DE1021792B - Anlage zur Foerderung von schweren Massenguetern - Google Patents
Anlage zur Foerderung von schweren MassengueternInfo
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Classifications
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
- Anlage zur Förderung von schweren Massengütern Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Förderung von schweren Massengütern über horizontale oder ansteigende Strecken.
- Bekannt sind Schütteirinnen und Rutschen mit Kurbelantrieb und. mit Schwungsmassen, aber auch Schüttel-ode, Förderrinnen bzw. Rohre, die durch Vibration von Unwuchtmotoren angetrieben werden.
- All diese stetigen Förderer haben den Vorteil, ohne Verschleiß Stückgut und insbesondere Schüttware auch in Steigungen bis zu 20° zu transportieren. Sie haben jedoch den Nachteil, daß sie das Gut nicht wie mit einem Staubsauger aufs augen können. Auch ist eine Entstaubung oder Siebung schwerer als bei der pneumatischen Förderung durchzuführen.
- Weiterhin ist grundsätzlich die pneumatische Förderung von schweren Schüttgütern mit den Vorteilen des Aufsaugens. der Möglichkeilt zum Entstauiben und zum Sortieren bekannt. Als Nachteile sind dere hohe Verschleiß, der hohen Leistungsbedarf für den Transport und die doch recht komplizierten Geräte zum beschädigungslosen Abscheiden anzuführen. Insbesondere fällt die hohe Gebläseleistung nachteilig ins Gewicht, die bei Senkrechtförderung benötigt wird und die so auch die Förderhöhe einer pneumatischen Anlage begrenzt und den Wirkungsgrad herabsetzt.
- Bekannt ist außerdem eine besondere Art pneumatischer Förderung, bei der nur leichtes pulveriges Gut auf einer porösen Zwischenschicht innerhalb einer Förderrinne schwimmend gefördert wird. Der schlwimmende Zustand wird dadurch erreicht, daß durch die poröse Zischenschicht dauernd Luft senkrecht zum Förderweg des Gutes durchgedrückt wird, die das Gut zum Fließen bringt. Das Fileßen des Gutes wird dort auch bei einer offenen Förderleitung erreicht. Das Mischungsverhältnis (kg Gut/kg Luft) erfährt durch die ständige Luftzufuhr eine ständige Änderung (Abnahme) längs des Förderweges. Schwere Massengiiter können mit dieser Art Luftförderung nicht transpo, rtiert werden.
- Bekannt ist ferner ein Höhenförderer, bei dem am Förderrohr ein Erreger angeordnet ist und das Förderrohr auf Gummi, Federn oder ähnlich gelagert ist.
- Die Förderluft wird senkrecht nach oben, wo der Erreger sitzt, mittels eines Gebläses eingeblasen. Mit Hilfe des Erregers kann dort am rohr abgesetztes Gut abgeschüttelt und in den Luftstrom zurückgebracht werden. Der Erreger kann bei dieser Anordnung keineswegs die Förderung unterstützen, da das senkrechte Rohr nur in seiner Längsrichtung geschüttelt wird.
- Die Erfindung bezweckt, die gesc-hilderten Nachteile bekannter Fördereinrichtungen zu vermeiden und die Vortei. le jeder einzelnen Förderungsart (pneumatische Förderung und Schwingförderung) zu vereinigen und zu verstärken.
- Die Erfindung ist gekennzeichnet durch die Kombination einer pneumatischen Förderung mit einer Schwingförderung in der Weise, daß in die aus einzelnen hinterenandergeschalteten Abschnitten gebildete Förderrochrelitung Luft in Förderrichtung des Gutes eingeblasen und zusammen mit dem Gut in bleibendem Mischungsverhältnis weitergeleitet wird und die einzelnen Abschnitte der Förderoorhleitung gleichzeitig als Schwingförderleitungen ausgebildet und durch elastische Manschetten miteinander verbunden sind.
- Die Kombination bieder Förderverfahren in der gekennzeichneten Weise, die den Erfinderishcne Gedanken darstellt, ermöglicht es, wesentliche Nachteile beider Förderverfahren zu vermeiden und die Vorteile beider zu addieren. So werden ganz neue Anwendungsgebiete, die mit der einzelnen örderungsart nicht erreichbar sind, erschlossen, und es können nun auch andere technische Verbesserungen (Veredelung der Luft, der Ware) an, geschlossen werden, wie z. B.
- Klimabeeinflussung, Entstauben der Luft, Brechen, Sichten, Klassifizieren, Aufbereiten, Trocknen und Brikettieren des Gutes, das Mischen mit anderem Gut usw. Weiterhin gewährt die pneumatische Förderung z. B. dem Schwingrohr die Annehmlichkeit des Aufsaugens, der Entstaubung, längerer Förderwege (Rohrlängen), der stärkern Neigung der Förderrinnen. Das schingende Förderrohr hilft der pneumatischen Förderung widerum, das Zusetzen der Leitungen zu vermeiden, indem sie auch auf längeren horizontalen Strekcen und in schärferen Bögen das Gut schwebend hält und auch weiterbefördert. Beim Aufnehmen oder bei der Abgabe des Gutes können mehrere Bunker entleert bzw. beschickt werden. Da die Luftgechwindigkeit in Verbindung mit dem schwingenden Förderrohr erheblich geringer sein kann, so ist der Leistungsaufwand kleiner und der Umfang der Abscheidegeräte (z.B. Zyklone und Filter) ebenfalls kleiner als bei reiner pneumatischer Förderung, da die Luftreserve geringer gehalten werden kann. Aber auch der Verschleiß des Gutes und der Geräte ist wesentlich kleiner, weil die Luftgeschwindigkeit geringer sein kann als bei reiner Luftförderung. Sie kann dadurch den geringen Verschleiß einer Schwingförderung erreichen.
- Mit Hilfe der Kombination beider Förderinittel werden die Vorteile jeder einzelnen Förderung gesteigert, während die Nachteile der Einzelförderung zum größten Teil vermieden werden. Das lästige Zusetzen der Rohrleitungen bei der Luftförderung wird durch das Schwingen des Förderrohres vermieden. Alle Teilchen werden durch das Schwingen der »Rohrleitung« wieder in den Luftstrom hineingebracht. Das Mischungsverhältnis kg Luft oder kg Gas/kg Schüttgut kann erheblich gegenüber der Luftförderung verringert werden. Die Rohrleitungen, die damit erheblich geringeren Luftgeschwindigkeiten ausgesetzt sind, werden geschont und bedürfen z. B. keiner so wertvollen Armierung.
- Versuche haben gezeigt, daß auch der Neigungswinkel bei Aufwärtsförderung mit Hilfe der zusätzlichen Luftförderung größer sein kann als z. B. etwa 200; dieser Winkel wird im Maximum bei Schwingförderung erreicht. Die Aufgabe, horizontal zu fördern, ist besser mit der Schwingförderung zu erreichen, diejenige, aufwärts zu fördern, wird durch Verstärkung der zusätzlichen Luftförderung besonders gut. Grundsätzlich bleibt bei der erfindungsgemäßen Kombination das oben erläuterte Mischungsverhältnis längs des Förderweges konstant. Durch zusätzliche Aufsaugstellen oder Abgabestellen, bei denen auch Luft zu- oder abgegeben wird, kann das Mischungsverhältnis verändert werden, bleibt aber dann auch in dem nachfolgenden Rohrstrang wieder konstant. Bei Aufwärtsförderung ist ein größerer Luftanteil je kg Gut anwendbar als bei horizontalen Strecken. Erreicht wrid dies bispeilsweise durch Einfügung von Zwischengebläsen, die im Aufwärtsstrang Luftenergie zuführen, wie dies die Abb. 4 zeigt. Aber auch hier wird im nachfolgenden Rohrs trang das Mischungsverhältnis nicht verändert. Der mitgerissene Staub wird durch den Abscheider wieder dem Hauptstrang zugeleitet. Es ist auch möglich, in der dargestellten Weise Fördergut auszusichten, zu sortieren oder in Zwischenbunkern abzugeben, selbst Brikettieren oder Mischen mit anderem Gut kann an jeder Zwischensteile in gewünschter Weise vorgenommen werden.
- Dabei werden die drehenden und verschleiäenden Schleusen durch die schwingenden Rohre selbst ersetzt. Die stehenden Teile und Geräte werden mittels Gummimuffen mit den schwingenden Rohren oder Anschlüssen verbunden.
- Abb. 1 bis 4 geben das Beispiel einer kombinierten Förderung wieder.
- Abb. 1 zeigt, wie mehrere Bunker in einen Hauptstrang entleeren; in Abb. 2 ist zu sehen daß mit der kombilllierten Förderung gesaugt werden kann , gegebenenfalls mit Hilfe eines Zwischengebläses; in Abb. 3 wird ein Beispiel dafür gegeben, wie allein durch Verbreiterung des Förderrohres Zwischenbunker beschickt werden können; Abb. 4 gibt eine Forderung wieder, bei der einige Aufwärts stränge durch Zwischengebläse zusätzlich Luftenergle für die Förderung des Gutes erhalten.
- Selbstverständlich sind auch andere Anordnungen für die Herausnahme der Luft und für das Abgeben des kleinen Stückgutes oder Staubes möglich.
- In der Zeichnung bedeutet a den Hauptstrang, b die Zwishcenbunker. c den Saugrüssel, der z. B. auch an den Bunkerauslauf von Schüttgütern oder Staub angeschlossen sein kann. Mit d ist ein im wesentlichen horizontal fördernder, mit e ein steil fördernder Strangabschnitt bezeichnet. f stellt ein Zwischengebläse dar, das aus dem Sangteil g und dem Drucl;-rohr lt einem Abscheider lt, einem Gebläse I, einem An triebs motor -;a und Rohrleitungen besteht. Die Saugstücke g, ebenso die Druckstücke lt können auch an anderen Stellen des Hauptstranges sitzen. Der Hauptstrang e und d kann sowohl mit überdruck wie auch mit Saugdruck betrieben werden, wobei die Zwischengebläse I ihre Bedeutung behalten. Ebenso ist es möglich, mit Hilfe von Saugrüsseln ähnlich dem Teil g Frischluft in den Hauptstrang einzuführen oder bei oder durch das Rohr lt einen Teil der Luft aus dem Hauptstrang herauszunehmen, Hierdurch können Drucckverluste kompensiert, Mishungsverhältnisse dem Bedarf angepaßt werden.
- Die Kombination beider Förderarten kann bei großen Förderwegen in horizo. ntaler und vertikaler Richtung bei Industrieanlagen, chemischen Werken, aber auch in Bergwerken Anwendung finden.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Anlage zur Förderung von schweren Massengütern über horizontale oder ansteigende Strecken, gekennzeichnet durch die Kombination einer pneumatischen Förderung mit einer Schwingförderung in der Weise, daß in die aus einzelnen hintereinandergeschalteten Abschnitten gebildete Förderohrleitung Luft in Förderrichtung des Gutes eingeblasen und zusammen mit dem Gut in bleibendem Mischungsverhältnis weitergeleitet wird und die einzelnen Abschnitte der Förderrohrlei tung gleichzeitig als Schwingförderleitungen ausgebildet und durch elastische Manschetten miteinander verbunden sind.
- 2. Anlage nach Ansprcuh 1, dadurhc gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Abgabestellen von Bunker, von Mühlen oder Brechern o. ä. eingeschaltet sind.
- 3. Anlage nach den Ansprüchen 1. und 2 dadurch gekennzeichnet, daß in scharfen Krümmungen. bei Zwischenabgebestellen oder langen horizontalen Strecken im wesentlichen mitels Schwingförderung gearbietet wird.
- 4. Analge nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe von Zwischengebläsen inmitten der kombinierten Förderung zusätzliebe Aufsaug- und Aufgabestellen eingeschaltet sind.
- 5. Anlage nach den Ansprüchen 1 bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß Schwingrohre an Stelle von Schleusen beim Zvklon den Gasabschluß am Staubsammler bewirken.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 892 127, 450 174.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK20755A DE1021792B (de) | 1954-01-11 | 1954-01-11 | Anlage zur Foerderung von schweren Massenguetern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK20755A DE1021792B (de) | 1954-01-11 | 1954-01-11 | Anlage zur Foerderung von schweren Massenguetern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1021792B true DE1021792B (de) | 1957-12-27 |
Family
ID=7216009
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK20755A Pending DE1021792B (de) | 1954-01-11 | 1954-01-11 | Anlage zur Foerderung von schweren Massenguetern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1021792B (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1113415B (de) | 1959-12-01 | 1961-08-31 | Licentia Gmbh | Langgestrecktes Foerderelement, wie Rinne, Rohr od. dgl. mit Mehrfachantrieb |
| DE1174705B (de) * | 1959-11-18 | 1964-07-23 | Basf Ag | Vorrichtung zum Austragen rieselfaehigen Gutes unter Gasabschluss |
| DE1221784B (de) * | 1963-03-20 | 1966-07-28 | Siemens Ag | Vorrichtung mit Schwingfoerderern, die gleichzeitig dem Foerdern und dem Aufbereiten des zu foerdernden Gutes dienen, zum Zufuehren von Feststoffen, insbesondere Isolierstoffen, zu einem Giessharz enthaltenden Mischkessel |
| DE1272820B (de) * | 1964-03-28 | 1968-07-11 | Franz Jos Waeschle Maschinenfa | Anordnung zur Verringerung der Reibung in pneumatischen Foerderleitungen |
| DE1293081B (de) * | 1964-07-30 | 1969-04-17 | Schenck Gmbh Carl | Einrichtung zum Austragen von austragsschwierigem, zum Zusammenbacken neigendem Gut aus Bunkern |
| DE3212782A1 (de) * | 1982-04-06 | 1983-10-20 | Otto Prof. Dr.-Ing. 8551 Hemhofen Molerus | Verfahren und einrichtungen zur foerderung koerniger feststoffe mit hilfe fluider medien in leitungen |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE450174C (de) * | 1926-06-12 | 1927-10-01 | Rudolf Geiger | Hoehenfoerderer |
| DE892127C (de) * | 1950-05-11 | 1953-10-05 | Polysius Gmbh | Vorrichtung zum Foerdern von pulverfoermigen oder koernigen Stoffen auf luft- bzw. gasdurchlaessiger Unterlage |
-
1954
- 1954-01-11 DE DEK20755A patent/DE1021792B/de active Pending
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|---|---|---|---|---|
| DE450174C (de) * | 1926-06-12 | 1927-10-01 | Rudolf Geiger | Hoehenfoerderer |
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| DE1293081B (de) * | 1964-07-30 | 1969-04-17 | Schenck Gmbh Carl | Einrichtung zum Austragen von austragsschwierigem, zum Zusammenbacken neigendem Gut aus Bunkern |
| DE3212782A1 (de) * | 1982-04-06 | 1983-10-20 | Otto Prof. Dr.-Ing. 8551 Hemhofen Molerus | Verfahren und einrichtungen zur foerderung koerniger feststoffe mit hilfe fluider medien in leitungen |
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