DE10215495A1 - Computersystem und Verfahren für die Recherche, statistische Auswertung und Analyse von Dokumenten - Google Patents
Computersystem und Verfahren für die Recherche, statistische Auswertung und Analyse von DokumentenInfo
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- DE10215495A1 DE10215495A1 DE10215495A DE10215495A DE10215495A1 DE 10215495 A1 DE10215495 A1 DE 10215495A1 DE 10215495 A DE10215495 A DE 10215495A DE 10215495 A DE10215495 A DE 10215495A DE 10215495 A1 DE10215495 A1 DE 10215495A1
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Computersystem für die Recherche, statistische Auswertung und Analyse von Dokumenten, mit DOLLAR A - einem Server-Computer 54 mit Mitteln zum Zugriff auf eine externe Datenbank 1 über ein Computernetzwerk 4, Mitteln zur Abfrage der externen Datenbank nach einem Standard-Suchprofil 7, Mitteln 5 zum Starten der Abfrage in vorgegebenen Zeitintervallen und Mitteln zur Speicherung von Daten der externen Datenbank als Ergebnis der Abfrage für eine interne Datenbank 8, DOLLAR A - einem Client-Computer 9 mit ersten Programmmitteln 12 zur Eingabe einer Individual-Suchanfrage für eine Recherche in der internen Datenbank, zweiten Programmmitteln 13 zur Anzeige einer Trefferliste der Recherche, dritten Programmmitteln 14 zur Auswahl von Daten aus der Trefferliste durch einen Benutzer, Mitteln 9 zum Laden und Speichern der ausgewählten Daten von der internen Datenbank, vierten Programmmitteln 16 für die anzeige von gespeicherten Daten, fünften Programmmitteln 17 für die statistische Auswertung von gespeicherten Daten, sechsten Programmmitteln 18 für die Analyse von gespeicherten Daten und Mitteln 9 zur Auswahl der Anzeige, statistischen Auswertung oder Analyse von gespeicherten Daten.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Computersystem für die Recherche, statistische Auswertung und Analyse von Dokumenten, insbesondere für technische Dokumente und Patentliteratur. Die Erfindung betrifft ferner ein entsprechendes Verfahren und Computerprogramm.
- Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Systeme für das Dokumentenmanagement und die Analyse von technischer Literatur und Patenten bekannt:
Aus US 5,991,751 ist ein solches System bekannt, welches auf Patentdatenbanken und weiteren Datenbanken mit Informationen, die für eine Firma von Interesse sind, basiert. In dem System werden verschiedene Gruppen gebildet, wobei jede der Gruppe eine Anzahl von Patenten der Patentdatenbank beinhaltet. Auf ein entsprechendes Kommando hin werden die zu einer der Gruppe gehörenden Patente im Zusammenhang mit den Informationen der weiteren Datenbanken verarbeitet. Ferner ist es möglich zum Beispiel Patentzitationen, die Anzahl von Patenten eines Erfinders und dergleichen automatisch festzustellen. - Aus US 5,721,910 ist eine relationale Datenbank bekannt, die ein mehrdimensionales hierarchisches Modell von miteinander in Bezug stehenden Kategorien beinhaltet. Diese Datenbank kann dazu verwendet werden, den Bedeutungsinhalt von wissenschaftlichen oder technischen Dokumenten, wie zum Beispiel Patenten oder Zusammenfassungen dieser Patente, zu erfassen und die Dokumente einer bestimmten wissenschaftlichen oder technischen Kategorie in dem mehrdimensionalen hierarchischen Modell zuzuordnen.
- Aus US 6,038,561 ist ein System für das Management und die Analyse von Dokumenten bekannt. Das System ist interaktiv und erlaubt sowohl eine wortbasierende Analyse als auch eine konzeptuelle Analyse sowie die Anzeige von Informationen.
- Ein besonderes Anwendungsgebiet ist die Analyse von Patentliteratur, wie zum Beispiel Patentansprüchen.
- Aus WO 00/52618 ist ein System für das sogenannte Intellectual Property Asset Management bekannt. In dem System werden Daten aus verschiedenen Datenbanken zusammengeführt und Zitate sowie Erfinderangaben ausgewertet.
- Aus der US 5,999,907 ist ein Prüfungssystem für geistiges Eigentum bekannt, welches zur Bewertung eines Portfolios dient. Das System beinhaltet eine Datenbank, die Informationen betreffend ein Portfolio von gewerblichen Schutzrechten beinhaltet. Das System beinhaltet weitere Datenbanken zur Speicherung empirischer Daten für die Bewertung des Portfolios. Dabei kommt es zur Bestimmung von qualitativen Kennzahlen, die basierend auf ökonomischen Werten kalibriert sind.
- Aus US 6,014,663 ist ein System zur Analyse eines Dokuments bekannt, welches die konsistente Benutzung der Terminologie in einer Patentanmeldung verifiziert.
- Aus US 5,991,780 ist ein System zur selektiven Anzeige von Patenttexten und Zeichnungen bekannt. Der Text und die Zeichnungen werden in voneinander getrennten Dateien abgespeichert und auf einer Nutzerschnittstelle zusammen dargestellt.
- Aus US 5,950,214, WO 00/11575 und US 6,018,749 sind weitere Systeme für die Verarbeitung und Anzeige von Patentdokumenten bekannt.
- Verfahren für die Patentanalyse sind ferner bekannt aus der europäischen Patentanmeldung, Anmeldungsnummer 001 18 457, sowie aus Brockhoff K K: "Indicators of Firm Patent Activities", Portland, Oct. 27-31, 1991, New York, IEEE, US, vol.- October 1991 (1991-10), Seiten 476-481, XP002923550 und Stefanov V: "Some Possiblities of a Patents Database in Determining a Firm's Policy", World Patent Information, GB, Elsevier Sciences Publishing, Barking, vol 17, no. 3, 1 September 1995 (1995-09-01), Seiten 201-204, XP004037786, ISSN: 0172-2190.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde ein verbessertes Computersystem für die Recherche, statistische Auswertung und Analyse von Dokumenten, insbesondere von technischer und Patentliteratur, zu schaffen sowie ein entsprechendes Verfahren und Computerprogrammprodukt.
- Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird jeweils mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.
- Die vorliegende Erfindung erlaubt die Schaffung eines integrierten firmeninternen Systems für den Zugriff auf technische und Patentinformationen, deren statistische Auswertung und Analyse, insbesondere für die Zwecke der Wettbewerbsbeobachtung und des Intellectual Property Managements. Insbesondere erlaubt die Erfindung die zielgerichtete Akquisition von Dokumenten, zum Beispiel mittels einer Profilrecherche in Patentdatenbanken, die in regelmäßigen Abständen, zum Beispiel täglich, wöchentlich oder monatlich, durchgeführt wird. Die entsprechenden Dokumente werden dann unternehmensintern abgespeichert und verteilt. Ferner ist es möglich in der unternehmensinternen Datenbank zu recherchieren und die recherchierten Dokumente zu laden.
- Eine weitere Option ist die statistische Auswertung der aufgefundenen Dokumente nach vorgegebenen Kategorien, wie zum Beispiel die automatische Erzeugung von Histogrammen zur Darstellung der Verteilung von Patenten auf Wettbewerber oder Technologiefelder oder andere Kategorien.
- Ferner erlaubt die Erfindung die Analyse von Dokumenten in der unternehmensinternen Datenbank mittels an sich bekannter Patentanalysefunktionen.
- Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden auf einer graphischen Benutzeroberfläche Bedienelemente angezeigt, wobei jedes der Bedienelemente einer bestimmten Kategorie entspricht, für die eine statistische Auswertung durchgeführt werden kann. Beispielsweise werden dem Nutzer die Bedienelemente "Autor", "Anmelder", "Veröffentlichungsjahr" oder "internationale Patentklasse" (IPC) als Kategorien angeboten. Wenn der Nutzer eines dieser Bedienelemente zum Beispiel durch "Anklicken" mit der Computermaus auswählt, wird automatisch eine entsprechende statistische Analyse der Dokumente durchgeführt. Das Ergebnis der Analyse wird vorzugsweise in Form eines Histogramms ausgegeben oder als 2-D- Matrix.
- Vorzugsweise geht dabei ein Nutzer so vor, dass er zunächst eine Recherche in der internen Unternehmensdatenbank nach ihn interessierenden Patentdokumenten durchführt. Als Ergebnis erhält der Nutzer eine Trefferliste von Dokumenten. Aus dieser Trefferliste wählt der Nutzer typischerweise alle Dokumente oder eine Untermenge aus, um diese weiter auszuwerten. Für die weitere Auswertung der ausgewählten Dokumente aus der Trefferliste bietet die graphische Benutzeroberfläche mit den Bedienelementen eine komfortable Plattform, die der Nutzer ohne größere Einarbeitungszeit intuitiv verwenden kann.
- Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung hat der Nutzer über die statistische Auswertung hinaus die Möglichkeit der Analyse der ausgewählten Dokumente der Trefferliste. Hierzu werden automatisch Qualitätskoeffizienten berechnet, wie es zum Beispiel an sich bekannt ist aus der europäischen Patentanmeldung EP 1 182 578 A1. Beispielsweise kann es sich bei den Qualitätskoeffizienten um Patentqualitätskennzahlen handeln.
- Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird als externe Datenbank eine Datenbank verwendet, die Zusammenfassungen und bibliographische Informationen von Patenten beinhaltet. Diese Datenbank wird innerhalb vorgegebener Zeitabstände, zum Beispiel täglich, mittels eines definierten Standard-Suchprofils recherchiert.
- Die neu hinzugekommenen Dokumente werden dann auf den unternehmensinternen Server-Computer geladen und in einer internen Datenbank abgespeichert. Für die Berechnung von Qualitätskoeffizienten für die Patentanalyse sind jedoch weitere Daten, wie zum Beispiel Rechtsstandsinformationen und Zitationen erforderlich. Diese Daten werden bei Bedarf von einer externen Datenquelle abgefragt, wenn ein Benutzer eine entsprechende Analyse wünscht. Dabei ist besonders vorteilhaft, dass die Abfrage der ergänzenden Daten automatisch erfolgen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass nicht für alle Patente von vornherein nur im Spezialfall interessierende Daten, wie etwa Rechtsstandsinformationen und Zitationen geladen werden, was eine Einsparung von Speicherplatz sowie von Datenbankkosten erlaubt. Werden allerdings bei den nur im Spezialfall interessierenden Daten solche gefunden, die sich nicht mehr ändern, werden diese in den internen Datenbanken gespeichert. Dies gilt insbesondere für Rechtsstände.
- Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das Analyseergebnis graphisch aufbereitet und in einer intuitiven Form ausgegeben. Eine bevorzugte Ausgabeform ist die an sich aus der europäischen Patentanmeldung EP 1 182 578 A1 bekannte Form.
- Im Weiteren werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung mit Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1 ein Blockdiagramm einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Computersystems,
- Fig. 2 eine graphische Benutzeroberfläche für die statistische Auswertung,
- Fig. 3 ein Flussdiagramm zur Darstellung von Datenbank-Server und Server-Client Prozessen.
- Das Computersystem der Fig. 1 hat eine externe Datenbank 1, bei der es sich zum Beispiel um eine Datenbank zur Speicherung von technischer und/oder Patentliteratur handelt. Zu jedem in der Datenbank 1 erfassten Dokument befindet sich dort ein Datensatz, der eine Zusammenfassung und bibliographische Informationen zu dem betreffenden Dokument beinhaltet.
- Daneben kann auf weitere externe Datenbanken z. B. 2 und 3 zugegriffen werden, die zu den Dokumenten der Datenbank 1 ergänzende Informationen beinhaltet, die für die Berechnung von Qualitätskoeffizienten für die Dokumente benötigt werden. Im Fall von Patentliteratur kann es sich bei diesen weiteren Informationen zum Beispiel um Rechtsstandsinformationen und/oder Zitationen handeln.
- Auf die Datenbanken 1, 2 und 3 kann z. B. über das Internet 4 oder Datex P von dem Server-Computer 5 eines Unternehmens 65 zugegriffen werden. In dem Server- Computer 5 ist ein Standard-Suchprofil 7 abgelegt. Das Standard-Suchprofil 7 wird automatisch in gewissen Zeitabständen gestartet, zum Beispiel einmal täglich oder in anderen regelmäßigen oder unregelmäßigen Zeitabständen. In dem Standard-Suchprofil 7 ist eine Such-Anfrage hinterlegt, die das Unternehmen 6 betreffende Themengebiete abdeckt.
- Die aufgrund des Standard-Suchprofils 7 ermittelten Datensätze werden in einer internen Datenbank 8 auf dem Server-Computer 5 abgespeichert. Ferner ist auf dem Server-Computer 5 eine Schlagwortliste 37 gespeichert.
- Die Schlagwortliste 37 beinhaltet eine vorgegebene Menge von Schlagworten, die für die Verschlagwortung von Dokumenten verwendet werden können. Die Schlagworte der Schlagwortliste 37 sind dabei entsprechend der Interessengebiete des Unternehmens gewählt. Jedem der vorgegebenen Schlagworte können dabei ein oder mehrere synonyme Begriffe zugeordnet sein, sowie Übersetzungen in andere Sprachen. Dies erlaubt es auch Dokumente zu verschlagworten, die sich einer anderen Terminologie bedienen oder Dokumente einer ausländischen Sprache.
- Von einem Client-Computer 9 kann über ein Intranet 10 auf den Server-Computer 5 und dessen interne Datenbank 8 zugegriffen werden. Typischerweise haben mehrere Mitarbeiter des Unternehmens 6 einen solchen Client-Computer 9 mit der Möglichkeit, über das Intranet 10 auf den Server-Computer 5 zuzugreifen.
- Der Client-Computer 9 beinhaltet ein Recherchenprogramm 11 mit einem Programmmodul 12 für eine Individual-Suchanfrage. Das Programmmodul 12 kann beispielsweise einen üblichen Internet-Browser, wie zum Beispiel Microsoft Explorer oder Netscape Navigator beinhalten. Über diesen Internet-Browser nimmt der Nutzer des Client-Computers 9 mit dem Server-Computer 5 Kontakt auf, indem in das Browserprogramm der Uniform Resource Locator (URL) der gewünschten Web-Seite des Server-Computers 5 eingegeben wird. In diese Web-Seite kann dann die Individual-Suchanfrage bzw. eine gespeicherte Suchanfrage eingegeben werden.
- Das Recherchenprogramm 11 beinhaltet ferner ein Programmmodul 13 für die Anzeige der bei einer Individual-Suchanfrage erhaltenen Trefferliste. Auch diese Anzeige kann über den Web-Browser erfolgen.
- Das Recherchenprogramm 11 beinhaltet ferner ein Programmmodul 14 für die Auswahl von Datensätzen aus dieser Trefferliste. Auch die Auswahl von Datensätzen aus der Trefferliste kann mittels des Web-Browsers implementiert werden. Die von dem Nutzer ausgewählten Datensätzen der Trefferliste werden dann automatisch von dem Server-Computer 5, das heißt dessen interner Datenbank 8 auf den Client-Computer 9 geladen und in dessen Speicher 15 abgespeichert.
- Vorzugsweise wird zusammen mit der Trefferliste auch die Schlagwortliste 37 zu dem Client-Computer bzw. dessen Rechercheprogramm 11 übertragen. Das Rechercheprogramm 11 hat ein Programmmodul 38 für die Verschlagwortung der Daten der Trefferliste mit Hilfe der Schlagwortliste 37. Die den einzelnen Dokumenten der Trefferliste zugeordneten Schlagworte werden von dem Rechercheprogramm 11 über das Intranet 10 an den Server-Computer 5 übertragen und dort in der internen Datenbank 8 abgelegt.
- Auf diese Art und Weise kann ein anderer Nutzer, der zu einem späteren Zeitpunkt auf die entsprechenden Dokumente zugreift, die bereits erfolgte Verschlagwortung wieder benutzen. Über die Schlagwortliste 37 ist zudem sichergestellt, dass eine unternehmensweit einheitliche Terminologie für die Schlagworte und auch für Suchanfragen verwendet wird. Bevorzugt werden Suchanfragen aus den definierten Schlagworten der Schlagwortliste 37 aufgebaut.
- Ebenso werden die für eine bestimmte Trefferliste ermittelten Schlagworte zusammen mit den Daten der Trefferliste in dem Speicher 15 abgespeichert.
- Auf die in dem Speicher 15 gespeicherten Datensätzen kann dann für verschiedene Zwecke zugegriffen werden, wie zum Beispiel für die Anzeige von Daten, deren statistische Auswertung und/oder deren Analyse.
- Hierzu beinhaltet das Recherchenprogramm 11 ein Programmmodul 16 für die Anzeige von in dem Speicher 15 gespeicherten Datensätzen sowie ein Programmmodul 17 für die statistische Auswertung. Ferner dient ein Programmmodul 18 für die Analyse der gespeicherten Dokumente. Für die Analyse werden dabei Qualitätskoeffizienten berechnet, für die weitere ergänzende Daten benötigt werden. In diesem Fall greift das Programmmodul 18 automatisch über den Server-Computer 4 und z. B. das Internet 4 auf die Datenbank 2 zu, um die ergänzenden Daten abzurufen.
- Beim Betrieb des Systems der Fig. 1 wird also zum Beispiel einmal täglich das Standard-Suchprofil 7 abgearbeitet und eine entsprechende Such-Anfrage 19 an die Datenbank 1 gerichtet. Diese antwortet dann mit neuen Daten 20, die seit der letzten Abfrage hinzugekommen sind und die dem Interessenprofil des Unternehmens 6, wie es in der Such-Anfrage 19 formuliert ist, entsprechen.
- Die neuen Daten 20 werden in der internen Datenbank 8 gespeichert und gegebenenfalls verschlagwortet z. B. durch Experten, nach einem für das Unternehmen angepassten Schema.
- Ein Mitarbeiter des Unternehmens 6 kann dann seinen Client-Computer 9 benutzen, um eine individuell formulierte Such-Anfrage einzugeben und an die interne Datenbank 8 zu richten. Dem Nutzer wird dann auf seinem Bildschirm eine Trefferliste angezeigt, aus der alle oder eine Untermenge von Daten ausgewählt werden können. Die ausgewählten Daten werden dann von der internen Datenbank 8 in den Speicher 15 des Client-Computers 9 geladen, damit der Nutzer sie weiter verarbeiten kann. Eine Möglichkeit für den Nutzer ist, die geladenen Daten mittels des Programmmoduls 16 zu visualisieren, das heißt die Datei zu öffnen und anzeigen zu lassen. Eine weitere Möglichkeit ist die der statistischen Auswertung mittels des Programmmoduls 17 sowie die Patentanalyse mittels des Programmmoduls 18.
- Die Fig. 2 zeigt die Benutzeroberfläche für das Programmmodul 17. Die Benutzeroberfläche beinhaltet die Bedienelemente 21, 22, 23 und 24 für die Kategorien "Auto", "Anmelder", "Veröffentlichungsjahr" und "IPC". Wenn ein Nutzer beispielsweise das Bedienelement 22 selektiert, so wird automatisch in dem Anzeigebereich 25 auf dem Bildschirm ein Histogramm ausgegeben, welches die Anzahl der Dokumente pro Patentanmelder in der ausgewählten Menge von Daten der Trefferliste darstellt. Entsprechend verhält es sich mit den weiteren zur Verfügung stehenden Kategorien. Von besonderem Vorteil ist dabei, dass der Benutzer keine statistischen Auswertungen selbst formulieren muss, sondern lediglich auf die gewünschte Kategorie "klickt".
- Durch Selektion des Bedienelements 26 kann der Benutzer das Programmmodul 18 für die statistische Auswertung starten. Die Auswertung wird dann automatisch für die aus der Trefferliste zuvor ausgewählten und gespeicherten Daten durchgeführt und ebenfalls in einer graphischen Form ausgegeben. Hierfür greift das Programmmodul 18 erforderlichenfalls automatisch auf die externe Datenbank 2 zu, um dort ergänzende Informationen abzufragen.
- Die Fig. 3 zeigt ein Flussdiagramm der entsprechenden Prozesse. Der Prozess 27 betrifft dabei denjenigen Prozess, an dem die Datenbank 1 und der Server-Computer 5 (vgl. Fig. 1) beteiligt sind. Dieser Prozess 27 besteht aus dem Schritt 28, in dem der Server-Computer das Standard-Suchprofil abarbeitet und eine entsprechende Such-Anfrage an die Datenbank richtet. In dem Schritt 29 werden entsprechende neue Dokumente an den Server-Computer von der Datenbank geliefert und in der internen Datenbank des Server-Computers gespeichert.
- Parallel und unabhängig davon verläuft der Prozess 30, welcher einen der Client- Computer und den Server-Computer betrifft. Dabei können mehrere Prozesse 30 parallel für verschiedene Client-Computer ablaufen.
- Zunächst gibt der Benutzer in dem Schritt 31 seine Individual-Suchanfrage ein. Für diese erhält er in dem Schritt 32 eine Trefferliste.
- Der Nutzer hat dann die Option, Elemente der Trefferliste für die Anzeige in dem Schritt 33 oder für die statistische Auswertung in dem Schritt 34 auszuwählen. Ferner hat der Nutzer die Möglichkeit einer Analyse. Hierzu ist es unter Umständen erforderlich, dass in dem Schritt 35 ergänzende Daten geladen werden, um in dem Schritt 36 diese Analyse durchzuführen. Bezugszeichenliste 1 Datenbank
2 Datenbank
3 Datenbank
4 Internet
5 Server-Computer
6 Unternehmen
7 Standard-Suchprofil
8 Interne Datenbank
9 Client-Computer
10 Intranet
11 Recherchenprogramm
12 Programmmodul
13 Programmmodul
14 Programmmodul
15 Speicher
16 Programmmodul
17 Programmmodul
18 Programmmodul
19 Such-Anfrage
20 Daten
21 Bedienelement
22 Bedienelement
23 Bedienelement
24 Bedienelement
25 Anzeigenbereich
26 Bedienelement
27 Prozess
28 Schritt
29 Schritt
30 Prozess
37 Schlagwortliste
38 Programmmodul
Claims (22)
1. Computersystem für die Recherche, statistische Auswertung und Analyse von
Dokumenten, mit
einem Server-Computer (5) mit Mitteln zum Zugriff auf eine externe Datenbank (1) über ein Computernetzwerk (4), Mitteln zur Abfrage der externen Datenbank nach einem Standard-Suchprofil (7), Mitteln (5) zum Starten der Abfrage in vorgegebenen Zeitintervallen und Mitteln zur Speicherung von Daten der externen Datenbank als Ergebnis der Abfrage für eine interne Datenbank (8),
einem Client-Computer (9) mit ersten Programmmitteln (12) zur Eingabe einer Individual-Suchanfrage für eine Recherche in der internen Datenbank, zweiten Programmmitteln (13) zur Anzeige einer Trefferliste der Recherche, dritten Programmmitteln (14) zur Auswahl von Daten aus der Trefferliste durch einen Benutzer, Mitteln (9) zum Laden und Speichern der ausgewählten Daten von der internen Datenbank, vierten Programmmitteln (16) für die Anzeige von gespeicherten Daten, fünften Programmmitteln (17) für die statistische Auswertung von gespeicherten Daten, sechsten Programmmitteln (18) für die Analyse von gespeicherten Daten und Mitteln (9) zur Auswahl der Anzeige, statistischen Auswertung oder Analyse von gespeicherten Daten.
einem Server-Computer (5) mit Mitteln zum Zugriff auf eine externe Datenbank (1) über ein Computernetzwerk (4), Mitteln zur Abfrage der externen Datenbank nach einem Standard-Suchprofil (7), Mitteln (5) zum Starten der Abfrage in vorgegebenen Zeitintervallen und Mitteln zur Speicherung von Daten der externen Datenbank als Ergebnis der Abfrage für eine interne Datenbank (8),
einem Client-Computer (9) mit ersten Programmmitteln (12) zur Eingabe einer Individual-Suchanfrage für eine Recherche in der internen Datenbank, zweiten Programmmitteln (13) zur Anzeige einer Trefferliste der Recherche, dritten Programmmitteln (14) zur Auswahl von Daten aus der Trefferliste durch einen Benutzer, Mitteln (9) zum Laden und Speichern der ausgewählten Daten von der internen Datenbank, vierten Programmmitteln (16) für die Anzeige von gespeicherten Daten, fünften Programmmitteln (17) für die statistische Auswertung von gespeicherten Daten, sechsten Programmmitteln (18) für die Analyse von gespeicherten Daten und Mitteln (9) zur Auswahl der Anzeige, statistischen Auswertung oder Analyse von gespeicherten Daten.
2. Computersystem nach Anspruch 1, wobei die fünften Programmmittel für die
statistische Auswertung Mittel (21, 22, 23, 24) zur Ermittlung einer absoluten
oder relativen Häufigkeit von Instanzen einer Kategorie in den gespeicherten
Daten aufweisen.
3. Computersystem nach Anspruch 2, wobei die fünften Programmmittel für die
statistische Auswertung Mittel zur Anzeige von Bedienelementen auf einer
graphischen Benutzeroberfläche aufweisen, wobei jedes Bedienelement einer
Kategorie zugeordnet ist.
4. Computersystem nach Anspruch 2 oder 3, wobei die fünften Programmmittel
für die statistische Auswertung Mittel zur Generierung eines Histogramms für
eine gewählte Kategorie aufweisen.
5. Computersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, wobei
die sechsten Programmmittel für die Analyse Mittel für die Berechnung von
Qualitätskoeffizienten, insbesondere von Patentqualitätskennzahlen,
aufweisen.
6. Computersystem nach Anspruch 5 mit Mitteln für den automatischen Zugriff
auf eine externe Datenquelle(2) für die Abfrage von ergänzenden Daten für
die Berechnung der Qualitätskoeffizienten.
7. Computersystem nach Anspruch 5 oder 6 mit Mitteln für die graphische
Ausgabe des Analyseergebnisses.
8. Computersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, wobei es
sich bei der externen Datenbank um eine Datenbank zur Speicherung von
Zusammenfassungen und bibliographischen Informationen von
Patentdokumenten handelt.
9. Computersystem nach Anspruch 8, wobei es sich bei der externen
Datenquelle um eine Datenquelle zur Lieferung von
Rechtsstandsinformationen und/oder Zitationen handelt.
10. Computersystem nach Anspruch 8 oder 9, wobei es sich bei den
Qualitätskoeffizienten um Indikatoren von Patentaktivitäten handelt.
11. Computersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 10, wobei
der Server-Computer zur Speicherung von Schlagworten (37) ausgebildet ist
und der Client-Computer siebte Programmmittel (38) für die
Verschlagwortung von Daten aus der Trefferliste mittels der Schlagwortliste aufweist.
12. Verfahren für die computergestützte Recherche, statistische Auswertung und
Analyse von Dokumenten mit folgenden Schritten:
- Zugriff auf eine externe Datenbank über ein Computernetzwerk,
- Abfrage der externen Datenbank nach einem Standard-Suchprofil in
vorgegebenen Zeitintervallen,
- Speicherung von Daten der externen Datenbank als Ergebnis der
Abfrage für eine interne Datenbank,
- Eingabe einer Individual-Suchanfrage für einen Recherche in der
internen Datenbank von einem Client-Computer,
- Anzeige einer Trefferliste der Recherche,
- Auswahl von mehreren Daten aus der Trefferliste,
- Laden der ausgewählten Daten von der internen Datenbank,
- Speichern der geladenen Daten auf dem Client-Computer,
- Eingabe einer Auswahl eines Nutzers für die Anzeige, statistische
Auswertung oder Analyse der gespeicherten Daten.
13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei für die statistische Auswertung die
absoluten oder relativen Häufigkeiten von Instanzen einer Kategorie
automatisch aus den gespeicherten Daten ermittelt werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei Bedienelemente auf einer graphischen
Benutzeroberfläche angezeigt werden, wobei jedes der Bedienelemente einer
Kategorie zugeordnet ist und die absoluten oder relativen Häufigkeiten der
Instanzen einer durch Auswahl eines der Bedienelemente gewählten
Kategorie aus den gespeicherten Daten automatisch ermittelt werden.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, wobei das Ergebnis der statistischen
Auswertung in Form eines Histogramms automatisch ausgegeben wird.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 12 bis 15, wobei für
die Analyse Qualitätskoeffizienten berechnet werden.
17. Verfahren nach Anspruch 16, wobei für die Berechnung der
Qualitätskoeffizienten automatisch auf eine externe Datenquelle zugegriffen wird, um
auf für die Berechnung der Qualitätskoeffizienten benötigte ergänzende Daten
zuzugreifen.
18. Verfahren nach Anspruch 16 oder 17, wobei die Ergebnisse der Analyse
graphisch ausgegeben werden.
19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 12 bis 18, wobei es
sich bei den Daten der externen Datenbank um die Zusammenfassungen und
bibliographischen Informationen von Patentdokumenten handelt.
20. Verfahren nach Anspruch 19, wobei es sich bei den ergänzenden Daten der
externen Datenquelle um Rechtstände und Zitationen der Patentdokumente
handelt.
21. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 12 bis 20, wobei
zusammen mit den ausgewählten Daten eine vorgegeben Menge von
Schlagworten an den Client-Computer übertragen wird und durch den
Client-Computer eine Verschlagwortung der ausgewählten Daten mittels der Menge von
Schlagworten erfolgt.
22. Computerprogrammprodukt zur Durchführung eines Verfahrens nach einem
der vorhergehenden Ansprüche 12 bis 21.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10215495A DE10215495A1 (de) | 2002-04-09 | 2002-04-09 | Computersystem und Verfahren für die Recherche, statistische Auswertung und Analyse von Dokumenten |
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|---|---|---|---|
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