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Selbstfahrende Eisengewinnungseinrichtung zur Aufarbeitung von Schlackenhalden
Die Erfindung betrifft eine selbstfahrende Eisengewinnungseinrichtung zur Aufarbeitung
von Schlackenhalden, bei der die Sichtung mittels einer Magnettrommel, der das Gut
über eine Aufgabevorrichtung, eine Fördervorrichtung und eine Schüttelrutsche zugeführt
wird, sowie mittels einer mechanischen Sortiervorrichtung erfolgt.
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Erfindungsgemäß wird am Füllrumpf eine federnd ausweichende Abstreichplatte
vorgesehen und zwischen Fördervorrichtung und Schüttelrutsche eine Prallplatte.
Die Abstreichplatte verfolgt den Zweck, Verstopfungen zu vermeiden. Das Haldenmaterial
ist nämlich nicht einheitlich. Für in der Schlacke vorkommende große Stahlsauen
und große Blöcke zusammengebackener Schlacken sind die normalen Durchgangsspalten
nicht dimensioniert, und Verstopfungen sind unvermeidlich, wenn nicht die federnd
ausweichende Abstreichplatte vorgesehen ist. Die Prallplatte hat die Aufgabe, große
Stücke durch Aufprallen und Zerspringen zu zergliedern und dadurch ebenso Verstopfungen
durch die großen Stücke zu verhindern als auch das Gut für eine gute Ausscheidung
der magnetischen Teile auf der 'Magnettrommel vorzubereiten.
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Die neue Einrichtung bietet den Vorteil, daß sowohl die Trennung als
auch die Förderung des aufzuarbeitenden und auch gesichteten Gutes vollkommen selbsttätig
erfolgt und damit die Wartung und Bedienung der Maschine einer nur sehr geringen.
Inanspruchnahme der Betriebsmannschaft bedarf.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt,
und zwar zeigt -- Abb. i einen Ouerschnitt durch die .Anlage und Abb. 2 einen Schnitt
durch die Trommel.. Die Einrichtung ist mittels zweier seitlicher schwerer Raupenketten
i längs der Halde vierfahrbar und setzt sich zusammen aus dem Aufgabetrichter 2
mit dem anschließenden Entnahmeband 3, ferner aus der eigentlichen Eisengewinnungseinrichtung
und aus der anschließenden Verladevorrichtung für Eisen und Schlacke.
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Die Oberkante des Aufgabetrichters 2 befindet sich in einer Höhe von
etwa 2,75 bi, 3 m, so daß der Trichter 2 von der Schaufel eines Baggers o. <1g1.
bequem beschickt werden kann.
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Das unter dem Trichter 2 liegende Aufgabeband 3 ist so angeordnet,
daß sich das Band die Schlacke selbsttätig aus dem Trichter 2 entnimmt. Zu diesem
Zweck ist das Transportband 3 mit gewölbten Bodenblechen ,M versehen, auf welche
erforderlichenfalls Winkeleisen aufgesetzt sind, welche bei steileren Förderungen
* die Mitnahme verstärken.
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Am Ende des Aufgabetrichters 2 wird die
Ouenv and
zwischen dem Trichter und den ansteigenden Bandgelenken durch aufklappbare Abstreicher
5 gebildet. Diese Abstreicher 5 stehen unter der Wirkung von Federn, vermöge deren
die aufgegebene Schichthöhe der Schlacke in der Weise geregelt wird, daß die Abstreicher
5 ausweichen, wenn ein größeres Schlacken- oder Eisenstück hindurchgehen will. Auf
diese Weise wird eine annähernd gleichbleibende Leistung erreicht und eine Überlastung
der Apparate. vermieden.
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Bei dem gezeichneten Beispiel liegt das Aufaabeband unter einer Neigung
von etwa 32° und hebt die Schlacke bis unter das Dach der Einrichtung, wo sich an
das Band 3 die Entnahmevorrichtung 6 und die Schüttelrutsche 7 für die Aufgabe der
Schlacke auf die Hauptmagnettrommel 8 anschließen.
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Die Entnahmevorrichtung 6 besteht aus einer äußerst kräftigen Plattform
9 mit aufgesetzten Längsrippen io, die unterhalb des oberen Kopfes des Förderbandes
3 angeordnet ist, um die dadurch erzeugte Fallhöhe für die Zertrümmerung der Schlacken
und für die Trennung der Schlacke von den Eisenstücken wirksam zu machen. Die Entnahmevorrichtung
6 bildet also eine Prallplatte, deren Neigung so eingestellt werden kann, daß die
darauf aufschlagenden Schlacken- und Eisenteile mit verminderter Geschwindigkeit
auf die darunterliegende _ Schüttelrutsche 7 gelangen.
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Die Schüttelrutsche 7 besteht aus einer kräftigen Rutschkonstruktion
mit Exzenterantrieb i i, dessen Bewegungen durch kräftige Schwungscheiben '12 ausgeglichen
werden. Auf der Schüttelrutsche 7 breiten sich die Schlackenteile in gleichmäßiger
Schicht aus, so daß sie von einem neben der Schüttetrutsche 7 stehenden Mann übersehen
werden können. Dieser Mann entfernt etwa mitgeförderte größere Schlacken- und Eisenstücke
mit der Hand, damit die dahinter angeordnete Magnettrommel 8 nicht überbeansprucht
wird. Durch die Rüttelbewegung der Schüttelrutsche 7 wird eine Trennung der Schlacke
von den Eisenteilen begünstigt. Von den mit der Hand ausgelesenen großen Stücken
gelangt das Eisen über die Rutsche 13 und über die Rutsche 14 zum Förderband 15
und die Schlacke über die Rutsche 16 zum Förderband 17.. Die Schüttelrutsche gibt
die Schlacke auf die darunterliegende Magnettrommel 8 auf, auf der eine Trennung
der Eisenteile von den Schlackenteilen erfolgt.
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Unterhalb der Magnettrommel 8 ist eine Hosenrutsche 18, i9 angeordnet,
von welcher der eine Abzweig i9 die Schlackenteile und der andere Abzweig 18 die
Eisenteile auffängt und ableitet. Die Eisenteile werden von der Rutsche 18 auf ein
zweiteiliges Schwingsieb 2o, 2o' aufgegeben. Die Einrichtung ist so getroffen, daß
auf dem oberen Siebboden die Eisenteile mit über etwa 75 mm Kantenlänge hinweggleiten,
während das übrige durch die Lochung des Siebbodens hindurchgeht und auf einen zweiten
darunterliegenden ungelochten Rutschboden 21,:21' fällt.
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Das Eisen über 75 mm Kantenlänge wird durch das Sieb 2o, 2o' nach
hinten transportiert und fällt am hinteren Ende 22 des Siebes 20' in eine feste
Rutsche 14, die die Eisenstücke beispielsweise auf ein daruntergeschobenes fahrbares
Transportband 15 aufgibt.
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Die kleinen Eisenstücke unter 75 mm Kantenlänge fallen aus dem ungelochten
Boden 21' des zweiten Siebkastens 20' in eine um das Sieb herumgelegte besondere
Sortiertrommel 23 mit innerer Schnecke für den Rücktransport der Eisenteile. Der
Mantel dieser,Sortiertrommel besitzt eine Lochung, welche das kleine Korn unter
6 mm nochmals abscheidet.
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Unterhalb der Trommel 23 ist ein Gurtband 24 angeordnet, welches durch
die Trommel beschickt wird. Die durch die Trommel hindurchfallenden kleinen Teile
Sand, Eisen, Schlacke unter 6 mm Körnung werden zunächst von einer unterhalb der
Trommel feststehend angeordneten Trommelummantelung 25 aufgefangen und danach auf
das Gurtband 2¢ aufgegeben.
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Die vordere Antriebstrommel 26 dieses Gurtbandes äq. ist ebenfalls
als Magnettrommel ausgebildet, so daß die über diese Trommel. hinweggehenden Teile
Sand, Eisen, Schlacke nochmals getrennt werden. Die Schlacke fällt auf .das unmittelbar
darunterliegende Steilband 17, während die Eisenteile nach rückwärts abfallen und
über eine Rutsche 27 in einen daruntergestellten Kübel 28 aufgegeben werden, von
dem sie von Zeit zu Zeit abtransportiert werden. Die mit der Trommel 23 nach rückwärts
transportierten kleinen Eisenstücke von 6 bis 75 mm fallen über die' Rutsche 29
ebenfalls in den Kübel 28. Mit dem Förderband 17 wird unter einer Neigung von etwa
35° die Schlacke etwa 12 m hoch gefördert und auf die Halde geschüttet.
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Hinter dem oberen Kopf des Steilbandes 17 können noch fahrbare Transportbänder
angeordnet sein, mit denen die Schlacke dann beliebig verteilt werden kann.