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DE1022196B - Verfahren zur Herstellung von Calciumcarbid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Calciumcarbid

Info

Publication number
DE1022196B
DE1022196B DEST10219A DEST010219A DE1022196B DE 1022196 B DE1022196 B DE 1022196B DE ST10219 A DEST10219 A DE ST10219A DE ST010219 A DEST010219 A DE ST010219A DE 1022196 B DE1022196 B DE 1022196B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
furnace
carbide
calcium
cylinder
carbide formation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST10219A
Other languages
English (en)
Inventor
Sieds Koopal
Willem Van Loon
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Stamicarbon BV
Original Assignee
Stamicarbon BV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Stamicarbon BV filed Critical Stamicarbon BV
Publication of DE1022196B publication Critical patent/DE1022196B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/90Carbides
    • C01B32/914Carbides of single elements
    • C01B32/942Calcium carbide

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Calciumcarbid Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Calciumcarbid aus einem an Kohlenstoff reichen, festen Brennstoff, beispielsweise Koks, und einem calciuinoxydhaltigen Material, beispielsweise Kalk oder Kalkstein, in einem Ofen, in der Weise, daß die für die endotherme Carbidbildung erforderliche hohe Temperatur und die benötigte Wärme durch Verbrennung eines Teils des festen Brennstoffs tn;ttels eines sauerstoffhaltigen Gebläsewindes erzeugt werden, während sich der restliche Teil des Brennstoffs an der eigentlichen Carbidbildung beteiligt, wobei die bei der Verbrennung und Carbidbildung ent-5tandenen Gase aus dem oberen Teil des Ofens, die gebildete Carbidschmelze aus dessen unterem Teil abgeführt werden.
  • Es war bisher üblich, den Brennstoff und den kalkhaltigen Zuschlag entweder als Gemisch oder getrennt in den oberen Teil des Ofens einzubringen, wobei das Beschickungsmaterial in Richtung auf die Feuerung zu i.m Gegenstrom zu den heißen Verbrennungsgasen geführt wird. Nachteilig an diesem Verfahren ist jedoch, daß die aufsteigenden, sehr heißen Verbrennungsgase eine Verdampfung der calciumhaltigen Bestandteile bewirken; selbige sublimieren dann -n höherliegende, mithin kältere Stellen der über der Feuerung vorhandenen Brennstoffschicht. wodurch Brückenbildung und Verstopfung auftritt. Bei elektrischen Widerstandsöfen versucht man, das Leitendwerden der Ofensohle und dadurch den Kurzschluß durch die Sohle zu verhindern, indem man von oben und gleichzeitig zwischen den Elektroden der verschiedenen Pole den Ofen durch den Boden beschickt, damit eine verhältnismäßig kalte Schicht des Beschickungsmaterials auf der Ofensohle geschaffen wird.
  • Um die Brückenbildung und das Verstopfen des Ofens durch sich in den kälteren Ofenzonen absetzende sublimierende Bestandteile des Beschickungsinaterials zu verhindern, wird erfindungsgemäß ein Ofen verwendet, der mit einer nach dem Unt:erschubprinzip arbeitenden Vorrichtung ausgestattet ist, die an einer unterhalb der Ebene der Mündungen der Windformen liegenden Stelle mündet und mittels dieser Vorrichtung wird das calciumoxydhaltige Material in den Ofen eingeführt.
  • Überraschenderweise wurde gefunden, daß - im Gegensatz zu dem bereits bekannten Verfahren -Calciumcarbid mit gutem Erfolg hergestellt werden kann, wenn man den kalkhaltigen Zuschlag, dem gegebenenfalls eine geringe Menge kohlenstoffhaltigen Materials beigegeben sein kann, auf eine solche Weise in den Reaktionsraum einbringt, daß dieser kalkhaltige Zuschlag und die von der Verbrennung herrührenden Gase nicht miteinander in Berührung treten. Es wurden durch diese Maßnahme die obenerwähnten Schwierigkeiten völlig beseitigt, und es ergab sich weiterhin, daß die durch die Verbrennung in der Feuerzone erzeugte, durch Strahlung nach der Carbidbildungszone transportierte Wärme quantitativ ausreicht, um eine schnelle, fast völlige Umsetzung der zugesetzten kalkhaltigen Bestandteile in Calciumcarbid zu bewirken.
  • Bekanntlich entstehen bei der bei verhältnismäßig hohen Temperaturen stattfindenden Carbidbildung heiße Gase, deren Wärmeinhalt man mit Erfolg in der Weise auswerten kann, daß man ihn zur Erzeugung brennbarer Gase verwendet. Zu diesem Zweck kann man oberhalb der Feuerung des Generatorofens Dampf oder Kohlensäure einblasen, um mit einem Teil der Koksbeschickung diesen Dampf in Wasserstoff und Kohlenmonoxyd umzusetzen.
  • Die Fig. 1 und 2 zeigen Längsschnitte von zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeigneten Vorrichtungen.
  • Die Vorrichtung gemäß Fig. 1 besitzt einen Ofenraum 1, der an seinem Oberteil mit einer die Zufuhr von Brennstoff ermöglichenden Füllschleuse 1 a ausgestattet ist. An seiner Unterseite ist er finit einer Vorrichtung 2 ausgestattet, die ermöglicht, ihn nach dein Unterschubprinzip mit 1calkreichem Material zti beschicken. In der Wand des Ofens sind Windformen 3 zum Einleiten eines sauerstoffreichen Gebläsewindes kreisförmig angeordnet. Oberhalb dieser Windformen ist - in geringem Abstand von diesen -eine Reihe von in der Ofenwand ebenfalls kreisförmig angeordneten Rohren 4 vorhanden, die das Einleiten eines endothermen Vergasungsmittels, beispielsweise Dampf oder Kohlendioxyd, ermöglichen. Weiterhin sind vorhanden: ein Gasauslaß 5, über den das erzeugte Gas entweichen kann und eine Abstichöffnung 6, durch die die Carbidschmelze abgestochen werden kann.
  • Die Speisung der Vorrichtung 2 mit dein kalkhaltigen Material erfolgt über eine Leitung 8 aus einem Bunker 8a. Der Transport des über besagte Leitung zugeleiteten -Materials zum Ofenraum erfolgt über eine weitere Leitung 7, die gegebenenfalls finit Röhren 7a ausgestattet sein kann.
  • Der eigentliche Unterschubmechanismus besteht ;in> einem hydraulischen Aufdruckzylinder 9, (ler finit einem Kolben 10 verbunden ist, der im Zylinder 11 hin- und herbewegt wird. Der Zylinder ist um eine waagrechte Welle 12 schwenkbar, sein oberes Ende trägt einen fest mit ihm verbundenen halli@crei@-förmigen Schieber 13.
  • Mittels des hydraulisch betriebenen Kolbens 14 kann der Zylinder 11 hin- und herbewegt werden, und zwar derart, daß er in einer seiner äußersten Stellungen an die Leitung 8 anschließt, wobei >ich der Kolben 10 gleichzeitig in seiner tiefsten Stellung befindet und der Schieber 13 die Leitung 7 sperrt. Der Zylinder 10 füllt sich dann mit dem kalkreichen Material, schwenkt anschließend zurück, und zwar so, daß der Schieber 13 die Leitung 8 sperrt. Der Zylinder 11 schließt in diesem Falle an die Leitung 7 an, worauf der Kolben 10 die Füllung aus dem Zylinder 11 in die Leitung 7 drückt.
  • Die Vorrichtung gemäß Fig.2 zeigt den Ofentyp der Fig. 1 allein, der Ofen ist in diesem Falle mit einem andersartigen Unteirschubmechanismus ausgestattet.
  • Der -Mechanismus besteht hier aus einem Gehäuse 11a, das um eine senkrechte Welle zu rotieren vermag. In diesem Gehäuse sind zwei oder mehrere Zylinder 13a angebracht. Dieses auf Kugeln gelagerte Gehäuse läßt sich durch Betätigung des Schneckengetriebes 17 ohne Mühe drehen.
  • In jedem der Zylinder 13a- befindet sich ein mittels eines hydraulischen Aufdruckzylinders 15 b auf- und abwärts bewegbarer Kolben 14a.
  • Der hydraulische Aufdruckzylinder wird mit Öldruck betrieben, der von einer in der Mitte des Gehäuses 11a angebrachten Ölpumpe 15a geliefert wird.
  • Der Unterschubmechanismus ist derart beschaffen, daß, sofern sich der eine Zylinder 13a unterhalb des Bunkerraums 10u befindet, sich der ihm gegenüberliegende Zylinder unterhalb des äußeren Endes 16 der Preßleitung 7 befindet.
  • Der Unterschubmechanismus arbeitet wie folgt: Aus einem Bunker 8a. wird der Bunker 10a über eine Schnecke 9a regelmäßig mit kalkreichem Material ,effillt. Aus dem Bunker 10a tritt (las Material in den iiiit 13u bezeichneten Zylinder ein. Der in die@ein 7vliiider 13a bewegbare Kolben 14a steht dann in ,einer tiefsten Stellung: @tu> dein anderen Zvlinder. (ler ,ich iiitnniehr unter der Öffnung der Leitung 7 be- findet, hat der Kolben die Füllung bereits in die Leitung 7 hineingedrückt. Durch Drehung des Gehäuses wird anschließend der gefüllte Zylinder unter die Öffnung der Leitung 7 und der leere Zylinder unter die Mündung des Bunkers 10u gesteilt, worauf der gefüllte Zylinder wieder entleert wird, der andere Z_@linder .ich wieder füllt u.w.
  • Uin zu verhüten. ciaß aus dein Ofen über die Leitun- i und üffnung 16 durch die Beschickungsvorrichtung Gase entweichen. ist das Gehäuse lla mit einem Wasserverschluß 18 versehen.
  • E. können dein kalkreichen Material zu dessen Vorerwärinung warme Gase über die Röhre 7a zugeleitet werden. Ist das durch die Unterschubvorrichtung dein Ofen zuzuführende Material mit Brennstoff untermischt, so kann die Vorerwärmung in der Weise stattfinden, daß man den in dem betreffenden Material vorhandenen Brennstoff finit Luft oder Sauerstoff, die bzw. den man über die Röhre 7a zutreten läßt, verbrennt.
  • Um sich mit einem verhältnismäßig niedrigen Prefldruck ini Zuleitungsrohr 7 begnügen zu können. setzt man der Beschickung im Funker 8a ein Schmiermittel. z. B. 1 bis 29/a Graphit, zu.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: \'erfahren zur Herstellung von Calciunicarbid aus einem an Kohlenstoff reichen, festen Brennstoff, beispielsweise Koks, und einem calcittnioxYdlialtigen Material, beispielsweise Kalk oder Kalkstein, in einem Öfen, in der Weise. daß die für die endotherme Carbidbildung erforderliche holte Temperatur und die benötigte Wärme durch Verbrennen eines Teils des festen Brennstoffs mittels eines sauerstoffhaltigen Gebläsewindes erzeugt «-erden, während sich der restliche Teil des Brennstoffs an der eigentlichen Carbidbildung beteiligt, und die bei der Verbrennung und Carbidbildung entstehenden Gase aus dem oberen Teil, die Carbid,schmelze aus dem unteren Teil des Ofens abgeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß man unter Verwendung eines mit einer nach dem Unterschubprinzip arbeitenden Vorrichtung, die an einer unterhalb der Ebene der Mündungen der Windformen liegenden Stelle mündet. ausgestatteten Ofens mittels dieser Vorrichtung das calciumoxydhaltige Material in den Ofen einführt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift N r. 223 509.
DEST10219A 1954-08-18 1955-08-10 Verfahren zur Herstellung von Calciumcarbid Pending DE1022196B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL1022196X 1954-08-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1022196B true DE1022196B (de) 1958-01-09

Family

ID=19867152

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEST10219A Pending DE1022196B (de) 1954-08-18 1955-08-10 Verfahren zur Herstellung von Calciumcarbid

Country Status (1)

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DE (1) DE1022196B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT382595B (de) * 1982-12-22 1987-03-10 Sueddeutsche Kalkstickstoff Anlage zur erzeugung von calciumcarbid
DE102023113970A1 (de) 2023-05-26 2024-11-28 Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft Verfahren und System zur Erzeugung von Positionsdaten für wenigstens eine Handhabungsvorrichtung zur Aufnahme wenigstens eines Teils von wenigstens einer Aufnahmestelle und zur Ablage des wenigstens einen Teils an wenigstens einer Ablagestelle

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE223509C (de) *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE102023113970A1 (de) 2023-05-26 2024-11-28 Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft Verfahren und System zur Erzeugung von Positionsdaten für wenigstens eine Handhabungsvorrichtung zur Aufnahme wenigstens eines Teils von wenigstens einer Aufnahmestelle und zur Ablage des wenigstens einen Teils an wenigstens einer Ablagestelle

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