DE1021006B - Verfahren und Einrichtung zur Aufarbeitung von eingebautem Schotter - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Aufarbeitung von eingebautem SchotterInfo
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Description
- Verfahren und Einrichtung zur Aufarbeitung von eingebautem Schotter Es ist bekannt, Maschinen zur Aufarbeitung von Gleisschottier auf ein Fahrzeug zu setzen, mittels dessen die aufzuarbeitende Gleisstrecke befahren werden kann. Einrichtungen dieser Art besitzen ein Räumgerät, mittels dessen der Schotter von der Strecke hochgenommen werden kann, um dann über eine Siebanlage geführt zu werden, in welcher die Schotterstücke richtiger Größenordnung vom Abfall getrennt «erden.
- Bei Verwendung von Anlagen dieser Art können Schotterstücke übergroßer Korngröße entweder nur als Abfall zur Seite geschafft oder aber auf die Strecke zurückgebracht werden, um dort beispielsweise als Unterbau zu dienen.
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufarbeiten des Schotters, bei dem ebenfalls mittels einer auf dem Gleis fahrbaren Vorrichtung der Schotter aufgenommen und nach verschiedenen Korngrößen gesiebt wird, worauf die brauchbaren Bestandteile wieder eingebracht und die unbrauchbaren Rückstände abgeführt werden. Gemäß der Erfindung werden nun aber diejenigen beim Siebvorgang anfallenden Bestandteile von größerer als gewünschter Korngröße einer im Zusammenhang mit der fahrbaren Vorrichtung stehenden Brechanlage zugeleitet, die wiederum auf ein Sieb arbeitet, von dem die unbrauchbaren Bestandteile ausgesiebt werden, um abgeführt zu werden, wohingegen die brauchbaren Bestandteile der Wiederverwendung im Gleis zugeführt werden. Auf diese Weise gelingt es, den überwiegen-<lenTeil des von der Strecke aufgenommenen Schotters wieder in die Gleise zurückzuführen, also den Abfall möglichst klein zu halten; und zwar unter Schaffung einer hinsichtlich ihrer Korngröße völlig gleichförmigen Bettung.
- Gegenstand der Erfindung ist zugleich auch eine Einrichtung zur Durchführung des neuartigen Verfahrens. Diese Einrichtung ist in bekannter Weise mit einem Fahrzeug ausgestaltet, welches sich auf dem Gleis, dessen Schotter aufbereitet werden soll, fortbewegt und das Geräte zur Aufnahme des Schotters trägt. Eine derartige Einrichtung wird nach dem erfindungsgemäßen Vorschlag dahingehend weiter ausgestaltet, daß neben dem üblichen Aufbereitungsorgan eine Brechmühle und besondere Fördervorrichtungen vorgesehen werden, die der Brechmühle ausgesiebte Schotterstücke anomaler Größe zuführen, wobei weitere Fördermittel das in der Mühle gebrochene Material über ein Sieb führen und die gebrochenen Stücke richtiger Größe auf das Gleis zurückbringen.
- Die Zeichnung stellt schematisch und als Beispiel eine Teilansicht der Einrichtung gemäß der Erfindung dar. Fig. 1 ist eine Seitenansicht und Fig. 2 ein Grundriß dieser Einrichtung. Wie die Zeichnung zeigt,-umfaßt diese Einrichtung ein Fahrzeug 1, welches mit Rädern 2 ausgerüstet ist, welche ihm eine Fortbewegung auf den Gleisen 3 gestatten, deren Schotter aufbereitet werden soll. Auf dem Chassis des Fahrzeuges sind eine Brechanlage 4 und ein Sieb 5 montiert. Verschiedene Roll- oder Förderbänder sind vorgesehen, um den aus dem Gleis entnommenen Schotter dein Sieb 5 und anschließend der Brechanlage 4 zuzuführen.
- Es sei darauf hingewiesen, daß das Fahrzeug 1 selbst keinen Schotterräumapparat trägt. In Wirklichkeit ist der Räumapparat auf einem anderen Fahrzeug montiert angenommen, welches sich unter Bezugnahme auf die Fig. 1 links: vom Fahrzeug 1 befinden soll. Dieses andere Fahrzeug soll hier nicht im Detail beschrieben werden, da es sich um eine bekannte Konstruktion handelt. Es soll genügen, daran zu erinnern, daß ein solches Fahrzeug, "gewöhnlich Schotterräummaschine genannt, einerseits einen Gleisräumapparat und andererseits Fördermittel trägt, welche dazu bestimmt sind, den aus dem Gleis entnommenen Schotter auf ein Förderband 6 zu schütten, welches von einem Arm 7 getragen wird, dessen Ende 8 über das Fahrzeug 1 reicht. Vom Förderband 6 fällt der Schotter auf ein Förderband 9, von wo er auf das Sieb 5 fällt. Dieses Sieb hält die Stücke zurück, welche die normalen Abmessungen überschreiten, und schüttet sie auf einFörderband 10, welches diese Stücke mit großen Abmessungen in die Brechanlage 4 führt. Diese Brechanlage 4 kann von beliebiger, bekannter Bauart sein. z. B. vom Schleudertyp. Das Produkt der Brechoperation fällt in einen Auffangbehälter 11, von welchem es von einem Förderband 12 aufgenommen und in einen Behälter 13 geschüttet wird, von welchem es wiederum von einem Förderband 14 aufgenommen und in das Sieb 5 zurückgeführt wird. Während dieses Durchganges durch das Sieb 5 werden die zu kleinen Schotterstücke ausgeschieden, während die Stücke normaler Abmessung auf ein Förderband 15 abgelassen werden, von welchem sie in einen Schacht 16 fallen, der sie auf ein Förderband 17 schüttet, welches von einem einstellbaren Ausleger 18 getragen wird. In der Praxis ist dieser Ausleger 18 bei 19 unter dem Chassis des Fahrzeuges 1 gelenkig gelagert und wird von einem Kabel 20 abgestützt. Indem man diesen Ausleger 18 um seinen Gelenkpunkt 19 drehen läßt, kann man den Schotter sauber auf das Gleis verteilen. Es werden wohlbemerkt nicht nur die nach der Brechoperation wiedergewonnenen Schotterstücke auf das Gleis geschüttet, sondern auch diejenigen mit richtigen Abmessungen, die vom Sieb 5 aussortiert wurden, um auf das Förderband 15 gebracht zu werden, ohne die Brechanlage 4 zu durchlaufen.
- Was den Abfall, d. h. Erde und zu kleine Schotterstücke, anbetrifft, wird er unter dem Sieb 5 von einem Förderband 21 aufgenommen, welches ihn auf eine Fördereinrichtung22 schüttet, zur Abführung entweder auf den Gleisrand oder in einen oder mehreren Güterwagen, welche zu diesem Zwecke vorgesehen und hinter dem Fahrzeug 1 angehängt sind.
- Der Einbezug der Brechanlage 4 in diese Einrichtung gestattet die Wiederverwendung eines beträchtlichen Teiles des Schotters, der ohne diese ausgeschieden würde. In der Praxis kann eine wesentliche Menge Schotter gebrochen werden, um seine Wiederverwendung auf dem Gleis zu ermöglichen.
- Im dargestellten Beispiel umfaßt die Einrichtung im ganzen zwei Fahrzeuge, d. h., eines zur Aufnahme des Räumapparates und der Fördermittel und ein zweites zur Aufnahme des Siebes 5 und der Brechanlage 4. Es versteht sich jedoch von selbst, daß alle diese verschiedenen Apparate auf ein und demselben einzigen Fahrzeug montiert werden können.
- Als weitere Variante der in der Zeichnung im Ausschnitt dargestellten Ausführungsform könnte das erste Fahrzeug, welches den Räumapparat und die Fördermittel trägt, auch ein Sieb enthalten, wie in gewissen Apparaten bekannter Konstruktion. In diesem Fall würde der auf dem ersten Fahrzeug durchgesiebte Schotter gereinigt, und seine Stücke normaler Abmessungen würden unmittelbar auf das Gleis ausgeschüttet. Das Material mit zu kleinen Abmessungen würde ausgeschieden, und nur das Material mit zu großen Abmessungen würde mittels des Förderbandes 6 in den vom Fahrzeug 1 getragenen Teil der Einrichtung gebracht. In diesem letzteren Fall würde die vom Fahrzeug 1 getragene Einrichtung in derselben Weise arbeiten, wie oben beschrieben, d. h.. die Schotterstücke mit großen Abmessungen würden entweder in das Sieb 5 oder unmittelbar in die Brechanlage 4 geschüttet. Das von den Förderbändern 12 und 14 aufgenommene gebrochene Produkt würde in das Sieb zurückgebracht, von wo die Stücke von geeigneter Abmessung über das Förderband 15, den Schacht 16 und das Förderband 17 auf das Gleis ausgeschüttet würden. Die Abfälle der Brechoperation oder der Sieboperation würden mittels der Förderhänder 21 und 22 weggebracht. In allen diesen Einrichtungen für den Gleisunterhalt können die Apparate, wie Räumeinrichtungen, Brechanlage, Sieb oder Förderbänder. entweder mechanisch mittels eines Verbrennungsmotors oder über Elektromotoren angetrieben werden.
- Es versteht sich von selbst. daß zahlreiche Aufbauvarianten des in der Zeichnung dargestellten Fahrzeuges vorgesehen werden können. So könnte das Förderbandsystem anders kombiniert werden, und bestimmte Teilstücke könnten z. B. durch Becherelevatoren ersetzt werden.
- Es muß darauf hingewiesen werden, daß das in den Fig. 1 und 2 dargestellte Fahrzeug zur Ermöglichung einer bequemen und raschen »Verpackung« der Förderbänder 17 und 22 vorgesehen ist, wenn das Fahrzeug über große Strecken fortbewegt werden muß. Zu diesem Zweck ist im unteren Teil des Fahrzeuges 1 ein Raum 23 vorgesehen, welcher zur Aufnahme des das Förderband 22 tragenden Auslegers 24 in seiner zurückgezogenen Lage dient. Der Ausleger 24 kann in den Aufnahmeraum 23 zurückgeschoben und im Innern des Chassis des Fahrzeuges von den Traversen 25 getragen werden. Was den Verteilausleger 18 anbetrifft, kann er, da er von leichter Konstruktion ist. an seinem Gelenkpunkt 19 bequem vom Chassis des Fahrzeuges gelöst werden, um auf der auf der einen Seite des Fahrzeuges vorgesehenen Plattform abgelegt zu werden. Das Fahrzeug bildet so eine geschlossene Einheit, welche zu ihrer Fortbewegung über große Entfernungen leicht an einen Zug angehängt werden kann.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Aufarbeiten des Schotters einer Gleisanlage, bei dem mittels einer auf dem Gleis fahrbaren Vorrichtung der Schotter aufgenommen und nach verschiedenen Korngrößen gesiebt wird, worauf die brauchbaren Bestandteile wieder eingebracht und die unbrauchbaren Rückstände abgeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß beim Siebvorgang anfallende Bestandteile von größerer als gewünschter Korngröße einer im Zusammenhang mit der fahrbaren Vorrichtung stehenden Brechanlage zugeleitet werden, die wiederum auf ein Sieb arbeitet, von dem die unbrauchbaren Bestandteile ausgesiebt werden, um abgeführt zu werden, während die brauchbaren Bestandteile der Wiederverwendung im Gleis zugeführt werden.
- 2. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit mindestens einem Fahrzeug, welches sich auf dem Gleis, dessen Schotter aufbereitet werden soll, fortbewegt und Geräte zur Aufnahme des Schotters, eine Siebanlage sowie Verteilerbänder für den brauchbaren Schotter und Bänder zum Abführen unbrauchbarer Bestandteile trägt, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Brechanlage (4), der mittels einer dem Sieb (5) für den gesamten Schotter nachgeordneten Fördervorrichtung (10) die ausgesiebten Schotterstücke anomaler Größe zugeführt werden, und durch die Anordnung von Fördervorrichtungen (12, 13, 14) zur Förderung des gebrochenen Materials auf das Sieb (5) sowie durch Fördervorrichtungen (15, 16, 17) für das Einbringen des brauchbaren Schotters von dem Sieb auf das Gleis und Fördervorrichtungen (21, 22) zum Abführen der unbrauchbaren Rückstände.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtungen zur Aufnahme des Schotters bzw. die Vorrichtungen zum Bearbeiten, Fördern und Wiedereinbringen des Schotters sowie zum Abführen der Rückstände auf zwei getrennten Fahrzeugen untergebracht sind, die untereinander durch ein Förderband (6) verbunden sind und von denen das Räumfahrzeug in Arbeitsrichtung vor dem Bearbeitungsfahrzeug (1) läuft.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Bearbeitungsfahrzeug (1) einen ein- und ausschiebbaren Ausleger (24) für das Abfallförderband (22) trägt, der in einen Raum (23) im unteren Teil des Bearbeitungsfahrzeuges (1) eingezogen werden kann. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 677961.
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