DE10213163A1 - Verfahren zur Korrektur von Texten - Google Patents
Verfahren zur Korrektur von TextenInfo
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Abstract
Verfahren zur automatischen Erstellung einer Datei auf der Grundlage eines gesprochenen Wortes, eines Textes oder eines Textfragmentes, wobei die in die Datei umzuwandelnde Sprache von einem Absender in ein Eingabegerät, das in ein Kommunikationsnetz eingebunden ist, gesprochen wird, wobei ein ebenfalls in das Netz eingebundener Computer vermittels eines Sprachprogrammes die Sprache in die Datei umwandelt und wobei die Datei zur Überarbeitung auf ein empfangendes Endgerät des Absenders, das gleichfalls in das Netz eingebunden ist, zurückgeschickt wird.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur automatischen Erstellung einer Datei, beispielsweise einer Zeichenfolge, einer Textdatei oder einer Nachricht, auf der Grundlage eines gesprochenen Wortes, eines gesprochenen Textes oder eines gesprochenen Textfragmentes, wobei die in die Datei umzuwandelnde Sprache von einem Absender in ein Eingabegerät, das in ein Kommunikationsnetz eingebunden ist, gesprochen wird und wobei ein ebenfalls in das Netz eingebundener Computer vermittels eines Sprachprogrammes die Sprache in die Textdatei umwandelt. Die Erfindung betrifft auch ein System zur Durchführung des Verfahrens.
- Derartige Systeme zur Konvertierung gesprochener Texte sind schon realisiert. So sind nicht automatische Verfahren bekannt, bei denen der Absender seine Sprachnachricht in ein Endgerät eingibt, worauf hin diese digitalisiert und einem Operator zugeführt wird. Der Operator setzt den gesprochenen Text um und verschickt ihn an einen vom Absender angegebenen Empfänger (Adressat).
- Dieses Verfahren ist wegen des Personalaufwandes langsam, umständlich und kostenintensiv. Es ist jedoch auch schon bekannt, den menschlichen Operator durch einen Computer zu ersetzen. Der vom Computer umgewandelte Text muß jedoch wegen der Unzulänglichkeiten der Sprachanalyseprogramme von einem Operator zeitversetzt zur Korrektur überarbeitet werden, bevor er beispielsweise als SMS-Nachricht oder als E-mail an den Empfänger verschickt wird. Auch dieses System ist noch vergleichsweise aufwendig und verursacht entsprechende Kosten. Außerdem ist bei allen bekannten Verfahren nachteilig, daß der Absender keinerlei Kontrolle über den von ihm entworfenen Text hat.
- Aufgabe der Erfindung ist es nunmehr, ein gattungsgemäßes Verfahren zu schaffen, das sich mit einfachen und kostengünstigen Mitteln umsetzen läßt und das die zuverlässige Umwandlung eines gesprochenen in eine ausgebbare Datei ermöglicht. Zudem ist es Aufgabe der Erfindung, ein System zur Umsetzung des Verfahrens zu schaffen.
- Diese Aufgaben werden durch ein Verfahren nach Anspruch 1 und ein System nach Anspruch 9 gelöst.
- Der wesentliche Grundgedanke der Erfindung liegt darin, die Datei dem Absender zur Überarbeitung, insbesondere zur Korrektur auf sein empfangendes Endgerät, das gleichfalls in das Netz eingebunden ist, zurückzuschicken. Der Absender kann sich also vor der Weiterverarbeitung des Textes von dem korrekt wiedergegebenen Inhalt überzeugen und ihn gegebenenfalls korrigieren. Wegen des Verzichts auf Personal können einerseits erhebliche Kosten gespart und die Geschwindigkeit der Umsetzung andererseits gesteigert werden. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist, daß es sich mit vorhandenen Mittel einfach umsetzen läßt. So kann insbesondere von einem mit Mikrophon ausgestatteten Endgerät eine Telephonleitung zu einem mit Telephoninterface und Spracherkennung ausgestatteten zentralen Computer (Server) aufgebaut werden, der die erkannten Sprachsignale zum Zwecke der Weitervermittlung in einen lesbaren Text umwandelt. Dabei kann die Verbindung entweder über ein Telephon- oder ein anders Netz (z. B. Internet) aufgebaut werden.
- Um eine einfache und effiziente Überarbeitung zu ermöglichen, ist es vorteilhaft, wenn das Endgerät des Absenders neben einem Mikrophon zur Spracheingabe eine Tastatur zur manuellen Eingabe von Textzeichen und einen Bildschirm zur visuellen Ausgabe des Textes aufweist. So kann die vollständige Kommunikation von einem einzigen Endgerät vorgenommen werden. Im einfachsten Falle werden die Voraussetzungen von einem mobilen Telephon (Handy, UMTS, PDA o. ä.) erfüllt, über das ein Nutzer eine SMS Nachricht, die er diktiert hat, verschicken möchte. Der umgewandelte Text kann dem Absender nach Beendigung des Diktiervorganges zur Bestätigung und/oder Korrektur auf den Bildschirm (Display) rückübermittelt werden. Der Vorteil der Erfindung liegt auf der Hand: So braucht der Absender nicht eine große Anzahl von Worten selber über die kleine Tastatur eingeben, sondern braucht nur wenige Worte korrigieren. Dies bietet gerade bei der Versendung von SMS über Moiltelephone, deren Bildschirme vergleichsweise klein und die Tastaturen nur bedingt für die Eingabe längerer Texte geeignet sind, große Vorteile. Der Text im SMS Format wird dann auf dem Bildschirm des Mobiltelephons ausgegeben.
- Wie dargelegt, können als Übertragungsformate die Formate von SMS oder E- mail Nachrichten verwendet werden. Bei diesen Formaten kann die Überarbeitung des Textes einfach über die Tasten des Endgerätes erfolgen. Es ist auch denkbar, scriptbasierte Formate (WML, HTML oder xML) wie z. B. WAP oder Formulare im Internet auszuwählen, die den Inhalt des diktierten Textes darstellen und eine Bestätigung und/oder Korrektur ermöglichen. Erfindungsgemäß ist es nicht nur möglich, den gesprochenen Text in eine entsprechende Datei (z. B. im ASCII- Format) umzuwandeln, es ist auch vorteilhaft, den gesprochenen Text bei der Umwandlung durch das Programm in eine andere Sprache zu übersetzen. Dabei kann auf entsprechende Übersetzungsprogramme zurückgegriffen werden. Ein derart modifiziertes Verfahren bietet eine große Anzahl von Möglichkeiten.
- Die Erfindung kann derart realisiert sein, daß der gesprochene Text als ganzes aufgenommen, umgewandelt und nach der Umwandlung dem Absender zurückgesandt wird. Dieses Verfahren vermeidet besonders effektiv Kosten, die für die Aufrechterhaltung der Leitung aufzuwenden sind. Falls die Netzgebühren verhältnismäßig gering sind, kann es besonders vorteilhaft sein, die Umwandlung "online" durchzuführen. Dabei können wie bei einem dezentral auf dem PC realisierten Diktierprogramm die umgewandelten Teile der Sprache unmittelbar nach der Umwandlung auf dem Bildschirm dargestellt werden. Die Erfindung manifestiert sich demnach in einer Art zentralem Diktierprogramm. Ein solches zentral organisiertes Programm kann dabei wegen der einfach zur Verfügung zu stellenden großen Rechnerkapazitäten mit besonderen Features ausgestattet werden: So ist es vorteilhaft, wenn der Rechner "lernfähig" ist und sich der Charakteristik eines Absenders flexibel anpassen kann. Dazu können die vom Absender überarbeiteten Teile des Textes an den Computer zurückgesendet werden, die dieser vermittels eines lernfähigen Algorithmus zur Adaption des Programmes an die Charakteristik der Stimme des Absenders verarbeitet. Beim nächsten Diktat wird ein solches Programm schon mehr verstehen als beim ersten mal.
- Im Falle von SMS oder E-mail Nachrichten ist es vorteilhaft, wenn der Text nach der Überarbeitung durch den Absender direkt durch den zentralen Rechner an einen anderen Adressaten verschickt wird. Im einfachsten Falle wird der Absender die vom Computer erstellte Nachricht einmal zur Kontrolle durchlesen und dann die Richtigkeit bestätigen. Durch die Bestätigung wird die Nachricht an den Adressaten verschickt. Insgesamt ist es vorteilhaft, wenn die vom Programm nicht eindeutig identifizierten Worte im Text markiert werden. So wird der Leser sofort mit den eventuell problematischen Textstellen konfrontiert.
- Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist in der Figur dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben.
- Die Figur zeigt ein System zur Umsetzung des Verfahrens aufweisend ein Kommunikationsnetz 1, an das Endgeräte wie Telephone 2, Mobiltelephone 3 oder Computer 4 angeschlossen sind. Die Endgeräte sind jeweils mit einem Mikrophon zur Eingabe der Sprache ausgestattet. Der Computer 4 ist zudem an das Internet oder ein Intranet 5 angeschlossen. Die Pfeile beziehungsweise die Doppelpfeile verdeutlichen die Kommunikationswege. An das Netz 1 ist gleichfalls ein zentraler Computer (CT-Server) 6 angeschlossen, auf dem ein Programm zur Sprachkonvertierung in der Art eines Diktiersystems realisiert ist. In dieser Ausführungsform ist der Server 6 zusätzlich an eine interne oder externe Plattform 7 mit Algorithmus zur Spracherkennung angeschlossen. Der Server 6 weist ein Diktier-Modul auf, das dem Programm in einer Sprache zugeführte Textfragmente in eine Textdatei umfassend lesbare Zeichen umwandelt und nach der Umwandlung an das Endgerät des Adressaten zurücksendet. Somit wird die Sprache umgewandelt und in einer Textdatei 8 als Repräsentation des erkannten Textes 8 dargestellt. Die Datei wird entweder über das Netz 1 zu einem Endgerät oder im Falle des Computers 4 über das Internet an den Absender zur Überarbeitung zurückgeschickt. Dabei ist es selbstverständlich auch möglich, daß der Absender sich zur Eingabe eines Telephons 2 oder 3 bedient und die Rückantwort auf seine PC 4 bekommt. Nach der Bestätigung durch den Absender wird der Text zu einem Adressaten 9 gesendet.
Claims (10)
1. Verfahren zur automatischen Erstellung einer Datei auf der
Grundlage eines gesprochenen Wortes, eines Textes oder eines
Textfragmentes, wobei die in die Datei umzuwandelnde Sprache von
einem Absender in ein Eingabegerät, das in ein
Kommunikationsnetz eingebunden ist, gesprochen wird und wobei
ein ebenfalls in das Netz eingebundener Computer vermittels eines
Sprachprogrammes die Sprache in die Datei umwandelt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Datei zur Überarbeitung auf ein empfangendes Endgerät
des Absenders, das gleichfalls in das Netz eingebunden ist,
zurückgeschickt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Endgerät eine
Tastatur zur Eingabe von Textzeichen und einen Bildschirm, auf dem
der Text ausgegeben wird, aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Text im SMS
Format erstellt und auf dem Bildschirm eines mobilen Telephones
ausgegeben wird.
4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der gesprochene Text
bei der Umwandlung durch das Programm in eine andere Sprache
übersetzt wird.
5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die umgewandelten
Teile der Sprache unmittelbar nach der Umwandlung auf dem
Bildschirm dargestellt werden.
6. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die überarbeiteten
Teile des Textes an den Computer zurückgesendet und vermittels
eines lernfähigen Algorithmus zur Adaption des Programmes an die
Charakteristik der Stimme des Absenders verarbeitet werden.
7. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Text nach der
Überarbeitung durch den Absender an einen anderen Adressaten
verschickt wird.
8. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die vom Programm
nicht eindeutig identifizierten Worte im Text markiert werden.
9. System zur Umsetzung des Verfahrens nach einem der vorherigen
Ansprüche aufweisend ein Kommunikationsnetz, in das Netz
eingebundene Endgeräte und einen Computer, auf dem ein
Programm zur Sprachkonvertierung realisiert ist,
gekennzeichnet durch ein Diktier-Modul, das dem
Programm eine in einer Sprache zugeführte Signalfolge, enthaltend
Textfragmente Worte oder einen Text, in eine Datei umfassend
lesbare Zeichen umwandelt und an das Endgerät des Absenders
zurücksendet.
10. System nach Anspruch 9,
gekennzeichnet durch Endgeräte, insbesondere
Telephone, mobile Telephone oder Computer, die ein Mikrophon zur
Eingabe der Sprache und Bildschirme zur Ausgabe der Datei
aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2002113163 DE10213163A1 (de) | 2002-03-23 | 2002-03-23 | Verfahren zur Korrektur von Texten |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE2002113163 DE10213163A1 (de) | 2002-03-23 | 2002-03-23 | Verfahren zur Korrektur von Texten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10213163A1 true DE10213163A1 (de) | 2003-10-02 |
Family
ID=27798152
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2002113163 Withdrawn DE10213163A1 (de) | 2002-03-23 | 2002-03-23 | Verfahren zur Korrektur von Texten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10213163A1 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19624987A1 (de) * | 1996-06-22 | 1998-01-02 | Peter Dr Toma | Automatisches Sprachumsetzungsverfahren |
| DE10003529A1 (de) * | 2000-01-27 | 2001-08-16 | Siemens Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Erstellen einer Textdatei mittels Spracherkennung |
-
2002
- 2002-03-23 DE DE2002113163 patent/DE10213163A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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