DE10209553A1 - Mehrscheibenkupplung - Google Patents
MehrscheibenkupplungInfo
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Abstract
Eine Mehrscheibenkupplung umfasst eine um eine Drehachse (A) drehbare Schwungmasse (22), eine mit der Schwungmasse (22) zur gemeinsamen Drehung um die Drehachse (A) verbundene Gehäuseanordnung (12), in der die Gehäuseanordnung (12) und die Schwungmasse (22) umfassende Baugruppe eine durch einen Kraftspeicher (34) beaufschlagte Anpressplatte (30) und wenigstens eine Zwischenplatte (32), wobei die Anpressplatte (30) und die wenigstens eine Zwischenplatte (32) durch eine Drehkopplungsanordnung (130) mit der Baugruppe im Wesentlichen drehfest, bezüglich dieser jedoch im Wesentlichen in Richtung der Drehachse (A) verlagerbar verbunden sind, wobei die Drehkopplungsanordnung (130) an der Baugruppe wenigstens eine Drehkopplungsaussparung (20) aufweist, in welche ein Drehkopplungsvorsprung (60) der Anpressplatte (30) eingreift, und wenigstens eine Drehkopplungsaussparung (20) aufweist, in welche ein Drehkopplungsvorsprung (62) der wenigstens einen Zwischenplatte (32) eingreift, zwischen der Anpressplatte (30) und der wenigstens einen Zwischenplatte (32) eine mit einem Kupplungsabtriebsglied verbundene oder verbindbare Kupplungsscheibe (114), zwischen der wenigstens einen Zwischenplatte (32) und der Schwungmasse (22) oder gegebenenfalls einer weiteren Zwischenplatte eine mit dem Kupplungsabtriebsglied verbundene oder verbindbare weitere Kupplungsscheibe (116). Dabei ist vorgesehen, dass bei Drehmomentübertragung die Anpressplatte (30) oder/und die wenigstens eine Zwischenplatte ...
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Mehrscheibenkupplung, umfassend
eine um eine Drehachse drehbare Schwungmasse, eine mit der Schwung
masse zur gemeinsamen Drehung um die Drehachse verbundene Gehäuse
anordnung, in der die Gehäuseanordnung und die Schwungmasse umfas
sende Baugruppe eine durch einen Kraftspeicher beaufschlagte Anpress
platte und wenigstens eine Zwischenplatte, wobei die Anpressplatte und
die wenigstens eine Zwischenplatte durch eine Drehkopplungsanordnung
mit der Baugruppe im Wesentlichen drehfest, bezüglich dieser jedoch im
Wesentlichen in Richtung der Drehachse verlagerbar verbunden sind, wobei
die Drehkopplungsanordnung an der Baugruppe wenigstens eine Drehkopp
lungsaussparung aufweist, in welche ein Drehkopplungsvorsprung der
Anpressplatte eingreift, und wenigstens eine Drehkopplungsaussparung
aufweist, in welche ein Drehkopplungsvorsprung der wenigstens einen
Zwischenplatte eingreift, zwischen der Anpressplatte und der wenigstens
einen Zwischenplatte eine mit einem Kupplungsabtriebsglied verbundene
oder verbindbare Kupplungsscheibe, zwischen der wenigstens einen Zwi
schenplatte und der Schwungmasse oder gegebenenfalls einer weiteren
Zwischenplatte eine mit dem Kupplungsabtriebsglied verbundene oder
verbindbare weitere Kupplungsscheibe.
Eine derartige Mehrscheibenkupplung ist beispielsweise aus der DE 100 25 533 A1
bekannt. Bei Kupplungen allgemein und insbesondere auch bei Mehr
scheibenkupplungen besteht grundsätzlich die Anforderung, bei möglichst
kleiner Baugröße das über die Kupplung übertragbare Antriebsmoment so
groß als möglich zu gestalten. Dieses Erfordernis entsteht insbesondere
auch dadurch, dass moderne Antriebsaggregate immer größere Antriebs
drehmomente liefern.
Eine Möglichkeit, das maximal übertragbare Drehmoment einer Kupplung
beziehungsweise einer Mehrscheibenkupplung zu erhöhen, besteht darin,
den eingesetzten Kraftspeicher derart auszubilden, dass er eine stärkere
Anpresskraft liefern kann. Dies bedeutet jedoch, dass auch zum Ausrücken
eine größere Kraft aufgewandt werden muss, was sich entweder für den
Fahrer eines mit einer derartigen Kupplung ausgestatteten Fahrzeugs in
Form eines relativ großen Kraftaufwandes bemerkbar macht oder ver
gleichsweise starke Ausrückermechanismen erfordert.
Eine weitere Möglichkeit, das über eine derartige Kupplung maximal über
tragbare Drehmoment zu erhöhen, ist das Vergrößern der gesamt zur Ver
fügung gestellten Reibfläche. Durch den Einsatz von Mehrscheibenkupp
lungen wird bereits ein Schritt in dieser Richtung getan, da jede zusätzliche
Scheibe letztendlich zu einer Erhöhung der Anzahl der wirksamen Reib
flächen und somit zu einer Vergrößerung der gesamten wirksamen Reib
fläche beiträgt. Hier besteht jedoch insbesondere das Problem, dass der für
verschiedene Komponenten eines Antriebssystems zur Verfügung stehende
Bauraum begrenzt ist.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Mehrscheibenkupplung
der gattungsgemäßen Art derart weiterzubilden, dass in einfacher Weise
das über diese maximal übertragbare Drehmoment erhöht wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe gelöst durch eine
Mehrscheibenkupplung, umfassend eine um eine Drehachse drehbare
Schwungmasse, eine mit der Schwungmasse zur gemeinsamen Drehung
um die Drehachse verbundene Gehäuseanordnung, in der die Gehäuse
anordnung und die Schwungmasse umfassende Baugruppe eine durch
einen Kraftspeicher beaufschlagte Anpressplatte und wenigstens eine
Zwischenplatte, wobei die Anpressplatte und die wenigstens eine Zwi
schenplatte durch eine Drehkopplungsanordnung mit der Baugruppe im
Wesentlichen drehfest, bezüglich dieser jedoch im Wesentlichen in Rich
tung der Drehachse verlagerbar verbunden sind, wobei die Drehkopplungs
anordnung an der Baugruppe wenigstens eine Drehkopplungsaussparung
aufweist, in welche ein Drehkopplungsvorsprung der Anpressplatte ein
greift, und wenigstens eine Drehkopplungsaussparung aufweist, in welche
ein Drehkopplungsvorsprung der wenigstens einen Zwischenplatte ein
greift, zwischen der Anpressplatte und der wenigstens einen Zwischen
platte eine mit einem Kupplungsabtriebsglied verbundene oder verbindbare
Kupplungsscheibe, zwischen der wenigstens einen Zwischenplatte und der
Schwungmasse oder gegebenenfalls einer weiteren Zwischenplatte eine mit
dem Kupplungsabtriebsglied verbundene oder verbindbare weitere Kupp
lungsscheibe.
Erfindungsgemäß ist dabei weiter vorgesehen, dass bei Drehmomentüber
tragung die Anpressplatte oder/und die wenigstens eine Zwischenplatte
vermittels der Drehkopplungsanordnung mit einer auf die Kupplungsscheibe
beziehungsweise die weitere Kupplungsscheibe zu gerichteten Kraft beauf
schlagt wird.
Bei der erfindungsgemäßen Mehrscheibenkupplung wird also durch eine
bereits vorhandene Baugruppe beziehungsweise funktionale Gruppe, näm
lich die Drehkopplungsanordnung, eine zusätzliche Kraftkomponente einge
führt, welche letztendlich zur Erhöhung der Anpresskraft und somit auch
zur Erhöhung des über die Kupplung übertragbaren Drehmomentes führt. Es
sind keine zusätzlichen Baugruppen erforderlich, was zum einen zur Folge
hat, dass auch der Gesamtaufbau der Mehrscheibenkupplung vergleichs
weise einfach bleibt, und was des Weiteren zur Folge hat, dass der für eine
derartige erfindungsgemäße Mehrscheibenkupplung zur Verfügung zu
stellende Bauraum hinsichtlich einer vergleichbaren Mehrscheibenkupplung
gemäß dem Stand der Technik nicht verändert ist.
Bei einer besonders einfach zu realisierenden Ausgestaltungsform der
erfindungsgemäßen Mehrscheibenkupplung kann vorgesehen sein, dass der
wenigstens eine Drehkopplungsvorsprung der Anpressplatte und der
wenigstens eine Drehkopplungsvorsprung der wenigstens einen Zwischen
platte in die zugeordnete Drehkopplungsaussparung im Wesentlichen in
radialer Richtung eingreifen, dass die jeweilige Drehkopplungsaussparung
in beiden Umfangsrichtungen durch Anlageflächen zur Kraftübertragungs
anlage des jeweiligen Drehkopplungsvorsprungs begrenzt ist und dass ein
Anlageflächenbereich, an welchem der wenigstens eine Drehkopplungsvor
sprung der Anpressplatte in Kraftübertragungsanlage kommen kann, bezüg
lich der Drehachse geneigt ist oder/und dass ein Anlageflächenbereich, an
welchem der wenigstens eine Drehkopplungsvorsprung der wenigstens
einen Zwischenplatte in Kraftübertragungsanlage kommen kann, bezüglich
der Drehachse geneigt ist.
Es sei hier darauf hingewiesen, dass selbstverständlich die letztendlich
auch zur Anpresskraftverstärkung involvierten Drehkopplungsvorsprünge
der Anpressplatte und der Zwischenplatte jeweils in die selben Umfangs
aussparungen beziehungsweise Drehkopplungsaussparungen eingreifen
können. Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, für die Anpressplatte
einerseits und für die wenigstens eine Zwischenplatte andererseits separate
Drehkopplungsaussparungen bereitzustellen, im Bereich von welchen dann
jeweils die die Anpresskraft verstärkende Funktion auftritt.
Um dafür zu sorgen, dass lediglich bei Drehmomentübertragung in einer
Richtung durch die Drehkopplungsanordnung eine Axialkraft erzeugt wird,
kann vorgesehen sein, dass ein die Drehkopplungsaussparung, in welche
der wenigstens eine Drehkopplungsvorsprung der Anpressplatte eingreift,
in der anderen Umfangsrichtung begrenzender Anlageflächenbereich sich
zur Drehachse im Wesentlichen parallel erstreckt oder/und dass ein die
Drehkopplungsaussparung, in welche der wenigstens eine Drehkopplungs
vorsprung der wenigstens einen Zwischenplatte eingreift, in der anderen
Umfangsrichtung begrenzender Anlageflächenbereich sich zur Drehachse
im Wesentlichen parallel erstreckt.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung kann bei der
Mehrscheibenkupplung vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Dreh
kopplungsvorsprung der Anpressplatte oder/und der wenigstens eine Dreh
kopplungsvorsprung der wenigstens einen Zwischenplatte in seinem zur
Kraftübertragungswechselwirkung mit dem geneigten Anlageflächenbereich
vorgesehenen Oberflächenbereich eine der Neigung des Anlageflächenbe
reichs entsprechende Neigung aufweist.
Um den Aufbau einer erfindungsgemäßen Mehrscheibenkupplung so ein
fach als möglich zu gestalten, kann vorgesehen sein, dass der wenigstens
eine Drehkopplungsvorsprung der Anpressplatte oder/und der wenigstens
eine Drehkopplungsvorsprung der Zwischenplatte mit dem zugeordneten
geneigten Anlageflächenbereich in direkte Kraftübertragungsanlage bringbar
ist. Hier ist es alternativ möglich, dass der wenigstens eine Drehkopplungs
vorsprung der Anpressplatte oder/und der wenigstens eine Drehkopplungs
vorsprung der wenigstens einen Zwischenplatte mit dem zugeordneten
geneigten Anlageflächenbereich über wenigstens ein Kraftübertragungs
element in Kraftübertragungsanlage ist oder bringbar ist. Insbesondere bei
Einsatz eines oder mehrer Kraftübertragungselemente, die beispielsweise
als Kugel- oder Walzenelemente ausgebildet sein können, lässt sich eine
sehr verschleißarme Kraftübertragungswechselwirkung zwischen der An
pressplatte beziehungsweise der Zwischenplatte und der Gehäuseanord
nung beziehungsweise der Schwungmasse erzielen.
Um bei der erfindungsgemäßen Mehrscheibenkupplung dafür zu sorgen,
dass beim Übergang in einen Auskuppelzustand in definierter und zuver
lässiger Art und Weise auch die Reibwechselwirkung zwischen der An
pressplatte beziehungsweise der wenigstens einen Zwischenplatte und der
mit diesen jeweils zusammenwirkenden Kupplungsscheibe aufgehoben
wird, kann gemäß einem weiteren vorteilhaften Aspekt der Erfindung eine
Rückstellanordnung vorgesehen sein, durch welche der wenigstens eine
Drehkopplungsvorsprung der Anpressplatte oder/und der wenigstens eine
Drehkopplungsvorsprung der wenigstens einen Zwischenplatte zur Bewe
gung in Richtung von dem zugeordneten geneigten Anlageflächenbereich
weg beaufschlagt ist oder/und durch welche die Anpressplatte oder/und die
wenigstens eine Zwischenplatte zur Bewegung in Richtung von einer
jeweils zugeordneten Reibfläche einer Kupplungsscheibe oder der
Schwungmasse weg beaufschlagt ist.
Diese Rückstellanordnung kann wenigstens eine Rückstellfeder umfassen.
Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Rückstellanordnung das wenigs
tens eine Kraftübertragungselement umfasst und dass das wenigstens eine
Kraftübertagungselement elastisch ausgebildet ist.
Eine weitere Möglichkeit, beim Übergang in einen Auskuppelzustand bezie
hungsweise bei Verstellung der Kupplung in Richtung Auskuppelzustand für
ein definiertes Aufheben der Reibwechselwirkung zu sorgen, besteht darin,
dass die Anpressplatte mit dem Kraftspeicher gekoppelt ist zum Erzeugen
einer die Anpressplatte in Richtung von der Kupplungsscheibe weg beauf
schlagenden Kraft bei Durchführung eines Ausrückvorgangs.
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden
Zeichnungen anhand bevorzugter Ausgestaltungsformen detailliert be
schrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine Teil-Axialansicht einer Druckplattenbaugruppe bezie
hungsweise Reibungskupplung;
Fig. 2 eine Längsschnittansicht längs einer Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 eine Längsschnittansicht längs einer Linie III-III in Fig. 1;
Fig. 4 eine Teil-Längsschnittansicht längs einer Linie IV-IV in Fig. 1;
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht der Reibungskupplung;
Fig. 6 eine Explosionsansicht der Reibungskupplung;
Fig. 7 eine Ansicht der erfindungsgemäßen Mehrscheibenkupplung
von radial außen;
Fig. 8 eine der Fig. 7 entsprechende Ansicht einer alternativen
Ausgestaltungsform;
Fig. 9 eine weitere der Fig. 7 entsprechende Ansicht einer alternati
ven Ausgestaltungsform;
Fig. 10 eine Abwandlung der in Fig. 9 dargestellten Ausgestaltungs
form;
Fig. 11 eine weitere Ansicht einer alternativen Ausgestaltungsform
einer erfindungsgemäßen Mehrscheibenkupplung von radial
außen;
Fig. 2 eine weitere Ansicht einer alternativen Ausgestaltungsform
einer erfindungsgemäßen Mehrscheibenkupplung von radial
außen;
Fig. 13 eine Teil-Axialansicht der in Fig. 12 gezeigten Mehrscheiben
kupplung;
Fig. 14 eine weitere Ansicht einer alternativen Ausgestaltungsform
der erfindungsgemäßen Mehrscheibenkupplung.
Zunächst wird mit Bezug auf die Fig. 1 bis 6 der prinzipielle Aufbau
einer erfindungsgemäßen Reibungskupplung 10 beschrieben. Wie man
insbesondere in den Fig. 5 und 6 erkennt, umfaßt die als Mehrscheiben
kupplung ausgebildete Reibungskupplung 10 ein Kupplungsgehäuse 12,
das näherungsweise topfartig ausgebildet ist und einen Bodenbereich 14
sowie einen Wandungsbereich 16 aufweist. Der Wandungsbereich 16
umfaßt dabei in Umfangsabstand zueinander angeordnete Stegabschnitte
18, zwischen welchen jeweilige nachfolgend noch beschriebene Ausneh
mungen 20 gebildet sind. Über die Stegbereiche 18 ist das Gehäuse 12 mit
einem eine Widerlageranordnung bildenden Schwungrad 22 durch Nieten
oder Schraubbolzen fest verbindbar. Zu diesem Zwecke weist das Gehäuse
12 im Bereich der Stege Durchtrittsöffnungen 24 auf, durch welche die
Schrauben oder Nietbolzen hindurchgeführt werden können und in Ge
windeöffnungen oder entsprechende Öffnungen 26 des Schwungrads 22
festgelegt werden können.
Das Gehäuse 12 ist vorzugsweise einteilig aus einem ebenen Blechrohling
durch Umformen gebildet. Insbesondere können die Ausnehmungen 20
durch Abbiegen von an die Stegabschnitte 18 seitlich anschließende Lap
penabschnitten 28 erzeugt werden, wobei diese Lappenabschnitte 28
derart abgebogen werden, daß sie nach Ausbilden der Ausnehmungsab
schnitte 20 den durch die durch die Öffnungen 24 hindurchgeführten
Bolzen durchsetzten Raum zumindest teilweise umgeben, um hier bei der
Befestigung des Gehäuses 12 am Schwungrad 22 einer beispielsweise bei
Anziehen von Schrauben erzeugten Verformung des Gehäuses 12 ent
gegenzuwirken.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Stegabschnitte 18 auch am
Schwungrad 22 vorgesehen sein können, z. B. beim Gießvorgang integral
daran angeformt werden können. An den freien Endbereichen dieser Steg
abschnitte ist durch Befestigungsbolzen das dann plattenartig ausgebildete
Gehäuse festzulegen. Ferner wird darauf hingewiesen, dass im Sinne der
vorliegenden Erfindung als Schwungmasse beziehungsweise Schwungrad
diejenige Baugruppe verstanden wird, über welche eine gesamte Kupplung
an eine Antriebswelle, beispielsweise eine Kurbelwelle, angebunden ist. Für
die Prinzipien der vorliegenden Erfindung ist die konkrete Ausgestaltung
dieser Schwungmasse insbesondere auch hinsichtlich ihrer Gesamtmasse
von untergeordneter Bedeutung.
Im Gehäuse 12, d. h. in dem zwischen dem Bodenbereich 14 und dem
Schwungrad 22 gebildeten Volumenbereich des Gehäuses 12, liegen eine
allgemein mit 30 bezeichnete Anpreßplatte und eine allgemein mit 32
bezeichnete Zwischenplatte. Die Anpreßplatte 30 wird, wie nachfolgend
noch beschrieben, durch einen als Membranfeder ausgebildeten Kraftspei
cher 34 derart beaufschlagt, daß sie in Richtung auf das Schwungrad 22
zu gepreßt ist. Zwischen der Anpreßplatte 30 und der Zwischenplatte 32
einerseits und zwischen der Zwischenplatte 32 und dem Schwungrad 22
andererseits liegen dann jeweilige Kupplungsscheiben oder Reibbelageinhei
ten einer oder mehrerer Kupplungsscheiben, so daß bei Beaufschlagung der
Anpreßplatte 30 durch den Kraftspeicher 34 ein Kupplungsscheibenbereich
zwischen der Anpreßplatte 30 und der Zwischenplatte 32 geklemmt wird
und ein weiterer Kupplungsscheibenbereich zwischen der Zwischenplatte
32 und dem Schwungrad 22 geklemmt wird.
Man erkennt insbesondere in Fig. 2, 3 und 5, daß bei der erfindungsgemä
ßen Kupplung 10 die Membranfeder 34 nicht innerhalb des Gehäuses, also
zwischen dem Bodenbereich 14 und der Anpreßplatte 30 angeordnet ist,
sondern an der von der Anpreßplatte 30 abgewandten Seite des Bodenbe
reichs 14 des Gehäuses 12, d. h. außerhalb des Gehäuses 12 angeordnet
ist. Zu diesem Zwecke sind am Bodenbereich 14 des Gehäuses 12 in
Umfangsrichtung verteilt mehrere Distanzbolzen 36 festgelegt, die mit ihren
Köpfen 38 im radial äußeren Bereich einen schneidenartigen Auflage- oder
Abstützbereich 40 für die Membranfeder 34 bilden. An der anderen axialen
Seite ist die Membranfeder 34 bezüglich des Gehäuses über einen zumin
dest in Umfangsbereichen vorgesehenen Schneidenbereich 42 abgestützt,
welcher in radialer Richtung im Bereich der an den Distanzbolzen 46 gebil
deten Schneide 40 liegt, dieser vorzugsweise direkt gegenüberliegt. Die
Membranfeder 34 ist somit am Gehäuse 12, d. h. am Bodenbereich 14 des
Gehäuses 12, jedoch an der Außenseite getragen beziehungsweise kraft
mäßig am Gehäuse 12 abgestützt. Man erkennt insbesondere in Fig. 5, daß
dabei die Membranfeder 34 einen herkömmlichen Aufbau mit einer Mehr
zahl von Federzungen 44 aufweisen kann, wobei die Distanzbolzen 36
jeweilige erweiterte Öffnungsbereiche 46 zwischen einzelnen Federzungen
44 durchsetzen. Die Federzungen 44 ragen nach radial einwärts und sind
dort durch einen Ausrückmechanismus beaufschlagbar. Eine Abwandlung
hierzu ist in Fig. 9 gezeigt. Man erkennt dort, daß die Abstützung der
Membranfeder 34 bezüglich des Gehäuses 12, d. h. des Gehäusebodens
14, zum einen durch die an den Distanzbolzen 46 gebildeten Schneiden 40
erfolgt und zum anderen über einen Abstützring, beispielsweise Drahtring
100, erfolgt. Radial innen und radial außen sind im Bodenbereich 14 des
Gehäuses dann abschnittsweise Ausformungen 102, 104 gebildet, bei
spielsweise durch Drücken oder Pressen, welche für eine radiale Positionie
rung des Drahtrings 100 sorgen und diesen somit zentrieren.
Man erkennt insbesondere in Fig. 1 und in Fig. 6, daß im Bodenbereich 14
des Gehäuses 12 bezüglich einer Radialrichtung und bezüglich einer Um
fangsrichtung schräg oder/und konturiert verlaufende Öffnungen 48 ausge
bildet sind. Durch diese Öffnungen 48 hindurch treten jeweils entsprechend
geformte Abstützvorsprünge 50, die an der dem Bodenbereich 14 zuge
wandten Seite der Anpreßplatte 30 ausgebildet sind. Diese Abstützvor
sprünge 50 weisen eine von radial innen nach radial außen zunehmende
Vorsprunglänge in axialer Richtung auf und bilden in ihrem radial äußeren
Bereich jeweilige Schneidenabschnitte 52, an welchen die Membranfeder
34 mit ihrem radial äußeren Bereich aufliegt. Die Membranfeder 34 ist
somit über die Distanzbolzen 36 beziehungsweise die Schneidenbereiche
42 einerseits am Gehäuse 12 abgestützt und stützt sich andererseits über
die Schneidenbereiche 52 der Abstützvorsprünge 50 an der Anpreßplatte
30 ab. Im Falle der dargestellten Kupplung des gedrückten Typs wird durch
Drücken auf die Federzungen 44 in ihrem radial inneren Bereich der radial
äußere Bereich der Membranfeder 34 von den Schneidenbereichen 52 weg
bewegt, so daß die kraftmäßige Beaufschlagung der Anpreßplatte 30 durch
die Membranfeder 34 zum Ausrücken der Kupplung 10 zumindest teilweise
aufgehoben werden kann.
Man erkennt in Fig. 6 und in Fig. 1, daß durch die Schrägstellung der
Öffnungen 48 einerseits und der Abstützvorsprünge 50 andererseits an den
Abstützvorsprüngen 50 bezüglich der radialen Richtung und bezüglich der
Umfangsrichtung schräggestellte Flächenbereiche 54 gebildet werden. Im
Drehbetrieb wirken mit diesen Flächenbereichen 54 die Abstützvorsprünge
50 nach Art von Turbinenschaufeln und fördern bei der Drehung der Kupp
lung Luft vom radial äußeren Bereich nach radial innen in den Innenraum
der Kupplung. Es kann somit die Kühlwirkung für die Kupplung verbessert
werden. Ferner wirken die aus dem Gehäuse 12 herausragenden Abstütz
vorsprünge 50 selbst als Kühlrippen, durch welche die insbesondere sehr
stark thermisch belastete Anpreßplatte 30 Wärme nach außen hin abführen
kann. Um diese Förderwirkung noch weiter zu unterstützen, können die
Abstützvorsprünge 50 und die zugeordneten Öffnungen 48 zusätzlich zu
ihrer Schrägstellung noch konturiert sein, d. h. ein Profil aufweisen, das
beispielsweise dem Profil von Turbinenschaufeln oder Tragflächen ent
spricht. Das heißt, die Abstützvorsprünge können in Strömungsrichtung mit
abnehmender Breite oder Dicke ausgebildet sein und in Strömungsrichtung
dann gekrümmt sein. Ferner kann abhängig von der Form der Abstützvor
sprünge 50 auch eine Förderwirkung der Kühlluft von radial innen nach
radial außen eingestellt werden.
Die Positionierung der Membranfeder 34 an der Außenseite des Gehäuses
12 hat ferner folgenden Vorteil: Bei Durchführung eines Ausrückvorgangs
soll im allgemeinen vermieden werden, daß auch dann, wenn die Anpreß
platte 30 ihre maximale Ausrücklage erreicht hat, die Membranfeder 34
ebenso an einer Weiterbewegung gehindert wird, da dies für einen Fahr
zeugfahrer, welcher ein Kupplungspedal betätigt, sich als unangenehmer
Kraftanstieg bemerkbar machen würde. Bei herkömmlichen Kupplungen, bei
welchen die Membranfeder innerhalb des Gehäuses liegt, muß daher im
Gehäuse ausreichend Hubraum, d. h. Verschwenkraum, für die Membranfe
der bereitgestellt werden. Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der
Reibungskupplung ist dies nicht erforderlich. Es kann am Gehäuse 12 ein
Anschlag für die Anpreßplatte gebildet sein, beispielsweise durch den
Bodenbereich 14 selbst. Stößt die Anpreßplatte 30 an diesem Anschlag an,
kann die Membranfeder 34 ohne Behinderung weiter verschwenkt werden,
ohne daß innerhalb des Gehäuses selbst dafür irgendwelcher Bauraum zur
Verfügung gestellt werden müßte.
Um zu gewährleisten, daß sowohl die Anpreßplatte 30 als auch die Zwi
schenplatte 32 mit dem Gehäuse 12 zur gemeinsamen Drehung um die
Drehachse A verbunden sind, bezüglich diesem jedoch axial verlagerbar
sind, weisen die Anpreßplatte 30 und die Zwischenplatte 32 eine Mehrzahl
von Drehkopplungsvorsprüngen 60 beziehungsweise 62 auf, die in zu
geordnete der Ausnehmungen oder Öffnungen 20 im Umfangswandungs
bereich 16, also zwischen zwei jeweilige Stege 18 eingreifen. Der Eingriff
ist derart, daß in Umfangsrichtung ein geringfügiges Bewegungsspiel
zwischen diesen Drehkopplungsvorsprüngen 60 beziehungsweise 62 und
den die Öffnungen oder Ausnehmungen 20 in Umfangsrichtung begrenzen
den Abschnitten des Gehäuses 12 gebildet ist. Des weiteren weisen die
Anpreßplatte 30 und die Zwischenplatte 32 mehrere Rückstellvorsprünge
64 beziehungsweise 66 auf, die ebenfalls in zugeordnete der Öffnungen
oder Ausnehmungen 20 eingreifen und in diesen mit Umfangsbewegungs
spiel aufgenommen sind. Man erkennt insbesondere in Fig. 6, daß die
Rückstellvorsprünge 64 beziehungsweise 66 im Gegensatz zu den Dreh
kopplungsvorsprüngen 60 beziehungsweise 62 eine T-förmige Kontur
aufweisen, d. h. in dem mit dem Gehäuse 12 zusammenwirkenden Bereich
in Umfangsrichtung schmäler ausgebildet sind als die Drehkopplungsvor
sprünge 60, 62. Da aus Gründen der einfacheren Fertigung alle Öffnungen
oder Ausnehmungen 20 im Gehäuse 16 gleich bemessen sind, ergibt sich
somit die vorangehend beschriebene Konstellation, daß die Rückstellvor
sprünge 64, 66 ein größeres Umfangsbewegungsspiel aufweisen, als die
Drehkopplungsvorsprünge 60, 62. In Umfangsrichtung liegt zwischen
jedem der Rückstellvorsprünge 64, 66 und dem Gehäuse 12, d. h. den dort
vorgesehenen umgebogenen Gehäusebereichen 28, ein in Form einer
Röhrenfeder ausgebildetes Federelement 68 beziehungsweise 70. Diese
Röhrenfedern 68, 70 können beispielsweise durch Ausschneiden, Rollen
und Verschweißen eines Federblechmaterials gebildet werden. Die Funktion
dieser Röhrenfedern 68, 70 ist es, die Rückstellvorsprünge 64, 66 in die in
Fig. 4 dargestellte zentrale Lage in den Ausnehmungen 20 vorzuspannen.
Diese Lage der Rückstellvorsprünge 64, 66 entspricht ebenfalls einer Lage
der Drehkopplungsvorsprünge 60, 62, in welcher diese in den zugeord
neten Ausnehmungen 20 zentral gehalten sind, also am Gehäuse 12 nicht
anliegen. Wird im Kupplungsbetrieb durch das wiederholt auftretende
Anschlagen oder Angreifen der Drehkopplungsvorsprünge 60, 62 am
Gehäuse 12 das Gehäuse 12 derart abgenutzt, daß sich die Drehkopplungs
vorsprünge 60, 62 zumindest geringfügig in das Gehäusematerial eingraben
und eine Materialschulter am Gehäuse bilden, so könnte dies dazu führen,
daß bei einem Ausrückvorgang bedingt durch diese Materialschulter die
Anpreßplatte 30 oder die Zwischenplatte 32 den gewünschten Ausrückhub
nicht durchführen kann und die Kupplung somit nicht in den ausgerückten
Zustand gebracht werden kann. Da jedoch durch die Röhrenfedern 68, 70
die Rückstellvorsprünge 64, 66 und somit auch die Drehkopplungsvor
sprünge 60, 62 vorzugsweise in den zugeordneten Ausnehmungen 20 in
eine zentrale Lage gebracht werden, wird zwangsweise dafür gesorgt, daß,
wenn ein geringfügiges Eingraben der Drehkopplungsvorsprünge 60, 62 in
das Material des Gehäuses 12 stattgefunden hat, bei der Entlastung der
Anpreßplatte 30 die Drehkopplungsvorsprünge 60, 62 außer Eingriff mit
dem Gehäuse beziehungsweise dort gebildeten Eingrabungsschultern
gebracht werden, so daß der gewünschte Ausrückhub durchgeführt wer
den kann. Da die Röhrenfedern sich sowohl durch Kompression derselben
verformen können, als auch eine Abrollbewegung durchführen können,
wird der Ausrückhub der Anpreßplatte 30 und der Zwischenplatte 32 durch
die Röhrenfedern 68 beziehungsweise 70 im wesentlichen nicht behindert.
Nach radial außen sind die Röhrenfedern 68, 70 durch die jeweils T-förmi
gen Rückstellvorsprünge 64, 66 gegen die Zentrifugalkrafteinwirkung
gehalten.
Man erkennt in Fig. 6, daß über den Umfang der Anpreßplatte 30 bezie
hungsweise der Zwischenplatte 32 insgesamt sechs Drehkopplungsvor
sprünge 60 beziehungsweise 62 verteilt angeordnet sind, wobei zwischen
jeweils zwei paarweise zusammengefaßten Drehkopplungsvorsprüngen 60,
62 ein Rückstellvorsprung 64 beziehungsweise 66 liegt. Es ergibt sich
somit eine sehr symmetrische Belastung bei der Drehkopplung zwischen
Anpreßplatte 30 beziehungsweise Zwischenplatte 32 mit dem Gehäuse 12.
Ebenso ergibt sich eine sehr symmetrische Kraftverteilung bei der Erzeu
gung der Rückstellkraft.
In den Fig. 2, 3 und 4 erkennt man ferner, daß durch jeweilige Federele
mente, beispielsweise Schraubendruckfedern, eine Lüftkraft erzeugt wird.
Dazu sind zwischen der Anpreßplatte 30 und der Zwischenplatte 32 ein
erster Satz aus Federn 72 und zwischen der Zwischenplatte 32 und dem
Schwungrad 22 ein zweiter Satz aus Federn 74 angeordnet. Vorzugsweise
weist jeder dieser Federsätze gleich viele Federn 72 beziehungsweise 74
auf, beispielsweise jeweils bei den Rückstellvorsprüngen, und die Federn
72 und 74 sind zueinander im wesentlichen gleich ausgebildet. Auf diese
Art und Weise wird dafür gesorgt, daß bei Durchführung einer Ausrückbe
wegung die Zwischenplatte 32 immer mittig zwischen der Anpreßplatte 30
und dem Schwungrad 22 gehalten wird. Es erfolgt somit für jeden der
zwischen der Anpreßplatte 30 und der Zwischenplatte 32 einerseits und
der Zwischenplatte 30 und dem Schwungrad 22 andererseits positionierten
Kupplungsscheibenbereiche ein gleicher Ausrückhub. Sind hier verschieden
dimensionierte Kupplungsscheibenbereiche vorgesehen, so kann dies durch
entsprechende Änderung beispielsweise der Federlängen der Federn 72
oder/und 74 beziehungsweise der Federkonstanten dieser Federn erfolgen.
Die Federn 72 beziehungsweise 74 der verschiedenen Federsätze sind
jeweils vorzugsweise den Rückstellvorsprüngen 64 beziehungsweise 66
zugeordnet positioniert. Man erkennt in Fig. 4, daß jeder Rückstellvor
sprung 66 der Zwischenplatte 32 an seinen beiden axialen Seiten Ver
tiefungen 76 aufweist, in welche ein Federtopf 78 beziehungsweise 80
eingreift. Die Federn 72 und 74 sind somit am Rückstellvorsprung 66
sowohl in Umfangsrichtung als auch in radialer Richtung gegen Bewegung
gehalten. Ferner sehen die Federtöpfe 78, 80 eine thermische Isolierung
der Federn 72, 74 zur Zwischenplatte 32 hin vor in ihren in Umfangs
richtung über den relativ schmalen Bereich der Rückstellvorsprünge 66
hinausstehenden Abschnitten bilden die Federtöpfe 78 einen Axialbewe
gungsanschlag für die Röhrenfedern 70. Es ist somit dafür gesorgt, daß
auch die Röhrenfedern 70 immer in geeigneter Positionierung bezüglich des
Rückstellvorsprungs 66 gehalten sind und sich nicht aus der axialen Über
lappung mit diesen herausbewegen können.
Im Bereich des Rückstellvorsprungs 64 der Anpreßplatte 30 ist eine
U-förmige Halteklammer 82 vorgesehen, die auf einen jeweiligen Rückstell
vorsprung 64 der Anpreßplatte 30 von radial außen her aufgeschoben wird
und die mit einer Rastausformung 86 in eine Rastausnehmung 84 des
Rückstellvorsprungs 64 einrastet und auf diese Art und Weise dort festge
halten ist. Mit ihren in Umfangsrichtung über die jeweiligen Rückstellvor
sprünge 64 hinausragenden Abschnitten sehen die Klammern 82 ebenfalls
eine Sicherungsfunktion für die Federelemente 68 vor. In Verbindung mit
der Anpreßplatte 30 wird ein Klammerelement bevorzugt, da an der dem
Bodenbereich 14 zugewandten Seite der Anpreßplatte 30 keine Luftfeder,
wie z. B. die Federn 72 und 74, sich am Rückstellvorsprung 64 abstützt,
so daß dort nicht dafür gesorgt werden könnte, daß ein Federtopf, wie er
in Verbindung mit dem Rückstellvorsprung 64 der Zwischenplatte 32
eingesetzt wird, an der Anpreßplatte 30 gehalten wird. Dennoch sei darauf
verwiesen, daß beispielsweise in dem der Zwischenplatte 32 zugewandten
Bereich die Klammer 82 ebenfalls topfförmig ausgebildet sein könnte und
die Feder 72 gegen die Anpreßplatte 30 thermisch isolieren könnte oder in
diesem Bereich ein separater Federtopf eingesetzt werden könnte.
Während mit Bezug auf die Fig. 1 bis 6 vorangehend der grundsätzliche
Aufbau und die grundsätzliche Funktionsweise einer Mehrscheibenkupplung
der gattungsgemäßen Art beschrieben worden ist, werden im Folgenden
Bezug auf die Fig. 7 bis 14 konstruktive Maßnahmen beschrieben,
welche von den Prinzipien der vorliegenden Erfindung Gebrauch machen.
Eine erste derartige Ausgestaltungsvariante ist in Fig. 7 gezeigt. Fig. 7
ist eine Ansicht von radial außen, welche eine Ausgestaltungsart der Mehr
scheibenkupplung 10 zeigt, wie sie vorangehend bereits angesprochen
wurde. D. h. die Stegabschnitte 18 sind hier integral mit dem Schwungrad
beziehungsweise der Schwungmasse 22 ausgebildet und erstrecken sich,
in entsprechender Weise wie die Stegabschnitte 18, welche in Fig. 6
sichtbar sind, im Wesentlichen axial unter Beibelassung der vorangehend
schon angesprochenen Ausnehmungen oder Aussparungen 20. Die Gehäu
seanordnung 12 ist im Wesentlichen plattenartig ausgebildet und ist in
ihrem radial äußeren Bereich durch Schraubbolzen 100 oder dergleichen an
den Stegabschnitten 18 festgelegt. An der Außenseite der Gehäuseanord
nung 12 ist über Distanzbolzen 36 und zumindest einen Drahtring 102
wieder der Kraftspeicher 34 gehalten, welcher an den die Öffnungen 48 in
der Gehäuseanordnung durchsetzenden Abstützvorsprüngen 50 der An
pressplatte 30 aufliegt und somit diese in Richtung auf das Schwungrad 22
zu beaufschlagt.
Der in Fig. 7 dargestellte Bereich zeigt eine Ausnehmung 20, in welche
die Drehkopplungsvorsprünge 60 beziehungsweise 62 der Anpressplatte 30
beziehungsweise der Zwischenplatte 32 von radial innen her eingreifen. In
ihren beiden Umfangsendbereichen ist die Ausnehmung 60 durch jeweilige
Anlageflächen 104, 106 begrenzt, die letztendlich jeweiligen Oberflächen
bereichen 108, 110 der Anpressplatte 30 beziehungsweise 112, 114 der
Zwischenplatte 32 in den Bereichen der jeweiligen Drehkopplungsvor
sprünge 60 beziehungsweise 62 in Umfangsrichtung gegenüberliegen. Bei
Drehmomentübertragung, d. h. bei reibmäßiger Wechselwirkung der An
pressplatte 30 beziehungsweise der Zwischenplatte 32 mit der Kupplungs
scheibe 114 beziehungsweise der Kupplungsscheibe 116, welche in Fig.
7 abschnittsweise erkennbar sind, kommen je nach Drehmomenteinlei
tungsrichtung, d. h. je nachdem, ob Zugbetrieb oder Schubbetrieb vorliegt,
die Oberflächen 108, 112 in Anlage an der Anlagefläche 104 oder die
Oberflächen 110, 114 in Anlage an der Anlagefläche 106. Diese Kraftüber
tragungsanlage, welche letztendlich eine im Wesentlichen drehfeste Kopp
lung der Anpressplatte 30 beziehungsweise der Zwischenplatte 32 mit der
die Gehäuseanordnung 34 und das Schwungrad 22 umfassenden Bau
gruppe herstellt, erfolgt im Bereich der Anlagefläche 104 an jeweiligen der
Anpressplatte 30 beziehungsweise der Zwischenplatte 32 zugeordneten
Anlageflächenbereichen 118, 120 beziehungsweise im Bereich der An
lagefläche 106 an jeweiligen der Anpressplatte 30 beziehungsweise der
Zwischenplatte 32 zugeordneten Anlageflächenbereichen 122, 124.
Man erkennt bei der Ausgestaltungsform gemäß Fig. 7 ferner, dass die
Anlageflächen 104, 106 und somit auch die Anlageflächenbereiche 118,
120 und 122, 124 bezüglich der Drehachse A der Mehrscheibenkupplung
10 geneigt sind. Diese Neigung macht sich letztendlich auch durch einen
Winkel α bemerkbar, welchen diese Anlageflächen 104, 106 beziehungs
weise Anlageflächenbereiche bezüglich einer zur Drehachse A konzentrisch
verlaufenden Umfangslinie U einschließen. In entsprechender Weise sind
auch die Oberflächenbereiche 108, 112, 110, 114 der Drehkopplungsvor
sprünge 60, 62 geneigt, so dass bei Drehmomentübertragung und kraftmä
ßiger Anlage ein flächiger Kontakt zwischen den Oberflächenbereichen
108, 112, 110, 114 und den Anlageflächen 104, 106 erzeugt wird.
Es sei angenommen, dass im Zugbetrieb, d. h. in einem Zustand, in wel
chem von einem Antriebsaggregat, mit welchem das Schwungrad 22
drehfest gekoppelt ist, ein Antriebsdrehmoment abgegeben wird, die um
fangsmäßige Kraftbeaufschlagung derart ist, dass die beiden Kupplungs
scheiben 114, 116 wie durch die Pfeile P1, P2 in Fig. 7 angedeutet
bezüglich der Gehäuseanordnung 12 beziehungsweise des Schwungrads
22 und somit auch bezüglich der Anpressplatte 30 und der Zwischenplatte
33 verlagert werden. Durch die Reibwechselwirkung zwischen der Anpress
platte 30 und der Zwischenplatte 32 einerseits und den Kupplungsscheiben
114, 116 andererseits werden die Anpressplatte 30 und die Zwischenplatte
32 zur Bewegung in Umfangsrichtung in der gleichen Richtung mitgenom
men. Diese Bewegung ist jedoch nur in einem geringen Ausmaß möglich,
nämlich in demjenigen Ausmaß, in welchem die Drehkopplungsvorsprünge 60, 62
in der zugeordneten Ausnehmung 20 Bewegungsspiel haben. Ist
dieses Bewegungsspiel aufgebraucht, kommen im Zugbetrieb die Ober
flächenbereiche 108, 112 in Anlage an den jeweils zugeordneten Anlageflä
chenbreichen 118, 120. Auf Grund der Schrägstellung oder Neigung der
Anlagefläche 104 beziehungsweise der Anlageflächenbereiche 118, 120
bezüglich der Drehachse A und somit auch bezüglich der Umfangslinie U
wird die in Umfangsrichtung gerichtete Mitnahmekraft durch die keilartige
Zusammenwirkung zwischen den Oberflächenbereichen 108, 112 und den
Anlageflächenbereichen 118, 120 umgelenkt, so dass letztendlich auch
eine parallel zur Drehachse A gerichtete Kraftkomponente erzeugt wird,
durch welche einerseits die Anpressplatte 30 axial in Richtung auf die
Kupplungsscheibe 114 zu gepresst wird und durch welche andererseits
auch die Zwischenplatte 32 in Richtung auf die Kupplungsscheibe 116 zu
gepresst wird. Dies bedeutet letztendlich, dass vermittels der im Wesentli
chen durch die Drehkopplungsvorsprünge 60 und die diesen zugeordneten
Ausnehmungen 20 gebildeten Drehkopplungsanordnung 130 bei Drehmo
mentübertragung zusätzlich zu der durch den Kraftspeicher 34 ohnehin
bereitgestellten Axialanpresskraft eine Axialkraft erzeugt wird, durch wel
che eine verstärkte Druckanlage der Anpressplatte 30 beziehungsweise der
Zwischenplatte 32 an den jeweils zugeordneten Reibflächen der Kupplungs
scheiben 114, 116 erzeugt wird. Dies bedeutet letztendlich, dass ein
selbstverstärkender Effekt bei der erfindungsgemäßen Druckplattenbau
gruppe 10 vorgesehen ist, der es gestattet, einen vergleichsweise schwa
chen Kraftspeicher 34 einzusetzen und dennoch relativ hohe maximal
übertragbare Drehmomente zu erlangen.
Bei Drehmomenteinleitung in der entgegengesetzten Richtung, also im
Schubbetrieb oder Motorbremsbetrieb, kommen dann nach geringer Um
fangsbewegung die Oberflächenbereiche 110, 114 an den zugeordneten
Anlageflächenbereichen 122, 124 zur Anlage und erzeugen somit durch die
vorhandene Umfangskrafteinwirkung ebenfalls eine Axialkraft, nunmehr
jedoch in der entgegengesetzten Richtung, d. h. von dem Schwungrad 22
weg. Diese Axialkraft wirkt letztendlich der Anpresskraft des Kraftspeichers
34 entgegen und führt zu einer Verminderung des maximal übertragbaren
Drehmoments mit der Folge, dass beispielsweise Drehmomentschwankun
gen durch einen kurzzeitig zugelassenen Schlupf gedämpft werden können
oder bei Übergang in den Schubbetrieb das schlagartige Einsetzen eines
Motorbremseffekts abgemindert werden kann.
Die Fig. 8 zeigt eine abgewandelte Ausgestaltungsvariante, bei welcher im
Wesentlichen nur im Bereich der Anlagefläche 104, d. h. im Bereich der
Anlageflächenbereiche 118, 120, die im Zugebetrieb wirksam sind, die
Neigung bezüglich der Drehachse A vorhanden ist, während im Bereich der
Anlagefläche 106, d. h. im Bereich der Anlageflächenbereiche 122, 124,
eine zur Drehachse A im Wesentlichen parallele Orientierung vorgesehen
ist. Entsprechendes trifft auch für die Oberflächenbereiche 110, 114 zu.
Dies bedeutet letztendlich, dass bei der in Fig. 8 dargestellten Ausgestal
tungsvariante im Zugbetrieb die gleiche selbstverstärkende Funktion vor
handen ist, wie sie vorangehend mit Bezug auf die Fig. 7 beschrieben
worden ist, dass im Schubbetrieb jedoch ein zumindest geringfügiges
Mindern der Gesamtanpresskraft nicht auftreten wird.
In Fig. 9 ist eine Ausgestaltungsvariante gezeigt, welche im Wesentlichen
der Ausgestaltungsvariante gemäß Fig. 7 entspricht. Man erkennt hier,
dass zwischen den Drehkopplungsvorsprüngen 60, 62 der Anpressplatte
30 beziehungsweise der Zwischenplatte 32 und demjenigen Stegabschnitt
18, an welchem die im Zugbetrieb wirksame Anlagefläche 104 vorgesehen
ist, eine allgemein mit 140 bezeichnete Rückstellanordnung wirksam ist.
Diese Rückstellanordnung 140 umfasst jeweilige Schraubendruckfedern
142, 144, die in jeweilige Sackbohrungen oder Sacköffnungen 146, 148 in
dem Stegabschnitt 18 einerseits und 150, 152 in den Drehkopplungsvor
sprüngen 60, 62 andererseits eingesetzt sind. Durch die Rückstellanord
nung wird eine in Umfangsrichtung wirkende Kraftkomponente eingeführt,
die dafür sorgt, dass dann, wenn die Mehrscheibenkupplung 10 in Richtung
zur Auskuppelstellung verstellt werden soll, die Oberflächenbereiche 108,
110 von der Anlagefläche 104 beziehungsweise den Anlageflächenberei
chen 118, 120 weg beaufschlagt werden. Es kann somit eine der durch die
selbstverstärkende Wirkung eingeführten keilartigen Funktion der mitein
ander in Wechselwirkung tretenden Flächenbereiche entgegenwirkende
Kraftkomponente bereitgestellt werden, die in zuverlässiger Art und Weise
das Aufheben der Anlagewechselwirkung zur Folge hat. Es sei darauf
hingewiesen, dass diese Rückstellanordnung 140 zusätzlich zu den vor
angehend bereits angesprochenen Federelementen beziehungsweise Röhren
federn 68, 70 vorgesehen sein kann, die im Bereich der jeweiligen Rück
stellvorsprünge 64, 66 an der Anpressplatte 30 beziehungsweise der
Zwischenplatte 32 wirksam sind. Selbstverständlich kann die Rückstell
anordnung 140 auch nur die bereits angesprochenen Röhrenfedern oder
Federelemente 68, 70 umfassen, welche letztendlich auch dafür sorgen,
dass die Anpressplatte 30 beziehungsweise die Zwischenplatte 32 in
definierter Art und Weise mit ihren Drehkopplungsvorsprüngen 60, 62
außer Eingriff mit den Stegabschnitten 18 gebracht werden.
Bei der in Fig. 10 dargestellten Variante sind die im Bereich der jeweiligen
Drehkopplungsvorsprünge 60, 62 wirksamen Federn 142, 144 der Rück
stellanordnung 140 mit ihren jeweiligen Federlängsachsen im Wesentlichen
parallel zu der geneigten Anlagefläche 104 orientiert mit der Folge, dass
diese Federlängsachsen im Wesentlichen die gleiche Neigung bezüglich der
Drehachse A beziehungsweise der Umfangslinie U aufweisen, wie die
Anlagefläche 104 und gegebenenfalls auch die Anlagefläche 106, während
bei der Ausgestaltungsform gemäß Fig. 9 diese Federlängsachsen im
Wesentlichen parallel zu den jeweiligen wirksamen Reibflächen und somit
im Wesentlichen orthogonal zur Drehachse A liegen. Dabei greift die Feder
142 in jeweilige Sackbohrungen oder Sacköffnungen 154, 156 der An
pressplatte 30 beziehungsweise der Zwischenplatte 32 ein, während die
Feder 144 in jeweilige Sacköffnungen oder Sackbohrungen 158, 160 der
Zwischenplatte 32 beziehungsweise des Schwungrades 22 eingreift. Es
wird auf diese Art und Weise für die Anpressplatte 30 beziehungsweise die
Zwischenplatte 32 sowohl in Umfangsrichtung als auch in Achsrichtung
eine Kraft erzeugt, so dass letztendlich die Rückstellanordnung neben dem
Lösen der Kraftwechselwirkung zwischen den Drehkopplungsvorsprüngen
60, 62 und dem zugeordneten Stegabschnitt 18 gleichzeitig auch noch zur
Erzeugung einer Lüftkraft beiträgt. Auch sei darauf verwiesen, dass selbst
verständlich auch zusätzlich zur Luftkrafterzeugung noch die beispielsweise
in Fig. 3 erkennbaren und zur Drehachse im Wesentlichen parallel orien
tierten Federn 72, 74 beitragen können, die im Bereich der jeweiligen
Rückstellvorsprünge wirksam sein können.
In Fig. 11 ist eine Ausgestaltungsvariante gezeigt, bei welcher letztendlich
nur im Bereich der Zwischenplatte 32 die selbstverstärkende Wirkung
auftritt. Man erkennt, dass die Anlagefläche 104 in ihrem mit der Anpress
platte 30 beziehungsweise dem Oberflächenbereich 108 zusammenwirken
den Anlageflächenbereich 118 zur Drehachse A im Wesentlichen parallel
orientiert ist. Axial anschließend ist jedoch der Anlageflächenbereich 120,
an welchem letztendlich der geneigte Oberflächenbereich 110 der Zwi
schenplatte 32 zur Anlage kommen kann, wiederum mit Neigung bezüglich
der Drehachse A ausgebildet. Dies bedeutet letztendlich, dass bei der
vorangehend beschriebenen Drehmomenteinleitung beispielsweise im
Zugbetrieb nur eine selbstverstärkende Wirkung im Bereich der Zwischen
platte 32 erzeugt wird. Die vorangehend angesprochene Rückstellfunktion
kann hier wiederum durch eine für die Zwischenplatte 32 vorgesehene
Rückstellanordnung 140 in Form einer Rückstellfeder 144 vorgesehen sein,
die nunmehr im Wesentlichen vollständig in eine in Umfangsrichtung ge
richtete Sackbohrung oder Sacköffnung 148 in einem Stegabschnitt 18
eingesetzt ist.
Bei der in Fig. 12 dargestellten Ausgestaltungsvariante ist im Bereich der
Anlagefläche 104 lediglich der Anlageflächenbereich 118, welcher mit dem
Drehkopplungsvorsprung 60 der Anpressplatte 30 in Kraftübertragungs
wechselwirkung tritt, mit geneigter Orientierung bezüglich der Drehachse A
vorgesehen. In entsprechender Weise ist auch der Oberflächenbereich 108
des Drehkopplungsvorsprungs 60 an der Anpressplatte 30 wieder geneigt.
Während in den vorangehend beschriebenen Ausgestaltungsvarianten die
verschiedenen Anlageflächenbereiche beziehungsweise Oberflächenbe
reiche unmittelbar zur Kraftübertragung miteinander in Kontakt treten, ist
bei der in Fig. 12 dargestellten Ausgestaltungsvariante ein Kraftübertra
gungselement 170 vorgesehen. Dies kann beispielsweise ein Kugelelement
oder ein walzenartiges Element sein, das an dem Anlageflächenbereich 118
einerseits und dem Oberflächenbereich 108 der Anpressplatte 30 anderer
seits abrollen kann. Es wird somit eine reibungsinduzierte Abnutzung in
dem Bereich dieser Kraftübertragung gegenüber den vorangehend beschrie
benen Ausgestaltungsformen deutlich reduziert.
Um die erforderliche Rückstellkraft zu erzeugen, können die vorangehend
beschriebenen Federn eingesetzt werden beziehungsweise es können auch
die im Bereich der Rückstellvorsprünge wirkenden Federn vorgesehen sein.
Es kann jedoch, wie in Fig. 13 erkennbar, grundsätzlich auch die Anpress
platte 30 durch eine schwanenhalsförmige Feder 172 mit dem radial äuße
ren Bereich des Kraftspeichers 34 axial gekoppelt werden. Bewegt sich bei
Durchführung eines Auskuppelvorgangs der Kraftspeicher 34 mit diesem
radial äußeren Bereich dann in Richtung vom Schwungrad 22 weg, so
nimmt er dabei die Anpressplatte 30 in der gleichen axialen Richtung mit
und sorgt zwangsweise zum Abheben derselben von der Kupplungsscheibe
114. Auch auf diese Art und Weise kann die durch die Keilwirkung einge
führte Selbstverstärkung gelöst werden. Dabei wird sich die Anpressplatte
30 in Umfangsrichtung durch die Zusammenwirkung des Anlageflächen
bereichs 118 mit dem Oberflächenbereich 108 - im dargestellten Ausgestal
tungsbeispiel über das Kraftübertragungselement 170 - geringfügig zurück
drehen.
Es sei darauf hingewiesen, dass die Feder 172, welche beispielsweise als
Blechfederteil ausgebildet sein kann, an den radial äußeren Bereichen der
Anpressplatte 30 angeschraubt sein kann beziehungsweise dass an mehre
ren Umfangsbereichen derartige Federn 172 vorgesehen sein können.
Die Fig. 14 zeigt eine Abwandlung der in Fig. 12 dargestellten Ausge
staltungsform. Hier ist das Kraftübertragungselement nunmehr als soge
nannte Rollfeder oder Röhrenfeder 174 ausgebildet, welche, wie in Fig.
14 links dargestellt durch Aufrollen eines Federblechmaterials gebildet
werden kann. Über dieses Kraftübertragungselement 174 wird wieder die
kraftübertragungsmäßige Wechselwirkung zwischen dem Anlageflächenbe
reich 118 und dem Oberflächenbereich 108 hergestellt, wobei auf Grund
der bei Verdrehung der Anpressplatte 30 bezüglich des Stegabschnitts 18
erzeugten Einklemmung des Kraftübertragungselements 174 dieses auf
Grund seiner Elastizität verformt wird und somit letztendlich gleichzeitig
auch eine Rückstellkraftkomponente erzeugt, die bei Minderung des zu
übertragenden Drehmomentes beziehungsweise der Beaufschlagung durch
den Kraftspeicher 34 für eine Rückstellung der Anpressplatte 30 sorgt.
Um eine zu starke Verformung der Rollfeder 174 zu verhindern, kann in den
zylindrischen Innenraum derselben ein Bolzenelement 176 eingesetzt wer
den, welches letztendlich dann einen festen Anschlag zum Begrenzen der
Verformung der Rollfeder 174 bereitstellt.
Vorangehend sind verschiedenste Ausgestaltungsformen beschrieben
worden, durch welche im Bereich derjenigen Funktionsgruppe, die gleich
zeitig auch eine Drehkopplung zwischen Schwungmasse und Gehäuse
anordnung einerseits und Anpressplatte und Zwischenplatte andererseits
bereitstellt, eine Kraftverstärkungswirkung im Sinne einer Erhöhung der
Anpresskraft der Anpressplatte oder/und der Zwischenplatte erzeugt wird.
Alleine durch Ausgestaltung verschiedener in Wechselwirkung miteinander
tretender Flächenbereiche kann eine Bewegungsumlenkung und somit eine
Erhöhung der Anpresskraft erzielt werden, ohne dass hierzu zusätzliche
Komponenten erforderlich wären.
Es wird darauf hingewiesen, dass selbstverständlich die in den verschiede
nen Ausgestaltungsformen erkennbaren Aspekte beliebig miteinander
kombiniert werden können beziehungsweise beliebig an der Anpressplatte
oder der Zwischenplatte bereitgestellt werden können. So ist es selbstver
ständlich möglich, dass die in den Fig. 12 und 14 gezeigte Anordnung
mit Einsatz eines Kraftübertragungselementes auch bei der Zwischenplatte
eingesetzt werden kann beziehungsweise dass eine derartige Anordnung
auch dann Anwendung finden kann, wenn im Bereich der Anlagefläche
106, die im Schubbetrieb wirksam wird, eine entsprechende Neigung
vorgesehen ist. Entsprechendes gilt selbstverständlich auch für die Rück
stellanordnung.
Claims (10)
1. Mehrscheibenkupplung, umfassend:
eine um eine Drehachse (A) drehbare Schwungmasse (22),
eine mit der Schwungmasse (22) zur gemeinsamen Drehung um die Drehachse (A) verbundene Gehäuseanordnung (12),
in der die Gehäuseanordnung (12) und die Schwungmasse (12) umfassende Baugruppe eine durch einen Kraftspeicher (34) beaufschlagte Anpressplatte (30) und wenigstens eine Zwischenplatte (32), wobei die Anpressplatte (30) und die wenigstens eine Zwischenplatte (32) durch eine Drehkopp lungsanordnung (130) mit der Baugruppe im Wesentlichen drehfest, bezüglich dieser jedoch im Wesentlichen in Richtung der Drehachse (A) verlagerbar verbunden sind, wobei die Drehkopplungsanordnung (130) an der Baugruppe wenigstens eine Drehkopplungsaussparung (20) aufweist, in welche ein Drehkopplungsvorsprung (60) der Anpressplatte (30) eingreift, und wenigstens eine Drehkopplungsaussparung (20) aufweist, in welche ein Drehkopplungsvorsprung (62) der wenigstens einen Zwischenplatte (32) eingreift,
zwischen der Anpressplatte (30) und der wenigstens einen Zwischenplatte (32) eine mit einem Kupplungsabtriebsglied verbundene oder verbindbare Kupplungsscheibe (114),
zwischen der wenigstens einen Zwischenplatte (32) und der Schwungmasse (22) oder gegebenenfalls einer weiteren Zwi schenplatte eine mit dem Kupplungsabtriebsglied verbundene oder verbindbare weitere Kupplungsscheibe (116),
dadurch gekennzeichnet, dass bei Drehmomentübertragung die An pressplatte (30) oder/und die wenigstens eine Zwischenplatte (32) vermittels der Drehkopplungsanordnung (130) mit einer auf die Kupplungsscheibe (114) beziehungsweise die weiters Kupplungs scheibe (116) zu gerichteten Kraft beaufschlagt wird.
eine um eine Drehachse (A) drehbare Schwungmasse (22),
eine mit der Schwungmasse (22) zur gemeinsamen Drehung um die Drehachse (A) verbundene Gehäuseanordnung (12),
in der die Gehäuseanordnung (12) und die Schwungmasse (12) umfassende Baugruppe eine durch einen Kraftspeicher (34) beaufschlagte Anpressplatte (30) und wenigstens eine Zwischenplatte (32), wobei die Anpressplatte (30) und die wenigstens eine Zwischenplatte (32) durch eine Drehkopp lungsanordnung (130) mit der Baugruppe im Wesentlichen drehfest, bezüglich dieser jedoch im Wesentlichen in Richtung der Drehachse (A) verlagerbar verbunden sind, wobei die Drehkopplungsanordnung (130) an der Baugruppe wenigstens eine Drehkopplungsaussparung (20) aufweist, in welche ein Drehkopplungsvorsprung (60) der Anpressplatte (30) eingreift, und wenigstens eine Drehkopplungsaussparung (20) aufweist, in welche ein Drehkopplungsvorsprung (62) der wenigstens einen Zwischenplatte (32) eingreift,
zwischen der Anpressplatte (30) und der wenigstens einen Zwischenplatte (32) eine mit einem Kupplungsabtriebsglied verbundene oder verbindbare Kupplungsscheibe (114),
zwischen der wenigstens einen Zwischenplatte (32) und der Schwungmasse (22) oder gegebenenfalls einer weiteren Zwi schenplatte eine mit dem Kupplungsabtriebsglied verbundene oder verbindbare weitere Kupplungsscheibe (116),
dadurch gekennzeichnet, dass bei Drehmomentübertragung die An pressplatte (30) oder/und die wenigstens eine Zwischenplatte (32) vermittels der Drehkopplungsanordnung (130) mit einer auf die Kupplungsscheibe (114) beziehungsweise die weiters Kupplungs scheibe (116) zu gerichteten Kraft beaufschlagt wird.
2. Mehrscheibenkupplung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Drehkopplungs
vorsprung (60) der Anpressplatte (30) und der wenigstens eine
Drehkopplungsvorsprung (62) der wenigstens einen Zwischenplatte
(32) in die zugeordnete Drehkopplungsaussparung (20) im Wesentli
chen in radialer Richtung eingreifen, dass die jeweilige Drehkopp
lungsaussparung (20) in beiden Umfangsrichtungen durch Anlageflä
chen (104, 106) zur Kraftübertragungsanlage des jeweiligen Dreh
kopplungsvorsprungs (60, 62) begrenzt ist und dass ein Anlageflä
chenbereich (118), an welchem der wenigstens eine Drehkopplungs
vorsprung (60) der Anpressplatte (30) in Kraftübertragungsanlage
kommen kann, bezüglich der Drehachse (A) geneigt ist oder/und
dass ein Anlageflächenbereich (120), an welchem der wenigstens
eine Drehkopplungsvorsprung (62) der wenigstens einen Zwischen
platte (30) in Kraftübertragungsanlage kommen kann, bezüglich der
Drehachse (A) geneigt ist.
3. Mehrscheibenkupplung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass ein die Drehkopplungsaussparung
(20), in welche der wenigstens eine Drehkopplungsvorsprung (60)
der Anpressplatte (30) eingreift, in der anderen Umfangsrichtung
begrenzender Anlageflächenbereich (122) sich zur Drehachse (A) im
Wesentlichen parallel erstreckt oder/und dass ein die Drehkopplungs
aussparung (20), in welche der wenigstens eine Drehkopplungsvor
sprung (62) der wenigstens einen Zwischenplatte (32) eingreift, in
der anderen Umfangsrichtung begrenzender Anlageflächenbereich
(124) sich zur Drehachse (A) im Wesentlichen parallel erstreckt.
4. Mehrscheibenkupplung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekenzeichnet, dass der wenigstens eine Drehkopplungsvor
sprung (60) der Anpressplatte (30) oder/und der wenigstens eine
Drehkopplungsvorsprung (62) der wenigstens einen Zwischenplatte
(32) in seinem zur Kraftübertragungswechselwirkung mit dem ge
neigten Anlageflächenbereich (118, 120) vorgesehenen Oberflächen
bereich (108, 112) eine der Neigung des Anlageflächenbereichs
(118, 120) entsprechende Neigung aufweist.
5. Mehrscheibenkupplung nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Drehkopplungs
vorsprung (60) der Anpressplatte (30) oder/und der wenigstens eine
Drehkopplungsvorsprung (62) der wenigstens einen Zwischenplatte
(32) mit dem zugeordneten geneigten Anlageflächenbereich (118,
120) in direkte Kraftübertragungsanlage bringbar ist.
6. Mehrscheibenkupplung nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Drehkopplungs
vorsprung (ß0) der Anpressplatte (30) oder/und der wenigstens eine
Drehkopplungsvorsprung (62) der wenigstens einen Zwischenplatte
(32) mit dem zugeordneten geneigten Anlageflächenbereich (118,
120) über wenigstens ein Kraftübertragungselement (170; 174) in
Kraftübertragungsanlage ist oder bringbar ist.
7. Mehrscheibenkupplung nach einem der Ansprüche 2 bis 6,
gekennzeichnet durch eine Rückstellanordnung (140), durch welche
der wenigstens eine Drehkopplungsvorsprung (60) der Anpressplatte
(30) oder/und der wenigstens eine Drehkopplungsvorsprung (62)der
wenigstens einen Zwischenplatte (32) zur Bewegung in Richtung
von dem zugeordneten geneigten Anlageflächenbereich (118, 120)
weg beaufschlagt ist oder/und durch welche die Anpressplatte (30)
oder/und die wenigstens eine Zwischenplatte (32) zur Bewegung in
Richtung von einer jeweils zugeordneten Reibfläche einer Kupplungs
scheibe (114) oder der Schwungmasse (22) weg beaufschlagt ist.
8. Mehrscheibenkupplung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellanordnung (140) wenigs
tens eine Rückstellfeder (142, 144; 174) umfasst.
9. Mehrscheibenkupplung nach Anspruch 6 und einem der Ansprüche
7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellanordnung (140) das
wenigstens eine Kraftübertragungselement (174) umfasst und dass
das wenigstens eine Kraftübertagungselement (174) elastisch ausge
bildet ist.
10. Mehrscheibenkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadrch gekennzeichnet, dass die Anpressplatte (30) mit dem Kraft
speicher (34) gekoppelt ist zum Erzeugen einer die Anpressplatte
(30) in Richtung von der Kupplungsscheibe (114) weg beaufschla
genden Kraft bei Durchführung eines Ausrückvorgangs.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10209553A DE10209553A1 (de) | 2001-03-24 | 2002-03-04 | Mehrscheibenkupplung |
| FR0203595A FR2822510B1 (fr) | 2001-03-24 | 2002-03-22 | Embrayage multidisque |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10131846 | 2001-03-24 | ||
| DE10114857 | 2001-03-26 | ||
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10209553A1 true DE10209553A1 (de) | 2002-09-26 |
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ID=26008911
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10209553A Withdrawn DE10209553A1 (de) | 2001-03-24 | 2002-03-04 | Mehrscheibenkupplung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10209553A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1391622A3 (de) * | 2002-08-22 | 2004-10-20 | ZF Sachs Race Engineering GmbH | Reibungskupplung |
| CN110821981A (zh) * | 2019-11-28 | 2020-02-21 | 河北艾斯特车桥有限公司 | 一种用于重型车辆的全盘式制动器 |
| CN111503188A (zh) * | 2019-11-28 | 2020-08-07 | 河北埃克斯福动力科技有限公司 | 一种用于车辆全盘式制动器的执行机构 |
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-
2002
- 2002-03-04 DE DE10209553A patent/DE10209553A1/de not_active Withdrawn
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| CN110821981B (zh) * | 2019-11-28 | 2021-10-01 | 河北埃克斯福动力科技有限公司 | 一种用于重型车辆的全盘式制动器 |
| CN111503188B (zh) * | 2019-11-28 | 2021-10-01 | 河北埃克斯福动力科技有限公司 | 一种用于车辆全盘式制动器的执行机构 |
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| WO2021156138A1 (fr) * | 2020-02-04 | 2021-08-12 | Valeo Embrayages | Embrayage de coupure de couple pour transmission hybride |
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