DE10216284C1 - Vorrichtung und Verfahren zum Positionieren eines plattenförmigen Substrates - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Positionieren eines plattenförmigen SubstratesInfo
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Abstract
Die Erfindung schafft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Positionieren eines Substrates 101 auf einer ein Transportband 302 aufweisenden Transportstrecke 100. Erfindungsgemäß wird die Position des transportierten Substrates 101 bestimmt, indem die in Transportrichtung 102 gesehene vorderste Kante des Substrates 101 mittels einer Lichtschranke erfasst wird. Der Erfassungsbereich 105 der Lichtschranke erstreckt sich bis unterhalb des Auflageniveaus 701 des Substrates 101 auf dem Tranportband 302. Somit wird die Substratvorderkante auch dann erfasst, wenn sich diese beispielsweise infolge eines Durchbiegens unterhalb des Auflageniveaus 701 befindet. Das Transportband 302 wird in einer Schleife um den Erfassungsbereich 105 der Lichtschranke herumgeführt, so dass sich der Erfassungsbereich 105 der Lichtschranke quer über die gesamte Transportstrecke 100 verlaufen kann. Gemäß einer Weiterbildung wird zusätzlich ein Sensorelement 106 verwendet, welches relativ zu der Lichtschranke stromaufwärts an der Transportstrecke 100 angebracht ist und mittels welchem ebenfalls die Vorderkante des zu positionierenden Substrates 101 erfassbar ist. Auf diese Weise kann ein besonders schonendes Abbremsen des entlang der Transportstrecke 100 bewegten Substrates 101 erreicht werden.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und auf ein
Verfahren zum linearen Positionieren eines plattenförmigen
Substrates entlang einer Transportstrecke, welche zumindest
ein Transportband aufweist.
Die automatische Bestückung von Substraten bzw. Leiterplatten
mit Bauelementen erfolgt heutzutage üblicherweise mittels
sog. Bestückautomaten. Dabei werden Bauelemente von einer
Bauelementzuführeinrichtung mittels eines Bestückkopfes zu
einer Aufsetzposition auf ein Substrat transportiert. Unter
dem Begriff Bauelemente werden im folgenden alle bestückfähi
gen Elemente verstanden, insbesondere elektronische Bauele
mente, elektromechanische Bauelemente, Stecker und Steckver
bindungen für elektrische und mechanische Kontakte sowie Ab
schirmbleche. Bestückfähige Substrate sind außer Leiterplat
ten ferner beispielsweise Dies bzw. einzelne Teile eines Hal
bleiterwafers, welche insbesondere nach dem Strukturieren und
dem Schneiden des Wafers zu fertigen Bauelementen weiterver
arbeitet werden.
Die zu bestückenden Substrate werden aus einem Magazin oder
von einem anderen Bestückautomaten entnommen, an zwei gegenü
berliegenden Seiten geführt und mit Hilfe eines Lineartrans
ports, welcher üblicherweise zwei Transportbänder aufweist,
in den Bestückautomaten transportiert. Für eine präzise Be
stückung eines Substrates ist es erforderlich, dass die Posi
tion des Substrates genau bekannt ist.
Die Positionierung von Substraten auf einer Transportstrecke
erfolgt gemäß dem Stand der Technik üblicherweise mittels ei
nes mechanischen Positioniersystems. Dabei wird ein sog.
Stoppelement, welches unterhalb der Substratebene angeordnet
ist, derart nach oben verschoben, dass ein entlang der Trans
portstrecke bewegtes Substrat gegen das Stoppelement fährt
und somit die Stopp-Position des Substrates festgelegt ist.
Zur Vermeidung von größeren Erschütterungen werden bei derar
tigen mechanischen Positioniersystemen beispielsweise Ultra
schallreflex-Taster verwendet, welche ein transportiertes
Substrat vor dem Anschlag an das Stoppelement erkennen und
das Transportband daraufhin abgebremst wird, so dass das Sub
strat mit geringerer Geschwindigkeit auf das Stoppelement
prallt. Um sicherzustellen, dass das Substrat das Stopp
element auch sicher erreicht, läuft das Transportband nach
der Vorerkennung des Substrates durch den Ultraschallreflex-
Taster für eine definierte Zeit weiter. Eine Erkennung, ob
das Substrat das Stoppelement auch tatsächlich erreicht hat,
ist bei der Verwendung eines gewöhnlichen Stoppelements nicht
möglich.
Bei der Bestückung von Substraten, welche an ihrer Vorderkan
te Ausschnitte aufweisen, muss das Stoppelement derart posi
tioniert werden, dass die vorderste Kante des ausgeschnitte
nen Substrates gegen das nach oben ausgefahrene Stoppelement
fährt. Bei einer Bestückung von verschiedenartigen Substraten
mit unterschiedlichen Aussparungen ist deshalb ein manuelles
Verschieben des Stoppelements quer zur Transportrichtung er
forderlich. Ein weiterer Nachteil des bekannten mechanischen
Positioniersystems besteht darin, dass das Substrat beim An
schlagen an das Stoppelement stets Erschütterungen ausgesetzt
ist.
Aus der DE 198 23 938 C1 ist ein Verfahren und eine Vorrich
tung zum linearen Positionieren und zur Lageerkennung eines
Substrates bekannt, wobei mittels eines oberhalb einer Trans
portstrecke angeordneten optischen Sensors die Position eines
transportierten Substrates bestimmt werden kann. Dabei wird
mittels des Sensors ein vorgegebenes Substratmerkmal an einer
vorgegebenen Bremsposition der Transportstrecke erfasst und
daraufhin das Transportband, auf welchem das zu bestückende
Substrat aufliegt, derart abgebremst, dass das Substrat mit
dem Substratmerkmal an einer Endposition zur Ruhe kommt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
und ein Verfahren zum Positionieren eines plattenförmigen
Substrates entlang einer Transportstrecke zu schaffen, mit
tels welchen eine exakte Positionierung des Substrates unab
hängig von auf dem Substrat angebrachten Markierungen vorge
nommen werden kann und wobei mechanische Erschütterungen des
zu positionierenden Substrates möglichst vermieden werden.
Die vorrichtungsbezogene Aufgabe wird gelöst durch eine Vor
richtung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1. Der
Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass eine zuverläs
sige Positionierung von Substraten, welche an ihrer Vorder
kante Ausschnitte bzw. Aussparungen aufweisen, durch die Ver
wendung einer Lichtschranke realisiert werden kann, welche
quer zur Transportrichtung angeordnet ist. Die Verwendung ei
ner Lichtschranke stellt sicher, dass unabhängig von der Form
der vorderen Kante des zu transportierten Substrates stets
der vorderste Teil der Vorderkante des Substrates erfasst
wird. Die Erstreckung des Erfassungsbereiches der Licht
schranke bis unter das Auflageniveau des Substrates stellt
sicher, dass die vorderste Kante des Substrates auch dann er
fasst wird, wenn sich der vorderste Teil des Substrates in
folge einer Durchbiegung nach unten unterhalb des Auflageni
veaus des Substrates befindet. Ein solches Durchbiegen tritt
insbesondere bei dünnen Substraten mit relativ großen Ausspa
rungen häufig auf.
Gemäß Anspruch 2 ist die Lichtschranke entlang der Trans
portstrecke verschiebbar, so dass die Vorrichtung zum Posi
tionieren eines plattenförmigen Substrates für eine Vielzahl
von verschiedenen Substrattypen verwendet werden kann.
Gemäß Anspruch 3 weist die Lichtschranke eine Lichtquelle und
einen Lichtempfänger auf, welche auf unterschiedlichen Seiten
der Transportstrecke einander gegenüberliegend angeordnet
sind. Unter dem Begriff Lichtquelle und Lichtempfänger werden
nicht nur optische Elemente verstanden, welche Licht im
sichtbaren Spektralbereich emittieren bzw. detektieren. Eben
so können optische Elemente verwendet werden, welche im in
fraroten, ultravioletten oder in einem beliebigen anderen
Spektralbereich elektromagnetische Strahlung emittieren bzw.
detektieren.
Gemäß Anspruch 4 wird für die Lichtschranke eine Laserlicht
quelle verwendet, so dass die Lichtschranke einen genau defi
nierten Erfassungsbereich aufweist, dessen Querschnitt über
die Breite der Transportstrecke im wesentlichen konstant
bleibt. Die Verwendung einer Laserlichtschranke hat den Vor
teil, dass sich der Erfassungsbereich der Lichtschranke nur
sehr gering über die Breite der Transportstrecke ändert, so
dass vermieden wird, dass die Stopp-Position von der Dicke
des zu positionierenden Substrates und von der Breite der
Transportstrecke abhängt. Eine derart abhängige Stopp-
Position würde sich bei einem sich aufweitenden Strahl erge
ben.
Gemäß Anspruch 5 ist die lichtempfindliche Fläche des Licht
empfängers größer als der Querschnitt des Erfassungsbereiches
der Lichtschranke. Dadurch wird gewährleistet, dass die Posi
tioniergenauigkeit auch dann nicht reduziert wird, wenn bei
einer Einstellung der Breite der Transportstrecke die beiden
Transportseiten nicht exakt parallel verschoben werden.
Gemäß Anspruch 6 weist die Vorrichtung zur Positionierung ei
ne oder mehrere Umlenkrollen auf, mittels welchen das Trans
portband um den Erfassungsbereich der Lichtschranke herumge
führt wird. Bevorzugt weist die Vorrichtung zur Positionie
rung für jedes Transportband der Transportstrecke drei Um
lenkrollen auf, wobei eine erste Umlenkrolle das Transport
band um 90° nach unten umlenkt, eine zweite Umlenkrolle das
mittels der ersten Umlenkrolle umgelenkte Transportband um
180° nach oben umlenkt und eine dritte Umlenkrolle das mit
tels der zweiten Umlenkrolle umgelenkte Transportband um 90°
in horizontale Richtung umlenkt.
Gemäß der vorteilhaften Weiterbildung nach Anspruch 7 weist
die Vorrichtung zusätzlich ein Sensorelement auf, mittels
welchem das zu positionierende Substrat vor einem Auslösen
der Lichtschranke erfasst wird. Auf diese Weise kann vor der
Erfassung durch die Lichtschranke das bewegte Substrat an ei
ner weiteren Position erfasst werden. Das Sensorelement kann
beispielsweise ein Ultraschallreflex-Taster oder eine Licht
schranke sein. Bevorzugt ist das Sensorelement ein sog.
Lichttaster, welcher beispielsweise in einem sog. SMD-
Bauelement (Surface Mounted Device) integriert sein kann.
Dies hat den Vorteil, dass das Sensorelement in einer räumli
chen kompakten Baugröße realisierbar ist. Es wird darauf hin
gewiesen, dass der Lichttaster zum Erfassen eines Substrates
außer sichtbarem Licht auch Licht im infraroten, im ultravio
letten oder in jedem beliebigen anderen Spektralbereich ver
wenden kann.
Die Justierung des Sensorelements gemäß Anspruch 9 hat den
Vorteil, dass das Erfassen des Substrates durch Verschmutzun
gen auf dem Transportband nicht beeinträchtigt wird. Bei der
Verwendung von zwei Transportbändern, auf welchen die zu po
sitionierenden Substrate in Transportrichtung gesehen mit ih
rer linken bzw. mit ihrer rechten Kante aufliegen, liegt der
Erfassungsbereich demzufolge zwischen den beiden Transport
bändern.
Gemäß Anspruch 10 wird das Sensorelement dazu verwendet, um
vor dem Erfassen des Substrates mit der Lichtschranke die Ge
schwindigkeit des Transportbandes zu steuern. Durch eine Re
duzierung der Transportgeschwindigkeit können auf vorteilhaf
te Weise beim Stoppen des Substrates auftretende Erschütte
rungen erheblich reduziert werden.
Die der Erfindung zugrundeliegende verfahrensbezogene Aufgabe
wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des unabhängigen
Anspruchs 11 gelöst.
Gemäß Anspruch 12 wird die Transportgeschwindigkeit beim Ein
dringen des Substrates in den Erfassungsbereich des Sensor
elements kontinuierlich reduziert, so dass eine abrupte Bewe
gungsänderung des zu positionierenden Substrates vermieden
werden kann.
Anhand der beispielhaften Beschreibung einer bevorzugten Aus
führungsform wird die Erfindung nachfolgend näher erläutert.
Dabei werden in der Zeichnung gleiche Bezugszeichen für glei
che Teile verwendet.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf eine Transportstrecke,
entlang welcher ein Substrat positioniert wird.
Fig. 2 zeigt ein Geschwindigkeitsprofil des zu positionie
renden Substrates.
Fig. 3 zeigt in einer Querschnittsansicht entlang der
Transportrichtung ein an der Transportstrecke ange
brachtes Sensorelement.
Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht quer zur Transportrichtung
des in Fig. 3 dargestellten Sensorelements.
Fig. 5 illustriert ein Verschieben des Sensorelements ent
lang der Transportstrecke, welches bei einem Wechsel
von einem Substrat mit einer geraden Vorderkante
(linke Seite) zu einem anderen Substrat mit einer
eine Aussparung aufweisenden Vorderkante (rechte
Seite) erforderlich ist.
Fig. 6a zeigt eine Frontansicht entgegen der Transportrich
tung eines an der Vorderseite zwei Aussparungen auf
weisenden Substrates.
Fig. 6b zeigt eine Draufsicht des in Fig. 6a dargestellten
Substrats.
Fig. 7 zeigt in einer schematischen Darstellung das Grö
ßenverhältnis zwischen der Querschnittsfläche des er
fassenden Lichtstrahls der Lichtschranke und der De
tektorfläche des Lichtempfängers.
Fig. 8 zeigt ein mittels drei Umlenkrollen um den Erfas
sungsbereich der Lichtschranke herumgeführtes Trans
portband.
Fig. 1 zeigt eine Transportstrecke 100, entlang welcher ein
Substrat 101 in einer durch den Pfeil 102 gekennzeichneten
Transportrichtung transportiert wird und der Transport an ei
ner bestimmten Position gestoppt wird. Die Positionserfassung
des bewegten Substrates 101 erfolgt in zwei Stufen. Zunächst
wird die vordere Kante des Substrates 101 mittels zweier Sen
sorelemente 106 erfasst, welche seitlich links und rechts ne
ben der Transportstrecke 100 angeordnet sind. Das Sensorele
ment kann ein Lichttaster oder eine Lichtschranke sein. Jedes
der Sensorelemente 106 weist einen Erfassungsbereich 107 auf,
durch welchen das zu positionierende Substrat 101 durchgefah
ren wird. Die exakte Positionierung des Substrates 101 er
folgt in einem zweiten Schritt mittels einer Lichtschranke,
die einen Erfassungsbereich 105 aufweist, welcher quer zu der
Transportrichtung 102 verläuft. Die Lichtschranke weist auf
der einen Seite der Transportstrecke eine Laserlichtquelle
103 und dazu gegenüberliegend auf der anderen Seite der
Transportstrecke 100 einen Lichtdetektor 104 auf. Der Erfas
sungsbereich 105 ist relativ zu der Transportstrecke 100 der
art angeordnet, dass automatisch die vorderste Kante des Sub
strates 101 erfasst wird.
Der Bewegungsverlauf des zu positionierenden Substrates 101
ist in Fig. 2 dargestellt. Dabei ist auf der Abszisse die
Zeit t und auf der Ordinate die Geschwindigkeit v des Sub
strates 101 aufgetragen. Gemäß dem hier dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel der Erfindung wird das zu positionierende Sub
strat 101 zunächst mit einer bestimmten konstanten Geschwin
digkeit v1 transportiert. Beim Eindringen der Vorderkante des
zu positionierenden Substrates 101 in die Erfassungsbereiche
107 zum Zeitpunkt t1 wird die Transportgeschwindigkeit in
Form einer Rampe reduziert. Die Geschwindigkeit wird kontinu
ierlich reduziert, bis das Substrat 101 zu einem Zeitpunkt t2
mit der reduzierten Geschwindigkeit v2 bewegt wird. Die
Bremsrampe ist dabei so ausgelegt, dass das Substrat 101 auf
jeden Fall die langsame Geschwindigkeit v2 erreicht, bevor es
von der Lichtschranke zum Zeitpunkt t3 erfasst wird. Zum
Zeitpunkt t3 wird die Transportbewegung sofort gestoppt. Das
Substrat 101 hat dann seine endgültige Position erreicht.
Durch die kontinuierliche Reduzierung der Geschwindigkeit von
der Maximalgeschwindigkeit v1 bis zu der langsameren Ge
schwindigkeit v2 wird die beim Stoppen der Transportbewegung
auftretende Erschütterung erheblich reduziert.
Fig. 3 zeigt in einer Querschnittsansicht entlang der Trans
portrichtung die bevorzugte Anordnung des Sensorelements 106
an einer Transportwange 300, mittels welcher ein Transport
band 302 geführt wird, auf welchem das zu positionierende
Substrat mit einer Seite aufliegt. Das Sensorelement 106 ist
an einer Halterung derart befestigt, dass sich der Erfas
sungsbereich 107 des Sensorelements 106 seitlich neben dem
Transportband 302 befindet. Auf diese Weise wird vermieden,
dass beispielsweise durch eventuelle Verschmutzungen des
Transportbandes 302 mittels des Sensorelements 106 ein Signal
erzeugt wird, welches fälschlicherweise das Eindringen eines
Substrates indiziert. Durch die kurze Reichweite und das Er
fassen nach unten sind ferner Fehlerkennungen durch andere
sich bewegende Maschinenteile ausgeschlossen.
Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht quer zur Transportrichtung
der Transportwange 300. Die Halterung 301 und damit auch das
Sensorelement 106 sind entlang der Transportrichtung zwischen
einem ersten Anschlag 401 und einem zweiten Anschlag 402 ent
lang einer Verschieberichtung 400 verschiebbar. Auf diese
Weise kann der Erfassungsbereich 107 relativ zu der Trans
portstrecke 100 verschoben werden. Dies ist insbesondere dann
wichtig, wenn verschiedenartige Substrate mit unterschiedlich
ausgebildeten Vorderkanten entlang der Transportstrecke be
wegt und nachfolgend mittels der Lichtschranke genau positio
niert werden.
Anhand von Fig. 5 wird das Verschieben der Sensorelemente
106 erläutert, welches dann erforderlich ist, wenn verschie
dene Typen von Substraten, insbesondere ein Substrat 501a mit
einer geraden Vorderkante und ein Substrat 501b, welches an
zumindest einer vorderen Ecke eine Aussparung 502 aufweist,
positioniert werden sollen. Wie in Fig. 5 dargestellt, sol
len die beiden unterschiedlichen Substrate 501a und 501b der
art erfasst werden, dass ein Signal genau dann ausgegeben
wird, wenn die Vorderkante 503 des bewegten Substrates gerade
eine bestimmte Position erreicht. Im Falle der geraden Vor
derkante des Substrates 501a wird das Sensorelement derart
positioniert, dass sich der Erfassungsbereich 107a nahe der
gewünschten Position befindet. Bei der Verwendung eines Sub
strates 501b mit der Aussparung 502 an seiner vorderen rech
ten Ecke muss der Erfassungsbereich 107b um eine bestimmte
Strecke 400 entgegen der Transportrichtung 102 verschoben
werden, um somit zu gewährleisten, dass genau dann ein Signal
ausgegeben wird, wenn sich die vorstehende Vorderkante 504
des Substrates 501b gerade die gewünschte Position passiert.
Die Fig. 6a und 6b zeigen eine Frontansicht und eine
Draufsicht des Substrates 501b, welches an seinen beiden vor
deren Ecken jeweils Aussparungen 502 aufweist. Die vorderste
Kante des Substrates 501b ist infolge der Schwerkraft leicht
nach unten gebogen. Da erfindungsgemäß die Lichtschranke der
art angeordnet ist, dass sich der Erfassungsbereich bis unter
das Auflageniveau des Substrates 501b auf dem Transportband
302 erstreckt, wird gewährleistet, dass die vorderste Kante
504 des Substrates 501b zuverlässig erfasst wird.
Fig. 7 zeigt in einer schematischen Darstellung die räumli
chen Lage des Erfassungsbereiches 105 und des Lichtdetektors
relativ zu dem Auflageniveau 701 des zu positionierenden Sub
strates auf dem Transportband. Der Lichtdetektor weist eine
effektive Detektorfläche 700 auf, welche wesentlich größer
ist als der Querschnitt des Erfassungsbereiches 105. Auf die
se Weise wird gewährleistet, dass eine zuverlässige Erfassung
der Stopp-Position auch dann erfolgt, wenn bei Einstellung
der Breite der Transportstrecke die beiden Transportseiten
nicht parallel verschoben werden. Gemäß dem hier dargestell
ten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist die Detektorflä
che 700 eine Breite bd von ungefähr 5 mm und eine Höhe hd von
ebenfalls ungefähr 5 mm auf. Der Erfassungsbereich 105 weist
eine Höhe h von ungefähr 4 mm und eine Breite b von ungefähr
0,3 mm auf. Der Erfassungsbereich 105, welcher parallel zu
dem Auflageniveau 701 verläuft, ist derart angeordnet, dass
sich der Erfassungsbereich 105 nach unten bis zu einer Höhe x
von ungefähr 1 mm unterhalb des Auflageniveaus 701 erstreckt.
Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die vorderste Kante
eines Substrates, welches an seiner vorderen Seite Aussparun
gen aufweist, auch dann zuverlässig von der Lichtschranke er
fasst wird, wenn sich die vorderste Kante nicht mehr als un
gefähr 1 mm unterhalb des Auflageniveaus 701 befindet. Es
wird darauf hingewiesen, dass selbstverständlich die Höhenla
ge des Erfassungsbereichs 105 relativ zu dem Auflageniveau
701 größer oder kleiner als im hier dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel gewählt werden kann, so dass je nach Größe und
Dicke bzw. Steifheit der zu positionierenden Substrate die
vordersten Kanten auch dann zuverlässig erfasst werden, wenn
diese unterschiedlich stark durchhängen.
Fig. 8 zeigt die Führung des Transportbandes 302, welches
mittels einer ersten Umlenkrolle 800a, einer zweiten Umlenk
rolle 800b und einer dritten Umlenkrolle 800c um den Erfas
sungsbereich der Lichtschranke, welche die Laserlichtquelle
103 und den Lichtdetektor 104 aufweist, herumgeführt wird.
Durch das Ausschleifen des Transportbandes 302 unterhalb der
Lichtschranke wird gewährleistet, dass sich der Erfassungsbe
reich der Lichtschranke auch unterhalb des Auflageniveaus
quer über die gesamte Transportstrecke des Substrates 101
erstrecken kann und somit zuverlässig auch nach unten
durchhängende Vorderkanten des Substrates erfassbar sind.
Zusammenfassend schafft die Erfindung eine Vorrichtung und
ein Verfahren zum Positionieren eines Substrates 101 auf
einer ein Transportband 302 aufweisenden Transportstrecke
100. Erfindungsgemäß wird die Position des transportierten
Substrates 101 bestimmt, indem die in Transportrichtung 102
gesehene vorderste Kante des Substrates 101 mittels einer
Lichtschranke erfasst wird. Der Erfassungsbereich 105 der
Lichtschranke erstreckt sich bis unterhalb des Auflageniveaus
701 des Substrates 101 auf dem Transportband 302. Somit wird
die Substratvorderkante auch dann erfasst, wenn sich diese
beispielweise infolge eines Durchbiegens unterhalb des
Auflageniveaus 701 befindet. Das Transportband 302 wird in
einer Schleife um den Erfassungsbereich 105 der Lichtschranke
herumgeführt, so dass sich der Erfassungsbereich 105 der
Lichtschranke quer über die gesamte Transportstrecke 100
verlaufen kann. Gemäß einer Weiterbildung wird zusätzlich ein
Sensorelement 106 verwendet, welches relativ zu der
Lichtschranke stromaufwärts an der Transportstrecke 100
angebracht ist und mittels welchem ebenfalls die Vorderkante
des zu positionierenden Substrates 101 erfassbar ist. Auf
diese Weise kann ein besonders schonendes Abbremsen des
entlang der Transportstrecke 100 bewegten Substrates 101
erreicht werden.
Claims (14)
1. Vorrichtung zum Positionieren eines plattenförmigen Sub
strates entlang einer zumindest ein Transportband (302) auf
weisenden Transportstrecke (100), mit
einer Lichtschranke, welche derart angeordnet ist, dass de ren Erfassungsbereich (105) parallel zu der Auflageebene und senkrecht zu der Transportrichtung (102) des Substrates (101) verläuft und die Position der in Transportrichtung (102) weisenden Stirnseite des Substrates (101) erfassbar ist, wobei sich der Erfassungsbereich (105) der Licht schranke bis unter das Auflageniveau (701) des Substrats (101) erstreckt, und
zumindest einer Auslenkvorrichtung, mittels welcher das Transportband (302) in einer zumindest teilweise unterhalb des Auflageniveaus (701) ausgebildeten Schleife um den Er fassungsbereich (105) der Lichtschranke herum geführt wird.
einer Lichtschranke, welche derart angeordnet ist, dass de ren Erfassungsbereich (105) parallel zu der Auflageebene und senkrecht zu der Transportrichtung (102) des Substrates (101) verläuft und die Position der in Transportrichtung (102) weisenden Stirnseite des Substrates (101) erfassbar ist, wobei sich der Erfassungsbereich (105) der Licht schranke bis unter das Auflageniveau (701) des Substrats (101) erstreckt, und
zumindest einer Auslenkvorrichtung, mittels welcher das Transportband (302) in einer zumindest teilweise unterhalb des Auflageniveaus (701) ausgebildeten Schleife um den Er fassungsbereich (105) der Lichtschranke herum geführt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Lichtschranke
entlang der Transportstrecke (100) verschiebbar ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, bei der die
Lichtschranke auf der einen Seite der Transportstrecke (100)
eine Lichtquelle (103) und auf der anderen Seite der Trans
portstrecke (100) einen Lichtempfänger (104) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei welcher die Lichtquelle
(103) ein Laser ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 4, bei welcher
der Lichtempfänger (104) eine lichtempfindliche Fläche (700)
aufweist, welche größer ist als der Querschnitt des von der
Lichtquelle (103) emittierten Lichtstrahls.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der die
Auslenkvorrichtung zumindest eine Umlenkrolle und bevorzugt
drei Umlenkrollen (800a, 800b, 800c) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, zusätzlich
mit zumindest einem Sensorelement (106), welches relativ zu
der Lichtschranke stromaufwärts derart an der Transportstre
cke (100) angebracht ist, dass ein entlang der Transportstre
cke (100) transportiertes Substrat (101) vor einem Auslösen
der Lichtschranke in den Erfassungsbereich (107) des Sensor
elements (106) eindringt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, bei welcher das Sensorelement
(106) an einem Führungselement (300) des Transportbandes
(302) und/oder des Substrates (101) angebracht ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 8, bei welcher
das Sensorelement (106) derart justiert ist, dass sich der
Erfassungsbereich (107) seitlich neben dem Transportband
(302) befindet.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, bei welcher
beim Eindringen des Substrates (101) in den Erfassungsbereich
(107) des Sensorelements (106) ein Signal ausgebbar ist, mit
tels welchem die Geschwindigkeit des Transportbandes (302)
steuerbar ist.
11. Verfahren zum Positionieren eines plattenförmigen Sub
strates entlang einer zumindest ein Transportband (302) auf
weisenden Transportstrecke (100) unter Verwendung der Vor
richtung gemäß einem der Ansprüche 7 bis 10, bei dem
beim Eindringen des Substrates (101) in den Erfassungsbe reich (107) des Sensorelementes (106) die Transportge schwindigkeit reduziert wird und
beim Auslösen der Lichtschranke durch die Stirnseite des Substrates (101) die Bewegung des Substrates (101) gestoppt wird.
beim Eindringen des Substrates (101) in den Erfassungsbe reich (107) des Sensorelementes (106) die Transportge schwindigkeit reduziert wird und
beim Auslösen der Lichtschranke durch die Stirnseite des Substrates (101) die Bewegung des Substrates (101) gestoppt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, bei dem die Transportge
schwindigkeit vor dem Auslösen der Lichtschranke kontinuier
lich reduziert wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem die Transportge
schwindigkeit in Form eines rampenartigen Geschwindigkeits
verlaufes von einer Maximalgeschwindigkeit (v1) auf eine Mi
nimalgeschwindigkeit (v2) reduziert wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, bei dem die Minimalgeschwin
digkeit (v1) erreicht wird, bevor die Lichtschranke ausgelöst
wird.
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