient, daß auch die Feststoffe bei der Leerung des Tanks diesen verlassen.
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Der Eintritt von frischem Abwasser am Boden des Tanks vermeidet auch
das Auftreten von Spritzeffekten,
was zu einer flaschen Betätigung
der später beschriebenen Pegelhöhe-Steuerschal ter führen könnte, und vermindert
darüberhinaus Wirbelbewegungen des Inhalts des Tanks und ein Ablagern von Kloake
an den Innenflächen 62 der Seitenwände 50, wodurch die Entstehung von unerwünschten
Gerüchen vermindert wird, die üblicherweise bei einer Aufwirbelung des Abwassers
entstehen. Es kann Jedoch auch erwünscht sein, die frischen Abwässer in den Sammelbereich
an einem Punkt einzufÜhren, der näher dem Deckel des Tanks liegt. Dies kann beispielsweise
dann wünschenswert sein, wenn die Belüftung des Sammelbereiches durch die Einlaßleitung
zu einem Standrohr erfolgt, das sich an einer entfernt ten Stelle befindet.
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Die Anbringung des Abwasserzulaufrohres 64 im Bodenbereich der Sammelkammer
60 erbringt den zusätzlichen Vorteil einer Verminderung der Tiefe, in welche der
Sammeltank 16 eingegraben werden muß, um der für die Einlaßleitung 64 gewünschten
Verl egungs tiefe unterhalb der Frostlinie zu genügen. Auch können gesetzliche
Vorschriften
bestehen, wie tief die Einlaßleitung 64 verlegt werden muß.
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Wie aus Figur 3 hervorgeht, kann ein Autaß-Abwassersammelrohr 70
in ähnlicher Weise an der Vertikalwand 58 angeordnet sein, benachbart der Spitze
des V-«der Innenflächen 62 der Seitenwände 50. Das Auslaßrohr 70 erstreckt sich
nach vorne durch die Trennwand 58, durch die Kammer 72 welche die Überwachungs-
und Vakuumventile enthält, und durch die vordere Endwand 52 des Sammeltanks 16.
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Die Mündung der Leitung 70 ist vorzugsweise geringfügig kleiner als
der Innendurchmesser der Leitungen 22, womit das Eindringen übergroßer Feststoffe
in diese Leitungen verhindert wird. Damit werden Verstopfungen des Ventils 76 und
der Leitungen 22 vermindert und treten gegebenenfalls nur in der Sammelkammer 60
auf, wo sie wesentlich einfacher wieder behoben werden können. Auf diese Weise wird
auch das Verstopfungsproblem wesentlich vermindert.
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Es ist wünschenswert, daß die Abwasserauslaßleitung 70 sich am äußersten
Ende des Bodens der
Kammer 60 befindet. Dies kann beim dargestellten
Ausführungsbeispiel entweder dadurch erreicht werden, daß die Kammer 60 an ihrem
Ende tiefer gemacht wird, oder dadurch, daß der gesamte Sammeltank 16 so eingegraben
wird, daß er eine geringe Neigung in Strömungsrichtung aufweist.
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Die Kammer 72 für die Aufnahme der Überwachungs-und Ventileinrichtung
wird durch die Innenflächen 62 der beiden Seitenwände 50, die vordere Oberfläche
80 der senkrechten Trennwand 58 und die Innenfläche 81 der vorderen Endwand 52 begrenzt.
Wie aus Figur 5 ersichtlich, kann die Uberwachungskammer 72 im wesentlichen den
gleichen Querschnitt aufweisen wie die Abwassersammelkammer 60, was den Bau erleichtert.
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Ein Vakuumventil 76 befindet sich etwa in der Mitte der Länge des
Auslaßrohres 70. Das Ventil 76 ist normalerweise geschlossen und nur während der
Zeitspanne geöffnet, wenn der Sammeltank 16 entleert werden soll. Das Ventil 76
kann durch einen Elektromotor 64 betätigt werden, und zwar in Abhängigkeit
von
Steuersignalen, die vom Steuerkasten 78 abgegeben werden, welcher im oberen Bereich
der Kammer 72 benachbart der vertikalen Trennwand 58 angeordnet ist.
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Der Ventil-Steuerkasten 78 kann der Einfachheit halber in einiger
Entfernung vom Ventil 76 angeordnet sein, das heißt auf einem Sockel gestellt.
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Das Ventil 76 kann jedoch auch, wenn dies erwünscht ist, außerhalb
des Sammeltanks und in einer bestimmten Entfernung zu diesem angeordnet werden.
Selbstverständlich kann das Ventil 76 auch hydraulisch oder pneumatisch bedient
werden, wobei dann der Elektromotor 74 durch eine geeignete hydraulische oder pneumatische
Ventilbetätigungseinrichtung ersetzt wird, ohne daß dabei von-der hier beschriebenen
Betriebsweise des Systems abgegangen wird.
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Der Deckel 56 des Sammeltanks 16 kann mit zwei zylindrischen Rohren
84 und 86 versehen sein> die als Einstieglöcher dienen und besondere Abdeckungen
88 und 90 aufweisen. Die-Abdeckung 88 soll mit dem
Mannloch 84
luftdicht abschließen, um das Austreten übelriechender Gase zu vermeiden und den
Aufbau eines Uberdrucks in der Kammer 60 zu gesatten, wenn sich in dieser das Abwasser
ansammelt.
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Die Abdeckung 88 ist mit einem Einwegventil 92 versehen das den Zutritt
von Luft mit Atmosphärendruck in die Abwassersammelkammer 60 ermöglicht, aber den
Austritt übelriechender Gase verhindert.
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Wenn somit das Vakuumventil 76 geöffnet ist und die Sammelkammer 60
sich entleert, dann kann Luft in die Kammer 60 eintreten, um so das Entstehen eines
Unterdrucks in der Kammer zu vermeiden. Der Eintritt von Luft in die Leitung 22
hinter Jedem auslaufenden Abwasservolumen ist selbstverständlich wichtig für die
Erzeugung der gewünschten Druckdifferenz zur wirksamen Förderung des Abwassers durch
die Vakuumleitungen in Form einer vakuumgetriebenen Pfropfens trömung.
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Die Abdeckung 90 für das Rohr 86 kann irgendeine geeignete Mannloch-Abdeckung
sein, vorzugsweise
feuchtigkeltsdicht und leicht entrernbar, so
daß die in der Kammer 72 befindliche Einrichtung leicht gewartet werden kann.
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Der Steuerkasten 78 kann seine Betriebskraft von einer nicht gezeichneten
üblichen Kraftquelle verhalten, etwa dem üblichen Stromnetz mit 110 oder 220 Volt.
Die Antriebskraft wird bei dem in Figur 3 dargestellten Ausführungsbeispiel dem
Motor 74 über ein in einer Leitung 93 befindliches Mehrleiterkabel zugeführt. Von
der Steuerbox 68 aus erstrecken sich nicht gezeigte Fluidleitungen durch eine Leitung
94 und durch die Trennwand 58 in die Abwassersammelkammer 60. Die Fluidleitungen
sind mit einem FUhler 96 für den oberen und einem Fühler 98 für den unteren Flüssigkeitspegel
verbunden. Die Fühler 96 und 98 können üblichen Aufbau besitzen und dienen als Betätigungselemente
für einen Alarm und für das Ventil 76 betätigende Relais des Schaltkastens 78. Die
Fluidleitungen können pneumatischer oder hydraulischer Art sein und können selbstverständlich
auch durch übliche elektrische Systeme ersetzt werden.
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Ein Zweileiterkabel 100 geht, wie dargestellt, von der Leitung 93
benachbart dem Motor 74 ab. Das Kabel 100 verläuft dann durch eine Öffnung in der
Vorderwand 52 des Tanks 16 und dann einfacherweise längs der Vakuumleitung 22. Das
Kabel 100 kann zusammen mit der Vakuumleitung 22 in deren Graben verlegt werden
und erstreckt sich bis zu einer entfernten Uberwachungs und Steuerstation, wie später
beschrieben wird. Die entfernte Uberwachungs-und Steuerstation kann sich an irgendeiner
geeigneten Stelle befinden, etwa an einer Zwischenstation 26 oder an der Abwasseraufbereitungsanlage
29 der Figuren 1 und 2.
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Wie anhand der Figur 1 beschrieben, besteht einer der Vorteile der
Erfindung in der besonderen Anpassungsfähigkeit des Systems bei Feriensiedlungen,
etwa in Ufergebieten oder in gebirgigen Gebieten, wo die anzuschließenden Häuser
nur in bestimmten Zeiten bewohnt werden, beispielsweise an Wochenenden und während
der Feriensaison. Der anhand der Figur 5
erläuterte Sammeltank
16 soll deshalb im Vergleich zu der in derartigen Häusern erzeugten Abwassermenge
vergleichsweise groß ausgelegt sein, und es kann wünshenswert sein, und zwar während
Zeitspannen unregelmäßiger Bewohnung, den Sammeltank periodisch zu leeren, etwa
einmal in der Woche.
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Wenn das Gebiet weiter erschlossen wird und mehr Häuser entstehen,
oder wenn der Abwasseranfall der Häuser ansteigt, dann kann gemäß der Erfindung
die Entleerung der Sammeltanks jeweils auf der Grundlage des sich im Sammeltank
16 ansammelnden Abwassers erfolgen. Aus diesem Grund ist der Fühler 98 vorgesehen,
der den Flüssigkeitspegel feststellt. Mit einem Sammeltank einer solchen Ausdehnung,
daß die Abwassersammelkammer 6o etwa 3m lang, an der Spitze etwa 1>5m breit und
etwa 1,5m tief ist, werden 400 Liter Abwasser zu einer Abwassertiefe von etwa 30cm
führen. 1000 Liter Abwasser dagegen führen zu einer Abwassertiefe von etwa 45cm.
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1600 Liter Abwasser ergeben eine Tiefe von etwa 60cm;
5600
Liter Abwasser ergeben eine Tiefe von etwa 90 cm; der gesamte Tank wird etwa nahezu
5600 Liter Abwasser aufnehmen können.
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Bei einem automatischen Betrieb des Systems ist es wünschenswert,
den Sammeltank 16 dann zu leeren, wenn die Ansammlung nicht mehr als etwa 800 Liter
beträgt und vorzugsweise nicht mehr als etwa 400 Liter. Der Pegelfühler 98 wird
deshalb im allgemeinen nur etwa 30cm über dem Boden des Sammeltanks 60 angebracht.
Wenn die Ansammlung von Abwasser ein vorbestimmtes Volumen erreicht hat, dann wird
der Steuerkreis im Steuerkasten 78 auf Offenstellung des Ventils geschaltet. Damit
wird dann das Ventil 76 durch den Motor 74 geöffnet und das Abwasser in der Sammelkammer
60 durch das Auslaßrohr 70 in Pfropfenform in die Vakuumleitung 22 getrieben, und
zwar durch die sich ergebende Druckdifferenz.
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Der Fühler 98 ist üblicherweise auf Flüssigkeitsdruck aufgebaut,
wird jedoch bei verschiedenen Pegelhöhen betätigt bzw. in Ruhelage gebracht, wie
dies
bei elektrischen Relais infolge deren Hysteresiskurve bekannt
ist. Sobald der Abwasserpegel in der Sammelkammer 60 den unteren Pegel oder Ruhepegel
durchläuft, das ist ein Pegel von etwa der obersten Stelle des Auslaßrohres 70,
dann betätigt der Fühler 98 das Umschalten des Ventils 76 in den geschlossenen Zustand.
Infolge der kleinen Zeitspanne, welche für das vollständige Schließen des Ventils
76 erforderlich ist, wird eine vorausbestimmbare Luftmenge durch das Ventil 76 in
die Auslaßleitung 70 gelangen. Wie bereits vorher ererläutert, drückt die eingedrungene
Luft den Abwasserpfropfen durch die Leitung 22 in Richtung auf die Station 26.
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Der Fühler 96 für den oberen Flüssigkeitspegel kann im Sammeltank
16 in einer größeren Tiefe angebracht werden, beispielsweise 60cm oder 90cm tief.
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Der Fühler 96 kann dazu verwendet werden, einen visuellen und/oder
akkustischen Alarm zu geben, und zwar am Sammeltank 16 oder an einer entfernten
Uberwachungsstelle des Systems oder an beiden diesen Stellen.
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Der Ort des Fühlers 96 in der Sammelkammer 60 kann so gewählt werden,
daß eine beträchtliche Speicherkapazität in der Kammer selbst dann noch gegeben
ist, wenn bereits das Alarmzeichen abgegebeiorden ist. Es kann deshalb Abwasser
auch dann noch ohne Gefahr angesammelt werden, etwa für einen weiteren Tag oder
zwei weitere Tage> ohne daß ein Überlaufen des Tanks erfolgt. Es verbleibt somit
genügend Zeit für die Behebung von Fehlern und,ioder zur Durchführung von Hilfsmaßnahmen,
etwa in der Form der Entleerung des angesammelten Abwassers in einen auf einem Lastwagen
angeordneten oder auf andere Weise beweglichen Tank.
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Wie ebenfalls aus Figur 5 hervorgeht, ist ein üblicher Druckfühler
VS, beispielsweise ein Druckfühler mit Balgen oder mit Membranen, in der Leitung
22 nahe benachbart dem Vakuumventil 76 angeordnet.
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Wie später noch im einzelnen erläutert wird,verhindert der Druckfühler
ein Öffnen des Ventils, wenn der Druck in der Leitung 22 einen vorbestimmten Wert
überschreitet, vorzugsweise einen Wert von etwa dem halben
Atmosphärendruck.
Auf diese Weise wird eine wirkungsvolle Entleerung der Sammelkammer gewährleistet.
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Eine Betrachtung des Schaltdiagramms von Figur 5 zeigt, daß der Motor
74 von Figur 3 in seiner Drehrichtung umkehrbar ist und zwei Endungen, eine Wendung
zum Öffnen und eine Wendung zum Schließen, auSweist, wobei diese Wendungen derjenigen
Drehrichtung entsprechen, die für das Öffnen oder das Schließen des Vakuumventils
76 erforderlich ist. Die in Figur 5 gezeigte Schaltung vermag, einen automatischen
Betrieb zu gewährleisten, auf der Basis des Abwasservolumens, welches sich in der
Sammelkammer 60 angesammelt hat. Erforderlichenfalls kann in den automatischen Betrieb
eingegriffen werden, derart, daß das Ventil 76 manuell von dem entfernt angeordneten
Schaltpult geöffnet werden kann, wie es in Figur 12 dargestellt ist.
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Der Motor 74 weist eine Welle auf, welche zum Öffnen bzw. Schließen
des Ventils 76 Jeweils in entgegengesetzter
Richtung umläuft.
Die Welle zwischen dem Motor und dem Ventil weist zwei Nocken 102 und 104 auf, die
in Figur 5 in einer Stellung gezeigt sind, welche dem geschlossenen Ventil entspricht.
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Wenn der Motor 74 zum Öffnen des Ventils 76 erregt wird, das drehen
sich die Nocken 102 und 104 im Gegenzeigersinn um einen Winkel von etwa 910.
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Am Ende des Motorlaufes fällt der Folger 106 ab, wodurch der bewegliche
Schalter 108 vom Kontakt 110 zum Kontakt 112 Uberwechselt. Damit wird der Motor
abgeschaltet,und das Ventil kehrt ion seine offene Stellung zurück.
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Wenn der Motor 74 das Öffnen des Ventils 76 bewirkte dann dreht sich
der Nocken 104 ebenfalls im Gegenzeigersinn und-bringt sofort die Schaltkontakte
114 und 116 in ihre andere Stellung, das heißt in Berührung mit den Kontakten 140
bzw. 138, wo sie so lange verbleiben, bis der Motor 74 durch den nachfolgend beschriebenen
Schaltkreis in der Weise erregt wird, daß er das Ventil 76 schließt und das Ventil
76 tatsächlich in die vollständig geschlossene Stellung
zurückgekehrt
ist. Die Antriebskraft zum Schließen des Ventils 76 wird vom Motor getrennt, wenn
der Nocken 104 in seine auf der Zeichnung dargestellte Position zurückgekehrt ist.
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Wenn der in Höhe des obersten Punktes der Vakuumleitung 70 angeordnete
Schalter 98 für den unteren Pegel, wobei dieser Schalter in Figur 5 dargestellt
ist, sich in seiner geschlossenen Stellung befindet, dann werden in die Sammelkammer
60 Abwasser und eine bestimmte Luftmenge durch das Ventil 76 eintreten und auch
in die Vakuumleitungen 70 und 22, und zwar während der Zeit, die der Motor 74 benötigt,
um das Ventil 76 volldEndig zu schließen.
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Durch Einstellen der Höhe des Schalters 98 in Richtung nach unten
wird, mit der Zeitverzögerung, selbstverständlich der Zutritt von Luft in die Leitung
vergrößert und bei Höheneinstellung des Ventils in Richtung nach unten der Zutritt
von Luft in die Leitungen 70 und 22 abnehmen, wobei der Lufteintritt jeweils Jeder
Leerung des Sammelbereiches 60 folgt.
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In Figur 5 sind die im Steuerkasten 78 zum Zweck der vereinfachten
Bedienung untergebrachten Einrichtungen im Zeichnungsmittelteil dargestellt.
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Die elektrischen Kabel 118, 120 und 122, die dem Motor 74 Antriebskraft
zuführen, sind in der Leitung 9 von Figur 5 eingeschlossen. Auch befinden sich in
der Leitung 93 die ZuSührungen 124 und 126, die zusammengeschaltet sind, wenn der
Schaltkontakt 114 zum Kontakt 140 überwechselt. Dieser Zustand tritt immer dann
auf, wenn das Ventil 76 sich nicht in seinem geschlossenen Zustand befindet.
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Die Antriebskraft kann von einem üblichen Stromversorgungsnetz über
Unterbrecherkontakte 128 den Zuführungen 130 und 132 zugeleitet werden. Die Zuführung
132 ist direkt mit dem Leiter 118 verbunden, der seinerseits mit einer üblichen
Eingangsklemme der Windungen des Motors 74 verbunden ist. Der Strom der Leitung
150 wird an die Wicklung für die Offenstellung oder an die Wicklung für die Schließstellung
des Motors 74 gelegt, und zwar über verschiedene Schaltkontakte,
die
entsprechend dem Anregungszustand der ihnen zugeordneten Relais spulen offen oder
geschlossen sind. Die Schaltkontakte sind in Figur 5 durch die üblichen Schaltbilder
dargestellt, das heißt,eine Diagonallinie durch die Kontakte zeigt an, daß die Kontakte
normalerweise, das heißt> wenn sich die zugeordnete Spule nicht im angeregten
Zustand befindet, geschlossen sind.
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Die Abwesenheit einer diagonalen Linie dagegen zeigt an, daß die Schaltkontakte
normalerleise offen sind, das heißt dann offen sind, wenn die zugehörige Spule nicht
angeregt ist.
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Die Drehrichtung des Motors 74 wird durch die Anregungsbedingung
der Relaisspule RD festgelegt.
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Wenn die Relais spule RD durch Anlegen von Strom von der Zuführung
150 an die Leitung 134 angeregt wird, dann werden die normalerweise offenen Kontakte
RD-1 geschlossen und Strom gelangt über die Zuführung 120 zum Schaltkontakt 116.
Wenn das Ventil 76 nicht geschlossen ist, dann wird der Motor 74 so lange
angeregt,
bis sich das Ventil 76 schließt.
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Zum Öffnen des Ventils 76 ist es erforderlich, daß Strom über die
Zuführung 122 zugeführt wird, und zwar zu einer Zeit> wenn das Ventil 76 sich
in einer Stellung befindet, die nicht der vollständig offenen Stellung entspricht.
Die Zuführung 122 kann nicht mit der stromführenden Leitung 130 verbunden werden,
wenn die Spule RD sich im angeregten Zustand befindet, und zwar aufgrund des normal
er weise geschlossenen Schaltkontaktes RD-2. Es ist somit notwendig, die Anregung
der Relaisspule RD zu unterbrechen, um das Vakuumventil 76 öffnen zu können.
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Die Relaisspulen RB und RC können so lange nicht angeregt werden,
so lange die entfernt angeordnete Steuereinheit 156 angeschlossen und auf manuelle
Bedienung gestellt ist. Bei der nachfolgenden Erör-Leerung soll vorausgesetzt werden,
daß entweder die entfernte Steuereinheit nicht angeschlossen ist
oder
daß sie zwar geschlossen ist, jedoch auf automatischen Betrieb gestellt ist. Beim
automatischen Betrieb sind die Relaiskontakte RB-2 und RC-2 geschlossen und die
Relaiskontakte RB-1, RB-3 und RC-1 geöffnet, wie in Figur 5 dargestellt ist.
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Der Flüssigkeitspegel-Schalter 98 dient normalerweise zur Feststellung
des Abwasserpegels dann, wenn das Vakuumventil 76 geöffnet und geschlossen werden
sollte und betätigt den normalerweise geschlossenen Schaltkontakt PS-1 bzw. den
normalerweise geöffneten Schaltkontakt PS-2. So lange der Abwasserpegel sich unterhalb
der für die Entleerung des Tanks bestimmten Höhe befindet, verbleiben die Kontakte
PS-1 geschlossen und die Kontakte PS-2 geöffnet. Strom von der Zuführung 130 wird
der Klemme 134 und der Relaisspule RD über die normalerweise geschlossenen Kontakte
RB-2 und PS-1 zugeführt.
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Die normalerweise geschlossenen Kontakte TD-1 werden geöffnet, wenn
die Relaisspule TD angeregt
wird. Die Relaisspule TD wird dann
angeregt, wenn der Valuumschalter VS-1 geschlossen ist. Der Vakuumschalter VS-1
stellt einen Teil des Druckfühlers VS von Figur 3 dar, wobei dieser, wie bereits
früher erwähnt, dazu dient, den Unterdruck in der Leitung 22 zu messen. Wenn der
Unterdruck in der Leitung 22 einen für eine wirksame Entleerung der Kammer 60 ungenügenden
Wert aufweist, das heißt der Druck sich über einem vorbestimmten Grenzwert befindet,
dann werden sich die Schaltkontakte VS-1 öffnen und die Relaisspule TD anregen,
womit die Schaltkontakte TD-1 geschlossen bleiben. Strom von der Zuführung 130 kann
dann an die Klemme 134 der Relaisspule RD über die normalerweise geschlossenen Kontakte
RB-2 gelangen, und zwar solange die Kontakte TD-1 geöffnet sind.
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Wenn der Unterdruck in der Leitung 22 dagegen innerhalb der erforderlichen
Grenzen liegt, so daß die Relaisspule TD angeregt und die Schaltkontakte TD-1 geöffnet
werden, dann wird auch der Motor 74 angeregt und öffnet das Vakuumventil 76 sobald
der
Schaltkontakt PS-1 offen und der Schaltkontakt PS-2 geschlossen
ist. Zu diesem Augenblick wird dann ein Stromweg von der Zuführung 130 zur Leitung
132 über die Schaltkontakte RB-2, PS-2 und RD-2, die Leitung 122, die Schaltkontakte
108 und 110, die Offenstellungswicklung des Motors 74 und die Zuführung 118 führen.
Da der Motor 74 das Vakuumventil 76 öffnet, dreht sich der Nocken 102 im Gegenzeigersinn
bis der Nockenfolger 106 abfällt und den Schaltkontakt 108 in Berührung mit dem
Kontakt 112 bringt.
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Der Schaltkreis verbleibt in diesem Zustand bis der Flüssigkeitspegel
unter den Punkt gefallen ist, wo die Schaltkontakte PS-2 sich öffnen und die Kontakte
PS-1 sich schließen. Da sich der Nocken 104 ebenfalls im Gegenzeigersinn gedreht
hat, während des Öffnens des Vakuumventils 76, werden die Schaltkontakte 116 und
158 derart in Einwirkung kommen, daß Strom von der Zuführung 130 zur Schließstellungswicklung
des Motors 74 gelangt, und zwar über die Schaltkontakte RB-2, PS-1 und RD-1, die
Zuführung
120 und die Schaltkontakte 116 und 158. Der Strom auf
der Zuführung 150 ist normalerweise über diese Schaltkontakte mit der Zuführung
120 verbunden und den Schaltkontakten 116, und zwar immer dann, enn die Relaisspule
RD sich im angeregten Zustand befindet. Somit wird Strom, also Antriebskraft, fortlaufend
dem Motor 74 zum Zwecke des Schließens des Ventils zugeführt, und zwar so lange,
bis der Nocken 104 in die auf der Zeichnung dargestellte Lage zurückgekehrt ist.
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Sobald das Vakuumventil 76 geöffnet ist und die Entleerung des Sammeltanks
60 des Tanks 16 von Figur 5 beginnt, soll das Vakuum in der Leitung 22 am Fühler
VS genügend niedrig sein, um die Schaltkontakte VS-1 zumindest für einen Teil des
Entleerungsvorganges zu öffnen. Wenn die Schaltkontakte VS-1 öffnen sollen, dann
wird der Strom von der Relaisspule TD genommen. Um zu verhindern, daß die Relaiskontakte
TD-1 sich plötzlich schließen und damit die Relaisspule RD mit der Folge der Rückkehr
des Vakuumventils in den Schließzustand schließen, kann
als Spule
TD eine solche gewählt werden, welche ihre Kontakte TD-1 erst nach einer bestimmten
Zeitverzögerung öffnet. Für das hier beschriebene System kann die Zeitverzögerung
in der GröBenordnung von 5 bis 10 Sekunden liegen, um einen richtigen Betrieb zu
gewährleisten.
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Wie aus Figur 5 hervorgeht, kann die bereits oben anhand der Figuren
5 und 4 erläuterte Fernsteuereinheit für den Sammeltank 16 an einer Wartungsstation
angeordnet sein. Die Wartungsstation kann sich an einer der Antriebs- oder Zwischenstationen
26, an der Abwasseraufbereitungsanlage 29 oder an irgendeinem anderen geeigneten
Ort befinden. Das Kabel 100 kann längs der Vakuumleitung 22 in deren Graben verlegt
werden und kann die beiden Leiter 150 und 152 enthalten, wie in Figur 3 dargestellt
ist.
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Ein Schaltkasten 136 kann an der entfernten Wartngsstation vorgesehen
sein. Der Schaltkasten 136 kann eine Reihe von Anzeigelampen C-1 bis C-5 aufweisen
sowie
einen akkustischen Alarmgeber B. Antriebskraft bzw. Strom kann über die Leitungen
154 und 156 eines üblichen Stromnetzes mit llO oder 220 Volt zugeführt werden. Eine
Klemme des Alarmgebers B und dcr Lampen C-1 bis C-5 kann direkt an eine gemeinsame
Leitung 156 angeschlossen sein.
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Ein Niederspannungstransformator 158 kann vorgesehen werden, wobei
seine Primärwicklung zwischen den Leitungen 154 und 156 liegt und seine Sekundärwicklung
in der üblichen Weise derart gestaltet ist, daß eine niedrigere Spannung erhalten
wird, die geeignet ist, die Anzeigelämpchen und den Alarmgeber zu betreiben, beispielsweise
eine Niederspannung von 24 Volt.
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Zusätzlich können 24-Volt-Transformatoren IT-1 und IT-2 zwischen
die 110 oder 220 Volt führenden Leitungen 154 und 156 gelegt werden. Eine Klemme
jeder der Sekundärwicklungen der Transformatoren IT-1 und IT-2 ist geerdet und die
andere Klemme direkt mit den Leitungen 150 und 152 verbunden.
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Der Schaltkreis mit der Sekundärwicklung des Transformators IT-2
enthält außerdem zwei Dioden D-3 und D-4 mit entgegengesetzter Durchlaßrichtung,
so daß ein Stromfluß durch die Sekundärwicklung des Transformators IT-2 verhindert
wird, mit Ausnahme eines Stromflusses durch eines der Schaltungselemente parallel
zu den Dioden D-3 und D-4. Die ungeerdete Seite der Sekundärwicklung des Transformators
IT-2 ist über eine Leitung 152 mit dem Schaltkasten 78 des Sammeltanks 16 verbunden,
zum Zweck einer Fernbedienung des Ventils 76» wie -nachfolgend en1ärt.
-
In ähnlicher Weise weist der die Sekundärwicklung des Transformators
IT-1 enthaltende Stromkreis ze; auf Dioden D-1 und D-2 entgegengesetzt der Durchlaßrichtung,
so daß ein Stromfluß durch die Sekundärwicklung des Transformators IT-1 verhindert
wird, mit Ausnahme eines Stromflusses durch die Schaltungselemente parallel zu den
Dioden D-1 und D-2. Die ungeerdete Seite der Sekundärwicklung des Transformators
IT-1 kann über die Leitung 150 mit dem Steuerkasten 78 des Sammeltanks 16 verbunden
sein.
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Für einen automatischen Betrieb nehmen, wie bereits vorerwähnt, die
Kontakte SA-1, SA-2 und SA-3 des manuell betätigbaren Schalters SA den in Figur
5 gezeigten Zustand ein. Die Kontakte SA-1 sind geschlossen, womit die Lampe C-4
mit Strom versorgt wird, um anzuzeigen, daß das System auf automatischen Betrieb
gestellt ist. Die Kontakte SA-2 sind ebenfalls offen, so daß die Lampe C-5 keinen
Strom erhält, was anzeigt, wenn sie gespeist wird, daß das System auf manuellen
Betrieb gestellt ist.
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Die Kontakte SA-3 sind offen, womit die Einwegdiode D-1 den Stromfluß
durch die Leitungen 150 und 124 zu den Schaltkontakten 140 überwachen kann. Somit
ist ein Schaltkreis gegeben vom Transformator IT-1 zur Diode D-1, zu der Leitung
150, zur Diode D-5, zur Leitung 124, zu den Schaltkontakten 140 und 114 und der
Leitung 126, durch Erde und zur Relaisspule RE am Schaltkasten 136.
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Das Ventil 76, dessen Stellung vom Schalter 114 gesteuertwird, steuert
seinerseits den Stromfluß durch die Relaisspule RE, wenn das System bei der automatischen
Überwachung
in Betrieb ist. Die Anregung der Relaisspule RE schließt die normalerweise offenen
Kontakte RE-1 zur Speisung der Lampe C-2> anzeigen, daß das Ventil 76 offen ist.
Die normalerweise geschlossenen Kontakte RE-2 werden geschlossen, wodurch die Lampe
C-3 stromlos wird, was anzeigt, daß das Ventil 76 vollständig geschlossen ist.
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Werden dagegen die Schaltkontakte 114 und 140 nicht angeregt, dann
wird auch die Relaisspule RE nicht angeregt,und die Stromversorgung der Lampen C-2
und C-3 wird unterbrochen, was anzeigt daß das Ventil 76 offen ist.
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Alle Schaltkontakte SA-1, SA-2 und SA-5 müssen in ihre umgekehrte
Lage gebracht werden um das System auf manuellen Betrieb umzustellen. Die Erregung
der Lampen C-4 und C-5 wird durch die Kontakte SA-1 und SA-2 ebenfalls umgekehrt.
Das Schließen der Kontakte SA-5 schließt den Einwegwiderstand der Diode D-1 kurz,
so daß der Strom vom Transformator IT-1 durch die Diode D-2, Erde> die Diode
D-6, die Relaisspule RB,
die Leitung 150 und die geschlossenen
Schaltkontakte SA-3 fließen kann.
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Das Kurzschließen der Relais spule RE durch die Diode D-2 führt dazu,
daß die Lampe C-3 weiterhin mit Strom versorgt wird. Die Anregung der Relaisspule
RB schließt die normalerweise offenen Kontakte RB-l, womit die Relaisspule RC anregbar
ist, wie später noch beschrieben wird.
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Die normalerweise geschlossemen Kontakte RB-2 werden geöffnet, m
die Steuerung der Relaisspulen TD und PS mit Bezug auf die Anregung der Klemme 134
der Relaisspule RD zu unterbrechen. Die normalerweise offenen Kontakte RB-3 sind
jedoch geschlossen, um Strom der Klemme 134 zuführen zu können. Da die Kontakte
HL-1 des Schalters 96 für den oberen Abwasserspiegel geöffnet sind, ebenso wie die
Kontakte des Schalters SB, kann in der Leitung 152 kein Strom fließen.
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Mit dem manuellen Schließen des Schalters SB kann Strom vom Transformator
IT-2 durch die Diode D-4, die Leitung 152, die Diode D-8, die geschlossenen
Kontakte
RB-1, die Relaisspule RC, Erde und die Kontakte des Schalters SB fließen. Die Anregung
der Relaisspule RC führt zu einem Schließen der normalerweise offenen Kontakte RC-1,
so daß von den Leitungen 130 und 122 durch die Kontakte RD-2, 108 und 112 sowie
die Offenstellungswicklung des Motors 74 Strom zu den Leitungen 118 und 132 fließen
kann. Das gleichzeitige Öffnen der normalerweise geschlossenen Relaiskontakte RC-2
führt zu einer Anregung der Relaisspule RD und der Schließstellungswicklung des
Motors 74, Der Schalter SB kann in üblicher Weise federbelastet sein, so daß seine
Kontakte nicht versehentlich in der $eschlosseen Stellung verbleiben können, was
nämlich zu einem Zusammenbruch des Vakuums im System führen würde, und zwar durcn
das Einwegventil 92 an der Spitze des Sammeltanks 16. Das Öffnen des Schaltkontaktes
SB wird selbstverständlich die Relaisspule RC abschalten unu somit das Ventil 76
in seine normalerweise geschlossene Stellung zurückbringen.
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Ein Schließen des Kontakts HL-1 des Schalters 96 für den oberen Abwasserpegel
wird den Einwegwiderstand
der Diode D-8 kurzschließen, womit ein
Stromweg vom Transformator IT-2 durch die Diode D-3, Erde, die Diode D-7, die Schaltkontakte
HL-1, die Leitung 152 und die Relais spule RA aufgebaut wird. Eine Anregung der
Relaisspule RA führt zu einer Schließung der normalerweise offenen Kontakte RA-1,
womit sowohl die Alarmlampe C-1 als auch der akkustische Alarmgeber B Strom erhalten.
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Die Alarmgeber C-1 und B bleiben so lange angeregt, so lange die Kontakte
HL-1 geöffnet sind, unabhängig von der Stellung des Schalters SA, der manuellen
oder automatischen Betriebsweise des Systems und dem Öffnen und Schließen des Ventils
76. Ein nicht dargestellter, manuell bedienbarer Schalter kann vorgesehen werden,
um den akkustischen Alarmgeber ausschalten zu können.
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III. Die Zwischenstation Nach der die Antriebs- bzw. Zwischenstation
26 schematisch darstellenden Figur 6 nimmt der Vakuum-Aufnahme tank 24 von den Vakuumleitungen
22 der Figuren
1 und 2 ankommende Abwasserpfropfen auf. Der Vakuum-Aufnahmetank
24 kann vertikal oder horizontal angeordnet werden, Je nach den vorgegebenen Betriebsbedingungen
und der Abscheidungstendenz der mit dem Abwasser mitgeführten Feststoffe. Der Tank
24 kann normalerweise die Abwasserpfropfen von der Leitung 22 aufnehmen, wie in
Figur 6 dargestellt ist, das heißt zwischen den Enden 142 und 144. Mit dem Vakuum-Aufnahmetank
24 ist an dessen oberen Ende 144 eine übliches korrosionsbeständige Vakuumpumpe
160 aus Metall verbunden, und zwar über eine Unterdruckleitung 146.
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Eine Leitung 162 steht an dem einen Ende 164 mit dem unteren Ende
142 des Vakuum-Aufnahme tanks 24 in Verbindung und am anderen Ende 166 mit dem unteren
Ende 168 eines Ejektors 28. Die Leitung 162 kann mit einem üblichen Rückschlagventil
172,benachbart sowohl dem Ejektor 28 als auch dem Vakuumtank 24,versehen sein.
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Die Vakuumpumpe 160 ist außerdem mit dem oberen Ende 174 des Ejektors
28 verbunden, und zwar über eine
Unterdruckleitung 176, die aus
später erläuterten Gründen außerdem mit der Vakuumleitung 146 an einer Verbindungsstelle
178 in Verbindung steht.
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Ferner ist mit dem oberen Ende 174 des Ejektors 28 über eine Hochdruckleitung
180 ein.blicher Druckluftspeicher 181 und ein Luftkompressor 182 verbunden. Geeignete,
auf mechanische oder motorische Weise betriebene Ventile 184 und 186 können vorgesehen
sein, und zwar benachbart dem Ejektor 28 in der 7akuumleitung 176 bzw. in der Hochdruckleitung
180.
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Das Ventil 184 wird> wenn auf geeignete Weise angeregt, die Vakuumleitung
176 abschließen. Das Ventil 187 an einem Belüftungsloch 189 ist in der Lage, den
Druck im Ejektor 28 auf Atmosphärendruck zu senken, nachdem das Ventil 184 geschlossen
ist, aber bevor sich das Ventil 186 in der Hochdruckleitung 180 öffnet, wie später
noch im einzelnen erläutert wird. Das Ventil 187 dient außerdem dazu, den Druck
im Ejektor 28 in die Atmosphäre zu entlassen, nachdem der Ejektor entleert ist und
bevor sich das Ventil 184 in der Vakuumleitung 176 wieder öffnet.
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Es kann irgendein geeigneter und bekannter Absperrmechanismus vorgesehen
werden, der dazu- dient, eine geeignete Betriebsfolge der Ventile 184, 186 und 187
zu gewährleisten.
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.Wenn auch in der schematischen Zeichnung der Figur 6 nicht angedeutet,
so können doch die Ventile 184, 186 und 187 mit üblichen Grenzschaltern versehen
sein, welche die Folge Offenstellung oder die völlige Schließstellung dieser Ventile
anzeigen. Diese Grenzschalter können über elektrische Rabel 199 mit einem Schaltpult
250 de entfernten Überwachungs- und Steuerstation verbunden sein welche später anhand
der Figur 12 erläutert wird.
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Die stromabwärtige Ausdehnung der Vakuumleitung 22 steht mit dem
unteren Ende 168 des Ejektors 28 in Verbindung und kann mit einem üblichen Einweg-
oder Rückschlagventil 190 versehen sein, und zwar benachbart dem Ejektor 28.
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Mit dem Vakuum-Aurnahmetank 24 steht außerdem ein kombinierter Vakuum-
und AbwasserUberlauf-Tank 194 in Flüssigkeitsverbindung, und zwar über eine Leitung
192. Die vertikale Höhe der Leitung 192 kann geringfügig geringer sein als die Höhe
des Vakuum-Aufnahmetanks 24, so daß ein Ansammeln von Abwasser im Überlauftank 194
so lange verhindert wird, bis der Tank 24 im wesentlichen gefüllt ist, selbst bei
offenem Ventil 173.
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Eine Überlaufleitung 196 verbindet den Uberlauftank 194 mit der Leitung
162. Irgendein übliches, handgesteuertes oder fernbedienbares Ventil 198 kann in
die Überlaufleitung 196 eingesetzt werden, um den Abwasserfluß in dieser Leitung
zu kontrollieren.
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Während des Betriebs wird das Abwasser aus der Vakuumleitung 22 aufgenommen,
und zwar infolge des unteratmosphärischen Druckes im Vakuum-Aufnahmetank 24. Das
Abwasser sammelt sich im Tank 24 an, bis durch die Leitung 162 und das offene Rückschlagventil
172
ein SchwerkraftefluB zum Ejektor 28 stattfindet.
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Da der Druck im Ejektor 28 zumindest so niedrig wie derjenige im Tank
24 sein muß, um eine Abwasserströmung durch die Leitungl62 hindurch zu ermöglichen,
muß das Ventil 184 in der Vakuumleitung 176 zu diesem Zeitpunkt offen sein und die
Ventile 186 und 187 in der Hochdruckleitung 180 und der Belüftungsöffnung 189 geschlossen
sein.
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Bei Abwesenheit einer entgegengerichteten Druckdifferenz zwischen
dem Tank 24 und dem Ejektor 28 wird der Abwasserpegel im Ejektor 28 im wesentlichen
die gleiche Höhe haben wie der Pegel im Vakuum-Aufnahmetank und mit dem ansteigenden
Abwasserpegel im Tank 24 gemeinsam ansteigen.
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Wenn der Abwasserpegel im Ejektor 28-auf eine geeignete Höhe angestiegen
ist, dann wird das Ventil 184 in der Vakuumleitung 176 geschlossen und der Ejektor
28 über das Ventil 187 in die Atmosphäre entlüftet. Nach Schließen des Ventils 187
wird das Ventil 186 der Hochdruckleitung 180 geöffnet, und zwar
durch
ein über das Kabel 199 ankommendes Signal.
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Die Druckdifferenz, die sich aus dem unteratmosphärischen Druck in
der Leitung 22 und dem stromabwärts anschließenden Vakuum-Aufnahmetank einerseits
und der Anwendung von vom Kompressor 18 erzeugten Druckluft ergibt, schließt das
Rückschlagventil 182 in der Leitung 162 und öffnet das Rückschlagventil 190 in der
Leitung 22. Das Abwasser aus dem Ejektor 28 wird somit durch die Leitung 22 in Richtung
auf den Vakuum-Aufnahmetank 24 der nachfolgenden Zwischenstation 26 mit hoher Geschwindigkeit
und in Pfropfenform getrieben. Die Ventile 172, 184, 186 und 190 müssen selbstverständlich
in Ihrer jeweiligen Lage verbleiben, und zwar für eine zeitspanne3 die genügt, den
Ejektor 28 zu entleeren unQ sine bestimmte luftmenge vom Kompressor 182 'n die Leitung
22, und zwar unter dem Abwasserpfropfen> einzuleiten. Das Ventil 1@8 in der Überlaufleitung
196 bleibt während des norm@len Betriebsablaufes geschlossen. Erforderlichenfalls
kann das Abwasser vem Ejektor in irgendeine übliche Leitung eingeleitet werden,
etwa eine Schwerk@@ tlei tung oder eine Hauptkanalisationsleitung, an@ @@ld d
Einpressens
in eine weitere Vakuumleitung 22.
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Nach dem Austritt des Abwassers aus dem Ejektor 28 werden das Ventil
190 der Leitung 22 und das Ventil 186 der Hochdruckleitung 180 geschlossen.
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Nach dem Ablassen des Drucks im Ejektor 28 durch das Ventil 187 in
die Atmosphäre und dem darauffolgenden Schließen des Ventils 187 wird das Ventil
184 in der Vakuumleitung 176 wieder geöffnet, um den Druck zwischen dem Vakuum-Aufnahmetank
24 und dem Ejektor 28 auszugleichen. Es wird dann wiederum Abwasser unter dem Einfluß
der Schwerkraft aus dem Vakuum-Aufnahmetank 24 In den Ejektor 28 fließen, wie bereits
beschrieben worden ist.
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An der Zwischenstation 26 kann auch ein zweiter Ejektor vorgesehen
werden. In diesem Falle kann dann der eine Ejektor Abwasser aus dem Vakuum-Aufnahmetank
24 auSnehmenn während zugleich der zweite Ejektor bereitsvorher aufgenommenes Abwasser
unter om Kompressor 182 gelieferten Ueberdruck und in der Leitung 22 herrschen den
Unterdruck weiterfördert. Nach voll ständiger Ent -leerung
des
Abwassers im zweiten Ejektor und der Ansammlung einer bestimmten Abwassermenge im
ersten Ejektor werden die Vakuum- und Hochdruckverbindungen zu den beiden Ejektoren
umgewechselt, zusammen mit den Zuständen der verschidenen Leitungsventile, womit
es möglich ist, die beiden Ejektoren sozusagen im Gegentakt zu betreiben.
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Im Fall einer Ansammlung von Abwasser in dem Überlauftank 194 wird
das Ventil 175 in der Leitung 192 geschlossen und der Ejektor 28 vom Überlauftank
194 her über das offene Ventil 198 der Überlaufleitung 196 gefüllt. Das Ventil 172
am Ende 164 der.Leitung 162 wird zu diesem Zeitpunkt selbstveständlich geschlossen,
und zwar durch den Druck des Abwassers in der Leitung 162.
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Es können geeignete übliche Zustandsanzeiger und Alarmeinrichtungen,
beispielsweise für den oberen Abwasserpegel, im Tank 24 und im Ejektor 28 angeordnet
werden, um eine Anzeige beim Auftreten von Fehlern zu erhalten. Vorteilhaft ist
es, im Uberlauftank 194
eine Alarmanlage vorzusehen, welche im
ersten Augenblick eines Überlaufs ein Alarmsignal abgibt.
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IV. Der Pfropfenerneuerer In den Figuren 7 und 8 ist eine erste Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Pfropfenerneuerers dargestellt. Dabei ist ein Leitungsabschnitt
200 mit üblichen Anschlußstücken 202 zum Anschließen der Rohrenden 204 und 206 an
bzw. in der Vakuumleitung 22 versehen. Zwischen den Rohrenden 204 und 206 ist der
Rohrabschnitt 200 um die LEngsachse der Vakuumleitung in eine oder mehrere.im wesentlichen
schraubenförmige Windungen gelegt. Somit entstehen eine oder mehrere untere Bögen
oder Taschen 210, in welchen sich das Abwasser unter dem Einfluß der Schwerkfrit
ansammelt und einen zusammenhängenden Pfropfen bildet, der die Querschnittsfläche
der Leitung völlig ausfüllt.
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Die schraubenförmige Ausgestaltung der Pfropfenerneuerung verleiht,
zusätzlich zu den das Abwasser ansammelnden unteren Bögen 210, dem Abwasserpfropfen
eine
Drehbewegung, wenn er durch diesen Rohrabschnitt hindurchbewegt wird. Da ein Zerfallen
der Abwasserpfropfen meist aufgrund der Schwerkraftwirkung eintritt, wird die Drehung
des Abwassers vom Boden der Abwasserleitung nach oben hin die Neigung des Pfropfens
vermindern, sich zu verlängern und dabei zu zerfallen. Außerdem unterstützt die
Drehung die sehr erwünschte Verteilung (hydraulische Zerlegung) der Feststoffe,
wodurch das Abwasser dem Sauerstoff der Luft, welche de Antriebskraft für den Abwasserpfropfen
darstellt, stärker ausgesetzt wird. Eine stromaufwärtige Hinzufügung von Aufbereitungssubstanzen
vermag wirkungsvoll eine nachfolgende Aufbereitung des Abwassers verbessern, da
Jede zugefügte Substanz in den Pfropfenerneuerern innig mit den damit in Verbindung
stehenden Abwässern vermischt wird.
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Die Figuren 9 und 10 zeigen eine zweite Ausführungsform eines Pfropfenerneuerers
nach der Erfindung. Ein kurzer Abschnitt 212 der Leitung ist an beiden Enden 214
und 216 mit üblichen Anschlußstücken
218 zum Anschließen der Leitungsenden
an bzw. in die Vakuumleitung versehen. Zwischen den Enden 214 und 216 führt der
Abschnitt 212 der Leitung eine volle Umdrehung in Schraubenform aus, um einen einzigen
tiefen Bogen 220 zu bilden, in welchem sich das Abwasser ansammeln kann, bis der
Querschnittsbereich der Leitung vollständig gefüllt ist. Die zweite Ausführungsform
unterscheidet sich sich von der erstgenannten darin, daß die Drehung vollständig
unterhalb der Pegelhöhe der Vakuumleitung befindet. Der Durchmesser der Schleife
und/oder der Durchmesser der Leitung können erweitert sein, um so das Speichervolumen
des Pfropfenerneuerers zu vergrößern. Die Vergrößerung der Pfropfen kann auch durch
die Ve-rwendung mehrerer Rohrschleifen erreicht werden.
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Die schraubenförmige Windung des Pfropfenerneuerers nach dem zweiten
Ausführungsbeispiel ergibt ebenfalls dem den Pfropfen bildenden Abwasser eine Rotationsbewegung.
Die Rotation vermindert die Neigung des Pfropfens zu zerfallen, wenn der Pfropfen
durch die Leitung unter
dem Einfluß der Druckdifferenz wandert,
die über dem Pfropfen besteht, wie anhand der Figuren 7 und 8 erklärt worden ist.
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Die schraubenförmigen Pfropfenerneuerer nach der Ausführungsform
der Figuren 7 und 8 haben den zusätzlichen Vorteil, daß sie in demjenigen Graben
verlegt werden können, der für die Installation der Vakuumleitung gegraben worden
ist, ohne die Erfordernis einer merkbaren Vergrößerung der Grabentiefe. Damit wird
eine beträchtliche Einsparung an Zeit und Arbeit erreicht.
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V. Y-VerbindungsstUcke In Figur 11 ist ein typisches Y-Verbindungsstück
25 nach der Erfindung dargestellt. Gemäß Figur 2 wird ein derartiges Verbindungsstück
üblicherweise an jeder Verbindung der Vakuumleitung verwendet. So hat es sich beispielsweise
als nützlich erwiesen, den
Abwasserpfropfen von der Zuführungsleitung
vom Sammeltank 16 in die Vakuumleitung 22 zwischen Zwischenstationen 26 unter einem
Winkel einzuführen, um so den Zusammenhalt des Abwasserpfropfens zu erhalten.
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Die das ?-Verbindungsstück darstellende Leitung kann sowohl in ihrem
Aufbau als auch bezüglich des Verfahrens der Verbindung der verschiedenen Leitungselemente
von üblicher Art sein.
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Wie aus Figur 11 zu ersehen, kann ein leicht gebogener Rohrabschnitt
250 der Leitung mit der vom Sammeltank 16 ankommenden Leitung 22 verbunden werden,
und zwar mit Hilfe eines üblichen Verbindungsstückes 232. Der gebogene Rohrabschnitt
230 kann, ebenso wie das kurze, gerade Rohrsttlck 240, ebenfalls in üblicher Weise
mit den Armen der Y-Verbindung 254 verbunden sein.
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Ein geeignetes übliches RUckschlagventil kann im Verbindungsstück
232 untergebracht sein, etwa da, wo die Leitung 22 vom Sammeltank 16 bergauf in
die -Leitung 22 einmündet. Die Verwendung eines RUckschlagventils verhindert, daß
Abwasser von der Leitung 22
rückwärts in die vom Sammeltank 16
herführende Leitung zurückfließt.
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VI. Das Steuerpult In Figur 12 ist ein geeignetes Anzeigepult 250
dargestellt, das an einer entfernten Uberwachungs und Steuerstation untergebracht
sein kann, wobei Zustandsabschnitte vorgesehen sind, die Jedem der Sammeltanks 16
der Figuren 1 und 2 zugeordnet sind.
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Jeder der Zustandsabschnitte 252 der Sammeltanks kann mit einer Anzeigelampe
C-1 und einem akkustischen Alarmgeber B versehen sein, wie sie in Figur 5 dargestellt
sind und eine Anzeige für einen hohen Abwasserpegel geben und durch den Pegelfühler
96 im Sammeltank 16 von Figur 5 betätigt werden.
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Die Anzeigelampen C-2 und C-5 des Schaltkreises von Figur 5 können
ebenfalls zur Anzeige dienen, ob das Ventil 76 in Jedem der Sammeltanks 16 offen
oder geschlossen ist. Der Kippschalter SA dient dazu, die
Steuerung
des Ventils 76 entweder auf manuelle Bedienung oder auf automatische Bedienung zu
schalten.
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Der federbelastete Schalter SB am Steuerpult 250 dient dazu, den
Sammeltank 16 entleeren zu können, wenn der Kippschalter SA sich in der Stellung
für manuellen Betrieb befindet.
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Für Jeden-der Sammeltanks 16 ist außerdem ein üblicher Intervallmesser
T vorgesehen. Der Intervallmesser T kann ein übliches, rückstellbares Uhrwerk oder
einen rückstellbaren Digitalzähler enthalten, der mit geeigneten Impulsen, beispielsweise
direkt von der 60 Hz-Stromquelle angetrieben wird, welche Stromquelle das Schaltpult
250 speist. Die genaue Schaltung des Intervallmessers T ist nicht dargestellt; er
kann nach dem Öffnen des Ventils 76 in der Leitung 70 von Figur 5 durch eine übliche
Schaltungsanordnung zurückgestellt werden.
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Ein nicht gezeichneter Zustandsanzeiger für jede der Zwischenstationen
26 der Figuren 1 und 2 kann eben7
falls im Anzeigepult 250 vorgesehen
sein. Diese Anzeiger können einen etwas komplizierten Aufbau haben, infolge der
großen Anzahl von Ventilen die überwacht und manuell gesteuert werden sollen. So
können geeignete Anzeigelampen vorgesehen werden, und zwar für den Offenzustand
und den Schließzustand der Ventile 198 in der Überlaufleitung 196, für die Ventile
190 in der Leitung 22, die Ventile 172 in der Leitung 162 und die Ventile 173 in
der Leitung 192 sowie für die drei Ejektor-Ventile 184, 186 und 187> welche in
der Leitung 176 angeordnet sind, und schließlich für die Hochdruckleitung 180 und
die Entlüftung 189 von Figur 6.
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Auch können in der Figur 6 nicht gezeichnete Abwasserpegel-Fühler
im Vakuum-Aufnahme tank 24 im Überlauftank 194 und im Ejektor 28 vorgesehen sein.
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Diese Kühler können in ähnlicher Weise mit geeigneten Anzeigelampen
verbunden sein, um eine visuelle Anzeige des Abwasserpegels in den entsprechenden
Behältern am Anzeigepult 250 der Figur 12 zu erhalten,
Eine einzige
Bedienungsperson kann somit mit Hilfe des Schaltpults 250 durch visuelle Anzeige
die Abwasserpegel in Jedem Sammeltank 16 fortlaufend überwachen, ebenso wie den
Zustand der Ventile 76 in den Ausgangsleitungen 70 und die Länge der vergangenen
Zeit seit der letzten Leerung des Sammeltanks 16.
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Sollte der Zeitabstand zu groß werden, was durch den Intervallmesser
T angezeigt wird, und/oder die Lampe C-1 einen unerwünschten Abwasserpegel im Sammeltank
16 anzeigen, dann ist es für die Bedienungsperson lediglich erforderlich, den Kippschalter
SA auf manuelle Bedienung umzulegen und den Knopfschalter SB zu drücken, womit der
Motor 74 das Ventil 76 öffnet.
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Die Bedienungsperson kann die Auslösung des Knopfschalters SB auch
für eine kurze Zeit verzögern, um den Zutritt von Luft in die Leitung hinter dem
Abwasserpfropfen zu ermöglichen. Auf ese Weise ist es durch Fernbedienung des Ventils
76 möglich, ein Verbleiben kleiner Abwassermengen bis s zu deren Übergang
in
den septischen Bereich zu vermeiden.
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Der Zustand aller Ventile an der Ejektor- oder Zwischenstation 26
gibt nicht nur einen Hinweis auf das Auftreten eines Fehlers im System sondern gibt
darüberhinaus einen Aufschluß über den Ort des Fehlers, was eine sofortige Abstellung
des Fehlers erleichtert. Darüberhinaus können alle Ventile 184, 186, 187 und 198
vom Schaltpult 250 aus ferngesteuert werden, und zwar durch Hinzufügen zusätzlicher,
allgemein bekannter Schaltkreise.
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Ähnliche manuelle oder automatische Uberwachungs-und Anzeigeeinrichtungen
können für die Luftventile 40 und 45 vorgesehen werden, die anhand der Figuren 13
und 14 beschrieben worden sind.
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VII. Abgewandeltes Vakuumsystem In Figur 15 ist eine gegenüber dem
vorbeschriebenen System abgewandelte Ausführungsform der Erfindung dargestellt,
wobei auf der Zeichnung zum erleichterten
Verständnis weiche Teile
mit den gleichen Bezugsziffern versehen sind.
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Gemäß Figur 15 erstreckt sich eine Vakuumleitung 22 zwischen einem
Luftventil 40 und einer Abwasseraufbereitungsanlage 29. Zwischen den Enden der Vakuumleitung
22 sind eine Vielzahl von Sammeltanks 16 angeordnet, deren Jeder Abwasser von einer
Anzahl von Abwasserquellen 12 erhält, wie bereits früher beschrieben worden ist.
Es sind zwar nur zwei Zwischenstationen 26 dargestellt, es kann jedoch jede beliebige
Zahl vorgesehen sein, je nach dem gewünschten System und der gegebenen Topographie.
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Einer der Hauptunterschiede zwischen dem System von Figur 15 und
dem vorher beschriebenen System besteht in dem Fehlen besonderer Luftkompressoren
und Vakuumpumpen an den Ejektorstationen 26, an deren Stelle eine einzige Druckquelle
50 und eine einzige Vakuumquelle 302 an der Überwachungsstation verwendet werden
die zentral in dem Gebiet der Abwasserversorgung angeordnet sein kann. Die Hochdruckquelle
300
kann über Hochdruckleitungen 306 mit den Ejektoren an jeder
der Zwischenstationen 26 verbunden werden.
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In ähnlicher Weise kann die Vakuumquelle 502 über Vakuumleitungen
510 mit jedem der Vakuum-Aufnahmetanks an den Zwischenstationen 26 verbunden werden.
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Auf diese Weise genügt dann eine einzige Vakuumquelle, was die Erfordernis
einer Vakuumpumpe an jeder Zwischenstation 26 vermeidet.
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Die Überdruckquelle 500 kann ebenfalls über Zuführungsleitungen 308
und die Luftventile 45 an die Vakuumleitung 22 angeschlossen werden.
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Ein Ubliches Rückschlagventil kann unmittelbar stromaufwärts der
Luftventile 45 in die Vakuumleitung 22 eingesetzt werden, so daß die in die Vakuumleitung
22 eingelassene Luft nur stromabwärts gegen die Abwasseraufbereitungsanlage strömen
kann. Selbstverständlich kann das Ventil 45 von der Überwachungsstation aus fernbedient
werden, entweder automatisch oder auf besonderen Befehl.
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In der Praxis können die Uberdruckleitung 306J die Vakuumleitung
510 und die Abwasserlei-tungen in demselben Graben untergebracht werden. Die Zuführungsleitungen
308 können aus sehr kurzen Rohrverbindungen bes tehen, und das Ventil 45 kann elektrisch
betrieben werden, so daß erwünschtenfalls Druckluft-Impulse eingegeben werden können.
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Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellten
und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern es sind diesen gegenüber
zahlreiche Abwandlungen möglich, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen