DE10221773A1 - Griff mit mindestens einem Halsteil und mit einer Befestigungsvorrichtung je Halsteil - Google Patents
Griff mit mindestens einem Halsteil und mit einer Befestigungsvorrichtung je HalsteilInfo
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Abstract
Ein Griff, der mit mindestens einem Halsteil und mit einer Befestigungsvorrichtung je Halsteil ausgestattet ist, wobei die Befestigungsvorrichtung jeweils einen ortsfest in einem Tragteil, an dem der Griff zu befestigen ist, festgelegt ist und in das Halsteil hineinragenden Ankerstift aufweist, soll so gestaltet werden, daß der Griff ihre Beeinträchtigung des jeweiligen Halsteils eine sichere und kostengünstig realisierbare Festlegung an einem Tragteil ermöglicht. DOLLAR A Erfindungsgemäß ist das Halsteil (2) mit einem Innengewinde (5) ausgestattet. In das Innengewebe ist eine vom Ankerstift (4) durchtretene, mit einem Außengewinde (6) versehene Hülse eingeschraubt. Die Hülse steht mit einem zwischen dem Tragteil und dem stirnseitigen Ende (2a) des Halsteils (2) liegenden Spannring (8) in einer Mitnahmeverbindung. Die Hülse (7) stützt sich im montierten Zustand an einem Endanschlag (9) des Ankerstifts (4) axial ab. Die Hülse (7) umschließt den Ankerstift (4) mit radialem Spiel. Der Griff ist besonders als Türdrücker geeignet (Figur 1).
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Griff mit mindestens einem Halsteil und
mit einer Befestigungsvorrichtung je Halsteil, wobei die Befestigungsvorrichtung
jeweils einen ortsfest in einem Tragteil, der am Griff zu befestigen ist, festgelegten
und in das Halsteil hineinragenden Ankerstift aufweist.
Bei bekannten Griffen der gattungsgemäßen Art erfolgt die Festlegung gegenüber
einem beliebigen Tragteil dadurch, daß das Halsteil durchtretende und mit dem An
kerstift direkt oder indirekt zusammenwirkende Befestigungsmittel Verwendung
finden.
Die am weitesten verbreitete Befestigungsart basiert darauf, daß der Ankerstift mit
einem in das Halsteil hineinragenden, zylindrischen Kopfteil versehen ist, welches
eine umlaufende Kerbnut aufweist, in die eine oder mehrere, das Halsteil radial
durchtretende und mit Kegelspitzen versehene Schrauben eingreifen.
Eine andere Befestigungsmethode besteht darin, einen Querstift durch entsprechen
de Radialbohrungen des Halsteiles und des Ankerstiftes hindurchzutreiben, um das
Halsteil gegenüber dem jeweiligen Ankerstift zu fixieren.
In beiden Fällen muß das Halsteil zumindest eine Radialbohrung aufweisen, die na
türlich den gefälligen optischen Gesamteindruck des Griffes beeinträchtigt. Darüber
hinaus erfordern die angegebenen Befestigungsmethoden die Einhaltung enger To
leranzen, was sich kostenmäßig negativ auswirkt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Griff der gattungs
gemäßen Art zu schaffen, der ohne Beeinträchtigung des jeweiligen Halsteiles eine
sichere und kostengünstig realisierbare Festlegung an einem Tragteil ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Halsteil mit einem
Innengewinde ausgestattet ist, in welches eine vom Ankerstift durchtretene, mit
Außengewinde versehene Hülse eingeschraubt ist, die mit einem zwischen dem
Tragteil und dem stirnseitigen Ende des Halsteiles liegenden Spannring in Mitneh
merverbindung steht und im montierten Zustand an einem Endanschlag des Anker
stiftes axial abgestützt ist.
Bei einem derart gestalteten, erfindungsgemäßen Griff sind Querbohrungen durch
das Halsteil nicht erforderlich, so daß der optische Gesamteindruck des Griffes
nicht beeinträchtigt wird.
Da das jeweilige Halsteil letztendlich durch die mit Außengewinde versehene und
in das Innengewinde des Halsteiles eingeschraubte Hülse gegen das Tragteil ver
spannt wird, ist die Einhaltung enger Toleranzen beim Zusammenbau nicht erfor
derlich.
Insbesondere bei einem Griff mit zwei oder mehreren Halsteilen ist es vorteilhaft,
wenn die Hülse den Ankerstift mit radialem Spiel umschließt.
Hierdurch können auch bezüglich des Achsabstandes der Halsteile zueinander rela
tiv große Toleranzen überbrückt werden. Falls die Achsabstände der Ankerstifte re
lativ grob von den Achsabständen der Halsteile abweichen, ist eine einwandfreie
Festlegung durchführbar, da sich die Hülsen auch bei seitlichem Achs-Versatz zum
Ankerstift noch bequem in die Innengewinde der Halsteile einschrauben lassen.
Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen darge
stellt und werden im folgenden näher beschrieben.
Es zeigen
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Griffes mit
Befestigungsvorrichtung,
Fig. 2 eine im wesentlichen der Fig. 1 entsprechende perspektivische Darstel
lung eines Griffes nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfin
dung mit zusätzlicher Alternativdarstellung eines Ankerstiftes,
Fig. 3 eine Teilansicht eines Griffes nach einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung vor dem Zusammenbau der für die Festlegung des Griffes
benötigten Einzelteile,
Fig. 4 eine Ansicht einer einen Teil einer Befestigungsvorrichtung bildenden
Hülse für einen erfindungsgemäßen Griff nach einem weiteren Ausfüh
rungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 5 eine Draufsicht auf die Hülse gemäß Fig. 4,
Fig. 6 eine Draufsicht auf einen Spannring zur Betätigung eines Hülse gemäß
den Fig. 4 und 5,
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 6.
In Fig. 1 ist mit dem Bezugszeichen 1 ganz allgemein ein Griff bezeichnet, der mit
einem Halsteil 2 versehen ist, wobei das besagte Halsteil 2 des Griffes 1 über eine
Befestigungsvorrichtung 3 an einem nicht weiter dargestellten Tragteil festlegbar
ist.
Bei dem Tragteil kann es sich um eine Tür, ein Fenster oder ein beliebiges anderes
Bauteil handeln, beispielsweise auch um eine Wand eines Gebäudes, was im Zu
sammenhang mit der vorliegenden Erfindung aber von untergeordneter Bedeutung
ist.
Entscheidend ist, daß die Befestigungsvorrichtung 3 einen ortsfest in demjenigen
Tragteil, an dem der Griff 1 zu befestigen ist, festgelegten Ankerstift 4 aufweist, der
in das Halsteil 2 hineinragt.
Beim Ausführungsbeispiel der Erfindung gemäß Fig. 1 ist das Halsteil 2 mit einem
Innengewinde 5 ausgestattet, in welches eine vom Ankerstift 4 durchtretene und mit
Außengewinde 6 versehene Hülse 7 einschraubbar ist. Diese Hülse 7 steht in Mit
nehmerverbindung mit einem Spannring 8, der zwischen dem stirnseitigen Ende 2a
des Halsteiles 2 und dem in den Zeichnungen nicht dargestellten Tragteil liegt.
Im montierten Zustand stützt sich die Hülse 7 an einem Endanschlag 9 des Anker
stiftes 4 ab.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 besteht dieser Endanschlag 9 aus
dem Kopf einer auf den Ankerstift 4 aufgeschraubten Hülse 10, welche die Hülse 7
durchtritt.
Wie das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 zeigt, kann der Ankerstift 4 aus einer
Schraube mit einem einen Endanschlag 9 bildenden Schraubenkopf bestehen. Al
ternativ hierzu ist es auch denkbar, den Ankerstift 4 als reinen Gewindestift an ei
nem Tragteil festzulegen und den erforderlichen Endanschlag 9 für die Hülse 7 aus
zwei auf den Gewindestift aufgeschraubten und gegeneinander gekonterten Muttern
11 zu bilden. Dies ist in Fig. 2 im oberen Zeichnungsbereich als Alternativlösung
gezeigt.
Die Mitnehmerverbindung zwischen der Hülse 7 und dem Spannring 8 ist im Aus
führungsbeispiel gemäß Fig. 1 dadurch bewirkt, daß die Hülse 7 mit in Richtung
des Spannringes 8 axial vorstehenden Mitnehmernocken 12 und der Spannring 8
mit entsprechenden Aussparungen 13 versehen ist. Die Mitnehmernocken 12 der
Hülse 7 greifen in die entsprechenden Aussparungen 13 des Spannringes 8 ein, so
daß bei einer Drehung des Spannringes 8 auch eine Drehung der Hülse 7 erfolgt.
Die axiale Eintauchtiefe der Mitnehmernocken 12 in die Aussparungen 13 des
Spannringes 8 ist größer als das axiale Spiel der Hülse 7 zwischen dem Spannring 8
und dem Endanschlag 9 des Ankerstiftes 4.
Mit anderen Worten besteht die Mitnehmerverbindung zwischen Spannring 8 und
Hülse 7 auch dann noch zuverlässig, wenn die Hülse 7 stirnseitig an dem Endan
schlag 9 anliegt.
Sobald dieser Zustand erreicht ist, wird durch weiteres Verdrehen der Hülse 7, was
durch Verdrehung des Spannringes 8 ohne weiteres möglich ist, das Halsteil 2 in
Richtung des Spannringes 8 herangezogen, bis das stirnseitige Ende 2a des Halstei
les 2 reibschlüssig auf dem Spannring 8 aufliegt.
Unterhalb des Spannringes 8 können bei Bedarf auch noch Unterlegscheiben 14 und
15 angeordnet sein, dies ist aber für den Grundgedanken der Befestigung des Grif
fes gemäß vorliegender Erfindung funktional unwesentlich.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 sind zur Herstellung der Mitnehmerver
bindung zwischen der Hülse 7 und dem Spannring 8 ebenfalls an der Hülse vorge
sehene Mitnehmernocken 12 und in dem Spannring 8 vorgesehene Aussparungen
13 verwirklicht. Insoweit unterscheidet sich das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2
im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 lediglich dadurch, daß der Endanschlag 9 des
Spannstiftes 4 anders realisiert ist als bei der zweiteiligen Gestaltung des Ankerstif
tes 4 gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1.
In Fig. 3 ist eine weitere Alternative zur Herstellung der Mitnehmerverbindung
zwischen Hülse 7 und Spannring 8 gezeigt.
Hinsichtlich der Gestaltung des Ankerstiftes 4 entspricht das Ausführungsbeispiel
nach Fig. 3 der in Fig. 1 gezeigten Version.
Die Mitnehmerverbindung zwischen Spannring 8 und Hülse 7 wird hier erreicht
durch am Spannring 8 vorgesehene und in Richtung der Hülse 7 axial vorspringen
de Mitnehmernocken 12, die dann entsprechend in Aussparungen 13 der Hülse 7
eingreifen.
Aus den Fig. 4-7 geht hervor, daß die Mitnehmerverbindung zwischen der Hül
se 7 und dem Spannring 8 auch dadurch erreicht werden kann, daß die Hülse 7 im
Eingriffsbereich zum Spannring 8 mit einem Außenmehrkant 16 und der Spannring
8 entsprechend mit einem Innenmehrkant 17 versehen ist. Auch hier ist die axiale
Eingriffstiefe des Außenmehrkantes 16 der Hülse 7 in den Innenmehrkant 17 des
Spannringes 8 größer als das axiale Spiel der Hülse 7 zwischen dem Spannring 8
und dem Endanschlag 9.
Vorteilhafterweise umschließt die Hülse 7 den Ankerstift 4 mit einem relativ großen
radialen Spiel. Hierdurch können Toleranzen beim Achs-Versatz zwischen
den Halsteilen 2 eines Griffes und den fest verankerten Ankerstiften 4 ausgeglichen
werden. Außerdem ermöglicht dieses relativ große radiale Spiel das Anziehen zu
nächst eines Halsteiles 2 und das anschließende Festziehen eines weiteren Halsteiles
2 eines Griffes 1.
Um den Spannring 8 leicht und bequem drehen zu können, besteht die Möglichkeit,
diesen Spannring 8 mit radial verlaufenden Aufnahmebohrungen 18 für einen
Werkzeugstift auszustatten (siehe insbesondere Fig. 7). Es können aber auch axial
verlaufende Aufnahmebohrungen 18 am Spannring 8 vorgesehen sein, in die dann
Betätigungsstifte eines entsprechenden Werkzeuges eingesetzt werden können.
Schließlich besteht auch die Möglichkeit, den Spannring 8 in seinem Umfangsbe
reich mit mindestens zwei parallel zueinander verlaufenden Abflachungen zum An
setzen eines Maulschlüssels, einer Zange oder dergleichen auszustatten.
Über die dargestellten Ausführungsbeispiele hinausgehend kann nach erfolgter
Montage der Spannring 8 beispielsweise durch eine in den Zeichnungen nicht ge
zeigte Abdeckkappe verdeckt werden.
Der Ankerstift 4 kann auch dadurch mit einem Anschlag versehen werden, daß ein
Querstift durch den Ankerstift 4 hindurchgesteckt wird.
Besonders vorteilhaft ist die erfindungsgemäße Art der Befestigung eines Griffes 1
dann, wenn dieser Griff 1 mit ein oder mehreren Halsteilen 2 ausgestattet ist. Bei
einem Griff 1 mit nur einem Halsteil 2 kann die erfindungsgemäße Ausgestaltung
aber ebenfalls vorteilhaft sein, es ist lediglich sicher zu stellen, daß ein unbeabsich
tigtes Lösen durch Verdrehen des Griffes 1 ausgeschlossen ist.
Claims (12)
1. Griff mit mindestens einem Halsteil und mit einer Befestigungsvorrichtung je
Halsteil, wobei die Befestigungsvorrichtung jeweils einen ortsfest in einem
Tragteil, an dem der Griff zu befestigen ist, festgelegten und in das Halsteil hin
einragenden Ankerstift aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Halsteil (2)
mit einem Innengewinde (5) ausgestattet ist, in welches eine vom Ankerstift (4)
durchtretene, mit Außengewinde (6) versehene Hülse (7) eingeschraubt ist, die
mit einem zwischen dem Tragteil und dem stirnseitigen Ende (2a) des Halstei
les (2) liegenden Spannring (8) in Mitnehmerverbindung steht und im montier
ten Zustand an einem Endanschlag (9) des Ankerstiftes (4) axial abgestützt ist.
2. Griff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (7) den An
kerstift mit radialem Spiel umschließt.
3. Griff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannring (8)
in seinem Umfangsbereich oder in seiner dem Griff (1) zugewandten Stirnflä
che mit mindestens einer Aufnahmebohrung (18) für einen Werkzeugstift ver
sehen ist.
4. Griff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannring (8)
im Umfangsbereich mit mindestens zwei parallel zueinander verlaufenden Ab
flachungen zum Ansetzen eines Maulschlüssels, einer Zange oder dergleichen
versehen ist.
5. Griff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannring (8)
mit einem Innenmehrkant (17) versehen ist, in welches die mit einem entspre
chenden Außenmehrkant (16) versehene Hülse (7) hineinragt.
6. Griff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülse (7) mit zwei oder mehreren, axial in Richtung des Spannringes
(8) vorspringenden Mitnehmernocken (12) versehen ist, die in entsprechende
Aussparungen (13) des Spannringes (8) eingreifen.
7. Griff nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der Spann
ring mit zwei oder mehreren axial in Richtung der Hülse (7) vorspringenden
Mitnehmernocken (12) versehen ist, die in entsprechende Aussparungen (13)
der Hülse (7) eingreifen.
8. Griff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Eingriffstiefe der Mitnehmerverbindung größer ist als das axiale Spiel
der Hülse (7) zwischen dem Spannring (8) einerseits und dem Endanschlag (9)
andererseits.
9. Griff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ankerstift (4) zweiteilig ausgebildet ist und aus einem im Halteteil fest
legbaren Gewindebolzen sowie einer von der Griffseite her auf diesen Gewin
debolzen aufgeschraubten, mit einem einen Endanschlag (9) bildenden Kopf
versehenen Gewindehülse (10) besteht.
10. Griff nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker
stift (4) aus einer Schraube mit einem einen Endanschlag (9) bildenden Kopf
besteht.
11. Griff nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker
stift (4) aus einem Gewindebolzen mit zwei darauf aufgeschraubten, gegenein
ander gekonterten und einen Endanschlag (9) bildenden Muttern (11) besteht.
12. Griff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Spannring (8) durch eine Abdeckkappe überdeckt ist.
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