DE10210617C1 - Fahrzeugdach - Google Patents
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Abstract
Fahrzeugdach mit mindestens einem Deckel (10), der zum wahlweisen Verschließen und mindestens teilweisen Freilegen einer Dachöffnung (11) mittels eines Deckelantriebs (12) verschiebbar ist, und mit einem im Bereich des vorderen Randes der Dachöffnung angeordneten Windabweiser (16), der um eine dachfeste Achse (20) zwischen einer abgesenkten Position und einer voll ausgestellten Position schwenkbar gelagert und in Richtung der voll ausgestellten Position federnd vorgespannt ist und der beim Schließen des Deckels über den Deckelantrieb gegen Federkraft abgesenkt wird. Das Fahrzeugdach ist ferner mit einer Stellvorrichtung (24) zum Einstellen von Zwischenpositionen des Windabweisers ausgestattet. Diese Stellvorrichtung weist Niederhalter, gegen die der Windabweiser bei Freigabe für eine Ausstellbewegung mittels der Federkraft gehalten ist, und einen eigenen Stellantrieb auf, mittels dessen die Niederhalter zur Vorgabe der Zwischenpositionen des Windabweisers höhenverstellbar sind. Erfindungsgemäß weist die Stellvorrichtung (24) zu beiden Seiten des Daches jeweils einen Steuerhebel (26) auf, der an einer zwischen seinen Enden liegenden Stelle um eine quer zur Verschieberichtung des Deckels verlaufende dachfeste Achse (27) schwenkbar ist, dessen eines Ende (39) als Niederhalter wirkt und dessen anderes Ende (29) mit einem mittels des Stellantriebs in der Deckelverschieberichtung verschiebbaren Steuernocken (Kulisse 32) in Eingriff steht und durch Verschieben des ...
Description
Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugdach mit mindestens einem Deckel, der zum wahlwei
sen Verschließen und mindestens teilweisen Freilegen einer Dachöffnung mittels eines
Deckelantriebs verschiebbar ist, mit einem im, Bereich des vorderen Randes der Dachöff
nung angeordneten Windabweiser, der um eine dachfeste Achse zwischen einer abgesenk
ten Position und einer voll ausgestellten Position schwenkbar gelagert und in Richtung der
voll ausgestellten Position federnd vorgespannt ist und der beim Schließen des Deckels
über den Deckelantrieb gegen Federkraft abgesenkt wird, sowie mit einer Stellvorrichtung
zum Einstellen von Zwischenpositionen des Windabweisers, wobei diese Stellvorrichtung
Niederhalter, gegen die der Windabweiser bei Freigabe für eine Ausstellbewegung mittels
der Federkraft gehalten ist, und einen eigenen Stellantrieb aufweist, mittels dessen die Nie
derhalter zur Vorgabe der Zwischenpositionen des Windabweisers höhenverstellbar sind.
Ein gattungsgemäßes Fahrzeugdach ist aus DE 199 58 742 A1 bekannt. Bei diesem Dach
ist die Stellvorrichtung im Bereich der Vorderkante der Dachöffnung angeordnet und mit
einer Hebelmechanik versehen, die zwei spiegelsymmetrische Stellwippen aufweist, deren
eines Ende jeweils einen Anschlag für den Windabweiser bildet und deren anderes Ende an
einen Steuerhebel angelenkt ist, der auf einer Abtriebswelle des Stellantriebs sitzt. Die
bekannte Lösung erfordert verhältnismäßig viel Einbauraum im Bereich der Vorderkante
der Dachöffnung, was dem Wunsch entgegensteht, die Dachöffnung möglichst groß auszubilden.
Aus DE 198 09 943 A1 ist ferner eine Stellvorrichtung für einen Fahrzeug-Windabweiser
bekannt, die zu beiden Seiten des Fahrzeugdaches jeweils einen Steuerhebel aufweist, der
im Bereich seines vom Windabweiser abliegenden hinteren Endes über ein Schwenkgelenk
an einem dachfesten Rahmen schwenkbar angelenkt ist und dessen anderes Ende einen
Bolzen trägt, der in eine Lageröffnung eines den Windabweiser seitlich begrenzenden
Lappens eingreift. Ein mittels eines Stellantriebes in Deckelverschieberichtung verschieb
barer Steuernocken reitet auf einer Steuerkurve, die von der Oberseite eines Steges gebildet ist,
da im Bereich des Schwenkgelenks von dem Steuerhebel seitlich vorspringt und mit diesem mit diesem fest verbunden ist.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Fahrzeugdach zu schaffen, das besonders
kompakt aufgebaut werden kann, bei dem insbesondere im Bereich der Vorderkante der
Dachöffnung wenig, wenn überhaupt, zusätzlicher Einbauraum für die Zwischenpositionen
des Windabweisers erlaubende Stellvorrichtung erforderlich ist, und bei dem diese Stell
vorrichtung eine besonders zuverlässige Betätigung sicherstellt.
Diese Aufgabe wird bei einem Fahrzeugdach der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst dass die Stellvorrichtung zu beiden Seiten des Daches jeweils einen Steuer
hebel aufweist, der an einer zwischen seinen Enden liegenden Stelle um eine quer zur Ver
schieberichtung des Deckels verlaufende dachfeste Achse schwenkbar ist, dessen eines
Ende als Niederhalter wirkt und dessen anderes Ende mit einem mittels des Stellantriebs in
der Deckelverschieberichtung verschiebbaren Steuernocken in Eingriff steht und durch
Verschieben des Steuernockens höhenverstellbar ist, sowie dass der Steuernocken als Ku
lisse mit einer Kulissenführung, ausgebildet ist, mit der ein mit dem anderen Ende des
Steuerhebels verbundener Kulissenstift in Eingriff steht.
Das Fahrzeugdach nach der Erfindung kommt ohne nennenswerten zusätzlichen Einbau
raum für die Windabweiser-Stellvorrichtung aus. Es erlaubt einen besonders kompakten
Aufbau und eine zuverlässige Betätigung der Steuerhebel.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Insbesondere kann die Kulissenführung als in der Kulisse vorgesehener Kulissenschlitz
ausgebildet sein.
Das als Niederhalter wirkende Ende des Steuerhebels ist mit dem Windabweiser
zweckmäßig über ein Gurtband verbunden, das bei Freigabe des Windabweisers für eine
Ausstellbewegung mittels der Federkraft gespannt gehalten ist. Statt dessen kann
beispielsweise aber auch an dem Windabweiser ein Anschlag angebracht sein, über den
sich das als Niederhalter wirkende Steuerhebelende legt.
Der Stellantrieb kann einen Stellmotor zum gemeinsamen Verschieben der Steuernocken
auf beiden Seiten der Dachöffnung aufweisen, der zur Schaffung eines bezüglich beider
Seiten des Windabweisers weitgehend symmetrischen Aufbaus zweckmäßig mindestens
näherungsweise mittig im Bereich des vorderen Randes der Dachöffnung angeordnet ist.
Der Stellmotor kann mit den verschiebbaren Steuernocken einfach über Bowdenzüge
verbunden sein, die beispielsweise an einander diametral gegenüberliegende Enden eines
drehbaren Hebels angekoppelt sind, der mit einer Abtriebswelle eines Getriebemotors
verbunden ist.
Die Stellvorrichtung kann aber auch mindestens einen Getriebemotor mit einem linear hin-
und her bewegbaren Abtriebsteil aufweisen, das mit dem Steuernocken in Antriebsverbin
dung steht.
Gemäß einer weiteren Alternative kann die Stellvorrichtung mit mindestens einem Getrie
bemotor ausgestattet sein, der ein Abtriebsritzel aufweist, das mit einer mit dem Steuer
nocken in Antriebsverbindung stehenden Zahnstange kämmt.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen beispielhaft näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Teildraufsicht auf den vorderen linken Bereich eines Fahrzeugdaches
nach der Erfindung unter Weglassung des Deckels,
Fig. 2 eine perspektivische Teilansicht der Anordnung der Fig. 1 bei abgesenktem
Windabweiser,
Fig. 3 und 4 aus unterschiedlichen Blickwinkeln perspektivische Teilansichten der
Anordnung der Fig. 1 bei ausgestelltem Windabweiser (Fig. 3)
beziehungsweise abgesenktem Windabweiser (Fig. 4),
Fig. 5 in größerem Maßstab den bei der Anordnung der Fig. 1 bis 4 vorgesehe
nen Stellantrieb, sowie
Fig. 6 und 7 alternative Ausführungsbeispiele des Stellantriebes.
Bei dem in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiel des Fahrzeugdaches
handelt es sich um ein Schiebe- oder Schiebehebedach mit einem nur in Fig. 3 angedeute
ten verschiebbaren Deckel 10 zum wahlweisen Verschließen und mindestens teilweisen
Freilegen einer Dachöffnung 11, die in einer nicht veranschaulichten festen Dachhaut
ausgebildet ist. Zum Verstellen des Deckels 10 kann ein Deckelantrieb bekannter Art
vorgesehen sein. Zu diesem Antrieb gehört im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein
Deckelantriebsmotor 12, der über drucksteife Antriebskabel 13 mit Antriebsschlitten
verbunden ist, die zu beiden der Seiten Dachöffnung 11 in seitlichen Führungsschienen 14
in der Deckelverschieberichtung verschiebbar geführt sind und mit dem Deckel 10 in
Antriebsverbindung stehen. Die Deckelverschieberichtung entspricht der Längsrichtung
des mit dem Fahrzeugdach ausgestatteten Fahrzeugs, und die vorliegend verwendeten
Begriffe "vorne" und "hinten" beziehen sich auf die normale Fahrtrichtung des Fahrzeugs.
Im Bereich des vorderen Randes 15 der Dachöffnung 11 ist ein Windabweiser 16 angeord
net, der im gezeigten Ausführungsbeispiel ein parallel zu dem vorderen Dachöffnungsrand
ausgerichtetes Windabweiserblatt 17 und zwei seitliche Windabweiserarme 18 aufweist,
die an einem dachfesten Gelenk 19 um eine in Dachquerrichtung verlaufende Schwenk
achse 20 schwenkbar gelagert sind. In einer abgesenkten Position (Ruhestellung) taucht
das Windabweiserblatt 17 unter den Deckel 10 in einen von einem Dachrahmen 21
begrenzten Raum 22. In der voll ausgestellten Position steht das Windabweiserblatt 17
oberhalb der Dachebene. Der Windabweiser 16 kann außerdem mittels einer insgesamt mit
24 bezeichneten Stellvorrichtung in Zwischenpositionen zwischen der Ruhestellung und
der voll ausgestellten Position gebracht werden.
Der Windabweiser 16 ist in Ausstellrichtung federnd vorgespannt, z. B. mittels als Blattfe
dern ausgebildeten Ausstellfedern 25, die sich von unten gegen die Windabweiserarme 18
anlegen und die Windabweiserarme um das Gelenk 19 nach oben zu schwenken suchen.
Beim Schließen des Deckels 10 legen sich an der Unterseite des Deckels angebrachte
(nicht veranschaulichte) Nocken in üblicher Weise von oben gegen die Windabweiserarme
18 an, um den Windabweiser 16 über den Deckelantrieb (Deckelantriebsmotor 12, Gewin
dekabel 13) entgegen der Kraft der Ausstellfedern 25 abzusenken. Auf diese Weise wird
auch in der Schließstellung des Deckels 10 der Windabweiser 16 entgegen Federvorspan
nung in seiner Ruhestellung unterhalb des Deckels 10 gehalten. Beim Öffnen des Deckels
10 werden dagegen die Windabweiserarme 18 durch den Deckel 10 freigegeben, so dass
die Ausstellfedern 25 den Windabweiser 16 nach oben schwenken können. Dabei ist die
Ausstellbewegung des Windabweisers 16 durch die nachstehend näher erläuterte Stellvor
richtung 24 begrenzt.
Die der Vorgabe der Größe der Ausstellbewegung des Windabweisers 16 dienende Stell
vorrichtung 24 weist zu beiden Seiten des Daches nahe den vorderen Ecken der Dachöff
nung 11 jeweils einen Steuerhebel 26 auf, der an einer zwischen seinen Enden liegenden
Stelle um eine quer zur Verschieberichtung des Deckels 10 und damit im wesentlichen in
Dachquerrichtung verlaufende dachfeste Achse schwenkbar ist, die in Fig. 2 bei 27 ange
deutet ist. Für diesen Zweck kann beispielsweise ein (nicht dargestellter) Lagerstift vorge
sehen sein, der von einem dachfesten Lagerbock 28 in Dachquerrichtung seitlich vorsteht
und in eine entsprechende Lageröffnung des Steuerhebels 26 eingreift. Der Steuerhebel 26
trägt an seinem von dem Windabweiserblatt 17 entfernt liegenden hinteren Ende 29 einen
Kulissenstift 30, der entlang einem Kulisssenschlitz 31 einer Kulisse 32 verstellbar geführt
ist. Der Kulisssenschlitz 31 weist einen im wesentlichen horizontal verlaufenden hinteren
Abschnitt 33, einen schräg nach vorne und unten geneigten mittleren Abschnitt 34 sowie
einen nicht dargestellten vorderen Abschnitt auf, der im wesentlichen parallel zu dem
hinteren Abschnitt 33 gerichtet ist, aber tiefer als letzterer liegt.
Die Kulisse 32 ist mittels einer dachfesten Führung 36 in der Deckelverschieberichtung
verschiebbar geführt und über einen Bowdenzug 37 mit einem Stellantrieb 38 verbunden.
Der Stellantrieb 38 ist ebenso wie der Deckelantriebsmotor 12 im vorderen, in Querrich
tung mittleren Teil des Dachrahmens 21 montiert, und er kann unabhängig von dem
Deckelantriebsmotor 12 angesteuert werden. Ein biegeelastisches Band in Form eines
Gurtbandes 40 ist einerseits an dem dem Windabweiserblatt 17 zugewendeten vorderen
Ende 39 des Steuerhebels 26 und andererseits an dem in Ausstellrichtung federnd vorge
spannten Windabweiser 16 festgelegt. Der Windabweiser 16 kann daher von den Ausstell
federn 25 maximal nur soweit ausgestellt werden, bis das Gurtband 40 zwischen dem Steu
erhebelende 39 und dem Windabweiser 16 gespannt ist. Das Steuerhebelende 39 wirkt auf
diese Weise als Niederhalter für den Windabweiser 16, und es begrenzt dessen Ausstell
höhe in Abhängigkeit von der jeweiligen Stellung des Steuerhebels 26. In der Ruheposition
des Windabweisers 16 ist das Gurtband 40 entspannt, und es kann sich raumsparend
zusammenlegen.
Der Stellantrieb 38 ist in diesem Ausführungsbeispiel mit einen Getriebemotor 42 verse
hen, auf dessen Abtriebselle 43 ein Hebel 44 mittig aufgesteckt ist. An die einander
diametral gegenüberliegenden Enden des Hebels 44 sind der Bowdenzug 37 sowie ein
Bowdenzug 37' zum Verstellen einer der Kulisse 32 entsprechenden Kulisse auf der ande
ren (rechten) Dachseite angekoppelt. Durch ein Verdrehen der Abtriebselle 43 werden über
die Bowdenzüge 37 und 37' die Windabweiser-Niederhalter auf beiden Seiten des
Windabweisers 16 gleichsinnig auf beziehungsweise abbewegt.
Die beschriebene Anordnung funktioniert in folgender Weise:
In der Schließstellung des Deckels 10 wird der Windabweiser 16 von dem Deckel 10 entgegen Federvorspannung in seiner Ruhestellung unterhalb des Deckels 10 gehalten. Das Gurtband 40 ist entspannt.
In der Schließstellung des Deckels 10 wird der Windabweiser 16 von dem Deckel 10 entgegen Federvorspannung in seiner Ruhestellung unterhalb des Deckels 10 gehalten. Das Gurtband 40 ist entspannt.
Wird der Deckel 10 mittels des Deckelantriebsmotors 12 über die Antriebskabel 13 nach
hinten verschoben, geben die mit den Windabweiserarmen 18 zusammenwirkenden,
deckelfesten (nicht dargestellten) Nocken den Windabweiser 16 für eine Austellbewegung
frei. Der Windabweiser 16 wird unter dem Einfluss der auf ihn einwirkenden Ausstellfe
dern 25 so weit ausgestellt, wie dies die Stellvorrichtung 24 zulässt. Zum Einstellen des
Austellwinkels des Windabweisers 16 wird der zusätzlich zu dem Deckelantriebsmotor 12
vorgesehene und unabhängig von diesem ansteuerbare Motor 42 aktiviert, der über die
Bowdenzüge 37, 37' die Kulisse 32 entlang der Führung 36 - und synchron dazu eine
entsprechende Kulisse auf der anderen Dachseite - in Deckelverschieberichtung (das heißt
in Fahrzeuglängsrichtung) verstellt. Befindet sich die Kulisse 32 in ihrer vorderen End
stellung, in welcher der Kulissenstift 30 in dem relativ hoch liegenden hinteren Abschnitt
33 des Kulissenschlitzes 31 steht, ist der Steuerhebel 26 mit seinem vorderen Ende 39
abgesenkt. Über das gespannte Gurtband 40 wird das Windabweiserblatt 17 in einer relativ
niedrigen Position gehalten, in der es beispielsweise nicht oder nur wenig über die feste
Dachfläche vorsteht.
Wird die Kulisse 32 von dem Stellantrieb 38 über den Bowdenzug 37 in Fahrzeuglängs
richtung nach vorne geschoben, gelangt der Kulissenstift 30 in den nach vorne schräg
abfallenden Abschnitt 34 des Kulissenschlitzes 31. Dadurch wird der Kulissenstift 30 nach
unten verlagert. Der Steuerhebel 26 wird infolgedessen um die Achse 27 so verschwenkt,
dass sein vorderes Ende 39 nach oben wandert und über das gespannte Gurtband 40 den
Windabweiser 16 für ein Ausstellen durch die Ausstellfeder 25 um ein Maß freigibt, das
von der Stellung der Kulisse 32 abhängt. Beispielsweise kann der Windabweiser 16 in eine
Zwischenposition gebracht werden, in welcher das Windabweiserblatt 17 vom Fahrtwind
nur überströmt, nicht aber auch unterströmt wird. In der hinteren Endstellung der Kulisse
32 steht der Kulissenstift 30 in dem vorderen, relativ tief liegenden Abschnitt des Kulis
senschlitzes 31. Das vordere Steuerhebelende 39 hat sein obere Endstellung erreicht. Der
Windabweiser 16 wird von der Ausstellfeder 25 (und einer entsprechenden Ausstellfeder
auf der anderen Seite des Windabweisers) in die voll ausgestellte Position gemäß den
Fig. 3 und 4 gedrückt. Diese Position kann zum Beispiel so gewählt sein, dass zwecks
Minimierung von Wummergeräuschen Fahrtwind sowohl über das Windabweiserblatt 17
als auch durch einen Spalt zwischen dem Windabweiserblatt 17 und der festen Dachfläche
strömt.
Die Auslegung kann so getroffen sein, dass der vorzugsweise elektrische Stellantrieb 38
von Hand aus- und eingeschaltet wird. Stattdessen oder als zusätzliche Wahlmöglichkeit
kann aber auch für eine automatische Ansteuerung des Stellantriebes 38 in Abhängigkeit
beispielsweise von der Fahrtgeschwindigkeit und/oder von dem Öffnungsgrad des Deckels
10 gesorgt sein.
Der Stellantrieb 38 gemäß Fig. 5 hat mit den Enden des drehbaren Hebels 44 zwei
Ausgänge mit gegenläufiger Bewegungsrichtung. Ein solcher Antrieb kann auch dadurch
verwirklicht werden, dass der Getriebemotor 42 - ebenso wie der Deckelantriebsmotor 12 -
auf seiner Ausgangswelle ein Zahnritzel trägt, das auf gegenüberliegenden Seiten mit
drucksteifen Gewinde-Antriebskabeln nach Art der für den Deckelantrieb benutzten
Antriebskabel 13 kämmt.
Weitere Alternativen für den Stellantrieb der Kulissen sind in den Fig. 6 und 7
dargestellt. So können ein elektrischer Getriebemotor 46 mit einem linear hin- und her
bewegbaren Abtriebsteil 47 entsprechend Fig. 6 oder ein mit einem Abtriebsritzel 48 auf
eine Zahnstange 49 einwirkender Getriebemotor 50 gemäß Fig. 7 vorgesehen sein. Bei der
Anordnung nach Fig. 7 kann für einen zweiten, gegenläufigen Ausgang durch Verwendung
einer mit der gegenüberliegenden Seite des Abtriebsritzels 48 in Eingriff stehenden
zweiten Zahnstange gesorgt werden. Die Kulissen zu beiden Dachseiten können aber auch
mittels eines Stellantriebes verschoben werden, der entsprechend den Fig. 6 und 7 nur
ein hin und her bewegbares Verstellelement aufweist. In diesem Fall sind die beiden
Kulissen einfach mit gegenläufigen Kulissenbahnen auszustatten.
In Abhängigkeit von den jeweils gegebenen Platzverhältnissen kann der Stellantrieb
abweichend von dem in den Fig. 1 bis 4 veranschaulichten Ausführungsbeispiel auch
im hinteren Dachbereich oder auf einer Seite des Daches angeordnet sein. Anstelle von
Bodenzügen und Gewinde-Antriebskabeln können für die Verbindung des Stellantriebes
mit den Kulissen auch Verbindungsstangen mit zugeordneter Umlenkung vorgesehen sein.
Des weiteren kann ein Stellantrieb unmittelbar, das heißt unter Vermeidung eines
Bowdenzuges, Antriebskabels oder dergleichen, an die Kulisse 32 angekoppelt sein,
während ein zweiter Stellantrieb für die der Kulisse 32 entsprechende Kulisse auf der
anderen Dachseite vorgesehen sein kann.
In jedem Fall zeichnet sich die vorliegende Anordnung dadurch aus, dass die Mechanik
relativ einfach bleibt und wenig Bauraum beansprucht.
10
Deckel
11
Dachöffnung
12
Deckelantriebsmotor
13
Antriebskabel
14
Führungsschiene
15
vorderer Rand von
11
16
Windabweiser
17
Windabweiserblatt
18
Windabweiserarm
19
Gelenk
20
Schwenkachse von
18
21
Dachrahmen
22
Raum
24
Stellvorrichtung
25
Ausstellfeder
26
Steuerhebel
27
dachfeste Achse
28
Lagerbock
29
hinteres Ende von
26
30
Kulissenstift
31
Kulisssenschlitz
32
Kulissse
33
hinterer Abschnitt von
31
34
mittlerer Abschnitt von
31
36
Führung
37
,
37
' Bowdenzug
38
Stellantrieb
39
vorderes Ende von
26
40
Gurtband
42
Getriebemotor
43
Abtriebselle
44
Hebel
46
Getriebemotor
47
Abtriebsteil
48
Abtriebsritzel
49
Zahnstange
50
Getriebemotor
Claims (10)
1. Fahrzeugdach mit mindestens einem Deckel (10), der zum wahlweisen Verschließen
und mindestens teilweisen Freilegen einer Dachöffnung (11) mittels eines Deckelan
triebs (12) verschiebbar ist, mit einem im Bereich des vorderen Randes der Dachöff
nung angeordneten Windabweiser (16), der um eine dachfeste Achse (20) zwischen
einer abgesenkten Position und einer voll ausgestellten Position schwenkbar gelagert
und in Richtung der voll ausgestellten Position federnd vorgespannt ist und der beim
Schließen des Deckels über den Deckelantrieb gegen Federkraft abgesenkt wird,
sowie mit einer Stellvorrichtung (24) zum Einstellen von Zwischenpositionen des
Windabweisers, wobei diese Stellvorrichtung Niederhalter, gegen die der Windab
weiser bei Freigabe für eine Ausstellbewegung mittels der Federkraft gehalten ist,
und einen eigenen Stellantrieb (38) aufweist, mittels dessen die Niederhalter zur
Vorgabe der Zwischenpositionen des Windabweisers höhenverstellbar sind, dadurch
gekennzeichnet, dass die Stellvorrichtung (24) zu beiden Seiten des Daches jeweils
einen Steuerhebel (26) aufweist, der an einer zwischen seinen Enden liegenden Stelle
um eine quer zur Verschieberichtung des Deckels verlaufende dachfeste Achse (27)
schwenkbar ist, dessen eines Ende (39) als Niederhalter wirkt und dessen anderes
Ende (29) mit einem mittels des Stellantriebs in der Deckelverschieberichtung
verschiebbaren Steuernocken (Kulisse 32) in Eingriff steht und durch Verschieben
des Steuernockens höhenverstellbar ist, sowie dass der Steuernocken als Kulisse (32)
mit einer Kulissenführung ausgebildet ist, mit der ein mit dem anderen Ende (29) des
Steuerhebels (26) verbundener Kulissenstift (30) in Eingriff steht.
2. Fahrzeugdach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulissenführung
als in der Kulisse (32) vorgesehener Kulissenschlitz (31) ausgebildet ist.
3. Fahrzeugdach nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulisse
(32) mittels einer dachfesten Führung (36) in der Verschieberichtung des Deckels
(10) verstellbar geführt ist.
4. Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das als
Niederhalter wirkende Ende (39) des Steuerhebels (26) mit dem Windabweiser (16)
über ein Gurtband (40) verbunden ist, das bei Freigabe des Windabweisers für eine
Ausstellbewegung mittels der Federkraft gespannt gehalten ist.
5. Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Stellantrieb einen Stellmotor (Getriebemotor 42) zum gemeinsamen
Verschieben der Steuernocken (Kulisse 32) auf beiden Seiten der Dachöffnung (11)
aufweist.
6. Fahrzeugdach nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellmotor
(Getriebemotor 42) mindestens näherungsweise mittig im Bereich des vorderen
Randes (15) der Dachöffnung (11) angeordnet ist.
7. Fahrzeugdach nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellmotor
(Getriebemotor 42) mit den verschiebbaren Steuernocken (Kulisse 32) über Bowden
züge (37, 37') verbunden ist.
8. Fahrzeugdach nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellmotor als
Getriebemotor (42) mit einer Abtriebswelle (43) ausgebildet ist, die mit einem dreh
baren Hebel (44) verbunden ist, an dessen einander diametral gegenüberliegende
Enden die Bowdenzüge (37, 37') angekoppelt sind.
9. Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Stellvorrichtung (24) mindestens einen Getriebemotor (46) mit einem linear
hin- und her bewegbaren, mit dem Steuernocken (Kulisse 32) in Antriebsverbindung
stehenden Abtriebsteil (47) aufweist.
10. Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Stellvorrichtung (24) mindestens einen Getriebemotor (50) mit einem
Abtriebsritzel (48) aufweist, das mit einer mit dem Steuernocken (Kulisse 32) in
Antriebsverbindung stehenden Zahnstange (49) kämmt.
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