[go: up one dir, main page]

DE1021168B - Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen AEthylenpolymerisaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen AEthylenpolymerisaten

Info

Publication number
DE1021168B
DE1021168B DER15309A DER0015309A DE1021168B DE 1021168 B DE1021168 B DE 1021168B DE R15309 A DER15309 A DE R15309A DE R0015309 A DER0015309 A DE R0015309A DE 1021168 B DE1021168 B DE 1021168B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
molecular weight
production
high molecular
ethylene
ethylene polymers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER15309A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Otto Roelen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ruhrchemie AG
Original Assignee
Ruhrchemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to BE542303D priority Critical patent/BE542303A/xx
Priority to NL192454D priority patent/NL192454A/xx
Priority to NL96529D priority patent/NL96529C/xx
Application filed by Ruhrchemie AG filed Critical Ruhrchemie AG
Priority to DER15309A priority patent/DE1021168B/de
Priority to GB2845555A priority patent/GB810484A/en
Priority to FR68322D priority patent/FR68322E/fr
Publication of DE1021168B publication Critical patent/DE1021168B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F110/00Homopolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond
    • C08F110/02Ethene

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Transition And Organic Metals Composition Catalysts For Addition Polymerization (AREA)

Description

Gegenstand des Patents 1 008 000 ist ein Verfahren zur Herstellung hochmolekularer Äthylenpolymerisate mit Molgewichten über 100 000 aus Äthylen oder äthylenhaltigen Gasen mit Hilfe von Polymerisationserregern bei Gasdrücken unterhalb von 200 kg/cm2, wobei die Polymerisation des Äthylens bei unterhalb des Backens oder Sinterns der polymeren Produkte liegenden Temperaturen durchgeführt werden soll. Es wird hierbei derart gearbeitet, daß innerhalb eines solchen aus festen oder flüssigen Polymerisationserregern und Reaktionsprodukten bestehenden Gemisches, das sich in pulverförmigem oder körnigem Zustand befindet, polymerisiert wird, wobei das Gemisch fortlaufend mechanisch so aufgeteilt und/oder bewegt wird, daß alle Teile des Gemisches ständig und möglichst ungehindert mit Äthylen reagieren können. In *5 diesem Patent ist auch eine Reihe von besonderen Maßnahmen und Vorrichtungen angegeben, welche sich für die Durchführung dieser besonderen Verfahrensart zur Polymerisation als zweckmäßig und vorteilhaft erwiesen haben.
Die Durchführbarkeit der Polymerisation nach dem Verfahren des Patents 1 008 000 ist davon abhängig, daß die Reaktionstemperaturen unterhalb desjenigen Gebietes bleiben, bei dem die Reaktionsprodukte backen oder sintern. Dies war verhältnismäßig leicht zu erreichen bei den sehr hoch schmelzenden Polyäthylenen mit Molgewichten über 100 000. Überraschenderweise hat sich nun gezeigt, daß eine störungsfreie Polymerisation in der Trockenphase nach Art des Verfahrens des Hauptpatents 1 008 000 auch bei der Herstellung von Polyäthylenen mit Molgewichten unter 100 000 möglich ist, beispielsweise mit Molgewichten von 30 bis 50 000.
Es wurde gefunden, daß auch die Herstellung von hochmolekularen Äthylenpolymerisaten mit einem Molekulargewicht unter 100 000 möglich ist, wenn in Abänderung des Verfahrens des Hauptpatents 1 008 000 als Polymerisationsaktivator ein Gemisch von Aluminiumdiäthylmonochlorid und Titantetrachlorid im Molverhältnis von etwa 1 : 1 verwendet wird.
Das Verfahren ist natürlich nicht übertragbar auf die Herstellung solcher Äthylenpolymerisate, welche bei den vorliegenden Reaktionstemperaturen in flüssiger oder salbenartiger Form vorliegen. Daraus ergibt sich, daß Molekulargewichte von etwa 10 000 bis 100 000 das bevorzugte Gebiet der Anwendung des Verfahrens dar- +5 stellen.
Man kann das Verfahren unter Verwendung des erwähnten Polymerisationsaktivators in verschiedenartiger Weise durchführen, wie dies auch in der Beschreibung des Hauptpatents 1 008 000 bereits angegeben ist. Darüber hinaus hat sich gezeigt, daß, wie zu erwarten war, bei der Herstellung der niedrigermolekularen Polymerisate mit Molgewichten unter 100 000 vergleichsweise gegenüber den höhermolekularen die Bedingungen zur Abfuhr der Verfahren zur Herstellung
von hochmolekularen
Äthylenpolymerisaten
Zusatz zum Patent 1 008 000
Anmelder:
Ruhrchemie Aktiengesellschaft,
Oberhausen (RhId.)-Holten
Dr. Otto Roelen, Oberhausen (Rhld.)-Holten,
ist als Erfinder genannt worden
Reaktionswärme sorgfältiger eingehalten werden müssen, da ja Produkte mit niedrigerem Schmelzpunkt und größerer Neigung zum Backen oder Sintern entstehen. Als besonders vorteilhafte Maßnahme zur Regulierung des Raum-Zeit-Umsatzes und zur Vermeidung eines größeren Umsatzes, als den Wärmeabfuhrbedingungen entspricht, hat sich erwiesen, die Höhe des Raum-Zeit-Umsatzes durch die Menge der zugeführten Polymerisationserreger einzustellen. Dabei kann dann Äthylen im Überschuß angeboten werden, ohne daß örtliche Überhitzungen auftreten. Hierbei ist es ferner sehr vorteilhaft, die Polymerisationserreger möglichst gleichmäßig innerhalb des Gemisches zu verteilen.
Beispiel
Die angewandte Apparatur bestand aus einem Mischgefäß und einem Reaktor, beide mit einem Durchmesser von 18 cm und einer Höhe von 30 cm und beide mit einem Rührwerk versehen. In dem Mischgefäß wurden unter Stickstoffatmosphäre und bei Raumtemperatur absatzweise je etwa 900 bis 1000 g Polyäthylenpulver (aus der Produktion zurückgeführt) mit 200 ecm Erregerlösung sorgfältig vermischt. Die Erregerlösung wurde hergestellt, indem unter Luftausschluß 10,4 g Aluminiumdiäthylmonochlorid und 16,4 g Titantetrachlorid in hydriertem Dieselöl miteinander vermischt und mit dem Dieselöl auf 200 ecm aufgefüllt wurde. Das Gemisch aus Erregerlösung und Polyäthylenpulver stellte ein äußerlich trockenes, feines Pulver dar.
Dieses Pulver wurde fortlaufend in kleinen Mengen mittels einer Schnecke dem Reaktor zugeführt, dessen Temperatur mittels eines Ölbades auf 60° C gehalten wurde. Die Menge des in dem Reaktor befindlichen, reagierenden pulverförmigen Gemisches wurde auf etwa
709 810/353
1000 bis 1500 g gehalten, indem der sich aus der Neubildung ergebende Überschuß von Zeit zu Zeit mittels einer zweiten Schnecke ausgetragen wurde.
Die Zufuhr des die Erreger enthaltenden Polyäthylenpulvers aus dem Mischgefäß in den Reaktor wurde so eingeregelt, daß stündlich 0,2 bis 0,3 g Erregersubstanzen (Aluminiumdiäthylmonochlorid + Titantetrachlorid) in den Reaktor eingeschleust wurden. Von unten wurde dem Reaktor gleichzeitig fortlaufend feinstgereinigtes Äthylen bei gewöhnlichem Druck zugeführt, dessen Sauerstoffgehalt unter 0,02% lag (bestimmt mittels Phenylisopropy !kalium).
Unter diesen Bedingungen wurden in einem über mehr als 500 Stunden gefahrenen Dauerbetrieb kontinuierlich stündlich 15 bis 201 Äthylen polymerisiert. Die Äthylenzufuhr wurde so eingestellt, daß aus dem Reaktor oben laufend ein geringer Überschuß abgeblasen wurde, so daß rund 90 % des eingebrachten Äthylens umgesetzt wurden. Die Ausbeute, bezogen auf die eingebrachte Erregermenge, lag bei 50 bis 100 g Polyäthylen je g Erregersubstanz.
Das ausgebrachte Polyäthylen war von feinpulveriger Beschaffenheit, wie folgende Siebanalyse einer vorher mit Äthanol gewaschenen Probe erkennen läßt:
0,15 mm = 24,0°/0
0,075 mm = 25,0%
0,06 mm = 8,6%
0,06 mm = 42,4%
Tööö%"
25 Der Aschegehalt lag zwischen 0,37 und 0,42%, der Schmelzpunkt bei 130 bis 139°.
Das Molgewicht wurde zwischen 38 000 und 45 000 ermittelt, im Mittel bei 40 000.
Wurde mit gleichmäßiger Zufuhr genau bemessener und in Polyäthylenpulver sorgfältig verteilter Erregermengen gearbeitet, so konnte das Verfahren störungsfrei durchgeführt werden. Wurden dagegen dem Reaktor größere Erregermengen stoßweise auf einmal zugeführt, so traten unter vermehrtem xÄthylenverbrauch Temperaturerhöhungen auf, während sich in dem Gemischbett Klumpen und harte Abscheidungen bildeten, welche schließlich zur Zerstörung des Rührwerkes führten.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Äthylenpolymerisaten mit einem Molekulargewicht unter 100 000, dadurch gekennzeichnet, daß in Abänderung des Verfahrens des Hauptpatents 1 008 000 als Polymerisationsaktivator ein Gemisch von Aluminiumdiäthylmonochlorid und Titantetrachlorid im Molverhältnis von etwa 1 : 1 verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei kontinuierlicher Durchführung des Verfahrens der Raum-Zeit-Umsatz mittels der Menge der laufend zugeführten Erregersubstanzen eingestellt wird, während Äthylen im Überschuß vorliegt.
© 709 810/353 12.57
DER15309A 1954-10-27 1954-10-27 Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen AEthylenpolymerisaten Pending DE1021168B (de)

Priority Applications (6)

Application Number Priority Date Filing Date Title
BE542303D BE542303A (de) 1954-10-27
NL192454D NL192454A (de) 1954-10-27
NL96529D NL96529C (de) 1954-10-27
DER15309A DE1021168B (de) 1954-10-27 1954-10-27 Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen AEthylenpolymerisaten
GB2845555A GB810484A (en) 1954-10-27 1955-10-06 Process for the production of high molecular weight polymers of ethylene
FR68322D FR68322E (fr) 1954-10-27 1955-10-21 Procédé de fabrication de polyéthylènes de haut poids moléculaire

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER15309A DE1021168B (de) 1954-10-27 1954-10-27 Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen AEthylenpolymerisaten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1021168B true DE1021168B (de) 1957-12-19

Family

ID=7399496

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DER15309A Pending DE1021168B (de) 1954-10-27 1954-10-27 Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen AEthylenpolymerisaten

Country Status (5)

Country Link
BE (1) BE542303A (de)
DE (1) DE1021168B (de)
FR (1) FR68322E (de)
GB (1) GB810484A (de)
NL (2) NL96529C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1294655B (de) * 1955-12-01 1969-05-08 Exxon Research Engineering Co Verfahren zur Herstellung von Polyolefinen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1294655B (de) * 1955-12-01 1969-05-08 Exxon Research Engineering Co Verfahren zur Herstellung von Polyolefinen

Also Published As

Publication number Publication date
NL192454A (de)
BE542303A (de)
FR68322E (fr) 1958-04-29
GB810484A (en) 1959-03-18
NL96529C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2135884C2 (de) Verfahren zur Polymerisation von Äthylen oder dessen Gemischen mit α-Olefinen und/oder Diolefinen
DE2439775C2 (de) Verfahren zur Polymerisation und Copolymerisation von Äthylen
DE3228065C2 (de)
DE3028759C2 (de)
DE2029992A1 (de)
DE2756498A1 (de) Polypropylenformharz mit verbesserter schlagfestigkeit bei niedriger temperatur
DE1019466B (de) Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Polyaethylenen
DE2216357C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Katalysatoren für die Polymerisation und Copolymerisation von Olefinen und Verwendung dieser Katalysatoren zur Äthylenpolymerisation
DE2256780A1 (de) Verfahren zur polymerisation von alpha-olefinen
DE2731241A1 (de) Verfahren zur herstellung von violettem titantrichlorid und dessen verwendung
DE2211486A1 (de) Verfahren zum Polymerisieren von Alkylenen
DE2000586C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Polymerisationskatalysatoren und deren Verwendung
DE1021168B (de) Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen AEthylenpolymerisaten
DE2063248A1 (de) Vinylidenfluorid Homopolymerisate, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung in Formmassen und Beschichtungs massen
DE1238667B (de) Verfahren zur Herstellung von Polymeren von Vinylverbindungen
DE2125107C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Polymerisationskatalysatoren und deren Verwendung zur Polymerisation von Äthylen
DE2713577C2 (de) Verfahren zum Herstellen von Homo- und Copolymerisaten von C↓2↓- bis C↓6↓-α-Monoolefinen
DE3025397A1 (de) Verfahren zur herstellung von elastomeren terpolymeren aus aethylen, propylen und dienen
DE1570962A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Olefin-Polymerisaten hoher Kristallinitaet
DE1048414B (de) Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Polyolefinen
DE1038282B (de) Verfahren zur Herstellung von AEthylenpolymerisaten
DE1302641B (de)
DD222317A1 (de) Verfahren zur herstellung von norbornen-ethylen-kopolymerisaten
DE2037603A1 (de) Neue Polymerisationskatalysatoren, ihre Herstellung und Verwendung
DE1520744B2 (de) Verfahren zum Herstellen kristalliner Hochpolymerer